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Dlexstoe, 51. 3*11 1923

Die neuen Steuern und Abgaben.

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auf bei alleicntl4»ebenfte davor gewarnt wer- «sichern Treiben nachzugeben

Die Regierung Luns ist für das deutfch Dolf die Regierung des nationalen TDiber- ft a n b e 6. daher auch der 'Xnflurm der Kommu­nisten gegen sie D e Kommunisten würden sich in« Fäustchen lachen, tne-in das Bürgertum mit- Helsen würde, diese Regierung in dem Rügen- blick zu beseitigen, in dem diese den Äommuii l.-n ta« Konzept ihre» Rntisaszisieniages gru tdlich verdorben hat Dast der letzte 6o.iniag Io gut wie ohne jede Störung im gan'.ei Re d>: verlausen ist, verdankt da« deutsche Bolk dem tatkräftig?n Singteilen der Reichrr gierung. bi: c« il) erteil« verstanden bat. die R.-gierung:-i d.-r Länder. vor adern Preusen«. mit dem gleich-'., D:.ste ju erfüllen. TDir sollten uns der Glättung bet etaai«aut)riläl, bic barin liegt, sreuen und alle Sentatian« wacher von u.i« weisen

Die Entscheidung über da», was werden soll, muh dem Reichstag überlassen bleiben. Wir können zu ihm und den mastzeb ,de, Parteien da« Bertrnuen haben, das) bie S.ttfch idung die ae- ,rossen werden wird, von dem obersten Gesetz der Zufammenfafsung aller Kräfte «in- gegeben fest, wird und alle» ablehni. tra« zur neuen Entzweiung und Zersplitterung fuhrt und den nationalen Widerstand nach aufjen gefährdet

Baldwin vor dem Unterhaus.

London. 31 Juli lWTB > 3m Unter- bau« hagle Ramien MacdonaId ob der Picmicrminister beabsichtige, die Antworten vor der Ausfprach- am Donnerstag dem -"'Xiufe mll- utcilcn Baldwin ctnribcrtc, es ich'in: ihm seht '.wciselhast. obnbettoa« vei off ml licht weiden könne, er furchte, bah e « i ich um eine Fortsetzung d. De r b a n h !u n g e n banbcln werbe Er könne ettvas best.mmte« eist nach Empfang der Antworten tag-n M a c- bonalb fragte weiter, ob bic R iierung bcab- sichtige, dem Haufe Mitteilung abc. ee !^,.>irr..ier be« Mcinung«au«tausches mit Jiankr.ich vor der Au«spiachc am Tvnneistag zu mack-en Bald- Win entgegnete, es muffe ihm etwas Zeit ge- lassen treiben bevor er etwas bciftnimie# dar- Übci sagen könne waS belannfgcgcben werden könne jedenfalls werde et aus Wunfch M Hause« sobald al« möglich eingehende 3nfor- mationen erteilen

London. 30 Zull lWTB' 3m Unter- bau le teilte Premierminister Baldwin auf eine 'Anfrage mit die amerikanisch»- Regierung sci mit der Veröffentlichung ihrer Ttarthhige bctiefknb da« Duichfuchungs.-ch! auheibalh ve, Dieimeifenzonc nicht einverslande.t

Auf eine weitere Anfrage erklärte Baldwin, die britische Regierung habe aus der TDarMng- tonet Konferenz milgeteilt, bah sie lick) das Recht Vorbehalte. - Si nga v ore ei nen 5 ' ol 1 n- stühpunkt zu errichten Da« sc> den anberen auf bet Konferenz vertreten gewesenen Machten bekannt

Erkrankung des Präsidenten Harding.

