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HL 256

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Pet1*t«Teite:

Srewftirl e. BL 11886.

175. Z-hkgang

Mittwoch, 51. ©tiob« 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Vni« nt> Dtrlog: BrfitjPhbt Uiioerfittis.Bed?. uib Stdubrederel B. Lange tu Gießen. Schdftlettnng uni» »eschlstdtelle: SchRlffeaße 7.

Intim« Butittn ftr bi« Iagt«wum m« bi» gnm Nachmittag oatt)tt o!)B«|*b« D«rbtnblid)btii prtu rir 1 mm Höhr |u '2Injtig«n d.27 mm Steile 6tlL ®runbjal)l 55Dlh , duso.70m., f. ReKlam«- 3njttgtn o.70mm Breite 225UL «LiMiULchlalftl platzoorjchrift 20*/,Huf- schlag. - Verantwortlich |ui Poltttbu. g*uiü«ton Dt Jntbt TD dl). Gang« tür btn ubrtgtn Itd. <Ernft8lum|d)tin; für btn Xnjtigtidtd. Han» St*, Idmtli ch in ®i egt n

Das deutsche Reichsheer.

3m .®4>rr>dbi|d)tn "TH e r t u r" niuurrl ®cnmifleutnani Reinhard der HiIitärtxtelMBbabcr tm 'Bkbrfrcti 5 unb leijie ptcubildx ÄncflAirinifter. au der Socberung Bo ocrne nach» 'Bwfcerauf- n<btung emer eigenen Militär» boheIl ©irilimg 3r ©eilt nach, bah au<6 mr alten 'Reid) von Anfang an ün- nwt wieder 'Beirnibangen im ®ange wä­re». t* Wn6mtl«Vett Ine beglichen Aerte< auch» organilaforifQ Weiler zu bilden, und bah "Bi 6 mord selbst bie jtompcornrhlö,ungen als imbefnetugenb empfunbei habe ®r fährt dann u a wei­ter <nrf

.Gelange der gewaltig« Schmied der Reichs- mbetl bis Deicht de des Reiches lenkte unb *oianqe nach fernem -lobe wenigstens dos Hauptstück lein« Werkes. bie auf Preußens Heer gegründete Tfor- machlstellung deS preichlichen Röntg« al« bc ittcher Kaiser tDeiietlnlrftr, blieb die Unfertigteil ber Re,ch«ver|a|sung auf militärischem Gebiet rm wesenllichei. ein Formsehler Tlad) dem bitteren Zusammenbruch vom November 1M18 inb ber anschließenden Umwälzung in Deutschland änderte sich am gründlichst.n bas staatsrechtliche Verhältnis zwischen Preichen unb Reich Als afo den Krümmern wieder eine neue Reiche Verfassung aulgcbaut werden mähte, fehlte in Beziehung auf die IDcbrtKrlanung bas Äernftüd ber frühere i militärischen Reichseinheii der pieuhi14>c König alS Oberbefehl »ha ber, geftüfil aus den ihm i-esanders verpllichleten übenagcnh stärfslen Teil der Wehrmacht. die preußische Armee Die allen bayerischen Aeiervatrechte ebenfo wie bie «nzelnen Rricrvatrcchte ber fletnercn Staat, n formten als solche nur ausgrfaßl werben im De­gen sah zur preußischen Armee Denn nunmebr bie Dehrntachl Preußens dem iteu auf.tu- bauenben Deutschen Reich gegenüber genau bie glcidx Stellung ernzunchrmn hatte wie bic- icmge Bayerns. TBürttemberg#, Sachsens unb aller anderen Sindel,taaten. so war sofort klar, bat) das Reich ohne ein Reichsheer für seine Ver­teidigung ausschließlich vom guten Willen seiner iMieNkiaicK. namentlich Dom guten Willen bc« nicht mehr eine militärische Stnheii mit chm dil- benben Preußen abhängig gewacht wurde Das war mit ber Sicherung der Erislenz deS Reiches feJNl nicht zu tx-rx-iorr SS gab nur einen AuSweg. nun m dieser Zeit tiefster Rot an die alte unterbrochene Snttvickkung wieder anzuknüp­fen unb auf ban Bersassungswege ein einheit­liches ReichSheer zu schaffen.

