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Febr. Der Turn- °°"sMete am Sonn- IjWfcnfl, Ph- iQ0®f. für die De- 'ebletes gesammelt ■ pauSfammlung Töpfer ergab hier n“ 5 Ztr. Kartoffeln, Hausfammlung find EtaatS», Gemeinde, k ^reinbanmg g» ! PrvMt ihre- M. : M Dersügmrg jj : Arbeiter and Anrn- rflein und des Sicher Eisenbahner, die Posl- len and Arbeiter der w Reger ihre Taben Ährt haben. Auch die dungsschule haben zu mn Scherslein gegeben ie ton der Tesellschasl Vohltätigkeitsveranstal- ine Kirchenkollekte für hslen Soimlag erhooei man hört, die hiesigen -a/gaben ju lammIn ich tocnig getan ift 2. Febr. 3um Deut, hrhilfe) spendete die Ll. Eine 6ainm(img
45 3tr. Kartoffeln, m zmn gleichen Zwecke
Gestern abend wurde cd) Herrn Hellborn und die Herren Stud. Liber ein Unterhaler Ruhrhilfe ver- Rttitationen, Gesänge en den reichsten Beifall jnis konnte die statt- g Mk. der Sammcl- Inzeigers" überwiesen
sfett.
rr Drei jugendliche hizM Jahren, d« st- Ruhrgebiet arsgabeit i(W ^ugendher- lS anderen Morgen ^Decken. Derm nähme in We MjgJ cdent°Ü M Dichtungen s-M iur
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B«Ekr»m. töo ^stchenhemien rroch ttnen mit "Mafferkvaff betriebenen Eisenhammer besah Bei dem heutigen Fehlen bet Rohstoffe dürfte sich ßte Verwertung der bis jetzt unbeachteten 8tfcn- kchlacken immer noch lohnen, da sie einen Ölfen- «hatt txm 40 Prozent besitzen.
es Gichelsdorf, 20 Febr. Bei der Bel» «evrdnetenwahl am 18. dS. WtS. wurde ÄoutS Blum mit 165 Stimmen gewählt Adolf •Stiffler erhielt 135 Stimmen.
Kreis Büdingen.
'Büdingen, 22. Febr. Für die bedrängten BcfftigenofTen imRuhr - undRheln gebiet Warden gespendet: in Ober-Mockstadt 158 >ntner Karioffeln, 15 Ztr Frucht. 1 Ztr. Mehl •mb tn bar 55 566 Ml.; tn Haingründa u 14 Ztr. Fru«^, 19 Ztr. Kartoffeln und 48 755 Mk.: in Bonbaufen 37 Ztr Kartoffeln, 24 Ztr. Frucht, Hülsenfrüchte und 66 880 Ml.
• Lingen-Bergheim, 22. Febr. Die «hiesige Feld- und Waldjagd wurde an reine Frankfurter Gesellschaft für 2 473 000 Mk. »seither 1700 Mk.) verpachtet.
Kreis Friedberg.
• Friedberg, 22 Febr Die Polizei fand Jet einer Brotrebiflo n bei verschiedenen hie- men Bädern Brote mit nicht unbedeutendem liindergewicht vor. Die Brote wurden beschlagnahmt und an Minderbemittelte Sostenlos abgegeben. Gegen die Bäder iTurbe Anzeige erstattet.
Heffeu-Naffau.
' Rod heim a. d. B., 21. Febr. Am Sonn- Vag hieU hier die Liga zum Schuhe der Deutschen Kultur einen ihrer regelmäßig )teberfcbrenben BortragSabende ab. Dr. Ächi f f m acher aus Gießen sprach über .Rächt am Ahern". Der große Griolg des Abends äußerten sich einmal Darin, baß eme große Zahl neuer Mitglieder für die hiesige Ortsgruppe geronnen wurde, dann aber auch in finanzieller Hinsicht; denn eine Sammlung für die Äuhrhllfe ergab die Summe von etwa 22 OOO Mark.
