Nr. 102 Zweites Blatt
Wirtschaft.
Vom Weltgetreidemarkt.
5X18 Riveccu der Effektenmärkte hat einen Tiefstand erreicht, der selbst die pessimistischsten Befürchtungen nvch übertrifft. Die augenblicklich herrschende Geldnot, die teils Ursache, teils uber auch eine aus dem Effektentiefstandsrekord resultierende Folge ist, macht sich von Tag zu Tag stärker am Prvduktenmarkt fühlbar Rind veranlagt sowohl den Handel als Such die Landwirtschaft, die ebenfalls unter dec stets an- wachsenden Kreditnot zu leiden hat. sich nach Hilfe umzusehen. Letzterer empfahl in dec Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschasts- srates Graf Kanih. der Reichsernähcungsminr- ssler. die Errichtung einer Garantiebank, mit dem Zweck, ausländische Gelder an die landwirtschaft- -lichen Kreditinstitute zu vermitteln. Diese Ga- irantiebank dürfte für die Landwirtschaft ein Ausweg sein. Schwieriger gestaltet sich die Lage des Handels. Hier beschäftigt man sich zur Zeit eifrig mit der Wiedereinführung des handelsrechtlichen Lieferungsgeschäftes, das erst wtt Beginn des Krieges eingestellt worden ist -und das beispielsweise die Mühlen in die Lage versetzen tzlücde, Getreide einzukaufen und gleichzeitig den entsprechenden Posten Mehl zu verkaufen. Unb es erscheint in der Tat diese Hin- ^msschiebung der Zahlungsfristen dec einzige Weg. dec im Augenblick zur Vermeidung eines vvll° .fiänbigen Stillstandes des Produktenmarktes und l«ebtL ernstlicher Folgen für die Allgemeinheit er- [-griffen werden farm. Der anhaltende Stillstand ches Pvoduktengeschäftes in der vorigen Woche läßt Eile geboten erscheinen.
Der allein herrschende Faktor an den Pro-
'duktenmärkten ist, wie gesagt, die Kreditnot. Dem
gegenüber werden alle, den Handel sonst ziemlich fttark beeinflussenden Aachrichten kaum beachtet. Sv machte die Tatsache, daß die augenblicklichen Ernte aus sichten sich wohl doch erheblich »günstiger stellen, Last die Ueberwinterung bedeutend besser war, als man nach den ersten "Rachrichten anzunehmen in der Lage war, auf den Gang des Geschäftes so gut wie gar keinen Ein- L-ruck. Auch die Wirkung der allgemeinen Befestigung des Weltmarktes war überaus gering.
Diese Befestigung fand einesteils ihren Grund ftn einer Stockung der Kanadi schen Wei- ^enaussuhr durch Streitigkeiten in dem äußerst wichtigen Hafen Vancouver, anbern» ^teild aber erfuhr die europäische Anforderung an >Weizen, namentlich seftens Frankreichs, eine Ste> gerung, die eine Befestigung des Marktes in allerdings mäßigem Umfange zur Folge hatte.
Die Grotzhandelsirrdexziffer.
Die auf den Stichtag, dem 29. April, berechnete Gr oh Handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande vom 22. April (mit 124,3 Proz.) mit 124,2 Proz. -nahezu unverändert. Von den Haupt- ^gruppen stiegen die Lebensmittel von 109,7 auf £10,6 Prvz. oder um 0,8 Proz., davon die Gruppe Getreide und Kartoffeln von 91,0 auf 93,3 Proz. Ober um 2,5 Proz., während die (5ndustriestoffe
von 151,7 aus 149,6 Proz. oder um 1,4 Proz. nachgaben, davon die Gruppe Eisen und Kohle mit 141,7 Prvz. nahezu unverändert. Die 3n» kandswaren ^gen von 112,2 auf 113,3 Proz.
ober um 1 Prozent an, die Einfuhrwaren sanken von 185,1 auf 178,6 Proz. oder um 3,5 Proz.
