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Dr. Hoefle
~lc TJcHud»? bcr Reich«.egicruug die SliKrqung br« ICibcrflonb^ au i-crbinbcn mit 1ran,)bftfd>' bcigifcten THaf-nahmen zur Ttüdlübrang dec Bcr» .•ricbcn.m. Befreiung k-ei befangenen ufj> feien HKgcn der Haltung de» ‘r.iniöfildjen Winifter-
ptähbcnlen < r f o l g I d « geblieben So muhte her Ruhikampf aus irmerbeurieben wie aubenpoüti» (4cn TFomen'en aufgcgcb.'.i werden. a—J beflcn Duichführung zweifellos zu einem vollkommenen
9k vollziehende ©etoalt gehl anf den 2Nchslo*hrmimste7 über, der sie auf Militär- besehlShaber übertragen kann.
3m Einpernehmen mit dem Reichsminister dcS 3tmern kann der ReichSwehrminister zur 7)Rii. Wirkung und zur Ausübung der vollziehenden Gewalt auf dem Gebiete der Zivilverwaltun- ge i Regierungskommissare ernennen, i'ür Zuwiderhandlungen gegen die im 3nter- ife der öffentlichen Sicherheit erlallenen An Ordnungen des Reichswehrministerö oder des Militärbefehlshabers werden f ch w e re Frei - heits» und Geldstrafen angedroht. Wenn die Zuwiderhandlung den Tod eines Menschen verursacht, wird der Tater mit dem Tode, bei mildernden Umständen mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft. Die im Strafgesetzbuch mit lebenslänglichem Zucht- Haus bedrohten Handlungen werden m i t 6 e m Tobebestraft, wenn sie nach der Derkün- digung der Verordnung begangen sind Auf Ansuchen des 3nhabers der vollziehenden Ge» walt find durch den Reichsjustizminister außerordentliche Gerichte zu bilden Die Verordnung tritt mit der Verkündigung in Kraft.
Spannung in Bayern.
München, 28. Sept. (Korrresp. Hos- mann.) Amtlich Hai daS bayerisch« Gesamt- ministernnn eine Verordnung über einstweilige Maßnahmen znm Schuhe der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Bayern erlassen und biS auf weiteres den oberbayerifchen Re. gierungSpräfidenlen Dr. v Kahr alS Gene, lalstaatSkounnifsar bestellt, an den die voll, ziehende Gewalt sofort übergeht Sämtliche Behörden des Reiches, d«S Landes und der Gemeinden bleiben in chrer Tätigkeit, haben aber, mit Ausnahme der Gerichts- und Mi- litärbehörden, den Anordnungen der Verfügungen deS GeneralstaatSkommifsarS Folge zu leisten. Er ist berechtigt, jederzeit an ihrer Stelle Amtshandlungen vorzunehmen und befugt, d i e Hilfe der Wehr macht anzufordern. Seine Anordnungen gehen den Anordnungen aller anderen Behörden, mit Ausnahme der Gerichte und der Militärbehörden, vor. Der Generalstaatskommissar ist berechtigt, Schutzhaft und AufenthaltSbeschränkun- gen zu verhängen. Durch diese Verordnung sind auch B e s ch r ä n k u n g e n der persöu- lichen Freiheit, der Preisefreiheit, de« Ver- ein«- und DersammlnngSrecht« und deS Post- geheimnis'eS sowie Haussuchungen und Beschlagnahmen zulässig.
