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Befnnutmnchling.

Infolge Erhöhung des Stallpreises für Dollmilch von Mf. 200.- auf Mk. 250. - und der Mllchverarbeitungs- gebühren von Mk. 35. - auf Mt. 45, sowie der gestiegenen sonstigen Unkosten tritt auf ®runb der Verordnung über den Derkehr mit Milch vom 10. April 1921 gemäfj Beschluß der städtischen Lebens- mitteldeputation vom 30. Januar 1923 mit Wirkung vom 1. Februar 1923 cir.

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Da» Hessische Kreisamt Diesten hat auf Einspruch des Diehener Hausbesitzer- Vereins die Hundertsätze zum mlctengeM) wie folgt festgesetzt:

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Der Vermieter ist verpflichtet, Auf­zeichnungen über die Einzahlungen und Auszahlungen zu führen und sie den

1. Steigerung der Zinsen. .

2. Betrieb, kosten.....

3. Kosten f. laufende Znstand- setzungSarbeiten . . . .

4. Schäftung von Mitteln für grvste Fnstandsetzungsard.

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S 1.

Die Führung der tzauskonten erfolgt önrch die Stadtkasie.

S 2.

I. Für jedes Haus wirb ein HauSkonto geführt, soweit nicht Befreiung auf Drund des Beschlusies der Stadt- verordneten-BersammIung vom 1. De- Mnbtt 1922 eintritt

TL Die Dinzahlung der Zuschläge für arvsteInstandselzungsarbeiten hal durch den Vermieter, der die Beträge von den einzelnen Mietern einzuziehen hat. bei der Stadtkasie in den ersten lOTagen der Monate Zanuar, April. Juli und Oktober zu erfolgen; dies gilt auch bei monatlicher Mietzuhlung.

8 3.

Anträge auf Auszahlungen aus dem Hauskonto für grvste Znstandsetzungs- arbeiten sind von dem Vermieter bei d>m städtischen Wohnungsamt zu stellen. Die gesehlichen Voraussetzungen für die Aus­zahlung (schriftliche Zustimmung der Mieter beim Mietervertretung oder Ent­scheidung der ^nstandsehungsstellel sind hierbei nachzuweisen. Die Auszahlung aus dem Hauskonto durch die Stadtkasie erfolgt auf Entscheidung des Wohnungs. amte«.

Ortssntznng

über die Ginridjhinfl von Hau-koaten.

Vom 27. Januar 1923.

Auf Grund der Vorschriften des Reichs- «ietengesetzes vorn 24 März 1922 und der Hessischen Ausführungsverordnung vom 13. Juni 1922 wird auf Beschlust der Stadwertrelung mit Genehmigung des Ministeriums des Innern und des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft Au Ar.M.A.W. 1020 vom 15. Januar 1923 für den Bezirk der Stadt Giesten folgende- bestimmt :

sie nicht; sie hatte drinnen eine Maus gefangen, die trug sie im Maul. Maria sah. tote die scharfen Zähne des Tiere- das Mäu-chen jetzt Zerfleisch» ten das hatte sie hundertmal gesehen, aber heute durchschauerte es sie. So grausam, fo grausam ob ihr Vater auch grausam war? Ttetn. das nicht; grausam niemals' Unb sie stellte lich vor, dah er nur den Bedrückten half warum kamen denn die Männer des Dorfes immer zu ihm? ®r nahm mir den Leichen, um den Armen zu geben O nein, der Vater, den sie liebte, der toar nicht grausam, es war unrecht von ihr, mir das ge­ringste Schte cht- von ihm zu denken! Ties atmete sie auf unb schüttelte sich al- schüttle sie so alle bösen Gedanken ab.

Sie setzte sich tote vorbem beim Aosenbusch «lieber unb schloh bk Augen Die Sonne kühte ihren braunen Backen, ber TDlnb streichelte ihre nackten Arme, nun kamen ihr sanftere ©ebanfen. Gedanken sanft unb zärtlich gleich Seide, Ge­danken tote ein junges Mädchen sie wohl hat, da- nicht tote Maria Aikvlal durch den Schmutz gegangen ist. da- nicht In einer Zeit lebt, die in Trümmer gegangen ist, bat. allem fern, auf einem hohen Berg sitzt in reiner Luft und in der Himmelsbläue lich sein Leben austräumt.

