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(Erftes Blatt

NS. Jahrgang

Samstag, 2|. llcvemder yz»

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vnick Verla,: vkühl'lcht Unlverütütt'vich. and Steinöniderel R. Lange In «letzen. Schrlflleltvn- und «eschäft§«elle: 5chnl^atze r.

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Prell fit 1 mm YStze für «njelgrn oon 27 mir 8reÜ« jt lid)8,au«mdrti 10®otbpf«nnig, für X«. Ilame-Mnjetgen o.7O nm Brnu 35 (Bolbpfcnntg, Via ioor|4jri[i zj . dap schlag. - ilfrantaortli^ für pohiihu J^uiütlon: DrJrtebr.tB dl). Gange für Den übrigen Xed; Ernst dlum djtin; iür ben MnjtigenWd yan« |d mil. J) in vB- e je 4

ar. 277

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gönn* tir.r ,fei erlag«, rllberSami -gebeilage j Usenet Jam dien b 14 Her ivochea-vejWaipreli yj Botopfenntg ein* <« letzllch T äg.rlohr, ettf) bei Ttaterte einen njelner Tammern in* felge ^61,tret (Bemalt. - - ,Tnlprtd)-tlnfd,lüfie: für bi« Sd)rifl eiiung IJ2; 10r % erlag unb

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$-|d)ri|l für Drahlnach* <*i«a Hejelgeteie^ee.

IH4«afODio:

-rcnffirt O. 8u 116M.

Strefemanns Sturz.

SDotntar66 Versuch. eine erneute Erörterung d Ttepataitoneprobltml vor einem intern atlo- - 1 Sachverstänbigenforum ,u fabotteren. Ist ge-

gludi Aber b4e starte Abneigung, die feine Ob- ufllonipoltilf bei allen übrigenBeteiligten -n ter Iahen hat, macht es für ibn unwahr!chein- . b. t«b er In den nächsten Wochen auf dem IDcgt über die 'Separatitmlhagc Deutschland neue Daumenschrauben anlegen kann, ohne bei '.men Alliierten nnr allem hei Amerika, auf nachhaltig n Widerstand zu stosten Ör hat es Nber vorgezogen, nunmehr die Sicherheit«, 'rage in den Vordergrund zu schieben und zur Serbutung der angeblichen deutschen Äncg«t>or- Bereitungen und einer monarchistischen Erhebung IN der Botschafterfonferenz neue öanftionen zur Aufrechterhaltung bei europäischen Frieden« zu Ivantoagen 3m Verlauf der längerer.gen Parite^ j 4Xcbaiibiuü^"* hat Frarckrrich« ihitiir t rh j mancherlei Abstriche seine« auf neue Bergewal- j tigungen abzielenden Programm« gefallen lassen j müllen. Da« (Srgebni« in Gestalt zweier dem beut- U 'djen Vertreter am Mittwoch abend überreichten 4 Mieten ist ein Kompromih. siebt aber auch al« *, striche« für Deutschland immer noch Ichlimm genug au«. 3n der Frage der Rücklehr de« Kronprinzen, ' die Poincarö offenbar überhaupt nur al« J^an- delSobjeft aufgegtiffen hat. hat Frankreich nach- < -geben Die Rote stellt erneut de.i Thronverzichl

-i Kronprinzen fest und schiebt alle Verant­wortung für die au« feiner Rückkehr etwa ent- lebenden Folgen der deutschen Regierung zu, der , 'ic auch ohne die Rote ja kein anderer avgenom- men hätte Die zweite Rote gibt der Reichsregie- 1 rung zu erwägen, ob nicht gerade die Ausieiung z ter Militärkontrolle, zu teren Wieder- zulastu j die deutsche Regierung sich auher- 'ianl.eeben habe, nicht gerade die Entwicklung de. bedrohlichen innervoütilchen Lage in Deutsch­land begünstigt habe. Wenn die Rote bann davon 'piicht, dab die ^interalliierte Konirvllfvmmistivn stch immer bemüht habe, den deutschen Behörden -hie Ausgabe zu erleichtern und durch ihren Takt nie Vorwaird für irgendwelche Zwischenfälle ge­