• Schwere Krise in der Berg- und Hüttenindustrie P olnisch - Schle. sie ns. Rach einer Meldung des „Oberschlesischen Kurier" aus Druthen hat die latente Krise in der Berg- und Hüttenindustrie von Polnisch- Schlesien in den letzten Tagen eine Verschärfung erfahren. Da der Absatz auf dem inländischen Markt flockt, wurde beschlossen, die Arbeitstage herabzusetzen bzw. die Werke, die mit Verlust arbeiten, zu schließen. Von der drohenden Krise werden u. a. die Königs- und Laurahütte, die Friedenshütts, die Bismarckhütte, die Baildon-- hütte und die Marthahütte betroffen. Die Lage auf dem Kohlenmarkt hat gleichfalls eine Verschärfung erfahren. CS ist mit einer Kohlenpreiserhöhung zu rechnen, um die Rentabilität her Produktion aufrechtzuerhalten.
*
Frankfurter Dorfe. •
Frankfurt a. M., 30. April. Tendenz: Behauptet, aber still. — Von den hinlänglich bekannten Umständen ungünstig beeinflußt, war der heutige Geschäftsverkehr nur gering und lustlos. Die Kurse konnten ihren gestrigen Stand allerdings voll behaupten. Das Angebot hat wohl nachgelassen, aber die Kaufkraft des Publikums ist vollkommen gebrochen, und die Spekulation kann bei dem nach wie vor herrschenden Geldmangel nicht rettend auf den Markt ecngreisen. Beachtenswert ist die feste Haltung der Mark. Besonders in
Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von Hans Dominik.
84. Fortsetzung. (Dachdruck verboten.)
Doch dieser Verlauf der Dinge ergab sich erst in Wochen und Monaten. Im Anfang war die schwarze Bewegung auch in der amerikanischen Union gefährlich genug, und erst nach schweren und erbitterten Kämpfen konnte die Ordnung wiederhergestellt werden. Besonders gefährlich wurde sie da, wo das plündernde und raubende schwarze Proletariat durch Weihes Gesindel ähnlicher Qualität indirekt unterstützt wurde.
3n Frisko war die Bewegung zunächst verhältnismäßig harmlos verlaufen. Die Organisation des Weißen Ordens hatte hier dank umfangreicher Vorbeugungsmaßnahmen sofort mit aller Schärfe und großem Erfolge eingegrisfen. So wurde es möglich, die regulären Truppen von dort nach und nach fortzunehmen und in bedrohtere Staaten zu verwenden. Aber der Schuh der Stadt lag jetzt fast ausschließlich in den Händen der freiwilligen weihen Organisation.
Ss war in den ersten Tagen des August. Sine schwüle, drückende Hitze lag über Frisko. Selbst auf dem hochgelegenen San Matteo vermochte die leichte ©eebrife nur wenig Kühlung zu bringen.
Aus der meerwärts gewandten Terrasse von Garvin Palace sahen Francis Garvin und Helen unter einem Leinenzelt. Helens Hände spielten mit dem Papierstreifen des Wellentelegraphen. DaS Öcblaaen einer Standuhr ließ sie aufhorchen.
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dderhessen)
Donnerstag, s. Mai 1924
3n Billionen Prozent
Drot-
Dörsenkurse.
(Ohne Gewähr.)
Banknoten.
(Ohne Gewähr.)
(3n einem Teil her Auslage wiederholt.,
Das britisch-französische Militärbündnis.
London, 30. April. (WB) Der Telegraph" erfährt, daß General Sic Alexander Evdley, der Oberbefehlshaber der britischen Rheln- armee in Bälde nach Englsand zurückkehcen wird. An seine Stelle tritt Generalleutnant Sir Hohn du Cane. Oberst Repington schreibt im „Daily Telegraph", der neue Oberbefeh's Haber habe vor dem Weltkrieg als einer der befahigsten Staats- vffiziere des brittschen Heeres gegolten. 3m Zahre 1918 war er britischer Vertreter im Hauptquartier Fochs. Mit ihm und dem brittschen Militär- attachS in Paris werde England durchs Offiziere vertreten fein, die am besten mit Foch und Pötarn und ihrer Arbeitsmethode vertraut seien. Die Beziehungen müßten jetzt nicht nur eng, sondern auch herzlich sein.
