Montag, 29. Gvober 1928
173. Zahrgang
Ur. 254
frr|<t< m Itch, <n6«t Sonn- und gtterlag«, n> H berSamttof »bttlag« ntrg-omihfnblfllttr
»o*f e.Bt$i|tprtli 8 Thuiatötn u. 800 Mill STlarN Trügiklohn, auch b. 41id)lcrf<btinfii «in,«In. Slummtrn mfolg«l)6l)<rti ÄftDall.- n*rn|pr«4* Infrtjlüfl' fOrbieS^rtft» lruu'4 112, für Verlag ■Db ®el$äfti|ttOt bl tlnfd)rif1 für vraklnoch- nd)Un lajttgrr Metz«».
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leeolfmt m l,)<te«r für bl« Iag«enwjRm«t Die ,uai Nachmittag Dorther ol)n«i«b« Ü«rdindlichtz«tt Drei» fit 1 mm höbt für Anzeigen n.27 mm Dreh« 6ril ®mnbjal)l WDIIl, au»tD.70Dl., 1 Ritzlame- Anzeigen o.7Om>n Brett« 22L0t.x l8Mi0 Schlüsse vlogoorlchnfl L)'/,Aufschlag - Üerantwortlich für 'Politik u JeuiU«lon Dr Ariebr W>ih Lang, . für den übrigen Teil. 6rn|i’6luml*tin;fürb«n Anzeigenteil: ßan»S«A |Am111 ch in ®ie&«n
GiehemrAnzeiger
General-Anzeiger für Gberhefsen
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Die (Einladung an Amerika.
‘Bäbrenb tw TUcHnmfl ©trrlaruinn um ^frxtx 'Brot unb Uährung Ntmpfi. ift die Turyl alte# Hebet!, nämlich bie "XcMroHongirafl« ou* brr 8ntente#ttte tmeber cm kleine! Schriltchcn toeiter grföcbert morben. unb zwar durch die Hebe bet englischen Mtnisterpralibenien Ba i d- m l n auf dem koeHrrvatmcn Parteitag in Ply- wtoulb unb durch 6 jnron« Derölienilichung be* cngliKMnnmtanifd)en 7lctmnx-<b(<l# über A rn e- r l f a « TetIna hm« an einer europäischen Tte- paratton«- unb Mtnschaftgkonserenz Kibc ähmbgebungen. die mündliche Balbwins und die gedruckte be# b^tischen Qhiberrnnniltcre liehen natürlich in einem engen, vorher rxmatnrDeien Zusammenhang milcmanbrr Durch die Dcrbal- nvten, bie zwischen London und Washington au«- getaufchl wurden muh man f,ch vvrlichsig bin- darchlescn um zu verstehen, roa! von England qe- wü-.fchl und was von Qbnrnfn zugeltanden worden ist Eurzon batte m feinen 2Lnf ragen Bezug genommen auf die letzte Hebe de! Präsidenten töoolibg«. wonach Amerika an dem Vorschläge des ©toalöfcftdän» Hughes fefthall Da» heisst alte Amerika wünscht, dafi diebeutfchc V e i- stungssähigkeil international feft- geftellt werde 3n ferner Hole vorn 12 Oktober fragte Ootb Eurzon bei der amerikanischen Regierung an. ob Amerika immer noch bereit [<i, an einer Reparalionskonferrnz teilzunehmen wenn England seine Hcrbünbelcn dahin bringen werde emc gemeinsame Einladung inzii an Amerika zu richten Ist Amerika ferner bereit, auf! neue einen Vertreter in die Rcparahonef.-m- »ervnz zu entsenden? Unb fchliehlich. wenn die Ein- Itimmigfeit in Der Einladung von Europa aus nicht zustande kommt, ist Amerika dann ttx-nig- stens bereit, sich an der Ablchähung der d.