Ausgabe 
29.1.1923
 
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Me das Kreise ichen dem 12. imb 15 m «XmJ? tin $*« SJ ?onc beschädig ^tolrt», erhält eine Deich ^spende statt Lei, rcyahmenÄverten Deschkh .cchüPengeWQft 1891 mmi9 beschlossen, tnfch Setzung des Achrgebiett ewergnügen auss allen n « gezeichneten Dettag bv öhe von 10000 Mark bei n Brüdern im Achroeble >0! Der macht's nach? linen» und Gltarrei' >lita" und der Marl- crmstalteten gestern abend ffc »ess. Dervenheilstätte (leb? d geladene Gäste im Marku- und Theaterabend, dec eine ls nahm. Die am Ausgirc rhilse gesammelte Spende c? on 3755 M

Voraussage Vlenätag: ifLlle, Westwind, M och wird vvn den Depreh twcktzedrängt. notizen.

lender für Monta; )t: Hauptversammlung de uenvereinigung der M . Astvria.LlchtsPiele, c. de Kristall'. 1. und 2. Li .raMster'- -LM he, ab heute:Dolles «n hohen Bergen".- K heute: .Die weihe WO ische Kraftpulver''- lergemeindedeSLilb

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fehtem Ursprung zu gewendet. SS ist ihm ge­lungen, alte arabische Schattenspieltexte und aanz einzigartig werwolle alte Schattenspiel- flguren an entlegenen Stellen aufzufind en, und diese nebst einer Anzahl moderner Figuren mach Deutschland zu bringen. Die hochinter- Zssanten, aus Leder geschnittenen Charakter­figuren haben die Begeisterung von Kennern vnd Künstlern erregt. Die Typen haben hohen historischen und kulturgeschichtlichen Wert. Sie qitmmen auch zum Teil zu den alten Texten, Won denen Professor Kahle einen für die Gie­ßener Aufführung bearbeitet hat. Cs ist das I Krokvdilspiel, dessen Szenerie das Nilufer ist, und das eine Anzahl köstlichster Volkstypen Aegyptens vorführt. Bei der Aufführung wir­ken bekannte hiesige Kräfte mit.

Wohltätigkeitskonzert der Gießener Studentenhilfe. Man teilt uns mit. Am Sonntag, 11. Februar. Veran­stalter die Gießener Studentenhilfe in der Neuen Aula der Universität ein Wohltätig- I eitskonzert, bei dem erstklassige Gießener Kräfte und eine auswärtige Sängerin mitwir- 1 :n werden. Weiteres wird durch Anzeige be- jwnders bekanntgemacht werden.

Landkreis Gießen.

* Langsdorf, 27. Jan. Der Ge­mein d e r a t hat in seiner gestrigen Sitzung ö-eschlossen, 100 000 Mark aus der Ge- -neindekasse der R u h r h i l f e zuzuwenden.

k. Allendorf a. d. Lumda, 25. Ian. Destern abend sprach Ingenieur S r t e l im 2Uufttage der Liga zum Schutze der deutschen Kultur über das Thema:Kann unsRuh - Und retten?" Der Vortragende, der jahre­lang in Rußland lebte, zeigte, daß wir von iXm heutigen Rußland keinerlei Hilfe zu eitoartcn haben; er ist aber der Ansicht, daß I een wiederaufgebautes Rußland mit einer an­deren Regierung uns noch zu großem Borteil lverden kann und wird. Der Redner unterstützte seinen Dorttag durch zahlreiche Lichtbilder.

* Trais-Horloff. 26. Ian. Die Kreis- llLlche BellersheimTrais-Horloff, warn sog. Kreuz bis zur Grube Friedrich, wird tum 1. Februar ab bis auf weiteres wegen Um- icmiarbetten für den Verkehr gesperrt.

chGrüningen, 25. Ian. Gestern abend I ^canslaltete die hiesige Ortsgruppe derLiga zum bchutze der deutschen Kultur" eine Protest- Versammlung oegen die rechtswidrige *3c- ' tzung des Ruhrgebiets. In der sehr stark be» 1 chlen Dersannnlung sprach Herr Wendel über 'ixi Thema:Poincars. der Präsident des Wett- ! reges". Seine Ausführungen wurden mit großem ; ntereffe verfolgt. Ium Schlüsse wurde noch die Anregung gegeben, für die Brüder, die im neu

ZDberten" Gebie auch für uns leiden, eine Damm- Ung zu veranstalten.