Ein Rekordflug von Europa nach Indien.
London, 30. April. (WB.) Reuter meldet aus Karachi: Der französische Flieger D v i s h. der gestern früh von Bender-Abbas abgeflogen war, traf nachmittags ' in Karachi ein. Er hat damit einen Rekords lug vonEuropanach 3ndien gemacht. 3m ganzen war er 38*/, Stunden unterwegs.
aromatisch und ausgiebig, billig Im Verbrauch Niederlagen in allen Stadtteilen
Empfindliche Füße
können Continental - Absätze und -Sohlen nicht entbehren. Der Gang wird sicher und
elastisch; weite Strecken können ohne vorzeitigeErmüdung zurückgelegt werden Viel haltbarer und billiger als Leder. Der Name „Continental" bürgt für Qualität
(önfinental
Absätze u Sohlen
Erhältlich bei jedem Schuhmacher.
So gut wie Continental-Reifen!
zu Herzen sprechenden, aber nie sentimeirtafen Art der Rördischen und führt uns aus den bizarren Gründen des Elbsandsteingebir^es auf die Brühlsche Terrasse, in die Stille des Sporer- aäßchens, auf die Bürgerwiese usw. Dec Roman ist die erste Dichtung ihrer Art, die innig fest mit der Elblandlchaft verbunden ist.
— Menschenflug. Ballon, Luftschiff, Flugzeug und Segler in Wort und Bild. Eine Dilderreihe für Alle aus Vergangenheit und Gegenwart (aus der Reihe „Wunder dec Technik"). Von Ingenieur Alexander Büttner. Franckh's Technischer Tettag Dieck & Co., Stuttgart. Preis kart. 3.50 Mk., in Halbleinen 4.80 Mark. Das Buch, zu dem der deutsche Luft- schisskonstrakteur, Geheimrat Prof. Dc. Zngenieur Schütte, der bekannte Flagzeugsachmann Folker, sowie der englische Publizist und Herausgeber des „Aeroplane"--London, C. G. Greh, Geleitworte beigesteuert haben, bietet in Form eines künstlerischen Bilderwerkes mit Zwischentcxten eins umfassende und lückenlose Darstellung des Menschenringens um das Ziel uralter Sehnsucht: den Menschenslug. Don ve.t ersten Zeugen dieses Hahrtausend« alten Traums auf alten Bildwerken und Schmuckstücken, den sagenhaftsn Mythen, von den erfolglosen Versuchen des Mittelatters führt es den Leser in einer Auswahl fetten schöner und vielfach unbekannter Darstellungen zu den Geschehnissen um die Wende des letzten Hahr- Hunderts, als das Streben feine erste, primitiv: Verwirklichung fand, und weiter zu den großartigen Errungenschaften der letzten Hahrzehnte, zu den jüngsten Problemen und künftigen Möglichkeiten. Das mit Kunst drucktafeln glänzend aus« gestattete Buchwert ist schon wegen seines aus allen Kulturländern hndttgehotten Bckdecschatzes ein Kalturwerk eben im höchsten Sinne des Wortes.
•) Dom Buckzahlungswert.
Berliner Börse.
