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1922.

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terstüyten Erioerbs' Jahresende auf 10,

N.Jcn. Der ©emelnbt* M Mitteln 100000 Al t M 'Verfügung geftefll i, 30. Jan. 3n einer Der. gen Ortsgruppe des §e||. s wurden von den UM. n 38 Zentner Drost OOOSarf in bar für tu »endet.

Lauterbach.

ich, 30. Can. Die Dnidei« »sIllngdeutlchenOt« 0 2Barf für bit Luhr>

Vübtntzcn.

Im, 29. Jan. Del bet h die bebränglei i gingen hier ein: 580 003 Zentner Frucht, 170 Zenl. iad Roggenmhl und vieles

t,29.3ai3n*!W It)ieteut|*en3>fc iKt gespendet. 1673« tne, Wffeln.16 3.nl" mer Wchl.

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Oaatenmarfte bezahlten Dotierungen bctrd^iTi^ höher al8 gestern. Bei Weiten, Roggen sowie Gerste überwog die Dachfrage das 2üigebot be­deutend. Don Hafer wird hauptsächlich zur Saat brauchbare Ware begehrt, die aber nur schwach Angeboten ist. MalS wurde in Februar- und Marzlieferung bei erheblichen Aufgeldern gegen die Locrware gebandelt. Wehl wurde namentlich aus zweiter Hand mehr gehandelt. Kleie. Hülsen­früchte und Futterartilel erfuhren starte Pceis- sieigerungen. Weizen, märkischen 61OOO blS 63 000 Mk., Roggen, märkischen 56 000 btS 57 500 Mark, Sommergerste 53 000 bis 55 000 OHL, Hafer, märkischen 48 000 bis 49 000 Mk., pommerschen 47 000 bis 49 000 DU.. Weizenmehl (100 Kilo) 165 000 bis 180 000 DU., Roggenmehl (100 Kilo) 140 000 bis 155 000 Mk.. Weizen- und Roggen- tete 33 800 bis 40 000 Wk.. Dittoriaerbsen 85 000 bis 90 000 DU., kleine Erbsen 75 000 bis 82 000 Mark, Futtererbsen 53 000 bis 60 000 DU, D^- luschken 100 000 bis 135 000 DU., Ackerbohne« 70 000 bis 90 000 DU., Wicken 100 000 bis 120 000 Mark. Lupinen, blau 40 000 bis 60 000 Wk. gelb 60 000 bis 80 000 DU, Seradella, alt 145 000 bis 170 000 Mk., Rapskuchen 40 000 bis 44 000 Mark. Trockenschnitzel 20 000 bis 21 000 Mk.. Kartoffeln, weihe und rote 1200 bis 1500 Ml. (Erzeugerpreis). Rauhfutter: Weizen- und Rog- genslroh. dvahtgeb. 15 502 bis 17 000 DU., Hafer» strvh. dvahtgepreht 15 500 bis 17 000 Wt Stroh, strvhseilgebündelt 16 400 bis 16 700 DU.. Wiesen- Heu, gut, gesund und trocken, Dormahd 16 502 bis 16 700 Mk. (Soweit kein anderes Gewicht genannt verstehen sich alle Preise pro 50 Kilo.)

«qtftx empor und versuchten auch gestern wieder Vie gleichen Manöver. Dagegen schritt die Polizei etn und nahm einigen der fremden ^ndter das bereits gekaufte Dieh wieder fort. Den Auf­käufern wurde nur der Erwerb des eigenen nötigen Bedarfs gestattet. Gegen die wucherischen Händler wurde Anzeige erstattet.

fpd. F r a n k f u r t a. M., 30. Han. Der Kauf- tncmn Max Tarlowsky wurde wegen Hin­terziehung des ReichSnotopfers »j einer Geldstrafe von 2 575 320 Mark ver­urteilt. Gemeinsam stahlen dec 34jährige Ar­chitekt Fritz Teatmeier und der 23iährtgc Kaufmann Alfred Rieck aas Krantturt, sowie der 26jährige Gärtner F r a n z T h e i s aus Deu- Isenburg bei einem Wohnungseinbruch in der Sschershetmer Landstrahe für 500 000 Mark Wäsche, in einer Wohnung der Doeitengasse für die gleiche Summe Kleider und in einer Dilla wertvolle Haushaltungsgegenständ«. Dann be­tätigte sich das Trio als v-Zugdiebe in den Zügen zwischen Frankfurt und Koblenz. Hier bestahlen die Kerle die Mitreisenden in gründ­licher Weise, wobei ste alles, was ihnen in die Finger geriet, nahmen. Am Montag wurde das Trio auf frischer Tat erwischt und verhaftet.

