Stettag, 25. November 1923
173. Jahrgang
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
tfnd ww6 Dtrl«|: vriihl'sch« Unlotrf tflis-Bed). und $ttt*6radrrel R. tnv In «letzen. Lchrttlleltnn, und «eschüft,stelle: Schnlsttatze I.
laie»et oe* Injti«" t träte lageteemmnb.* p« nad)m<nag oor^it ol)ne|«b« Üerbtebü^heii- Stell lMt I mm IHM l4t n|tlaiio.27mm8rtU« driL ®mnbjat)l 66 Ulh-, duie.70 dl; i Hehlamt- Snjtigen o.70m n drert« 225xl400*DlilLS4lin<l Pta iDOti-l)n|l ZJ . Äu|* schlag. - b«rant®ordi4) tut polinhu ^euiOtlon Dr )ritbt. ZDilb.Üangt, lüt bin übrigen £«t: ®Tnlldlumid)<in,iurbtn anjeigenteil <jan* de> IdmiL tz m < J« *
Bt. 276
fneeiei logisch, ew|«t »nb geierlege, wttb<rSowieteg»b«ilegt fwfcwerÖamilienblbttee eeWti-dtjeeepreli 100 un* 60 Tllüiarbtn Harb Irägtrlol>n. auch einzeln.
Hemmern infolge Vbterer •rmolL- ll ern prech. »»schltss» ftir bieLchrist» Itüeng >|2, für % er log eeb «eschüsi,Helle 61. Helchrffl für Drahlnoch. ichien. Lizelger »letzen.
PHKtrdUnte:
frnfTed n. Di. 1188t.
Die Kanzlerrede im Reichstag.
Strefemann fordert Entscheidung. — Die Rheinlandpolitik der Reichsregierung. — Währungsreform und Arbeitszeit. Der Hitler-Putfch. — Sachsen und Thüringen. — Des Kanzlers Antwort an Hergt.— Mihtrauensanträge der Opposition.
Berlin. 22 Hob CTD'B) Der Heicbdtag ,fi beute bunt) et» Harte« spoliictauf • gebot gefiebert. Mehren PoNale lind gddilol- len. unb an ben offenen tpirb eine strenge Hartrn- ton trolle geübt Der in bet letten 6it)ung au«. geichlolleve fonrrnunUtlldx 2ldgevrdnete 2em- m e I e versuchte zwar ba« öebäube zu betreten. n fügte sich aber, al« tbm ber ainiritt Der- to e i g e r t würbe Um halb zwei Uhr eröffnete DräsiLent Loebe bie Sitzung mit ber Mitteilung. bah ber Abg Kemmcle für bie Dau-c oon 20 ©Hjungetagcn. auch uun ber« Auckfch:''- lihungen, au«geld>loflen sei De, Prä'r- bent teilte weiter mit. bah er oon ben fd>a i'• (len Bestimmungen bet Geschäftsordnung De- brauch machen werbe gegen solche Abgeordnete, bie burtb Schreien, forlgelchte Unterbrechungen ober ®etoalttätifl(eiten die Amtshandlungen bc« Präsidenten stören ober die Redner binbern. l'd) ncrflänMtd) zu machen «Aule der Kommunisten 'Jcinert (bet sozialdemokratische Präsident bc« Pceuhifchen Landtag« D Red , ist übertrumpft
X« in ber Fortsetzung ber poliliichen Aussprache
Reichskanzler Strefemann ba« Wort ergreift, rufen bie Kommunisten .Der Rrichszert rum merer! Der ©epaia utenfanAler Der "Reichskanzlei weist zunächst bie Meinung zurück, bah bie Regierung bie Absicht bähe, sich ber Uettrauendfrage im Parlament zu entziehen Sie wünsche im Gegenteil möglichst bald eine Sn tscheidu ng Der jetzige Träger ber französischen Politik. Pvinrarö, bat e« fertianebracht. in foitaelcntcr Konsequenz bi’ ©runbtagen für bi? getarnte pvlitlsch? uirb fo la e .Zertrümmerung