Dem fehlen p reu bischen KriegSminister fiel bie Aufgabe zu. bie gesetzlichen Grundlagen hierfür aufzubauen Diese Ausgabe war für mich eine am iv schwerere, als bantil eben bie lieber,ührung ber preußischen Armee, an deren Spitze ich stand, ohne selbst Preuße zu sein. In den einheitlichen Reichs- verband gegeben war Rur mit 7er ausdrücklichen Zustimmung unb dem arsgesprochenen 'Bertraucn ber zu jener xjeil aktiven höctitcn preußischen Ge­nerale einschließlich deS F e I d m a r I ch a 11 « v Hindenburg konnte sich brr preußische Kriegs- Minister in dieser Vage für befugt unb durch den nötigen Rückhalt gestärkt an sehen, tie neue Wehr- verfassung burchzuführen Andeimfoll« wollte er die Ausgabe anderen Händen anbertra len Nach­dem aber alle befragten Generale ihre Zustim­mung bedingungslos zum A isdrud gebracht hal­ten. war bie Autorität de« auf dem W.ge z/r ReichSemheit voran Ich reit enden Vertreter« Preu­ßens bei den Derfassungsverhand,ungen groß ge­nug um bie übrigen deutschen Länder uf Den gleichen Weg zu sähren Da und dort aufticunbcn Sonderwünschen gegenüber die namentlich der Vertreter Daher>is grichicki unb lebhr'i vorbrachte, wurde immer toieter eine schnelle Einigung erzielt, wenn Preußen die Erklärung ab­gab mindestens die gleichen Rechte wie Bay- em für sich in Anspruch nehmen zu müssen Ji- solche nachdrückliche Erklärung entsprach auch dem berechtigten unb ausgesprochenen Wunlch der obersten preußischen Generale, bie damit zwei'- llos im Sinne der ganzen preußischen Armee dachten unb ebenso vom preußischen Kriegsmtnlsler ver­treten wurden

Unbeschadet der Reichseinhcillichkeil sollte auch im neuen ReichSheer eine gewisse Berück­sichtigung der La nd «Mannschaften Raum sinben Auch damit wurde bewußt an alle größere gelchichiliche Beispiele angefnupfl Dazu hauen gerade die Erfahrungen des Weltkriegs den mi­litärischen Führern gezeigt, wie wertvoll bie Landsmannschalllichkeil auf dem Gebiete des 2i- fotzwelens ist 2s soll nicht unbescheiden lein, wenn das hohe Lob, das gerade den wurttembeigi! he.» KriegSbivisionen in hervorllechend-er Smmulu- keil geeilt wird, al« Beispiel für den Wert lanbs- mannschastlicher Zusammensetzung der Verbände Orwabetung findet Ader ti? landömannschtitl.ch'n Rechte dürfen auf dem Gebiet ber einheitli­chen Unterordnung unter die R e i -p o - tettung keinerlei Lücke schaffen, und darüber läßt das Wehrgeietz vom 23 März 1921 keinen Zweifel. Ziehen wir die Rutzan Wendung dle'er ge­schichtlichen Betrcrchtung für den augcmbiicNichen ftonflift zwischen Bayern unb dem Reich, so er­hell, daran« klar daß es dem Wesen des heutigen einheitlichen R« ichsh<eres wide 7Iprichl wenn irgendein Führer sich der obersten Befeblsgewall deS LhefS ber Heeresleitung unb ber Verfassung»- mäßig über diesem stehenden Persönlichkeiten nicht unterwirft Die Stmimunaswe.le. unter de­ren Herrsckell: Boyern fern Handeln beurteilt sehen 6x0. schitzen wir aus» höchst c Ja. mir schätzen sie so sehr daß wir niemand daS Recht zublltigen können/ uns in heißem, sittlichem deutlchemHan- dein zu ut,itrcffen Ganz auf dem gleichen S^od- punkt steht für ims bec Heeresleitung, ber wir tinerschül,erliche« Vertrauen e-tgegenbrtng«

Die neue sächsische Regierung.

Ministerpräsident Fellisch bildet ein rein sozialistisches Kabinett.

