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irr. jabrgaag

Donnerstag, 25. Moder 1924

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

Yrvck »ö ve»!«-- SrIHNche UnwerfULU Such- onö $tehi6ni<rerei H. c-n-e hi «letze«. Schrlfllettvng u»h «eschSft^tele 8chAl«vatze 7.

Int|at Hi ftr bU lagweue «nbi gim ^achmtttaq oorhei obnt|tb< VerdiudlichkeU Preis!tti 1 me t^b< Snjeiqtn o.27 mm o ritte driL <E.uitb|al)l 65 Mk_, aueto TO-DL; f. Kellam». Anjeltz'N o 70 m m Htrite 225 Dl. x2TtilL vlatzoosschnsi 20"/,Äu|. fdgag - rrraahoortlid) Mi Dolltib u. Feuilleton Dr.Jnebr. IDiH) liiingt Mk Sen übngtn T«Ü (hn[t'Bliim'd)«in; f Oi bcn Änjr.gtntnl; yan« Seck, |6mt(i ch in Er,gen

Deutfthtano im Zerrbild amerikanischen Urteils.

W» tiefer fttflt un« au® «im r chernilchcn Fach- yrtl4)ctft etwen Ar titel jur Iferfümmg, Ur alle, br bet un» noch den Blick auf Wnertko ndyen <i(4 ob von bort uns Hilf« und Rettung fnm? g.unMkb etee» Besseren belehn 3n bcm 3mM fwifc« <4 DU «nenkanische Fachpresse, Ne 'ch 'onfl txxn Pvlittk fern^u halten pflegt, brachte neulich den CReifebcrt4>t rtnei Herrn Mayer, oen dieser Ehrenwerte vor der grofjen -Ziegler- nerehrtflung der 'Berei rügten Staaten, der 21atio- nol Betil Hanufacturer« Association erstattete, und den ebn auflba*tti ameritantldx« SUgler- lachbfettl, der TtaO-TBorter. für toert unb würdig zu feitmdongen Abdruck hält. 2Lu8 der Hetzrede btefe« amertkcrnsschen Herrn zunächst einige Be- baufrtungen. von denen man nicht weist. sind e« betoubte Lügen, ober hat sich Herr Mover aue 3mer®a wtrNich derartige alberne Derlogen- beiten alt Tatsache aufbinben lasten Er sagte u a .Die Löhne in Deutschland werden von cmrr fogenannten Arbeitskommifsion geregelt 2übertgeber. die sich den Anordnungen bei Ksm- mtssion widersetzen. wandern tne Gefängnis " .34) sah die lmrnbervollsten Gemälde, die Deutsch­land aus den Äatbebralen oon Reims. Verdun und Brügge genommen hat .Die einzige Billio»-Dolll»r-Tran«aktlon der Geschichte vor dem Wettkriege ist die Ärieg6ret>aration. die Bismarck i*n (Zähre 1871 Frankreich auf erlegte in 52 Hab­en bat Frankreich nur 18 v. H der Billion zah­len formen .Deutschland ersteh ein Gelet), hab jeder junge Mann noch Bollendung de« 17 Hahues betraten kann aber vor Vollendung be« 24. Lebens iaht es betraten muf Warum ? Um 1 v schnell tote möglich Soldaten zu bekommen

Was Herr Mayer tn Deutschland gesehen und gehört hoben will, gibt chm An lab zu einer Beide üuHerst wenfchenfreurrdlicher Aussprüche und For­derungen. von denen die folgcnbcn wortgetreu mtebergegeben werden .Deutschland scheint un­ter den europäischen Nationen das zu fein, was ble Bu 1 Idogge tn der Hundcfamilie tft" .Amerikas Hilfsaktion für die Kinder der Bulldoggcn-Ratton Europas ist ein Irrtum unb füllte sofort eingestellt werden ' . Dentfchsand muh gezwungen werden, den Bel­gien und Frankreich zugefugten Schaden voll und ganz am zahten Man muh Deutschland angemes­sene Zett lassen zur Zahlung Wenn die Zahlung nicht zur fe^gejetten Zett erfolgt, muh es Frank­reich gefkrttrt 'ein Deutschland zu versklaven ins der letzte Dollar der Aeparationslumme gezahlt ist. He länger die Versklavung dau­ert. desto beffer für Suro pa. Denn fj- lange Deutschland tn der Sklaverei lebt, kann es keine neue Morde epedttivn gegen seine argfofen Rachbomattrmen anfangen .He­ber. der für Erlassung der <deutschen) Schuld etn- tritt, ist ein 2Lrtiamenfancr und ein gröberer Feind des amerikanischen Volkes als es die Deut­schenfreunde jemals gewesen sind "