be» Reiche« zu schaffen ir« >lt erklärlich wenn btt Entwicklung in Deutschland den Extremen »utreibt Der KommuniS- mu« zieht seine besten Stützen au« dem allgemeinen Eiend, die eriremen Rechröp >>- tnen au« ben uni fortgelebt jugefügteu n a • llonalcn Demütigungen, benen bk her jede beutsche Regierung auSgefetzt worben > t <Lebhafte Zustimmung.! Wenn man ber Auffas. fung ist, bah da« konstitutionelle Leben Deutsch- lanb« in ber Auflösung begriffen lei, fo ist da« gerade die Wirkung dieser Politik 'Lebhafte Zuiufe bc« Abg Höllein bie v-m Präsibenten gerügt to.-rbei.i Da» Par a nen' bat e« herrlich weit geb,acht burch die Art. to'c Mitgleder die Achtung vor dem Paria- ment selbst untergraben. (Le ha't- Zustimmung bei ber Mehrheit i An der Snitz: d r Äonftitution muh bie Achtung de» P rlam n « vor sich selber st ehen Wir fetzen feine ?)?< n mg biese trostlose L’ige unter?» Volke» zu b Ilern (Hört, härt' bei d a Kvmmuni t -n i Abqe ,.n?t.r Hergt hat uni barau« cin-n Bono iri gemalt d I) wir zu Verhandlungen m l Frankreich »' tominen suchten Rhein und Ruh' finb uni o.e! zu wer. ooQ, al« bah wir nicht alle V rhandlungSmö lich- leiten erschöpfen mühten ehe anbie Ko >1 u ue >z n gezogen werben f'nnt’n Der Versuch, d, Sachwerte zu Reparationen h.ranzuz h.-n i t gesch tert an bem WidTrstonde der französisch?:, Po- litlL Vielleicht 11 ber Ver uch noch cm ncl möglich, wenn e» zu *ciner internationalen S a ck>- verstänbigenkonferenz kommt ü'-er ii- 7Utxirntnm«frage. Di? Erhöhung der Kaufk alt der deutschen TcoöUerunt ist nicht nur eine deutsche Sorge, sondern e.ne Angel gen*y:it b r Aufrechterhaltung normaler Beziehung > ber Weltwirtschaft (Rule ber Kommunisten Sünne,!: Mit Herrn St inne« müssen Sie sich schon persönlich unterhalten. Die .Deutsche 2llienci>e Zeitung" schüni bi rüber anderer Ansicht zu lern. (Heiterkeit > Wir wollen der Well ni tzt bi« deutsche Sl.-nd verschle ern (Abi M Itzahn. Komm., erhält wegen ein-« unpir ame st irischen Zurufe« einen Crbnung«ruf.> Wir hebe , b e charitat ive Hilfe bc« 21 u »Ian öc« . n- gerufen und wir sprechen den He.fern den wärm- fien Dank au» vor allem b?n Deutsch,me ikane n unb ben Brüdern au« Österreich (Rufe ber Kommunisten Die Arb iterhil e und da» rul'ilche Brot erwähnt er nicht ) Da» D.rlprechen 24 «tunben nach 2lbb uch be« passiven Wlde flaibe« mit un« zu verhandeln. Ift g: b ro «ben worden. 0« hat sich der w ltgeschicht iche Skandal ereignet. bah Jrantrr b bie D rhanb ungei mit der verantwortlichen deutsch-n Regl.runz ab lehnte. ,o bah tmr e l n 8 e l n e Ä r e i! b i Vevo k u g mit den Verhandlungen beauftrage, mußten. Heber aCe Ei zeihe tm ber V rtzand un-.en m t den Industriellen werden wr Sem'ätzt 'en Aelchsütg in einem Weitzduch unterrichte^ Sollen wir durch irgendeine Erklärung auch noch den Ruhreinbruch legaltsieren?