GeneralstaatSkommissar Dr. v.Kahr hat be» reit« eine Kundgebung erlassen, in der er v«r° sichert, daß seine Amtshandlungen von heißer Siebe zur bayerischen Heimat, zum deutschen Volke und zum großen deutschen Vaterlande getragen fein werden. Gegen alle Vaterland«- s.indischen Handlungen und gegen jeden Widerstand gegenüber feinen Anordnungen werde er rücksichtslos auftreten
<Drahtnachricht de«
D e r l i u , 2«. Sept. <WTB.) Amtlich. Am l>. Januar haben französische und belgische Truppen wider Recht und Vertrag da« deut- sch« Ruhrgrbiet besetzt Seit dieser Zeit hatten ^cuhrgeb.kl und Rheinland schwerste B.- druckung zu erleiden. Heber 180 000 deutsche Frauen, Greise und Kmder sind von Hau« und Hof vertrieben worden,für Millionen Deutsch« gibt es den Begriff der persönkxhen Freiheit nicht mehr. Gewalttaten ohne Zahl haben den Weg der Okkupation be- gleitet. Mehr al« 100 Volksgenossen haben ihr Leben dahingeben müssen, hun. berte schmachten noch in Gefängnissen Gegen dieHnrechtmäßig'e't deSEmbrach« erhobensich RechtSgesüZundviterl n bische G.snnung Die Dkvolkerungwe.gerte sich, unt.rfremdenBajo- netten zu arbeiten. Für diese, dem Deutschen Reiche in schwerster Zeit bewiesene Treue und Standhaftigkeit dankt da« ssanz: deutfch« Volk Die ReichSregierung hat e« übernommen, nach ihren Kräften für die leidenden Volksgenossen zu sorgen. In immer steigendem Maß? sind die Mittel de« Reiches dadurch in Anspruch genommen worden. In der abgelaufen m Woche erreichten die Unterstützung -n für Rhein und Ruhr die Summe von 3500 Bil- f.onen Mark In der laufen ben Woche ist mm. bestens die Verdoppelung dieser Summe zu erwarten. Die einstige Produktion de« Rhein, lande« und de« Ruhrgebiet« hat aufgehort. Da« Wirtschaftsleben im besetzten und unbesetzten Deutschland ist z e r r ü 11 e t Mit furcht- barem Ernst droht die Gefahr, daß bei Fest- ballen an dem bisherigen Verfahren di- Schaffung einer geordneten W^rung, die Aufrechterhaltung de« Wirtschaftsleben« und damit die Sicherung der nackten Sristeuz für unser Volk unmöglich wird.
Diese Gefahr muß, im Interesse her Zu- fünft Deutschland«, ebenso wie im Interesse von Rhein und Ruhr abgewendet werden. Am da« Leben von Volk und Staat zu erhalten, stehen wir heute vor der bitteren Dotwendigkeit, den Kampf abzubrechen. Wir wissen. daß wir damit von den Bewohnern der besetzten Gebiete noch groß.-re seelische Opfer al« bisher verlangen. Heroisch war ihr Kampf, beispiellos ihre Selbstbe- herrfchung. Wir werden niemals ver-
>n»oh«k von HnjtiatB für öl» lag«neem« Die |um Nachmittag vorher ob"« |« tx Derdindstchüist Srel» für 1 mm HSbr für
njeigen o 27 mm Breit« SrN Grundzahl 55 Mb., au .a>.70JJL, • 'Reklame« Anzeigen o 70m n Brette 225 Mlrx Schlüsselzahl. Plaqoor|d)ri|t 20' .Ausschlag. - üeronNoorUtch für 'Politik u. Feuilleton
Dr Friebr.'wilh. Lauge, für den übrigen Zeil Itrnfl "Blum1 ±,«in; für ben Anzeigenteil Han« Beck,
Berlin. 26 Sept <Pnv-D l , Der Bcillner Be-irkSpaNei:ag der Soztaldem?'. ilifchrn Par . über den wir am Montag schon fjn, b.-d-f. ri n »Jrbc am Sonntag fortgesetzt, nachdem auf bet erften Tagung b-r frühere Führer der Unabhängigen. 6 r i f p t e n. and der z euk ifck< 3nner» minifter 0e De ring zur Finge br gipticn Koa jtlion gesprochen und dabei a-^ch die txni dem ächftlchen Mtnisterprüstdenten Zeig ne' geg«, die Leitung brr Reiche weh rholx-icn Bsrwürs. berührt hatten Der Parteitag hatte semerzr«! be'chtvffen. Zeignei zur Erstattung eines .Referate- über die S - 'r .'j-ig der Reichswehr ort oen Tcrliner S P D -Funktionären zu erfuchen Dieser Linladang war der -äch'i'ch Mtnifterprrst. dem runrwbt gefolgt. Aon bcr uberf-.JltMi Aer- ’ammlung stürmifch begnifj. machte Icüpter nn» ^«^■ibe Lustuhrungen über di? nach «einer Ao- sicht reaktionäre SinfteHunc der >rtsetzung deck | Reichswehr, wobei er, ohne irgendwelche nette