Maria dachte an den Müllerssohn. Was war

gefühlt. Diele- ver t rauensvoll Sich-auf-teine- Hand-Lchnen hatte ihn stolz gemacht er fühlte sich ganz als Mann unb gerührt Augleicch Darum toar dieses Mädchen unglücklich' <S- hatte ihm den Kummer nichi verraren, aber dast der nicht klein toar. kein gewöhnlicher Kummer.

sah an jenem Abend bei der B uz liefe, so gut gefallen dah sie ihn an die Hand genommen unb mit sich gezogen hatte, nur an ihn und an feine Bettung denkend Zent, hier oben in ber Einsam­keit. weg au- dem Hau- in der Sulenpütz. be­griff sie da- kaum mehr, dast er ihr einst halte gefallen mögen, ör toar ja ein Dieb; der Martin aber toar ein braver Mensch Sie wuhte nicht viel von ihm, aber dast er brav toar, das sah sie an seinen Augen, unb das hatte sie auch da­mals gefühlt, al- er sie führte auf jenem furcht­baren Ttefl Zesus Maria, wenn sie noch daran dachte! Ste toar ihm so dankbar, so dankbar; da hatte sie in ihrer grosten Ttol gefühlt; sie sind nicht alle bös die Menschen, es gibt auch gute

Gs verging kein Abrnb. an dem das Mädchen nicht seine Hände faltete und für den Sohn in der Mühle betete: .Bewahr ihn in Gnaden, hellige Maria Mutter Dottes. dah ihm kein Schaden mt geschieht, in Ewigkeit Amen." Die einsam Träu­mende blickte auf etwas tote leiser Flügel­schlag hatte ihren SchTikel oeftr-i t 7h i ' der. an den sie ebe t g da ht hatte Hab er hielt Atofl flatternde schneeuxiste Tauben mu iu»ea Schnäbeln.

Der Martin vom Hestmüller hatte bis jetzt nicht nach Mädchen gefeben. Seit er Maria Aikolat damals im TLalde getroffen unb beim- geleitet hatte, toar ein Gefühl in ihn eingezogen, das ihm wvhltat und wch zugleich (3r toar in den fahren, um auf Mädchen auszugehen, aber er hatte immer den Kopf verneinend geschüttelt, wenn seine älteren Brüder ihn auf diese ober jene hinwiesen 7lun aber hatte es ihn gepackt. Eine seltsame Därme toar von ber kalten, zittern­den Mädchen Hand, die er stützend gehalten, in

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ihm angetan vH. tote bitter, fte <Tteben n sehen aber tote *üst sie trocknen iu Ldnne«! eic dünsten ihm geheimnisvoll, sie hielten tha mit übcrmenichlicher DeWalt fester, als je eia Lächeln ihn hätte halten Birnen. Den gleiche« Schleier des Deheimn.stes. den der abergläubische Bauer dem Vater anhängte, den hing der Ver­siebte auch um die Tochter

Dast er das Mädchen hinuntcrztehen Bnnte ins Haus, damit sie den Ottern gefallen möchte, das toar Marlin noch nicht gelungen. Os grämte ihn sehr Ann strich er oft in der Degeno von Ärinfbof herum Durch den Buchenwald, durch den nur wenige Pfade sühnen, eigerttlich n_ir binnen, die die Mildbäche genIkn. stieg er btnauf. 3mnKt war - dämmerig hcer selbst wenn die Sonne noch so hell glän-te. Die Bäume waren nicht alle hoch und a^ch nicht alle dick hier sie standen auf latter Felfengeklipp und hatten nicht Orde genug, im urträftig Du.zeln zu fallen aber ste hatten sich ineinander verästelt und verworren, so dast sie ein buntelndes Dach bll- beten, unter das niemand hi teinsah. Hier I itl.cn die Sauen gern im nie tnxfnrtben MooS des Rinnsals, unb btc Rebe kamen trinken in Ru^ein. Dir aus lauschiger Laube tauchte man auf zur

Dfer Mur. Da aber ging ber Mind unb barste bi der masthohen Tanne bei ber Hütt« des Schmieds So ost ber junge Mann hier auch not bet gegangen toar. er hatte bie nicht gefeben. bie ihn zu sehen verlangte, er hatte nicht einmal ihre Stimme gehört Die Tür ftanb nicht offen.

der Marrin doch für etn Tteber Bursch' Sv hübsch I die seine geflossen, und als er dte langst war er freilich nicht wie der Johannes Buckler. | mehr htell. hatte er diese Hand doch noch I

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tote ihn leicht einmal die Dirnen haben um ein Band, einen versäumten Tanz, ein versehltes Treffen mit dem Schatz das sab er. Dieses Mädchen toar anders Manin sah die Maria ml' besonderen Augen. Die wacker ste zig> schritten toar trotz aller SrfchSpfung. wie tapfer sie die Tränen unterdrück! hatte Danz gegen ihren Dillen waren ab unb zi nur schwer ein paar Trvp'en über dte blas en Dangen geflossen. Da- Mitleid hielt ihn noch Tage und Tage im Bann. Unb aus dem Mitleid wuchs Liebe. Do er ging, was er tat. immer sah er der Maria Gesicht. Dar das schön? 3n den Büchern toar ba£ Mädchen, da- geliebt tourbe. immer lehr schön ihm war das Gesicht Marias sehr schön.