* Linden st ruth, 26. Ian. Jur Aus­führung von Entwässerungsanlagen in den Fluren I und II unserer Gemarkung ist die Bildung einer öffentlichen Was­sergenossenschaft beim Kreisamt bean- tragt worden. Die Dorarbeiten hierzu werden

14. bis 28. Februar auf der Bürger­meisterei zur Einsicht sämtlicher in Frage kom­menden Grundeigentümer offen liegen.

I Kreis Alsfeld.

* A l S f e l d, 27'. Jan. Stark zunehmende Wilddieberei wird im Romroder Sald bemerkt. Mit Schlingen und Büchsen ilien die Wildschützen den Rehwildbestand irrt dezimiert. Im Laufe des letzten Jahres abm die Wilddieberei dermaßen überhand, atz die Forstbehörde sich gezwungen sah, der ^ständigen Försterei In Liederbach zwei mei­ere Försteraspiranten zuguteilen, um dem . Raubgesindel das Handwerk zu erschweren tri der gänzlichen Ausrottung des Wildes in dieser Stelle vorzubeugen. Bis jetzt hat r-rn aber noch keinen der Wilddiebe fassen können.

Kreis Büdingen.

* Büdingen, 27. Ian. Eine in Ame- kila wohnende frühere Büdlngerin, Frau D ke t r i ch in Washington, hat unserem Ma- thilden-Hospltal zwei Kisten mit |e tl8 Büchsen kondensierter Milch furch Vermittlung des Roten 5 reu es in hLinburg als Geschenk zugehen lassen.

Kreis Friedberg.

B u hb a ch 27. Jan. Bei der Wahl eines friteren Mitgliedes zur Handelskammer Friedberg für den Bezirk Butzbach wurde Erektor Dc. Ern st Schlapper gewählt. 21 QH e g u i n - QI G b.-absichtigt ci^e G r w e l - inung ihres Werkes nach bc.n Drledeler Bald zu. Das Unternehmen hat sich zu diesem jwitf an die Stadt gewandt mit dem Vorschläge, »Lnd vom Armenwnds, das Im Erw.lt.rungs- 1 ............. 1 -J1LL,1 LIL!1. ____U

Gießener Konzertverdin.*)

Gießen, 25. Januar 1923.

Lieder- und Duettenabend.

F-QU Ilse Helling-Rosenthal, Leipzig, Alt Dr. Wolfgang Rosenthal, Lerpzig, "2rt Klavier: Herr Paul Meyer, Frankfurt <f. M.

Den Mittel- und Höhepunkt der Darbietungen in stimmlicher Kultur und Harmonie idealen ÄDstlerpaares bildeten unstreitig die Zwiegesänge m3 Goethe-Wolfs .West-östlichem Diwan^. Ein- Ürngllcher und unmittelbarer ist mir die wahr- llstl pcoteische Art, dieser unnachahmliche Zug ul- Genialität Wolfs nie zum Bewußtsein ge- kilmrnen. Wie Wolf Goethe erlebte, wie er den GUI des WeltumfasserS ganz aus seiner Kunstler- flele Projizierle der letzte Strahl des verkltn- KtiZen Jahrhunderts fällt bedeutsam darauf, fti dem geradezu genialen Racherleben, in Blf<r von außerordentlicher geistiger Durchdrin- ging bestimmten Deklamation, die jeder seelischen -Regung mit freier, natürlicher Beweglichkeit folgte, iMcb es überzeugend offenbar. Wie berückend Hb frauenhaft zart klang die Bitte SulelkaS, jfr den Traum zu deuten, aus diesem Munde gritxner Töne, und wie kraftvoll männlich mit 'uinrhörter Intensität der Steigerung, leicht von

(egenem Humor durchzuckt, Hatems gewäh- ir»--

*) Wegen (Raummangel bis hsjte zuruck- ,Bellt. Die SchrrMg.

plan des Werkes liegt, im Austausch gegen anderes Bauland ihm zur ^Verfügung zu ftellen. Das Gesuch soll zunächst von der Bau- und der landwirtschastlichen Kommission des Gemeinderats geprüft werden, die.germeisterei soll in Ver­handlungen mit der Firma llarstellen, wieviel Gelände diese In Tausch geben will.