Würbe» wir anerkenn en, batz bk Xohle»llefe» nage» abgerechnet werde» solle» »icht a»s bk Reparationen, sondern ans Beza Hirn, st de« nnhretndrucye«. bann würde ich be» brach legaltfieren, und ba« ist ausgeschlossen. (Lebhafter Befall bei der llNehrhelt > Da» wäre auch em- Illoyalität gegenüber
®läub;g,-m D« gilt heute die Dsu.'d»^ '7,* »ulegen für eine q.nize Zukunft au! die wir alle unsere Kraft hinuch en werden Dir kvanen Du □JTrttel für die Srwerbslofenfurforge
nicht länger aufbringen. Die Politik ist In einem so geschlauchten Lnike wie D.utldtand abhängig von der Wirtlchali und Ernährung Der Vorliond der Rentenbank hat fei ie Wünsche bet 2ieg erung cben'o rerg.traten mt • andere WirtIchaslsgruppen Ich bin in allen Punkten mit ihni ctnurflanbeu gewrsc' Der Tle.nung bm ich allerdi.ig« bad eine Eesun- dung der Wirtschaft ohne eine baldige Lösung der Arbeit«zeitfrage unmöglich Ist 'Zurufe der Kommuni(en.) E« •" ein? qua tavertzatie i,olk«MirtschalIlich. An- Ich >uura dad eine Ve lan.ierunq der Arbeitszeit b.e 21'oeileloligteil vermehrt > Abg Ledebour Ws» Die lagen ist hvch' en» Quinta ) Wenn der Deisa Iler Beitrag ^eniilen ift. Io gesche ht da« von den Mächten d.e un« nicht cininU die wenigen Reck c lubilllgen wollen, die un« dieser 2>ertrg gewahrt.
Wir too.len lerne ßoittemnin) bet 27ch. i»la»de. Tie Politik, die zu m.iner grotzten Entlüftung im .Vviwärl« al« Forderung sepirati|t>|ch-7r Be- ftiebungcn aueg.kgt loorXm ist. hat tic volle Untirltutiung bc« pr utzistz n et iauminilleiIum« un e Zi h ung bc« Irz a!d m.-kiatilch n Miniftei» piälilenle.i Braun g funken In bem Au-',en- blick in lem die Da rau» im Sinne un|cr.-r 3n- ftiuftionen er?, g n.-cn Beibanl iungen im Rheinland untn 21t-!d>.uh fini.n, ter dort wieder 21 i - beitSmoglichkcitcn schaflt. in Dein Augenblick wird auch wieder eine völlig gleiche Behandlung ter Srwerbslolen Im ganzen Reich: cintrvtcn Im besetzten ®e- bid mutz mehr g.arbeitet werden al« bisher Senil lehnt t ie Pr't-uktion die Kosten Nitzt (Erttze Unruh: l.i den Kommunisten Ruse etinnröli Das geht mit t<nn Herr 0t inne« an Er ift nicht der Parteiführer, fenbern ich 2T«nn wir von den Verhandlungen im Rtz^in- lanb uu^fdallei fin2 Io Ift .-« bester wenn diele Terfcanb.ung.n bert geführt werden durch ein (Tnrnium, in dem all. Wirtschaftsgruppen und P.i rtc.cn vertreten find In welcher Form bie Dinge im Rheinland.- fchlutzlich geregelt werden, ift । öd' nicht abg Ich! s'cn. unb darauf kann ich heu': nickt .ing.-ben Wir muffen aber auch an i ic Läi't.r t.a 2lpp:ll rich :n ihr: ÄialtguclU n L-icftn gich.n 2lu gib:n »ur 2kifugung zu stellen
Der Wunsch nach Ersetzung bei miliiarischen Ausnahmezustand-« durch den zivifen kamt erst dann erfüllt werden, wenn Ruhe unb Orbnunj im ganzen Reiche emgetreten sind. Bisher könnte nur eine partielle Aufhebun i m 5raie kommen, nicht eine allgemeine. D.e Ereignisse vom 8. und 9. Rovember in München müssen aber der Regierung eine Warnung sein, die Din ie nicht soweit gedeihen zu lassen, daß dk Regierung m Abhängigkeit gerät von unverantwortlichen Organisationen.