rn habe, so haben die Tatsachen bereite vor X Ruhrinvalion gerade da« ©egcntell bewiesen, f e Rote teilt bann den Beschluh der alliierten Regierungen mit, die Militärkontrolle unver­züglich wiederauszunebmen. unb dioht un Halle deutscher Widersetzlichkeiten mit ge­eigneten Maßnahmen zur Durchführung de« Versailler Vertrage« Auch der 3nhalt dieser Rote weicht wesentlich von dem ab. was Frank- eich im Grunde deab ichtigt hatte Poincarä batte m liebsten die Verhängung sofortiger gemem- ainer Sanktionen gesehen Hierfür war feiner der Alliierten zu haben, nicht einmal Belgien, Xi« bi« dahin mit dem französischen Rachoarn durch dick und dünn zu gehen pflegte Am Qual) d Orsay Hal man bann mit dem Gedanken einer neuen Sonderaktion gespielt Al« (fambon :r. der 7 chafte.'onseienz bicl In die Debatte warf, sch> " aber bei seinen Kollegen ein Sturm der Gr . ,'tung losgebrvchen zu fein, der den ^tanzos n doch zu bei Eillärung bewog, bah Frankreich keine territorialen Sanktionen plane. 3n der Frage, wann die Urberwachung wieder auszunehmen sei. hat dagegen England 'einer'' gewisse Konzessionen gemacht, inb-m e« den erz ii glichen Beginn zulieh Alle«

wo e ' ben Instruktionen Rollet« vor­bei).. fen Ge'chicklichkei: es bei einigem

gute gcwih nicht schwer fallen wirb, die

i'vn i Her,n unb Meister zur Sortier,ung 'einer Be gewaltigung'poll ik gewünschten ilntcr- tagen in Form von ..Schwierigkeiten" ober .Zwi- schensällen zu proDoveren. ilnb bann wirb Poin- rarö sich schwerli ch ft. d ein Deut um bie jeM

dienen Tcrcinbaiunqen scheren, fonbern mit

.> ' i irllti,t4rr Spitzfindigkeit sein .Recht ' au« bem Versailler Vertrag ber­eut en unb auf eigene Faust handeln

0' - Jen schwe.en auhenpolitischen Wet­terwolke" mit ben konzentrier en Kräften bc« ge­samten Volkes zu begegnen, hält e« bet Reichs- tag, wie fast schon üblich in kritischen Augenblicken deutscher Auhv voli ik, für angebracht, da« Sa- bi ne t c 'emann zu stürzen Mit 233 Stimmer g--qen 155 bei 7 Stimmenthaltungen it bet Reichs ag bas von ben Mittelparteicn ngebrachte Bet raurnZvotum abgelehnt. Mehr -st zur Stunde nicht bekannt Man hat wiederum mit der gleichen Lei hFertigkeit, bi * die beiden vorherge eien Krisen des Kabinett« Slre'e-

,iann .chneten. bie Regierung in einem Auge er innen wie aufjen höchste politische Aktiv, ordert hätte, handlungsu.tsähig ge­macht noch meh. Man Hal ein Kabinett x-teittgf, o!,mc zu tot Jen, was man an feine Stelle sehen will.

Rachdem am 2 Rovember die Svzialdemo- (raten jh-e Minister au« dem zweiten Kabinett der <T *en Koalition zurückgezogen batten, re» gier Strelemann mit einem nur 7>urch den 3nn. - Dr Zarre« ergänzten Rumpf- (ab da« die Parteien der bürgerlichen

