ar. 50 Zweiter Blatt Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für lvberhessen) Mittwoch, 28. Zebruar 1923
Deutscher Reichstag.
2O7 Lttz-u 2 Ufer uochmillag-
27. Sehr 1923
O»n Otten*ninMKr auf etaftoeilige 3uher- fceftkn ma be» 247 d D «vchuIbkün. big u II g bet einem 31 **f u 6 on mehr a l • 6 Pro-., uHrh in allen drei Gelungen
angtnommm
3uc Btratunq forme! aUbcnrn ent 9 in - sprach btt ReichsraI " gegen btt Un Setlfen otgeftl vorn Reichstag beschlossene rhöhung der »Holzabgabe von I iof 2 Proz
215a. Dr Pieper ID Bt> > beantrag!, btt
ursprüngliche Regierungsvorlage von 1*/, Pro, «Heber benu'lellen
21 bq I>. He r ft S । Mtf an den 2 Prvz. test und beantrag tiebenoetlung der Vorlage «als an den 7 Duf)
Diesem Antrag gnnih geht die Vortage noch- neHi an btn tvin«chaftltchta Aus'chuh.
•in Antrag Peniblen <T 3pt.) über die nicht f ü n b bd r e n PuhIverIräge wirb dem Mo-nungrausfchuh ü erjHe'en
3n einer Novelle zum Gesetz über Rolstands- «ahnahmen zur tinterstützung von Rentenempfängern der Invaliden- und Ang, stellten Versicherung re.langt der Reichsrat. dah das Reich den Cbemetnbtn W Prozent der verauslagten tinterftüitunglbeträge ersehen soll Reichsreaierung und Rmchsiagsaus- schuh wollen an 80 Prozent Mtyallen
Rach kurzer Debatte wird die Vorlage des Reichst als adgelehnt. 2s bleibt also bei 80 Pro^
Alsdann wirb die -weite Beratung des Rtichswthrministertums fortgesetzt
Abg Ledebour fXlnqbb » bezeichnet bu letzte Rede des Reichswehritunisltrs als etnen schlaatnden Vetreis dafür, bah der Reichskanzler fern Amt genau Io auffallt, wit seinerzeit bie wil- l^lminischen Uhntfler Gehler habt mit vollem Recht erklärt, nur ein Verrückter könne an einen bewaffneten TDtberftanb gegen btt Franzosen ben- fen Die Rechte des Hauses sei offenbar anderer Rnticht Speziell Abg Hergt verbreite die Illusion. all ob die Sowjetregienmg in einem Kriege gegen Frankreich die deutsche kapitalistische Regierung UN ter stützen würde Das sei eine tvahnflnntge 3bet; denn ehe Sowjetstern und Hakenkreuz sich vereinigt hätten, wären die deutschen Städte schon durch .ilugwuge zerstört
2log Au eft I er (So- ) verlangt vom Mi- nrfier eine llare Antwort auf die Ausfüdrungen be8 Abg Schöpfltn über die Beziehungen der Reichswehr au den Selbstsch tzorqarl ationen. Die Rai lonallo sattsten hätten ihre Massen auch von der Reichswehr erhallen Rediitr fritl iert |o- bann die in der Reichswehr t>crbreiteten Ödbaien- ÜtUungcn, bie antkepublilanildb seien
RcichSwedomintster Dc. V e h I e r : G» ist richtig. bob jetzt von Unverantwortlichen alle möglichen Kritgsplüne ou»gcMi werden. Bedenklicher ist es ober, wenn verantwortliche kommunistische A.deitersüh er in V trteb. Der ammtu.igen ben Arbeitern Dorrvöcn. die russische Rote Armee werde den deutschen Arbeitern zu Hllse kommen qrgen Frankreich und die deutschen Kapi allst n. du den vielen Fragen, welche die beiden Voried- »er an mich gerichtet haben, bcme fe ich. tast ich ei In dieser kritischen Zeil nicht für rhchtig dal-e, wenn -unick Reken gehalten w-rken Ich ta'e nicht erhärt, dah zwttckv-n ter R.-ich«web>- und d^i ille- »Rm Organisationen keinerlei Deichindungen bestehen Ich habe vielmehr in engiter Bei dmdung mit Ministe» Severing alle die beunruhigenden Rachrichten mit grfthter Aufmerksam eit geprüft 3ch halte es ai> r für unmögtich. (ölten geistigen Vewegungen mit dem Polizciftock khufornrnrn 3ch habe alles getan, um ein U?bcrg elfen her Belegung auf die Reichswehr .zu t'erhln?ern De titletu*>d>ung und Deifolgung der Illegalen Dr-
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| sar da Nonen Ist Sache der Polizei anb Gerichte.
