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frf*«int glitt), ectrr Jain« eno gekriegt, r- it u#rSomi1ogtbtnagr thitfjtetrSamilimblinct mo*te-e<jegsprtU *60 Millionen u, 90 Mill Morl, Irägerlo^n, auch b Jitd)teTfd) einen einzeln. 7ium*enimfolg«t)öl)er«r (Bcroolt- 3trn|pte4-
leilung 112, für Verlag unb iLefchÜsttsklle 61. 2in|d)rfft ftr Drohnroch. id)i«n: lijelgcr »letze».
PMMHnvit«:
Cra.ftwrl V K. litt».
Samstag, 20. ©Höbet 1928
175. Jahrgang
Erstes Blatt
GietzenerAllzeiger
General-Anzeiger für ©berheffen
hWniBtriat: vriihffch« Ihriwrfltitt-Bwtt' nö Stehiönidtrtl R. fange In «teften. SdfrifHeftnng und SefdfäftrtMe: Zchulftta-r 7.
Heeahmt oon Änjtlae« fflr bl« lagetnummtrol« |um VachmiNog vorher ot)ne|«b« Ii«ibinbUd)heU. Seels für 1 mm Jf»bt für n|eigeno.27 mm »rett» bett Grundzahl 65 Mit., <3u»a> 700LJ. IHeklam« Anzeigen v 70m n Breit« 225 JJ< x2*miD.Sd)l0n*1 piagDor|d)n)t 20' .Lus. schlag - BeranNooNlich sür Politik u. Feuilleton Dr Friebr Wilh. Gange |üt den übrigen Teil 6rnft 8lumld)«in;|ürbei Anzeigenteil ijans 'S«» süintli ch m ©i «gen
Ein neue
Der Fall Lossow. — Ein baye Entspannung des 2)erhc
V« rl in, 20 Oft (Vrit> -XeL) Die bk Blät- ter mttkiten, frn bk bal^rrldy Ttcxrcruna wegen Falle» v Lossow von ber -Xei<b«tvgie- , ung den Rückt tttt be* Reich»wehrmmister« Oehler gefordert unb ferner bk ReichOregkrung willen lassen, dah sk tn Zukunft jeden amt- lieben Verkehr mit bem R e i ch » we b r- mlnlfter aHe^ne Heber bte Vorgeschichte be4 Äonflifte» teilen bk Blätter fvlgende« nril Aach der Berhänguna de» militärischen Ausnalnnrzu- ftanbe* richtet« der ,Bölki f che Beo ba ch t e r“ scharse Angriffe gegen ben Ehtt ber SferrvAct- fettung Oawral t> Seeckt 20» OencralftaatB- komm ess ar Kahr ba» Ersuchen tx» Aeichswedr- mmitkr», baS Blatt zu verbieten, abtebntr. cr- Mgk ba» Verbot be» Vlatte» durch den Rc>ch«- iDeSnnhnfkr selbst Trotzdem erschkn da» Viatt weiter
RraMrehr erteilte Ge»eral >. Seeckt beut Nene- «al w. Lossow be» Befehl, ba* Verbot an», znfprechen eeb nötigenfafi* mit Gewalt durch, zuführe». Lossow lehnte bi einem offenen Selegzaann «n Seeckt bis Ausführung de» Befehl* ab, der ihn in Konflikt mit ber bayerischen (Regienmg bringe
öiencml hon Seeckt eröffnete mmmefn General Ovsfow. dcch er sein Vertrauen nicht mehr habe und barau» die Konsequenzen ziehen muflc.