* Butzbach, 26. Jan. Der Gerneinde- rat hat beschlossen, den P r e i S für ein Kubik­meter Wasser für die Monate Oktober bis Dezember 1922 auf 100 Mark herabzu- Jetjert. Die Bürgermeisterei bringt diesen Beschluß jetzt zur öffentlichen KennwiS. In der Zelt der allgemeinen, ungeheuerlichen LebenS- unterhaltS-Derteuerung verdient dieser Preis- a b b a u - Beschluß aßs ein besonderes Tagesereignis registriert zu werden.

Hcffen-Nttffau.

fpd. F r a n k f u r t a. M., 28. Ian. Die Krim- minalpolizei verhaftete tn einem Caf6 an der Kaiserflrahe zwei Ungarn, die große Mengen I u w e l e n, die sie in Deutschland aufgekauft hat­ten, bei sich führten. Qluherdem hatten die Hei­den Schieber etwa 15 Millionen Mark bares Geld und Schecks bei stch Die Juwelen sollten nach dem Qluslande verschoben werden. Für Sams­tag abend hatten zahlreiche QZereine, entgegen den Bestimmungen, zu geschlossenen Vererns- maskenbällen durch öffenlliche Qlnzeigen in den Zeitungen und auf Plakaten eingelaoen. Der Polizeipräsident hat sämtliche Vergnügen darauf kurzerhand verboten.

* Hanau, 27. Ian. Die hiesigen Hotel- und Gastwirte haben beschlossen, während der Dauer der feindlichen Ruhrbesetzung Fran­zosen und Belgiern weder Ver­pflegung noch Untertunft zu gewah­ren. Es wird erwartet, daß die Prlvat- Zimmervermieter sich diesem Dorgehen an­schließen werden.

fpd. Kassel, 29. Jan Oluf Wilhelms- höhe wurde durch einen älnternehmer in einer beträchtlichen Tiefe Mineralwasser er­höh r t, dessen Beschasfenheit den Heilquel­len zweier bekannter Badeorte gleichwertig ist. Die Bohranlagen befinden sich auf städtischem Gelände. Oberbürgermeister Scheidemann machte, jetzt in einer Sitzung der städtischen Kör­perschaften Mitteilung, daß man die Errich­tung eines Bades plant, an dem sich ber Staat insofern beteiligen könnte, als er die Wil- helmShöher Anlagen nebst dem Schloß In die zu bildende Gesellschaft einbringt. Das Schloß soll aber nur soweit in den Betrieb hlneiagenvmmen werden daß bestimmte Räume als Lese-, Schreib­und Gesellschaflszimmer Verwendung finden. Qln eine Ü1 mWandlung dec Schloßräume tn eine Wirt­schaft ist nicht zu denken, so daß eine QZer-schanüe- lung des Baues als ausgeschlossen gilt. Der Magistrat hat den Oberbürgermeister mit der Weiterverfolgung des Planes beauftragt, auch die Stadtverordnetenversammlung hat sich ein­mütig für die QZerwirklichung ausgesprochen.

Turnen, Sport und SpteL

*DomLahn-Regatta-Derband wird uns zu unserer (Rotlz vom 17. ds. Mts. mltgetellt, die diesjährige Regatta des Der- bandeS finde nicht am 8. Juli, sondern am 17. Juni in Gießen unter der Leitung der Gießener Rudergesellschaft 1877 statt.

Vermischtes.