-ullchen Zahlungsfähigkeit durch eine Mehrheit der Alliierten zu beteiligen? Washington hat sozu» sagen mit drohendem Zeigefinger gcanin»rtti, wie ein grober Herr v.un hohen Roh Der einzige Grund. warum die Aeparalionsfrage nicht von der Stelle rücke, sei die mangelnde Einmütigkeit unter Den alliierten OTläd en Die jetzigen Verhältnisse in Europa schrieen ,a gerade- zu nach einem Finanzpfan. um die wirtschaftliche Katastrophe der allen Welt zu verhindern, deren Folge alle Völler m Mitleidenschaft zöge Der IBiberftanb im Auhrgebiel sei hoch aufgegeben Die De legen heil sei Da. Ralürlich sei Die Regierung Her Vereinigten Staaten bereit, .vollkommen bereit", an einer MirtkchaltSkonte- renz leilzunehmen Der Vorschlag vam Dezember vorigen Zahres werde aufrechterdalten Aber, unb hier erscheint der amenkanifche Bescheid eitvaS gewunden mangelnde Sinmuiigkett der c iropät- schon Mächte fei doch nicht fehr zweckmähig Zur Entsendung eines neien Vertreters in di- .Hepa- tationSlemmission bedürfe tie Mafhingtoncr Regierung eines Parlamentsbeschluf'.S
Mit dieser amerikanischen Anttvo.l trat Mi- nistervräsibent Baldwin vor seine Parteigenossen in Plymcuth Er zeigte ihn-en die Munde, in d r da» Reparotionspreblcm krankt Die Munde heiht — Poincarö. Mehrmals wandle sich Baldwin unter d^m stürmischen Beifall kiner Zuhörer ausdrücklich unt unmittelbar an die Adresse des sianzösilchen Ministerpiälidenten mit der dringenden Bitte, sich loch reiflich zu ub.-rlcgen. ob er es in dnsem surchtdaien Augenblick ver.mlwor- ten könne sich von der Einladung an Amerika auSzuschliefien Um den Dedtnkengängen Poin- can-6 zu schmeicheln magt. Baldwin sogar einen Ausdruck, ter sich in englischem Mundo, fünf Za!,re nach Krtegve ndt merkwürdig genug aus- nimmt Er sagte Deutschland muh Reparationen zahlen als eine gered t? Strafe für den Krieg." QUar. mag diesem BnUwinlchen Rückfall in Versailler Vogif zugute halten, bah es zu einem löblicken Zweck geschah narnlich Frankreich zur Einladung an Amerika zu bringen Zu diesem Zweck fagic Baldwin seinem ^Pariser Verbündeten ja auch allerhand Grobheiten Er gebrauchte das Bild von II e u e r ( o1 c r Flugzeugen, in denen .atidcre Regierungen^ sitzen, die nicht wissen, was sie wollen und bald adsturzen könnten Er nannte Die drhende Voelölung deut schm Gebiete einen Bruch des Friedensvertrages.
Poincares Antwort.
Paris. 28 Ott. (MTD.t 3n einer Rede hei Der Einweihung des Kriegerdenkmals in Sampignh erklärte Pome.trö
Meisen wir -alle entschlollen jene Minner von schwache, ll-'b.-rjcugunq von un>. bic junt » verstairden al» Argumente zu erfinden um Frank- rerf) herwbzufetzen und in ihm das Bewulstein feines Merteo und seiner Er vlge zu v rbunLln. >r baten sie in jenem düsteren Zahr 191? tennengdenti. wo sie Frankreich sa't vergütet hätten ilemge trachten immer noch danach, e- «u betäuben Menn ixe Besenung des Rukrg.dlets BKbt zu unferm Vorteil ausgelchlngen wäre hätten fte mit einer Art toter Freude die Gelegen- Heck ergriffen, um auf die Beunruhigung der oficirtftdxn Me-ttung au spekulieren Dte Sietg- nrffc haben lie in Verwirrung Erbracht Al« Deutschland in Die*em Herbst tre &bihellujiq des Mcherslemdc-s anqefünbig' hallo glaubten lie d es tnrf den nächteimcn Tatb.-stand zurücksubren zu müllen Ich hatte mich leider nicht getäuscht. al«
sch sagte, bah
feit Ranke «nb Attsfiüchie noch nicht Ende
wären 3m vergangenen Jahre bevor wir Pfän- ber mck Beschlag belegten ^h^kttMe D u,>ch- lanö es könne ui* N< o-m ivr üetxua»bon»rom- misiwn eftgefehten -kohlen men gen nilr gets-jv wlum tii umüaeoidca. oati
Verschärfung des sächsischen Konflikts.