tat Lossow nicht Für die 'ReichSregi.-rung war die Situation vollkommen klar Lyslow m-ir al» ein Meuterer anjufeben. ber nicht auf semcm 'Posten bteiben konnte, ba das da» Gnde ieder militärisch«' Di',iplin bedeuten würde Mit Rück- sicht auf die auheirpolitilche Lage bemühte lich die Veichsregierung. einen Ausgleich bcrbei\u- f übtet und machte den Versuch durch den banc- rtftbcn Gemras Äreb von Kressen st etn Lossow zur •krreidxing seine» Adfchkd» zu ver- anlafsen »k Mission Äreffenftem» scheiterte jebtrnb ebatfart». *$>* ©rtcbtguna de» Falle» soll beute m der Weis« erfolgen, bah
ber »gehorsame General offiziell entlassen totrb. — Zu der Mitteilung der bayerischen 'Re- rn enrng an die AeichStegierung. bah he einen werteren amtlichen Verkehr mit dem Reich»webr- minifter abtebni, bemerken bk Blätter 5hc barye- rische Aegierung ist aus» Genaueste orienttcrt über den Ötaitb ber außenpolitischen Dinge, die beute so ernst ist wie in Beinern Z.'ilpunkt feil uer Unterzeichnung be» Versailler Frieden» Wenn sie trotzdem zum offenen Vruch treibt, so daß sie mit der vollen Verantwortung füi da» Kommende belast« Für ba» Reich gibt e» nur einen Weg Durchsetzung feiner Autorität, wie in Sachsen, so in Bayern!
Der Reichspräsident und der sächsische Konflikt.
Berlin. 26. Oft. lPttv.-Tel.s Wie bet „ifafl“ erfährt, haben beim Reichspräsidenten gestern Besprechungen beS Reichs» mchrnrinifter«. beS Reichskanzler« unb des ReichSinnenrnintsterS über die Lage in Sachsen unb in Bayern stallgefunben. 3n rein militärischen unb SicherheitSsragen liegt bk G»tfcheidimg allein in der Hand de*
Reichspräsidenten,
weil dieser ben Oberbefehl über bie gesamte Wehrmacht be# Reiche« nach ber Verfassung in Händen hat. Da« ReichSkadinett ist in diesen Fragen ziemlich ausgeschaltet. Infolge, dessen würde über die Abberufung einzelner Militärbefehlshaber, wie de» Generals von Lossow ober beS Generalleutnants Müller allein ber Reichspräsident zu befinden haben, ber die militärischen Personalsragen auf Vorschlag beS ReichSwehrministertumS ober beS Chefs ber Heeresleitung regelt. Schon Dieser Umstand zeigt, bah ba» v"n ber „Voss. ZtgI verbreitete Gerücht über eine so- fertige Abberufung be« Generals von Lossow unb be« Generalleutnant« Müller falsch ist; der Reichspräsident hat in den letzten Tagen, wie and) amtlich bestätigt ist, bi« Haltnng de»
Generalleutnant* Müller gebilligt.
Die Gerüchte über bie Abberufung be« Gene- ral« von Losfow werben an zustänbiger Stelle al« Kombinationen bezeichnet
Das Schwanken, bas in ber politischen "Beurteilung unb politischen Behandlung der rein militärischen und Sicherheitsfragen sich bemerkbar macht, steht mit innerpolitischen Entwicklungen. bie sich vor allen Dingen bei ber Svzialbemokratie vollziehen müssen, in einem gewissen Zusammenhang Hinter ben Kulissen der Besprechungen, bie bie Führer ber sozialdemokratischen ÄeichstagSsraktion in ben letzten Tagen mehrfach mit bem Reichs» Präsidenten geyab' haben, muh sich die Ent- tchetbung Darüber vorbereiten, ob bie sozial- demokratische Partei ein burchau« auf frer Verfassung betuhenbe« Vor- gehen be« Reichspräsidenten jur Wiederherstellung Der Ordnung
r Konflikt mit ischer Vorfloh gegen den Reick ltnisies zu Sachsen. - Die Krisi,
unb Sicherheit im sächsischen Inbustrie- geblet mitmachen will, unb ob sie bereit ist, ba« Verhältnis des Reiches zu Bayern burch rein sachliche Verhanblungen zu klären.
®* scheint, dah «rater dem Smfluh de» Reich»- präfibeeten sich di« Haltung der Sozialdemo- tratie etwa» gegraften der WiederherstMung eine* engeren Derhältnisie» innerhalb der grohen Koalition verschoben hat.