fpd. Fra nkfurt a. BL, 22. Febr. Ein- qeßenbe Durchsuchungen der "Wernerschen Woh- nung haben weiteres belastendes Beweis m a t e r i a I gegen den Krankenvfleger Gustav Werner erbracht. Blan fand eine beträchtliche Menge Flaschen mit dem gefährlichen Olftfloft Trivalin-Hyoscin noch völlig unbenutzt rx>r. Werner verweigert jede Auskunft darüber, ivoher er den Giftstoff bezogen hat. Die Aus- irabung der unter Werners Pflege gestorbenen 'Personen dürfte tn der nächsten Woche erfolgen, inftlge 7>es eingestellten Eisenbahnverkehrs mit Sem besetzten Gebiet zieht sich die Zeugenverneh- »mng in Königstein und Wiesbaden sehr in die Üange. Werner selbst bestreitet nach wie vor die chm zur Last gelegten Taten und weiß sich außerordentlich geschickt zu verteidigen, wobei er über iebe feiner bisherigen Aussagen gewissenhaft Buch riibrt
fpd. Frankfurt a. BL, 22. Febr. Der Bla« jiftrat hat von der ihm erteilten Ermächtigung ^rch die Stadtverordnetenversammlung, neue Straßenbahntarife zu schaffen, rasch Ge- biaud) gemacht Derrn für nächsten Sonntag kündigt er bereits neue recht erhebliche Steigerungen der Fahrisähe an. Gs beträgt der Preis für rine Strecke bis zu 2 Km. 250, bis 3 Km. 300 Mk.. titb über 3 Km 400 Mk. Dazu kommen nach ) Uhr abends noch Aachtzuschläge, so daß dann bie billigste Fahrt auf 350 Mk. zu stehen kommt.
fpd. Höchst a. BL, 22. Febr. Sin schweres Keschict verfolgt den früheren Landrat des leises Höchst. Dr. Klaus er. 1919 wurde er xm hier ausgewiesen und von der Begierung mit teer Verwaltung des Kreises Dortmund betaut. Jetzt muß er auch diese Wirkungsstätte auf Befehl der Befahungsbehörde bet I aff en.
Kirche und Schule.
ri. Sich, 22. Febr. Gestern fand hier eine Pfarr kvn ferenz des Dekanats Hunden statt. Sie beschäftigte sich vorwiegend mit .«ittlichen Angelegenheiten, unter denen besonders Xe Vorbereitung des Dekanatstages zu erwähnen tnb. Der Dekanatstag soll am 11. April in Ach statt finden. Gin vorgelegter Wahlvvrschlag iür die Aeuwahl des Dekanatsausschusses sand iiüfettige Zustnnrnung. Auch einigte man sich ohne reitete Aussprache dahin, den Vorschlag zu irocßen, den seitherigen Dekan Pfarrer Engel n Södel wiederzuwählen und als geistlichen Stell- 'xrtreter tm Dekanatsausschuß Pfarrer Köhler re BUIingen zu bestimmen.
Vermischtes.
Dombenattental gegen eine Hochzeitsgesellschaft.
Berlin, 22. Febr. Wie aus Braunau am Inn berichtet wird, hat ein 1 8 j ä h r i g e r junger Mann auf der H o ch z e i t e i n e s j ü -> bischen Lederhändlers eine Bombe geworfen. Die Braut ist den erlittenen Verletzungen erlegen; außerdem wurden vier Persons verwundet. Der Täter sagte aus. daß er die ganze Hochzeitsgesellschaft in die Luft sprengen wollte.
Große Falschmünzerei ht Amerika.
London, 23. Febr. (Wolff.) Reuter meldet aus Reu York: Bisher sind 6 4 Personen verhaftet worden im Zusammenhang mit der Entdeckung einer Bande von Falschmünzern, die das Land mit unechten Roten, Marken und Münzen tm Betrage von mehr als einer Million Dollar überschwemmen. Die Bande hat außerdem mit dem falschen Gelbe große Vorräte von alkoholischen Getränken von Schmuggelschifen ange- kauf. Man rechnet damit, daß insgesamt 1000 Personen verhaftet werden.