Berlin, 30. April. (Wolff.) Nachdem der Ultimo ahne befürchtete Zwischenfälle von Bedeutung endgültig vorübergegangen ist, heute neue Zahlungsschwierigkeiten nicht gemeldet sind und ton solchen auch gerüchtweise nichts verlautete, zeigte die Börse nach langen Tagen des.Mißvergnügens wieder ein entjchieden freundlicheres Ausschmi. Die bisher so erheblich auf den Kursstand drückenden täglichen Glattstellungen haben aufgebärt. Die meisten Kurse haben nach ziemlich allgemeiner Ansicht einen derartigen Tiefstand erreicht, daß die stark verfixte Börse Deckungen für geraten hielt, zumal sich auch von auswärts einiges Kaufinteresse zeigte. Die Kurssteigerungen betrafen im Ausmaße von 1 bis 3 Billionen Prozent hauptsächlich sogen, schwere Montanpapiere. Einen größeren Umfang nahm das Geschäft nicht an, wenn sich auch dl« Kurssteigerungen im Verlaufe für die eingangs erwähnten Montanwerte späterhin noch fortsetzten. Auch in den zu Sin» heitskucsen gehandelten 3ndustriepapicren war ein wesentliche Rachlassen des Angebots festzustellen. Am Geldmarkt ist die bisherige gespannte Lage
der Schweiz lag die Mark so fest, daß man dort zu den stark rationierten Berliner Devisenzuteilungen alle Auslandsdevisen kaufen könnte. Dies wird die Reichsbank wohl in den Stand sehen können, die Zuteilungen auf dem Devisenmarkt zu vergrößern, wenn sie es nicht aus dem Grunde unterlassen will, die Handelsbilanz nicht noch weiter passiv zu gestalten. Auf dem Montanmartt war die Geschäftstätigkeit noch am größten bei teilweise guten Erholungen. Deutsch-Luxemburg 32l/2, Gelsenkirchen 37, Harpener 46Vs, Caro 15, Badische Anilin 13, Griesheim 9,7, AE G. 73/, Licht und Kraft 9'/i. Rocddeutscher Lloyd 4,ß’ 5proz. Deutsche Reichsanleihe 0,077. 3m freien Verkehr war Decker Stahl 45/s, Becker Kohle 5V-.
Märkte.
Berliner Probattenbörse.
Berlin, 30. April. Der Handel in
zwar etwas leichter geworden, im allgemeinen aber bleibt Geld, namentlich für längere Termine, unverändert sehr knapp. Am Devisenmarkt ergab sich ein erheblicher Rückgang in den Anforderungen für die Hauptdevisen als bisher. Die Kurse waren nur unbedeutend r«rändert. Für die Reben- pläh«. konnten die Zuteilungen etwas erhöht werden.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
(9n Billionen Mark auSgedriickt. BuenoS-AireS. London, Neu- York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle- übrige für 100 Einheiten.)
Telegraphische Auszahlung.
fierung unseres Widerstandes wäre der Kampf wohl nicht so schnell beendet worden."
„Hör auf, Pa, mit deinen Lobpreisungen. 3ch erröte für Wellington. Er würde dich sicher aus- lachen, wenn er dich so Hörle. Doch halt! Ein Auto!... 3ch sehe ein Qluto in den Park ein« fahren. Wellington ist darin. 3ch erkenne ihn. Er winkt mit dem Taschentuch. Der dort neben ihm ist sicher sein Freund Lowdale, den er sich aus Turkestan eingeladen hat. Ec wurde in den Kämpfen mit den Kirgisen schon früh verwundet."
„Lowdale?" fragte Mr. Garvin. „Der Rame ... 3st das jener Lowdale, der einst Florence..."
„3a, Pa!"
„Dann ist es Wohl gut, daß sie eben fort ist. Ein 3ufammentreffen hier wäre sicher für alle peinlich gewesen."
„3a, Pa! . . . Doch da sind sie schon."
Sie eilte dem Wagen zu. Wit einem großen Sprung stand Wellington Fox auf ebener Erde. Dann fing er sie in seinen Armen auf, und ein halbes Dutzend Küsse befräftigte die Freude des Wiedersehens. . ,
„3mmer wieder wie ein Brausewind! schalt Helen, während sie sich aus seinen Armen losmachte. „Verzeihen Sie ihm, Mr. Lowdale!"
Sie reichte dem Gaste die Hand, während Wellington Fox zu Francis Garvin trat und angelegentlich mit ihm sprach.
„Willkommen in Garvins Palace! 3ch will Sie gleich mit meinem Vater bekanntmachen, der . . . was ist denn, Pa?"
Die eben noch so heiteren Züge Garvins zeigten plötzlich einen tiefen Ernst.
„Schlimme Rachrtchten, Aelenl Unsere Freude wird nur kurz sein."
„Vier Uhr, Pa! Wellington muß schon in Frisko fein.“
„Er muß jede Minute kommen!"
„Mir scheint, Pa, deine Ungeduld nach Wellington ist größer als meine. Die Tatsache, daß sein Rame jetzt in aller Munde ist, daß die Zeitungen auch außer dec Chikago°Preh fast täglich über ihn schreiben, scheint dir gewattig zu imponieren."