Da« würbe natürlich bie Möglichkeit ber Absplitterung e. ne « linken 5 I ü • gel« bei ben Sofialbemcflaten in aller- nächste Rähe rüden Die Entscheidung in bieser Frage ist in einem g-wissen Umfange bem am Sonntag erneut ftettfinbenben Be. zirkSparteitag ber Sozialdemokratie in Groh-Berlin Vorbehalten. Ganz unmöglich erscheint eine Verständigung mit bem jetzigen sächsischen Minisierpräsibenten in ben politischen Fragen, bie im übrigen von ben militärischen Fragen getrennt behandelt ©erben unb bie bem Reichskabinett unterheben, nachbem Zeigner in ber DonnerStagsiitzung be« sächsischen Landtag« noch einmal da« alte Material über bie Reichswehr ausgewärmt hat
Zwist in der Dresdener Koalition?
®re«ben, 19. Oft. (WTB.s Der heutige — brttte - Tag ber grohen politischen Aussprache im Landtage brachte gleich zu Beginn einen Zwischenfall. Vor Eintritt In bie Tage«- orbnung erklärte ber kommunistische Abgevrd. netc Schneller zur Geschäftsordnung. in ber heutigen Morgenpresse sei festgestellt worben, bah baS Ultimatum be« Generals Müller an Die sächsische Regierung im Einverstänb» niS mit bem Reichspräsidenten. bem Reichs- fanzler unb bem Reichswehrminister ergangen sei.
Street wird weiter festzestellt, dah Der Zivilkommissar Meyer, der von dieser Tatsache geweht habe, e« pflichtwidrig unterlassen habe, di« Regierung davon zu unterrichten.
Ferner stehe fest, bah ber Zivilkommissar Meyer mehreren rechtsstehenden Sozialdemokraten, u.a Dem Abgeordneten Bethge, Davon Mitteilung gemacht habe Meyer und Bethge hätten e« also zugelassen, Dah Die sächsische Regierung in ihrer Erklärung gegen General Müller Den Vorwurf eine« Verst o h e « gegen Die Verfassung erhoben habe. Dieser Vorwurf richte sich gegen alle Diejenigen, Die Diese Tatsache verschwiegen haben. RechtSstehenDe SozialDemokraten halten anscheinenD einen Vorsloh gegen Die Regierung unternommen Schneller schloh W>r haben eine Anfrage formuliert, wie sich bie Regierung zu biefen Dingen stellt. Wir be- annagen, bah biefe Anfrage noch auf die heutige Tagesordnung gefetzt wird Weiter beanttagen wir, bie Sitzung auf eine Stunde zu unterbrechen, um ben Fraktionen Gelegenheit zu geben, hierzu Stellung zu nehmen
Tlci der W^dCtUuf uchmo oer LunvtagSsi'- zung wurde cinftimmlg brfdjftü'en. bk frmmu- niflifdK Frage brüte noch auf bie Tagesordnung *u sehen unb zu befr.eibeln. sobald b?r Mini- sierpräsibent amvesenb sein würde 3m Laufe der Sitzung erlebten ber Mii-ifterprähdent unb gab zu ber Anfrage b.« Abg Scün.'lkr eine längere Erklärung ab, worin er
die gestrigen Vorgänge al* ehr: Komödie bet Irrungen und Wirrungen
bezeichnete Der Ministerrräsikent führte cm«, bar. ihm weder bei ber Verlesung de» V> :i deo WehrkreiSkommo ibeur« »och bei ber Abgabe der Regierungserklärung cm Mittwoch abend b> nnif t getpclcn fei, dah bi? Reichsiegieru n g hinter den Schreiben be» Generals Müller s ehe Ihm sei mitgeteilt worben dah baS Wek.rtr.-i«- kommanbo sich n;i! Berlin nur über b ? n prinzipiell a Inhalt des V-r "e rer- stänbigt Hobe, allo ba über, ob die sichlii i>> Regierung zu einer Stellungnahme zur Rebe tc» Mmiliers Böttcher vera.ilah'. werden falle. So- wett er gestern obenb habe leftfidL. können, leien Die weiteren Einzrlheiien. inSd.ttondere bie Formulierung be« Schreiben« in Berlin nicht betannt geweie.i Cr sei auch seht noch nicht in ber Lage zu lagen, wie weit bie Äenntm« de« RcichSvaosidcnlei und ber RcichSregierung von dem Inhalt de« Schreiben« tatsächlich gehe S« bleib noch seittu,teilen, dah die V.hauptun.i Schneller« u zuip^fenb se Zwischen ihm, dem Mmifl.ipräsrdente.i unb dem Abg Bethge besteh? auch i.t der politische.> Aai- faHung bet Frag« nicht die geringste Meinang»- retichiebenheii ober Reibung
e* liege nicht der geriugst: Auhalt dafür bet, das, sozusagen von ewige» Mitglieder» bet feztaldemokratifche» Fraktio« ei» Komplott
Bayern.
