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Kleine politische Nachrichten

Italienischer Besuch in Danzig.

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3»r Koalitionskrise in Hessen.

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Wie wir hören, stellt sich ba& preußische Ministerium des Innern auf den Stand- Punkt, daß daSReichsbanner Schwarz-Rot-Gold" die Förderung des Staates in Anspruch nehmen könne, wenn die Zusammenfassung der Anhänger der republikanischen Verfassung lediglich dem Schuh gegen gewalttätige Angriffe dienen soll. Im übrigen stehen die anderen Mitglieder der preußischen Regierung der Angelegenheit völlig fern, da das preußische Staatsminlste-- rium noch keine Veranlassung hatte, sich mit diesem Fall zu befassen.

Tu kommst also. .

ist Il>. Wie geht es mit Christian?"

Beates Ce'lcht hat heut einen eige e i Aus- xuck. Sie zögert:Grad hmt nicht sonderlich. Tie Dlesiuc schmerzt wied.r, daS Wetter bri g''s wchl mit sich. Er sitzt hinten in der braunen Stube ... im Lehrstuhl."

Sie sind drinnen im Zimmer. Charlotte hat den Pelz abgestreift, steht im schmucken engen grünen Kleid, streift mit beidm Hänei an Lei §uften herab, blickt in dm kleinen Spiegel: gut sieht sie aus, wie eine Amazone.

Ich will zu ihm."

Dnte.Daß er sich nur nicht erschreckt. Erlaube... ich möchte ihn ein we­niges dorbereiten."

Rein! Olein! Gleich will ich zu ihm!"

Ihre Blicke begegnen sich In dm Augen es. Doch dann senkt Beate plötzlich den blonden Sch.ntel:Es ist dein Recht... so geh ." x- f T fieL ?ie kennt ja dm Weg durch die Vorhalle und den Hinteren Korridor in dem nnmer der ^rnst von der Küche schwebt: nach Gänsefett riechfs heute. An dm Wänden stehm die großen, grvbkant gm Leinmschränke, Tea.es Stolz, und verkümmern das karge Licht.

Sa lst die Tür, die dritte in der Reihe. Das Lottchen hat schon die Hand auf der Eisenklinke, ?ber sie druckt sie nicht herunter. Die Enge preßt & ßu-ft in der Brust zusammen.

Oder ist s die Erwartung oder die Angewihhell oder die Sorge? Von drinnen kommt ein schwaches -®leraJt Männer hüsteln, stoßweise, ängstlich, als ob der Atem nicht recht reiche

Das ZimMer ist hell, blendmd hell. Die Wintersvnne leuchtet durch die Fenster. Im ersten

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hohm StliM. die w:ih ist wie dm Schnee draußen, legi sich müde g:gen die Lehne. Rur aus den Augen leuchtet es. Aber es ist auch nicht eitel rUn£ <:yreube- ®r bastelt, ein kleines, elendes ßaiMn kommt und geht.Bin freilich ein Kcüp- Pel, du, mein liebes Llkädchen . . .'

Ja wahrhaftig! recht gut will sie fein uni> brav. Hat soviel Mitleid im Herzen Möchte ßxtebefr [a9ori1 000 er Freude dran patte. 21&ec de flinke Zunge versagt sich. Grad' nur, Armer Christel!' kommt heraus. Wagt kaum die Augen aufKuschlagen, so schreckt sie die ein- gesunkene Brust und das Elendsgesicht Mon Dieu! War das ein Mann! Stark für dreie' Ern Stolz! Kr stattlichste Offizier im Regiment! ^Ind nun solch frecher Krüppel! Ein Krüppel nennt er sich selber nicht also ... ' '"

»Wie du schön bist, mein Ovtteken

5m Racken fühlt sie die fieberheiße SSanft dAch das Kleid hindurch. And nun am KA

^lolche Sehnsucht Hab­ich gehabt, dich zu sehen. Rur einmal noch " Dann ist es stllle zwischen ihnen. Sie 'weiß nichts SU lagen! Richts! Richts! Ab7r aufsch^n macht sie.

Mag wohl sein, daß ihr Körper bebt daß m frierst? Iss gewiß Lr^sW^t- ter dmuhen. And doch bist du gekommen," sagt er. Lotteken, deine Hand ist so kalt. Geh doch an den Ofen, warme dich ein bißchen

0a« das wird sie tun. Wie s'e so st,ht die Hande im Rücken an den braunen, h i e.i Kach ln, da kommt wircklich eine wohlige 'Wär.ne über sie und mit der das ruhige Aeberlegen

(Fortsetzung folgt.)

rung der Lage stattfinden soll, wird wohl vom Zentrum selbst nur als eine Geste aufgefaßt wer- den, denn diealsbaldige" Reuwahl auf Grund einer der hessischen Verfassung genügenden Land­tagsauflösung würde nicht einen Tag früher statt­finden können, als die normale Reuwahl.

