C Nervenstärkend
Z blutbildend
Schwächezustände, Verlust von Kraft u. Energie
beruhen auf einen mangelhaft genährten Körper, da in dem
Körper die roten Blutkörperchen fehlen. Aerzte veordnen mit
Vorliebe das vertrauenswürdige Leciferrin. ein Nähr- und Blut- auffrischungsmittel für Erwachsene und Kinder Erhältlich in allen Apotheken und Drogerien. Preis Mk. 3.—. [3120ss
Galenue Chemische Industrie G. m. b. HL, Frankfurt/M«
Prozent Dividende). Der Bericht des ’-bonranoeiS führt u. a. aus: Die Gesellschaft war in Las Hahr 1923 mit einem ansehnlichen Austragsbe- stand eingetreten, der sich im Lause des Iah es noch erheblich steigerte. Der Beschäftigungsgrad war somit ein recht günstiger, wenn auch die Umsätze, in Gold umgercchnet, immer noch beträchtlich hinter denjenigen der Friedensjahve zurückblieben. Die Bautätigkeit der Gesellschaft erstreckte sich im Berichtsjahre im Hochbau aus die Ausführung zahlreiche: Bauten, insbesondere für Siedlungen, Wohnhäuser, FabrikLauten. Am- und Heuhaufen von Danken und Geschäftshäusern Usw., im Tiefbau aus umfangreiche Erdarbeiten, Eisenbahnbaufen, Kraftwerke, Bauten für Schiff- fahrtskanäle, Hafenoauten, Kanal- und Wasser-- leitungsarbeiten usw.
* Siemens & Halske A.-G. Berlin. Die Eeneralversammlung genehmigte Len Ge- schäftsabschlutz und damit den Bortrag des Rein- gewinnes in Höhe von 95 025 703 581 845 Mk. auf neue Rechnung. In Len Aufsichtsrat wurde als äusscheidendes Mitglied Friedrich Karl von Siemens wieder-, sowie Banldirettor Oskar Schütter, Werner F. von Siemens und Dankdirektor Dr. ing. h. c. Emil von Staust ssieugewähst. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Dr. Kart Friedr. von Siemens, teilte über den Geschäftsgang seit Beginn des neuen Jahres mit, Last vorläufig noch genügend Aufträge vorliegen und der Erlös aus dem Export der Gesellschaft deren Derb auch an ausländischen Stofe i Leckt. Ja dem Verhältnis der Siemens & Haiske A.-G. zu ihren Obligationären wurde bemerkt, Daß diese nach der dritten Steuernotverordnung -Das Recht haben, eine Aufwertung der noch nicht eingelösten Obligationen bis zur Höhe von 15 Prozent des eingezahlten Goldbetrages zu verlangen. Da über die Handhabung des Gesetzes bete, die Aufstellung von Goldbilanzen wichtige Punkte noch nicht geklärt sind, konnte die Gesellschaft noch keine Goldbilanz vorlegen. Die brüte Steuernotverordnung hat zwar versucht, Klarheit in einige Punkte zu bringen, so z. D. in die ,Frage, mit welchem Werte die alten Derpflich- tungen einzusetzen sind. Es sei jedoch mit der .Möglichkeit zu rechnen, Last diese Werte in gewisser Zeit wieder geändert werden, und es gehöre zu Len unerläßlichen Dorbedingungen einer geregelten Wirtschaftsführung, mit festen Grösten zu rechnen, die auch von Dauer sind.
* Aus der Waggonbauindustrie. Der „Berliner Börsenzeitung"' wird geschrieben: Die Beschäftigung der Fabriken war zum Mo- natsschlutz infolge Fehlens der staatlichen Aufträge und mangels genügender Zuweisung aus der Privatindustrie unzureichend, Last einige Hn» ternehmungen lediglich zu etwa 25 Prozent der normalen LeisiungsfähiAeit beschäftigt sind. Ob neue Vorstellungen bei der Reichseisenbahnverwaltung, Len Fabriken gröhere Aufträge an neuen Wagen resp. an Reparaturarbeiten zuzuweisen, Erfolg haben werden, ist zu bezweifeln: auch die
Privatwirtschaft and die Strasten bahnen halten aus Geldmangel mit Aufträgen zurück. Verschiedene Waggonfabriken sind, um Stillegung oder weitere Arbeiterentlasiungen zu vermeiden, Lazu 'übergegangen, antere Zw:ige Ler Holzbearbeitung aufzunehmen. Die Preise sind unter dem Ein- fluh des starken Wettbewerbes natürlich sehr gedrückt. -3m Auslandsgeschäft ist wenig zu tun, lediglich einige Spezialfabrikate für die Industrie sind nach Deutschland an die Waggonfabriken ■in Auftrag gegeben worden. Mit den Preisen ist man auch in diesem Falle wenig zufrieden, La die auswärtigen Konstruktionswerkstätten starken Wettbewerb bereifen.