Schlichtungsausschutz der Provinz Obcrhessen.

Verhandlung vom 30. Januar 1923.

3n der Antragssache des Deutschen Tadak- rrbeiterverbandes gegen die Firmr Dg. PH. Gail 21. G. in Gießen wegen Lohnregelung in der Kau° abakfabrik (Angleichung an den Nordhäuser Tarif für Dezember und Januar) vertagte der Schlich» tungsausschuh die Verhandlung, um einen Fach- bcisttzer aus der Kautabakherstellung zuzuziehen. Dem Antragsteller gab er auf, zum neuen Termin eine Erklärung der beteiligten Arbeitnehmer vor- zulegen, dast ste auf Weiterführung des Der- Hahrens bestehen, denn die Antragsgegnerin be­hauptete. die Arbeitnehmer hätten sich mit der Lohnregelung, die ste vorgenommen yabe, ein­verstanden erklärt.

3n den übrigen DerhandlungSaegenständen (drei Lohnstreittgtei en der Metallindustrie) kam «S nicht zur Deschlustfassung. denn eine Deletdl- gung deS unparteiischen Vorsitzenden durch den Dtestener Vertreter des Metallacbeiterverbandes lerankifrte die Arbeilgeberbeisitzer, ihre weitere Ditwirkung zu verweigern.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt f Dr. 9 vom 30. Januar enthalt: Sitzung des H ProvinzialtagS. Gemeindeumlagengesetz. Ginkommensteuergesetz; hier: die vereinfachte » "Besteuerung des Arbeitslohnes. Verteilung ff der Tierschutzkalender. Aeifekostenverord- nung. Gebühren der AuHauer. Ileisch- s? beschau. Vertilgung der Raben und raben- - artigen Vögel. Gebühren der Bauschätzer | in Drandversicherungsanaelegenhetten. Höchstdauer der Erwerbslosen Unterstützung. SrwerbSlosenfürsorge. Dienstnachrichten. Benutzung der Gemeindeviehwage der Ge- ineinde Odenhausen. Gebührenordnung für die Dtenstmänner. HausiererlaubntSschein- pflicht für Dietzen.

Kunst und Wissenschaft.

Gemälde Versteigerung in Frankfurt.

fpd Frankfurts M., 30 Jan. Bei R u - bvlfVangel wurden am Montag unter stärk­ster Beteiligung der Kunsthändlerschaft etwa 280 Meisterwerke dec Malerei des 19. Orhrhunderts aus sechs deutschen Gemäldegalerien und Museen versteigert. Auch wenn wir im Zeichen der Geld­entwertung stehen, so verdienen doch die dabei an­gelegten Preise Erwähnung. Die höchsten Preise erzielten französische Maler. So kam Renoirs .Mädchenbildnis" auf 44 Millionen Mark, Cour- betSFelsental" auf 29 Millionen Mark. Don den deutschen Meistern wurde ein GrütznerWein- probe" am höchsten mit 13 Millionen Mark bezahlt. Für dr.i Lenbachs wurden 1,7 2,8 und 6 Millionen angelegt. Das Monumentalgemälde Bauers .Iteberfüchrung der Leiche Ottos Hl." erzielte nur MO 000 Mark. Insgesamt hat die Versteigerung nad) unseren Informationen eine B-uttoeinnahme von rund 300 Millionen Mark erbracht. Ob die Werke in das Ausland gehen oder in deutschem Vrivatbesih verbleiben, konnte nicht feflgeftellt wer­ten. Es ist aber zu befürchten, dah die hervor­ragendsten Arbeiten, namentlich die Franzosen und italienischen Meister, Deutschland verloren gehen.

Vermischtes.

Sttfümge» für den Segelflug.

Berlin, 30. Jan. Die Stiftungen für bat Segelflug. die aus dem 3n- und Aus­lände eingegangen sind, haben nach Mitteilung

.Dosttschen Zeitung" den 'Bewag von Millionen Mark veretts überschritten.

Den krnalfchäudrmgen.