London. 31 3ult (WTB.I Reuter meldet au« San Francisco Präsident H a r Ö t n g habe ba« für feinen Besuch in Kalifornien ausgestellte Programm abgesagt Man h nmt an. das, dieser Entschlub durch da« Befinden de« Pro- sidenten vera.-.labt sei. da» ermier fei als zu­erst angenommen wurde Der Leibarzt des Präfidenlen hat gestern abend einen KrankheilS- | bericht herau «gegeben in dem es beibt «M hät­ten sich ün Laufe be« Tage« neue Erscheinungen

I gezeigt, Me auf Komplikationen Anbeuten.

fret innervolitifchen Krise entscheiden werden einem längeren Artikel der .Ttatl Korrefp'. bei amtlichen Organ« bet deutschen Bolk«Partei, kfen wir folgende Ausführungen

Seit Me Reich«Hauptstadt vor kurzem mit dnem neuen Montag«blatt beglückt worden ist. rperben dem deutschen Volke zu Beginn der Woche noch einige Sensationen mehr beschert, als al sonst der Fall war So überrascht heute diese« neue Montagsblatt die Oesfentlichkelt mit einem Bericht au« angeblich parlamentarischen Greifen, wonach in den groben Parteien des Reichs tage« Mt Ueberzeugung allgemein sei. bah ber Reichslanzler Luno mit dem ganzen Kabinett ,urücktreten müsse, und es wird hinzugefügt, bah bet Reich«tag bei seinem demnächstigen Zulam- rvniltien bereu® eine neue Regielu 1 ig Xn>tsuide" toerbe Zur Begründung wird lediglich auf die .qrtti t, die von den Berliner sozialistischen Par­teifunktionären und In einem Artikel der .Ger- manta an dem Kabinett Luno geübt worden ist. nerwiesen. und bann wird allerlei über ein Äa- In nett Loebe-Slresemann-Vevering

nbantafiert Dielet Mitteilung, die selbswerständ- !>ch In bet üblichen sensationellen Weife aufge- machl ist. liegen keineswegs irgendwelche positi­ven Tatsachen zugrunde Wohl ist in bet .®er- manta die Passivität des Kabinett« Luno gegen­über den innerpolitischen Probleme ngetadelt wor- d-n Aber es ist bereit« festgestellt worden, bah , sich bei diesem Artikel nicht um elenn Betstoh er Zentrumspartei als solcher gegen die Regie­rung handelt Die .Germania' selbst nimmt in i5rer SonntagSnummer Veranlassung. zu betonen, dah es ihr im Gegensatz zu allen vpektakel- machern nur daraus ankäme, durch offene Kritik die Quellen der Unruhe zum Versiegen zu brin­gen und bet Reich«regterung in der Subrung be« Abwehrkampfc« den Rücken zu stärken D.ele Auslastung zeigt, das, die Schlüsie. die in ge- wissen Kreisen au« dem Artikel des 3en<rume- blatte« gezogen worden sind, zum mindesten sehr

Erörterungen

in der Reichskanzlei.

Berlin. 30 Zui lWTB ) 3n de- Reichs- kanzlei fand heule nachmittag aus Elnlrdunz ces Reichskanzler» eine eiig-hmdc Ausfpiache der Spitzcnviganifationcn der. Ge­werkschaften und der Beamten mit ter ReichStegierung über ii'ch oiedr r 1 / schaf t«politilche Sag; statt, die sich in­folge der Entwicklung der letzten Wochen im Reiche ergeben hat Der Reichskanzler gab zu- nächst ei .en Uederbl ck ü*-e- die Lage und d e von der Xe.d) r-gcrunq d-rchg KÖttei unt> geplante 1 Mn n ihm n 3n blonb-.-rv erörterte er die Möglichkeiten der wertbestän- digen Anleihe, bic Anpas'ung der Reichs clnnahnwi an tne wachende D.Dentwcrtung und bie fchw.er ge ErnährungSlage Die Ber- freier brr Gewerkschaften legten sodann bar. wie he o.c uoiung der dringenden Fragen ch vot' stellen. S.e empfahlen Mah-iahmen. bie teils sofort durch die Mlebcnben Defetze. teil« in naher du- kunf durch neue Gesetze und Verordnungen durch- gefühit werden konnten, mit bym Ziele, ftabl e Tk-'tnihc un Reih ।Hoffen und damii rh