Dresden, 31 OU <Priv -Tel.s Da nach Art 26 Ahl 1 bei sächsischen Verfassung bie Re­gierung nur in ber Weise gebildet werden kann, vaß der Ministerpräsident vom ßanb- iag gewählt wird, hat auf Anregung des Reichskommissar« der Wehrireisbe ebletaber bie Verordnung vom 29 Oktober dahin abgeänberi. daß der Zusammentritt des Landtag« zweck« Wahl des Minislerpräsidenle-i ermöglicht wurde. Aus Verlangen der Demokraten ifl

btt Landtag da», Dienstag nachmittag kurz nach .2 Uhr zusammen getreten

Präsident Winkler erklärte, daß sich brr Parteien aus eine Basis geeinigt hätten, um die gegen­wärtigen unhaltbaren Zustand: zu befeligen. Eine Einigung hab: in der Richtung ftaltgciunocn, an Stelle der bisherigenRegierung einen neuenMi- nislerpräsidenten zu wähl.n Abg LieberaIch (Äomm ) verlas al« Schriltlührer ein Schreiben Dr Zeigner«, in w.-lchem dieser mitlcill. daß er fein Amt als Ministerpräsident nieberlcgc «Große Heiterkeit rechts i Die Deutlchnationalen sowohl al« die Kommunisten erheben Bedenken, bie Wahl be« neuen Miniflerpräside.ilen schon in der heutigen Sitzung vornehmen zu lallen E« wurde darauf beicht offen, das Hau« wiederum zu vertagen, und zwar bis um 1 1 Uhr Mitternacht mit der Tagesordnung Wahl de« Ministerpräsidenten

3n der Rachtsitzung wurde

bet Abgeordnete Frllisch (60«.) mit 46 Stim­men znm Minislerptäfibentev gewählt.

18 Stimmen entfielen aus den Abgeordnetm Kaller (D Vpl 71 Abgeordnet. waren an­wesend Tie Deutlchnationalen hatten vor Beginn der Sitzung den Saal verlaßen, während lich bie Kommunisten ber .Stimme enthielten Abgeord­neter Fellilch nahm die Wahl zum Miniiler- präfidenten an, worauf bie Sitzung geschlossen und ba« Haus auf DienSlag. den 6 Äov?mb-er, vertagt wurde Rach Blätlermelbungen wirb F-l- Usch ein rein sozialistische« Minder- heilskabrnel I bilden da« durch Duldung ber Demokraten unb der Deutschen Volksboriei regie­rungsfähig ist und nur als tzin Ueberga.rgS- tabtneli gedacht ist Der .Vorwärts" nennt folgende

Mioistutlifle:

Ministerchräsibenl Fellisch. 3rmenrninlfler Liebmann, Finanzminisier Held, Aiveitsminiße-- Graupe, Juslizminister Heu.

Volksbildung 5 (eigner.

WirtlchaftSminisler noch unbekannt

Die Lage in: Lande zeigt überall Merkmale der Entspannung Der von den Sozialdemo- kialen. Kommunisten und Gewerifchaften prokla­mierte dreitägige General st reik tritt in Dresden nach nufen kaum in Erscheinung, da die Post. Eisenbahn unb Straßenbahnen verkehren Da morgen in Sachsen Feiertag ist, wird es al«

zweiselhast angesehen, ob am DvnnerStag. am Drillen Tage, in ben Prii-albeliieben noch ge­streikt wird Zu irgenbwelchen Ruhestörungen es in Dresben nicht gekommen 3n Freital unb Chemnitz wirb geftr.in 3n Bautzen haben auch die Arbeiter ber Elektrizität«- und Wasserwerke die Arbeit niederge legt Trotzdem kann von einer einhelligen Turchsührung de« Gene- lalflreil« in ganz Sachsen nicht gesprochen werden 3n Dresden |i d bi. staatlichen Betriebe ber Streikparvle nicht aesolgl Auch bie Zei­tungen erscheinen Das Wehrkreiskommando hat jede Aufforderung zum Generalstreit verboten

Neue Krisis

der Drohen Koalition?