Ielgner lehnt da» Ultimatum ab. — Adsehung der Regierung Ieigner. — Ernennung eines Regierungskommissars.
Berit», 27. Oft. <DTB.) Rachdem die der sächsischen Vaabe<rtgi.’rxng aitgehörrnden kotin»»»isilsche» Mitglieder in Aufrufen an die sächfifche Bevölkerung diese zu DeWalt« tätigfeiten unb zur Auflehnung gegen ole A e t ch s g e w a l t aus gereizt Haden, hat der Reichskanzler den sächsischen Ministerpräsibenteu Dr. Zeigner ausgefor- bert, den Rücktritt der derzeitigen sächsischen Canbe*regternng herbeizusühteu, da die Reichsregiernng die gegenwärtige sächsisch« Regierung nicht wehr al« eine S<mde«regie- rung hn Sinne der Reichsversasfuug aner» kennt Der Reichskanzler hat dabei z»m Aus- druck gebracht, ba£j er bie Antwort bei sächsischen Ministerpräsidenten im Lause de« morgigen Tage« erwartet, und ihn von den Mast- nahmen in Äenntnl« gesetzt, bie dir Reichs- re gieren g im Salle einer Ablehnung seiner Aufforderung sofort ergreifen werde
Da« lächsische Kabinett trat noch am Samstag abend zu einer <Sll)unj zusammen de bl« nach Mckternachl ö.iurrlc ohn.- bah cl zu einer Dnischcidung ub.-r die der Reichsregierung zu erteilenbe Antwort qefom nen wäre bi nth' alle Minister in Dresden anw.leno trann A n Eonn- tag fand eine gem.-infame Eitzung ber fo,ln- liskischen Paiteiiiilkanzen und bei LandtnguI.ik- tion irrt den Mitgliedern ber Regi.run j ftatl. Aach einer Mildurg bet .Mvntegspoft wn>en b.e lächsifchen Reich»minlsler RobertSchmidt unb Radhruch unb der sächsische Grswid ' in Beilin Gradnauer in Dresden eingetro* cn und hätten m die Sitzung bestimmend ling.gnfieiL Die Spaltung ivnerhalh ber sächfifchm 6o- jialbemofnUie sei dabei zum erstenmal offen zum Ausdruck gekommen
3n später Ad,mbstunb« wurde bann von ber Dresbener Sloatskanzlei folgender Kabinelis- befdXuh bekanntgegeben
Die sächsisch« Regierung lehnt da« Ansinnen de« Reich«fanzier«, znrückznlrel:u, entschieden ab.