* Die Zahl der Konknrse ist in bauern- bem Steigen begriffen trotz der stark in Anspruch genommenen Rechtswahltat der Geschäftsaufsicht. Rach einer Zusammenstellung der Finanzzeitschrift „Die Dank" wurden im Januar 28, Februar 42, März -62 und im April 125 Konkurse in Deutschland eröffnet.
*
Frankfurter Dorfe.
Krankfurt a. M., 1. Mai. Tendenz: Fest. —- Dte gestern besonders an der Rachbörse zum Ausdruck gekommene befestigte Haltung macht im heutigen V.rkehr erhebliche weitere Fortschritte. Unzweifelhaft hat eine zuversichtliche Meinung Platz ^gegriffen, die sich sowohl auf die von allen ig. Frage kommenden Rationen erfolgte Annahme der Dachversiändigen-Derichfe, als auch auf die Aussicht einer aktiven Betätigung Amerikas an Ler Lösung des Reparationsproblems stützt. Man ist der Meinung, dah auf diese Weise sowohl in wirtschaftlicher, als auch in finanzieller Hinsicht eine G.sundung Deutschlands herbeigeführt werden kann. Dah man auch im Auslande derartigen Hoffnungen Raum gibt, ergibt sich aus der Tatsache der weiteoen Befestigung der Mark in der Schweiz, wie auch in Reuhork. Auf allen Gebieten waren daher die Kursgewinne nicht unerheblich. Reben Montanwerten waren es besonders auch Bankaktien, die stark im Vordergründe des Interesses standen, während Chemische Werte, Schiffahrtswerte und die anderen Aktien des Industriemarktes zwar auch fest lagen, aber nicht in dem gleichen Mähe verlangt wurden. Harpener 49,50, Mannesmann 28, Oberbedarf 14, Phönix 23 25, Rheinstahl 26. Deutsche Dank 9V8, Diskonto 93/8, A. E. G. 8,50, Felten u. Guilleaume 20,50, Norddeutscher Lloyd 5,25, Hapag 20,75. Auch im Freiverkehr war dementsprechend die Tendenz fest. Becker-Stahl 5,25, Becker-Kohle 6V8, Krügershall 4l/s. älfa 5,25, Api 3,50.
Berliner Börje.
Berlin, 1. Mai. Eine freundlichere Stimmung, deren älrsachen schon gestern bargelegt wurden, ha t , u einer weiteren mäßigen Erhöhung des Kursstandes auf der ganzen Linie geführt. Auher e einzelten Meinungs- und Auslands- täufen spielen eine wesentliche Rolle hierbei vor allem Teckungen der berufsmäßigen Spekulation, die ihren Grund neben einer sich weiter aus- Breitenden Beruhigung vornehmlich in der Auffassung haben, dah der jetzige Kursstand eine Untertoertung darstellt. Auch das Publikum beginnt sich an dem Geschäft etwas zu beteiligen, hauptsächlich auf dem Gebiete der zu Einhüts- furfen gehandelten Industriewerte. Die Geldver- hältnisle sind, obwohl die Sätze im allgemeinen unverändert sind, etwas leichter geworden. Am Devisenmarkt ist die Rachfrage in ständigem Abnehmer b: griffen, worin verschiedentlich bereits die Wirkungen der von der neuen Golddiskonl-
Dörsenkurfe.
28
1,5
6,38
') Dom Rückzahlungswcrü
19,8
4,75
8,87
11
74,81
27,83 71,0?