Berlin. 31 Oh Wie Cer .Vorwärts" mil- Itill, he, ben die sozial demokratischen Reichsmini- ster angesichts i.r Totgänge in Sachsen dem Vor­stand der Reichsiagssr.rllion ihre Absicht mil- geleilt. aus tei Regierung auszuscheid.-n Der Fiaktfonsvorsiand hat in seiner gch.igeii Sitzung die Minister ersucht die Entscheidung der Rcichs- Icogssiaktwn zu überlassen, die heute nachmittag um 1' Uhr ruljmmcniriii 3m FraklionSvor- sland gmg im allgemeines die Stimmung dahin, gießt ohne weiteres au« bet großen Koalition auszuscheiden,

bo sonß ein Abrutschen ber inneren Politik nach recht« unvermeidlich sein würde Die desiniiive Slellungnahme machte man obbänflig von der Regierungsbildung tn Sachsen Keinen Zwcisel lieh man daran daß das Vor­gehen bei Kommunisten unbetont- wörtlich ili zumal Material dafür vorliegt, d b über bi? Reden Aufrufe unb Plakate hinaus Aktionen in Vorbereitung aewese.i sind, die eine Zusammenarbeit mit verfaflungslreuen Par­teien vollkommen unmöglich machen

Auch das Zentrum unb bie Demokra - t c n haben FraklionSsitzangen abgebalten, in benen beiden der Wunsch, zum Ausdruck kam, die große Koalition ausrechl-uerhalien Laut .B T" b_- schloß bie temokratische Fraktion, eine Abord­nung zum Reichskanzlei zu entsenden und >h.i aus- zufordern. die Autorität de« Reiches gegen Bayern durchzuseyen

Siner Mitteilung de« .Vorwärts" zufolge wurde

eine uilrmahb formulierte Forderung bet K P.D.,

bi« Dienstag 6 Uhr abends eine Antwort auf die Frage zu erteilen, ob bie Sozialdemokrernicht Partei bereit ifl, mit ihr sofort eine Einheits­front zu bilden, in Anbetracht des Verhalte.!« der Kommunisten in Hamburg, Sachsen unb an­derwärts t-cn der sozialdemokratischen R ichslogs- fratlion abgelehnt Zu den in dem Schreiben ber K P. D. auigeflcllten Einzelsorderungen wirb bie Reichstags roklion sachlich Stellung nehmen.

Aber die baixrifd.en Schritte können weitreichende Folgen haben und sind daher nicht nur mit Siim- mun^werten zu nullen, sondern auch mit kahlem Verstand zu prüfen Der weitere bayerische Weg nimmt die Richtung auf bie W > ede r h e r ft e l- lung der allen bayerischen Militär- Hoheit Viele Stimmen au« Bay.rn deuten bie« ollen an Landläufig und oberflächlich wird dabei gefragt Warum foH. was früher ging, nicht wie­der gehen? unt dabei ganz vergessen, daß bie früheren Vorausfotzungen vollkommen fehlen Wo wäre in einem loberaliven Reichsheer heute bie unbestritten gefich.-Ne Oberleitung, ,.achdem e.ne versallungsmäßige preußische Ofceileüang n.chi mehr besteht? Oder wie soll sich eine Reichr- b«T<«[eiiung durchsetzen, wenn sie etwa nur au« einem Führer mit Stab und Ministerium besteht, dessen fortlaufende und d >rchgieifende Einwirkung aus die einzelnen Armeen oder Verbände ber L'äntcr eine beschränkte, burch unzählige Rück­sichten gehemmte fern würde? Die sollen endlich die Armc.n und Verbände der einzelnen Länder lick- gebeithd) entwickeln, wenn sie fürs tägliche Lehm jhr.n Lebenskrris noch viel mehr ver­engern als ihn ter Versailler Schmachsrieden für tie gonze Reichswehr scho i verengert !>at? Rick!« kann ein kaycrifche« Streben nach militari- sckrr Lelbfiäntigk.i! im Reichsrohme.i schneller als txrschll erkennen lallen a!« die Dor'ikllung. Preußen verlangte die gleiche ©elbflänbigLlt gegenüber tem Reich ober 2 ochsen, Thurin - gen und schließlich auch Lut. ck. Waldeck olw. wollten ihren Wehrmack Isanleil ihre landsmann- sck-altliche Selbständigkeit, selbßveri.ändiich un'w Betonung unerfchütte' llcher Reichstreae, aus- buen. Ttem, diese Weg. find Abwege Hallen wir seit am einheitlichen Reichsheere, t-er'rauen wir seiner Leitung unb h.tten wir Sol- Laten. untere Kräfte dem Reich leßloS zur Ver­fügung. Di« ist heule wt. ,e de r b e st e D i e n st fürSVaterland Hoffen wir. tte al« Waffen- brübrr so willkrmmene.i Kameraden aus Bayern m kürzst r Zeil wieder auf tiefem gemeinsamen Wege zu finden."