etrefemarm, Schmidt, Dr. Geßler, Dr.DraunS, v Raumer, Dr Radbruch, Oeser, Dr. Luther, Sollmamt. Dr. Hilserding, Fuchs,
Dtc herrschende politische Hochspannung kommt ln den Veröffentlichungen bcr Blätter zum Ausdruck Die .Münchener Post' erklärt, die Meldungen über Vorbereitungen der Mtcr- 'änd'schen Karnpfver bände bewiesen, dah schon tüi die nächste Zeit ein Gewaltstreich gegen den verfafsungSmäfzigen Zustand de- Rc'che« und der Länder geplant sei Da« Blatt tnat) < die Arbeiter zur grünten Selbstbeherrschung Wie ha« Blatt weiter erfahrt, hat der Verband Ober- and den Beseht ausgegeben, am Freitag srüh n 4 Ahr mit TBiffen auf dem Alarmplrn zu ' 'N 3n einem ir*-.irren vertraulichen Befehl fei den Mitgliedern des Verbände« die Abreise von .''lunchen ftrenqftcne verboten worden 3m .Völ» ' ' Yen B>'ob-.ich!er" lichtet Fürst Karl Wrede die ebrmaligen Äapcillmficu einen Appell ,ur ■ c r c i t ft e l lu n g in das ReiterkorpS der f?rurmabtci(una Die Vollversammlung der Be- cbSräle von Münch... hat dte Ginberufung •tc« bayerischen BetriebSrate-Kon- esse« beschlolten
Die Ernennung Dr v Kahr« zum Dcneral- .uüSkomntifsar für Bechern wird vom .Bert
An das deutsche Volk!
Der Aufruf der Neichsregierung: Die Freiheit deutscher Volksgenossen und deutscher Erde kein Objekt für Verhandlungen.
»rsch« ni iSglich, <rotzer Sonn, unb ei erläge, ■ it berSamstagebeiloge ®t«b«net Jam illen blätter »«»«tlicheBezugipreise ftretbleib. 11 700000 Mb «inschl.Irägerl., b b Post 11 700000 Mb., otd) bet Nichterscheinen einzelner Nummern infolgehöherer Gewalt.- Iernsprech. «nschlüsl« ftrbieSchnft- Ituung 112; für Der lag unb <Seschäft,steLe 51. Anschrift für Drohtnoch. nchten Suzelger «letze».
Srntfirt a. M. 11686.
Sicherheitsmaßnahmen.
Berkin, 26. Sept. iWTB.I Eine inspä- fester 2kbendstunde veröffentlichte V e r o r d . nuna de« Reichspräfidenlen auf Drunb de« 2lrt. 48 Abs. 2 der ReichSverfaf- fung bestimmt zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für da« Reichsgebiet, daß die Artikel 114, 115, 117, 118, 124 und 153 der Reichsverfasfung bi« auf weitere« außerKraftgesetzt werden SS find daher Beschränkungen der persönlichen Freiheit, de« Recht« der freien Mel- mrngSäuherung. einschließlich der Pressefrei. Helt, de« Verein«- und DersannnIungSrecht«, Eingriffe in da« Brief-, Post-, Telegraphen- und Fernsprechgeheimnis, Anordnung von Haussuchungen und Beschlagnahmen sowie Beschränkungen de« Eigentum« auch außer- halb der sonst hierfür bestimmten gesetzlichen Grenzen zulässig.
3 .11 o m in c n b r ii d: irr ."Innern geführt hätte Tic n-.aätiölitifitcn Berhältnilie feien stärker g< • twlcn ule die mvialifcke ’cg-.n.rcbr die ba« Deutfäc Reit auUub. in icn vermochte Für die Bo-'b^reit^naen u:n da» R^ein- und Ruhrgedirl in einen einiget mähen normalen Zustand zu über- führen, konnten nur Eventualkichtlinic Icltqelcgt ^-crden, da diese Dinge nicht allein ovn Deutsch- land abhingen De- Reichssttnii.-i betonte nochmals. bah in der Ausgab. de« )>a"xtxn IDibcr- stände« m all den 'Bciatonge.i der I.-yten Tage mcht txm einer emzigen Seite aaSgesprocheri worden fei, bah man sich von einer
Der Kanzler im Auswärtigen Ausschuh.