111,12
157,38
6,03 4,19
18,40
18,85
22,94
4,99 12,47 58,15
2,11
67,75
0,0785
0,470
0,240
0,940
0,241
2,5
21 14,37
12,9
11,5
10,87
10,3
4,2
80,3
4,75
7,87
10,38
26,5
32,25
1,75
2,9
4,2
80,5
4.5
2 voll
2
2
1 voll
1
1 voll
33 voll Voll
6 voll
10
10.25
15 33,25 38,75 46,50
8 12,87 8,87 13.87 22,4 24,50 32
0,077 0,480 0,2-0 0,920
0,250
0,0805 0,-70 6,250 0,925 0,105 0,245
0,03-5
0,470
0,970
0,1=9
0,240
11
16
37
42,9 60,25
9,5 15,25
9,37 14,63
24,2 25 5
34,75
28
4
8 9,225 0.7 9,35 14,1
2 0,380 0,420
75,19
27,97
71,38
111, 8
168,11
6,07
4,21
18,50
18,95
23,06
6,0
12,53
68,4
2,13
68,05
10,75
16 36,5 43,5
52 9,63 14,25
9,5
14
23,75
26 34,5
2,2
21,75 5,37
37 9,5 2,25
19 14,37
'n 11,2 10,87
7,7
10
2,25
17,25
13,13
9,71
10,35
10,1
9
21,75
5,25
20,13
4,9
28
4,5
8
9,13
9,3
2,13 0,375
0,6
0,9 13 1,4 2,6
5,75 6,5
3 2,75
1.7
2,8
(8,75
4,2
80,5
4,13
baut gegebenen Kredite ervlicrr werden. Auch der Ausfall der heutigen Hamburger Börse und einiger Prvvinzpläye dürste hierzu beigetragen haben. Die Anforderungen waren heute erheblich niedriger als gesfern, was für ziemlich alle Plätze gilt. Die Kurssteigerungen betragen in der Mehrzahl bis zu 1 Billion Prozent, für Eisen-, Kohlen- und Kaliwerte auch bis zu 3 Billionen Prozent. Die nach oben gerichtete Kursbildung hielt bei einer leichten Belebung der älmsätze auch weiterhin an. Die erneute Kurssteigerung für schlesische Zinkhütten um abermals 5 Dill. Prozent ist auf belgische Käufe sowie langsam zunehmendes Interesse für Sachwertanleihen zu- rückzuführen.
26 8,75 6,63 8,87
8,1
1,75 0,4 0.6
37,5 10,25
14,5
32 37.63 47,5
12,5 8,25 13,63 21,87
25
32,4
2,25
18
13,5
10
10,4
10,38 7,15 9,13
13,4
7,8 10,5
4,5
31,75
1,9 2,9
2,8
15
4,2
80,3
4,75
6,5
8,5
8,63
13,5
1,75
0,370
0,4
8,75 11,25
4,5 29,6
33 2
8,3
1 1 14,25
1,55 3,2
6,55
T»
8,2
Zellstoff Waldbof. . . . . Sncferiabrit Frankenthal Zullerfabrik Waghäusel -
Cftrotfirr Noeeu
Granjösiiche Noten
Dänische Noten .....
Noten .....
Lollündlsche Noten ........ Meatich-Oe fiel reich, I 100 Äronetl Amerikanische Noten.......
Se Noten.......
sche Noten ...... belgische Noten Ungarisch« Noten........
Tschechoslowakische Note». . . . - Norwegische Noten ........ Mumänischr Noten...... .
Dvautlche Noten.
57« Deutsche Nrlcheanteth, 47a Deutsche NetchSanteihe 8‘V/n Deutsche N.tch^anleihe 8*/- Deutsche Netchsanleihe . Deutsche Svarprämtenanlethe 4e/g Preußische Kousoll . . . <*-'» Hellen...........
Deutsche Wcrtb. Dollar°Anl. dto.Doll.-Schatz-Anweilung.') <•/, «olltürken. ......
6*/. Äoldmerirana .....
WrrNner HandelSaesellschaft. Commerz- und Privat-Bank. y'crmft und Nationalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche Dereinöbank .... Slflcoiito Commandtt .... etallbank...........
Mitteldeutsche Ereditbank. . Qesterreichische Ereditanstalt Mestdank..... >
vochnmer Nutz ... .... Buderus... ......... tato ........