Mitte * sich hatte Die Oppositionsparteien oon re. unb link« waren sich barin einig, bie« Robinet, zu Fall zu bringen, fobalb c« vor ben Aetch«tag trete Der Kanzler stand auf dem Dtanbpup't. bah ei für ba« Rumvskabinett nicht in eme .e.' er eaiienSvvtum des Parlament« 'ige, , : i b e toi tlchaltsiche Qage. nameni- i) m her. 5c'e den Gebieten, die ge'chlo'Iene o.'ia1. der Regierung fiir sich erfordere Di' Oppo» "ivn bcOMc anders hierüber Sie entoang für Dienstag die'er Woche eine politische AuSlvrache. die nach ihrem Willen baS Ende bes Kabinett« etbeifuhren follte Bevor ber Kanzler "H dem varlamen stell.e. legte er dem Scntrafoorftanb 'emet P<ü..m tue Richtlinien feiner »Ickitit bar I

und erhielt ein überwältigende« Vertrauen«. Votum, von dem sich aber die rech'e Zlugelgruppe um Ötinne« unb Heinze auS'chloh Wich Zentrum und Demokraten fanden sich, bereit, ba« Kabinett Otrcfemann weiter zu stützen' Die Sozialbemokraten. bie am lautesten nach ber Einberufung les Reichstags gefdiaen hatten, waren sich 'vis zu Beginn her Reichstag«- sifung offenbar noch nicht über ihre Haltung schlüssig Rur bi? Deutschnationalen muh­ten. wa« lie woll'en. wenigsten« soweit e« S:re*e- mann« Sturz betraf Was danach kommen sollte darüber ging man auch hier mit geheimnisvollen Andeutungen hinweg

So begann am Di»n«tag bi» mit Spannung erwartete AuSlprache, M? die Unld .gfeit tnert Reichstag« wiederum in hellstem Lichte erstrahlen lieh Heble kommunistische Rüpelszenen, denen sich ba« Dräsibium be« Herrn Löbe nur höchst mangelhaft zu erwehren touh'e. unterbrachen bie Debatte bereit« vor ber Äamlerrebe Die Redner t-er Opposition wühlen nicht« Reue« zu sagen. Herrn Wel« war e« bei feinem Sturm auf Qtixlcmann ersichtlich wvhler al« vormal« aus ber Regierung«bank, und Herr Hergt stimmte seine Ängi ifsssanfare gegen ben Kanzler an­gesichts ber m ber Feme für ihn drohenden Ver­antwortung merklich tiefer. Zu einem positiven Programm fehlte In feiner Rede noch recht viel Sv hatte e« ber Kanzler am Donner«tag nicht allzu schwer, bie Angriffe ber Opposition ab- jumtpren Aber bw gany beexlägtge Redeschlacht

Die Demission der Neichsregierung.

Der Reichstag versagt dem Kanzler gegen die Stimmen der Mittelparteien das Vertrauen. Die Aussichten für eine Reubildung des Kabinetts.

Berkin, 23. Rod. <7vTB.) Der Reich«, tag chat tu namentlicher Abstimmung den Der» riaüiüSaruiu 4 vet bürgerlichen ürvctt«» gemetnschafl für ba« Kabinett Stref.mann ab. gelehnt Boa 392 hn ganzen abgegebenen Stimmen stimmten 155 bafür, 230 ba legen, fteben Abgeordnete enthielt.m sich ber Stimme

Heber ben Verlaus ber Sihung geh' un« folgenjct Bericht zu

*5? r!i- 23 R-- sPriv -Til) An Regie- rning«!isch RechSt-nzler Dr 6 t r '1 e m a n n. Reichsw-him,ntsler Dr Dehler. Reichifn en- Minister ZarrcS Es legen brei Mihtra-e,«- a itrag- vor Der Rlihiiauensaniiag .er Deulschnationalen lautet Der Reichstag ent i hr der Rrich reg erung ka! Vertrauen d.sten sie nzKf> Artikel 51 bet R.ichSverassunz bedarf Der Mihtrauen«antrag d r Sozial­demokraten hat folgen>en Wortlau 5"ie Reichsregierung hat b?n misit irische i A i nähre zu stand in Sahsen un) Thüring n oh ie bah hierfür fachliche Gründ. Dor.regen n I4> rfftcr 5orm angew.nd-t g g n be ver as'ung widrne i Zustände ,n Bayern ab r ni&t« Ent sch iien e« getan Sie hat daher ni ht da« Ber rauei CeJ Reichstag; Eia kommuni lischer Mih- trauensantrag b sagt Di- Regierung hat nicht ba« Vertrau m b « R«h«tagZ

