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:ctnmut)le über oas Thema:Was erwartet Die öffentliche Fürsorge von der freien Liebestätig­leit?" Er besprach die Vormundschaft, die Schutz­aufsicht für Minderjährige und GefäHrdete, bei denen es aus die Wahl Der geeigneten Persönlich­keiten hauptsächlich ankomme. Beides ist schließlich Sache Der freien Liebesrä'.igleit, auf die die Ju­gendämter hier besonders angewiesen sind. Er wies hin auf die wertvolle Arbeit der Erziehungsver- cine in der .Hinterbringung, Beaufsichtigung und Detreuur.i c: - gestihrdeten Jugend. Er. verlangte für die Är > ichnngsvereine Sitz in dein Jugend­ämtern. ®airs besonderer Werl legte der Refer-ent auf die vorbeugende Tätigkeit, die in den Jugend­vereinigungen geübt toerben könnte. Wie über­haupt bei der 'Gröhe der Arbeit die Behörden angewiesen sind auf die freie Liebestätigkeit, so muh diese der Behörde die nötigen Persönlich­keiten zur Verfügung stellen, denn bei allem Wert der Organisationen ftetjen über ihnen doch die Persönlichkeiten.

Die Verhandlungen am zweiten Tage wur­den eingeleitet burd) das Referat:Die aus der Neuregelung erwachsenden Ausgaben der eban» geltscheir Liebestätigkeit." Prinzipiell und allge­mein wurde das Thema von Pfarrer D. Stahl- Hohenstein behandelt. Heute hat infolge der neuen Gesetzgebung die innere Mission wieder- mehr wie je eine offene Tür. Die neueingerichteten Wohl­fahrts- und Bvlksdienste fassen die Arbeit in christlich-praktischer Einheit zusammen zu gemein­samer Frontstellung aller evangelischen Aebes- arbeit dadurch, daß allerprts Persönlichkeiten aus­gesucht werden, die geeignet sind, diese Arbeit zu Kisten, getrieben durch ihr evangelisch-chriMches DflichtbÄvuhtsem. Pfarrer L t m p e r t -Saar­brücken brachte eine Erläuterung zu den theore­tischen Ausführung dadurch, dah er eine Dar­stellung der Arbeit eines evangelischen Wohl­fahrtsdienstes in der Stadt gab.

Pfarrer Weber- Kaichen gab einen Ueber- blia über die Tätigkeit des Ev. Wohlfahrts- dtenstes. auf dem Lande, wie sie sich nach den neuen Bestimmungen entwickeln wird. Die Aus­führungen wurden ergänzt durch Pfarrer Grein - Arheilgen, der die Aufgaben des Evan­gelischen Wohlsahrtsdienstes in den städtischen Borortsgemeinden, deren Bevölkerung weder rein städtisch, noch weniger ländlich-bodMständig ist, schilderte. Durch eine reiche Aussprache wurden diese Ausführungen vertieft und ihre praktische Bedeutung für unser Volksleben klargestellt.

Frau Dr. Eiserhardt - Frankfurt a. M. eröffnete die Rachmittagsversantmhmg, die von Pfarrer Wagner- Darmstadt geleitet wurde, mit dem Vortrag über das Vormundschafts wesen, das als erstes zu dem Generalthema:Wichtige Sinzelfragen der Jugendfürsorge" gehörte. Da nach der heutigen Rechtslage bei der Sammel- vormundschaft die religiöse Erziehung des Mün­dels nicht garantiert wird, so hat hier die trete Liebestätigkeit einzusetzen durch Bereitstellung ge­eigneter Einzelvormünder. Darauf sprach Landes­jugendpfarrer Auer von Oldenburg über Jugendgerichtshilfe und Jugendhilfe", die über­all nicht nur in der Stadt, sondern auch in den ländlichen Bezirken auszubilden ist. Die Aussprache über die Rachmittags Vorträge war sehr ergiebig urrd erschöpfend.^

So schlvh ein Kursus, der an die Teilnehmer sehr hohe Anforderungen stellte, der aber bis zum letzten Augenblick auf einer ganz bemerkens­werten Höhe stand. Möge von ihm reicher Segen ausgehen für unser deutsches Volk, für die oielen Rotleidenden in ihm, für ferne Jugend, die un­seres deutschen Volkes Zukunft ist.

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»Große Strafkammer.