Giu .d'.ag-- für eine Besterung der wirt'chast sichen Bcihält.iif'e zu crbaltm lieber die Anregungen, wie über die Mal'.'ahmen der Regierung, über deren R,ch ung d>c Rea«eiung«kunogcbuna vom letzten Sonntag Aufschlust gegeben I-at cmispann sich eine ins einzelne gehende Erörterung tu deren Beilauf u a der Reich-w,Nlcha|t«minlst^ und bei Reichsernoheung-m ni'ter sowie der Reichs- ,inan»miniftcr ®.I fl nfe:t nahmen, bte, von der Re^chrr.gierung ve,folgt: Pollik zu erörtern.

3n«bebntc e legt - ber R c 1 ch « b a n k p r ä- f iben t bic G-u.it ber b.sher von der Reichs­bank verfügten Politik bar Der R e ich «ka nz- (er sch!oh bic Sitzung mit dem Wunsche^dah die Dewc 'chi'ten auch uxi.crhin in enger jublung- nnhme in bie'en schweren Z-ite.i mit ber RetchS- icg'ciung zu'ammca arbeiten möchten.

iahung bei Kieinbetrieve gcioroen weiden .fer­ner werden eine Reihe von Blakuiahm.-n gefordert welche sich auf bic sofortige Abi- lerung der Steuer beziehen 3n dem Proaramm wird dai.> Weiler Aenderung in der Rcch»ba.isteitung und Ä:cbitgcaährung der 7l«'ch>bank nur auf Dold- bisi« gegen Doldzin« ve,langt Der weiteren Entwcuung der Mark ,)ll Dorgetx-ugt werden du ich eine , rganische Stützung- a k 11 0 ' und bic Ber^ttsie'.lung v»i Devisenfonds «Abgabe pjn Devilcn gegen Dvllaifchatzanweisurigen) in Beibindung mit einem Deklarationszioang unter eibesstattlicher Berficherung über ben Besitz an Devisen und AaSlandsgutern.

Ein Aufruf des Präsidenten des deuijchen Landwirtschaftsrates.

-Berlin. 30. Juli (WTB.l Der Präsi­dent des Deutschen Landwirtschaftsrates Dr Brandes erläht folgenden Aufruf.

Der Reichskanzler weist darauf hin. daf; infolge der Berfpä'.ung der Karwffelcrnte bte Städte von Kartoffeln entblötzi feien, auch mft die Grnährunqsfchwterigkeilen der grv- fzen Berbrauchermafsen wachsen. Der Reichs­kanzler richtet an die deutsche Landwirtschaft den dringenden Aufruf, alle Kräfte anzuspan- nen, um die Srlräge. insbesondere Jrühkar- tofseln, möglichst umgehend dem Verbrauch zuzuführen und die Lage in den Städten zu er- - leichtern. Die Unterstützung durch das ReichS- verkehrSminiflertum sei gesichert 3ch un­terstütze diese ernste Mahnung deS Reichskanzlers auf« dringendste Die ver- spätete Ernte und die Markenlwertuna ver­schlimmern die Lage. ES kommt fetzt darauf an, trotz dieser Schwierigkeiten den An- schluh an die neue Ernte zu erreichen, die. wenn sie gut geborgen werden kann, gut zu werden ver pricht. 3d) fordere des­halb Die deutschen Landwirte auf, ber Mahnung de« Reichskanzlers zu folgen, in besondere, soweit eS der Reifegrad der Kartoffeln irgend gestattet, die Städte möglichst ausgiebig mit Frühkartoffeln zu verfehen.

voreilig waren.

