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Echt Chevreau-Damen­stiefel mit Lackkappe, Rahmen­arbeit, gutes Fabrikat Gr. 36/39

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tihen. vav fte tn Mefem etneef 4®Men Umfange poch einige Monate werden fortgesühr-t werden Ejroren. Auch> dies setzt jedrxh voraus, daß die Gebefreudigkeit der Gießener ®e« ipölkerung nicht gan^ versagt. Wer für bie Winternvthilse noch gibt, der gibt für un­sere alten Leute, die der Fürsorge jetzt mehr beim je bedürfen.

Es wurde tn der Sitzung noch, von dem Er­gebnis der Wvhltättgkeitsveranstaltung auf der viebiashöhe Kenntnis genommen, das rund 1600

Ettetzeuer Wocheumarktpreise

v am 1. Mai 1924 (Händlecprerse).

ES kosteten: DaS Pfund Butter 200 Käse.65 614 70 Wirsing 60, Weißkraut 40, Gelbe Rüben 25 Rote Rüben 30, Spinat 80 bis 90, Zwiebeln RO* Meerrettich 70 bis 150, Schwarzwurzeln 80, 'Rhabarber 50, 2lepfel 25 bis 35, Dörrobst 30 Pscimig. Das Stück Gier 11, Blumenkohl 200,618 250 Salat 60, Lauch 10 bis 20, >Sellerie 100 Pfg. x<is Bund Radieschen 30 Pfennig. ,

. *

Richtigstellung zur Festsetzung ber Mai-Miete. Das Ministerium für Ar­beit und Wirtschaft gibt berichtigen d be- tannt, daß das Wasfergeld nicht bis zu 2 h. H., sondern bis zu 2Vs v. H. in dem Mai-Satz für die Betriebskosten enthalten ist. Gleichzeitig möchten wir richtigstellen, dah es in unterer Ver­öffentlichung vom Dienstag nicht 88 v. H. für grobe Instandsetzungskosten, tote infolge eines Setzfehlers zu lesen war, sondern 8 v. H. heihen muh.

* Dr. Otto Kunkel, der verdienstvolle Mitarbeiter am Oberhessischen Museum ist mit dem heutigen Tage aus dem Verband ber Mu- scumsleitung ausgeschieden, um die Stelle eines Kustos und Leiters der archäologischen Abtei­lung des Dolkermuseums in Stettin zu über- nehmen. 3m Interesse unserer oberhessischen: Heimatforschung und des weiteren Ausbaues un­seres Museums dürfte der Weggang dieses Wissenschaftlers sehr zu bedauern fein.

Die Ausübung des Wahlrechts Luherhalb des Wohnortes. W.T.D. be­richtet: Aus Veröffentlichungen und Anfragen xeht hervor, dah über die Möglichkeit, das Wahl­recht an einem Ort auszuüben, in dessen Stimm­liste der Wahlberechtigte nicht eingetragen ist, Änklarheit besteht. Die Ausübung des Wahl­rechts an einem anderen Orte ist nur bann mög­lich wenn der Wähler einen Stimmschein besitzt, den er bet ber Gemeindebehörde des Ortes beantragt, in dessen Stimmliste er eingetragen lft. Wählern, die sich am Abstimmungstage wäh­rend der Abstimmungszeit außerhalb ihres Stimm- bezirkes aufhalten, kann ein Stimmschein nur er­teilt werden, wenn zwingende Gründe vorliegen, Ob ein zwingender Grund vorliegt, unterliegt der Beurteilung der Gemeindebehörden. Gegen t>ie Versagung des Stimmscheins ist ein Einspruch Mässig, über den im allgemeinen die unteren sDerwaltungsbehörden entscheiden.