» * (Sieben, 30. September. Der August Sch u cha r d t von Alsfeld ist vom Schöffengericht wegen schwerer Widers^ sichtest gegen einen Forst­beamten, der die Vorzeigung seines Abfuhrichel- nes verlangt hatte, und wegen vollkommen un- beranlabter Mißhandlung und Beleidigung des­selben zu fünf Monaten Gefängnis ver­urteilt worden.\>ine Berufung hiergegen wurde zurückgcw.esen; die Feststellungen des Schöffen­gerichts wurden auch von der Strafkammer ge­troffen.

Der Landwirt Heinrich Gerhardt II. von Rieder-Ohmen hat sich an einem ihm vom Er- ziehungsverein überwiesenen l4jährigen Mädchen aus Rheinhessen wiederholt unsittlich vergangen und cs, als sein Treiben im Dorf bekannt wurde, schwer mißhandelt und beleidigt, weil er es für die Urheberin dos Dorsgesprächs hielt. Die vom Schösfengericht ausgesprochene Strafe von sechs Monaten und einer Woche Gefängnis wurde auf drei Monate und eine Woche Gefäng­nis ermäbigt.

Ein Besuch

beim Mandschu-MKtator.

Der Kampf, der jetzt das Himmlische Reich burchtobt, und sich letzten Gndes zu einem Duell um die Vormacht zwischen den beiden hervor­ragendsten militärischen Persönlichkeiten des mo­dernen Chinas, dem Marschall Tschang- Tso-Lin und W u - P e i - F u gestaltet, läßt die abenteuerliche Laufbahn, die in China den Weg zur Höhe bedeutet, im Lebensbild dieser Männer dertilich hervortreten. Interessantes über den einen der beiden Herrschaftsprätendenten, den Marschall Tschang-Tso-Lin, weiß ein australischer Journalist zu erzählen, dem es gelungen ist, bis zu ihm vorzudringen, trotz aller Schwierig­keiten, die einem persönlichen Interview mit Dem Marschall entgegenstehen, da er in einer bestän- biaen Furcht vor einem Mordanschlag lebt. Die Kämpfe zwischen den beiden Rivalen Tschang-Tso-Lin und Wu-Pei-Fu reichen jahre­lang zurück und sind mit wechselndem Erfolg ge­führt worden. Mit der unermüdlichen Geduld der mongolischen Rasse lauerten sie beide auf den geeigneten Moment, einander an die Kehle zu springen, bis der Streit zweier Gouverneurs den neuen Anlaß für Tschang-Tso-Lin bildete, den Krieg zu erklären. Der oberste Kriegsherr der Mandschurei, dessen hervorragende militärische Tüchtigkeit und Geschicklichkeit über jedem Zweifel steht, blickt auf eine rech» bewegte Vergangenheit zurück: vor etwa 30 Jahren war er der bekannte und gefürchtete Führer eines Banditen- heeres von etwa 2000 Kopf Stärke: im rus­sisch-japanischen Kriege fochten er und seine An­hänger. der Entwicklung der Ereignissen folgend, zuerst auf russischer-, dann auf japanischer Seite. Qlarf) Kriegsschluß konnte er mit seinen kriegs- geübien Truppen leichter jede gegen ihn ent­sandte 2Ii mee der chinesischen Regierung in die Flucht schlagen, so daß diese zu dem in China

Turnen, Sport und spiel.

Der Darmstädter Mrrgwettbewerb.

Da r m stadt, 30. Sept. (WD) Der Deut­sche Flugwettbewerb 1 9 2 4 hat heute mit der Beendigung des Fünfländer-FlugeS seinen Absch!-'/ funben. Es wurde folgendes Ergebnis Le- bet:

1. Kur . slug mit Ziel lan düng. Sieger Klasse - Hobbe, Akademische Flleger- gruppe Darmstadt: Klaffe B Billik auf übet; Klcffse C Aed auf Dietrich-Gobiet.

2. Schnellflug mit Meldungsab- tourf: Sieger in Klasse A Botsch auf Bahn- bebarf AG.: Klasse B Billik: Klasse C Heck. Ter Fliegen P v ß, dem bei seinem Flug über Darmstadt der Motor aus dem Junkers-Apparat flog, erhielt für die Geistesgegenwart, mit der er nvtlandete, einen Anerkennungspreis.