-Das bte Kritik selbst anlangt, h> wirb sie selbstverständlich von dem ZentrumSb'.atlc ausrecht- crbalten. Etwas Besonderes aber kann darin in feiner Weise gesehen werden, denn auch in ber Preste der Deutschen Bvlk«partei ist w le.zter Zeit I wiederholt auf einen Mangel an Aktivität bet Der .1eich«re>giervng hingewiesen worden 3n gewi fca Kreisen ber SoziaLemokratie ist jroeifello» w 1-bäderer Weife gegen ba« Äabinetl Luno Otcl- lu ig genommen worden aber irgendeine matzgev- >. <>- ?nstr^tz dieser Partei Hai noch nicht gc- 'prochen. Soweit man aber au« einem Artikel tc» Abgeordneten Mülle-Franken im schliehen kann, sind fi.h die sozialistischen Führer ber Berantwvrtung. welche die gegenwärtige Lage allen auferlegt, voll beruht und lehnen auch alle ei peri mente, welche die Unruheft Immuag nur ver- gröhern. von vornherein ab Wenn Herr ^U**5T' ä Franken tn diesem Artikel gliichzet Ig schreibt bah i auch die Sozialdemokratische Partei sich der Poh- 1 nen Mitarbeit tn ber Regierung nicht entziehen leime wenn ohne sie eine Reich«reg,erung nicht nu bilden ist. so scheint un« damit keineswegs ge­tagt zu lein, dah d e Sozialdemokratie etwa auf c nen Wechsel in der Regierung hinarbellet So wett wir also sehen, liegt keine Tatsache vor. bte dazu berechtigt, von einem bevorstchenben Rücktritt ber Regierung L.inv zu sprechen und noch weniger liegt Beranlastung vor. sich mit ben Äobinationen zu befchäftig n ^>ic von den Sensationsblallrrn bezüglich der Zusammen- i.-tzuna eines neuen Äab nett« verbreitet weiden

Der Kritik, bte gegen die Reichsregierung er­hoben worden ist. ist diele inzwischen dadurch be­gegnet. bab 'ie eine Reihe von -M a h n a h m e n linanzieller unb steuerlicher R a u r in Angriff genommen unb beren unDerjugliaje Durchführung a ich in einer amtlichen Äunbgcla.tg ve,kündet tat Ot biese Mahnahmen genügen, um eine □öenbung in uns rer Finanz» und Steurpv-itt- detbeizuflihren. wirb der Reich»!ag zu P'cn ben Es scheint uns auch notwendig zu fein, van biese P'üfurg giünbl ch edolg1. damit n ich > w ie­der ein liehe» di icko erk gektftet mUb, bas uns möglichetweilc nach einigen Wochen wie­der an bic gleich? Ste le brin gl an ber ' letzt tchen An bet öfVung bieler Aufgaben mttzuar­beiten. cvfdy'int un« auch für die Prestc wich izer als sich in Bermutungen birüter zu ergehen, wel­ches Kabinett unb welche Pe-sonlichlctlen etwa tn k>cr Lage wären, bie Sacke 131er zu machen ais das gegenwärtige Kadtnctt D.rnn d unterliegt Iclncm 3trtif:l bah die Verantwortung für bk gegenwartige Lage bie Regierung nicht a'.leio trifft, sondern ebenso sehr die 'Parkten Ein bl h- Personenti.ch'el lringt uns Icine.i veenn nick gleichzeitig auch bie 'Jlarte en da« sach­liche Programm finden, bah ti gcgnträrti- gen 'TOifjI -.-rbe von Grund au, b-feittg! Wcivt ber Reick. iag bei (einem Wicdcrzusammentreten ein neue» Kabinett Dodinben wurde, so wäre Da­mit noch gar ntchlo gewonnen G« ^,°^^^ unb allein daraus ankontmen. wa« der Retchstagfeivft aus dem vorgelegten Programm ^r gegenwärti­gen Regierung zu machen tn der vage 11t.