Für unfc-.c Haltung Bayern gegenüber nehme ich bie volle Veiantwortung au! mich Wir muhten bie verfallung«mähige LandeSregiciung stützen. ob sie un« Po.I.ich fi-unblich geienüberstand oder nicht 3m belebten Rh.inlanb bat bie tämp- Irnbe Bevölkerung eti al« betonber« Ichwe. empfunden. bah gerade In diesem Augenblick durch den Putsch in München ber ®c- banke be« einigen Deutschland kaputt geschlagen wurde (2lbg Ledebour ruft Sie sind der Hauptschuldige Adg. Höllein Unb in d e'em Augenblick lassen Sie den Kronprinzen zuiückl) Dafür übernehme ich bie voll- VeiantMorlung ®« bau bell sich um eine Frage ber Menschlichkeit Qtx-nfo »k für bi: letzten Defanlenen von 2mg vn müf'en wir autz dem K onari.izen sein 6 ca «bü gerrett verschaffen (Abg ?tomii, Komm , wirb tr lmal w gen fortgefe t r wi ixB- rufe zur Ordnung gerufen un) von Pr fibcnten Löbe auf die Felgen uxit rer e.'aring n in- gewiesen ) Ohne bie V-schlü f ber 7 ei bsi-g e u g am Abend de« 9 Rovenbrr waren viel tO die Vorgang« ni tzt auf München beicht inki geblieben. (Ruse 1 nt« Do3 ift oberilätzl ch > c ie bereitgestellte 2kich»wehi war übrigen ■ (ent Qbeislächlichleit Da« In trum nt der Reich weh zerbrich: aber, wrnn da: 2ut? itit bei Lefe la» g.uxil: fich nicht durch'eh n ka in vdei wenn die ReichSw-hr zu politischen Zwecken mlhbraucht wird
Bei de» bepvrfkhenden Vorchandl»n(»en zwi- sehen Bah-rn nnd dem Rettchr wird die Vrnnd» laA- für dir Reichtrrgiernng di: Rückkehr z» Versasfnn^Smähigen Zuständen bilden tn bezug ans die Retch«weht and bie unbebbi ;tc Unter, stellmng der RrützSw-hr unter die Befehl«.
gewalt be« Reiche«
Iirnerhall» ber Reichsr'gkrung haben 2krtzanh- hing.-n ha rüder ftattg 1 anben. Inwiew lt Aenbe- rungi-n ber jetzigen JVr- ii'ung gegenü >cr den Ländern — denn da» ift nicht nur eine bayerisch« Frage — möglich find. (Unruhe link» i Auch Bi«moick bat es »'tagt bei ei it 2erfalli'-q zwilchen verschiedenen beutf ben Stämmen mü se man llch a u f ba« Demeinsame beschränken ba« auch imbebin Y bi« ®emetir< im • en mülle. Unter grober Unruhe ber Kommunisten verteidigt bann ber Reichskanzler bie Reich«»
ereku11ve gegen Sachsen und Thüringen S« sei notwendig g.-ire cn den dort ..-mgelommenen Terrorakten mit bie'en T.*ittc n au begegnen Der Reichskanzler betonte bann . I Rotwendigkelt ausländischer F i» nanzhilse für baS R Ich un' <r( ärt Bicher Ist nur ein A igbot von ausland Iche' Fi a >z- leutcn beim Von inen den de» ReichSgrun^h i tz - verbände» eingegangen für einen Wah>u igelretzi' von einer Voldm lliarde 3« i I nl bl mein Sd.ulb. bah diese« 2lngebo: die Klausel enthält der 5>rc»it würde nur der gegenwärtigen Reich«- rcgierung g wahrt (Hori, hört!)