ötn poliuscher Aniah dazu liege nicht vor und
Demtsch'.anb vollkommen in der Lage mar. auf diese Kohle zu verzichten Es Hit bald se n Stzftem gewechscit Es erklärte un' jetzt c en । es tatsächlich in ber C.igc sei. bi: Lie . run ;c i >iu,- fuhren zu lassen, so sei es doch auheiüinbc sie zu beza hien Die ganze Taktil dos beult tci Schuldners wird in ber Heuch.lei dieser cd) re - lung fichtbar Poincarö tarn dann auf die sepn- ratiflifd« Bewegung zu sprechen »M-.r Ixi!-« i e» stets gewissenhaft vernn>d:n. uns in die iune.cn Angelegenheiten Deutschlands e.^umit-wen, welches auch tun tig bie 1kri.ilf.ing Deutsch! i bs len mög:. welcher Ai: ai .l) spater i i bi gegen- seitigen Beziehungen der Staate.' f.in mögen aus denen unmittelbar nach dem Abich u'l i c> Versailler Vertrages das Deutsche Reich zufammei- gefeyl war A jemals wird unS der Gedanke kommen, die Beoöllerung zu vergewaltigen
Mir nähren ftmerlti Annerion«absichten, aber wir werden nicht daraus verzichten, dauernde Sicherheitsgarantien zu verlangen
Diejenigen Garantien, die un« in Versailles versprochen worden waren, haben wir nicht erhalten Deu>sd>iand hat mehrere Monate hinkurch die Kontrolle der 3nleralliierten Militärlommil- lioii lahmgelegt, es hat sich der Mehrzahl der von ihm unterschriebenen Verpflichtungen hin- lichllich ber Zahl und Bewaffnung der unter den Jahnen behaltenen Männer entzogen. eS ckl in bei Lage, seine Sahnten rasch auf die Herstellung von Ä-nonen unb Munition umzustellcn, es kann in ein paar Tagen eine Luftflotte auSruslen Es wäre höchst unvorsichtig von un«. wenn wir nicht auf ber Hut waren und unsere Schutzmittel preisgeben ober abschwächen würden Mir sind ebenscwenig geneigt, untere Ansprüche auf Reparation zu opfern Menn wir die Pfänder nicht genommen hätten und im Zanuar bieie« Zahre« Deutfchland einfach das zwei- ober diei- jäbrige Moratorium gewahrt hätten ba« Deutfch- lanb von unS verlangte.
so stäube c« Deutfehland nicht nur hrutr frei, nicht zu bezahlen, sondern auch sich weiter ruf unsere Kosten zu bereichern!
Zeht hingegen ifi Deutschland fclbf! daran Interessiert. sobald wie möglich bie notwendigen Mnh- nabmen zu Helfen, um seine Gläubiger zu bc- zahlen ES weih, bah wir untere Pfänder nicht aus der Hand geben werd— bevor wir nicht den Betrag unterer Reparationen erhalten haben Seine Sache ift es durch aufrichtige Anstrengung den Zeitpunkt naher zu rücken, in dem wir das Ruhrgebie. räumen " 3n fernen weiteren Ausführungen wendet sich Pvrnear^ ausdrücklich an die Verbü ndeten Frankreichs .Mas erwarten wir von unteren Alliierten?' fragt er .Lediglich de Beachtung be« Versailler Vertrages. den sie gemeinten mit uns un»«zeichnet haben Die deutsche Schuld tfl von der Rcpara- lionskommifsivn gewistenhafi festgesetzt worden Dietes Zahtunasfialui ist Seuifd)lanb mit einem Ultimatum mtlg-tetit toorbc® Die Fefttetzung Ift allo endgültig, und da sie in Ausführung tx* | Versailler Vertrage« DDcgemmtmen wurde. Lum
»u euti. im hr nfinr irwtnT -friiwnr« rrltr—i*—
»vchstich sei dr« Verlangen der Reichsregierung nah der Reichsverlafluvg unzulässig Rur der sächsische Landtag sei legitimiert die Regiciung SachtenS abiub.rusen Svange drs nicht gelchehe, werd.' die sächsische Regierung au‘ ihrem Poste > ausharren Die werde obei alsbald im Land ag c.nc Entscheidung hierüber herbei ühren.
^lach einer Berliner offiziösen Viel düng hat der Reichs präsfi ent durch eine bereit« er» lafkne Verordnung
den Reuhskmzlet nunmehr ermächtigt, die sächsifch« Rezierung unb nötigenfall« andere sächsische Behörden abzuseheo.