* Die Linie in der neuen grüß« jahrSmode. Die Veränderungen in der Silhouette der Damen, die die Mode in letzter Zeit durchgeführt Hot. erscheinen verhältnismäßig geringfügig; aber auf diesen feinen Abwandlungen beruht die Reuartigkeit'der Erscheinung; in ihnen liegt das eigentliche Bbefen der Blobe beschlossen, und wir merken doch, daß »etwas anders" ist, auch wenn wir unS vielleicht die Einzelheiten nicht bewußt werden. Auch die neue Frühjahrsmode bringt wieder einige Ruancen des Stilwandels, die auf eine Umformung der ganzen Linie hin- deuten. Die drapierten Toiletten sind über den Hüften stark akzentuiert und fließen dann bis zu den Fußknöcheln hernieder. Das Bezeichnende ist die Verlängerung des Rockes, der selbst bei dem Straßenkostüm Im Frühjahr wieder weiter her- unterreichen wird als in diesem Winter. Sv lehr sich auch die Damen sträuben mögen, ihren Klei- bem unten einen Zentimeter anzusetzen, so führt sie doch die Mode am Gängelband und wird sie bald zum langröckigen Promenaden kleid gebracht haben. Die $aillentinie steigt dagegen langsam empor, und vorläufig wird diese Buoncierung nur noch etwas verborgen, indem die Hüften durch einen losen Gürtel umschlossen werden, während em schmaleres Band höher oben angebracht ist und so eine Art doppelter Taillenlinie hervorbringt. Ueberaus reich ist die Auswahl in Aer- meln; sie sind batb sehr weit, bald sehr eng. Da gibt es den ganz knappen handschuhartig sich an» schmiegenden Bermel und den losen Aermel, der vom Ellenbogen zum Handgelenk in einer Spitzen- flut niederri^selt. 3m allgemeinen macht sich die Tendenz bemerkbar, den oberen Teil des Aermels ganz knapp zu hatten, während der untere Aermel zum mindesten eine sich breit nach unten offnen be Manschette erhält. Manche dieser Blan- scheiten bedecken fast die ganze Hand. Sehr fleib- fam sind die vollen Aermel im Stil der italienischen Benafffance, und biefc breitauslausenden Aermel werden meistens zu ganz glatten Taillen getragen. Hohe Kragen sieht man an einigen der neuen Modelle, aber hn allgemeinen bleibt die Dame auch im Frühjahr der halsfreien Mode treu.
• Die größte Bern Beinarbeit. Bernstein, der schon vor Jahrtausenden den römischen Damen als schönster Schmuck erschien, ist heute wieder besonders beliebt, aber nur in Form von Ketten und kleineren Schnitzereien. Dem Barock war es Vorbehalten, ganze Zinrmer in Bernstein auszuführen. In seinem vortrefflichen, foebeft bei Richard Karl Schirndt in Berlin in zweiter Auflage erschienenen Werk über die künstlerische Behandlung des Bernsteins bespricht Dr. Otto Pelka die umfangreichste Bernfteinarbelt, die überhaupt je ausgeführt worden ist, nämlich die Vertäfelung deS sog. Bernsteinsaales im Großen Schloß zu Za-rskoje Selo, der früheren Sennnevresidenz der rusiischen Zaren. In diesem tm Rokvkostil ausgestatteten gewaltigen Raum erstreckt sich der Bem stein schmuck auf die freien Flächen an den drei Türwänden, deren ®runi> ganz mit Bemsteinmvsaik überzogen ist. Die.Mittelfelder der "Wände werden durch riesige reichgeschnitzte Bernfteinrahmen gebildet. Dies einzigartige Werk ist em bedeutendes Den kma l deutschen Kunstgewerbefleißes. Gs wurde begonnen, Äs Friedrich IV. von Dänemark