»Luxemburg
irchener Bergwerke. . Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln..... Laura hülle ......... Obervedarf. .......... 9jböuir Bergbau.......
lnhetnstabl Kicbell Montan ..... LelluL Bergbau.......
Hamburg'Amerika Paket. . Norddeutscher Llovd .... Cbcramische Werke Albin .. Sementwerk Heidelberg . ° o
hilipp Holzmano .....
Anglo-Cont.-tAuano Badische Anilin........
Chemische Mayrx Alaptn. . . Goldschmidt..........
Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke......
Holzverkohlung........
Rütacrswcrke Scheideonstalt gttc- ElektrizttStS^esellschaf» Bergmann ........
Mamkrastwerke Schullert..........
Siemens L Halske
Bblrttoerfe Klever
Daimler Motor«. ..... Hehligenftaedt . .....
wiegutn. ............
frankfurter Armaturen ... Konservenfabrik Braun . . . Metallaesellschaft Frankfurt. Per. Union A^G.......
Schuhfabrik Herz Sichel........
27,73
34,5
2,1
3,3
14
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(In Billionen Mark auSgedrüllt. BuenoS-AireS, London, Neu« hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einbett Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung.
On Billionen Prozent
J-rankfurt a- M
Berlin
Sd)luB-| Sd)lui,» Kurs | Kurs
Schlub-! Schluß« llu s | Kurs
Datum:
29.4. | 30.4.
?9. 4. | 0. 4.
30. April
1. Mai
Repart. %
Sinnliche Notieruna
Amtlich: •Jiottcrji]
Geld
Brief
(8eld
Brief
30.
1-
TlmN.-NoN.
Brll-.Nntw. Gbriftfnnto. Kopenhagen Stockholm. HklfingforS. Jttilien. .. London.. . Neunork . • Pari» . .. . echmelz . ■ Spanien . • LLien in 'S).* Ceft.abaeiL Prag.... Budapest. . Buen.-Aires Bulgarien. Japan .. . Uiio de Jan. Bei iTiiö .
Lissabon ■
157,36
23,04 57,85 70,82 110,47
10,52
18,85
18,405 4,19
27,23 74,61
57,51
6.93
12,43 5,28
1,355
3,03 1,675 1,475
5,28 13,16
158,14
23,16
56,15
71,18
111,03
10,58
18,95
18,495
4,21
27,37
74,99
57.99
6,0?
12,54
6,42
1/65
3,11
1,685 t,48->
6,32
13,24
Dankn
157,36 22,94
68,15 7',02
111,12
10,52 13.85
18,405
4,19
27,23 74,81
57,76
6,98 12,46
5,23 1,355
3,19
1,675 (,475
5,23
13,16 oten.
158,14
23,06
58,4^
71,38
111,68
10,58
18,95
18,495
4,21
27,37
76,19
18,04
6,02
12,64
6,27
1,365
3,21
1,688
0,48a
6,32
13,24
1
2 5
1
2
4
2
1
1
1
1
3
voll 10
voll 10
«oll 1>
voll voll
1
1
30 5 2
2 5
2
1 1
1 2
5
voll
voll 10 voll voll voll voll voll
Frrrfn :-O. April
I Geld
Brief
Revark. °/»
Märkte.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 1. Mai. Am Produktenmarkt ist auch h:ute keine Veränderung in der Geschäftsstille, die in der Hauptsache eine Folge der ungünstigen Geldverhältnisse ist, sowe in der Preisgestaltung eingetreten. Für Wetten bestand zwar etwas Rachfrage, doch war das Angebot unerbeb« lich In Roggen war nicht viel angeboten und noch weniger begehrt. Stärker waren die Offerten in Hafer bei leicht nachgebenden Preisen. Das Meh'geschäst ist unverändert lustlos. Don auswärts will man in der Hauptsache verkaufen. In Gerste ist das Angebot aus Polen größer geworden. Es notierten für je 1030 Kilo: Weizen, märt 170 bis 175 (ruhig), Roggen, märt. 127 bis 134 (ruhig). Braugerste 170 bis 190 (still), Futtergerste 135 bis 170 (still), Hafer, märf. 126 bis 135 (schwächer); für je 103 Kilo: Weizenmehl 24,25