Reichskanzler Dr Strelemann DaS moti­viert MihtrauenSvotu n b r S z aldem ikrat n gchi Parlamentär fch fiktsch bi- Log i «et. bah d e verschiedenem Mihtraueie^ntr g vo i wech- fel.ibcn M hrhe.ten adge-ehn. nxtben

Die RetchLrezirrung hat nicht die Adsirht, ihre Geschäfte sortznsühren auf Grund irjenbt.net mit solcher parlamentarischer Arithmetik h^.-r» bei-nesührten Konstellation. Sie wünscht diel, mehr eine klare DntscheidAUg darüber, ob da«

Parlarn:.-.! hir:l«r ihr stihl bvx i H«yL

<Lebhafter Beisal > 3d> richte bebalb an de Frabion.m die Bitte, ein? solche f ave Entschei­dung h.rbeizu,ühr.n (Leb alter Beifall.)

Al>g D> Scholz lD. Bpt.) br.ngt darauf folgende« Vertrauensvotum ein Der Re.chZt.'g spricht ber Reichsregierung ba« Ver­trauen auS Da« V.-rtrauenSvotum ist unter- zech tet von Dr. Scholz <D Dpt), Mar» (Z.) unb Erkelenz CTem. i

Abg Mü11ei Franken (Soz.) e klärt, dah e« in feine, Weife in der Ab icht der Sozinl- demokraten lege, duich H.ibvilühiung -iner sol­chen polnisch n 21 ilhn.e'ik einen Zustand ber Unklarheit herbeizuführen. Es werde not­wendig sein, zu f i en warum diele« Mich- IlauenSvotum emgebracht worden ist

Re ch«kan>ler Dr. Strelemann erwidert, haft e« ihm völlig fein gele im habe, d.-r Sozial­demokratischen PaNei bei erwähnten Vnrwurs zu m.-xten Sr nxnle aber darauf bin. dah in der deutsch n P e k be ganz falsch? Vorst.-slung zum AuSdiuck geb rat/ worden lei, al« wenn bk Re ch«regierumg ihrersrit« ben Wunsch gehabt hätte, bu ch AuSl.i.len einet Fraktion geg -n bi? andere sich politisch zu Hal en. Dagegen hätten sich (ein? Wo^e «richtet, niht gegen baJ selbst­verständliche Recht einer Fraktion, einen Mih- trauen«antrag zu ft Len

Da auf to rb mit der Erörterung fort re ähren

Abg S i ke l e n z sDern I erst irt le..ea h e ein Pailamrntar.er in so offener unb zynische. Weis? von fei Tribun? Hochverrat gepredigt, wie geltem der deutschvölkrlche Abg von Graefe (Lebhafte Zustimmung In ber Mitte und Inf«) Die ftanzö ich? Poli ik hat von ; eiter bie 3eitrümmerung te« Dutlchen Reich?« ol« ihr Ziel v.rfolgt. DaZ Rheinland ist txmtc ber fianzösifche Kn.gSschauplay 5>ie rheinisch? De-

rölkeiung wird auf die härteste Probe gestellt Die lcyt? 2ntlch.ibung ber R.ichsregieruna In iA..rug aus die Einstellung von ^-l'tungen hat dort b.e schwerste Erregi.ng verborgetukn

3km Gedenken her gtoRen Koalition werden bi? Demokraten auch weiterhin ihre Kraft widmen.