Berli n, 2" Srpt 1WTB. > 3m Auswärtigen 2lu?it;uh dr« Rctwel igcs erklärte am Donnerstag Der R ichslonzier. die Reichsregierung werde zur Auihrbung de« passiven IDibcrftanbc« bic c rotdiiungenzurückziehen. die sich aus feine Durchführung bezögen Rach den Angaben bei berufensten Berttelei aus ben besetzten »e- f-.eten hotte bei posstve D. der stand nur noch eine gen iffc Fei! aus recht er halt en werden können ohne ihn der ®cfah: eine« Iu'ztnrnenbruch^« in sich se.bst auszufetzen Der Reichsk.-nzler legte da« «kibältniö der Ruhrausg iben zu der Finanzl ige ves Reiches bar. b.i« in Bälde den schwersten finanziellen, in seinen Folgen ni bl zu uber’eficn- bot Zusammenbruch zu bringen drohte 2r wandle 'ich t >bc: an diejc ngen, die heute di i d>ä r ‘ - ft e n 4.1 e u t r m n fl n<t I) ni e n zur Foitlührung be« polii'jcn W der u.nder forderten wählend sie «ich noch soeben gegen die al Hu grobe Be - I a it a n g dnich die zuletzt vom Reichstag gebilligten Steuern gewandt hätten.
Sie Mebcntgung. ob bi? Fortführung be« passiven Widerstande« durch einen teiltrei» s'n Rbbau der Ruyrkredit- möglich getcef.m (ei, tat? ein ne ;atie?« R sultat ergeben. Durch ein? scichc Mafnabme märe weder der passive Wiberstand aufrecht zu erhalten, noch da« finanzielle Ehao« abzvwenben gewesen.
Widerstande« bei Finanzierung von deutscher Seite itgenbettoa« versprechen würde
Der deutschnattonate Vorschlag, mit Frank, reich -» brechen unb die Verpflegung der besetzten Gebiete sowie die Wiederinstandsetzuug chrr« wirtschaftlichen Geben« zunächst der Sorge Frankreich« unb Belgien« zu überlassen, habe gerade bei den Vertretern jener Gebiete schärfste Verurteilung erfahrrn Man wurde darin im Rheinland ein Ausqebeu, ja vielleicht einen Verrat am Rheinland sehen Die Proklamation der Re chSregierung bringt tum1 Ausdruck, um waS bei den l’ciK»rftetx> ibtn Verhandlungen zu rümpfen fei Die >Xn in c ilbnLe ien tirfläiung-'ii würden die feilen Grundl>»gen bringen, n»rch denen bic Rxchsrngie ung verhandeln werde
3n der nachfolgenden DiSknNion billigten bic Q3eitiefer der Demokraten, de. Dozialdemo- kraien. de« 3ent >im« unb bcr Denlfchen Dolk«- boviei bic AuSiiidiungen be» Re ch.ckanzl-r« unb stellten sich ointcr bic Politik bet RcichSregietung Dr He! fserich iDr fotbcrtc. Nin Nr pallive Widcrst.ind durch den B r t, ch ni 11 F > ankrcich n5qc;rl: werd. Rach einer Mistd.HigunaSetstärung be« sommunisufch,.^ Rbg Äocnen billigte der soziildemoliatilch< Ab,i 0)1 ü 11 c r - Fiankcn ausdrücklich jebc-s Won be« 2lufiu’« bei Reichsregiening B.schlülfe würben nicht gefastt
Rach bem .BorwärtS" hat bic Reich«regte- rung bic notwendigen Vorbereitungen zuni schnellen Ablxtu der Ruhrsiont getroffen ij«. werde u a geplant, einen besonderen ftom- miliar mit der Abwicklung zu betrauen Die Politischen Parteien de» Rl.einlan- des planen am Sonntag eine g toste ?)( 11 f c n funbgebung im ©rrmberger Wäldckcn b. Köln Die Äiitibgcbuna werde c-n J r c u c g c löbnis bcr Rheinländer gegenüber den jüngsten Plänen bcr Sonderbündler darstellen
An die Eisenbahner!