* Rorden gegen Süden in England. Richt nur bei uns, wo die Mainlinie ja noch immer einen gewissen Gegensatz zwischen Rord- und Süddeutschland bezeichnet, sondern auch In England besteht eine gewisse Eifersüchtelei zwischen dem Rorden und dem Süden des Landes. Welcher von beiden ist der tüchtigere Teil? fragt ein Sta­tistiker In einem Londoner Blatt und teilt gewich­tige Zahlen mit, die dem Süden den Vorzug sichern. Don 100 bedeutenden Männern, die in England geboren wurden, stammen an Dichtern 20 aus dem Rorden und 80 aus dem Süden, an Staatsmännern 33 aus dem Rorden und 67 aus dem Süden. Don Künstlern kommen auf 75 be­deutende Männer, die Im Süden geboren sind, nur 25 aus dem Rorden. Von Erfinoern hat der 6üi>en mit 60 ebenfalls die äleberzahl, von großen Gelehrten mit 64. äleberhaupt Ist In jedem Beruf die Zahl der großen Männer, die der Süden her- vocgebracht hat, großer. Diese äleberlegenheit des Südens ist wohl zum großen Tell darauf zurück- zuführen, daß London in dieser Gegend Englands liegt London ist wie jede Großstadt seit Jahr­hunderten ein Magnet für tüchtige Menschen ge­wesen, und solche hervorragende Leute haben auch wieder begabte Kinder gehabt, so daß die Londoner Im Geistes- und Wirtschaftsleben Großbritanniens eine hervorragende Rolle spielen.

* Pflanzenkultur mit künstlichem Licht. Reue Versuche über das Wachstum der Pflanzen unter dem Einfluß von künst­lichem Licht sind von Höstermann angestellt worden, und Dörries berichtet darüber in den

renbe Antwort:Dies zu deuten bin erbötig!" Glühend und stürmisch befiel uns die lodernde Leidenschaft Suleikas:Hochbeglückt in deiner Liebe", hiese feurige Zuneigung eines großen Herzens, in welcher Marianne ganz in Goethes Zungen redet. Gern hätten wir auch den voraus- gehenden Gesang Hatems gehört, um ganz der freien Symbolik vertraut zu werden, mit der Wolf dieses innig verknüpfte Liederpaar aus ein und demselben Motiv herauswachsen läßt Qlber auch ohnedies blieb der ce'^altige Eindruck der großen Steigerung, der Forttsiirnospannung im Klaviervorspiel, auf deren Wogen Suleikas be­schwingte Seligkeit schwebt, um dann dem fast symphonisch gestalteten RachLpiel erst den ganzen lieber ft rom cer Empfindung zu überlassen, den die verhaltene Liebe der großen deutschen Frau nicht so gestehen darf.

Dor dieser Zwiesprache zwischen der inner­lich, schwärmerisch bewegten Fvaueiseele Su- leika-Mariannens und dem leidenschaftlich auf- flammenden und männlich starken Geist Goethe- Hatems fang Herr Dr. Rosenthal drei Ro­manzen aus Tiecks Mazelvne. Er brach e diese Lie­der aus dem Drahmsschen Lie.e.zyklus, dem ein­zigen, welchen der Meister außer denVier ernsten Gesängen" komponiert hat, mit ec so intensiven Einfühlung zu Gehör, daß vielleicht auch Hugo Wolf aufgehorcht hätte, dem sicherlich ob der PcogtXimmnachbarschaft eine sarkastische De- mertung entschlüpft wäre. Mit einer anS Wunder-

Naturwissenschaften". SS wurden in einem Treibhaus elektrische Lampen in 60 Zentimeter Höhr über einem Versuchsbeet angebracht. Die Beleuchtungsstärke der Pflanzen betrug 300 bis 900 ßuj, und zwar senkrecht unter den Lampen 900 und dann zum Deettand hin ab­nehmend bis auf 300 Lux. Die Lampen brann­ten regelmäßig von der Abenddämmerung an sechs Stunden. Der Erfolg der künstlichen Be­leuchtung war bei Treibsträuchern, Treiberd­beeren und Kopfsalat durchaus günstig Kopf­salat, der von Mitte November ab beleuchtet wurde, war bereits nach 18 Tagen so weit, wie nur bei natürlichem Licht wachsender Salat erst nach 46 Wochen. Erdbeeren brachten Mitte Mär^ große, süße, aromatische Früchte. Die Beleuchtung während der Treibperiode von November bis Januar brachte Blumen und Sttäucher sehr frühzeitig zum blühen, so Flieder, Rosen, Schneeball, Mandelbäumchen, Zierapfel.

Handel.