Bayern schiebt die Entscheidung hinaus.

München. 3G. Oft. «WTB) Die di« .Münchener Reuesten Rc»chrich'en" melden, trui ber Minifterrot beute vormittag zusammen unb logt« bis über bie Mittagsstunden btnau« Vor ber endgültigen ^ilscheidung. die kaum vor Ende Der Woche zu ertruxtei feto dürfte.

sollen auch noch die Fühier ber Koalittonsparteien gehoit werden Diese treten heule zu emer Be­sprechung unter sich zulommen Dis Ergebnis der Bei; rechuug wirb der 6iaai«regierung in einer gemeinsamen Beratung unterbtehel merbcn

Rach einer Meldung brr ,F 31g soll

eine vorläufige Antwort der bayerischen Regierung

als Ergebnis der heutigen Beratung des Mini- stei rots unb der Koalition« pari ei en ber bayerisch: Gesandte in Beilin, v Preger, mit nach Berlin genommen haben Die Antwori soll eine Rück- äuferung der ReichSregierung notwendig mochin Zugleich wrist sie auf die QlottDenbig?.'ii hin. über den Ginzelsall hinaus da» veifaflungs- mäßige Verhältnis zwischen dem Reich und den Einzel st anten klarzu- flellen unb es in söderaliltifcher Richtung um- zugestalien

Verbot von Aktionsausschüsien im Wehrkreis V.

Stuttgart, 30. OM. (DTB.) Der lommanbierenbe General bes Wehrkreises \ hat solgenbe Verordnung erlassen:

1. Och verbiele bie Vilbung von Aktion«. aaSschüssen, bie eine gewaltsarneStör« Svng ber Regierung Herde iführrn wollen

2. Silva bestehende derartige Aktion San«, schösse sind hiermit aufgelöst

3. Zuwiderhandlungen werden nach tz 4 bet Verordnnng des ReichSpräsibrnten dorn 26. September ltß3 bestraft. Anwerbern sind die Zuwiderhandelnden in Schutzhaft zu nehm en Diese Verordnung tritt mit der Verkündung in straft.

Wiederaufnahme der Mtlitärkontrolle.

Pari«. 30 Oft. iHovos j Die Bvt - Ichasterkvnserenz hat beschlossen, der deut­schen Regierung eine Tlctc zugehen zu lassen, tn der sie auf die Wiebeiaulnahme der interalliierten Militäikvnlrvtte dräng! Die Konferenz hat fer­ner b<schlvsfe/i. tne Gehälter der Mitglieder der ÄcntTtllfommifTion etner Revision zu imter- ziehen unb hierbei ber Erhöhung ber Le­benshaltungskosten m Deuttchtand Rech­nung zu tragen

Die Reparationsfrage.

London. 31 Oft IReuter ) Obwohl bie zuständigen Kreise sich bewußt sind, bah bie e i n- geichränklen Besprechungen über bie Wie- berheistellungslrage. die jetzt staitsinden sollen, sich nicht Io fruchtbar erwetlen werden, wie die umfangreiche Konferenz, deren Annahme durch Frankreich Großbritannien erhallt hatte. <o herrscht doch immer noch allgemein die Anlichi. baß diese Konferenz von Sachverständigen besser sei als nichts

Man glaubt, daß die Haltung der Vereinigten Staaten ziemlich mit der englischen uherein stimmt in dem Wsnlche. gegenwärtig mit dem vorlieb zu nehmen, was nach den augenblicklichen Umständen die beste Manier ist, an der Lösung der Reparationsfrage zu arbeiten

Die Auffassung der amerikanischen Regierunpokreife gibt bie .Time« in ein« r Meldung au« Washington wieder, in der es heißt IMw da« vorn Quai b Orfay ver­öffentlichte (Sommuniqu6 noch bie von Poincare getzattenen Roben schufen nach Ansicht der amr.i- tanilchen Regierung eine Loge, in der es ben amerikanischen Wirlschaltsautoritäten unmoghd) kin wurde an einer Untersuchung der de>ilfche> Zahliir-gslähigleit teilzunehmen Gs se> die deut­liche Ansicht der ameiikanischen Regierung, daß. weint bie von den Sachverständigen gesammel­ten Informationen bie Unmöglichkeit zeigen sollten, von Deutschland die Summe emzv bringen, die von ihm verlangt werde, weder . rankreich noch irgendeine andrer Regierung sch einer Abänderung der Beträge wider­setzen könne