De. Reichsteizl.t wird auf Grund dieser Er- maJ-:igung. rachdem die Gnisch.idung der sächli- sche.> Regierung gefallen ift. sofort einen Reichs- f o m m t f ( J r für den Freistaat S^ich'en (wflell.n Mie der .Montag" wissen will, l'l zum Reichs- kommis'ar sur Sachten der frühere Ehef der säch- fi'dxn Ltaalskanzfei Minifterialbirektvr Dr Schulze, in Aussicht genomnu-n
Blutige ^«sammenstöffe in Freiberg.
Dresden, T* Oft. (MTB.s Das Tleichs- wehrkrmmando IV teilt mit 3n Freiberg ist es am Lamslag zu ernsten Zusamn»ensiöhen zwischen de' Rei'h-'wehr t:nd radikalen Elementen gekommen 3m Lause be« Iruhen Aachmittags wurde auf Ansorkerung ber Polizei bie Rcich.'wchr auf zwei Lastknafiw>igeii in bie ©labt entlaubt, um Ansammlungen z u zer ft reuen unb Haussuchungen vorzunehm.n Um vier Uhr nachmittags .r! .1 l-cr Pvliz.idirrkror militärische Hilfe, la vier Reichsnx h. sold-ilen im Postamt lx drängt mürben Die Reichswehr säubene ben Poll platz, befreite bie vier bedrängten Rsch«- wehrsoldalen,
wurde bann aber von der Menge nrti Steinen beworfen und mH Pistolen beschossen
Vier Sofdaien wurdr-n verwundet, darunter zwei schwer ?iad) Len bisher vorliegenden Rachrichten wurden 12 bi« 13 Unruhestifter erschossen unb g.g<n 20 verwundet Es wurde hierauf eine Kompagnie in die Stadt entsandt, um die in den vliatzen immer gröber werbenden Ansammlungen zu zerstreuen und die Ordnung wreder herzuslellen
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ttxrben Der Vertrag stehl ausdrücklich vor, bah Deutfchland keine Herabfeyung gewährt werden kann Es sei denn durch einstimmigen Beschluh der Glaubigerregiei-ungen
Frankreich machte zu viele Prüfungen durch, um zu Vieser Herabsetzung feine Zustrurnnutg zu geben,
M-enn es sich darum handelt, zu beurteilen, buh 2autjd/.a ib mö gen unb in nächster Zukunft zahlen faim, so g bl er nichts, was notwendiger wäre ole b.cfe Piüfui.g, Run ift ab.', durch ben Frie- ben^oertrag qcrabe b.c ReparaiionSkam- m 1111 o n damit betraut morden, diefe >sah- lungssähgkeil, die naluigemah je nach brr Mirt- lch. Islage und dem FinanzveihältniS Deulfch- lands fleigt, von Zeit zu vielt abzufchähen Es lie,:' keinerlei Grund vor der Rnxiraiionskom- m.Hion eine ihier ir-ichtigften Funktionen zu nehmen Sie muh vor jeder ihrer Entscheidungen Deutschland die billige Rotivendigkeit gewähren, te;n.' Einwendungen voiznbringen Deutschland hc.t jetzt wieder die Fühlung mii der Rom mist Ion angenommen und diele wird die deutschen De- (cgierten zweiselsohne binnen kurzem onhörrn Möge mo.i sie aibeiten und ihr Mandai aussüh- ten lallen! Poincari- antwortet dann im beten bei en aus de Rede Ides »mglilchen Minister- Präsiden - in Pltzmvulh. in der er aufgesordert roui be c. + hreiinu! zu überlegen, bevor er die
englischen chläge ab lehne .3d> brauche nicht zu t"»gen,' rrflärfe er. dah jeder Vorschlag be« erglvckn, Piemierminislers von mir siet« der ernstesten Erwägung bcluntcn wird 3ch habe mir zunächst gesagt, bah wir