Einmütiger Beifall der Versammlung und der Dank des Vorsitzenden deS Zieglervereins lohnte den Redner Vicht ein einziger der freien nd für die Freiheit begeisterten Ameri­kaner erhob Srnspruch gegen txr Versllav-ung«- tbeorien des Herrn Mayer Vicht einer der an­geblich Don frommer Vächstenllebe und M:nsch- tichkeitsidealen uberfliebenben Bankers sand auch nurein einziges Wörtlein für die deut­schen Kinder, denen Herr Mayer jedes Vecht aul Hisse abfprad) Von einer Widerlegung ganz zu schweigen

So geschehen auf der grohen Hohresverfamm- lung deS amerikanischen Zieglervercins. also im Greife von Arbeitgebern^ Vicht besser sieht ee mit dem Urteil über Deutschland bei den amenfa- nifchen Arbeitnehmern aus! Unsere deutschen Ar­beiter. die zum Teil noch immer von der .groh-n >ntemattonale" unb der er.bti4<-ii Hiiie der Ar­beiterschaft der Feiadsänder träumen, sollten au» den Spalten der in Amerika angesehenen Ge- wersschaftszeit'chrrft .fiteam SHovel and Drcbge ।Danrrsschaufel und Baggert, dem Organ der Internationalen Ge werkschast des Dampf schau sei- und Baggerverfonals. endlich lernen, dah sie von der amentantf4>en Arbetter- I4xift nicht das gering ft c zu erhoffen haben Auch aus diesem Auffan führen wir einige be- 'orders kennzeichnende Stellen wortgetreu an .Dah sich die Deutschen ober vielmehr die Hunnen auf die Dauer mit ihrer Armut sollten heraus- lügrn können eine Ausrede dte die ganze Lebenshaltung der Bevölkern ng un inneren Deutschlands Lugen strott l!) ist vollkommen ausgeschlossen .Frankreichs einzige Hoff­nung auf Rettung liegt darin, dah es seinen Svb- feind in einem solche. -Zustand der Unterjochung bäU, dah jede Möglichst,! für Deutschland ausge­schlossen Ist, jemals wieder für irgendein Volk, fei es grvh oder klein, gefährlich zu werden .Dad «nmachste Mittel, um Deutschland daran zu hin- dem. dah es jemals wieder gefährlich werden kam. ist natürlich es tn einem Zustand aller- dürftigster Armut zu ballen Somit wer­den auch ässe seine Bestrebungen Vuhland wie­der aufzubauen, am wirksamsten unterbunden Wie ttx... Frankreich in dieser Hinsicht gehen wird, ist natürlich schwer zu sagen, rmmerhrn ist es nur rocht und billig, auszu^prechen, dah Frank­reich in seinem Vecht ist und dah es wie hart auch immer die Massnahmen lein mögen, die es anwenden wird, das Vecht bat, s,e anzuwenden, wenn man bedenkt welche barbarische Behand­lung Frankreich selbst von Deutschland erfahren bat .Ds ist nicht sehr wahrscheinlich dah Amerika oder England sich PtJ b-rum kümmern werben, was Frankreich tu! und wie es das tut I

Loslösung der Pfalz.

Sozkdlistifche Autonomiebestrebunyen. Auslieferung der Pfalz an Frankreich.

Ludwigshafen. 22 Oft iWolss.) Die .Pfälzische Rundschau meldet Zu einer autzer- crdenttch ernsten, lür die pvlilifche Zukunft der Pfalz entscheidenden Sitzung ist heute bei Ä v e i « lag der Pfalz zufammengetrelen ES hrndelt sich um nicht« weniger als um die Frage ob die 'Pfuli weiter bei Sayern verbleiben well. Wie weit diese Dinge in dieser Hinsicht gediehen find, geb: aus einem sozialistischen Flugblatt brrror, da« die Sozialisten in der Pfalz verbreiten 3n diesem Flugblatt wird darauf hinge wiesen, dah Bayern d i « VeichSverfassung gebro­chen habe und sich in offener Vebellion gegen das Veich befinde Die fozialtstifche Partei lieht sich daher genötigt, aus dielet Lage in Bayern die nötigen stonseauenzen zu ziehen Sie Pfalz finn nicht mehr bei Bayern bleiben

Die Sozialisten der Pfalz Haden daher ble 3nrtiat;»t z»r Loslofrwg der Pfalz von Bayern unb z»r DUkmoz eines selbständigen Slaates hn Nahmen des Veuches ergriff .m.