Wa« von denen, die sich fetzt so eifrig mit einem Kabinettswechscl beschäftigen dem deutschen Volke beschert werden soll, verrät Herr v Der- lach in seinem MontagSdlatt. tnbem er als ersten Progmmmpunki des neuen Kabinett« far­beit Derhandiungen mit ,8* an frei»über alte strittigen Fragen einldütehli» be« Widerstände« Da» wurde bedeuten Preis­gabe des Hauptaktivum«. über daS wir in der gegenwärtigen Lage überhaupt trugen. ®tbt man bezüglich der Lage im 3nnem eine D-wtst«

^"e r Tlt ichsregierung wurden In der Sit­zung nicht al« ausreichend erachtet und zur Berhinderung weiterer 3nflati n wurden da­her drastische Matz», hmen geiorde t Ls wurde besch'.vffen. ber RcichSreglerung am Diens­tag folgendes Programm zu unierb, esten Berdreifachte Srhöhung der doppel­ten Borau«zahlung der Körper­schaft« st euer und ber Einkommen- (teuer und verdreifachte »rbjbunq der nm 31 Juli fälligen Vorauszahlungen auch für Um- fatzst euer Während der Dau.n der Ruhr- aktion foll von allen Unternehmungen de» Han- bei« und de» Bankgewerbe« eine Steuer in Höhe der von bie'en Unternehmungen monatlich ab- zuführenken Lohnsieuersurnme erhoben werden. Schlicblich soll die Abgabeeinc« Doppel- zentne« Roggen pro Hektar land- unk forstwinfck-aftlich benutzten Boden« unter Frei-

hohen werden

Zu dieser Belastung des Besitze« tritt ein Entwurf über bie Abänderu-.g einiger Ver­brauch « st . u e r g e f e 0 e. Die Biersteuer fast wie c« bei eit« durch ba« Bicrsleuergefetz van 1918 vorgesehen war. auf etwa 20 vom Hundert ber Braueicipr.i'e ober 8 bi« 12 vom Hunden der Klemve-kauf«prei'e gebracht weilen, nachdem d.e vom Reichstag im Zull befchlofsene Erhöhung der Ticdlcutr al« au«reich-nd nicht angel eben werken kann Da» OJllreialuxilfedteucTgcIrh fall aulgcboben weiden, .tachdem der Reichstag die S, Höhung der Steuer abgel.-hnt hat. Di^ dier- ähn.ichen Getränte, die b «her ber Mineralwaifer- stcuer un erlagen, werden in bie B /dteuer ein. gegliedert Der Cntaturf will ferner bei her Biet- Zucker-. Salz- Zimtwaren- L uchtmittel-, Spielwaren- lind Kohlensteuer durch Verkür­zung der Fälliakeit«sristen einen mög­lichst raschen Eingang d eser Sleu.-rn tewirkon. De» weite.en fall ber ZahlungSaii.fch ii> b i dem B anntweinauf'ch ag un'- b?t de Lts chäureitcuer b.flm-cil werden Endlich handelt c5 sich um .'in Steueizin«gesetz. durch da» der Rcrchs- finan-min stet tk S mäch lgung erhalten fall, für Verzug».inen unb Zinsen, de b i S -u-iNundun- flcn gciäbrt werde, einen wesentlich höheren Zin» al« vrshei festzuscyen.

Die Entwürfe find bereit« dem ReichSrat zu» gegangen.

Einführung d.r (^oldmarkrrchnunq?