3. Höhenflug mit Kurvengleit - flug. Sieger in Klasse A Botsch, Ehrenpreis der Stadt Friedberg: Klasse B Billik: Klasse C Katzen st ein auf Dietrich-Gobiet.

4. Geschicklichkeitsflug. Sieger Klasse A Bvtsch, Ehrenpreis der Stadt Darmstadt. Klasse C Raab, Silbernen Pokal des Staats­präsidenten von Hessen.

5. Staff elf lug. Sieger Staffel 3, ge­führt von Heinze, auf Dietrich-Gobiet.

6. Fünf-Länder- Flug. Klasse A wird morgen erst zu Ende geflogen. Sieger der Klasse C W e ichel auf Albatros 4:14; Ehrenpreis und 1500 Mk. 2. Preis Heck.

Für beste Gesamtleistung erhielt den Ehrenpreis des Reichspräsidenten Heck. Für be­sonders schön ausgesührte Kunstflüge erhielten Katzen st ein und Heck, für die Führung der Kontrollmaschinen und der Passagierflugzeuge Lieb Ehrenpreise.

Segelflüge in der Rhön.

Don dem Sonderberichterstatter desGieß. Anz."

Flieger-lager Wasserkuppe, 29. 9.

Während unser Luftriese Z. R. III bei seiner stolzen Deutschlandfahrt überall von der begeister­ten Bevölkerung als Zeichen deutscher Qualitäts- arffctt und ungebrochenen deutschen Wagemutes freudig begrüßt wurde, nutzten unsere Flieger in der jetzt stillen Rhön das günstige Wetter der vergangenen VKxhe eifrig zum Fliegen aus. Martens flog auf seinem DoppelsitzerDeutsch­land" und Stamer startete guf der neuen Bayernland" zu einem schönen Fluge. Beide Piloten nahmen ihre Frauen als Fluggäste mit Die EindeckerMargarete" und derAlte Des­sauer", die kürzlich bei der Landung leicht be­schädigt wurden, sind inzwischen ausgebessert wor­den und erregten durch einige wohlgelungene Flüge von neuem großes Interesse. Besonders die Maschine des Coethener Friedrichs- Polytech nikums führte unter Otto den vielen Zuschauern, die mittels Kraftwagen oder auf Schusters Rappen nach hier oben gekommen waren, einen ferner glänzenden Kurvenflüge von etwa 20 Minuten Dauer vor. Auch startete der Konsul" der Darmstädter unter Papen- maher und derQTlte Dessauer" mit Otto am Steuer zum gemeinsamen Heberlanbflug. Da derKonsul" nut fast 19 Meter Spannweite^ ein ausgesprochenes Flugzeug für den Strecken­flug ist, versuchte derAlte Dessauer" zunächst an Höhe zu gewinnen. Zur großen äleberraschung aller Anwesenden schraubte er sich, wenige leichte Schleifen beschreibend, innerhalb 5 Minuten 250 Meter hoch und segelte dabei teilweise über den Wolken. Es war ein wunderbarer Anblick, das Flugzeug in dieser, 1924 noch nicht erreichtem Höhe am Rande des Wolkenkraters kreisen zu sehen, einen Flügel immer in die Wolken tau­chend. Der Flug stellt insofern eine beachtenswerte Leistung dar, weil hieriXirch der augenscheinlichste Beweis vom Segeln in thermischen Aufwinden erbracht worden ist. Rach Berechnungen der Meteorologen kommen in dieser Höhe faum noch Hangwinde von solcher Stärke vor, welche er­forderlich sind, die Maschine »roch mehr steigen zu lassen. Da jedoch derKonsul" dem anderen, Eindecker inzwischen eine Strecke vvrausgveilt war, setzte Otto ebenfalls zum UeberlanbfLug an. Beide Maschinen flogen nun zusammen über die Ebers­burg in Richtung Fulda, bis wir sie aus den Augen verloren. DerAlte Dessauer" landete zuerst auf einem Wiesengrunde bei Dipperz (etwa 13 Kilometer von der Kuppe aus entfernt), berKonsul" unweit daneben. Diese Flüge sind von wesentlicher Bedeutung für den motor­losen Streckenflug. Der bei den Alba­troswerken Berlin-Johcmnisthal erbaute Ein­decker des Barons von Schertet legte mit dem prächtigen Führer Otto über ganz flachem Gelände einen vielversprechenden Flug von 1,5