Vor allem sei wichtig, bah bic Untersuchung unter solchen Bedingungen vor sich gehe und bic Tat­sachen in einer derartigen Weise untcrbreii.'i w»i - den, bah fein Zweisel an brr Richtigkeit bes Berichts des AuSlchuIse« besiehe Wenn ein. Entscheidung über bic Methoden in Europa er­zielt werde, Io braucht keinerlei Schwierigkeit wegen der Teilnahme ber Vereinigten Staaten erwartet zu werben Enlweber Pierpvnl Mor­gan ober ein Mitglied feiner Firma werde allei WahrscheinIichlett nach ersucht werden, an bei Untersuchung ieilzunehmen Der vollkommen in­offizielle Eharakter ferner Anc»aben werde ieb» Derweifuna ber Frage an ben ftmni unmäglid' machsi

Die Behandlung der deutschen Reparationsnote.

Pari«, 30 Oft lWTB I Die Reparation« kornrnilfjon Hal lich Dienstag nachmittag mit bei deutschen Rvle vom 24 Oktober veschäslig unb di« Anhörung der deutschen Sachverltänbig. vertagt Ein osfizielles (Lommuniguü besagt folgend«

3m Hinblick auf die augenblicklich zwifchc ten alliierten Regierungen geführten Verhant (ungen hat bie Rep-iralionskommifsion befchloffeu die Prüfung ber Rote, die ihr am 24. Okto ber von ber Krieasiasteukonnnffsion überwie­

sen wurde, zu Verlagen

Da bic Reparationskommistion auf bic in br Presse erschienenen Erklärungen über bir Au« (cgung berjenigen Bestimmungen des Abschnitt« 8 bes Versailler Vertrage«, ber lich auf bie Voll machten brr Reparationskommistion ober aus die Bedürfnisse ober bie Zusammensetzung bet von ihr ernannten Komitees beziehen, aufrneiflam ge­macht worben ist, stellt sie sesl. baß sie bi« setzt von ben burch ben Friebensvertraa ihr überirx) gentn Vollmachten die in ben erwähnten Presfo- »!flärungen ';.'tcn Punkte de» Abschilliic»8 soimell auSzuleg.n. feinen Gebrauch ge­rn a <61 hat

Dm Beschluf bi« 2 ।tschridüng über bic An- hötung ber deutschen Delegierten zu verlogen ist ein Schlag gegen Frankreich Die franzölllck Rcgirrung wollte offenbar schon heute eine Gn; scheidung heibeilühren unb durch den Bc-fchlub bi? Delegierten Deutschland« noch In dieser Woche durch die Reparationskommisllvn leihst hören zu loflen.

der Tätigkest bes Saeßderstänbigeu-Komiteri; das Wasser abgraben.

Dries Manövei ist jedoch von ber engliIch. > Regieiung durchkreuzt worden Rach dem _. ernpe soll diese in seht entlchiedener Weise ben Wuniä- zum Ausdruck gebracht haben, daß de Rcpnin tionsfommission ihie Entscheidung vertage bi, die zwilch n ten alliierten Regierungen ubci c» Zusammensetzung und bie Kompetenzen bee Sad)- versiänbig.mfomitee« geführtem Verhaidlunu- zum 2LM<t laß gelangt seien. Der englische D l gertc i e- Kommiss ton soll die cu«bruuliux Weisung gehabt haben, tür den Fall, daß die Korn- Mission dem englischen Wunsch nicht Rechnung nagen würde, den Antrag zu stellen In eine fo foitigc Prüsung der Frage einzulreten ob b: Besetzung bet Ruhr mit ben Besttrnmunao des Versailler Venrages vereinbar sei Ao gesicht« dieser ßoge bat sich ote Mehrheit b- Konunisstvnsmiiglieber für die Vertagung eni schieden

Britischer Votschostrrwechsrl in Berlin?

Parts, 31. Oft. lWTB > Wie dem Pellt Journal- von seinem Sonberbericht- erftatter In Berlin gemclbet wird, soll Lord bAbernon seine Demtsslon angeboten ha­ben, von Lord Curzon aber ersucht worben letn. noch einige Wochen feteen Posten bei-