bts 26,25 (ruhig). Roggenmehl 19,75 biS 22,25 (ruhig), Weizenlleie 10,40 (stetig), Roggenkleie 8,90 bis 9,10 (fest); für je 50 Kilo: Raps 310 (still), Leinsaat 410 (still), Diktoriaerbsen 26 bis 27, kleine Erbsen 15 bis 16, Futtererbsen 12 bis 13. Peluschken 11 bis 12, Ackerbohnen 14 bis 16 Wicken 12 bis 13, Lupinen, blau 12 bis 12,50, Seradella, alt 16 bis 16,50, neu 12 bis 13,50, Rapskuchen 11,20, Leinkuchen 21, Trockenschnitzel 10,40 Mark.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 1. Mai. Es notierten für je 100 Kilo: Wetterauer Weizen 18,10 bis 18 40, Reggen 16 bis 16,20, Braugerste 20 bis 20,50. Hafer, inländ. 15 bis 15,40, Weizenmehl, südd. Spezial 0 27 bis 28,50, Roggen mehl 23 bis 24, Weizen- und Roggenkleie 9,25 bis 10,25 Mk.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
fpd. Srantf urt a. M., 1. Mai. Auftrieb: 13 Rinder, 6 Ochsen, 5 Färsen und Kühe, 975 Kälber, 193 Schafe und 630 Schweine. Cs wurden bezahlt für einen Zentner Lebendgewicht: Kälber feinster Qualität 55—62, mittlerer Qualität 48—54, geringerer Qualität 40—47, Schafe 25-35, Schweine unter 80 Kilo 45—52, von 80—100 Kilo 52—56, über 100 Kilo 54—56. Der Markt wurde bei lebhaftem Handel geräumt.
Kunst und Wissenschaft.
Dom Hessischen Landesthealer.
Darmstadt, 2. Mai. (Eigener Bericht.) Das Landestheater gastiert im Laufe dieses Monats mit „Giotoanni" und „Anna Belle' im Düsseldorfer Schauspielhaus. — Der lyrische Bariton Paul Petersen verläßt das Landes- theater nach 14jähriger Tätigkeit, um als Spielleiter an das Stadttheater Bremerhaven überzusiedeln.
Ausstellung in Darmstadt.
Darm stadt, 1. Mai. Im Gewerbe» museum wird am Freitag ehre Ausstellung der Staatlichen Akademie für graphische Künste uni> Buchgewerbe in Leipzig eröffnet
Hochschulnachrtchten.
(\ Weiterer Erlaß der Hochschulgebühren in Preußen.
Berlin, 1. Mai. (Wolff.) Wie das Wolff- bureau erfährt, hat das preußische Kultusministerium die für ben, Erlaß der Hochs chul- gebühren zur Verfügung stehenden Mittel er», höht so daß in diesem Semester 20 Prozent aller Studierenden von Gebühren ganz oder 40 Proz. zur Hälfte von den Gebühren befreit werden können. Gleichzeitig wurde angeordnet daß die Hochschulgebühren an den ilniixrfitäten in zwei Raten und eventuell in drei Raten bezahlt werden können.
Turnen. Sport und Spiel
Dom Boxsport
Wien, 1. Mai. (WTB.) Bei den internationalen Boxkämpfen hat Carpen- tierTownslehinder zweiten Runde K n v k - To u t geschlagen. Da gegen den Spruch des Schiedsrichters protestiert wurde, wird der Dox- kämpserverbarld die Entscheidung treffen.
Vermischtes.
Sin Auto vom Zuge überfahren.
Augsburg, 1. Mai. Zwischen den Eisenbahnstationen Possenhofen und Starnberg wurde ein Automobil von einem Zuge übersah ren und zertrümmert. Die beiden Insassen, ein Architekt und seine Frau, wurden schwer verletzt. Das älnglück wurde dadurch herbeigeführt, dah die Schranke des Bahnüberganges nicht geschlossen war.
Ein deutscher Steuerbetrüger in Schweden verhaftet.
Stockholm, 1.Mai. In dem schwedischen Badeort Seltsjoebaden bei Stockholm ist der deutsche Kaufmann E i s e n s ch m i d t auf Antrag der deutschen Behörden unter dem Verdacht verhaftet worden, Steuern in Höhe von 60 000 Goldmark hinterzogen zu haben. Heber die Auslieferung Eisenschmidts an deutsche Gerichte schweben zwischen den beteiligten Regierungen Verhandlungen.