** Der G oethebun d hatte für Montag abend die Giehener Bürgerschaft zu einer Wohl- -cättgkeitsveranstaltung ins Kath. Dereinshaus ge- kadm. Die Zeil für derartige Veranstaltungen erscheint nicht gerade günstig. Man hat jetzt genug vom Theater die Spielzeit unseres Stadt­theaters ist ja eben erst geschlossen worden, Wahlversammlungen stehen jetzt im Brennpunkt des Interesses. Wenn trotzdem der geräumige Saal des Dereinshauses gut beseht war, so ist ? >as sicher ein Beweis für das Vertrauen, das tkeh den Mitwirkenden entgegenbrachte, älnd wir dürfen die erfreuliche Feststellung machen, dah dieses Vertrauen keine Enttäuschung erlebte. Der Veranstaltung gab das Gepräge die Aufführung der Komischen Oper von Flotow ,Die Witwe Gvapin". Das Stück, das dem Geschmack des aus­gehenden 19. Jahrhunderts angepatzt ist, fand auch am Montag wieder reichen Beifall, und' so bewies die Aufführung, dah nicht nurmoderne Schlager" das Publikum zu unterhalten verstehen. Gs war sicher ein glücklicher Gedanke der Veran­stalter, den anspruchslosen Einakter aus der Ver­gessenheit hervorzuziehrn. Allerdings, wenn das schon altmodische Stück auch heute noch wirken soll, so gehört dazu vor allem ein spieltüchtiges Ensemble. Unb diese Vorbedingung war Montag abend sicher gegeben. Die Mitwirkenden können ff ja keinen Arstpruch darauf machen, alsAma­teure" zu gelten, und haben nicht das Recht auf Schonung, das der Rezensent im allgemeinen Di­lettanten zugesteht. Sie brauchen dieses Recht aber auch gar nicht in Anspruch zu nehmen, sie bewiesen vielmehr durch ihre Leistungen, dah sie pvn ihrer früher oft gepriesenen Kunst noch nichts verlernt haben. Dor allem Ilse Schmidt- Wisfenborf: Sie gab die Marquise von Peruchöt gesanglich und schauspielerisch gleich gut; die Koloraturen, die sie fang, fielen auf durch Reinheit des Tons und gute Atemtechnik. Ihr

toftrtnger Panner war Kurt Richter ~ tor» Gießenern gleichfalls ein guter Bekannter als Marquis v Dresiieux. Die Rolle stellte zwar keine grotzen Anforderungen an seinen Stimm­umfang, aber was er uns bot, zeugte von guter Durcharbeitung und feinem Verständnis. Der Dritte im Bunde war Ludw. Linkmann, ber den Diener Vincent trotz einiger ilebertrei- burngen recht sympathisch verkörperte. Beson­dere Anerkennung verdient das Zusammenspiel des Ensembles, sowie das Zusammenwirken mit dem Orchester, das unter ber Leitung Kail Knübels stand. Die Begleitung der Gesangspartien war den Leistungen auf der Bühne gut angeglichen; die Ouvertüre, die das Orchester eingangs spielte, fand allseitigen Zerfall Auch Trude Heß hatte ihre Kunst in den Dienst der Wohltätigkeit gestellt: Man muh ihr das Zeugnis ausstellen, dah sie eine geschmackvolle Auswahl getroffen hatte, und die Art ihrer Vorträge verfehlte ihren Eindruck nicht. Dlumenspenden waren der äußere Ausdruck des Dankes, den das Publikum ihr und den übrigen Mitwirkenden spendete

* Der Raturheilverein feiert am Samstag, tote in der heutigen Anzeige mitgeteilt wird, im Kath Vereinshaus sein 13. Stiftungsfest. Auch im letzten Jahre, so schreibt man uns, ar­beitete der Verein unermüdlich an dem groben Werk ber Volksgesundheit. Er hielt im Jahre 1923 vier große öffentliche und zehn kleine Vor­träge außer dem Lehrlürsus und beteiligte sich an vier grotzen Vorträgen anderer Vereine. Fünf Wanderungen und zwei gesellige Veranstaltun­gen trugen zur Hebung des Vereinslebens bei. Die Mitgliederzahl beträgt 264. Erster Vorsitzen­der ist Rechtsanwalt Dr. Spohr. Der Derem hat sich dem hiesigen Männerbade'oeoein onge- schlossen und ist daran, mit diesem gemeinsam das schon bestehende Bad des Männerbadevereins entsprechend auszubauen zu einetn brauchbaren Licht-, Luft-, Sonnen- und Wasserbad.