swehrminister. — Beginnende der Sozialdemokratie.
gegen di« Rrichorrgierrag grfchmiedrt g«> w?s«» f«l
Hie aus gab Abg Wirth (6o< ) eine ®r- flätung ab worin er lagt?, bie Xri<tulbigunqe t unb Beidachtiguiigen gegen einzelne Mitglieder bet sozialdemokratischen Fraktion feien t>o l (. g unbegiünbct 'S i so>i.ilbentokra!isch. F ak- tion proleliiere mii allen Gnlschtedendeit geger ein Vorgehen, da« nach auf" en hin al« eine Schwächung der RegierungSkoali- t i o n angelehen werben könne
Abg S e y s e >" t «Dem ) meinte, der Minill<-r- präsideni sei mit einer gewissen leichtfertig- teil über biefe wichttgen Dinge bin.neggeqan p i Rach bem Schlußwort be« Abg Schnelle, wurde in ber (Sclebigung der Tagesirbnung rorl- gelahren
(?ine Aussprache Heigners mit Wfiirral Müller.
Berlin, 20 Clt lPriv-"Tel.> R ich einer Meldung ber .Doll 3tg ‘ hat zwilchen dem suchstlchcu Ministerprafibenten Zeigner unb dem ©cnevalleutnant v Muller cme AuSsprach.' ftait- gefunben, bei ber sich beide bereit erklärten sich über bestehende Meinungoverschiebrnheiten zu Dcrttänbigen unb durch persönliche Verbindung eine Lösung etwa entstehender Schwierlgkeiten herbetzusuhren
Seltsame ^ohlenpolitik der Staatsbetriebe.
Berlin. 19 Oft <WTB ) Dem preuhischrn 6lciat«ral lag eine förmliche Anfrage der Ar- öetiöqemeinfchaft an die ßlaalSregierung vor. in ber darauf Hingewiefen wird, dah die Reich»- bahnvet waltung der Haldenplätze in becn baulichen Berg werk«bezirken frrtlaufenb erhebliche Äoblenmengen au« bem Au » lanbe be-iehe Eie ersuch! den StaatSrai um AuSkunfi, warum Der Kohlrübe darf ber Reich» bet riebe nicht in höherem JHahe von inländifchen Bergwerken bezogen werde
Komiiierztenrat Klöckner bestätigte die In ber Anfrage angeführten Mihsiänbe Sr führte au», e« sei raverständlich, das, die @il*nbal>n ihr.
Kohlen an* England beziehe
Bei einer Besprechung mit dem ReichSlanzler unb bem TcrfebrsminUle. habe der letzteine Ad- öntetung b ese» Zuft.ande« in Aufsicht gestellt 'S nz bclonkers wandt - sich ber Redner gegen die Täti.jlcit kes R.-ichskoh enkommilfa,«. tnbcmi ei Jagte, in bei Prinalwirtlchaft würde eine solche Behörde nicht 24 Stunden b'stehen Durch die Absä aflu'g tc« Rc chrlohl nkommisfaiiatS könnte Ni« Reich 600 Atb.itslrä'i. ,ratet
Der Etc-atsrat stimmt: weiter einem Vesetz- enta urf über die Verleihung von Braun» fobfenfclbern an den Staat zu, wonach in ten P, oeinzen H?ffen»Rafsau Sachsen. Btr^'dct bürg, A edetich e'iett. Lberichle'i n.Pofen. Wcgpicus -> und bem Gebiet brr Slodtgemeinde Beilin di? Aufsuchung unb G.winnu.ig non B.ceuefohle allein d.-m Staate ankteht B.-ftehmdc Anfviuwe und Ter-Migungen werben burch bo» Gef.-tz ich! b.-iübrl A.ch längerer Aussprache rcir.bfd):;b2te bann bar Staatsrat auch bie
preußische KreiSordnung.
