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Die Reichsgründungsfeier der Landesuniversität.

Allem Brauche folgend, versammelten sich auch bi diesem Jahre am 18. Januar die 2lnfl(f)5 ilgen der Alma mal er Luüoviciana, um den Laa der Reichsgründung durch einer, akademischen Akt friert hfcft äi begehen. Um 10' , Uhr begann bereit» der Aasmarsch der ®bar- lierten mit den Fahnen der Verbindungen. Die Fahnenträger nahmen auf der Galerie Platz und die auf beiden Setten heran ter hängen den 'Banner Verliehen der Aula ein wethevolles Gepräge, welche« so recht <uc Festsrimmung dieser emit en Stunde der Erbeoung zu deutschem Totfebetoub*» sein harmonierte 8m ununterbrochener Zug von Teilnehmern durchflutet« eine Viertelstunde vor Beginn die Bäume, und viel« Besucher vermochte Ne Aula überhaupt nicht aufgunehmen Dieses Gedränge erreichte seinen Höhepunkt, al« pünkt­lich zur festgesetzten .Zeit unter dem Klange einer von der 3nfcmlerlefaNll< Intonierten Weise die DvHEntenschafl, der Rektor ntagnlllcu« an der Spitze, unter Borantriti eine« Zep tert ragenden Pedell« ihren Ginzug In die Tleue Aula hielt.

Di« Feier wurde eröffnet durch einen Dor- hag für Tello mit Orgelbegleitung Hieraus er­st Iff derAektor, Pros Dr Gger das Wort. Gr begrüfue die außerordentlich große Schar der Fest giße und führte dann u a. ai«: Sine ernste Feierstunde soll es fein. Ne frei Ift von Vm TIlbTlang inneren Zwistes. Ne die Herzen (bebt über Ne Sorgen de« Alllag« und an« ne4 störst und wappnet gegen all da« unendlich Schwere, da« auf uns lastet und uns schier zu erdrücken droht. Wir dürfen uns nicht einem vehnwtsvollen Dntfagen und Verzagen hingeben, dürfen nicht eine Stimmung In uns allkommen taflcn. Ne Nr brt siechen Kranken gleicht. Nr Nm Tod verfallen sich noch einmal yirüderinnert **n die Tage Nr Jugend und Ges indhelt, da die Lebenskraft ihn heiß durchströmte. Wir dürfen »s nicht -- denn wer sich felbst ausgibt, der Ift unrettbar verloren Roch lebt und ringt da« deutfche Volk um seine Öriflera, and in diesem Hingen können und wollen wir für un« neu« Kräfte und bei eben N Hoffnung schöpfen au« der Erinnerung an jenen Tag. der dem deutschen Volk da« höbe noch unvcrlorene Gut der Reich»- emhesi gebracht hat. Wie das Nutsche Voll durch manche Zeiten schwerster Hol hindurch­gehen mußte bi« ihm jener stolze Tag leuchtete, so wird da- muh unser unerschütterlicher Glaube sein für es auch nach Nefer schwärzesten Vachi mit Gotte« Hilfe wieder ein sonnger Mor­gen anbrechen Wenn es als freies Voll todtetfluIeNn verdient, dann werden diese Zeiten härtester Prüfung all Ne guten Kräfte. Ne Hin­gebung an da- Oin»e toi eher wecken, die es in hen Stand gesetzt haben, in Nm gewaltigen xtoaffrclcn Hingen Jahve hindurch so llebcr- rnenschliches zu vollbringen. Dann wird es ihm gelbvgen, sich zu behaupten trotz aller Feinde ritt» auch du« teure Gut seiner (Unheil zu N- wahren. Wir. bk Glieder dieser Volks- und Schlckfalsgeinrinfchaft, haben di« heilige Pflicht, voll starkem Glauben hierbei mitzuarbeiten mit unserer ganzen Kraft. Dicht folgend blinder, schnell veitauchnder Leidenschaft. fonbem erfüllt von tiefstem, sittlichem Srnst in voller SelenntniS Nr ungeheueren Verantwortung jedes einzelnen und Nr furchtbaren Gefahren unserer Lage, und auch von einer Ahnung dessen erfüllt, was diese gewaltigen äufjren und inneren Kämpfe nicht mir für uns, sondern für Ne ganze gärende Menschheit zu bedeuten haben In diesem Geiste wollen wir Nn heutigen Tag begehen.