Rur durch Minister Seoenng ersah« ich ob Rtichswehrsenre an verbotenen Versammlungen
-ilgenommen haben; denn meine eigenen Rach- .id^enftclkn lind y> aufgehoben Ich stelle adi allem Rachdruck fest Der Schatz Urr Dek^t kann nur mit der Reichswehr, mit ben dazu De.taflung*- mätzlg berufenen Behö ben durchgeiüvrt werten. Danach ist ein 3utaranxn8H*n um illegalen Or-
Hat tonen ausge'chiolsen.
3bg v Dallwitz Dntl. - nimm' in einer kurzen Orf ärung die nationaler. Verbände gegen die Angriffe von links in Schatz und erflärt. ihr Tu« und Streben sei von >rter.indischem Deist erfüllt und diene nur dem Schutz von Recht und Ordnung
Abg Frölich (Ä.> wiederhv't V.t Beftauv- timg, bah bie Leitung der Reichswehr mit den '(legalen Verbänden In Verbindung stehe
Aba Ledebour stinabh.» erkennt an. bah Dr. Gehl er ein guter Äerl sei Ihm fehle aber die Onergie. Die Reichswehr mühte überhaupt adgelchafft werben
Das Gehalt bes Minister* wird darauf bewilligt und der Herresetrt erledigt.
Morgen 2 tihr Marine-«al. Goldanleihe
Der Rechnungsabschluh der Stabt Giehen für bas Jahr 1920.
III. (Teil I in Ar 39. Idl II m Ar 45.)
Verbrauchsabgaben Staraftmrn 60 015,56 2HL. Ausladen 29 616,20 THl. mithin tiaberf chu tz 30 .99, 6 Mk (Voran ch az. G,n- novmai 43 850 THL. TLuzgbcr 28 152 AU i.
Anteil an de r Re I chsei n ko m me n- steue r, sowie nachträglich veranlagte ftäoti chc Sintommenfteuer aus siüheren Jahren: tfirmab- men 4 027 538,42 Mk |Voranschlag 4 028 908,89 Mark).
Anteil an derReichsumsatzsteuer: ©innobmen 76 150 Mk. i Voranschlag 100 000 38!.).
Grund- und Gewerbe it euer Gin- nahmen 1 846 080 All , Xi» giften 176 92528 Mk.. mithin tieberschuh 1609 154.72 Mk. (Voranschlag: Ginnahmen 1 400 000 Mk. Aufgaben 44 700 Mk). Der Steuer ausschlag hat betragen: a) für ein Gebäude nebst Zubehör 60 Psg, bi für land- und sorstwirtsch-rftlich benutzte D.unbftüde 100 Pfg.. c) von gewe b.lch. sowie Ion!:- uno fo.ft- wir.sch -s lich genutz:em Anlage- und Vetii.b.kapital 72 Pfg.
Anteil an der Drunderwcrbs- steuer Sinnahrnen 392 612.40 Mk.. Ansg-rb-n 7397L9 Mk.. mitljn tieberf chuh 335 244.81 Mk. (2k>ton|4iUfl: Ginnahmen 10C00 Mk., Ausgabe., 3500 Mk )
ViIlc11steuer (Deranügungs- steuer) : Ginnohmen 70223,70 Mk! lVoranlchlag 75 000 Mk ).
Hundesteuer din"oSrren 22 166.64 Mk.. Ausladen 2 202,03 Mk.. mithin tieberschuh 19 964,61 Mk. l Voranschlag Ginnahmen 22 000 Mk., Ausg-chen 3130 Mk.).