Aui so kann die Zerllüstung des deutschen Volkes ve miede i werden Die Reichswehr hat sich o!« zuve lässig r Schutz der iepu- bi strnckchi?. Reichev rtal'ung vewahri Dte bnyerisch n Vorgänge find vom Rheinland au« gcleb.n noch viel schlimmer al« von Berlin au« f.-kfr.n. Wenn die Reich«regierung in der b rie. if J n 5rrig? mehr unb schneller gehandelt l ä tc, dann Hütte sich numches Unglück Dcrmeitcn -assen Andererseits Hütte in Sach en bie sozial- 1 -mokratische Mehrheit die doch nur 51 Prozent b tragt, »orfichtiger lultretcn müssen Di: di-ut- sck« Äirt'chaN ist nicht Io krank wie sie au«,icht 2n Um Achtstundentag muh grundstinlich Icft- geUxIkn vf.rden Aber jetzt, wo im Ruhrgebiet Atl i Rienate Qlib.it verloren Waiden sind, mühte rtv g ic t«' auf die Dauer von zv>-i Diahren kur . Te Handlungm zwischen Alb itg ber.i und 2lrb(iln,b:a;rn ein. Tlcuicgelunq herbciqe- süh-t ttxr.'en. um L-.n Derlu t der letzten zehn Monate h rauszuhol.n Die rheinische Jnbaftric f^it aller.ingj ct.ic sehr bed- n.liche Haltung ein- q nrmmen, norm sie ehne Hinzuziehung der Ar- t'-itcr^ mit ben Foanzosm DcihinZXlte und jetzt die Teilnahme an Berliner Lohnverhanblungen ob chnt. Die Bea m t c n a b b a u oe r 3 r b n u n g darf nicht zur Entserieung republikani'cher T-c mtcn mihbraucht w rüen. Der Redner wenkn sich zum Lchluh gtacn die deutlchnzUiima'en Dik- taturrlanc und empfiehi da« VertrauenSvotarn ter Lori Mittelparteien.

Abg Koenen (Komm.) beantragt, sofort cirrn tr rnmunistifchrn Antrag auf die TageSo^d- nung zu letzen der die Aust» bina der vom Mili- tärh fehlShaber erütffenen Verbote der Kom­munistischen Dartei verlangt Dagegen er» hell sich fein Widerspruch Ein zweiter fommu- mftifdrr Antrag, ber ben ReichSfaazler auffor- i'crt. sofort zu tem Verbot Stellung zu nehmen, sin ?' ,-?Wdie Unterstützung der Kommunisten unk, eine? Teile« der Sozialdemokraten 7Hef>: cre kommunistische Zuruscr werden vom Präsidenten Loeb? zur Dränung gerufen

21bg Lang (Baver Vpt ) wendet sich scharf gegen di? gestrigen AuSsüh.ungen be« Abgeoid- neten von Graes?.

3m Ge ensah zu diesen Ausführungen musst vielmehr da« ganze deutsch? Volk ermahnt werden, in dieser ernsten Siunde alle fon» sefsionelle Hetze zu vermeiden.

Der Münchener Putsch sei tatsächlich in eine katholische Hetz? au«geartct. (Zuruf Herr von Grase ist v«ireiftj Hoffentlich ist seine Reise nicht fübträrt« gegangen (H i e.feit ) Der Mün- chener Putsch war ein Ve.brechen am deuischen Bc-lke (Bei all in der Mitt? i Di? vaterländifchTn Bei bände Bayerns eriticben ganz oerl ti.-b -nc Ziele Der nationale Schutz war besonder« da« Ziel der Hitleibewegung. Sie wollten d.nz gante R.ich umgestaltei und da« Parlament ganz ab'chaffen Auch Te'w.gungen. die gut und oai.r- ländlich find, köimen verderblich wirken, wenn die von ihnen eingelchlaarnen Wege falsch lind (Deisall i Der vaterländische Geist muh in der 3uqcnb geweckt weiden Die geistige Wehr­hast,gfeit in unterem Volke muh geweckt werden. (Abg Ccbcb.ur ruft: Unb dann werden prole­tarische Hundertschaften verboten!, Der autoritative Gedanke darf nich' Io aufgcfistt oerben. bah man blindlings den Fühiem folgt ohne zu triften, wohin bie Reite geht Der A.tt, -- mitiSmus ist verwerflich unb ungerecht <5.- ist