Vach ihm ergriff Pros. Dr. S. W. Mayer das Wort und wies zunächst auf die ungeheure Bedeutung Nr Veichsgründung hin. welche daS von den Vätern Nr heute alternden Generation in Ihren Studienjahren so heihcrfehnte Ideal des einigen Deutschen Reiche« verwirklicht Hal. S'lne Ausführungen gipfelten in Nn Worten VerqUS: Tanta« mohs erat, Romanam eondcrc gentcml, zu Deutsch: So groß war die Arbeit, Vom zu arünNn." In feinen Vebel gehüllt lag dieses vlugenNNal vor ihren geistigen Augen, bl« der 18 Januar im Smegelsaale NS Schlosses von Versiiisies die Srfüllung brachte, wcl.N n:«l« ppn b nen die heut als g r l te Män , r sorg n- voll Anl.il nehmrn am Geschick Ns Vale i.... cj, ftouncnbai AugrL sahen Der heutige Festtag aber ist Uauciumflort. Nnn aus Nelen Wunden In Oft und West blutet N8 jungen Veiches Bau In Nefci Stunte gilt es Ne Hoffnung zu wecken zum Wiederaufssieg N« VaterianNS. Die Hoff­nung. in deren ®ciit Deutschlands Jugend erzogen werden soll. Die Worte, welche in golbenen Let­tern über Nm Portale Nr uns entrissenen Straßburger Uninerillät stehen:Littcris et Pa­triae, Für Wissenschaft und Vaterland", diese Won« sollen auch unsere Ludvviciana leiten, an welcher Dozenten und Studenten in gcmclnamer ArNlt Vas ihrige zum Wiederaufbau NS Vater­landes zu fun gewillt sind und fein werNn So Sht auch heute toteNr, akademifchem Brauche lgend. eine wisienschafilich« Betrachtung tm Iltleüninfte meiner VeN Das Thema, über

I welches ich sprechen will. lautet: .Die sittliche Bedeutung des Staates. Genauer müßte eS I lauten; .Die sittliche Würdigung des Staates'.

Leider verbietet es der hier zur SBeJugu.-g I fteacr.N Raum auf die ütterckanten Aus ran­gen des Redners genauer cinsu zehen. Gr betonte besonders Ne Abhängigkeit der jeweiligen sm- sichen Würdigung des Staates von de. berr- 'chenden reügtölen Wellanschauung. Di^ 2lus- führungen Ns TNdners fanden reichen Beifall wie auch Ne Darbietung Ns akademtschen Griang» Vereins: Mendelssohns .Fürcht« dich nich:" reiche Anerkennung fand.