Wertzuwachs st euer: Ginn. 67 619.29 Mk. 2Iu#g 4>n 3 424.43 M!.. mithin tieberschuh 6-1 194,86 Mk lVoranschlag. Ginnahmen 40 000 Mk.) .
Die nachstehenden Titel gehören zur Vermögens rechn u ng :
Kriegslasten Srädi. Zubuhe 3 142 517.89 Mk. Für die her Stadtverwaltung in den fahren 1914 dis 1920 zu» Plenen umfangreichen kriegswirtschaftlichen Atifgaben wurde eine besondere Rechnung geführt. Die Ab cchnung erg.ib etne endgültige Velaskung der Stadl mit 3 Iti 517,89 Mk Der Vetrag Ist zmn Ausgleich der kriegswirtschaftlichen Rechnung auf Vermögenstitel über- ntmtmen tDcrXm.
An- und Verkauf von Gebäuden und Grundstücken: ®hmobmei 243 467,38 Mk.
Ausgaben 709 275.48 XL uetbr VM** 465103,10 Mk Voeagschhrg Ginnadmen 110 000 Mk. Ausgaben 210 000 XL). Gs 'uv hier unter anderen 2Ldläuten auch die Rvkten hu die Grwer- benq der häirsbavachen des Ge^angenlagers verausgabt
Erbauung g em e i « h r t I i i ch e r Gebäude Gnnahmen 2676 Xk. Ausgaben 1013 072,^5 ML. mithin Zuschutz 1010-«3. ML '»rraiLTjag keine Omnahmen. 1<<it 57SOOO MLL timet Mee Titel finb verausgabt vir Rosten des timbaue» der alte« Obcvnfllm! g> rtnem Polizeirevier, desgleichen des Umbaue* des Sterns Gartens für Zwecke der Stadt Verwaltung einschl. An'chk^fung der ertatbetl ch 3 n> 3 -ungsgegen'tänbe. desql von zwei Schuld» ackcn rm 5=)c4? der S a^mädäxn'chu'e drsgl. des Umbntes der allen G^verb sdulr für Zwecke des 5*>c<pttoU. desgi. für De-richr.m von Räumen in der ölten Älnil für das Arbeitsamr
Grrichtuna von Klein wohnn ngs- bauten Ginnahmen ft 829 3-» Mk A-Saade« 2 647 038.75 Mk.. mithin Znschutz 1611 209,36 XL < Vrremschlag. 2 in nahmen 1000 TD . Ausgaben 3810 000 ML) Gs lind hier verbucht die rm Rechnungsiahr 1920 verausgaben, Verträge t’tr die städtischen Reu bauten In der Xühlstrahe, m der Kai'e:alter und bi brr Vterchstnahe Der gegenüber dem Voranschlag nicht Dennern bete Ve- ' ag ist auf das folgende Rechnungs^rhr über- 'ragen worden und hat dort Verwondäna gesunden. Die hnrgetebenen "Bauten konnten bis zum Snd< des Rechnungsjahres nicht tertiggestellt werden.
GrbauungvonStratzen.A>egen,nd Anlagen: Gtnnahn-e i 64 697,07 ML Ausgaben 5'7336,05 ML. mithin Zuschuh 492*4398 ML tDorern'dJag: Id»: G nvafenen, Aus^rden .352 0?O XL). Hier wurden tnsbsionbere di. Kosten für einig; tued) Ro:stand<a.d.t en ausgrsührt. ©::a- henausbauten. z. V In der Lessingstratze. ber Vl eich strotze, der Dveringst ratze, des Anneröder MegS vcr.utkg.tbt.
Lagerverwaltung Ginn 395 976,54 Mk. Au.gch.-« 537 292 6> Mk.. mi.h.n Zu schuh 141316,11 Mk. (Vorschlag Gini-obrn.-n 75 000 Mk, Ausgaben 302 809 76 AN Di- Mehrt.s- gäbe un er diesem Titel ist durch bk duchmähtqe Ver.echnung des Meckes ber am 1 Avril 1920 übernommenen Gegenstände der S etnfob tk. sowie des Te ngcs des Äi-aftwagenpa^ks enlstanoen.