Ätinia Friedrich I. von Preußen den dänffchen [ Bernfteinmbetter Gottfried Wolffram zur Herstellung eines Bernsteinznmncrs hn Schlöffe zu | Charlottenburg empfahl. Wolffram hat in sechsjähriger Arbeit eine ganze Reihe von Teilen her» gcfteilt, biS ihm auf Betreiben deS Baumeisters Gosander von Göte die Arbeit entzogen und den beiden Danziger Meistem Gottfried Turow und Ernst Schacht übertragen wurde. Blan gab aber den Plan, dieS Bernfteinflimmer in das neue Schloß zu Charlottenburg einzubauen, wieder auf, und dje fertigen Teile mögen wohl tm Berliner Schlosse Verwendung gefunden haben, wo fk Peter der Große bei seinem Besuch in Bersin 1713 sah. In seiner unverfrorenen Bklfe sprach er den Wunsch auS, diese einzigartige Kostbarkeit zu besitzen, und wohl oder übet mußte sie Friedrich Wilhelm dem mächtigen Beherrscher aller Reußen über lassen. Peter ließ das "Bernsteinkabinett in seinem Winterhause und später tm neuen Pasais aus stellen. Friedrich der Große verehrte dann 1745 der Kaiserin Elisabeth eine andere kostbare Bernsteinarbeit, nämlich einen der großen Wankfpiegelrahmen, der sich jetzt zu beiden Seiten der Haupttür befindet. Die Kaiserin Elisabeth ließ dann 1755 das Zimmer nach Zarskoje Selo überführen, und dort wurde es nach einem den größeren Raumausmaßen Rechnung tragenden Entwurf von dem Bildhauer Aleslandrv Marielli eingebaut, der noch manche Ergänzungen hinzufügte und 1760 die Arbeit tm wesentlichen zu Ende führte. Doch haben noch 1763 Königsberger Bem- steinschnitzer an der Ausgestaltung des Bemftcln- ztrnmers gearbeitet, das trotz der Llneinheitlich- fett der Stilarten besonders tm Sonnenlicht einen überwältigenden Glanz ausstrahlt.
ßcmbeL
Frankfurt a. Bl, 22. Febr. Börsen- st i m in u n g s b i l d. Das Geschäft ruhte heute an der Effektenbörse. Im privaten Handel ist die Haltung etwas schwächer geworden. Die Auslandsdevisen setzten im vorbörslichen Verkehr zu behaupteten Kursen ein. Dec Dollar eröffnete mit 23 500 bis 23 000, Im Verlaufe 22 500. Blan bemerkt, daß die Reichsbank ihre Interventrons« tättgfcit aufrecht erhalten wird unb infolgedessen ein gewisser Druck auf den Markt bestehen bleibt. Soweit man Kurse von Bureau zu Bureau hörte, lauteten diese vielfach schwächer. Man bemerkte vielfach Realisationen der Spekulation, was mit der Geldknappheit begründet wird. Chemische und Elektrizitätsaktien lagen uneinheitlich. Kassa-In» dustrieaktien schienen sich gut zu halten. In Ba- Irttapapieren überwogen Kursabschwächungen. Das Geschäft war sehr still.
Berliner Devisenmarkt.
(Telegraphische Auszahlung.)
Datum
Antw.-Brüssei . Holland London Varis Schweiz Svanien Italien Visfabon'Ovorta Dänemark.... Norweaen . .. Schweden .. . Helfinakors...
Nennork Deutsch-Oesterr. Budapest....
Prag......
Agram
21. Februar 22. Februar Sttntl. No'iera. Amtl. Notierg.
(«elb Briei Geld Bries
1236.90 1243,10 12tL9"> 121«,05 91'205 9197,95 8977.50 902250 108727,5010fr>72/>01007:1250107267,50
1428,90 1436.10 1394- 1401.-
4389,- 4411,- 4276M 4298.20
3653,35 3671.85 3578.55 ©96.45
113465 1140^5 1104,75 1110.25
Banknote«.
—— ——
—- —
4463-8'1
4486.20
440L45
4423.55
4264.30
4285,70
4214,45
4235,55
6147.10
6177,90
6009,95
6010,05
623.45
626,55
610,95
614,05
23067.20
2318L80
22743,-
228;)7,—
32,67
3L83
32,29
32,45
823,-
827,-
748,-
752,-
683.-0
6S5^O
673,—
677,-
122,20
12180
—
—,—
Iranksurt a.M., 82. Februar. .Bries Geld
Cchweizer Noten......... 4322,50 4252.50
s^ranzöstsche Noten 1874,— Dänische Noten 4360.— 4290,—
Schwedische Noten 5990 - 5910 —
Holländische Noten 9060.— 8940,—
Deut sär-Oesterreich ä. 100 Kronen 3175 31.25
Amerikanische Noten 23500 — 23250.— Englische Noten 108500,- 107500,- Italienische tstoten 1126,— 1114,—
Belgische Sloten 121b.- 1204,-
Ungarische No en —— .—
Tschechoslowakische Noten .... 675,— 655,—
Oiottöefllfdje OZoten ........ 4125 — 4027» —
Rumänische Noten 111,50 108,50
Svanische Noten.......... —
Märkte.