Um 11.15 Uhr eröffnete ber Stellvertretende Vor­sitzende Sr Vayersdvrfer die Sitzung Sic Tribünen waren auherordenilich ftjrf besucht. Der Vorsitzende erklärte, er habe die iJelegenheit nicht versäumt, fich an die öffentlichen Stellen und an den General de Vk-etz zu wenden, damit die @ c - fangenen wieder fieigclaffcn wurden und die Ausgewiesenen zurudleht en könnten Hier­auf wurde der sozialistische Antrag ein- gebracht

Der Vertreter der Vbeinlandko m Mis­sion. Major Louis, gab hieraus folgende Er­klärung ab

3h Anbetro-chi dessen, dah der gegen» toärtlge Zustand nicht an dauern kann, ohne schließlich die allernottoenbigflen mortlischTN enb materielleii 3nter:ffen her Bevölkerung zu gefäyrben, imb in Anbettacht ber henli. gen unruhigen und gefährlichen Sage in Bayern ist »en heute ab die Pfalz als aeto» notner Staat mit einer provisori­schen Aegierung bis znr weiteren Cnt» toicflnng bet Ereignisse gebildet worden. Dieser autonome Staat Pfalz verpflichtet sich feierlich und unbedingt gegenüber bet Hohen Interalliierten Kommission, in ®e» gentoart unb Zukunft zur strengsten So- yalitäl unb Mitarbeit für die Erfüllung sämtlicher Verpflichtungen, welche zur @a» rantie der geschuldeten Aaparationen unb Ber notwendigen Sicherheit Frank­reichs erforderlich ist."

Um 3' - Uhr nachmittags nach der Beraiung der Parteien über die Erklärung, die Major Louis, der Vertreter der Vdeinlandl^mmission, abgegeben Hal, trat der Kreistag wieder zu- saininen Der Vorfiycnde, D> Bayersdörfer, er­klär le folgend.» In der vorliegeuden Fiag- ul ber Kreistag der Pfalz nach den geltenden re ho- gesetzlichen Bestimmunaen i§ 18 der Veichsoer- fallungi in keiner Weise ruständig So­mit ist der Antrag Irrt uns vorläufig c r l c 0 i q t 21achdem fich niemand von den ssreiSiagsmit- gliedern zum Won gemeldet hatte, erklärte der' Vorsitzende zum Schlaf;

Ich habe mich meine. Aufgabe entledigt Ich bekam rorher di: Mitteilung, bah in der Vocht von gcficTn auf heute d>is Veichskabinetl fvwohl aic d i e bayerische Regierung sich mit der Frage eingehend befchäjligt haben Die VeichSregierung sowohl wie die bayerische Vegierung haben die Bildung eines neuen Staates in jeglicher Form als Landesverrat abgelehnt.

(Stürmische Zustimmung der 5kieiztagsmitglieder und einer grohen Anzahl der Tribünenbesucher )

Ministcri-räfident von Ä n i 11 i n g erlässt folgenden Auiiuf an das psälzifch: Volk lln- vera..iMortl che Elcmentc haben nach einer heute cingetioifir.cn Mitteilung versucht, die Pfalz von ihrem Mutterland: loszureif en und aus ihr einen' selbständigen Staat zu machen Dies sollte ge­schehen au) den Bajonetten ber fr an- zosifchen Belayung. mit denen fich diese Element: Qnfcheinrnd in Verbiiiduiig gefetzt hatten. Sic wollten den zwilchen B «yein unb dem V. cye entstanbenen Gegensatz, b:i t<m eine Trennung Bayerns vom Veich: niemals in Frage kommen sonn, zum Anlas) nehmen, um eine Unternehmung ins Derk zu fetzen das sich als Hochverrat am bayerischen Vaterland darstellt und nicht ander« als mit der Los- reifcung der Pfalz vom deutschen "Baterlanbe hatte endigen können.