Als Mittel zur Ausgleichung warm hn Voranschlag 2 17? 233,33 ML corgc c'en. Dir Inan'pruchaadÄne vcn Ve.-mögmsmi:t in tum Ausgleich ter Vetrlebsrechnunq wurde ober nicht erfvr 7 erlich.
Kapitalmitte! G «nahmen 15991 118,71 Mk.. 211::g d u 4 ZC9 233 29 UL' , raübm Heber- schuh 11 281 885,42 Mk |Vor. nlchlag. Einnahmen 10 537 754.29 ML. Ausgt en 3 157 425 Mk ) Unter liefern Tito! werden die zur Deckung ter 2u<g «b n ter VermLgensr^haung erforderlichen Kopi alaufnahmm In Ginnahm« Der echnn. In Ausgabe erscheinen u. a. die erforbertieften Ruck- ert<5ungen der von den Vetriebswecken für Reu- bcrfteHungen usw. bei der Satt ang.-l gten Ve- träge.
Wirft mam «ach ber ’Dunftacfceitung des nm* fang reichen Zahlenma e ials einen kett 'chm Vlick auf bieten Iahresabf<b:ub. 0 lin.*' tiret ,S gen befonberÄ bemerkenswert: 1 die bemühens- werte Tatsache, bah ber Abschluh der Ve - t r t e bs r c ch n u n g ohne Zuhilfenahme Don Vermögensmitteln erfolgen konnte, und 2 die Aufstellung des Vornnsch' :gs fe:nerzeU 'nii betrnberer Vor icht erfo g >st. kenn der -2. -Mlutz ter Vetriebsrechnorg, b. etne Vergleichung der gckxn'en Ginrmhmen mit den ge'om- irr Au'gaben des Vetrieb». ergibt trotz ber S ei- gcrung ter Au g -den Infolge be< >’lbenitrertumi, fast genau die hn Voranschlag gecroffenm Ansätze
Vom Standpunkte der Vürgerfchaft ans kann ma» mit bteke Reinllak ber ^bei'chrr Geschäft fübnmg im Jahre 1920 tetzr yufrteboi ktn.
2ttihtbtunneautfd)ufs der Provi»; c verstehe».
Sitzung vom 2 & Februar,
In ber Lohnstreirtache bei Deutschen Metall- arberterverbandes. bei ebn Hl Xeunacbeüo» oertxrnbei und des .knimlperba« bei ber X*- schtnisten und Heizer mit den» Rrbeitgeberver» band für Lahngau und Oberftcften erging folgender Schiedsspruch
I Für die Zeit vom 15 bis einichtietzlich 28 Februar 1923 beträgt der Spinenloh« der Odem ten Arber ter über 15 Jahre 1520 All Die übriger Löhne finb In demselben Verhältnis u erhöhen 5 und mehr Mark in der letzten Stelle find dabei auf volle 10 Mark nach eben, wen ger als 5 Mark auf Rull nach unten adzurunden.
2 Die Sozialzutager erhöhe«' sich In demselben Verhältnis. lede^ch «ind hi« 252 TB u«5 mehr in ber letzten Stelle ans 5 Xarf nach I
oben, weniger Ls 2.50 AU auf Rull nach uitee ab» urunden 750 XI und mehr auf 10 Xarf nach oben, weniger als 7,50 Mark auf 5 Mark nach unten
3. Die Regelung unter Ziffer I und 2 gilt auch für den Achtel ber Ortsgruppe Limburg des Lbeitgrberverbandes für t'a'ngau und O.arbeiten Der S4> t ftuxngMu^.bu’ nimm* an. daß er für bieten Bezirk in ber Streitigkeit für das gan»c Gebiet xuerh ang.rufen troeben ist
4 Durch dir e r 64) eb'<pru1> wird km noch schwebenden Versa ren 3r. eltg ber er anb je en Xetanaroelt.'n» r.'ar*' Lute uAbnr ber vrmt Röm e d-F iedrichAhÜttc und 3n5uftrt *-pertH Ctcdbctm sowie dem etwa noch nicht erteNgui Verfahren beim Schlichtung^auifchatz Cfmba« deckt die Löhn ber Limburger V'e tzwarentadrE nicht Dcrgcgr f;en
5. Me Arbeiterinnen erhallen 75 Proft be Löhne der Arbeiter berleiben Grupr»» und A tertz- klotse mit derselbe a A rundunq wie unter 3tf1. L
'S* ergeben ftch hiernach folgende Skundm»- löhn« der 2rk»eit'r übet 25 ,Vrhre Gelernt» 1520. angelernte 1490 und ungelernte 1460 XL, Die Strelttelle erb Gtkläru.rg über Annahme oder A^'e rn-ng des Schiedsspruches
Landwirtschaft.