Berlin 30. Juli tPriv -Tel 1 Rach Mrt- teilu.rg der3<it" l>at ba» Reichskabinett »um Zw ecke ( 0 f 0 r : i g e 2 .. ffb r i n g u n g r-° n Gelbmitteln folgende Mahnahmen ge­nehmigt I Die nack den l iSbeingen Bestimmungen am 15. Rovember und 15 Februar fälligen Bor- auszahlung.n auf die Einkommensteuer, deren Höh da» Finan-Ministerium festfehen wird, wer­den au» einen früheren Termin gelegt Ferner tr.rb da» Doppelte dieser VorauSzahlu.-tgSbeträge al« R-ihiak gabc erhoben werken 2 Eine einmalige Kiaf.fahrzeugsteuer in der Höhe be< fünfzigfachen Br trage« bei bisherigen Straf tfahrfteuer 3 Sine allgemeine Gtportabgabe in bet Höhe Den 2 Prozent Der Gesetzentwurf wird In den nächsten Tagen dem Reichsrat Dorgclrgt. Io bah er dem Reichstag sofort nach dessen Zusammentritt zugehen kann Auf währungspolitischem Gebiet wird dem Bial! zufolge zunächst votaus- sichtlich innerhalb einiger Tage der Einheitskurs für Devisen aufgehoben und ber Zreiverkehr zugelassen werden Rachdem bie Reichs bank den Widerstand gegen die Goldmarkrechnung aufgabe, tratiid ig* bie Reicheecherung, alles zu tun, um die allgemeine Einführung der Gold- marlrcchnung zu vollziehen Sie düdte in dielet Hinsicht unterstützt werden u. a auch da­durch fah die Sparkassen durch die .Zeichnung auf die Golkanlethe in ber Lage lein werden, ben brei­ten BolkSlchichten ®olbtonten in jeder beliebigen Höhe zu eröffnen

Heute vormittag traten im Reichstag die Ver­treter sämtlicher Spihenorganisationen ber Ge- werklchaften zusammen und einigten sich nach län­gerer Aussprache auf ein kurze« Programm, ba« Nch mit ber Steuerpolitik, mit ber Währungspolitik und der angemeinen Wirtschaftspolitik beschäftigt

Das sozialdemokratische Programm.

Berlin. 30. 3ulL Der Bitflaitb der So­zia l b e m , kr a t i f che n Partei u«b b« Vorstand der soziaibemokratifchen Reich«- I tag«f ranton hatten gestern eine geme-.n'ame Schurz Es wurde deschkossen. be Retchstags- 1 fmition zu Dvanerstag. ben 2- August zusammea-

nun

ffd*«"1 '«'**.** Seern, inb Zefetto,, mtt VerSwitwpbeUor: gkhenedJawriflenbiatitt ÄÄffi NsSoeeiotzn^erchdieDoft 2ogoovt«rtz,e»chd Richt- scheine» einzelner R»m- men. hdolge höherer

-enfchMfe ssrtzieSchn^ lerteno 112; ftr «erla, b ee|**W«<i« 61. ln|*rth ftr vrshtnach- rei*i-

Berlin, 30 Zull' (WTB.) Da« Reich«- ; kabtnett hat eine Reihe von G e Ie y e n t - würfen angenommen, bie dazu bestimmt sind, dem Reiche d< sen Ausgaben durch die fottschrei- tenbe QXLbe trer ung immer tc rol lite an- , wachsen, tn fünfter Frist neue erhebliche nahmen ju vedchalfen An erster ctelk steht da« R hei <- und R u h r 0 p f e r, das in zwei Teile zerfällt Der cdte T '.i fleht für bic l e 1 - stungsf ählge,. »tnlcmmcnräg-r rai hc.ht für diejenigen Sinkommensteueivlllhtrgen. bic den erhöhten Borauszahl mgen unedicgcn, tote Handel. Industrie. Landwirtschaft und Ge­weihe. euit Abgabe vor. bie aufgevaut ist auf ben erhöhten Vorauszahlungen zur itnrommen- (tcuer für ba« dritte und vierte Kalcndcrviertel- fahr 1923 und für ba« edte Kalendervierteljahr 1924 Die Abgabe soll in drei Raten bezahlt und mit b n g tarnten Bo auf jutlun ea 1 e bunten werden Die erste Rate soll allo n 0 ch 1 m Auaust fällig fein Zwecks beschleunigter Einzahlung sollen bie VorauszahlungStermine für bao vierte Kalendervicrteljahr 1923 vorn 15 Rorernber 1923 an auf ben 5 Oktober 1923 und für ta« edle Kalendervierteljahr 1921 vorn 15 F-dru rr 1924 auf den 5 Januar 1924 not gelegt werden Z-'de ber drei Raten soll da» doppelte der eigmtl-chen Vorauszahlungen betragen Die edte Rue da' im August fällig wird, wird allo da« Fünf rglnche der nach dem Einkommen von 1922 leied)n-tcn Vorauszahlung au4machen Die weiteren bei'en Raten im Oktober 1923 unb im Hanua- 1924 treib-n c.hcblich höher fein, weil infolge der »nzwiltm foltgelchiitienen (MbcnnDcrtu.ig mit einet itur- fen Di Höhung ber Multiplikatoren für bic Vai- au«zahlungen zu rechnen ist Die D r we r b « - gesell ^Haften sollen ein Vielfache« thi-.r KöiperlchaitSstcuer für das i> inangene Gcschal,«- jaht entrichten Die Zahlungst.-,mine follen br gleichen fein wie bei ben physischen Personen V-i Gesellschaften, deren Geschattsjahr mit dem Ka- lenterjahr übereinftinnnt. soll die edle Rate, d.e im Auguü :,u zahlen ist. die Halste der Körper- schastSstcuce iür da« tycItiftSjabr 1922, mulli- plbiett mit 35. betragen Darüber hina 1« follen einlommenftaKHräger. bic den nick' ihoh.cn Vo.- au«Aablungcn unteiliegen, aber 1922 ein_ ®inhm- men ton mehr als einer Million Mark tejogen haben mithin auch al« Iriitungssahtg angel dm wirb.-'n können, im Äugust bas 25ta* >m -hö­bet und Znnuar bas 50sachc ihrer Varzablung-i auf die Einkomitiensttu.'. für bas tew.'ils ml'/ gebend. Kniendervierieljahr zahlen