Die falsche Rechnung der Repko.

Die ReparatwnSkommission hat eine neue Statistik veröffentlicht, die, wie man es von dieser Kommission kaum anders erwarten kann, ganz und gar einseitig die Anrechnung der deutschen Leistungen vorgenommen hat. Rach der Statistik betragen die deutschen Reparationsleistungen bis z.um 30. Juni d. Is. 8,4 Milliarden Mk >davon entfallen 1,9 Milliarden auf Barzahlungen, 3,8 Milliarden auf Raturallieferungen und der Gegenwert des abgetretenen Eigentums ist mit 2.7 Milliarden eingesetzt.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 2. Aug. 1924.

Den Gefallenen zum Gedächtnisse.

In diesen Hochsommertagen, da 10 Jahre feit dem Kriegsausbrüche verflossen sind, tritt an uns die Frage heran: Hat unser Volk in seiner Gesamtheit seine Gefallenen in der rechten Weise geehrt? Wir müssen diese Frage verneinen. We­der während des Krieges noch in der Rachkriegs- zeit ist gewürdigt worden, welche Opfer gebracht worden sind damit Deutschland weiterbestehen konnte. Die, die zu Hause geblieben waren, waren während des Krieges zu sehr damit beschäftigt, ihre eigenen Verdienste zu rühmen. Man pries die Trefflichkeit der Organisation in der Heimat, man sprach davon, wie sich auch nach dem Ausmarsche des Feldheeres in Landwirtschaft, Industrie und Verkehr alles ohne Schwierigkeit vollzog, illu­strierte Zeitschriften, deren Wert als Geschichts- guelle nicht verkannt werden soll, brachten die Bilder von Männern und Frauen, die sich in der Heimat auszeichneten, nach den Feldgrauen, die verwundet durch die Straßen gefahren wur­den, schaute man nicht mehr, nachdem die erste Reugier vorüber war. And jetzt ist das Leben rastlos dahingebraust, die Jugend verlangt ihr Recht nach Freude, die Alten gehen in den Sorgen des Tages auf, an die, die in den Massengräbern schlafen, denken die Allermeisten nicht mehr. Jeder der Gefallenen Bann uns mit den Worten des Psalmisten zurufen: Meiner ist im Herzen vergessen als eines Toten. Dieses Vergessen wird nicht damit entschuldigt, daß es nach 1815 und nach 1871 ähnlich war.

Der Alte aus Tspper.

Roman von Hanns von Zabeltitz.

32. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

Endlich steh' Vit auf, gähnt.Ich bin müd'.

Vater. Erlaubt, daß ich gehe. Ho fent ich i>2t das Menscy meine Stube geheizt und mir die Waim lasche gerichtet . . ."

Ist besorgt"

®uie Rächt, Herr Vater. Wenn's Ihnen recht, so fahren wir morgen gegen Mittag nach Topper. y y

- -Fst schon recht, Lotteken." And faßt sie plohllch um, hart an der Tür.Beschlaf dir's, §v"chen sei nicht dumm. Ein Spatz in der lst besser denn zehn Tauben auf dem Dache. Du weißt!"

* * *

Gegen Mittag, am nächsten Tage, sind sie also nach Topper gefahren. Im Schlitten, und ^SirÄ9?toor^n' Aber die Frische wollte Lvttchens Wangen h-ut nicht recht färben, Blaß sah sie aus und übernächtig. And zum Anglück hatte die Zofe das Rouge-Schächtelchrn e'nzu- packen vergessen. Vielleicht freilich war's gerade gut so.

In Topper steht der Egid vor der Tür und schlägt die Arme hoch und macht:Hallo! Hallo!" Der Gestrenge kommt heraus und ruft:Bruder­herz . . . und das Lottchen!" Er freut sich w rk- lich, vergißt alles andere, denkt nur an des Soh­nes Freude.

And da ist Frau Beate

Sie reichen sich die Hände. Fast reglos liegen die ineinander.

Goldmark übertragen. Für die Beschaffung von Ersatzteilen der Straßenbahn-Gleisanlag« wurde ein Kredit von 4600 Mk. bewilligt und die Lieferung der Phönix-A.-G. in Duisburg übertragen.