•te Maul- trab Klauenseuche
Die Gewarkunger, AZatzenborn-Stein» berg und Grvyen-Linden sind «ritt dem Verbachiungsgebtel au^.r ch elften worden
Mirchltth * Jiad)richten.
Gtzanxel fctzc Gem -inbe».
Gietzen. Heute Lvend 6 Uhr Hafstousgoites- dienst in bet Iohannesktrch«.
Unter dem Srei!)eit$baam.
Roman von Clara Virbi
51. Fortsetzung. (Buchdruck verboten.)
Der Schmied von Krinkhof öffnete feine Hüttentür Drnner und Doria, da hatte ihn ja «ur rechten Zeit eine heimliche Ahnung getrieben. Ausfchau za hatten! Du kam er ja gerade a is dem V>ald heraus, der Schuft, der Spion, die verfluchte SpürnaseI Tteim ersten Austaachen schon hatte Hans Vasts scharfes Auge den Der bähten er Bannt
Gr schlug rasch feine Tür ku tinb nan rüttelte er die beiden, die aus einer Streu am Herd lagen und schnarchten. 2lber Ittls-Iakvb und der Schwarze Peter rührten sich nicht. Ite hatten au Dkl Branntwein in sich Gr wandte sich mit einem Achselzucken ab.
Gin dritter Jab am Tisch und rauchte, arg- wöhnlsch sprang er sosort aus. als sein A>ln nur .Pst" machte.
-3n den Schrank. Bruttig!" Der Schmied sSkoh den Schrank auf. hastig drängte sich der rothaarige Megger zwischen die Kleider, die Rückwand des <"diranle» wich zur Seite, in das lufllote mrge Räumchm dahinter schob ihn Hans Bast
tinb nun Ichloh er den ScheanL Gr hatte flrrat* mxb Zeit btt Pseife des Mungel. aus ber ber Bruttig geraucht batte, ins Herdfeaer 8j werten, als es Vopste Ohne bas .Entrez* ab- tzuwarten. trat Adami ein.
Dill etrwm scharten Blick überflog er ben Raum Allo hier war ber Raum, in dem der
TDunberboftor seine Tränkchrn braute. In dem er Teufel bannte und Deister heraufbefchwor, wie die Abergläudifchrn sich erAäblten? Kahl und sehr nüchtern sah es hier aus. halb Küche, halb Stube, um nichts besser und nichts schlechter, als in anderen ärmlichen Vauernhütten Keine Phiole, kein Medteinsläfchchen war zu sehen, fein Toten- schidel: nirgend etwa», was geheimnisvoll auf naive Gemüter wirken körnte. Hinterm llveih- wasserkesselchen bei der Tür steckten geaxibtt Palmzweige und auf dem groben ei fte-enSchrank Der dunkel und klobig den Gstrlch befchwerte, stand eine buntbemalte Figur der Muttergottes
Mas führte den Bürger Friedensrichter zu ihm herauf ? Hans Bast war erstaunt: dann bedankte er sich für die Obre und lud den Herrn zum Sitzen ein. Gr war nicht fr.^indiicher al» sonst und auch nicht weniger freundlich, mit grober Ruhe bewegte er flch
Adami muhte 'ich gestehen wenn der in anderen Kleidern wäre uno bi anderen Umgebungen. ber könnte für einen Mann von Mett gelten. Gr fand nitzt den Ton. den er sich vorgenommen batte anftuschlagm Der Schmied war In gelassen unb sah ihm Io ruhig unb gerat» in d e A igen. dah er ihm heute v»el vertrauenenveckender erschien als je vordem Aber wer waren die Kerle, die da am Herd schnarchten? D* sahen desto weniger venraueneinflötzend au» Misstrauisch betrachtete er Ite.