Berlin, 27. Ian. Bst recht nervöser Stim­mung nahm die verhängnisvolle Steigerung der Devisenpreise auch heute ihren Fortgang. Gegen­über der verhältnismäßig ftar.'e.i Nachfrage be­stand aber nur wenig Verkaussiieigung, so daß für die wichtigsten Importdevisen der Begehr nur teilweise be,rledigt w.mden konnte. In Rück« wi.kung hi-rvon lagen die im Gffek.ensreivrrkehr für die führenden Bergwerks-, Schiffahrts-, Eleltrizitäts- und anderen Industrieattien ge­nannten Kurse wesentlich über den gestrigen. Derkaussneigung bestand aber nirgends.

Frankfurt a. M^ 27. Ian. Dörsen- stimmungsbild. Unter dem Eindruck der politischen Nachrichten trat in ausländischen Zahlungsmitteln eine erneute Aufwärtsbewe­gung ein. Der Dollar fetzte mit 25 500 ein and bewegte sich auf 26 000 bis 27 300. Auf den Effektenmarkt blieben die politischen Nachrich­ten ohne Einfluß. Im freien Verkehr herrschte feste Stimmung. Im Handel von Bureau zu Bureau machte sich für Industrieaktien große Nachfrage bemerkbar. Gefragt waren beson­ders Spezialwerte. Chemische Aktien fanden weiter Beachtung. Die Umsätze blieben im all­gemeinen bescheiden. Um 1 Uhr wurde der Dollar 27 200 genannt.

Frankfurter Devisenmarkt.

(Telegraphische Auszahlung.) Dalum: 26. Januar 27. Januar

Amtl. No fern. SlmiL Noliera.

<Neld Brie? Geld Bries

Antw.'Brllssel . 1361,60 1368,40 154610 1551,90

Holland 9276,75 932325 107 3.10 16776,90

Vonbort 109226,25 109773,75 125685,- 126:15-

PariS 1488,75 1496.25 1720.70 1729,30

Schweiz 4314.20 4335,80 5,062.30 1587,70

Spanien 386330 8681,70 4264.30 4285.70

Jialien 110125 110&75 1290,75 1303,25

Ltssadon'Ovorto

Dänemark . . .. 4513,70 4536.30 5286.75 5313 25

Norweaen . .. . 4279 25 4300 75 5037,35 50,2.65

Schweben .... 6147,10 6177.90 728175 7318,25

HelimasorS. . . . 563,60 566,40 658,35 661'5

Neunork 23191,25 23308 75 27251,75 27368,25

Deulsch-Oesterr. 32-29 32,45 87,41 3759

Budapest 888.75 892,75 987,50 992,50

Prag . 637.- 641 785.50 789,50

Agram 19350 194,50 237,40 238.60

Banknote».

Frankfurt a.M^ 27. Januar. Brief Geld Schweizer Nown 5035, 5015.

ftralnölilche Noien 1086.- 1671

Dänische Noten 5265 518», Schwedische No en 7240.- 7160

Holländische Noten 10645 10-555 Deinsch'Oester, eich L100 Kronen 37.25 36.75

Aiiierikinische Noten 277'10 27640 Englische Noten 127500,- 127009, Italienische No en 129.5, 1280

Betatsche Noien 1516 1504,

Unaarische No en 805 795

Tschechoslowakische Noten .... 795 789

Norwegische Noten 5040 4960

Rumänische Noten 12050 11950 Svanische Noten

Märkte.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, lt. Ian. In Rückwirkung der an» haltenden St.igerung dec D^visenprei e gingen auch die Getr-eidepreise auf der ganzen Linie bLträchclich in die Höhe^ zumal das Angebot vom Inlande heute fast ganz aufgehört Hal Das Geschäft war unregelmäßta und gering, weil die Käu.er bei den sehr hohen Forderungen vor- sich ig blieben Außer den stark erhöhten Preisen für Brotgetreide und die anderen Getreidesorten wurden auch alle anderen Artikel wesentlich höher bezahlt.

Dongs Iugendbücherei (Verlag Itn Rich Dong, Berlin), die sich hauptsächlich an die reifere Jugend wendet, ist ein Unter­nehmen, dem man weiteste Verbreitung wünschen kann. In reichhaltigen, zahlreich UIu,trierlen Dän-

bare grenzenden Technik der Atemführung und Registerbehandlung setzte der große Künstler, unser mit Georg A. Walter bedeutendster Dach- sänger, das fast in jeder, besonders aber tn der eigentlichen baritonalen Lage prachtvolle Material seines herrlichen Organs für diese reifsten Früchte des Drahmsschen Liedstiles ein. Wie herrlich blüht aber auch tn diesen Schöpfungen, genau tote in dem ihnen nahestehenden Klavterqutntett Brahms' Meisterschaft in der Melodik, in der Sicherheit der Deklamation und der kraftvollen, oft tonmalenden Begleitung (etwa in dem galop- ptuenden Rhythmus des ersten Liedes)! Hoch über aller Kunst der Technik aber steht die unnachahm­lich feine Charakterisierung der Gemütsbe­wegungen.