traditionellen Mittel, sich läftiger Banditen sichrer und --Heere zu entledigen, griff, indem sie ihn aufforderte, sich der regulären Armee an« zuschließen. Heute ist der ehemalige Dan- ditenführer nicht nur Marschall, denn dies bedeutet in China nicht eben viel, wo in den militärischen Listen 308 Marschälle geführt wer­den, einschließlich der inzwischen bereits verstor­benen, die mau sich nicht erst die Mühe ge­nommen hat, zu streichen, er ist in Wahrheit der Diktator der unabhängigen Republik der Mandschurei und in einer Stellung, die es ihm ermöglicht, auf die Herrschaft über ganz China Anspruch zu erheben.

Das Bild, das die Fama von diesem Mcrnne entworfen hat, zeichnete ihn als den typischen Bramarbas, mit einem mächtigen Schnurrbart, glitzernder ilniform und einem lang nachziehenden Schleppsäbel. Richts von alledem: in Wahrheit ist bet aefürchtete Diktator ein schlanker Mann mit abfallenden Schultern, müden, von den Augen­lidern halb 'überdeckten Augen, herabhängendem Schnurrbart und ganz kurz geschnittenem Haar. Er mag nicht viel größer als 1,50 Meter sein. Sein Gesicht ist von einer pergamentartigen, von vielen Runzeln durchfurchten Haut bedeckt, die sein wah­res 2llter zweifelhaft erscheirren läßt, in Wirk­lichkeit ist er etwa 50 Jahre alt. Der Gesamte einbruef dieses mit einem blauen Zivilanzug be­kleideten Mannes war so friedlich und dabei so zart, daß man ihn für einen unter geordnet enj Sekretär hätte halten können. Aber die Ehrfurcht, die ihn von seiner Umgebung gezollt wird, läßt erkennen, bah er in ber Tat ber Mann mit dem eisernen Willen und ber tiger- haften Wildheit ist, ber einen Untergebenen um eines Irrtums willen einfach niederschießt. Als einzigen Rettungsweg aus den gegenwärtigen Wirren in China sieht er die Entscheidung durch das Schwert an.Das hstte herrschende Chaos kann nicht etoig währen", .agte er, indem er sich zur augenblicklichen Krieß#äußerste; »es wirb

Kilometer zurück. Dtefe 'Ataschwe zetgt rnftrsem neue Wege, well ihre Flügel im Profil ver­änderlich sind, b. h. die Tragflächen können um die Querachse verdreht werden. Hierdurch wird die Steuerung bewirkt.

Durch Bennittclun-g des Fürsten von Den -- kel-Donnersmarck wurde der Gotha-Ein­decker von der Sportleitung zu Schultiwecken ange­kauft. Dipl.-Jng. Offermann, Mitglied des Deutschen Luftrades, brachte auf dieser Maschine seine ersten Schulflüge hinter sich.

Deutsche Segelflieger in Italien.

Darmstadt. 30. Sept. (WB.) Die Aka­demische Flieger gruppe in Darmstadt ist von Italien eingeladen worden, an dem vom 1.15. Oft. in Deron a stattfindenden Segel- flugtoettbetoerb tellzunehmen. Die Reiso- unb Ausenthaltskvsten werden von den Veranstal­tern getragen. Fuchs aufKonsul", der bereits nach Italien abgereift ist, ferner Martens mit den MaschinenMoritz" undDeutschland" wer­den ber Einladung Folge leisten, ebenso ein Flie­ger der flugwissenschaftlichen Arbeitsgruppe in Coethen auf dem ApparatDessau", ber von Hofmann und Kaercher konstruiert würbe.

Fr. T. Gießen I. Spd. Oberbiel-Albshansen I. 2:0 (0:0). Ecken 6:2.