Berlin, 30. 3an. (WB.) Dom Denkmal des Kurfürsten Hohann Georg in der (Siege*» alte* ist eine auf der ihnfasiungsmauer stehende Macmorkronr zertrümmert worden. Ferner ist vom Denkmal Joachims II. ein Marmorbildnis ent­wendet worden. 3n beiden Fällen konnten bte Täter nicht ermittelt werden.

Bandit?« in Oberfchlefisch-Pstev.

K a 11 o w i tz. 30. 3an. (Wolff.) Gestern ver­folgten auf dec Sttahe zwei Banditen den Dtehhändlec Steinig, der kurz vorher sechs Millionen deutsche Mark für geliefertes Dieh erhalten hatte. Die Banditen drangen in seine Wohnung und raubten aufter den sechs Millionen noch weitere zweihundert- tausenb Mark, einen Pelz im Werte von dreihundertteusend Mark und Wäschestücke. Dar­auf txrllefeai die Räuber die Wohnung, verfolgt von Dteiniy und feiner Frau. Ein Arbeiter, der die Brnditen aufzuhalten versuchte, wurde durch einen Schuh ins Herz getötet. Die Täter entkamen.

* Eine Lampe für Briefmarken- fammler. Der Briefmarkensammler, der nach des Tages Last und Müden sich seiner Lieb­haberei widmet, hat nur die Abendstunden für diesen Zweck zur Verfügung und ist deshalb in den langen Wintermonaten auf künstliche Be­leuchtung angewiesen. Dun ist aber das ilnter- suchen und Einordnen von Briefmarken bei künst­lichem Licht sehr schwierig, denn die Farben wer­den unter ilmftänben dadurch verändert. Das hängt mit dem grvhen Lieberschuh an roten und gelben Lichtstrahlen zusammen, die die künstlichen Beleuchtungen aufweifen. Würde man ein und dieselbe Marke bei Tageslicht und bei künst­lichem Licht miteinander vergleichen können, so dürste der Sammler in manchen Fällen sehr über- vascht sein, wie verschieden die Marke aussieht. Deshalb konnten aenaue Farbenbestimmungrn, die für die älntersucyung und die Echtheit mancher Marken so notwendig sind, bisher nur am Tage vvrgenommen werden. Wie dieIllustrierte Zei­tung für Philatelie" berichtet, wird diesem älebel- stand nun dadurch abgeholfen, dah eine besondere Lampe für phllatelistische Zwecke geschaffen wor­den ist, die sowohl als Schreibtischlampe wie auch als älntersuchungslampe dienen kann. Die Lampe wird elettrisch betrieben und kann jeder Licht­leitung sofort abgeschlossen werden, filtert aber das Licht so, dah sie eine dem Tageslicht ziem­lich gleichwertige Beleuchtung liefert.

Bücktertisch.

DaS Deutschtum in der Tschechoslowakei" betitelt sich die soeben 'm hervorragender Aus­stattung erschienene Sondernummer 4092 der Lei pz i ger Illustrierten Zeitung" (I. I. Weber). Domhaste sudetendeutschr Periön- lichkeiten behandeln darin die Dedeuteng des Deutschtums bi der Tschechoslowakei. Diese Dum­mer wird dazu beitragen, dah dem Reichsdeutschen die Schickfalsgemeinschaft mit feinen deutschen Brüdern m Böhmen, Mähren und Schlesien, die so zähe an ihrem Deutschtum festhaltm, zum Be- wuhtfetn kommt. Zahlreiche, sorgfältig gewählle Illustrationen, darunter wertvolle Kunstbeilagen, schmücken das Heft, das au Herdern noch viel In­teressantes enthält. Damentlich finiten auch die Tagesereignisse eine eingehende, bildliche Berück­sichtigung.

Rheinischer Beobachter. Wochen­schrift. E^rausgegeben von Dr. Wolfgang Scheide w i n. 2. Iahrg. Potsdam 1923. Ver­lag Edm. Stein. In unermüdlicher Arbeit hat es der verdienstvolle Herausgeber verstanden, von Woche zu Woche die Zeitschri t wieder aukzukauea, führende Persönlichkeiten aller pvlttischen Par­teien und Stände, sowie ausgezeichnete Politiker und Wirtfchaftsführer des Auslandes als Mit­arbeiter zu gewinnen und ein Organ zu schaffen, das in vornehmer Sachlichkeit, dabei aber mutig und unerschrocken den Kampf um den deutschen Rhe'm und das Selbstbestimmungsrecht des deut­schen Dolles führt. Kenntnisreiche politische Auf­sätze, ausgezeichnete wirtschaftliche Abhandlungen, wertvolle kulturgeschichlliche Aufzeichnungen ent­hüll in gut gewählter Zusammenstellung jedes dieser Hefte und jedes wird durch anregend« feuilletonistifche Beiträge, interessante polttische Dachrichten und Glossen und viele Deine Berichte und Dotizen aus den verschiedensten Wissens­gebieten vervollständigt.