Im Gegensatz zu ihrem Gatten, der eine recht unbequeme stimmliche Indisposition erfolgreich meisterte, lieh Frau Helling.Rosenthal die sieghafte Pracht ihres schlackenlosen hellen Soprans, der, seitdem ich sie daS letzte Mal hörte, an Fülle und Glanz noch gewonnen zu haben scheinl der jüngsten Moderne was aufs dankbarste anerkannt und be­grüßt werden muh, fünf Liedern des Oesterretchers Joseph Marx, dessen barmonie- alttzcrndes Klavierkonzert jüngst W. Gteseking aus oct Taufe gehoben hal Rach meinem Gmpfmden verhalf nur die außerordentlich geschickt getroffene Wahl und vor allem die vvn einer genialen Mühe­losigkeit getragene Darbietung durch die außer-

den werden lehrreiche Stoffe Jugend und Voll von berufenen Federn näher gebracht. .Deutsche Dichter, die unsere Jugend kennen s l. l l t e, v. Fel. Lorenz umsaht, mtt Proben aus den Werken der Dichter, alle glänzenden Denkmäler deutscher Dlchttlng von den Anfängen bis zur Gegenwart. Auch die Charakteristik Der Persönlichkeit und des Umkreises, aus dem bet betreffende Dichter hervorgegangen ist, wird hier berücksichtigt. Ein gleichartiger Band behandelt Berühmte Musiker und ihre Werke". Unter Beteiligung berufener Mitarbeiter hat hier Dr. Rich. Sternfeld alles Wissenswerte für die Jugend gesammelt in lebendiger Darstellung der entscheidenden Höhepunkte. Zahlreiche Roten­beispiele sind hinzagefügt.Im Wunder­land der Technik" behandelt Hans Do­minik Meisterstücke und neue Errungenschaften, die unsere Jugend kennen lernen sollte. End­lich ist noch ein Band »Seelenleben un­serer Haustiere", von Dr. Th. Zell, sehr bemerkenswert, da hier ein tieferes Empfinden zu jenen Tieren geweckt wird, die alsHaustiere" mit den Menschen in enger Gemeinschaft leben. Die eingestteuten Erzählungen auS der Tierwelt, Iagderlebnisse und Schilderungen seltener Beob­achtungen, werden viel Anklang finden.

(In einem Teil der Auflage wiederholt.)

DaS Urteil der englischen Juristen.

London, 27. Jan. (WTD.) Dem politischen Berichterstatter derDaily R«vs" zufolge hat der neue Beschluß der Reparationskvmmifsion das bereits tn britischen Kreisen herrschende Unbe­hagen noch verstärkt. In politischen Kreisen geht das Gerücht, daß die Rechtsbeamten Sir Dou­glas H o g g und Sir Thomas I n s k i p dem Premierminister mitgeteilt hätten, daß die fran­zösische Aktion im Ruhrgebiet eine Verletzung des Versailler Vertrages darstelle.

Gme scharfe Kritik derTimeS".

London, 27. Ian. (WTD.) Die .Time$ wenden sich in sehr ernsten Worten gegen den gest­rigen Mehrheitsbeschluß der Reparationskom­mission, Deutschland in allgemeinen Verzug zu er­klären und die Bezahlung einer halben Milliarde Goldmark am 31. Januar zu fordern. Dom Jahr 1923 werde man wieder in das Jahr 1921 zurück- geworfen. Die Aktion der Franzosen, die die Reparativnskommission dazu drängten, diesen Beschluß anzunehmen, fei ein Zugeständnis, daß für sie die Reparationen nicht die Haup tsache sind. Die Rrparationskommission als unparteiische z Organ interalliierter Meinungs­äußerung habe sich vollkommen lächer­lich gemacht. Sie fei nicht mehr oder weniger geworden als das Werkzeug zur Registrierung von Beschlüssen, die von der französischen Regierung gefaßt worden seien in Verfolgung einer besonde­ren Politik und habe ihre legale Autorität verloren.