Berlin. 2ti Sept <WTB । 3m Anschluß an bic Proklamation der ReichSregierung hat bet ReichSvcrkchrsministcr an da« Per«omü bet Reichsbahn folgenden Erlast genchtcl Reun Monate lang habt Ihr sur Recht undSerech- t i g ke i l criämpfL habt Ihr mit bic Last untere« gerechten Abwehrfiampse« getrogen Willig hab' 3ht Euer Beste« eingesetzt, bäht ®urr Arbeit, habt Hau« und Hof bcr Gewalt weichend verlassen müssen Eure Treue wird Euch nicht vergessen werden Wir brechen den Kamps ab ®ie Sorge für alle, die an Leib unb Leben, an Hab unb Gut gelitten haben und (eiben, wird tvcitei meine vornehmste Ausgabe fein Di. nötigen Ma st nahmen zum Abbruch de« Abwehr- fampfe« werden befonber« von mir ge troffen und bcfannlgcgebcr werden
Eine Kundgebung der Gewerk» schäften.
Berlin 26 Sept t D^B. i Der ertr eiterte Bvrb.ind dc« Gew>rkschastsrnngc« <r!ästt s Igende Kundgebung Der Gcwerlschaftsnng de uscher Ar- teitcr-, Angestellten- und Bcamtervurband würdigt und erkennt bic Zwangsqiünde an bie bic Sntfchcibung brr RcichSri-gieriiiig beim Abbruch bcs RuhtkuinpfcS bestimmten Di' brutale fX-tnuli bat sich im W ligesch hen zunächst ftiefer c wteien als das einbcutigc Recht Wenn iri r nun mehr *um Abbruch dieses stummen und bcih’icllo« l>ei nilchen Kumvses bei iriedstchen Arbeit gegr n fiaiuAfjldx militärischr ’.r btiimtn müfQn 'odunkcn irir von g.in, > Herzen allen BoikS- gcncsten in bcr Westm:.! nAbefonberc aber unseren Ärllcger. den Arl. ilet-i Angestellten und Beamten im Gewcicksch-iltsring für alle Cpfci bic f:c durch Ihre Slandhastigk it für Reich und Bvlk gebracht h.ibcn
Keine deutsche Regierung kann zu irgendwelchen Vereinbarungen mit Frankreich kommen, ohne die Freiheit und Unabhängigkeit de« deutschen Lande« zu sichern und all den Op fern de« Rl-ein° und Ruhrkampfe« Rückkehr in Heimat, und Freiheit zu gewährleisten.
3n schwerster Stunde der Gelchicht- unserer deut schen Ration hoffen wir. bast über alle Drüblai bcr Gegenwart hinweg daS bcutldx D- [f i(t dennoch feinen Weg i :i bic Freihei ' bahnen Bub Fest ruf bem Boden der Bcit.iflun - stehend, wenden toir u..fc gegen alle Storer fr- inneren Fucd.n» und gegen jebe# Attentat auf bic Einheit unb Freiheit beS Reiches.
Die Linksschwenkung der Berliner Sozialdemokratie.
irr. Zahrgang Donnerstag, 27. September 1923
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Vberhessen
t>n< ii» Verla,: Brffrl sche Univerßlät, Sich- und Steiwörnderct R. lange In Gießen. 8chriftlettnng und Geschäftsstelle? Zchulstratz« r.