D i e Gießener Wohnungsnvt- Hilfe so schreibt man uns schreitet rüstig vorwärts. Durch die Opferwilligkeit des Gießener Bürgertums ist jetzt ein zweites Denkmal echten Gemeinsinns im Entstehen begriffen, das einzig in seiner Art in Deutschland dastehen wird. Ob­gleich einzelne dem gemeinnützien Anternehmen durchaus keine Gegenliebe entgegenbringen ist die Haussammlung für den Monat Juli recht'befitte- digend gewesen, und durch das verständnisvolle Entgegentommen seitens der Stadt ist der Bau eines Hauses gesichert, so daß voraussichtlich in aller Kurze mit dem Bau desselben begonnen wird. In den nächsten Tagen werden die Sam­mellisten für den Monat August in Umlauf ge- feöt werden. Es ist zu hoffen, daß auch jetzt wieder unsere Bürgerschaft dem Fortschreiten des Baues ihre Anterstützung leihen wird. Denn das Werk kommt nicht nur den Wohnungslasen, son- dern indirekt auch dem Hausbesihertum zugute. £>e mehr nämlich gebaut wird und je rascher ge- baut wird, desto früher schwindet die Spannung auf dem Wohnungsmarkt und desto'-'eher wird der Hausbesitzer wieder Herr im eigenen Hau'e werden.

** D^s Schwurgericht hält in der nächsten Woche drei Sitzungen ab. Cs stehen fol- gende Sachen an: Mittwoch, 6. August, vorm. 8/2 9e92n ''Valentin Weng la rz von

Alsfeld wegen Meineids: Anklagevertreter Staat^rnwalt Fischer, Verteidiger Rechtsan- walt Elsoffer. - Mittwoch, 6. August, vorm. 10Vz Ahr gegen Elisabeth Cloos von Ober- Erlenbach wegpn Kindesmords: Anklagevertreter Staatsanwalt Fischer, Verteidiger Rechtsan­walt St. Meuser. Donnerstag, 7. August, dorm. 8^ Ahr gegen Theodor Friedr. Z u 11 von Gießen wegen Meineids: Anklagevertreler Amtsgerichtsrat Dr. Wvdaege, Verteidiger Rechtsanwalt Fischer.

** ® ® ® trah enbahn verkehrt morgen nach dem Werktagsfahrplan, d. h. die Wagen sah.en bereits am Vormittag. Die Wagen wer­den evtl, auch bis zum Friedhof durchgeführt.

" Oberhessischer Kunstverein. Im Hauptraum sind bis 10. August die Modelle des 116er-Ehrendenkmals, im Kabinett Gemälde und Radierungen Fiankfurter Künstler ausgestellt, in der Mitte, gleichzeitig als Abschluß der Aus­stellung im vorderen Raume,Todtenllage" von H. Will, Gießen, das eben vollendete Werk eines lungeren oberhessischen Künstlers. (Siehe Anzeige)

" Prüfung von Polizei- un dSchuh- punoen. Am Sonntag fand auf dem Trieb bei leidlichem Wetter die interne Prüfung von Hun- oen des Polizei- und Schutzhundvereins 1914 Greßen statt. Das Richteramt lag in den bewähr­ten Händen des Herrn E. Achen, Darmstadt der einen strengen Maßstab anlegte. Von den 20 gemeldeten und vorgeführten Hunden waren 9 Rüden und 11 Hündinnen, die durchweg sehr gute Dressuren zeigten, Die Hunde erhielten größtenteils die Bewertungen Vorzüglich Sebr gut und Gut.

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Wettervoraussage

für Sonntag.

Heiter bis wolkig, lvestliche bis nördliche Winde, etwas kühler, nach vereinzelten ReaUn­fällen langsam aufheiterad.

Vornotizen.

_ ~ Skalender für Samstag. Zweiter llver-Tag, Festkommers im Philo- svphenwald, 7V» -Uhr abends. - Ausstellung der Biodelle zum 116er-Denimal in den Räumen des Kunstvereins am Brandplatz 47 Ahr nachm. Elsaß - Loih lager: Monatsversammlui g llf>r im Hotel Köhler. Rundsunkhaus, Qöber- Irafje: 8V2 Uhr Literarischer Abend. Licht- Pielhaus, Bahnhofstraße:Pat und Patachon" einerDer Schelk". Astoria-Lichtspiele: Eddie Polo InKapitän Kidd".