den Agenten war das inlLnbffche Ihgebot txn. Getreide etwas reichlicher Für Weizen verhalten sich die Mühlen mit Käufen recht juriWti- haltend, weil die große Zufuhr amerikanischen ^Nehles, die in Hamburg in nächster Zeit eintreffen wird, sich west-ntsich billiger stellt, als Inlandsware. Die Offerten für Auslandsgetreide rentieren zur Zeit in den meisten Artikeltr, jedoch verhindert der Kapitalmangel und die Devifen- befchaffung Abschlüsic von Bedeutung. Für die übrigen Getreidearten sowie für Hillsensrüchte und Futterstoffe zeigte sich nur geringe Kauflust bet meist wenig veränderten Preisen.
Frankfurter Schweine, und Kleinviehmarkt.
Frankfurt a. BL, 22. Febr. ("Amtlich) Marktverlauf: Langsamer Handel. Bei Schweinen größerer Lieber stand. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 426 Kälber, 234 Schafe und 659 Schweine. An Preisen wurden angelegt pr. Ztr. Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten 220 000—250 000 Mk., mittlere 180000 bis 210 000, geringe 150 000—170 000, Schafe 150 000—250 000, Schweine unter 80 Kilo Lebendgewicht 230 000—250 000, 80—100 Kilo 250 000 bis 280 000, 100-120 Kilo 280 000—300 000, 120 bis 150 Kilo 280 000—300 000, Fettschweine über 150 Kilo 280 000—300 000 Bll. Außerdem wurden 221 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gc- handelt. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen.
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)
8ine Konferenz der französischen und belgischen Defatzungsbehörben.
Paris, 22. Febr. (WTB.) Havas meldet auS Düsseldorf, daß gestern eine Konferenz zwischen dem General Degoutte, dem französischen Oberkommissar Tirard, seinem General- delegierten R o u ch e l i e r, dem belgischen Oberbefehlshaber General B u c q u o i und dem belgischen Oberkommissar in den Rheinlanden abgehalten worden ist. Der Zweck der Konferenz sei gewesen, ein enges Zusammenarbeiten im Ruhrgebiet einerseits unter der Leitung von General Degoutte und dem ursprünglich besetzten Rheinland unter dem alliierten Oberkvmmissar andererseits zu erreichen. Auf der Tagesordnung hätten ferner gestanden die Regelung der Zollabgaben, die Organisation der Dienststellen, die an die Stelle der deutschen Verwolttlng treten sollen, die Verteilung der Kohlen und die übrigen zu erhebenden Abgaben. Schließlich hätte man beschlossen, daß das System der Zollausnuhung durch die französischen Aemter am 23. Februar tn Kraft treten soll.
Der Warenverkehr zwischen dem besetzten und unbesetzten Deutschland.
PariS, 22. Febr. (WTB.) Havas meldet aus Koblenz: Der Zolldirektionsausschuß der interalliierten Obertommiffron hat für den Verkehr zwischen dem besetzten Gebiet und dem nicht besetzten Deutschland eine Anzahl von genannten legalen Straßen bestimmt. Jede "Waren- beförderung auf anderen als diesen legalen Wegen sei in aller Form verboten, wäre als Betrug anzusehen und zöge die vorgesehenen Strafen nach sich, toemt Kontrebande ein- ober auSgesührt werde. Jeder Verkehr zwischen 7 Uhr abends und 7 Llhr morgens sei auf den legalen Straßen verboten.
Die Lage hn Gebiet der Stadt Blaiuz.