ht wesentlichen Punkten völlig einer Mefnuug finb. in ber Ausfällung, bah bie Revarations» fioge sobald wie möglich unter bat Alliierten gv icgcli Herbe und bah wir uns einigen sollten, um die Bezahlung bei Reparationen zu sichern Mehr a.'S irgenb jemand bin ich bagegen, bah diele Rcpaiaiioiisregeluiig humusgezogeiI wird Mie ber englische Premierminister Io wünschen auch wir, bah sich bie Vereinigten Staaten bereilsmden, sich nicht abseits von der europäischen Pvliiik zu ballen Mir glauben, bah ber Sacke der Menschheit um so mehr gebient wird, trrrn England die wirstchastlichc sinanzielle und mrralifch. Solibarifäl zwilchen dem alten und dem neuen Äcntinent zusammenscklieht Morüber würde jedoch eine internationale Konserenz beiaten? Mie würde fu zusammengeletzl letn? Melcke« Zusammenwirken würde zwilchen ihr und ben Regierungen ober ber Reparations- ftmminion beheben? Deiches wären bie Kompe- lenzen? Das alle» finb Fragen, bie sich mir gleich zu Beginn feiner Erwägungen aufgedrängt haben und die zu löfen mir nicht gelungen ift 3n Eng- land hat mai sich viel über meine 6 o n n • lagSreden luftig gemacht Dieviel Reden mürben unS nicht Tag für Tag eine internationale Konferenz bringen unb wie mtber- fpruchovvll würden fie nicht ohne .Zweifel fein9 TBeei bie eugllfeh« Regierung wirNich rrilhl dar au deukt, un« ba« Austuueu zu stellen, Beutithland estie, Sitz tu der Koufereuz zu ge»
WÜ*X, Mtafä sprüht.
wenn sie wie wir hier lediglich den Munich Hai, die Mitwirkung der Bereinigten Staaten zu erlangen, so fällt es uns tehr leicht, uns über diele 3bee zu verständigen, die In Pa ins wie in Mashtnglon, In Brüslel und in Rom be-efis in« Auge geiahi wurde Die Reparaltonskommtsfion Ist da und be nimmt alle Xag.' ^lnlerfuchungen vor Ohne etwas unerhört Reue« zu tun. fleht es ihr frei, den offiziösen Delogierten bei Veivimgten Staaten um die Ernennung der amerikanischen Sachverständigen zu bitten die zusammen mit fvaa- zösilchen. englilchen iialieniichen unb belgischen Sachversländigen bie gegenwärtige Zahlungssähio- keit DeustchlanbS prüfen und von Deutschland ein Pirgiamm für die Sanierung seiner Finanzen unb setnei Mabrung sotiüe einen Ivflunmlcn Repara- « onspfan verlangen sollen unb daS alle« Im Rahmendes Frlebensvertrages Ader wir können uns nicht damii einverstnnben erklären, bah ber Ri^cvitionskommilllon Ihre Zuständigkeit entz »gen werde, oder bah man sie durch ein Organ c i i. h c. in dem unser E i n s l u h. der schon sowielo hinter unteren 3hlerelfen zurückstehi. noch weiter einaeschränkt toerbt Dl« Grenze unserer Zugeständnisse Ist erreicht.
Der britische Konferenzvorschlag.
London. 28 OH l Molfl > Reuter erfährt, in gut unterrichteten ftveifen werde setzt im Zusammenhang mit der französischen Aaiwori angenommen, hob keine völlig neue Konferenz abgebalten werden teile Die brittlch» 'Regieiung habe die franzölifche Zustimmung zu dem Plan erhalten, bat» bie Repuruttons- kvmmtsfion eine neue Sachverstän- bigcn(ommifflün ernennen solle, um Deutschlands .iahiungslähigkeli Innerhalb der Bestimmung des Versailler Vertrages zu unter- luchen Man erwartet, bah die Reparation«- kommifllon Amei ika und andere verbündete Staaten entloben werde, sich tn ber geplanten Kom- mifllon vertreten zu lasten.