Tageskalender für Sonntag. Außerordentliche Vertreterversammlung des Kon- umvereins Gießen, vorm. 9 Ahr. Reichsbund der Kriegsbeschädigten und -Hinterbliebenen, nachm. 3 Ahr im Kath. Derelnshaus. Zweiter l!6er-Tag: Gemütliches Zusammensein im Phllo- ophenwald nachm. 3 Ahr. Ligaspiel auf dem Z^rtpbatz Trieb nachm. 4 Ahr. - Lichtspielhaus, Bahnhofstr.:Peter der Große". Astoria' Lichtspiele wie Samstag.

. 2Iu$ dem Stadttheaterbarea'T wrrd uns geschrieben: Es ist der Wunsch rege geworden, das am 3. Psingstfeiertag in Gießen wit so großem Beifall auf genommene hellere StuckDer Ehestrelk" noch einmal zu sehen, z rmal es un Winter nicht in den Spielplan aufgenom- men werden kann. Wir raten deshalb, die Dor-

D-r gefallenen deutschen Brüder wird morgen in den H a u p t g 0 t t e s d i e n st e n gedacht wer­den. Dis 12 Ahr 2 Min. werden die Flaggen aufH albmast gehißt. Don 12 Ahr bis 12 Ahr 2 Minuten allgemeines Schwelgen mit allgemeiner Verkehrs st Ille Rach 12 Ahr 2 Minuten Hochziehen der Flaggen. Schmücken der Kriegergräber

* * *

** Die Ferien-Deputation des Stadtparlaments erledigte in ihrer Sit­zung vom' 28. Juli eine Reihe von Bau­gesuchen und genehmigte mehrere Arbeitsver- gebungen. Weiter wurde beschlossen, die Sei­tenstraße an der Marburger Straße, die früher zum Gelände der Hoch- und Tiefbaugesell­schaft führte, auszubauen. Die Erd-, Chaussie- rungs- und Pflasterarbeiten wurden der Gie­ßener Bauhütte zu ihrem Angebot von 550.60

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Moment schmerzen ihr die Augen von dem jähen ^.coergang aus der Dämmerung in das grelle ^e kann nicht gleich erkennen. And er scheint's, ^hat sie nicht kommen hören.

Dann sieht sie ihn.

Dicht am Fenster sitzt er, im tiefen Lehnstuhl. Sie rechte Ohrenwange d r Lehre verdekt halb sein Geiicht. Aber was sie sieht, ist erschreckend genug. Eine zusammmge ankene, todha ere Ge­stalt einen Kopf, halb Kind, halb Greis. So

.7" eln& ~ 4um Jammern. Daß das Mitleid in ihr höchsteigt, daß ihr die Tränen tn die Augen schießen wollen. Rein, er muh d?ü) gehört h^bm, daß die Türe gi g Er hüstelt wieder leise. Es ist wie verhaltenes Aechzen And dann sagt er:Gute Beate . . .

Sagt es, wie er's wohl hundertmal am Tage gesagt Huben mag, wenn sie kam und ging und dazwischen auch. Sv dankesvoll, fo zärtlich

zärtlich, d-ch Lottchen die Tränen ersticken.

>)ch bln's, Ch.istel!" ruft sie mit ihrer Hellen

Stimme und stürmt vorwärts.Ich!"

Da schi-eit er auf. Jubel soll's sein, aber mitten drin ist der große Wehlaut des Schmerz- gc^einigten. Aufrecken will er sich und fällt nur tiefer zusammen.Mein Lottchen . . geliebtes

\ , Aun kniet sie neben ihm, hält seine Hand, streichelt sie. Das gewaltige Mitleid ist wieder da. und die Tränen sind da. Recht gut will |ie sein zu ihm.

Mein Lotteken," sagt er matt.Daß du gekommen bist . . .." Hüstelt, hat die gesunde Hand auf ihrem Racken.Mein Gott, mein Gott daß du gekommen bist. Endlich . .