„Columbus*' in Amerika.
Reuhork, 1. Mai. (Wolff.) Durch Sun!» spruch Der Dampfer des Rorddeutschen Lloyd „Columbus" ist heute morgen 8 älhr am Pier von Brooklyn eingetroffen.
Das Dergwerksllnglück in Amerika. — Heber 100 Tote.
Wheeling, 1. Mai. (WTB.) Man hat nunmehr alle Hoffnung aufgegeben, daß noch einige der über 100 Opfer des Bergwerks- Unglücks lebend geborgen werden könnten. Die Rettungsmannschaften fanden den Weg im Bergwerk durch Wasser versperrt, das ben ganzen Teil der Grube überflutete.
Etwa 100 Opfer des Wirbelsturmes.
London, 1. Mai. (WTB.) Reuter meldet aus Atlant: Die Zahl der Todesopfer des gestrigen Wirbelsturms wird auf 1 00 geschätzt. Hunderte sind verwundet. Zahlreiche Personen werden vermißt. Der Materialschaden wird auf etwa zehn Millionen Dollar geschäht.
Der Führer der amerikanischen Weltflieger verunglückt?
London, 1. Mai. (WTB.) Reuter meldet von der Insel älnimak (Alaska): Man ist in einiger Besorgnis über das Schicksal des Führers der Weltflugexpedition, des Majors Martin, der gestern morgen Chignik (?) verließ. um seine Kameraden in Dutch Harbour zu erreichen. Seitdem ist keine Rachricht mehr hier eingegangen.
Büivcrtisch.
— Leopold von Rankes Römische Päpste, das Meisterwerk deutscher Geschichtsschreibung, hat der um die Lebensarbeit Rankes rühmlichst verdiente Verlag Duncke. & Humblot in München in zwei stattlichen Ganzleir.enbänden,
aus Der Gesamtausgabe herauSgelöst, in 12. ALP» läge zum 125jährigen Bestehen oes Verlages neu herausgegeben. Man wird dem Derlag zu dieser Jubiläumsausgabe Glück wünschm müssen. Es ist eine große Aufgabe,-Deutschlands größten Historiker-, einen der feinsten Prosaschriftsteller deutscher Sprache, durch geeignete Ausgaben der interessierten Laienwelt zugänglich zu machen. Gerade die „Römischen Päpste", die Rankes Weltruhm begründeten, zeigen nach einem berühmten Ausspruch Alfred Doves am treffendsten die Verschmelzung der höchsten und weitesten Gesamtansicht mit der mannigfachsten und schönsten Entfaltung des einzelnen. „Mit einem so reinen uiü> glücklichen Gefühl überwundener Gefahr blickt er auf die gewaltigen Kämpfe der Vergangenheit zurück, wie das selbst ein Ranke in späteren Welttagen wohl nicht völlig wieder vermxht hätte."
— Eine englische Geschichte von den Anfängen biszur Gegenwart bietet der bekannte Historiker der -ilnicerfität Leipzig, Felix Salomon (Verlag K. F. Koehler), und füllt d» mit eine in Laien- wie Fachkreisen seit langem schmerzlich empfundene Lücke in der GeschichtS- titcratur aus. Bei den bekannten Qualitäten deS Verfassers war es zu erwarten, daß der Riesen- fteff in dem engen Rahmen von kaum mehr abS 300 Seiten nut großem Geschick für übersichtliche klare Gliederung, für strenge Auswahl und eine formvollendete Darstellung gemeistert wurde, tone sie nur eine souveräne Beherrschung des schtev unübersehbaren Quellenmaterials ermöglichte-. Die höchsten Erwartungen sind nicht enttäuscht. Wir haben nun eine englische Geschichte, die nicht nur reinen Informat'ionsztoecken als Rachschlagebuch dienen , wird, sondern auch dazu beitragen wird, die bei uns in Deutschland trotz vielfacher Bemühungen immer noch brachliegende Kenntnis vom Auslande, für die die Kenntnis der Auslands- g e s ch i ch t e grundlegende Voraussetzung ist, wesentlich zu fördern.