PariS, 22. gebt. (WTB.) Rach einer Ha- vaSmeldung aus Mainz hat der Oberdelegierte der Interalliierten Rheinlandkommiffion für den Abschnitt gestern bis auf weiteres den Racht- verkehr auf dem Gebiete der Gemeinde Blain» zwischst 9 Uhr cckendS und 6 Uhr morgens verboten mit der Begründung, daß an den Telegraphen- und Telephonleitungen Sabotageakte begangen worden seien.
Die innere Goldanleihe.
Berlin, 22. Febr. Dem Berliner „Lvk.-Anz " zufolge hat sich die Gesamtheit der deutschen Banken bereit erllärt, 100 Millionen Gold - mark, also 50 Prozent der deutschen Goldanleihe, zu übernehmen. Es wird angenommen, daß die Industrie den gleichen Betrag zeichnen wird
Berliner Produktenmarkt.
Berlin, 22. Febr. Bei großer Vorsicht der Käufer und Verkäufer war die Haltung am P r o - duktenmarkt heute ausgesprochen lusllvs. Bet
Briefkasten der Redaktion.
Iftteressent der Mainkrafttoerke-Aktien. Ihr
Wunsch ist erfüllt.
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behördliche Anzeigen
Bekanntmachung.
Durch Beschluß der Etadwervrdneten- Lersammlung vorn 15. Februar 1923 ist rine Gebührenordnung für die Erteilung der Erlaubnis zrun Handel mit Lebens- mb Futtermitteln, der besonderen Erlaubnis zum Handel mit Kartoffeln, sowie der Srlaubnis zum Kleinhandel rnitFrisch- Leisch festgesetzt worden. Die Gebührenordnung tritt mit sofortiger Wirkung in «raff.
Interessenten können die Gebührenordnung bei der städtischen Handels- rrlaubnisstelle, Asterweg 9, während der Seschäflsstunden von 8—1 Uhr und 3—6'/, Uhr einsehen. [1423B
Gießen, den 20. Februar 1923.
9er Oberbürgermeister. 3.V.: vr. Seib.
Bekanntmachung.
Die Fahrpreise der Straßenbahn sind ab 24. Februar d. Is. wie folgt festgesetzt: für eine Fahrt bis zu 9 Teil
strecken Mk. 70.— für eine Fahrt von mehr als
9 Teilstrecken..... 100.—
Fahrscheinheftchen, enthaltend
12 Fahrscheine, gültig für
je 9 Teilstrecken .... 750.—
Fahrscheinheftchen, enthaltend
12 Fahrscheine, gültig für
mehr als 9 Teilstrecken . , 1100.- das Monatsabonnement be
trägt ■ - 3750.—
das Monatsabonnement für
Kinder, Schüler u. Schülerinnen bis zum vollendeten
14. Lebensjahre beträgt . „ 1875.—
Gießen, den 23. Februar 1923.
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Bekanntmachung.
Infolge der außerordentlichen Steigerung der Preise für Kohlen, Löhne usw. sind die Sttornpreise wie folgt erhöht worden:
für Beleuchtung Mk. 850 für die Kwst.
„ Krall Mk. 630 „
Die Strompreise werden monallrch berechnet und veröffenllicht und kommen für den verstossenen "Monat ab l.März 1923 zur Erhebung. 14328
Gießen, den 23. Februar 1923.
Direktion der Elektrizitätswerke und
Sttaßenbahn der Stadt Gießen.
Stolle.
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Bekanntmachung.
Der vom Gemeinberat durchberatene Rach- ttagsvoranschlag der Gemeinde Heuchelheim für das Rj. 1922 liegt vom 26. d. M. an eine Woche auf dem Bureau der Bürgermeisterei zur Einstcht offen. Es ist die Erhebung einer Umlage vorgesehen, zu der auch die Ausmärker beizuttagen haben. 1420O
Heuchelheim, den 22. Februar 1923.
Bürgermeisterei. Kreiling.
Zagdverpachtung.
Die Jagd in der Gemarkung Heuchel, heim wird Dienstag, den 27. Februar 1923, mittags 2 Uhr, im alten Rathaus dahier nochmals verpachtet. 14210
Heuchelheim, den 20. Februar 1923.
Bürgermeisterei. Kreiling.
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