freilich begreiflich, wenn den Qlrbeitern nach ber Lohnzahlung nnn iüdstch-n Schieberr. ba« werte bchanbige Aeld aboenommen oirb An ben Pater- ländlichen Verbanden ist weiter zu verurleilen die Macht- und revolutionäre Dewaltabwendung Da« geschieht sreillch auch In ben Äreiten von link«, deren Tciror bie Reaktion der vaterländi- Ichen Qtetbanbe beroorgeiulen hat Baye, n leidet heute unter einer Malsenplyche'e Meine Freunde haben die AuSsührungen be» Reichskanzl.r« über da« Verhältnis de« Reiche« au Banern mit grobem Interesse gehört Older He haben sich nicht davon überzeugen können, bah bi? Talen der RclchSirgieiung. die folgen werden dem ent­sprechen nxtben wa« unser OIntiag über den föderalistischen 2lu»bau ber He.falfung wünscht. 1 u um sonnen wir einem Vertrauensvotum nicht zuftimmen

Relchswehrminister Dr. Getzler:

Qlicmanbem kann der militärische Ausnahme» zusland unangenehmer sein al« mir Ach halte e* für ein Unglück, bah wir in einer Zeit, rn der bie deutsche Ration von aufktn bedroht wird, un« gegen ben Bürgerkrieg lüften müssen E« gibt ge­rade für den Reichswehrminister nicht« Unan- genchmeieH und Schwie igere«. al« in diesen tnne- ren Kon lift hineinzugeia.en Von recht« und von lncks fommen bie Angriffe gleichzeitig gegen bie toir un« wehren müllen Die Kommunisten Haden ben Vorzug, flar auszusprechen wa« Ile wollen, vchhiend die Herren von Graefe unb Henning ihr Ziel nicht hier. Ion dem in ihren Versammlungen klar auSspreche.i. nämlich, die gegenwar.igen Qtet- hältnlsse unb bie QJerfaflung bet beutlchvi Repu- blit mit Wassenaewalt umzuwerfen Olationallnzi,fisten unb Kvmmunistcm deren Ziele Io verschieben lind, find einig in ihren OE l V t e In. nämlich in bet Anwendung ber Waffen­gewalt. Ich kann nachweisen, bah ber frühere säch­sische Staatsiefretär Branbler tn ber rulsllchea . Prawda ' über bie Bewaltniina her fnmmimifil. schon Hunbertschaslen berichtet hat Wir fernen bie iXampfpläne von rech'S und link«, unb wir haben un« entschlossen, dielen Kämpf mit den stärf- st e n Mitteln für bie Sristenz ber deutlchen demofratifchen Republtk auszunehmen Herr von Kahr war als Ttertrauenämann weitester Kreise auch In Rorddeutschland bclrnnt, kxe daraus war­teten. dah nunmehr ba« Schlagwort von der na­tionalen Diktatur in Deutschland reiwirkltcht iri b.* Die Eviscte von Ku'tun hot grieigt. wie a ch bie Gefahr war Al« S^crr von K.ihr zum l>.y-. ische Gene.asst ia « emm.ssar enta n w irde. trud;« bie Griahr Ivi, waren enilchloflen. ben Kampf auf bem Kampfplatz in Mitteldeutschland a tf unehmen.

Wir butffen die Reichswehr aber nicht ht bi« D-fahr bringen, zwischen zwei Feuer zu ge. raten.

W.nn to.r gegen die J. -g.il. n Kampftruppen au» Ir.Tjii :<im i i.cn. dann birften mir nicht die fommu istischrn Hund rtschift .-n im e i h ben. 3n biclcr Ze i ton itzn wir nicht hu ben dah tn Land «r g.. rangen Kon.muniuen la en d I idst bin grammatisch ben Umsturz b.- r Weimarer De siflung g to: ( 'am rr.-ihen too lt-n E! wir Io weit mit b.-r Unlich-rheit weiter Kreise ge­kommen. bah man b k hloh zun L hui vor b m Tenor der Kontrol . O«s Hüffe bl.- dayei ilchen 5-ihi tenbinbn h rbetzur st.-n D r 6m öt Er­nennung de> Gen r li o o n r -eckt zu n Inhaber der rrllzi.henden Gewalt toor b-r dah um be deutsch Rev bgekimp't ir-irb, unb bn1 wir nicht gn-igt finb bem K mps un bi? deutsche R pubii. auSzuwri chen I b t wen i Männe wie Ludenbvrft an b r Spitze tieften. Wen i b e Herren vv i Koh unb Lossow do«, roa« sie zw.-t Jag vor. her g.-fagt hodm dah nim ich ber Rka rsch nach Berlin an ber sächsilch-chüringifchen Grenze