„Gewiß, Dearh! Das gestehe ich unumwunden ein. 3ch hätte das, was er hier in den letzten schweren Zeiten geleistet, nicht von ihm erwartet. 3n ihm ist eben noch mehr als das übliche, in jedem 3oumalisten steckende Stück von einem Politiker, Diplomaten und Militär vorhanden. 3ch sehe nicht ein, weshalb er nicht auch später noch eine Rolle in der Politik der Union spielen sollte. Er hat den Kopf zu Größerem!"
„Rur nicht! Pa . . . nur nicht! . . . 3ch will keinen Politiker zum Mann. Die haben alle keine Zeit, an ihre Frau und ihre Familie zu denken."
„Du bist eigennützig, Helen! Was ich sagte, war mein voller Ernst. Es wäre schade und für unser Land zu bedauern, wenn Wellington Fox seine große Begabung nicht voll auswirken lassen könnte."
„Aber Va, ist das so? . . . Du übertreibst wohl ein bißchen?"
„Keineswegs, Helen! Ohne seine Fähigkeit, die Fäden, die sich vom Gelben Reich über die ganze Erde spannten, zu entdecken, hinter die Geheimnisse der feindlichen Organisationen, auch dec Schwarzen, zu kommen, wäre die Gefahr überraschend über uns hereingebrochen. Und ohne seine Tatkraft und Geschicklichkeit bei der Oraant-
Geld
74,61
27,73
70,82 110,47 157,96
5,9?
4,13
18,40 18,85 23,04
4,98
12,47 67,85
2,24 57,61
„Was ist, Wellington?"
Sie eilte zu ihrem Verlobten und drängte sich an ihn.
„Unruhen in der Stadt, Helen! Der PöbÄl aller Farben . . . hauptsächlich der Schwarzen, ist mobil. Irgend jemand hat es verstanden, die schwarze Plebs unter Vorspiegelung politischer Ziele noch einmal zum Kampfe gegen die Weihen aufzuhetzen. 3n Wirklichkeit handelt es sich baritm, daß einige Drahtzieher, ehe sie den hcißen Boden dec Union verlassen, sich noch die Laichen fallen wollen.
Schwere Stunden . . . vielleicht Tage . . , stehen bevor. Ich riet deinem Vater, sich mit dir sofort für alle Fälle auf eure 3acht zu begeben“
„Und du?" fragte Helen besorgt.
„3ch ... ich, Helen . . wenn's wo etwas 3ntereffante8 zu sehen gibt, muh ich doch der Chikago--Preh Meldungen schicken können."
„Ach, Wellington! Wenn du nur deshalb hierbliebst, wäre ich ohne Sorge. Aber leider wirst du das nicht tun,“ ihre Stimme zitterte, sie kämpfte mit unterdrückten Tränen. „Ganz sicher wirst du Immer da fein, wo es am schlimmsten zugeht . . ."
«... und kräftig mithin! Der Tanz wird gleich beginnen. Ich kam nur hierher, um euch zu warnen und dich zu küssen. Unser Wagen wartet, um uns sofort nach der Stadt zurück- Aubrtngen. 3m Hafenviertel wird es inzwischen schon losgegangen sein. Der Hauptstoß richtet sich gegen Rob Hill, das Millionärsviertel..."
„Rob Hill?" Sie drückte erschrocken die Hand aufs Herz. „Oh, die arme Florence! Vor kurzem noch war sie hier. Eine Viertelstunde früher hättet ihr sie hier getroffen." (Forts, folgt.)
Bries
74,99
27,9?