Sei gelunde Ginn der Pfälzer, ihre Treue und ihr starker Glaube an ihr troh des schwersten ilngjüa» geliebte« deutsches und bayerifchesVatev- lanb haben den verabscheuungSwürdf- gen Anschlag hochverräterischer VolkSgenosscn vereitelt Die bayerisch: Stoatsrcgicrring sendet ber psälzischen Bevölke­rung in allen ihren Schichten und Berufen für ihr standhafte« Verhaltet und ihre Treue und Anhänglichkeit herzlichen Dank und höchste An­erkennung zugleich mit der Versicherung, dass der Pfalz ihre Treue zur bayerischen und deut­schen Heimat unvergessen bleiben wird Bayern und t.e Pfalz. Gott erholt «, zum Wohle unseres geliebten drtttschen Vaterlandes"

Wenn es für beide Mächte offenbar die billigste Politik ist. die deutsch: Schuld erwach aaf Ge­winn- und Verlustkonto abzuschr:ib.n, fo ist e« nicht wahrscheinlich, dah sie den Franzosen oder ir­gend sonst jemand tn den Arm fallen werden, der wissens ist. einen Konkurrenten vom Markte s e r n z u h a l t e n, mit dem beide nicht konkurrieren können " .Solange Frankreich damit beschäftigt ist, Deutschland in dielen, kumvf- unsähigen Zust.ind zu erhalten, solange V rhland ter deutschen Hisse unb der deusschen Vatfchiäge für Innen Diccheraufdau beraubt bleibt, solange wird die Welt eine stärkere und wirstamere Frie­densgarantie haben als 20 Völkerbünde ihr gchen könnten " .Die Tiger zähne der Sei- g c I! u n g had^r, sich fest in exe Weichen des be­ilegten unb geschlagenen Hunnen lande« e.nge- bissen und nyrben nicht eh:r loSkassen, al« bi« lnrt ein ganz anderer Geisteszustand Platz ge­griffen hat. al« derjenige, der jetzt die Lage be­herrscht '

Die Länder zvm bayerischen Konflikt.

Berlin. 24 Oft. kWTB.l Der Antrag Württemberg« auf Besprechung der baye- rifcher. Frage in einer Sitzung der stimmbereä» tigten Mitglieder bej VeichSratS. die dar­aufhin für beute nachmittag 5 21hr angefetn wor­den war. wurde im Lauf: de« VachinitiagS zurückgezogen An Stelle der geplant?.! VeichsratSkiyung fand au! Grund cinee neuer- sschrn Antrages Württemberg« eine Sitzung der Mrnisterpräfidenien und GIandtcn der Länder in der VerchSkanzlei statt Der boye- rilcye Gesandte von Preger legte die baye- rssche Auffassung über die Sntttc angsgefchichte und Entwicklung de« mit der Verhängung des bayerischen Ausnahmezustandes und der Ernen­nung de« Gencralstc^tSkommisfars von Äabr be­gonnenen Konflikte« zwischen Bayern und dem Verch rn ausführlicher Vede dar unb brachte daran anschliehend zum Ausdruck, dah

Bayern durchatt« reich«treu fei, da- es aber den Wunsch nach einer Minderung der Heber» fpamtmrg des rruttam schert De danken« in bet Veichsverfaffxog habe, ber ber Utgretb von Konst itten schon mit verschieden en Verths, regienaflen gewesen fei

Danach ergriff der Ve ich« ka nzler im 3amen der Verchsr-gierung das Tfexi unb legte

die Gründe bar, die den VeichSpräfidenten und die VcichSrcgierung veranlaht bitten, noch am Tage der Verhängung des bayerischen 2Lu«- nahmezustandrti den VeichSauSnahmezu- stand zu erklären Die Ernennung einer Per- fönlichkett wie b".e de« Herrn von Kahr zum GeneralstaatSlomiiiislar in Bayern habe die Ge­fahr mit sich gebracht, dah rechtsradikale Kreise in anderen Teilen deS Veiche« ihre Stund: für gekcmmeii hielten und zu Gewall- schritten verleitet wurden Dieser Gefahr sei der Veicysausnahme.zustand al« Vorbeugungsmittel entgegen gestellt worden Ser Veichskanzlci ging dann feinerfeit« ausführlich auf die Entwicklung«- ««schichte der Konflikte zwischen Bayern und dem Veiche ein und hob bei aller Würdigung der Schwierigkeiten der bayerischen Vegierung her­vor, dah