.Bei Gott." sagte bie Mutter, .unser Martin hat sich eweil ganz getoih überleben. $r träumt ja mit wachen Augen. St taugt doch ntt, wann btc Jungens efu lang in bie Schul geben. Sie meinte, in bai Studium zu dem Herrn Pastor. Aber recht hatte sie ihr Jüngster toar fo ver­träumt, dast er stundenlang oben beim Tauben­schlag sah unb auS den Felswänden ber Mühl- schluch'. sehnsüch ig hinaufstarrte au jener fernen Höhe auf der Krinkhof lag. Um di.fe Höhe wob sich all z ii ein blauer Duft. Und in dem blauen Duft stand die Maria, und auS ihren dunsten Augen tropften Dränen, von benen er nicht wühle, warum sie geweint. Diese Tränen, schwere kri­stallene Tropfen, tote sie gemalt sind auf dem bolbf.Iigcn Madonnenantli.) des Altars, hatten'-

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Zusammen 2850 , Diele Sätze treten am 1. Februar 1923 in Kraft

Die in § 3 Abs. 2 der Anordnungen dom 1». Klovernber 1922 aufgcfubrten Leistungen, insbesondere Wafsergeld unb Schornsteinsegergebübren.sind in obigen Sätzen nicht enthalten Das Dasiergeld wird nach der Kopfzahl und der Zahl der Dohnräume. die Vchomsieinfeger- aebübrtn werden entsprechend der Höhe Der örunbmieten der einzelnenDohnungen auf die Hausparteien umgelegt

Ferner sind In obigen Sätzen nicht enthalten die für bas Jahr 1921 nachträg­lich 8u zahlenden Brandverstcherungs- beiträge in Hdhe des zweifachen Bettags des für das Zadr 1921 berechneten Brand- Versicherungsbeitrags nebst Retchsstempel- abgabe. Dieser Aachttagsbettag ist ent- sprechend der Höhe der Drunbmieten auf bie Hauspa rieten umzu legen. 806 B

Dietzen, den 30. Januar 1923.

Der Oberbürgcrm e i Qer. 9. B Vr Seib

trieben werden. §e.

Diese Ortssatzung tritt mit ihrer Ver­öffentlichung In Krast 802 B

Dietzen, den 27. Januar 1923.

Der Oberbürgermeister 3. 2.: Dr. Selb.

WMr-MMM ,

Tonne »Ina. den I. sif bmar. »I 10 Uhr ab, ucrfiernrre 'di itArnnbanffe 3: ftfU2'u 'tt-einginfer. s.toi AeIlan. Tllchiilch«-r, ">c>bv 6,01

iarf n Dninenkirider, de st. x^errenkteiver. "kiipeseyeSa; 2 la OerrenonAilne. lleorrAteber. idrcm

Unter dem Zreihettsbanm.

Roman von Llara Liebig.

28. Fortsetzung. (Aachdruck verböte», j

Da toar ste schon wieder bei dem Gedanken, der ste quälte. Dte lachende Sonne eddym ihr

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für bas Liter Vollmilch in Ära ft. Dietzen, den 31. Januar 1923.

Der Oberbürgermeister. tLebenSmittelamt).

'-Bcfniiiitiiinrfjuiig.

Jastdvcrpachtnng.

Freitag, den 2. Februar 1923, nach­mittag» 2 , Uhr, soll auf dem Rathaus dahier die ber (Bemeinbc Wctzenborn Steinberg zuftehende 3agb, 800 Hektar Wald unb Selb auf weitere 6 Jahre ver> pachtet ®erben, unter ben bei ber Aerpach. tung bekanntzua'benben Bedingungen.

Da» Jagdgebiet beginnt an der Bahn­station Schiffenberg und ist auch von ber Station Grohen-Linben in 26 Minuten zu erreichen. 6961)

Watzenborn-Steinberg,ben24 Jan. 1923.

Hessische Bürgermeisterei.

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Die Gemeinde Hattenrod bei Reis­kirchen beabsichtigt SamStag, 3. Februar, nachmittags um 2 llhr, einen abgängigen 6ber meistbietend zu versteigern. Be­dingungen können bei der Bürgermeisterei daselbst eingesehen werden. 809 >

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