Aach einem ciucnben Jia4) af für den i’tr- fio benen ReichSdankpräfidenten H a - ve nst ein fuhr der Kanzler fort Wir sind erst jch: eigentlich in die Liguidal on bc« oc.lorcnen Fiiede iz und KiiegeS cinge.retcn (Zustimmung > Deutschland cilicgt dem Druck seiner Degner Unsere einzige Waffe ist bk Solidarität bc« deutschen Volke«
Da darf (eine Sck^idung künstlich zwilchen logt- nannten nationalen und nichtna.ioi>alen Pai leien g-madit werden Hetzt gebt ei nicht um Reitau- ratitn Oder Revolution lonbem um Evolution. unb Zusammensassung Machtpvlitik kann auch im Innern nicht dauernd gciriebe i tpciben Ich lag: eilen, bah ich den Zusammenbruch der g.chcn Kcaiiiion bcbaueie Darin stimme ich überein mit Herrn von Kahr, der ja auch sein Be- tauein ausgesprochen hat darüber, bah er bei der Bildung seiner siuheven 2kgierung nicht bie Beteiligung ber Srzlaldemokraten fand Der Parla- mentaii«mu» leidet getoih unter den Kinderlrank- tzeitcn eine» neuen System», aber wenn nach dem Vor schlag des 2Ibg Helgtan die Stelle derP ir- leien bie Wirts chaslSverbände träten, dann würde der reine Materialismus Herr werden unb nicht da« Interelle de« deutschen Volker truhprn hn« einzelnrr Fachgruppe? mch- gebend sein Zu der Kritik, die Herr Hergt. der vfrei ber neuen Regierung (Heiterkeit> an der allen geübt bat. kann ich nur lagrn. bah ich da» Programm dieser neuen Regierung noch immer vermisse DaS neue Kabinen de» Vertrauens i'l ja noch gar nicht da. Wir wünschen die fchlcuaige Entsch:idntrg der VertrauenSfra ,e Schliehltch ent- scheidll txi« Dewillen Wir haben die Ucbeizeu- gung, bah wir gewissenhaft unsere P s l i ch t g c t a tt b ib.-n (Lebh.as er Beifall In der Milte und Händeklatschen auf den Tribünen.)
Von der deutschnationalen Fraktion ilt st Ig.-nber MihtrauenSantrag ein- gegangen Der Reichstag entzieht der ReichSreiie- iiing da» Vertrauen dessen sie nach Artiiel 54 der Reichsverfallung bedarf
Reichsfinanzminister Dr Luther schildert bann, während die melflcn ^ffbgeorbneten den Saal verhallen, die ungeheure Finaiiznol d.» Reiche«, die zur ä u b c t |t e n Sparsamkeit zwinge
Die Stillegung der Rotenpresse ist nicht au« fiel.-m Willen, sondern unter dem Druck bei Tatsache geschehen, ba bi: Markwährung ib en letzten Leb. nStzauch herg- gebe t hat Wenn e» nicht g lingt, bie 2tu«qabcn h: abzuletz t unb b e Sinn ihm n zu e höben, dann gibt e» für da« brutsch: Volk ke.ne L d:n»möglichk lt metzi. Die Rentenmark kann nicht auSgewcilet werden, denn dann mühte he auch der Inflation bei lallen. Wir wer en genötigt fein, eine neue energische Steuerpolitik aus Grund be« 21 titel« 48 der Reich«vers.»llu tg burchzusetz.-n. D.efe 6true'forbeninq:n w r'en in keiner Weile nie' tger lein o(« bie meine« AmtSvorgängerS H i e. ding Selbst tie’e Steuern w rden zur Dek- fung bei ReichSauSgatze t nicht auSreitzen Wir weiden bi« zum 30 Se tember 1924 zu einer eil- mäh Ich en Heraufsetzung ber Mieten kommen Rack dem jetzt Anze chen einer fortl j>r:l- tenben ©tob lilie.ung unsere« ®clbe« erkennbar sinb. werden wir mit äu her ft er Energie gegen bie Ue bersch re itung ber Dold- moifprtile vvrgetzen Da« deutsche Volk b aucht jetzt den Willen zur 2ü?belt und zur Atmut