Handel.

Der Stand der DeichSbank.

Berlin, 30. Ian. Wie vv auszusehen war, hat der gewaltsame und widerrechtliche S'mbruch Frankreichs und Belgiens in das Ruhrgebiet die wirtschaftliche Lage erheblich tte-schlechtert und auch in einer neuen verhängnisvollen Steigerung

der von der ReichSdaok zu befcted^enve» Kredit- und ZahlungsmitteLanfprüche seine Aus- Jylrfung gefunden. Dach dem Ausweis der Bank vom 23. d. M. hat im wesentlichen tm Zu­sammenhang mit diesen Vorgängen - die Zu­nahme der Anlagekonten und ces Bankrwten- umlauss in der dritten Januarwoche neue Höchst- Sstsecn ergeben. Die gesamte Kapitalan­lage ist um 272,5 Milliarden Mark auf 1 9 2 2,2 Milliarden Mark angeschwvllen. Dvn d'.e'er De^ mehrung entfallen 184,3 Milliarden OKarf auf Reichsschatzanweifungsn, 85,8 Milliarden Mark auf Handelswechsel und 2,4 Milliarden auf Lom- baibrorberungen. Von den neu beanspruchten Kre- ditbeträgen verblteben der Bank 84,1 Milliarden Mark auf den Konten der fremden Gelder, deren B.-stand sich danach auf 611 Milliarden Mark be­ziffert. Der Danknotenumlauf hat sich um ben vccher in einer Bankwoche auch nicht an- nätwnb erreichten T« rag von 216,8 Milliarden Mark auf 1 654,6 Milliarden Mark er- böht. Der Umlauf an Darlehenskassen- scheinen ging wieder re-ingfünia, nämlich um 241.5 Millionen Mark, auf 13.1 Milliarden Mark zurück Die Darlehensbestände der Darlehenskassen des Reichs sind in der Berichtswoche Wetter um 35 Milliarden Mark auf 385 9 Milliarden Mark gestiegen Die Darlehenskassen führten einen diesen D nauSteigungen entsp^ehenden Betrag an Dar- tebenskassenschrriren an die Reichsbank ab, so dah si^ch deren Bestände an solchen Scheinen unter Be- rückfichtlaung der erwährtten au« dem Deriehr aufgenvmmenen Summe um 35.2 Milliarden Mark auf 372,7 Milliarden Mark gehoben haben.

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Banknoten.

Irankfurt a.M., 30. Januar. Schweizer Noren..........

Hranchsische Noten Dänische Noten Schwedische No en Holländische Noten Deiusch-Oe'terreich ä 100 Kronen Aiuerik milche Noten Englische Noien Jiaiieuische Noien Belgische 9?oten Unnnrifrhe No en Tschechoslowakische Note» .... Norwegische Noten Rumänische Noten Spanische Noten

6384 6134.60 8778-

835 40

33117

45.9Y 120 ,50 957,60 279,30

Märkte.

Berliner Produktemnarkl.

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Berlin, 30. Icm. Devisenmarkt. Die Dachrichten aus dem Ruhrgebiet und bie niedrige Warib Wertung aus dem Auslande liehen eine freundlichere Stimmung am Devisenmarkt »licht aufkvmmen. Dec fiarie Begehr nach Devisen hielt an, während es an Angebot vollkommen fehlte. Es wurden dahrr durchweg nur Deine Beträge umgesetzt, die aber bei der gespannten Geschäfts­lage die Preise sprunghaft weiter in die Höhe Lüben. Im DormittagSverkehr wurde der Dollar zeitweise mtt 43 503 befahlt, das englisch: Pfund mit 200 000 Mark. Gegen mittag gaben die Kurse etwas nach, und der amtlich» KurS für Deuyork stellte sich unter 40 000 Mark, aber nur bet starker Rationierung. Angeblich hat die ReichS- banf etwas aus ihren Beständen gegeben.