Weiter sollen nach dem Entwr. ' zum Rhein- und Ruhropfer auch die Personenkieil« belliagen. bte sich den bcfonbeien Aufwand eines Kraft­wagen«. fei es für ihre persönlichen 3u>xf< fei es für bie Förderung ihres gewerblichen Betriebe« gestatten können Da« Opfer betragt ba« 50fache ber Kraf tfahrzeu glt e ue r nach dem Stande vom 1 September 1923 Bei Kraftfahrzeugen, bie der Lastbeförderung dienen . und daher im wefenllchen in gewerbliche Zwecke elngeüitmcl lind, soll da« Opfer In Höhe vom Fünffachen der Steuer gefordert werden Da« Rhein- unb Ruhropfer soll von den Steuer­pflichtigen bie in ben besetzten Gebieten wohnen, oder ihren Ort unb ihre Leitung dort haben sowie von den Steuerpflichtigen, bte au« antaft der Besetzung ihr« Wohnsitz obtj ben Ort ber

tätigkeilt ei Regierung xu fo muh bezüglich ber Außenpolitik teftgefldll weiden, baf) c« bem Kabinett G-uno gelungen ist. den Zustand zu beseitigen bah Tvuttchanb bei den Verhand­lungen über ba« Reparationsproblem Immer nur Objekt gewesen ist Da« Kabinett Luno hat es -il« erste Regierung erreicht, bah hierin ein Wan­del cingctretcn ist Die jetzigen Derhandlung-'n gehen bo-jm. ob Deutschland etwa»ut oder läb« Da« ist ein Fortschritt, ber auf ber Aktiv­seite ber Regierung tturto steht Es ist bet allem Unglück, in bem wir un« infolge der verfehlten Politik ber früheren Kabinette befinden, doch cm Lichtblick, der sich un« zeigt, ein aktiver Anfang auf dem steilen Weg. den wir gehen müssen, wenn wir un« die Freiheit wieder erkämpfen wollen Wenn ba« ber Hintergrund des Eifer« ist, mit bem gewisse Kreife jej einem Kabinett«- u-echlesi da« Wort reden, baf) wir bleie einziga Poiiiion bic wir in bem ungicich.m Spid ber Kräfte überhaupt haben, preisgeben bann muh

Litze, Blatt V3. Jdfrsaxg

GiehenerAnzelger

General-Anzeiger für Gbnhefsen

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