2lbg. Mai, fZtr > 2lu« vaterländischen Stürzen trrb Itch da« Zentrum hinter die Regierung Strefemann stellrn Trch Ddu Be fiten auhen.olitifch r und innerpo'.i- tifcher Art billigt ba» Zentrum durchaus die Haltung bc« ReichSkanzle s ®« billigt auch ba« To gib.n gegen Sach'en unb Thüringen und erwartet bah ba« Verhältnis zwilchen Bayern tmb bem Reich in versollungSmätzlge Bahnen geleitet wirb
21hg Dr Scholz fD B I Die Vorgänge der letzten Tage Gaben da« Ansehen de« Parlament« nicht gefteigexl. Für meine Person erkläre Ich. bah wir bie OrfiArimg her R"girrur.g ui*ti da« besetzte Gebiet vollauf billigen. Batz - (tn ist nach unserer Ueberzeugung durchau« reich«treu Der Wiederherstellung der Ordnung tn Sachsen und Thüringen konnte sich die Regierung nicht entziehen Sie hat mit bemer- ken«wer(er Cnergie gehandelt Sine vorzeitige Aushebung be« Au«n-,hmezustanbe« .steht nicht m Frage Wir begrüben die In Angriff genommene Währungsreform Vollen Bei
fall wird keine Regierung finden Die Deutsche Volk«partel will datz do« jetzige Kabinett mit Energie seine 2hi'gaben erledigt In den hoffnungsvollen 2ki Handlungen mit a u « I ä n b i • > chen Kreditgebern darf da« Kabinett nicht geftöit werden
Die Deutsche Bolk«pariei wird fich jedem Versuch, die gegenwärtig? R:gi:runq zu befehlen, auf« enkschiedsnst.' widersetzen.
211 g von Gräfe sdeuischvolk .Rrrib it«p t J i< Oxfl. nuxirtinr "tt-gi-rung vri'Hthl i-G iiichi in Sckiond.it zu fkrb.it. Die Hosfn ingen aut bae Auel.ind hiben .in« noch immer b.tragen Der Äander frlb't h>t erhält bah wir un« nur aus nn3 selbst verlass,n dürften D:> R:ich;kanzler feil ft wirb nicht bestreiten können, f jfj wir leider mit der ErsüllungSpolilif z u weit gegangen sind Von <in:r Bss.mng ber au«- u artigen tage kann keine Rel>e fein Innen- 1- sttisch sind i ie 2llib> rfolge d.-S Kal>,n:tt« 5tre- f m >N!t g.rab au ungeh.u rlich Da« ift ein merk- U-uriige» Regieren, nach'ern b.i« auf die gri tze Koalition Aug.ldyniltcn: EinnächtigiingSgefetz gefallen Ift Alan lagt, die n.-ue n> c r t b c ft ä u • big. Währung werd: der 2lot dc« Boik>-S a: b llrn Die Botfchift hör ich wohl, allein <« fehlt der Glaub: Troy genug.nber Goldbeck.ing ist unferc alte Mark durch Börsenspekulationen entwertet worlen v, b irflc e« auch ter Rentenmark ergeh n Rur da« Tkrtrauen ter ganzen B.völkerung kann un« eine gesund« Wahiung schaffen Zu dem Parlamentarismus dieser Regierung haben gerade die gefunden Stände unserer Wirtschaft kein Dort rauen Der Reichskanzler irrt sich, wenn er mein: Freunde, tie 2l a t i o n a l s o z i a 11 st e n, für rechtsradikal hält Roch viel sastcher Ist es. von einem Se parat! ft enputfch in München zu sprech-'n Herr von Kahr hat erklärt, er fei an sich 1-" tt? i^ifiruung i»i> Bl »ma mutzen