S r a n f f u r t a. 30. Jan. Dörsen- ftimmungSbllb. Am offiziellen Devisew­und Notenmarkt hielt die Devisenhausse im Frühverkehr an. Der Dollar überschritt 40 000 und wurde 42 000, im Verlaufe 43 000, später schwankend 41000 genannt. Die Nachfrage nach Effekten war von Bureau zu Bureau wieder groß. Die Spekulation belelligte sich auch stärker. Gefragt waren neben Valuta- papieren besonders Kassa-Industrieaktien. Hm 1 Hhr wurde der Dollar 40 000 bis 39 000 gehandelt.

Frankfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.)

30. Januar Amts. Notier«, ----- Geld Bries 1845,35 1851.6o 2117,70 2130,30 13167,- 1S233, 15561 15639- 1546125015X337.50180 >48,75180591,25

40875

406 5

186900,-

186103,-

1860

1810

2132.50

2112,50

1260-

1240,-

1145

1125

13450

1315a-

Berlin. 30. Jan. Arn Produkten- markt herrschte auf die weitere Devisenhaasfe naturgemäß eine sehr feste Stimmung. Die Preise stellten sich in Hebereinftimmung mtt dem am

(3n einem Teil der Auslage wiederholt.)

Poincar^ vor amerikanischen Journalisten über die Ruhrbesetzung.

Paris. 30. Jan. lWTD.) Ministerpräsl- dent Polncar6 ecflärte gestern amerikanischen Pressevertretern gegenüber, entgegen den deut­sche Behauptungen habe Frankreich nicht die Absicht, das Ruhrgebiet zu annek­tieren, um die notwendigen Kohlen für die Eisenbahn, die Industrie und Lothringen herauS- zuholen. Gr unterstreiche jedoch die Tatsache, dah die französische Armee solange deutsches Gebiet besehen werde, bis das Reich seine Reparations- Verpflichtungen gemäh den Klauseln des Versailler Vertrages erfüllt habe. Frankreich, so erklärte Pomcars, ist fest entschlossen, nicht die Garan­tien aufzugeben, die feine Truppen In Händen haben, bevor die Zahlungen erfolgt sind. A u f diese Weise verhindern wir im vor­aus jedes fremde Manöver, In die- Problem einzugreifen. Die Ruhr ist ein weiteres Pfand von der gleichen Art wie die Rheinlande. Wenn Deutschland das tut, wozu es nicht geneigt ist, seine Derpflichtunaen durchzu­führen, wenn es mit Zahlungen beginnt und die Lieferungen ausführt, wie sie ausgemacht wurden, so werden die französischen und die belgischen Truppen sich aus dem Ruhrgebiet zurückziehen, und 15 Jahre, nachdem mit der Ausführung der Vertragsbestimmungen begonnen wurde, wird auch das linke Rhettrusec geräumt werden. Dach dem Kriege von 1870 haben die Preußen ihre Garni­sonen in Frankreich gelassen, bis der letzte Centime bezahlt war. Die Pfanbnahme wirb allo solange dauern, bis Deutschland bezahlt hat. ES Kranen 5 Lahre vergehen, bevor genügend Beweise der Aufricbtigkeit, Repaoatwnen zu zahlen, sei­tens der deutschen Regierung gegeben worden find. Aber das Deutsche Reich rann das Ruhr­gebiet befreien, wenn es sein Finanzshstem vor­her reorganisiert und eine solide Basis schafft, um eine internationale Anleihe zu sichern, deren Ertrag für den Wiederaufk«u be­stimmt ist. Aber Frankreich Ist einmütig darin, die Garantie, die das Ruhrgebiet darstellt, vor diesem Tage nicht auszugeben.

Potticars fühlte sich auch noch berufen, die Korrespondenten vor der deutschen Propa­ganda zu warnen, die behaupte, Frankreich vergeude ungeheure Summen für dir militärische Besetzung des RuhrgebieteL. Das sei vollkommen falsch. Frankreich habe nicht einen einzigen Solda­ten mobilisiert. Es habe nur über die Soldaten verfügt, die schon unter den Wasfen standen. Die älnterhaltungskosten im Ruhrgebiet seien kaum höher als die in Frankreich: denn die Kosten der Lebensmittel und der sonstigen Gebrauchsgegen- stä de fd.n nicht sehr beträchtlich

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