71,18
111,61
168,14
5,04
4,21
18,50
18,95
23,16
5,0’
12,53 68,r
2,26
67,89
getreide wird durch die starfen Angebote aus den Beständen der Reichsgetceidrstelfe welche auf die Frachten keine Rücksicht zu nehmen scheinen, erschwert, da hierdurch andere Offerten nur schwer oder zu unlvhnenden Preisen Geneigtheit finden. Der Preisstand am Produktemnarkt war daher verändert, so daß über Brotgetreide nicht viel bei unverändert lustlosem Geschäft wieder trenig zu sagen ist. Auch in Futterartikeln und Hülsenfrüchten waren die Umsätze unbedeutend. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 171 bis 176 (matter), Roggen, märt 128 bis 134 (matter), Braugerste 170 bis 190 (ruhig), Futter- gerfie 155 bis 170 (ruhig), Hafer, märk 128 bis 136 (ruhig): für je 100 Kilo: Weizenmehl 24,50 bis 26,25 (schwächer), Roggenmehl 20 bis 22,25 (schwächer), Weizenklefe 10,40 (stetig), Roggenkleie 8,90 (stetig): für je 50 Kilo: RapS 310 (stetig), Leinsaat 410 (still), Diktoriaerbsen 26 bis 27, kleine Erbsen 15 bis 16, Futteverbsen 13 bis 14, Peluschken 12 bis 13, Ackerbohnen 15 bis 17, Wicken 12 bis 14, Lupinen, blau 12 bis 14, Seradella, alt 16 bis 17, neu 12 bis 14, Rapskuchen 11,20, Leinkuchen 21, Trockenschnihel 9,80, Kartoffeln, weiße 3,20, rote 3,20 Mark.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 30. April. Es notierten für je 100 Kilo: Wetterauer Wei^n 18,15 bis 18,50, Roggen, inländ. 16 bis 16,25, Braugerste 20 bis 21, Hafer, inländ. 15 bis 15,40, Weizenmehl, südd. Spezial 0 27,50 bis 28,50, Roggen- mehl 23,50 bis 24, Weizen- und Roggenkleie 9,25 bis 10,50 Mark- TendMz: Ruhig.
Bnchertisch.
— Seit ich zuerst sie sah. Don 5tarl Ejellerup. Seinen 5 Mk. Quelle & Meyer in Leipzig. — Ein weicher Schimmer, gewoben aus Erlebnis und Poesie, liegt über dem wohl erfolgreichsten Werfe Gjellerups: „Seit ich zuerst sie sah". Erinnerungen voll stillen Glücks spinnen sich durch- Seiten, lassen den Leser mitfühlen und mcklieocn, öffnen verschwiegene Pforten zu schönen 3ugendzeiten, steigen auf und nieder. Die Ge- schichite von Harald Fängers zarter, bittersüßer Liebe zu Minna Zagemann kann Werthers Leiden getrost zur Seite gestellt werden. 3m Kampf um der Liebe Glück bricht der Gellebten Herz. Es liegt ein zarter Hauch von Wehmut über dem Ganzen. Ohne viel äußerliches Geschehen schrecket die Handlung in besinnlicher Weise hin, in der
Revari. °/o
2 voll
2
10
1 voll
1
2 Voll
5 voll voll
5 voll
2
Datum:
FA Deutsche RclchSanIcch« <*/• Deutsche ReichSanleioe .
I1///» Deutsche Reicheaiilethe 8*/o Deutsche Relchsanleihe . Deutsche Svarvrämlenanlethi <•/« Preußische ökonsol» . . .
<•/• Hessen .
KW::::::::::
Deutsche Werth. Dollar°Anl. dto-Doll.-Schatz-Auwetsung.^ */. Zolltürken. .......
l*/e Eoldmerikana
Bet Handelsgesellschaft. erz. und Privat-Bank.
1. und Naiionalbank . he Bank.........
he BeretnSbank ... rto Tommandit .... bank . .
Mitteldeutsche Credttbank. . Oeste, reichlich« Credttanstalt. Weltbank
Bochumer ®nt ... «...
Buderus
So.ro ....
Deutsch-Luxemburg .....
Gelsenkirchener Bergwerk. .
Varvencr Bergbau......
Kaliwerke klschcrSkeben. ... Kaliwerk Wesieregelo Laurahütte...........
Oberbedarf ....
Phitzitr Bergbau ...... mircinstabl........... mtcbcck llitontan........ teUuü Bergbau........
Hamburg-«,rierika Paket. . . ßiorddeutschrr Llovd ....
Cheramische Werke Albin .. «ementwerk Hridelbrra . . diltpv Holjmatm......
Anglo-Cont.-(Auano Badische Anilin........
Chemische Mayrx Alavtn. . .
Goldschmidt..........
Griesheimer Electron ....
Höchster Farbwerke Holzverkohlung........
RütgerSwerke.........
Scheideanstalt
Mlg. ElektrizitätS-Sesellschast
Bergmann , . 0)/ü In traf trat rfe ........
Schocken
Siemen» & Oattte .....
«dlerwerke Kley« .....
Daimler Moton». ......
Hryligenstaed».....
Megum....... .....
Frankfurter Armaturen ...
Konservenfabrik Braun . . . Metallgesellschaft FrankfoN. Pet. Union .......
Schuhfabrik Her; Sichet .............
Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel .. .
Berlin, HO. April
Iwekaer Moten ......... njöüsche Mote« ........ it'che Noten .......... medische Noten ....... ländische Nolen .....
itsch^)esterreich, i 100 Kronen ertkantsche Note« fische Noten.......
ltenische Noten ....... gische Noten
Unaartschr Noten LschechoUowokische Not« Nonvegilche Noten ....... Numäntich« Noten. . Spanisch«! Noten. ...... .
29. Avril
30 April
Repart.
Amtliche Notierung
llmtlichr Notier r 11
(Mb
Brie'
Keld
"riet
29.
30.
Amst.-Nott.
157,11
157,89
157,36
158,14
1
1
Brss.-Aiitw.
23,14
23^o
23,04
23,16
1
2
Lbristiania
58,10
68,40
57,85
66,15
3
5
Kopenhagen
70,’2
70,88
70,82
71,18
1
1
Ciockholm.
110,47
111,03
110,47
111,03
1
2
Helsingfors.
10,52
10,58
10,52
10,58
3
4
Italien. .
London . .
18,7b
16,85
18,85
18,95
1
2
18,403
16,435
18,105
18,49,
1
1
Neupock . .
4,1 J
4,21
4,19
4,21
1
1
Pari» . .. .
27,23
27,37
27,23
27,37
1
1
Schweiz .
74,61
74,99
74,61
74,95
1
1
Spanten . . Wien in D -
57,95
18,25
57,61
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3
3
Lett-abgeit.
5,98
6,02
5,93
6,0?
voll
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Prag. . ■ .
12,48
12,64
12,43
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15
10
Budapest. . Buen^AireL
5,?8
1,355
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1,76)
voll 1
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Bulgarien .
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1,685
1,675
1,685
15
15
Uiio Dt Jan-
8,475
5,38
0,485 5,42
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Bei irad . LKabon
6,28
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voll voll
13,18
13,24
13,16
13,24
1
Frankfurt a M.
Berlin
Schluh. Nur»
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29. 4.
| 0. 4.
0,0795
0,077
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O.uOO
0,920
0,930
0,040
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-
0,120
—
0,230
0,250
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—-
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—
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—
—
4.2
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0,425
4.2
80,75
80,5
80,75
M,S
4,25
4.5
4,25
4,13
—
47,6
—
—
28
26,50
26
3,63
—
4
3,75
6
6,5
6,2
6,63
7,63
8,5
8
8,87
0,6
—
—
7,9
8,63
—
8,1
13,25
13,5
—
1,75
1,75
1,9
1,75
0,370
0,370
0,4
0,4
0,400
0,4
0,5
0,6
-
—
—
37,5
9
10,25
8,87
10,25
13,60
15
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14,5
29,5
33,25
30,75
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38,75
34,6
37,63
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44,5
47,5
6,75
8
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7,15
8,38
9,13
6,6
9
13
13,4
—•
7,6
7,8
7,5
7,87
10
10,5
9,8
10,38
4,3
4,5
25
—
25,6
25,5
—
31,75
31,5
32,25
1.8
1,9
1,7
n ,75
2,8
2,9
2.7
2,9
2,8
2,8
—
15,5
15
—•
—
—
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0,9
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E
—
1?,5
13
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—
1.4
1,4
1.4
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2,8
2,6
5,6
5,75
W
—
6,3
6,5
6
6,38
2,8
3
—
—
2,75
2.75
—
—