Ist wohl schon zu diel für seine Kraft. Der hagere Kopf mit dem schütteren Haar über der

Siele Statistik der ReparatwnSkommission ist wie getagt durchaus willkürlich und einseitig. In Wahrheit hat Deutschland ein vielfaches Darmstadt, 2. Aug. Zu dem Konflikt zwi- von dem geleistet, was ihm jetzt von der Repa- schen dem Zentrum und den beiden anderen Koa- rationskommission gutgeschrieben worden ist. Don lltionsparteien, der Sozialdem)kratie und der De- sachkundiger Seite sind bereits am 31. Juli mokratie, nimmt jetzt derHessische Volksfreund" 1922 die von Deutschland bis dahin aufgebrachten in einem längerenArtikel offenbar parteioffiziös ^£att£>nÄfe^tun9Cn auf 41 Milliarden Stellung. Das Blatt nimmt Bezug auf die Er- r ^kdrnark gefchätzt worden. Wenn man auf klärung der Zentrumspartei, in der es heißt, französischer Seite diese Schätzung nicht anerkennen daß sie feine koalitionswidrige Annäherung an toiH, so müßte man zum mindesten das ArteiL die Rechtsparteien gesucht und nicht für deren t>eS amerikanischenInstitute of Economies" an- Anträge gestimmt habe, soweit sie als gegen die erkennen, das nach rein wissenschaftlichen Ge- Koalition gerichtet erscheinen Ibnntcn. Sie habe \ »Äen. deutschen Leistungen auf mehr der Sozialdemokratie von ihrem Forlbildungsan- als 26 Milliarden veranschlagt. Im übrigen be- trage rechtzeitig Kenntnis gegeben und immer weist aber auch schon die ganz einseitige rrrbian- eine Verteidigungsstellung gegen die Rechte für zulängliche Statistik der ReparatwnSkommission die Regierung eingenommen.

jur Genüge, ein wie bedeutender Prozentsatz der Dazu bemerkt derVolksfreund": deutschen Reparationsleistungen nicht dem Für die sozlaldeMDkratisch: Fraktion hat keine eigentlichen Zweck zugeführt wird, Veranlassung Vorgelegen, zu dieser Erklärung In

sondern in die unergründliche Kasse des franko- einer Fraktjonssitzung, die besonders hätte einbe-

slschen Desatzungsheeres an Rhein and rufen werden müssen, Stellung zu nehmen. Die

Ruhr fließt. Fraktion hat seinerzeit sofort nach dem Vorfall

ihre Haltung einstimmig festgelegt: Zusttmmung

Das foffutßfe Wolfsscke Telearavben-Bui-pnn . m Erhalten der Fraktionsleitung und im schreibt zu dieser Angelegenheit' übrigen ruhiges Ansichherankommenlassen der

r» ge g ye weiteren Dinge, da nach Auffassung der Fraktion

R e ?FnC s; echnungs.m bet die Vorgänge in der Landtagssitzung vom 17. Juli

n? n ^1» gc" nur eine erwlich einmal zum Austrag gekommene

maß den Vo^chriften be£ Versailler Vertrages Konsequenz des fortgesetzten Verhalte is der ^en» Deutschland m Ausführung des Friedensvertrages war......Die Anheimaabe des Zentrums in

stuiwÄ'^ bA' Aschen Lei- erwägen, ob eine alsbaldige Reuwahl zur Klä!

IiüuTb?oH?^ im ?U* Tun9 der Lage stattfinden soll, wird wohl vom

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halten. Rach einer von deutscher Selle auf- gestellten Berechnung haben die deutschen Lei­stungen, wie von Prof. Brentano eingehend dar­gelegt ist, schon am 31. Dezember 1922 über 41V2 Milliarden Goldmark betragen. Seit Abschluß dieser Statistik hat Deutschland weitere erhebliche Leistungen bewirkt. Die freiwilligen Leistungen, insbesondere die Sachlieserungen aller Art und MZMZMMI sSSSSS

m a r f geschätzt werden. Ein im vergangenen Deutsch-tsähechischeS Abkommen. Oahre vom Instttute of Economies in Washing- 'Berlin 1 or.m \ >

Waffenstillstände bis zum 30 Sevtember 1922 in * 1 * * * * * *f $a f 13 f ragen führten am 31. Juli Gestalt von anrechminassäbiaen ?ur. ^nwrzeichnung eines Protokolls, in dem die

f aff er Deutschland mit Recht den Anspruch erheben kann, daß ihm noch weitere Beträge gutgeschrte- ®in Attentat gegen die Sowjetfcchne in Vorn, den werden. Zu den gleichen runden Ziffern ge- langt Prof. Keynes für die Zeit vom Waffen­stillstand bis zum 10. Januar 1923.

