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28. Mai

Der Name Heitmann

und die Schutzmarke IuckSkopf im Stern sind die Kennzeichen der weltberühmten Farben, die von allen praktischen vanssrauen »um Färben ihrer Kleider, Blusen. Gardinen ufro. benutzt werden.

3677c Heitmann'S Farbe spart den Färber.

Hütchen, deren kleine Splitterchen 4 Arbeitern und einer Arbeiterin leichte Haut- und Fleisch- wunden an Deinen und Händen beibrachten. Da keine andere Transpvrtmöglichkeit von Kelsterbach nach Mainz besteht, wurden die Verletzten mit SanitäreautoS in das Main­zer städt. 5krankenhauS gebracht. Für keinen der Verletzten besteht irgeiidwelche Gefahr." (Wir hatten die dementierte Nachricht, die uns von einem Frankfurter Aachrichrenbureau mitge- teilt worden war. in der Ar. 117 vvm 22. Mai abgedruckt. D. Schriftltg.)

fpd. Frankfurt a. M., 29. Mai. Während sich der Lebensmittelausschuh am Montag für einen D r v t p r e i s von etwa 1800 Mark ab 1. Juni entschieden hatte, fatzten die Bäcker in einer starkbesuchten Versammlung den Beschluß, den Magistrat um Festsetzung des Preise- auf mindestens 1960 Mark zu ersuchen. Sie begrün­den die Forderung mit den Gehilfenlöhnen, die ab 1. Juni wöchentlich rund 146 000 Mark be­tragen.

fpd. Höchst a. M., 29. Mai. Die Wirt- schaftsgebäud« des Hofgutes Ober­lied e r b a ch wurden am Sonntagvornnttag durch ein verheerendes Grohfeuer zerstört. Der angerichtete Schaden wird auf 250 biS 300 Millionen Mark geschäht.

Wiesbaden. 29. Mai. (Wolfs) 3n einem Hause am Mi<H.lsdn:g hat ein 59jähriaer städti­scher Blunnenarbeiter namenS Schuster sich selbst. seine bei ihm wohnende Tochter unb deren elfjährigen Sohn aus Verzweiflung wegen Krankheit und Aahrungssorgen durch Leuchtgas vergif tet.

Frankfurter Theater.

Unsere Weftendbühne bringt in rascher und bunter 8ilge dramatische Aeuheiten heraus: hatte sie letzthin mit der ^Großen Gemeinde" »du Lo­thar und Lippschih dem Llnterhallungskihel zu dienen gesucht, den bx4-4, etwas abg-brauchie Motive ausgreifende, Eh.bruchstück inrm-erhrn an- regen mochte, so ist das jetzt aufgeführte Schauspiel Das Gelübde" von Heinrich Lauten sack ernsthafter zu bewerten als eine Arbeit, die mit Zartgefühl und feinem Takt sehr heiklen Pro­blemen nachgeht und psychologische Lösungen an­strebt. trenn auch nicht durchweg za Ende führt. Die Fabel von dem Grafen, der ins Kloster ge­gangen ist. weil er auf der HcchheitSreife bei einem Seesturm ferne Frau verloren hat, ist b-ttannt; b.'tcmnt auch daß sie nach 8 Jahren ronrcuttisch'r Irrfahrten zurückkehrt und ihn wieder für sich beanspruchen will. Äun erbebt sich das mit arg spitzfindiger Klügelei gestellte Problem von den eidlichen Rechten, die der Mann als ehemaliger Klosterbruder wohl ausüben, aber nicht fordern darf, und an ihm. an der seelischen Erschütierunz deS Grafen zugleich, scheitert die Wiedervereini­gung der beiden Gatten: Der Graf geht 'Miedest ins Kloster zurück, und Helmtrudis wird Rovize. So wenigstens klingt das Stück in der neuen Fas­sung vor Otto Ernst Hesse aus, die dem 3. Akt sicher nicht zug»te gekommen ist, indem sie ihn zu einem wahren Labyrinth seelischer Konflikte, die jede Möglichkeit heraushören [affen, gestaltet hat. Hier ist «8> F«»g»eichens fein Endel Drs Publi­kum de-rigte sein Jnbercsse und tucxfle dem treff­lichen Spiel der Herren 3ung, Geiches, Hennings, Kner, die die männlichen Hauptrollen vertraten, und der gastierenden Frau Hermine Sterler mit starkem CBeija(L Die Regie hielt Dr. Hos-ef Schenk in den Rahmen guten Geschmacks. 3n Frank­furt kann man jebenfalls nicht verstehen, ditz ein solch ernsthaftes und beachtenswertes toemt auch keineswegs vollkornrnenes Stück, das pi- fanten Ehebruchslustspielen im Geist wirklich sehr überlegen ift, anderwärts Protestaktionen hervor- geruscn hat: dazu bietet die Behandlung des Stcsslichen durchaus keinen Anlaß.