L Auf bem Sportplatz Trieb kam am Sonn­tag bas Spiel ber obigen Mannschaften gum Austrag. Es war ein interessantes Treffen zu er­warten, ba Gießen in diesem Jahr bekanntlich Meisterschaftskanbidat ist, während andererseits Oberbiel als Mannschaft mit viel Wettspiel­erfahrung und flottem Spiel bekannt ist. In ihren Erwartungen sahen sich die Zuschauer nicht getäuscht. Wenn auch eine leichte Ueberlegerr= beit der Gießener festzustellen war, so gelang es ihnen in erster Halbzeit doch nickt, zu einem zählbaren Erfolg zu kommen, ba ber Tormann Oberbiels ebenalles" hält. Erst in ber Mitte ber zweiten Halbzeit kann Gießen bas Resultat für sich entscheiden: Rechtsaußen flankt, ber Halb­rechte schießt ein, 1:0. Kurz barauf geht der Mittelstürmer in flottem Stil nach vorne, um­spielt die Verteidigung und stellt das Resultat auf 2D für seine Farben. Alle Anstrengungen Oberbiels, aufzu holen, sind umsonst, die Hinter­mannschaft Gießens unterbindet jeden Angriff, ebensowenig vermag Gießen an bem Resultat etwas zu änbem.

Buntes Allerlei.

Dom Kürbis.

Die Heimat des Kürbis weist auf In­dien hin. Von Asien aus verbreitete er sich nach Afrika und nach Europa aus. Alle alten Völler haben den Kürbis be­reits in Gärten gezogen. Bei den alten Griechen galt er als Sinnbild der Gesundheit. Von einem Menschen, ber gesund unb blühend aussah, sagte man, er sei gesünder als ein Kürbis. Bei den alten Völkern des Orients und auch teilweise bei den südlichen Völkern Europas wurde jedoch die Frucht meistens nur der Schale wegen gezogen, denn diese alten Völler stellten sich aus den Kürbisschalen die verschiedensten Behälter zur Aufbewahrung von Flüssigkeiten her. Auch flete neue Gegenstände wie Löffel und Trichter wur­den aus Kürbisschalen angefertigt. Diese Verwen­dung war übrigens rächt nur bei den Böllern des Orients zu beobachten, auch die Indianer in den verschiedenen Teilen Amerikas verwendeten Kürbisschalen auf diese Weise. In südlichen Gegenden wird das Wersch des Kürbis noch mannigfaltiger verwendet als in den nördlichen Bezirken der Erde. Häufig wirb dieses Fleisch dem Drvtteig beigemengt. Das Brot soll dadurch wohl­schmeckender werden und was für. heiße Gegen­den in Betracht kommt, es hält sich länger locker und vertrocknet nicht so leicht. In manchen Gegen­den wird der Kürbis im großen angebaut und besonders als Schweinefutter verwendet. Es gibt aber auch eine ganze Anzahl von Kürbisarten, die nur ganz kleine Früchte ansehen. Derartige Kür­bisarten werden nur als Zierpflanzen gehalten, und zwar besonders dort, wo unschön wirkende Mauern, Schuppen usw. durch rasch wachsende Pflanzen verdeckt werden sollen.

Goldbttndhett.

Durch direkte Sonnenwirkung oder durch zu grelles künstliches Licht kann es zu einer Blen­dung von Reh Haut-Elementen mit nachfolgender Herabsetzung der Sehschärfe kommen. Denselben Effekt soll rrach Ansicht des amerikanischen Augen­arztes Fox das jahrelange Arbeiten mit Gold haben, er spricht sogar von einer richtigen Gvld- blindheit. Er hat seine Beobachtungen an Zahn­ärzten gemacht, welche viele Goldfüllungen oder sonstige Gvldtechniken machen. Diese sollen schließ­lich nicht mehr imstande sein, bas Gold von ber

ein großer Held erstehen, tobe in alten Tagen, und sein Land retten. Wenn aber China ber roten Gewalt verfallen würde, so würde dies ein Ver­hängnis für die ganze Welt bedeuten." Tschang- Tso-Lin erflärte, daß hinter ihm ein Heer von 300 000 Mann stände, ein Stab ausländischer Offi­ziere, eine den modernen Ansprüchen vollkom­men genügende Artillerie und 60 Aeroplane. Seine Truppen sind gut gekleidet unb diszipli­niert und machen in ihrer blaugrauen Uniform einen sehr günstigen Eindruck, wenngleich die kriegerischen Eigenschaften ber Chinesen immer ein sehr unsicherer Faktor sinb. Es ist auch jüngst be­richtet toorben, dah in sein Heer 30 000 Russen eingereiht wurden, was bei der in Chardin herr­schenden HrrngerSnot leicht glaubhaft ist. Schon die nächste 3ufunft wird vielleicht den siegreichen Feldherrn ber Mandschu als Diktator in Peking sehen oder auch da ber Ehrgeiz ja keine Schran­ken kennt, als Kaiser auf dem Thron des Himm­lichen Reiches.