Gs genügt, um das Andenken Gefallenen zu ehren, nicht, daß die Zahlen für jede Gemeinde, jede Berufsorgani­sation und für das ganze Volk angibt. Zahlen sind auf das erste tot und Ziffern sind stumm. Wir müssen den Schmerz zu verstehen suchen, der in den Familien getragen wird, die von den Kriegsverlusten betroffen worden sind. Es war allemal ein jähes Entsetzen, wenn die Kunde kam, daß der, an den man so Innig dachte, gefallen sei. Ehefrauen meinten, der Himmel stürze über sie zusammen, wenn ihnen der Tod des Ehegatten gemeldet wurde. Am tiefsten ist das Leid der Mütter. Auf dem alten Garnisonfriedhvfe zu Ber­lin ist eine deutsche Frau begraben, auf ihrem Grabsteine steht:Der frühe Tod des am 8. Ja­nuar 1915 gefallenen einzigen Sohnes brach das treue Mutterherz." Traum kann unter Amstän- ben etwas Beseligendes in sich tragen. Hölth und Matthison haben Gedichte hinterlassen, in denen alles elegische Stimmung, sanfte Rührung, Trost unter Tränen ist: bei denen, die im Kriege einen ihnen nahestehenden Menschen verloren haben, waltet das Entsetzen, der bittere, nagende und bohrende Schmerz vor. And bann, es ist die Kraft der Ration, die wir verloren haben. Zwar geht das geistige Leben in Deutschland weiter, und die Arbeit wird getan wie vor 1914, aber wir merken doch, daß uns die besten aus der jüngeren Gene­ration der QHäimer fehlen, wir sind seelisch ver­armt. Erwägt man dieS alles, so gewiimen auch die Zahlen Bedeutung, und mit Wucht fällt es auf uns nieder, daß 5er Weltkrieg beinahe zwei Millionen Menschenleben von uns gefordert hat. Mit vollem Recht schreibt man auf Kriegergräbern K das schöne Wort aus der Offenbarung Jo­es:Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben!" Rur die im Anfang des Krieges Gefallenen- sahen Sieg und großen Erfolg vor sich, denen, die später an der Front gestorben sind, war dies versagt, aber sie hielten dem Volkstum und dem Vaterland die Treue bis zum Tode. Run schmückt alle die Tapfe­ren und Treuen in einer besseren Welt die Krone die Gott ihnen dargereicht hat. Wir aber legen Dlumen und grüne Zweige auf die Denkmäler und Sbldatengräber und geloben, das Andenken der Treue pietätvoll zu wahren. H. D

Rom, 1. Aug. DerSereno" berichtet v>n einem Aeberfall auf ein Automobil der russischen Gesandtschaft, das gestern in der Rähe des Bot° t ----------- schastspalastes von einigen Faszlsten in der Uni-

fisnorittrt iitih hrte t?. k*7 Bationalmiliz aufgehrlten wurde. Die

*yuering Uno DOS Jtetd)5bcitttter üaszisten wollten eine kleine rote Fahne mit dem Schwarz-Not-Gold. Sowjets, die am Vorderteil des t I Autos befestigt war, gewaltsam entfernen Der

(Eigener Informationsdienst.) Chauffeur sprang vom Wagen herunter' und

Berlin 2. Aug. Der preußische Minister streckte einen der Llngreifer durch einen Faust- oes Innern, Severing, hat in einer Unter- schlag zu Boden. Die Polizei sorgte dafür, daß mit einem Pressevertreter erklärt die bas Auto, das ohne Insassen war, sich ungestört ^publikanische SchatzorganisationReichsbanner entfernen konnte.

f °'m in en U g-g-n Streikend«.

großen Mitgliederzahl von über einer Million lReufuEmd), 1. Aug.

eineerü>unfd>te®egertmirfiinggegen elnc neue Papier-

bie rechtsgerichteten Verbände bar Westküste errichten, und die zur Zeit

Diese Aeuherang des Ministers wird von Lohnerhöhungen streiken, haben an den

deutschnationaler Seite zam Anlaß ao» Ministerpräsidenten telegraphiert, s l e würden nornmen, um gelegentlich einer Interpellation über ö 1C Houten zerstören und die Wälder die Tätigteit desReichsbanners Schwarz-Rot- Forderungen er-

©olb im Preußischen Landlaa bei ancr 1 ^"^en. Ruf Anfordern hat die Regierung der nächsten Sitzungen einen neuen Vorstoß gegen C 1 n Kriegsschiff an Ort und Stelle gesandt. Severing zu anternehmen. Von deatschnationaler Em japanisches Dementi.

t^siühk'W-m-Mch 1- 2tug. Ste oon Sonboner 'Blättern

organlsationen und trage dadurch zur Verschär- nisÄ^M^I ^chrrcht über einen russisch-japa-