— „Die neue Reihe" nennt sich eine von dem durch seine ausgezeichneten Hugendschriften weitesten Kreisen bekanntgewordenen Kölner Verlag Hermann S cha f f ste i n in äußerst geschmacd- vollem Gewände und haMichem Forrnat herausgebrachte neue Sammlung von Romanen, Ro- dellen, Erzählungen ausgewählter lebender Di<^ ter, die stofflich besonders auf die reifere weibliche Jugend eingestellt ist und in erster Lime dazu bestimmt zu sein scheint, den greulichen Kttsch aus den Bücherschränken des heranwacksenden jungen Mädchens durch wirkliche wertvolle Literatur zu verdrängen. Eröffnet wird die Reihe mtt einem Roman „Regine" von Helene Voigt-Dieder i ch s , der die starke Gestaltungskraft der Dichterin erneut kundtut. Wohltuend einfach, und darum so menschlich sind ihre Gestalten, schlicht und anheimelnd das Milieu, in dem diese nord-, deutschen Menschen ihr verschlossenes, wortkarges und doch innerlich so reiches Bauernleben leben. Enttäuschungen bringt das Leben dieser Regine, Enttäuschungen, wie so vielen ihrer Schwestern, aber stark und voll Zuversicht zu ihrer eigenen Kraft nimmt sie den Kampf mit dem Leben auf. Der Roman ist ein verheißungsvoller Auftakt für das erzieherisch bedeutsame Unterfangen des Verlages. Mit prattischer Arbeit in diesem Sinne wird gewiß fruchtbareres geleistet als mit rein negativem Schimpfen über Schund- und Kitschliteratur der Courthsmahler und Geaossinnsnl
Kirchliche Nachrichten.
Ifr. ReNgionSgemeinde. Gottesd.t. d. Synagoge (Süd-Anl.). Samstag, den 3. Mai. Dorabd. 7.30, nwrg. 8.30, abds. 8.00 u. 8.40.
Ifr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, 3.Mai Freitag abd. 7.15, Samstag Dornt. 8.00, nachm. 4.00, Sabbatausgang 8.40. — Wochengottesdienst: Mor» aens 6.30, abds. 7.00.
(3n einem Teil dec Auflage wiederholt.)
Die italienische Reparations-
Politik.
London, 1. Mai. (WB.) Der römische BeB richterstatter des „Times" schreibt: Die italienisch« Regierung habe beschlossen, ihre ganze Kraft an» zu wenden und jede mögliche Inittattve zu ergreifen, um zu erreichen, daß die Sachverständigenberichte wirMch angenommen und sobald alA möglich auch zur Durchführung ge- bracht würden. Mussolini sei bestrebt, das vollständige Zusammenwirken zwischen Großbritannien, Italien und Belgien zu erreichen. Er werde nach London eingehende Instruktionen in dieser Richtung senden. Dieser Schritt bedeute eine neue Entwicklung in der italienischen Politik, welcher große Dedeutting zukomme. Masio» lini sehe jetzt in dem Sachverständigenbericht die erste verheißungsvolle Aussicht, in der PolittV des laisier faire ein Ende zu bereiten.
Ein türkisch-französischer Konflikt.
London, 1. Mai. (WB) Die »Times" berichtet aus Konstantinopel: General Kiazim Pascha habe befohlen. Laß die Versuchsslüge der fianzösisch-rumänischen Cesellschast eingestellt werden müßten and daß die Flugzeuge die Türkei zu verlassen hätten. Es werde angenommen, daß diese Aktion auf die Spannungen an der türkisch-syrischen Grenze zurüctzusühren sei. Rach einer Meldung der „Morning Post" aus Kairo besagen Rachrichten aus Syrien, daß die französischen Behörden Flugzeuge und fliegende Kolonnen auf eine Strafexpedition an die Rord- grenze ausgesandt hätten. Rach anderen Meldungen sollen türkische Banden erklärt haben, sie beabsichtigten die Angriffe solange fortan» setzen, bis die türkische Südgrenze von französischen Streitkräften gesäubert sei. Man will Beweise haben. Laß Angora die türkischen Banden unterstützt. z
^nl/«oin?^in!^^-Blasen°u.Nierenleid.,selbstStein^ m mm Itolll« hilft best. Karlssprudel Biskirchen 14
| 2771D Die feine Zigarette
i Schloß Amerongen 8
Großformat Stück 5 Pfg Rihofa • Zigarettenfabrik • Frankfurt/M.