Lokalanz" als eine Allion bcr baycrifchen Regierung bezeichnet, die sich
nicht etwa gegen die Einheit be« Reiche« richte, sondern an« Sorge um ihre Aufrecht- erhaltung auch in diesen sturm bewegten Tagen hervorgegangen
sei. Da« Berliner Tageblatt lästt sich aus München melden, bast kurch *• ic Ernennung v. Kahrs bic baperift-- Staitsregierung bcr Ausrufung Hit- lerS zum Diktator von cig -nzn Dnader zu vorzukommen sucht, indem sie ihrerseits einen Diktator bestellt und ban :: ten regierungstreuen Tunb .Bayern u n d R e i ch" dclfcn l?-hrcnvor!iy.'iidv r r Kahr ist. gegen den .Deutsche-. -Kampfhund" Hitlers ausipi it Auch der .BorwärtS" urteilt über di.- Rkast. ahmen der bayerifcheo Regierung in äl>nli f»T Weise. Die Regierung v Knilling n.chme einen letzten unb aukeroideutlich gc.uag'cn Rettungsversuch rar, indem sie dem Führer der .Baterländtich.-n Berbände" bic Aufiechterbalt ing be Ürb. ung übertrag', bie 'on feiten Hulers und Ludm torff» auf# schwerste g sährbet »ei 3®ifd)c.i 0. Kahr auf irr einen Seite unb H tler a^l b.-r andern Seite beständen Begeulätzc. b:e in letzter ,-kit mit wechselnder Stärke zu.n Ausdruck g?- kommen seien Die Smtnnun-i v Kahrs zum (?-c:.r- ralstaatskommisliii könne sie noch weiter au.- cinanberbringcn; aber trenn sie 'ich einigen sollte . bann gebe c« allerdings feine Staatsmacht in Tanern mehr, auf die bei Abwehr eine« Rechts- put'cheS zu rechnen wäre Der . Borw.irt«' tch.iestt feine AuSfüh-ungen mit dcn Worten Bayern must wissen, bast es ein Teil bei Reiches ist und bast c« noch eine RcichSgewalt gibt
Neue Unruhen in Zitknu
Zittau. 26 Sept IWolf t Geste nach- mittag gegen 6 Uhr sammelten sich auf bem Marktplan vor dem Rathau'c etwa 600 bi« 800 Demonstranten an. bic da« zui Sichern ig be« T.itbau’c« aulgebotcne Poti.eitrmmando tätlich c.-tgriffen. D e Menge war mit D.'tfch''gern, teilweife mit Gummiknüppeln i.nb Steinen bewaffn et Auch hatten eiiügc Demo.tstiante.i ein Waffengeschäft geplündert Au' die Poluetwachtstubc wurdet drei Revolrerfchülfe abgegeben. Durch Steinwürfe mut b-n v er Beamic verletzt, eine; davon fchwei Iniolae der bedrohlichen Lage gebrauchten fre Pollzeiveamtcn in bcr Rotwehr ihre Schustwr>'fe Bsh^r wurden 14 Berletzte unb zwei i ole auf festen der Demonstranten ‘cltgcflelk. Durch Dinwirken der Parteiführer wurde später der Marktplatz geräumt imb die Ruhe wieder bergcftcflt.
Siebener Anzeigers»
I 9«ff t n, wa« diejenigen erlitten, bk im | besetzten Gebiet duldeten Wir werden nie» mal« vergeflen, wo« diejenigen aufgaben, di« lieber die Heimat verließen, al« bem Vaterland bie Treue zu brechen
Dafür zu sorgen, daß die Gefangenen freigegeben werden, daß bie Verstoßenen zurückkehren, bleibt bie vornehmste Auf- gäbe der ReichSregierung. Vor allen wirtschaftlichen und materiellen Sorgen steht der Kampf um diese elementaren Menschenrechte. Deutschland hat sich bereit erklärt, die schwersten materiellen Opfer für die Freiheit der deutschen VolkSgenosien und deutscher Erde auf sich zu nehmen Diese Freiheit ist aber kein Objekt für "Ber- Handlungen ober für Tauschgeschäfte. Reichspräsident unb ReichSregierung versichern hterburch feierlich vor dem deutschen Volke und vor der Welt, daß sie sich zu keiner Abmachung verstehen werden, bie auch nur daS kleinste Stück deutscher Erde vom Deutschen Reiche loSlöst Iu der Hund bcr Einbruchsmächte und ihrer Verbündeten siezt e«, ob sic durch An- erkennung dieser Auffassung Deutschland den Frieden wiedergeben, oder mit der Verweigerung diese« Frieden« alle die Folgen herbei- führen wollen, die daran« für die Beziehungen der Völker entftebm müssen Da« deutsche Volk fordern wir auf, in den bevorstehenden Zeiten härtester, seelifcher Prüfung und materieller Rot treu zufnmmenzustehen. Rur fo werden wir alle Abfichten «ruf Zertrümmerung de« Reiche« zunichte machen. Rur so werden wir der Ration Ehreund Le den erhalten, unr so chr die Freiheit wie- dergewiuuen, die unser unveräußerliche« Recht ist.
Berlin, den 26. September 1923.
Der Reichspräsident
Ebert.
Die ReichSregierung:


