Einzelbild herunterladen

nr.174

trf*«*"1 °»6

Sonn- swb geiertag«, eiftbrrSomtlQQibeilQqt: ®ieb*"tr3<imiUtnb;6Uet »eetlidjtBoeesprtllt: gOCOOIRorhtinldiltthlid, lr6a«rlol}n,burd bitVoft XXXX) Dlorh,ovd)b. J.idjU tt^tintn»injelnu )<um« gern infolge Oberer ®«eolt. - er n Ipr ed)- Sn|d,lOfie sürdieSchrift. leitnng 112, ff*t Verlag ,eb <ßeld)äft»ftent 51. Infdjrifl für Drahlnoch. litten: Injtiger fciefctn.

Solid ealonio:

rt <L Ei. 11688.

Sreltag, 27. Zu« 1925

175. Jahrgang

GietzeimAnMger

General-Anzeiger für Oberhessen

VniS-ftd Verlag: vriihl'sche Unfversitülr-Vuch. und Sklnörndtrel R. Lange in Siehen. Schrifiieitnng und GeschiftrAelle- ZchEale 7-

imlit oon Hevigen fftr bi« lageenammet bis jum llachmiiiag oortjec obnejebe UerbtnölidfkeiL Drei* für 1 mm hohe iuc Anzeigen o 27 mm Stelle 6rtl 800 MN, auioort« 1000'Ulk.; |.'Reklame Ln,e> ien oon 70 mm Brei« 3500 VI. ve>Platz. oor|d>rifi 20' ,Huf,d)(ag. ^onpifdiriftleiter. Äug. U'oeq Ueranteortlid) für 'Politik Äug. ®oeq, für ben übrigen Xeil (trnfrölum d t n,-ür len llnjeigenieil öans Ue*, |a m i li **> ui ® e je n.

«MM MMen MllkiG and Belgiens! I

Pari». 25 Juli. (TBTU i Harn» teift mit, rtp ft> r fr n 6 ifchen un) fe gl c i Hegte u a ki )e.jt übet die Hau v l f raten der aui Die fngltfd)e.i ®;tammt? zu erteilenden Antwort eine J« r ftän bigung crvelt Der Wortlaut der Holen werde unverzüglich ftftge'cjl werden D > c Antwort oon 'Pari» und Brüllet würde wah rscheinlich nicht identisch lein, aber sich völlig In gleicher Richtung be- toegen.

Diese optimistische Aussal u tg der Ha a'a^en- air wird nicht durch da» .Journal de» Debats" bestätigt, da» aus Grund von 2kuhe:ungen in cfh»teilen Kreisen die Tatsache der getrennten Beantwortung allerdings nicht al» ein Anzeichen einer ernsten Mcinungsvcrlch edrnh.tt ousge abt wissen mochte, aber htnzusügt. die beiden ÄaLl ietie glaubten, sich ohne Schwierigkeiten eine gewisse y a ii diun gofreihertbeiderseitig Vor­behalten zu können

Pari». 27 Juli. (1DTB ) Die Ha va « - agentur verötseniiichi folgende Rote bochossizielikn Lharalter«

Die französische und belgische Regierung ha­ben den RlonungsauStaulch über die letzt? bri­tische Rcvaratfonsnolc beendet. D.e beiden Äabi- nette sind sch v,!l,iänd.g einig, um auf» neu? zu bestätigen, das» eine Verhandlung mit de rn Deutschen Reich nur nach Einstellung de» passiven Widerstande» in» Auge geiaht und die Räumung de » Ruhrge­bt e le » nur erfolgen kann, weit Deutschland genügend Zahlungen qeleiftet bat Dieselbe Gleichheit der Änlichmt zwischen Pa>i» und B rüstet sei hinsich'ltch der Folg:, die dem britischen Virschiag gcgebc.i werden soll, erzielt worden. Poincar 7 hat sich ferner die­len RrgumentenVelgien »an geschlos­sen. Augenblicklich ist nut noch erforderlich. d?.i Tert der Antwort Fr-ankr?ichZ und Vetgidn» sesl- Aulegen. E» scheint jedoch sicher zu fein, kxth sie nicht bie Form einer gemeinsamen Rote onnehmen werden, sondern bah jede» der beiden Kabinette für s i ch eine Antwort erteilt, in der s.e allerdings ähnlich? Dedan- Fen auSsühren, ohne ste jedoch im gleichen Wort­laut zu halten. Die Talfache, bah die französisch.- und belgische Regierung getrennt antworten, darf nicht al» Anzeichen einer Meinungsverschieden­heit au gelegt werden. Die b.nbcn Kabinette qaluben latsächlich. dah sie sich ohne Ungelegen- heilen eine gewisse ÄktionSfreiheit be­wahren können, wie e» übrigen« da» normale Spiel der Allianzen mit sich bringt, da gewisse Leiten der Probleme, die diskutiert werden sollen. Fiankreich und Belgien nicht in gleicher Weise interessieren, wi? beispielsweise die i n t er- alliierten Schulden, wc t ja belanntlich der Sric^enSnerlTag von VeisailleS Velg en seine Kriegsschulden erlassen hat.

Die beiden Minister haben den Tert niiSqe- tauscht, ebenso d.e Bemerkungen, die sie glauben formulicien zu müssen. Der Hnoasnote zusolqe wild trahrschinl ch der endgültige TBirt- laut der beiden Riten am Samstag f c r t i g g c fi e l (t und am M > ntag in Lon­don überrcid) t werden. Poi irarc beq bt sich heute roimiiiaq für drei Tag: auf fernen Landsitz ist. fährt dir Havnsnwe fort, immer noch davon die Rede, dah Poincarö, Theu - niS und Jafpar im Laufe der kommen­den Woche eine Zusammenkunft ha­ben werden. Ferner iit wahrlch.ini ch. bah Poincare Gelegenheit haben werde, in etwa zehn Tagen mit LloybGeorge zusammenzutreffen, der Pat.s passieren werde, um sich zu einem Er- b>lungeaufcittl>ali nach Dagnoll» im Departement Orcnc zu begeben.

Ter belgische Ltaudpunkk.

PariS. 26. Juli. i DTD > Der Korrespon­dent de» .TempS" in Brüssel, der eine lange Ver­handlung »dauer bl» zu eine. Verständig mq mit England in Aussicht stellt, fahl am Schlulle feine» Berichts de:: bclgi 1 ch c n 6 t a n b t' u n f: wie folgt zu'ammen Gewichtige Perfö 'l chl i en seien der Ansicht, dah in den K ei» der T rhanb- langen die gesamte Repar rtionssrage sowie bi: allgemeine Lage in Europa einbezogen we.den unb daN nun sich bei den laufenden Arie i n in gro*cm Umfang? auf die durch Cen finanziellen Banlrott Deutlä t rnds g schiisen? Gage auf die Frage der Sicherheit. die Frag der Za >lu -g q iranlie t und schliehl'ch de» Preb.cn» der interalliierten Schul- den. da» von der Reparationsfrage nicht zu trennen fei, einftclien müsse

Englands Forderung einer raschen Antwort.

London, 26. Juli. IWTB > Die 3n» dustriegruppc deS Unterhauses bat an den Premierminister' einen Brief ge­richtet. worin auf die e r n ft e wirtschaft- l i che Lage Europas infolge der Ruhraktion hingewiefen wird Die Zahl der Arbeitslosen werde voraussichtlich bald auf I' - Millionen gestiegen fein. Die Regierung wird aufgrfortiert. durch Veranstaltugn umfangreicher Arbeiten, Elektrifierung der Eisenbahnen ufw, neue Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen

Part«, 26 Juli, (Wvllf ) Die .HumanitS" erfährt auS London, die Vorgänge In BreS- laa and Frankfurt a. Rk hätten dort einen sehr riefen Eindruck gemach«, der In einer zu- nebmenben Antipathie der öffentlichen Mei­nung gegen die französische Politik zum Ausdruck komme. Diese werbe unmittelbar für jene

Geich hntsl? verantwortlich gemacht 3n oflhiellcn Än en b.-liinbe man Besorgnis Man frav sich. c3 die Bemühungen der englischen Reqieimna nicht >.u spat gekommen seien Es könne allo nicht ülciiaid..-n dah diele da.aus beliebe, von den allikit.n Regierungen eine rasche Antwort zu ei halten, denn wenn nich' vor den Parlar mcntekiicn eine Erst irung abgegeben arerde. sei es mehr al» wahrsch inlich, bah da» Kabln.lt Baldwin sich in einer sehr schwierigen Gag? be­finden winde gegenüber einer öffentlichen M?i- nur.g, die lich in Sorge srage, ob keine Hojfna ig auf eine industrielle Erholung vor den Winter- monaten möglich fei

Landon. 27. Juli. (WTB > Im Ober­bau f c haben Lord Grey und Lord Birke n- h ea d ein? Anfrage an die "Reg crung gerichtet, ob sie in her Loge sei, neue Mitteilungen über die Reparation-- unb die Ruhrfoage zu geben

TerTempct" über die Licherheik Frankreichs.

Pari«. 26 Juli (WTB) Aus Aniah einer HaraSmeldung au 5 London, wonach man lieft dort in diplomatischen Kreisen mit der Frage der militärischen Sicherheit Frankr . i - » bc- schäftigt, schreibt der ,TempS': Oifenqefta.Oen würde dem fran-.öllfchen Publrkum ein Plan, der so usaqcn da.>u bestimmt wäre, di: .Dicherireit Franlreiche' allein zu garantieren, keineswegs reilodcnb erichstnen Wenn England den Anschein erwecke. a|» verteidige es einerseits das deutsch: Wirtschaftsleben gegen Frankreich und als ver­bürge cs dabei dach andererseits die territoriale Sichrbeit Frankreichs qcqe.r Deut!chland. Io würde man m den Verdacht geraten, bah e» bald Deutlchsand qeg n Frankreich bald FrankrZch gegen Tvutschsand ausfpielc unb die trabrtro- nette Politik der Balance o f Power betriebe Wurde man nicht belfer die Dat'ache anerkennen, bah Jiankr.ich und England sich gegenkihg Drenste 1 ersten konnten, wenn sic ein- ander ihre Unlcrftühung auf ganz bestimm« n Gebieten liehen? Aus dem Gebiete der Luftfahrt zum Schutze de» beiderseitigen Mutterlandes, auf maerinnern Gebiete zur Autrechterchaltunq der beiderseitigen Verbindung zwischen dem Mu.te.» land und dem überseeischen Besitz? Wenn Eng­land tun wolle, was in seiner Mach' siebe, um einen neuen französisch-deutschen Konflikt zu ccr- bindern, brauch: es nur dafür zu sorgen, bah seine Politik nicht mehr, selbst ungewollt, die Feindfeliql.iten Deutsch and« gegen Frankreich fordere Denn das geschehen sei. und Tintcr der Dvrausfcyunq. dah man Deutsch'and erkläre, welche firronziellen Angel ote England stelle, könne man überzeugt fein, bah di? Reparationssoage sehr rasch aufhöie. ein franzöllsch-d utf^-er Zank­apfel ru sein Gleichzeitig bamit brauchten auch die Engländer sich feine Sorge mehr um die flanröfil.i;-: Sicherheit und die deutsch? Prosperität au mack» n Sie brauchten nicht mehr über die wirklich- komplizierte F agc nachzusinnen, wi? Eng­land wohl imstande sein sollte, eine fcfllänbildy Grenze tn Europa zu garantieren, wenn doch seine Gaiantien im Jahre 1914 nich verhindelt haben, dab. Belgien bis zur igier besetzt wu.de? Die englische Regie,ung könne dock nicht die allgemeine Wehrpflicht wieder einführen.

Australien und dir Ruhrfrasts.

London. 27. Juli. (WTB.) Reuter zu­folge sagte der australische Premierminister im Repräsentantenhause u a . Australien habe keine angemessene Gelegenheit, seine Anstchten über die Fragen der Reichspolitik auszusprechen Eine fielet Fragen, die Ruhrfrage, fei von vitaler Bedeutung für ble ganze Welt unb den Weltfrieden Wenn Australien tatldd)li<6 Teilhaber des Reiche» fei. dann mulfe ihm zweifellos Gelegenheit gegeb.-n werden, feine Ansichten zum Ausdruck zu brin­gen Unter chinwcis auf daS Reparations­problem erklärte der Premierminister, e» wäre zweckmässig, wenn Australien einen Gesandten in London unterhalte, um in der Lage zu fein, alle Australien interessierenden Informationen zu erhalten und wirklich Cinfluh auf die Regelung politischer Fragen auSzuübcn

Curzon über die Ablehnung eines Moratoriums für Ungarn.

London. 26 Juli. (MTB) 3m Ober- bau» wurde gestern von Lord Rewton die Frage der ungarischen Reparationen zur Sprache gel'iadjt Rewton erklärte er sehe nicht ein. warum Ungarn überhaupt nach allem, was e- gclitten habe. Reparationen zahlen solle Sur« j o n bezeichnete in Erwiderung ben Veschluh der ReparationSkommission. Un­garn» Ersuchen um ein M .ratorlum abzulehnen, al» bedauerlich Er führte weiter au«, lebe Reparationsforderung an Un­garn würde leicht einen finanziellen Zusammen­bruch veranlassen, dem ähnlich, von dem Oester­reich sich jetzt erhole Seine ausreichende finan­zielle Hilfe könne Ungarn nur vom Völkerounde erhalten Es bestehe die Hoffnung, bah die Repa- rationSfoage dem Völkerbünde überwiesen werden könne ViScount Grey sprach seine Befriedigung über diele Erklärung au» und sagte, et glaube nicht, bah der künftige Friede gesichert werden könne, wenn man die Ration dauernd im Zu­stande de» Bankerott» und de» Elend» halte.

Die für Sonntag geplanten kommunistischen Kundgebungen

Hamburg. 26 Juli iWolff > Wie die staatlich' Pressestelle mitteiit. tat der Scaai yun 6d.uh fei öffentliche» 0vh rtx*it unb Orbmina gemar- Artikel 48 der R-ich^.e.iallunq läinih.t, tur Sonntag im hamburgischen Staat»qebi" ge­planten öffentlichen Kundgebungen. insbJemde.e Aufzuge und Ver'ammiungen >..?. Art verboten.

München. 26 Juli lVfoiif > Da» Mun- ftciium be» 3nrcrn bat die l o m m u n l ft 11 d> e n Vorbereitungen für die AdI) ait i » q eines A n t i s u s z i st c n I a g e s am kommen- den Svnntaq und a!(e kommunistischen Kund­gebungen an diesem Täte verboten

Dessau, 26 Jul, (B>Bi Das anb.,1- tische Staatsmini slerium hat iir.o.g.- der Talsach?. dah au» Aniah des Bet lammt angever - bcteS in Pieutzen am nächsten Sonntag zahlreiche Koin.nuniften au» ucn Dlenzg ei icx-n A.lln'Us ».ich Dessau zu kommen deablich igen. mit Ru f ich! ans die Erregung weiter 'Bcuölfcrungefrcilc alle V e > > lammluugen und Umzüge bisans wei­te r e S verboten

Die Zentrale der kommunistischen Parteien veröffentlicht in der .Roten Fahne ei ten .'I I- ruf zu dem _A n t i I a f z i st e n i a q in wefowm die Parteigenossen au,gefordert werden, u' ..Ul da. wo Demonstrationen unte freie.» Himmei ver­beten sind. Demonstrationsv isam nl. ng i m ge­schlossenen Räumen abrubal en A h id m seit der 29 Jul, zu einer g-oh üqige.t Propa­ganda für die Ziele der kommunistische» Pariei be­nutzt werden

Laut .Verliner Tageblatt fanden gestern im preussischen S a itsniinisteiium und im B.r i c Pelizeip älidium Besprechungen ül er die für den .Antifas iftentag" zu treffen.en Sid crbcit»- mah nahmen statt Es wurde beschlossen, m i t aller Schärfe gegen etwaige R u b c - ftörer vorzugehen Die Schutzpolizei wird in Alarrnberei schäft geh-ilten werden

Der VorstanddesDeutfchenDewerk- schaftSbunde» richtet an feine Mitglieder einen Appell, in welchem er sie ersucht, in der gegenwärtigen Zeit von ö f f e n 11 i chen Kund­gebungen Abstand z u nehmen und sich ccr allem nicht an der kommunistischen Demon- sltation zu beteiligen.

Das Stetgen der Grosthandels- preise.

Berlin. 26. Juli |WV) Die erneute starke AufwärlSbewequng de» Dollarkur'eZ ftctqerlc bic Grohhandelspreise um weitere 38 v H. auf das 79 462fad)e der Vorkriegs­zeit Die Eius.'hrwaren allein sind um 60 v H auf das 115 188fad)e, die hauptsächlich im Inland erzeugten Waren um 33v H auf das 7231 «lach gestiegen. Lebensrnittel flehen dur ch'ck>nilllil> auf dem 71 597fache". CmDufhiefioffe auf dem 94 166- sachen der Vorki-ieqszeit 3m g ich'n Zeit raum <1 bi» 24. Juli, stieg der Dollarkurs van 218 000 auf 414 000 Mk.. also um 90 v H Damit ist daS Gcldnivcau der Grohhandelspreile von dem un­gewöhnlich hohen Stand von 111 am 17. Juli auf 81 v H abgefunken

<<'rl)öhimq brr Brrqarbritrrlöhnr anb brr Kvkilrnprrisr.

Berlin. 26. Juli lWB > Die fprunghaft nach eben gerichtete Preiskurve hat wiederum eine Erhöhung der Vergarbeiterlöhne er- ferbert 3m Anschluh ixiran haben die Organe der Kohlenwirtschast heute neue Preis st eige- rungenfüiKohle cevgenommen Den Berg­arbeitern muhte ab 23. Juli bis 1 August eine Lohnerhöhung um 70 Prozent gegenüber den bi» zum 22 Juli geltenden Löhnen bewilligt werden Die Koblenplefo tn rben «nil Wirkung ab 27. Juli gegenüber den bisher geltenden Preisen den heu­tigen Beschlüssen entsprechend um etwa 53 Pro­zent erhöht. Die ab 27 Juli geltenden Preise wer­den morgen veröffentlicht treiben

Berlin, 2b Juli lWTB., Die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft trafen für die gröberen Stein- und Draunkohlengebieie be» besetzten unb unbesetzten Deutfchlanbs im Reichsarbeitsmini­sterium eine Vereinbarung, wonach vom 23 Juli bi» zum 2 August auf bie Günne, wie sie bi« zum 23 Juli gelten, auher der bereit» früher vereinbarten Erhöhung um 30 Prozent ein weiterer Zuschlag von 40 Prozent gewährt werben soll Der Slunbenlohn bc« HanbwerkerS im mittelbcutschen Braunkohlen- gcbiet beträgt bemnach vom 23 Juli bi» zum 2 August einschlieh'ich be« Hausstands- unb Kinbergelde« 28 000 Mark Die Verhanblungen für bic oberschlesischen unb Westerwälber Vraun- kohlengebiete finben am 27 Juli im Reichs- arbeitsministeriu n statt Die Verhanblungen über bic Einführung toertbeftänbiger Göhne werben für ben gesamten Kohlenbergbau am 31. Juli fortgefeht

Der Mord in Frankfurt.

spd. Frankfurt a. M.. 26 Juli Reue Verhaftungen haben tn der Mvrdlache be« LtataSanwaltS Dr Haas im Laufe de« heutigen Tage« wertvolle» Material ergeben. Von Wich­tigkeit ist die Festnahme des Arbeiters Wil» helmVeith auS Hofheim i. T. auf dem Bahn­hof Friedberg, der sich dort rühmte, an der Er­mordung seinen erklecklichen Anteil geleistet zu haben Er gab bei seiner Vernehmung durch die Polizei seine Teilnahme an den blutigen Vor­gängen auch zu und wurde dann sofort nach Frankfurt überführt. Die Beerdigung be« Dr. Haas erfolgt 6am»tag vormittag auf dem Haupt»

siiedbvl unb einem heutigen Magistratsbelchluh gemah auf Kesten kei Stadt Wahr: id d. r Hunden zwilchen 10 und 12 Ubr voriui l rgs sollen Tic Gefchäfie gelch eilen bleiben, so ball d..' qan ,c

»'laltung de» Ehaiak.ee einer allg.meinei' ? rauer tragen wird

Die Gewalttaten der Franzosen.

Essen. 2» Juli I Witts I Der b esitze Platz- I mm in . n teilte dem ck e r m e i st e r . l ml Iler In Ccr J.,.eistia>te ml. Ckih lei» la Je .'.betrieb v'n 'er Belatzunqsbehörd. in V c 11 i c b genommen »üi.e. lall» ci irr Aufl.'rderuna. für die B,' atzuigstruppcn zu t' ick n. i icht »achkemme

E I le 2h Jutt i WTB > Am 25 Juli sind au» 5"di#butg 1 1> Bedienstete mit Familien ausge wiesen w >i ten Fünf Be- f.enftcie d.-s Bahnhofs Ostetf.Id-Su? wurden in der Stadt Mül Iveitn l Rubi > l o t der B atzunqs- t-e« ö.de r 11.' und nach B.rdney g brach Au 1> ein Vok'motii'fübrvr vom ha hoi Wcddou wurde iKlkiflct.

Werd e n. 26 Juli lWolff > Vorn franzö- lilchen Kriegsgericht wurde der Student unb Ob:i» kutnant de llelerv. Aarhus, der Dar rneh- u e» Wickx» au» dein Zuchthaus entwich, in 211 . .ul- u weg.n angeblicher Spionage zum - ade verurteilt

Remagen. 2b Juli iWittf > Auf dem Bilm! >* Biück lAltrf erschieiten vier französische O'.it tim.- i und ungc Privatleute, a tschrinend Vi'-*.; int.'.i, I 'toi ei» Herr non der Rhei.ilaad- r?inmilfic» und verlang.ca die Beförderung von 100 hi« *>00 Wagen Holz nach F i <» n I r c t ch, Belgien und Holland Da f.!t Jt wurde. d.itz es sich um frisch geschla- q.iiee Holz aus den 2L>rtoulbern h-a-tdell, rouit* das An'in>ie>t abgcleh.it.

Frankfurt a 771. 26 Juli IWTB ) Am 22 b 711 find in Trier ein Obcrfcfrctär mit Frau und ein Zuqrevifor bc« Mor­gens früh in Ihrer Wohnung verhaftet unb zur französischen Bahnhofstonche abgefsthri wor­den. wo sie non ben Mannschaften in Gegen­wart eine» Offizier« in ber entsetzlich st en Weile mihhanbelt würben Ein gleichfalls verhafteter Ellenbahnbeamter beobachtete, bah die in ber Wachstube ein- unb au-gehenden Soldaten, die mit ber Verhaftung gar nicht« zu tun halten, bei Ihrem Ein- unb AuSgehen Ne Verhafteten gleichfalls mlbbanbeln konnte», ohne bah ber Offizier bte« hinberte ES rol-b vermutet, bah bic Tkranlaffung zu diesen Verhaftungen ein Streitfall zwilchen Spahls unb einem unbekannten Zivilisten bildet, der auf ber Flucht vor den Spahl« in da« Hau« ber Vorgenannten cinqcbrungen war, ohne bah diese etwas davon wühlen.

Der Orlfevorftcbcr von Sennel« wurde vom Vahnhofskontmanbanlen drei Tage lang in einem leeren gedeckten Wagen ohne Ver­pflegung eingesperrt gehalten, weil er sich geweigert halte, für bie Quartiere ber fran- zösischen Regtekutc Möbel zu stellen Eine Rote- Kreuz-Schwester. bie wleberholl versuchte, ihm eine Decke zu übcrbrlnacn, würbe jebeSmal von den moeokkanilchen Lolbalen unter Be- Ichimpfungen toeggejaqt

Ludwigshafen. 26 Juli (WTB >AuS- gewiesen wurden wiederum vier nerhet- raletc Eisenbahnbeamte nebst Familie, anbei dem bi? Fr iuen der vom Kriegsgerich' Der- urteil, n 5if nb'bncb.-rf frelärc 7) renn er und Rof > nuS. beide au» Katteoslautem. mit sieben Kindern Brenner wurde von dem Kriegsgericht i Landau angeblich weil In seiner Wohnung Vcn ichnilse von Ettenbahnanttestelllen zum Zwecke d r Lohnauszahlungei vorqefunden wur­den. zu 18 Monaten Gesängnt « und 5 Millionen Mark Geldstrafe v«i ur­teil I Rostnus würd' »'egen des gl ichen .Der- gehcnS" zu 12 Monate n Gefängnis und 5 Millionen Mark Geid'tiale verurteilt. Ferner wurde der Eilenbahnqchttte Rahm au« Kaiserslautern zu 4 Mou aten ®e,ängni« und 5 (Millionen Mark Geldstrafe verurteilt, Die Aufhebung der Grenzsperre.

fpd. Frankfu rt a M. 26 Juli Die Grenzsperre zwischen dem de'etzten und un- brsetzten Gebiet wurde heute ausgehoben Aber nur wer im Belrtz de» neuen roten Aus- toci'e» ist. darf sie überschreiten Dieser Ausweis befindet fich In der Hauptsache tn dm Händen der Bewohner de« besetzten Gebiete«, die von der . Freiheit" heule reichlichen Gebrauch machten und im unbesetzten Gebiet vor allem Lebensrnittel c.n- fauften D.r ^"kehr war infolgedessen groh-

Dortmund. 25 Juli iWolif > Rach einet Mitteilung der Besatzung«dehörde wird die Sperre übet da« SinbruchSgcbiel tn bei Rocht vorn 25. zum 26. Juki (Toimerttag) auf­gehoben.

Drei Todesurteile in der Berufungsinstanz in lebenslängliche Zwangsarbeit umgewandelt.

Aachen, 27 Juli. <WTB ) Vier Deut- Iche im Alter von 18 bi» 28 Jahren, Friedrich Wilhelm, Gral, Keller au« Weihe unb der Stu- bent Lubwtg Schulze au» Münster Egon Ring, leben au» Dortmunb unb Bergmann Kurt Lor­beer waren von dem belgischen Kriegsgericht wegen ber Vorbereitung eine« Sabotageaktes verurteilt worden, unb zwar bte brei ersten zum Tobe, tie Letztgenannten zu lebensläng­licher Zwang«arbeit 3n ber Berufung«. Instanz wurde je»t da« Urteil gegen ble Erft-