DrGevrgSchott.

Kirche und Schule.

tt. Die diesjährige Tagung der Gießener theologischen Konferenz, die einen alljährlich steigenden Besuch auS Pfarrer- unb Gelehrtenkreisen aufzuweisen hat, findet morgen, Donnerstag, im Gemrindesaal der Hohanneskivchr dahier statt. Vorträge werd-m halten Prof. Dr. He rm e l in k-Marburg über Die neuen geschichtsmethodologischen (Erörterun­gen und ihre Bedeutung für dis Theologen" und Prof. Dr. Hans Schmidt-Gießen über .Das Problem des Leiden- im Alten Testament".

' Erledigte Schul stellen. Erledigt sind eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule zu Ober-Gleen (Kreis Alsfeld), eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Vollsschule in Wembach-Hahn (Kreis Dieburg), Dienstwohnung für einen ver­heirateten Lehrer ist vorhanden.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Spart Licht auf dem Lande!

In einer Zeit, in der die Kohlenpreise aufs höchste gestiegen sind und zur größten Sparsam­keit auffordern, brennen in den Landgemein­den die elektrischen Straßenlampen zu einer Zeit, wo man noch bequem ohne Lrcyr lesen kann. Es wäre doch sicher zu erreichen, dav dieser Verschwendung gtzsteuert würde. Vor ,/210 Übt braucht noch keine Stvabenlainpe zu bren-

hfloBenen «nsprach ton es nurBet&mStanq vor dem Schöffengericht. Der als Beistand der Kaufleute ftrngierenbe Generalsekretär Zimmer­mann vrn der Zentrale des Hansa-Dundes wies darauf hin, daß praktisch daS in der Verordnung verlangte gar nicht durchführbar sei. Sr bezweifle die Rechtsgültigkeit der Verordnung und betonte, daß die Buntscheckig kett dieser vielen kommu­nalen Preisschilderverordnungen ja jetzt durch eine allgemein-gültige preußische Verordnung beseitigt fei. Rach längerer Verhandlung gab auch der Versitzende die Schwierigkeiten der übertretenen Verordnung zu, aus formalen Gründen müsse jedoch die Verurteilung erfolgen. Während die Kaufleute danach ihren Sinsprach zurückzogen, stellte sich der Geschäftsführer des Konsumvereins auf den Standpuntt, daß für Konsumvrreine ein Preisschilderzwang nicht bestehen könne, ba deren Geschäfte feine offene Derkaufsläden, sonderen Warenverteilungsstellen der trn Konsumverein or­ganisierten Versorgungsgemeinschaft seren. Hier­gegen wandte sich Im Interesse der Kaufleute Generalsekretär Zimmermann, indem er betonte, bah notwirtschaftliche Verordnungen zum Schuhe des Publikums erlassen seien ohne Unterschied, ob das Publikum hn Konsumverein ober tm Einzelhandel kaufe. Auch die Konsumvereinsmit- gheber müßten die Preise ihrer Organisation mit ixj-en anderer Geschäfte vergleichen können. Das Gericht schloß sich dem an unb beschloß gerichtliche Festsetzung der Strafe für den Konsumverein.

** Der Vogelsberger Höhenclub, über dessen Hauptversammlung in Butzbach wir gestern berichteten, hat tm abgelaufenen Ge­schäftsjahre rund 1500 neue Mitglieder ge­wonnen. so daß er jetzt etwa 8000 Mitglieder stark ist. Reue Zweigvereine und Iugendgruppen sind entstanden unb zeigen regeS Leben. Für die Wiederherstellungsarbeiten an den Klub­häusern find nod) erhebliche Aufwendungen zu machen. Erfreulicherweise haben die beiden Di­rektoren der Meguinwerke in Butzbach größere Stiftungen gemacht, außerdem wurde eineSonder- umlage von 100 Mark beschlossen, die an den Hauptverein abzuführen ist. Die Jugendherbergen erfreuen sich wachsender Beliebtheit und immer regeren Besuchs Der Verein will beim weiteren Ausbau dieser Einrichtungen behilflich fein. Bei den Beratungen wurde das Benehmen wilder .Wanderflegelhorden" scharf gerügt, die durch ihre Zügellosigkeit unb Unvernunft der Wander- bewegung nur schaden.

" Der Oberhesfische Sängerver­ba nd unternahm am Sonntag, wie man uns schreibt, feine dresjährige Eäugerfahrt nach Butz­bach. Rach derWeihe des Gefangs", musterhaft vorgelragen vom Verein ^Eintracht Butzbach", be- ?rügten der Vi rsitzende des gaftgebenben VeremS Zuhbach, Herr Bender, und der Vorsitzende des Verbandes. Rettvr D. M ü l l e r - Gießen, dte zahlreich erfchienenen Sänger. Dann folgten dre Gesangsvorträge in der geräumigen Turnhalle der Oberrealfchule. Als Pflichtchor war vorn Der- baTrdschormeister, älniv.-MusiLirektor Professor Trautmann, das DolksliLb .Wenn ich ein Vöglein wär", gesetzt von G. Trautmann. auSge- wählt worden. Dem Dortrage dieses Liedes durch olle Vereine schloffen sich die selbstgewählten Lie­der an, meist sehr schwierige Kunstchöre von Traut- mann, Hegar, M. Reumann, Seidel, Pauli, Hafer und Seibert. Die Leistungen der Vereine waren vorzüglich und Beugten von erstaunlichem Fleiß der Dirigenten unb der Sänger. Der Sachverstän­dige, Musikgesanglehrer Dauer- Giehe-n, konnte denn auch zur besonderen Genugtuung der Dirr- aenten unb ber Gänger die gewaltigen Fortschritte, die gegen früher zu verzeichnen waren, seslstellen. Die anschliehendrn geschäftlrchm Verhandlungen unter Leitung des DerbandSvvrsihenden beichäf- tigten sich mit den nächsten Aufgaben des Der- oandrs. wie Dirigententage, Ausfchußfihungen, Herbstfängerfahrt, msbcfvnvere auch mit dem An­schluß an den im Entstehen begriffenen .Hessischen Sängerbund".

Kreis Büdingen.

gu. Gettenau, 28. Mai. Der am 13. Mai zum Bürgermeister unseres Or­tes gewählte Landwirt GeorgMöbs wurde heute in fein Amt eingeführt.

Starkenburg und Rbeinhessen.

rm. Darmstadt, 29. Mai. Der Mörder des Polize.ux^htnrcisters Günther, der wieder­holt rmsgcbcDCbene Einbrecher K Kinkel, wurde gestern von zwei (Stuttgarter Kriminalbeamten Hier tn das Untersuchungsgefängnis cingdlefert.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 27. Mai. (Wolff.) Don der Munitions-Zerlegung G.m. b. H. Kelsterbach wird uns geschrieben: Die von der FrankfurterBolkSstimme", wie auch von verschiedenen anderen Zeitungen Deutschlands verbreitete Nachricht, daß im Betriebe der Munitions-Zerlegung G. m. b. H. Kelsterbach eine schwere Granatenex- plvsion stattgefunden habe, wodurch vier Arbeiter und eine Arbeiterin so furchtbar zu- gerichtet wurden, daß sie sterbend ins Kran­kenhaus gebracht werden muhten, ist un­wahr. Tatsache ist vielmehr folgendes: Am genannten Tage waren mehrere Arbeiter und eine Arbeiterin damit beschäftigt, Zünderteile, bei denen sämtliche sprengkräftigen Teile be­reits entfernt waren und die nur noch Zünd­hütchen enthielten, von einem Waggon abzu- faben Dabei explodierte eine Anzahl Zünd-

Aus dem AmtsverkündigungSblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 40 Dom 29. Mai enthält: Mehl- und Brot- Preise. Statistik des Dein- und Obftertrage» im Jahre 1923 6ti(kgung von Betrieben. Erwerbs­losen fürsorge. Miete für die Dienstwohnungen ber Lehrer. Allgemeiner hessischer Zugendserertag. Wahl zum Provinzialtag. Feldberernigungrn Wieseck und Klein-Linden.

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^iudviehknartL in Gießen.

* Gießen, 29 Wai. Der heutige Diehmarkt war mit 340 Stück Großvieh unb 15 Kälbern beschickt. Durch größere Rachfrage stellten sich die Preise höher, als beim letzten Markt. Es wurden für gute und trächtige Kühe bis 61/, Mil­lionen bezahlt, weniger gute kosteten 24 Millio­nen, Rindet 1l'/zMillionen und Kälber 400-biS 800 000 Wk. Der Handel war durchweg flott.

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(In einem Teil ber Auslage wiederholt.) Kommunistische Ruhestörer in Lübeck.

Lübeck. 28. Mai. (Wolff.) Anläßlich beS gestrigen D t v i f i o n «a p p e 1 l s der 43. Re- serveinfantertedivision auf dem Bargfeld kam es zu Unruhen. Kommunistische Demonstranten, ble bas Burgfeld betreten wollten, wurden von ber Schutzpolizei zurück gedrängt. Als später die Tell- nehmer des DivisionStages zurückkamen, durch­brochen die Korn munisten die Posten­kette. DieBeamten gingen mit Gummiknüppeln vor. Rach Verhaftung der Unruhestifter versuchten die Demlnstranten, die Polizeiwache zu stürmen. Mehrere Perstnen wurden verletzt.

Kriegsgerichtsurteil gegen einen Redakteur.

Witten, 29. Mai. (WTD.) Bon dem französischen Kriegsgericht in Witten wurde der Redakteur Gerling vomWittener Ta­geblatt" zu sechs Monaten Gefängnis und 10 Millionen Mark Geldstrafe berurteilt

Amerika und die Türkei.

L a u s a n n e, 29. Mai. (WTD.) Die tür- kifche Delegation teilte gestern abend mit, daß ISmetPascha und der amerikanische Q3er- treter Grew unter der Mitwirkung der Sach­verständigen beider Abordnungen in offiziöse Besprechungen eingetteten sind, um Verhand­lungen über den Abschluß neuer, auf in­ternationalem Recht begründeter Verträge zwischen der Türkei unö den Vereinig­ten Staaten anzubahnen. Die künftigen Derttäge sollen die diplomattschen Beziehun­gen wiederherstellen, sowie die Handelsbe- ziehungen und das Niederlassungsrecht regeln.

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Konrc»d Haenisch: Lassalle, Mensch und Politiker. (Franz Schneider, Verlag, Berlin, Leipzig. Wien, Dem.) In bet R:ihe ter politischen Porträts d^rs Verlages F anz Schneider ist eine Lassalle-Monographre erschie­ne, als deren Verfasser der ehemalige preuhrsche Kultusminister Konrrrd Harnisch ze ichnet. Et gibt feinem Buche den UntertitelMensch und Poli­tiker" unb grenzt damit eine mehr ober mtnber populär gedachte Aufgabe gegen das philosophische unb rechtswissenschaftliche Werk Lassalles ab. Har­nisch verwendet Tagebuch-Rotrzen, Briefe, zeit­genössische Dokume'nte und schafft für den Erwecket und Bannerträger ter deutschen Sozialdemokr itie em so wahtheitsgetteues Bild, daß ferne Objek­tivität nicht davor zurückschreckt, die Schlagschatten zu zeigen, die diese ungeheure Flamme warf ein Umstand, der dem Buch über die Partei hinaus Sympathie werben wird.

Dt. Rudolf Laemmel: Die Et- ziehungderMassen. (Thüringer Verlags­anstalt Jena Abteilung Granula Verlag.) Diese neue Schrift des bekannten schweizetlschm Pädagogen stellt da« Erziehungsprogramm in den Mittelpunkt des staatsprlitische'.r Interesses. Der Autor hält einenneuen Waffengang zwischen Frankreich und De^arschiand in absehbarer Zeit für unabtoertbbat" unb er lehnt denpassiven Pazi­fismus, die Waschlappentef .igtett" e..tfch'eden ab. ®ob;t ist fein Standpunkt tt>:it links, oblchnn keine sozialistische oder kommunistische Parterpädagrgik. Die Heimerziehung tentt er sich zunächst für die Kinder aus drn ärmeren Schichten ter Ration: allmählich soll diese Erhebung für alle eingeführt werden. Laemmel verspricht stch von dieser Er­ziehung in regional verwalteten Landerziehungs- heimen eine weitgehende Gesund ung ter Ratton

Hessische Köpfe, Lebensbilder vom geistigen Wirken des hessischen Volksstammes im 20. Zahrfändert. Von Will Scheller. (H.imnt- fchollen-Derlag. A. Bernecker. Melsungen.) Eine Reihe flotter biogravhischer Skizzen, die geeignet sind, den Heimatsinn zu beleben und für lebende hels'sche Künstler tieferes Verständnis zu weck-en, find hier bereinigt: 1. Sari Danher, 2. Alfred Bock, 3. Zoh. Lewalter. 4. Heinr.Ruppel, 5. Heinz Clos, 6. Stefan George, 1. Wilh. Speck, 8. <5riete. Fennel, 9. Aler-Viktor Frhr v. Fran- fenberg und Ludwigsdorff, 10. Ernst Schmitt. Die Sannnlung. die mit 2lbbilZningen versehen ist, soll fortgesetzt werden.

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Berlin. 29 Mai. (Börsenbericht.) Unter dem Eindruck der recht un'icheren politischen Lage unb ter verschiedentlich ftattfintenten iln» r-uhen und Krawalle hat die bisherige starke Kauflust für ©Heften aller Art einen toefent- lichen Dämpfer erhalten, und Zur-ückhaltung machte sich heute im freien Börsenverkehr stärker be­merkbar Die genannten Kurse lauteten zumeist etwas unter dem gestrigen Stand, und nur für Schiffatetswerte erhielt sich bei höheren Kurscn die Kauflust. Am Devisenmarkt waren die 11m- sätze ebenfalls geringfügig, die Preise gaben unter Schwankungen in den Mittagsstunden bei ter amtlichen Festsetzung etwas nach, lagen jedoch später wieder etwas über diesen. Die Kurse für die Dvllarschayanweisung lagen erstmals feit längerer Zeit wieder unter den Devisennotie­rungen und lauteten per Kasse 58 500, per Zuni 64 000 und per Juli 70 000.

Frankfurt a. M., 29. Mai. Bör­se n st i m m u n g S b i l d. Die Devisensteige- rung kam heute zum Stillstand. Der Dollar er­reichte in den ersten Morgenstunden einen Stand von 61 775 und ging darauf auf 61 500 bis 59 000. Das Geschäft war in ausländi­schen Zahlungsmitteln ruhiger. Auch auf dem Effektenmarkt wickelte sich der Verkehr an­fänglich still ab. Im Verlauf traten allerdings verschiedene Spezialpapiere mehr oder weni­ger in den Vordergrund. Die gestrigen Ab­schwächungen an der Rachbörse waren haupt­sächlich auf Realisationen zurückzuführen. Man schritt wieder zu Rückkäufen, und es entwickelte sich im Cffektenverkehr von Bureau zu Bureau ein regeres Geschäft in Industriepapieren. Für Montanpapiere lagen von der Spekulatton Kaufaufträge vor, so daß die genannten Kurse über dem geftrigen Rive-au lagen. Gesuchter

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