Ho ns Vast lächelte .Bauern von da drüben f* Gr wies mit ber Hand wie weithin .Han über ben Durst gefoffen Sind schon öfter fwi mir vorgekommen. wenn fte zu Markt fte-inter wolllen an die Mosel. Konnten gestern aoe.ib nicht mehr Welter unb *
.tinb da hat Gr fit hier behalten,' ergänzte In einem Irrnischen Ton Adami .Misst Ihr, Rikolal, datz der Händler Mungel au» Mander- sch U>. der oermlbt wurde, beule morgen gefunden worden ist In ber Linnich?"
.Halt' wohl auch schief geladen," lachte der Schmied.
.Gr ist ermordet." Der Richter beobachtete den anderen Ichars. . tinb nun lagt mir, wa» Ihr von der Geschichte witztl"
.Ich? Ich weih gar rrtrT Han» Vast war auf» höchste verwundert .Bin feit Tagen nit vom Hau» fort gekommen, tmibi nit em al. bat der Mungel permitzt wird Mir kam der denn hierher?"
.Gr war bei Ourem Freund Bruttig tn Bertrich 2Luf dem Heimweg von dem wurde er vor drei Mittagen zuletzt geltben Da» wisst Ihr vom Bruttig?" Der Richter trat dem Schmied ganz nahe und flüsterte: .Ihr ttxbl dach von der Vach- — sprecht offen - es soll Quer Schaden nicht fetal Ich erinnere Such daran Ihr habt damals meta Mort bekommen - allo sagt, was wiht Ihr vom Bruttig, und wo ist der jetzt hta?"
Der Krtakholer kniff die Augen zu, er fuhr sich über die Stirn, als ob er schwitze, und dann sprach auch ar flüsternd .Ihr habt ben Bruttig tu Unrecht im Verdacht. Der hat bat Mangel nit umgeb7ach' Aber" - er machte eine kleine Paule al» ob es ihm schwer würbe, cs zu sagen — .ber Vückler'"
Ungläubig Iah ihn ber Richter an
.Ja, ja. bei mir hier is bet vorbei gekommen, er unb feine Bande. Ich hab meine Tiu Der» 'p«n ich war nit zu Haus, ich will all freund
lein mit denen Adr' auch nit feind, bat kann ort niemand verden. en denn Ich tnobn ein tarn
ihnen dann nachgeschen oben von Der Tanne, llnb nach der Liimich zu hinunter " Gr dachte nach .3a. ja, vor drei Mittagen war etT
-Aber warum ist denn her Brutjig a if unb davon?"
.Hoho, der kommt schon wieder!" Hans Vast lache dröhend ,2tai lauter Angst win» ber a d und davon lein Der fürh«' latutiich. bat Ver- dachl auf ihn, liegt, tnc.l er beim Handeln noch tebe»mat Streit aeLt-gt hat mit dem Xtram* Ihr könnt et glauben der sind l sich schon «riete <tn. sobald dal ber weist, bat Ite den R.chigra haben "
.Und wv denkt Sr denn, bah der Buckler jetzt steckt T*
Hans Bo« sah sich um als ob ihm Tür unb S^flrr nicht sicher genug feien vor Lauscher«. Ganz nahe neigte er sich zu Adam, krin .Die finb der Grenz zu Pakst auf. der Bückte ind fei« Gesellen, bte wechseln nach Frankreich herüberk°
-tieber die Grenze? Das wäre!" Der Rich» tot vLMg überrascht. .Ich hoffe, die Frnnzofen baffen auf I Jetzt dürfte es wohl schon zu spät fein, die zu alarmiere«.' fügte er anfchinrab hHorgt htazu
Unter gesenkten Lider« hervor schost be einen raschen Blick glaubte her s nte glaubte ber g nicht?
'Fortsetzung felgt)
Worum ist Zrurio allen anderen haus Haltseifen überlegen!
Deil leerte die Wäsche nicht ae-rtlft unö Im Sebraech viel sparsamer ist.
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