" Diebstähle. In der letzten Rächt gegen 4 Ähr wurde in der Drandgasse dahier aus einem Schaufenster durch Beschädigung ber Scheibe ein Ballen Stoff von einem bisher unbekannten Täter gestohlen. Der Dieb, der bei feinem zweiten Erschei­nen von Rachbarsleuten beobachtet wurde, ging, als er sich entdeckt sah, ohne weitere Deute ge­macht zu haben, flüchtig. Personen, die Wahrneh­mungen gemacht haben, welche zur Ermittelung des Täters führen können, insbesondere ber Eisenbahn­beamte, an dem ber Dieb bei der Flucht vorüber­lief, werden ersucht, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Ferner wurde in den letzten Tagen in zwei aufeinanderfolgenden Rächten in eine hie­sige Gärtnerei eingebrochen. Die noch unbekann­ten Täter entwendeten hier ©artenmobel, wie einen Tisch und zwei Stühle, sowie eine Anzahl Blu­men und Gemüsepflanzen. Sachdienliche Mittei­lungen erbittet auch in diesem Falle die Kriminal­polizei.

Vornstizcn.

TageSkalender für Donnerstag. Deutsche demokratische Partei: 8^4 Ähr in der Turnhalle (OswaldSgarten) öffentL Wählerver­sammlung. Deutsche Dollspartei: 81/4 Ähr im Gewerbehaus Mitgliederversammlung. Haus und Schule: 8 Ähr im Oohannessaal Familien­abend. Elsaß-Lothringer: 8 Ahr Hotel Köhler Monatsversammlung. Palast-Lichtspiele: Der sprechende Film. Lichtspielhaus Bahnhof strahe .Tao".

Prof. Dr. Muckermann, der Ver­fasser des BuchesKind und Volk", hält in den Tagen vom 5. bis einschl. 9. Mai, 81/» Ähr abends pünktlich, in der Reuen Aula unserer LandeSuniversität eine Reihe von Vorträgen rassenbiologischen und volkShygienischon Inhalts. (Räheres im heutigen Anzeigenteil.)

Die Hermann LSHns-Gedächt- nisfeier morgen, Freitag, 2. Mai, 8 Ähr pünkt­lich in ber Reuen Aula der Universität, fei noch­mals tn Erinnerung gebracht. Veranstaltet wird sie von Hany Rothe vom Deutschen Theater in Berlin und Eva Loders von ber Lehar- gemeinde, Berlin. Räheres im heutigen Inserat.

Landkreis Gießen.

4- Treis a. L., 29. April. Die Dürger- meisterw ahl findet am 18. Mai dahier statt.

iS. Steinbach, 30. April. Heute nach­mittag gegen 3 Uhr brach tn der Scheuer des Wagners Kloos auf noch unaufgeklärte Weife Feuer aus, das die Scheuer in kurzer Zeit in Asche legte. Durch das rasche Eingreifen der Ein­wohner, die infolge des regnerischen Wetters zu Hause waren, wurde ein llebergretfen der Flam­men auf die sehr gefährdeten Nachbargebäude verhindert. Außerdem war die Scheuer erst vor Jahren neu gebaut und hatte zwei starke Brand­mauern, die das Feuer abhielten. Die Wehren von Albach und Annerod waren rasch zur Stelle, brauchten aber weiter nicht in Tätigkeit zu treten. Kloos weilte mit seinem Vater im Walde, um Holz zu holen.

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stöhlen Die fetten Sachen waren erst tags zuvor von einem Metzger, ber sie geräuchert hatte, abgeliefert worden

Hessische Handwerkskammer.

Darmstadt, 30. April. (Eigener Bericht unserer Darmstädter Redaktion.) Die Hess. Handwerkskammer hielt heute unter ihrem stellvertretenden Vorsitzenden, Obermeister Rohl- Darmstadt, ihre 2 9. Vollversammlung im Stadtverorbnetensaal ab. In seiner Begrü­ßungsansprache an die Vertreter der Behörden und die Mitglieder ber Kammer teilte der Leiter der Versammlung u. a. mit, daß während der Inflationszeit im unbesetzten Hessen von 35 000 Handwerksmeistern 5000 ihre Betriebe schließen muhten. Rach B.sserung der Lage konnten 300 000 Goldmark an 600 not­leidende Betriebe zu niedrigem Zinsfuß zur Ver­fügung gestellt werden. Der Redner wies mit eindrucksvollen Worten auf die großen Verdienste

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reinigten Grundstücke der Gemeinde undPsarrei Holzheim wurden vor Ostern verpachtet. Wie groß ber Landhunger ist, zeigte sich in den gebotenen Preisen. Es wurden im Durchschnitt für den kleinen Morgen (2000 Qua­dratmeter) 110 Mk. erzielt. Das ergibt für den Rormalmorgen (2500 Quadratmeter) 140 Mk. an Pacht. Den Pachtzins zu erschwingen wird wohl manchem Pächter nicht leicht werden. In der Osterwoche kam das Massegelände der Feldbereinigung zur Versteigerung, auch da wurden ungemein hohe Summen geboten. Es wurden verkauft 48 Rormalmorgen 60 kleine Morgen an Aeckern und Wiesen. Dafür wurden rund 120000 Goldmark gelöst, tn 6 Zielen zahl­bar, wovon das erste am 15. Mai fällig ist. während die Restsumme von da ab mit 5 bis 10 v. H. zu verzinsen ist. Der kleine Morgen kommt somit im Durchschnitt aus 2000 Mk. zu stehen, so daß der Quadratmeter 1 Mk. kostet. Am letzten Sonntag wurden hier die Kinder kon­firmiert. Es war für unsere Verhältnisse eine stattliche Schar von Konfirmanden, 28 an der Zahl, und zwar 16 Knaben und 12 Mädchen.

Kreis Schotten.

§ Scholten, 28. Apriel. Am Samstag abend veranstaltete die Madrigalvereini- gung Darmstadt unter ihrem Leiter, Privat- dozent Dr. R 0 ack, ein Ki rchenkvnzer t. das auf autzerordentlicher Höhe stand. Zum Vor­trag gelangten Werke älterer und neuerer Zett, darunter einige an Volkslieder anklingende; außer­dem wurden einige Präludien bzw. Orgel-Ehoval- vorspiele geboten, und zwar von ber auch als Sängerin beteiligten Dr. Elisabeth R oack. Das Konzert war in feiner Art ein Hochgenuß^ und man muß derGesellschaft ber Musikfreunde" sehr dankbar fein, bah sie ihn möglich machte. Daß gerade während des Konzerts eines Ge­witters wegen bas elektrische Licht aus setzte und Kerzen btb Kirche erhellten, bedeutete keine Stö­rung, sondern durch bas eigenartig warme Licht eher eine Steigerung der Wirkung.

Kreis Wetzlar.

W ehlar, 29. April. Der Kunstantiquar Karl Ernst Henricizu Berlin hat dem Lvtte- hause zwei wertvolle Stammbücher geschen kt, nämlich das in Leder gebundene und mit zwei Aquarellen gezierte ber Johan- nette Horn ig in Gießen, einer Verwand­ten der Wetzlarer Familie Duff, aus den Jahren 17731791 und das aus losen Blättern bestehende der Henriette Rimrvb zu Quenstedt, einer Richte von Charlotte Kestner geb. Duff, aus den Jahren 1797 bis 1807. Das erstere enthält besonders Wetzlarer, Gießener und Darmstädter Ramen, das zweite z. D. die Kamen von sechs Mitgliedern der Familie Kestner zu Hannover.

Hessen-Nassau.

spd. Frankfurt a. M., 30. April. In der Ä vom Mittwoch wurde der in der Rhein« wohnende Student Alfred Kor rek auf dem Westendplatz von bisher nicht ermittelten Personen überfalle n, wobei ihm der Schä­del gespalten wurde. Der Llnglückliche wurde später von einem Droschkenkutscher aufgefunben, der die sofortige Alarmierung der Rettungswache veranlaßte. Der Student starb kurz nach seiner Einlieferung in das städtische Krankenhaus. Aus Grund des Ausnahmezustandes wurde die für den 1. Mai von den Sozialdemokraten im Tivoligarten unter freiem Himmel in Aus­sicht genommene Maifeier verboten. Am Garküchenplatz kam es In der vergangenen Rächt zwischen mehreren Arbeitern zu einer schweren Messerstecherei, bet ber ber Arbeiter Philipp Müller zwei feiner Gegner durch Messerstiche lebensgefährlich ver­letzte. Aus einer Privatwohnung wurden in der verflossenen Rächt durch sehr ortskundige Personen zwei Zentner Schinken, meh­rere Speckseiten und viele Würste ge-