ble Venhsre'.ierung m ihren Bestrebungen not) einer Beilegung des Konstist«. bl« an

bie Drenze be« Möglichen gegangen

fei Ebenso wie ber Gesandt: Bayern« den Wunlch um Ausdruck gebracht hab: .men Weg zurBei­legung bce Konflikts zu finden, ebenso wünsch Zie Ve-ich-rcgierung. bah es gelingen möge, einen Ausgleich zwilchen Bayern und dem V:ich t^rbeizuführrtr Zu dem rt*m Gesandten von Pre- ger rorgebrachten Verfangen Bayern« nach einet 5xiu>mi>il -rung der lieb.dbannung des unita- rischen Gedanken« tote« ter VeichSkanzier auf die ttn ihm wiederholt Öffentlich b?t>nt:n Absicht.m ter Vcichsregterung auf Srweiterang der Recht: ur.L Pflichten der Länder auf finanziellem and steuerlichem Gebrete hin Bayern stehe es frei, nxitcrc Anträge m dieser Richtung zu stellen, und c« fei wohl mögt ich. dah es habet auf die Zu­stimmung anderer Länder rechnen Srtnte Die Vorfedingung zu solchen Schrriten fei aber die Wicd:rh?rstessung verlassungsmahiger Zustände

.In einer längeren Besprechung vereinbarten die Minister Präsidenten und Gesandten die ein­stimmig angenommene Erklärung, die der toürt- temdergrsche Staatspräsident Dr von Hieber zur Verlesung bracht:

3n dem Konflikt zwischen Bayern enb dem 'Seid, stellen fich die Vertreter der Länder rärorähg ans den Standpunkt der ReictzS- regle rung.

©te hatten eine schnelle Regelung der Personak- fr^gen für novvend g um ähnlichen Äonflihcn für , bie Zukunft oorzube^ger verbürgen tue Länder ewronitig bald! ge llmtoanblung be« mi- litärischen Ausnabmezuftanbe« in '

elnenzivllen. Im EtnVerständnis mit dem Herrn Reichskanzler hatten die Vertreter de- Länder es al« erwünscht, bah Verhandlungen übe» die lernet. Gestaltung deS Derhäitnisfe« von Verch und Ländern im Sinne einer gröberen Selbständigkeit der Länder zu geeig­neter Zeit elngelcitet werden "

Im Anschiust hieran gab Stoatsprässdent Sr oon Hr: b: r d.-rn Wunsche Ausbruch, bah stch daS Reich und Bayern in« Benehmen fetzen möchten, um k ch n e 11 st e n « toiebcrnoi male Verhält.risse hetbeizusuhren Der Reichs­kanzler erklärte die Bereitwrlligkett der V.ich--- icgieruag, den Weg t*r Verständig ing zu gehen und mit Bayern eine Stnigung herbeizuluhren Sir Reichrregterung sei ferner Ixt eit, uruglichfr bald in Verhandlungen mit den Ländern ernzu treten, um die Frage der gröheren Selbständigkeit zu erörtern, wobei selbstverständlich der ocr fassungsmährge Weg zu geben sei Endlich 'er *>ie Reichsregierung gewillt, sobald e« die Verhältnisse irgendwie gestatten den Reichsau«- nahnTezustand vo'.llommrn aufzuheben öder den militärischen Ausnahmezustand in einen zivilen umzuwandeln.

Ein Mahnruf zur Besinnung.

Berlin 24 Ost iWTB.i Wie die .Tlalio- nalifcerule Korrefbondenz' miltcilt, trat der Par- teivrrstand der D« utfchen VoIk« partei am 23 Ostvber in Berlin zu mehrstündigen Ver- tanl lungen über die voll tische Vage zusammen Ta« Ergebnis wird in etner Kundgebung z ilam- mengefant. in ber c« hetsti Rach Preisgabe bei al.cn Wehrmacht unb nach Zerstörung der leben­digen Ärafte der deutschen Vvlk-wirtfchaft unter Len Einwirkungen des Versailler Vertrage« Miet unS Deusschen