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Eine prähistorische Höhle entdeckt.

.Unter ungewöhnlichen Gefahren unb mit dem Einsatz außerordentlicher physischer Energien ist es einem jungen südfranzösischen Archäol-gen gelungen, in der Rühe seines Heimatortes Saint-Martorh im Departement Haute-Ga- rvnne eine sehr interessante prähistorische Höhte zu entdecken. Rorbert (Lästeret, der ein guter Sportsmann ist, beschloß, bem unterirdischem Lauf eines Baches zu folgen, der in der Rühe seines Heimatortes im Rordhang eines Berges ver­schwindet, um am Südhang wieder auszutreten. Don der Ausmündung her schwamm er dem Dachlauf entgegen. Roch etwa 60 Meter kam er an eine Felswand, an der ein Weitervordringen unmöglich erschien. Gleichwohl faßte er den ge- ra'^u tollkühnen Entschluß, ins Ungeteilte hinein itn er die FeIswa n d zu tauchen. Alten Warnungen ?M,m Trotz unternahm Casteret, der

Zcchnftlvstanz zu rmterschetden. Rach Vr. Fvff toerben Weitsichtige am leichtesten von dieser Blindheit befallen. In Deutschland ist Gold aller­dings auch ein rarer Artikel geworden, während es in Amerika schon seit Jahrzehnten gerade in ber Zahnheilkunde eine außerordentlich weit­gehende Verwendung gesunden hat.

Arterienverkalkung heilbar?

Die Arterienverballung, der bisher etwa etn Viertel ber Menschen zum Opfer fielen sie gilt ja im allgemeinen als ber natürliche Tod des Menschen, war bislang nur im Anfangs- stadium heilbar. Run kommt von Doulogns an der Seine die Rachricht, daß es dem dortigen Drüsenspezialisten Dr. S. Dorvnoff gelungen sei, in 15 Fällen durch operativen Eingriff die tückische Krankheit gn heilen. Rach jeder Operation habe das schwere Symptom der Krankheit, ber über­mäßige Blutdruck, sofort nachgelaffen. Berühmt wurde Vvrvnoff schon früher durch seine Drü­senoperationen, durch die er nun auch auf die neue Entdeckung ber Arteri enhellung gekom­men ist.

Wirtschaft. - -

Bom Weltgetreidemarkt.

Von einer Senkung des Brotgetreidepreises, wie man sie sich von der Herabsetzung der deut­schen Eisenbahnfrachten versprach, ist bisher noch nichts zu merken gewesen. Die neue Frachtberech» nung für Getreide erspart etwa 3 Prvz. der bis­herigen Linkosten, die für eine Senkung des Preises von Getreide kaum in Betracht kommen Auch die sonstigen hohen Unkosten, z. B. die Telephon­gebühren, sind fast unverändert geblieben, und so spielen die Spesen nach wie vor eine große Rolle bei ber Spannung von bem Preise, den der Land­wirt bei Ablieferung des Getreides erhält, bis zu bem, ben ber Konsument bezahlen muß. Alles in allem kann gesagt werden, daß die Hoffnung aus eine Preissenkung vorläufig noch nicht In Erfüllung gehen kann.

In ber verflossenen Woche zeigte sich tm Getreidehandel eine erneute PrelSaufwärtsbews- gung für Roggen, dadurch hervoraeruftm, daß sich die Knappheit des inländischen Angebotes emp­findlich bemerkbar macht. Zurückzuführen ist die Knappheit in Roggengetreide noch auf die Zeiten des außerordentlichen Geld- unb Kreditnrangels, der die Mühlen verhinderte, sich auf längere Zeit hinaus mit Rohmaterial einzudecken. Infolge­dessen hat die Rachfrage zugenommen und die großen Mühlenzentren bleiben ständig Abnehmer für inländische unb auslänbische Angebote. Alle anderen Getrcidearten blieben im Preise ziem­lich stabil gegenüber ben Rotierungen der Vor­woche.

Von Rußland unb ben BalkanWndem scheint man überhaupt nichts mehr zu bekommen, und so wurden erhebliche Posten in amerikanischem Western roggen übernommen. Maßgebend bei diesen Abschlüssen war die Tatsache, daß Rord- amenfa zur Zeit seine säst konkurrenzlose Lage ausnuht unb fortgesetzt seine Forderungen für Westernroggen erhöht. DaS Echo der Situation zeigt sich in ber Schlußnotiz für Roggen am Berliner Markt mit 217 bis 221 Mack, gegen 205 bis 209 Mack in der Vorwoche, während die Weizennotierung in ber gleichen Jett mit 227 bis 235 Mack fast unverändert blieb. Dadurch ist die Differenz beider Drvffrüchte kleiner geworden und beträgt etwa noch 10 bis 14 Mack. Es liegt durchaus im Bereiche ber Wahrscheinlichkeit, baß sich eine weitere Annäherung des Roggenpreises an den Weizenpreis vollziehen wird. Die all­gemeine Ansicht, daß bet einer Ausgleichung beider Preise wenigstens in ben großen Stabten mehr und mehr das weiße Kleingebäck vorge- zvgen wird und daß bas Roggenbrot im all­gemeinen eine weißere Farbe, wohl verstäckt durch große Beimischung von Weizenmehl, erhält, kann unterschckeben werden. Diese Situation müßte aber eine verstärkte Rachsrage nach Weizenmehlen aus­lösen, bie daraufhin im Preise anziehen müßten, während Roggen vernachlässigt bliebe und sich im Preise senken würde. Die nächsten Wochen wer­ben zeigen, baß sich bei einer weiteren Annähe* rung der Getreibepreise eine klare Bevorzugung für Weizen Herausstellen wirb.

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Weitere Herabsetzung der Um- sah steuer? In einer Denkschrift des Reichs­finanzministers an den Reichstag, ReichSrat und Retchswirtschaftsvat nimmt der Reichsfinanzmi­nister Stellung zu ben Problemen der Umsatz­steuer. Cr weist u. a. darauf hin, daß bie volks­wirtschaftlichen Schäden der ä.lmsatzsteuer vollstän- big nur durch eine allmähliche Senkung des ilm« satzsteuersatzes behoben werden könne, deren Um­fang unb Zeitpunkt eng mit der anderweitigen Deckung deS Finanzbedarfes zusammenhänge.

IWIIIBIIIUI IMII ll . 1.11 . .

ein guter Taucher ist, den Versuch. In einem Gummibeutel führte er Licht und Streichhölzer mit sich Schon nach wenigen Metern gelang es ihm, den Kopf wieder aus dem Waffer zu er­heben. Mit seinem Bruder unternahm nun Ca- fteret wiederholte Schwimm- unb Erkundungs- fahrten durch ben Dachlcms. Da jede dieser Tou­ren ungefähr 78 Stunden in Anspruch nahm, waren die Anstrengungen übermäßig groß. Bald gelang es den beiden Brüdern, zu entdecken, daß sich in bem spitzen Winkel zum unteckrbischeni Bachlauf eine trockene Galerie in den Berg hinein- zieht, bei deren Durchforschung Easteret das Glück hatte, ein ganzes prähistorisches Mu­seum zu entdecken. Ueber 50 Bilder von Tieren sind in die Felswand mit Feuerstein eingeriht. Auch die Wiedergabe des Profils eines menschlichen Kopfes findet sich. Unerklärliche Zeichen bilden seltsam verschlungene Linien, die mitunter an Flechtwerk erinnern und den Boden und einen Teil ber Wände bedecken. Löcher teeifen noch den Abdruck ber Finger auf, die sie erzeugten. Geknetete Tonkugeln unb tönerne Schälchen gehören mit zu ben kost­barsten Funden dieses Museums. Daß auch der Höhlenbär zu den Besuchern dieser 'unter­irdischen Grotte gehört, beweisen die Spuren, die sich von ihm finden. Aber nicht mir Strich­zeichnungen, sogar plastische Wiederga­ben von Tieren erhöhen den Wert dieser neu- entdeckten Höhle. So fand sich die Plastik eines liegenden Bären, ber in seiner Haltung an eine Sphynx erinnert. Die Plastik trug ursprünglich einen echten Höhlenbärenschädel, ber nun herab­gefallen zwischen den Vordertahen liegt. Auch Rachbildungen von katzenartigen Raub­tieren sind vorhanden, bie allerdings unter dem hohen Alter so sehr gelitten haben, daß sie nicht viel mehr als andeutungsweise Formen er­kennen lassen.