war im Grunbe ein Kampf um eine verlorene ©telluna. Den Stur, be« Kanzler« wällten offen­bar alle Oppositionsparteien, sie wussten nur "'chf. tote sie ba« D ng drehen sollten Man versuchte e« mit MihtrauenSvvten mit und ohne Begründung- die man eine Mehrheit erhoffte Tiber eS toolhe sich fein einigender Weg finden. Der Kanzler telbst machte schliehlich diesen parla­mentarischen Kinferlitzchen ein Ende, indem er ju Beginn der FreitagSlitzung erllärte. dah die Regierung eine unzweideutige Entscheidung wünsche unb deshalb um die Einbringung eine« naren DertrauensvotumS b tte Em dahin­gehender Antrag ber bürgerlichen A> beitsgemrin- schist ist barm, wie ja zu erwarten toar. ahjelehnt unb bamit ber Sturz be« Kabinett« Strelemann entlchieden worden.

lieber bie Rachfvlge schwirrten bereit« feit Tagen bie widersprechendsten Gerüchte Wenn Parlamemtarismu« m Deustchland nicht schon lange jeden Sinn verloren hätte, hätten die Paiteien die wenig begehrenswerte Erbschaft Stiesem<rnn« an-utreten, bie fein Kabinet: gestürzt haben Aber keine, weder Deutschnationale noch Sozialisten, würden im Reichstag eine Mehrheit für sich finden Auch ein neue« Kabinett der bürgerlichen Arbeitsgemeinschaft mit Dr Braun« ober 6 t e ge r to a l b aU Kanzler, bem ötrete- mann al« Auhenminister angeboren könnte, hätte die gleichen Schwierigkeiten Btelfach wird auch der Gedanke eine« .Sireftorium«" unter ber , Leitung General von Seeckts erwogen, für |

tvclche« da« zu teinem gröberen Teil überpartri- liehe Rumvfkabinett fllicfemann schon bie ersten Rnsätze zeigte Aber auch für ein beiartige« Ge­bilde. ba« gearih viel Besteche.id e I ir sich hätte, wurde nach der Bersassung eine Mehrheit de« Pailament« erfoiderlich km und sie wird lich in biciem Reichstag nicht finden

So zeigt die augenblickliche Situation eine heillose pariamentarilche Zeisahrenh.it die nur Peflärt werden fönnte wenn sich alle b u i g c r- ichen Parteien unter Zurückstellung aller parteitaftifchen Bedenken auf eine Einheit«, front zusammenzulinden vermöchten Dah Sie« nur lurrb Entgegenkommen unb Zageftändni ie von allen Seiten geschehen kann, werben- auch bie Deutlchnationa.'en einsehen müssen unb durch Auf geben ihrer biktatorischen Gelüste Ihren Cm- tritt tn ein bürgeiliche« Kabinett für Zentrum unb Demokraten diskutabel machen Bon der an­deren Seite werden sie aber mit Recht verlangen können, dah der sozialistische Einfluh vor unb hinter ben Kulisfen. ber fast alle nach- rcttolutionären Regierungen in ihrer üewegungS- fteiheit ungünsttg hemmte, radikal beteiligt wi.d Rur auf diesem Wege einer reinliche? Scheidung tann ber Parlameniari«mu« auch in De-ut'chlanb Sinn bekommen. Sollten bie Parteiführer sich er- mit dieser Forderung weitester VolkSkreite au« Parteiegoistitehen Gründen versagen, wird Ne ba« deutsche Volk in nicht allzu langer Zeit aK Totengräber be» deutschen Staate« zur Rechen­schaft ziehen.