Kohlenpreiserhöhung.

Derl in, 26. Ian. (WTD.) Die durch daS gewaltsame Vorgehen der Franzosen geschaffene wirtschaftliche Lage, die in weiterer ftarfer Geld­entwertung und davon ausgehend in der Steige­rung aller Preise und Löhne einen unmittelbaren Ausdruck gefunden hatte, hat die Organe der Kohlenwirtschast gezwungen, heute über neue Kohlenpretserhöhungen zu beraten. Di­rektor Ja aus sand eingangs der Tagung ein­drucksvolle Worte des Dankes für den erfolgreichen geschlossenen Widerstand der Arbeitgeber und Ar­beitnehmer sowie der behördlichen Verwaltung im Ruhrbezirk und den unbeugsamen Willen aller Beteiligten zu weiterer energischer Abwehr gegen­über den französisch-belgischen Gewaltmaßnahmen. Die beschlossenen Kohlenpreiserhöhungen haben folgendes Ausmaß: Rheinland-Wesffalen Fett- föroerkohle 20 mal 240 Mk., Sachsen durchschnitt­lich 20 mal 459 Mk., Riederschlesien 19 mal 228 Mk., Aachen-Eschweiler 24 mal 273 Mk., Aachen- Rordstern 27 mal 441 Mk., Riedersachsen-Ibben­büren 19 mal 690 Ak., Riedersachsen-Barsing­hausen 21 mal 663 Mk., Mitteldeutsche Braun­kohlenreviere Rohkohle 4 mal 706, Briketts 12 mal 860, 12 mal 504, rheinische Braunkohle, Rohkohle 3 mal 937, Briketts 13 mal 860 Mk. Diese Preis­erhöhungen verstehen stch netto. Es kommen also noch bie üblichen Steuern und Abgaben hinzu. Die neuen Preise treten für Rheinland-Westfalen, Aachen, Riedersachsen und rheinische Braunkohle ab 1. Februar, für die übrigen Reviere schon ab 29. Januar in Kraft. Die Preiserhöhung schließt auch die Steigerung der Betträge für die Derg- arbeiterheimstätten von 120 auf 360 Mk. tn sich. Die Beschlüsse erfolgten einstimmig. Rur gegen das Ausmaß der Erhöhung tn einigen kleineren Revieren stimmte ein Mitglied.

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ordentliche Künstlerin, welche durch ihre instinktive Sicherheit im Ausdruck selost bei jähen und plötz- llchm Rückungen die geborene Interprettn dieser subtilen Moderne zu sein scheint, diesen Liedern zu dem hiesigen Erfolg. Sie gehören aber, wie alle Lieder von Marx, der, hie und da leicht exvti- fierend, dem Einfluß von Reger und Debussy sich nicht zu entschlaaen weiß und seine melodische, koloristische Begabung vor allem in den leuchten­den symphonischen Klavierpart legt, zu jener Moderne, die infolge der 2lbhängigkeit von Wols und Strauß eine erschreckende Aehnltchkeit ihrer Gebilde untereinander zeigt.

Umrahmt wurde das anspruchsvolle Pro« gramm von vier der schönsten und mei^erlWten Duette unseres geliebten Dichterkomponisten Peter Cornelius und Drei vornehmen, wirkungsftae.en Zwtegesängen von Georg Göhler, die mit Absicht den Stil der Moderne meiden, aber mir bet aller Kunst des Satzes und der Zeichnung wett weniger originell erscheinen wollen als viele Einzellieder oder die jüngst in Altenburg zur Uraufführung gelangte Spielover »Prinz Nachtwächter" dieses streitbaren, feinsinnigen und äußerst vtelseittge« musikalischen CharakterkopfeS.

Herr Paul Meyer (Frankfurt a. M.) on dem z. T. äußerst schwierigen Klavierpart ein ge> treuer Anwalt und überraschte durch die voll« endete Kultur des 2lnschlags, die AuSgeglichenhett und Anpassungsfähigkeit seines Spieles. Dr. H. R.