In einer Enlfchlieijung sorderte ber Staatsrat d.e Acuregel ing her Verfassung für die Land- kn In, ij tb i,derart bah die Siaatsaut'icht eingeschränkt wird, dal) (Singrifie in bie Delbltver. wal'.u.ii, nur bei GefetzeSvcrlctzungen möglich find 3um Schluh rrlebigte der Staatsrat ohne Aussprache bie Auesuhrungeanweifung zum Movr- fd-urgtlen unb eine Rovellc zum Feld- und Forst- prlizeigelch, bie auch hier eine gewisse Wert- bcständ.gkeit einführt
Tie (ttcfä')rbunq der hessischen Kinder- speisnnqen.
Darmstadt, 19 Oft (Priv-Tel.) Abg. Reumann beantragt, alSbalb bei der Reichs- r.gicrung zu t-Tanli igcn, bah die Kinderspei- Jung nunbilten» in dem seitherigen Umfange weitergeführt wirb unb bah ba« Reich, um b.c Äml r'p;iliing?n zu <rmöglichen, bie nötigen Iusä u 11 c einstweilen bi« -um End.- des Zah- r<* mindestens in dem gleichen Umfange w i c seither gewöhn In ber 'Bcgrünbung i't gc'egt bi- Irrftsif: Finanzlage de« Reiche« 1-s'e Ir'urchtni. dah mit den zu ergreifenden Spaimahreg-ln auf b.r Reichszuschutz für t-ic Kinber'p:ilung.n gestrichen werde Der Schaben für unsere i otl.it rnten Ätnb.r würde unabsehbar jx.n. r i es uamögltf f J, dah irgend eine Stelle bi; 1 ish r burchg.fuhiten KindeNpeisunaen in ausre.ck n' .m Umfang ohne Retchszuschuh weiters ühren kann.
Ti« Mesizohl für Beamte und Zfaatdarbecitr.
Berlin. 19. Oh. IDTB.» Gestern fin- den im Reichsfinanzminifterium Verhandlungen mit ben Spiyenverbänden der Beamten, Angestellten und Arbeiter statt. Die Lohnmeh- zahl für die Arbeiter soll in bet dritten Oktvderwoche endgültig eine Million, die Mehzahl für bie Beamtengehälter im dritten OttoberDtertel 150 000 betragen.____________
Autorität.
Der Reformarbeit Der Reichsregierung Drohen Durch Die fich tn Sachfen anbahnen. Den Verwicklungen neue schwere Hemmnisse zu erwachsen. Innerhalb Der SozialDemokratie macht sich seit Wochen eine starle Garung be- merkbar, hie in Den zahlreichen Versuchen, zu einer Einigung mit Den Kommunisten zt gelangen. offen zutage tritt. Die täglich schwieriger werdenden wirtschaftlichen Verlfaltnisse find natürlich einer Radikalisierung Der Massen äuherst qiinslia. Die ge nähigten Führer sehen Die Massen ihrer Hand entgleiten, wenn sie n'-ht wenigsten« den Versuch zu einer svzta- listilch-lommunisttschen Einheitsfront machen würden. In den meisten Fullen ist dieser Versuch gescheitert In Thüringen und Sach- sen dagegen, wo die sozialdeinokrutisme Pattei sich durch schwächliche Duldung der kommn- ni'tischen Wühlarbeit selbst entleibte, haben sie zu einer sozialistisch-kommunistischen Koalitionsregierung geführt, in der die Kommunisten Durch Besetzung der mahgebenden Ministerien und die ihnen innewohnende robuste Aktivität die unumstrittene Führung übernommen haben. Herr Dr. Zeigner, dem sein Genosse Breuer da« Urteil ausstellte, seine »provinziale Begrenztheit" und „demagogische Koketterie" machten ihn für die Arbeit, die cr Au leisten habe, unfähig, dieser selbe Herr Zeigner ist natürlich nur eine sozialistisch« Puppe am Gängelband seiner kommunistischen Ministcrkollegen, die sein rednerische« Draufgängertum weidlich au«nünen, um ihre eigene