TtioueS verhandelt Über die Arbeit»- wirderausoahiuc.
Pari« 28 Oft IMTB > Hugo Si ln- <n«« teC ber I vutzöstf <h-belgllchen Mllstäv- mtstivn ein Projekt für die Wiederaufnahme bei Ar bett unterbreitet haben ba« eine ernste Der- hanMung«grunbtage darstelle Er habe Bevoll- wächstgte zurückgelassen. bte die Verhandlungen footgdent hätten Se ständen vor dem Abfchtuh unb mürben wahrkchetnüch nächsten Diencktzig -u einem befttmmten Abkoarmen führen
Die Neichsregierunq gegen Bayern.
Berllu, 27. Ost. (Wolfs.) 3» Verfolg der cm 24 Ostober von der Konferenz derMiuister» prafidenten und Gesandten der Länder gefassten Gntfch iessung ho« die Reichsregierung an dir bayerische Staatsregleruug da« Gr» suchen gerichtet, dieverfaffungsmässtg« Befehlgewalt hn bayerisch«, LeU der Reühswehr tn kürzester Z«H wiederher» z u st e l l e u. Die Rot« der Reühsregieruug ist dem Mtntsterpräsideuten v Knill tag am Sonntag überreicht worben Am heutigen Montag findet in München «tn Mtuisterrat statt, ber sich mit der Rot« bei Reichs«egir- rung beschäftigen wird.
Offiziös wird von Berliner Regierungsstelle zu dem Konflikt mit Boyein noch folgende« ver- loutbarl
_3n bet Sitzung der Mmisterprälidenten unb Gesandten bei k'änVr ist der ehrmütige Wunsch der deutschen Länd, - zum Ausdruck gekommen, den Konllckt zwtlchrai dem Reich unb Bayetn zu beseitigen Det bayerische Defandlc Herr h o r Preger ba! in Herlretung her bayerischer Staat«rtgtrnr.iq bei dielen TterbonNungei mi» der holt zu erkennen gegeben, hoh der bayerischen S»aat«regierung daran gelegen sei, einen annehmbaren Weg zu finden, um diesen von ihr bedauerten Konsti! zu lösen Der Reichskanzler hat sich hinter ®rH irung an- geschlollen und den Da-tk der Reichtregierunx hafuv zum Ausdruck gebrecht, bah de Länder lich bemühten, einen Weg sur diele Lösung zu stnden.
Heule nun et lässt der bayerstche GeneralsI .lats- kommistar von Kahr eine Erklärung, wonach er es
ablehol, mit der derzeitigen Reckh«reg»ecuug tn Verhandlungen einzutreteu
Diese Erklärung ist an sich praktilch belanglos. denn die Vertretung Bayerns liegt in den Händen der h.tyerilchen Staateicgierung und nicht bei Herrn von K-ihr. der lediglich mit her Wahrnehmung der Funktionen betrau! ist. die sich ander Verhängung des Ausnahmezustandes tn Bayern et geben Um so unverantwortlicher ist es menn Herr von Kahr sich dem Wunsche der Reichoregierung dem einmütigen Wunsche der Länder und dem durch ben bayerischen Gesandten ausge'prvchenen Wunsch ber bayerischen Staatsregierung die Reichsernhetl zu sichern.
duvch sein Verhakten faktisch widersetzt.
Da« lut der bar,.Tt|4« Deneral'iaatskommtllar in einer Zeil, in der tw bayerische Pfalz in Gefahr tfl tn französisch-' Abhängigkeit zu geraten, in ber Rhein unb Ruhr von dem teanzSstschen Vernicht u ngsw, llen bedroh« sind, tme tau« |e zuvor, m der Hunger tm Jmxm unb 2ter gemaUU