Föderativflaatc« unter Preuhen« Führung Wenn ober Pveuben durch die Trennung bc« Rhemlonde« ober anderer Gebiete auMnanber- friHen follte, dann Jod Baheru b.e Führung übernehmen Kohi w 11 allo unter u 11 r a m o u • tanem 3 i n 11 u h ein Römische , Reid) b e u t f <6 e r Ration unter ein:i Wittel«- bacher Kaiserkrone (Hört! Hort! link«» Auf der Gegenseite st-)l bie s ch iv a r z - w e i h - rote Politik In B rlln Di: 2k.itionaisozlo- listen sind N>6 ftjitflc Gegengewicht gegen die feva.atiftifch.'n 23er.rebungen k:i H-ir:n von Kahr unb Loslow llnleie Freunde in Sübdcutfchland frnb ber 2Inlid t. bah. roerri wirklich Preuhen zcisoll.n sollie bie» nicht geschieht au« innerer Meisch hell. sondern vu - Einfluh oon ouhen. unb bc«balb befolgen f e bie Ichwarz - weif-ivte Politik Der Reick»Skan.zser unb b'e Ttcgiei ung irrt sich, wenn sic mei in. bah sie d : vollüchc Bewegung mit Moschi len-iewehien oei- m4ten könnten nach unle er Auffassung muh der Re chStag dahin geschickt ire.ben, wohin er gehört
Thüringischer Ministerpräsibenf Frölich:
In keinem Lande der Welt hat foviek Ruhe geherrscht al« in Thnringen. (Unruhe recht« > Unsere Lande«pvdzel ist gut Aber w r finb der Auffallung bah Richtrepublikaner darin nicht« zu suchen haben (Unruhe recht« > Die ReichSregierung bat 1i f) mit ber thüringischen Canbc«i. q erung dahin verständigt, bah Reich«, wehr in Thüringen einrucken tolle zurWIebei » Herstellung versa|fung«mähiger Zu stände an der hatzrifch-thürlngi- fchen Grenze Leiber haben aber bieienlgrr. Recht behalten, bie erhärten, der Einmarsch richte sich geg n Thüiineen General Reinharbt hat m . rflart er würde mich sozusagen al« stn,(. kvmmiffar betrachten Trotzdem hat die Reichswehr ade ihre Mahnahmen ohne jede Be ständi- gang mit der Landesregierung b r'g.finri Br-n der Reichsregierung, von dem ^R'ichSw t rmlnl- fterium ist ber thüringlltchen Regierung versprochen worden, sie würde die Unterlagen von dem Verdacht de« Bestehen« verbotener Hundertschaften erhaben Bi« jetzt finb unS diele Unterlagen nicht jugegangen Aul eine Rückfrage öurZK- erwidert, bi: Unterlagen seien bei der Post geflöhten worb.-n (Hört, bot 11 linf« ) AIS ber thüringische Innenminister die 2b' altung be« schon verbotenen vom 2111- republikanischen 23erbanb veranstalteten Deutschen Tage« verbot, wurde diele« Verbot durch den MilitärbefechlShaber aufgehoben 'Hort, hört! link» ( Der General hat die getarnten, tur die hungernden Bergleute von der Thüringischer SlaatSbank und Getreidebank Kredit-2-G ange schafften LebenSmittelvorräte unter nichtigen Vorwänden beschlagnahmt Aus Grund vor schmutzigen Denunziationen werden
r’ rhaftckb:anrtz la Otiujocfi geeommen Da« Schicksal monatelanger Schuhhast trifft vor allem auch die Denierndevorstehe- and Beigeordneten. die lut in Thüringen ausdrücklich mit der Wohlfahrtspflege beschäftigen Diefe,Mat> nahmen gefährden geradezu dl Verforgang bei bungemben 2)er-vlkeiung 'Ho.1" Hartl links > Die to-nmunistllche unb st^wlbemo'vattfche P. :ffe wird verboten während die recht Sa erich tetr Prefk ungehindert die 2kpublik schmähe» darf, »e