die Einheit des Reiches als eieglgt« Unter Pfand des künftigen Wiederanfbans

Mil Bewunderung und umwsloschlicher Dankbar­keit erleben iwr. wie unsere deutschen 'Brüder an Rixin unb Ruhr, trotz langer schwerer Äned)'- ichast. trotz aller zermürbenden .Folgen de- rühm- l'ch verlorenen Wi rtschos tskompf cs, trotz bei schweren Wirkungen ber sinanzfeilen Lage bet Reiche« ganbe für das besetzte Gebiet, opfer­mutig. treu und mit s«1 bst 1 oser Hin - g a b e an den Gedanken des Resches und be« Va­terlandes alle verräterischen Umtriebe zufchcuchen machen So fei auch weiter allen separatistischen Plänen, m welche Gestatt sie sich immer Hüsten mo^en, Feinds cha ft und W tder stand an- Mii Schärfe tuenoen axr un« cuZch gegen die Versuche, den gegeraoartigen staatsrechtlichen Zusonunenhang in den Ländern Pr « uh « n Bayern und Hessen zu stören. Des Reiche« Einheit, des Reiches Ansehen über alles! Rur cinfeitrge Aussassrrng ober porteiposstische Ver­blendung kann den Kamvf gegen bie angeblich marxistisch beettssluhte Regierung bes Reiche« pre­digen Sie Äunbgebung fragt, wie sich dieser Morri«mu« zeige, etwa tn der Besetzung Sach­sen« durch militärische Gewalt, at der Aufhebung der Fesseln der Wirtschaft, m der bevorstehenden Verlangerung der Arbeitszeit oder etwa ün Ab­bau des Beamienopparates des Reiches

Die Kundgebung fährt bann fort

Die Reichswehr ist das einzige Machtmittel unseres Reiches and zugleich die lebewMge Er- innenmg enb Mahmnng an die Tage Unserer allen ruhmreichen Armee.

Dank fei ihr und ihren Führern, dah sfe fest und treu in biefer Stunde sich hsntzn i*e Reichs. gcaxilt gestellt haben' S« beweisen bannt aufs neue, wie firoelboft unb leichtfertig die Verdäch­tigungen durch Leute wie Zeigner unb ander? Link«radikale sind Der General jedoch der es wagen konnte, ssr dieser lebensgefährlichen Stunde des Reiches durch iunkspruch an Me Reichswehr den Anschern der Auff oe de rung zum Un- gehör sam gegen daS Reich aul sich zu laden, stellt sich damit ausserhalb der Reihe der Soldaten denen dieBegrtffe des Gehorsams, der Treu: und der ehrl reden den Hingabe an ba« Vaterland leben big geblieben sind, trotz aller Poll- Iisctren Zwietracht Der Gegenwart Ihn trifft d>,S Urteil be« deutschen Gewissens mit unbarm­herziger Schärfe Um die Einheit de« Rerches zu leiten, darf auch im Streite mit Bayern k e'. t Weg unversucht bleiben zur Wahrurrg der Sm beit und de« Aweben« des Reiche« bei g-tWjc- ter Leben«fähigkeU und Bewegungsfreiheit Ietner Glieder

Zum Dchlust herstt e« A u f bie Schan­zen, Deutsche' Sa« Reich ift In höchster Ge­loht Asse 'Parteien, alle Stände alle Landet müssen es lern Wollt Ihr ba« Spiel Possoarös und her Landesv-Träter am Rhern loteten? Be­sinnt euch, stellt ba« Trennende zurück, stützt ba« Reich und euer 'Batertonb, und damit euer Leben und eure Ehre!

Die Preisbildung im Klein­handel.

Berlin. 24 Oft ,WTB > Am11 lcy Set Präschent des Landespollzeiamt« beim Preu hu­schen Ministerium des Innenr verfügt Die vom Reichsverband de« deutschen Rah - rungSm ittelgrvhhandel« notierten Preise für ewige 60 Veben«mrttel find al« brauchbare Unterlagen für die Preislordemngen be« Groh- handel« im Verkehr mit dem Einzelhandel amu- leben Der Droh Händler darf bei Abgabe der Ware den notierten Tagespreis nicht über­schreiten Die Polizeiverwattungen haben vor- S sorgen dass ihnen biefe Preisnotierungerr mallsten« bekannt werden

Der «ettchcm»«k » bae^«* Ne «xerimrater Pmksmertei-WiMti des r, 11 sH