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heriger Vorsitzender der Hess. Handwerkskammer erworben hat, von deren Leitung er vor einigen Monaten Mrücktrat. Syndikus Schüttler er­stattete den Vorstandsbericht. Die Ge­schäftsführung der Kammer hatte sehr unter der Inflation zu leiden, so daß man sogar daran aedacht hat, sie zu schließen. Die Stabilisierung der Mark und hie Besserung der wirtschaftlichen Lage ermöglichten es. mit einer Kvedithilfe vielen Betrieben bei ihrem Wiederaufbau zu helfen. Der Redner besprach die Bemühungen der Kammer um die Preisbil- bung im Handwerk, 0teuerfragen, Organisations­fragen und das Prüfungswesen (Lehrlings-, Ge­sellen- und Meisterprüfungen). Die Jahres- rechnung für 1922 und 1923 wurde genehmigt, ebenso ber Haushaltsplan für 1924. Hierin sind Mittel vorgesehen für die Zusendung der ZeitschriftHessisches Handwerk und Gewerbe^ an sämtliche Handwerker. Auch ist hierin einbe­griffen bieersteBauralefüreineigenes Gebäude der Handwerkskammer, bas in Darmstadt im Garten des allen Palais (im Zentrum der Stadt) errichtet werden soll. Die Versammlung wählte hierauf anstelle des zurück- gdietenen Ehrenvorsitzenden Geh. Gewerberats Falk, den Obermeister Rohl zum Vor­sitzenden de r Handwerkskammer. In Ergänzung deS Vorstandes wur­den Schmuck-Worms und Schönthal- Mainz zu Vorstandsmitgliedern gewählt. Die Versammlung erteilte sodann die Genehmi­gung, daß die Handwerkskammer dem Hess. Bauwirts chaftsduno beitritt, auch wurde eine Entschließung angenommen, in der die Re­gierung ersucht wird, Zuschüsse wrs Kapitalien, die aus der dritten Steuernotverordnung sich bil­den, der Privatwirtschaft zuzuführen. Ferner wurde genehmigt, daß die Handwerkskammer dem neu gegründeten Hess. Handwerks- und Gewerbeverband beitritt, der aus dem Lan- desgewerbeverein hervorgegangen ist. Der Ge­schäftsbericht der Hess. Handwerker-Zentralgenos­senschaft, den Direktor Paesch ber Versammlung unterbreitete, wurde angenommen. Im Anschluß an die Tagung fand noch eine Feier zu Ehren des Geh. Gewerberats Falk statt.

Vermischtes.

Das Bergwerksunglück in Amerika. Bisher 97 Tote.

Wheeling (Virginia), 1. Mai. (WTB.) Bisher find 9 7 Leichen von den Bergarbeitern, die bei dem Berg Werks Unglück am 28. 4. verschüttet wurden, aufgesunden worden.

Furchtbarer Wirbelsturm.

Aplanda (Georgia), 1. Mai. Ein Wir­de l st u r m suchte gestern am frühen Morgen mehrere süd0stliche Staaten heim. DSHer werden 4 7 Tote und 130 Verletzte gemel­det. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Dollar geschätzt.

Ein Ratteneinfall auf einer Insel wird von berälmschau tn Wissenschaft und Tech­nik", Frankfurt a. M., gemeldet. Dis vor vier Jahren war die Lord-Howe-Insel, 310 Meilen öst­lich von Australien, völlig frei von Ratten. Zu jener Zeit wurden mit ber Ladung eines gestran­deten Schiffes einige Ratten an die Küste gespült. Da sie keinen Feind trafen, ber ihnen entgegentrat, vermehrten sie sich sehr rasch und breiteten sich über die ganze Insel auS. Sie sind drauf und dran, die Landvögel vollständig auszurotten, ein­schließlich der Waldhühner, die aus jene Insel be­schränkt sind. Sie fressen mit Vorliebe Dogeieier, außerdem aber Palmensamen, Hierdurch vernich­ten sie eine andere Eigentümlichkeit ber Insel, bie Palm? Howea. Diese Samen aber sind bas Haupt-, man könnte sagen, bas einzige Ausfuhr­gut ber Insel.

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