Sache, die bolschewistische Weltrevolution, weiter vorzutreiben. Richt« beleuchtet tressender die wahre Situation, alf Die Tatsache, dah efl Herrn Zeigner al« erstem deutschen Ministerpräsidenten Vorbehalten blieb, au« dem Munde der Moskauer Sowset- gelvaliigen uneingeschränkt e Lob zu erhalten. Die Aera Zeigner hat denn auch alle« getan, um diese« Lob zu rechtfertigen Seit Wacher wird in Destsachsen systematisch von einer radikalen kommunistischen Betttebsiätezentral« au« jebe Arbeit in den gewerblichen, indu- ftriellen und landwirtschaftlichen Betrieber illufottfch gemacht Fabttkanten, die nicht willig den Geldforderungen der aufständischen Arbeiter nachkommen, werden mit dem Tode bedroht. In grohem Stil angelegte kommunistische Raubzüge plündern da« flache Land au« In Den Stadien werden Lebensmittel- geschaste und Konfektionsläden planmähig ausgeraubt Kurzum. Sachsen ist durch die unumschränkte Herrschast der Kommunisten unter Duldung der Sozialdemokraten und der Acgide de« Ministerpräsidenten Dr Zeigner zu einer Sowfetsiliale im wahrsten Sinne de« Worte« geworden Und alle« da« im Zeichen de« von der RcichSregierung verhängten AuS- nahmczustandes. den Die sächsische Regierung mit allen Mittel unD In voller Offenheit sabotiert. Die Reichsregierung löst Die proletarischen Hundertschasten auf. Dr. Zeig- ner erklärt, die selben Hundettschasten seien die beste Stütze seiner Regierung Der Mili- tärbcfchlehabct verbietet im Ramcn deS Reiche« die Bildung von Konttoll- und Aktionsausschüssen, hie Dresdener Regierung beruft im nächsten Augenblick einen Kongreh derartiger verfassungswidriger Organe Der Milliaibesehlvyaber ordnet die Ablieferung Der Waffen an. Der neugebackene kommunistische Minister Böttcher forbert hie sofor- ttge Bewassnung heS Proletariats zur Errichtung her roten Diktatur .Sie sind der Erste, der an den LaternenpsaHl kommt!" rüst der sozialistische Dresdener Polizeipräsident im Plenum de« Landtag« einem politischen Gegner zu Könnte etwa« treffender die para- diesischen Zustände illustrieren, denen Sachsen unter Zeigner« sclbstbewuhter Führung entgegeneilt?
Und angesichts dieser jedem Gesetz, jchei Ordnung Hohn sprechenden Zustande bringen es PreHorgane Der Linken über sich, mit dem Singet auf Bayern za weisen, al« ob von Dort alles Unheil seinen 2tnfang genommen hätte, al« b Die RcichSregierung Bayern unt Sachsen mit zweierlei Mah messe Gewih wird niemand leugnen können, hah hie Reich«» Tegierung Bayerns Eigenan weitherzigfie Rücksichtnahme vielleicht sogar im Interesse be« Ganzen eine zu weitherzige angchcihen lieh. Gewih hat man im Verfolg bieser Politik z. B. in ber Durchführung be« Verbot« be« .Völkischen Beobachters" der Münchener Re- gierung viele« hingehen lassen, was oer ohnehin auf nicht sehr festen Fühen stehenden Autorität be« Reiche« nicht gerade dienlich war Aber die bayettsche Regierung hat e« andererseits auch verstanden. Ruhe und Ordnung in ihrem Lande zö wahren, Gut und Leben ihrer Bürger zu schützen, und zeigt sich in allem bestrebt, bie Aufbauarbeit ber ReichSregierung mit allen Kräften zu unterstützen Da« Bayern de« Herrn von Kahr