Aun bestieg nochmals der Vektor magniflcui Prof Dr. Sger das Rednerpull und f brte u a. folgendes aus: Salus rei pupficac suorema lex C5tu .Des Vaterlandes Vot das höchste Gebot. Diesen Gedanken, der Nrauef Ihrt au» Nm HaNr Nr Parteien und hoch hinausNbt über Ne Sargen um das kleine Ich. ihn wollen wir mit Inbrunst in uns aufnehmen und heute auf« neue in- Herz pflanzen. Vach diesem Wort zu handeln m a.l den schweren Stunden, Ne uns noch beoorfteten unter Einsetzung Nr ganzen Persönlichkeit, da- fei unser Vorlay in dieser ernsten Stunde Wir wollen uns nicht beschämen lassen von denen, die diesem Spruch treu geblieben sind bis -um letzten TTenuug, die um ihn wahr zu machen, dem Vaterland da» höchste und schwerste Opfer dargebrach: haben: durch die Gefallenen im großen Krieg, deren wir Nute wie immer mit Stolz und Trauer geNntat Der Helden- grSßc wollen wir uns jetzt und stets erinnern, wie sic lau len N bewiesen haben. Ne draußen in fr tra­bet SrN ruhen, und wollen Uns ihnen gegenüber nicht Rein und zage finden lassen. Mit ihrer Lei- Nr lebendigen Wall haben sie deutsche SrN vor feindlichem Einbruch geschützt: sie sind gefallen unNfiegt, vom Siegen ermüdet, ein ganzes Heer. Was aber unser uÄscher Vachbar mit all seinen Verbündeten in offenem Kampfe nicht vermocht, daS sucht er jetzt im .Frieden" zu verwirklichen, ^deutschen Boden hat er betreten und besetzt angeblich als Pfand und zur Beitreibung uner­füllbarer Forderungen In Wahrheit aber um dort dauernd seine frevlen Machtgelüste zu N- frledigen. Hab wie im Westen der Franzose ein Kernstück aus dem Körper Deutschlands heraus- zureihen trachtet, so tut es ihm im Osten Nr Li­tauer nach. Wahrlich, eS ist wieder eine Zeit Nr Schwäche Deutschlands gekommen, gleich der, die wir alle kennen und von der Nr greife Schweizer 2. HeuSler In seiner Geschichte Nr Stadt Basel vor kurzem geschrieben hat: Mefe Schwäche des Deutschen Veiches benutzte Frankreich und hat ihm daS Elsaß abgeraubt. Welchen Raub deut­schen Gebietes wird man jetzt noch versuchen? In diesen bangen Stunden gehen unsere Gedanken vor allem hin zu dem Rhein. zu den deutschen Brüdern und Schwestern Im besetzten Gebiet, zu ihnen, die gemartert werden mit der schlimmsten geistigen Folter, von Farbigen mbtNrer Kultur als Büt­teln bewacht und so ein LoS erduldend, das eines freien Menschen unwürdig ist. Wer in Ne trau­rigen Augen, die gramerfüllten Mienen einer Nutschen Frau geblickt hat. die feit Jahr and Tag am eigenen Herd brutaler Willkür Nr fremden Eindringlinge schutzlos preUgegcben ist, Nr weiß, wie wahr die eben gesprochenen Worte siird, Nr weiß aber auch, daß der Tag kommen wird, an dem sich aus Nr Brust Nefer so Do knechteten und ©«quälten ein Unter, weithin- ge 11 en Nr und durch nicht- zi unterdrückender Schrei nach Freiheit los ringen wird. Welch ein grauenvoller Hohn auf alle Worte von Ge­rechtigkeit, Freiheit und SelbstbestimmungI AIS ein Zeichen unseres tiefen Mitempfinden-, unseres innlicn geistigen Ve.bundenfeinS schlage ich vor, die folgenden Worte in das besetzte Gebiet hin- überzusenNn:

.Deutsche Männer und Frauen, Brüder und Schwestern im besetzten Gebiet! Die heute, am 18. Januar, zur Feier Nr Reichsgründung ver­sammelten Angehörigen der 11nlversi:ät Gießen, Dozenten und Studenten und die anwesenden Gäste, geNnfen Durer mit her­bem Schmerz, aber auch voll Stolz und Vertrauen zu Eurer deutschen Treue und im festen Glauben an Nn end­lichen Sieg der gerechten Sache. Die hessische LanNSuniversltät. die durch ihre enge Zugehö­rigkeit zu dem mit farbigen und weißen Fran­zosen besetzten Rheinhessen all Ne L iden der deutschen Bevölkerung am Rhein und an der Saar so tief mitempfunden bat. fühlt gerade an diesem für das deutsche Volk so NNutung«- vollen Tag aufs schmerzlichste Eure liefe fee- llsche und wirtschaftliche Vot.

Wir rufen Euch zu: Haltet aus. laßt Euch nicht nieNrdrücken und moralisch ab- stumpfen durch all Sure Leiden, sondern kämpft auch fürNrhln stolz und frei für Euer Deutschtum. Viemand Bann die innere Zu­gehörigkeit der rheinischen 2anN zu Deutsch­land zerstören, unlöslich sind die BanN des Bluts, der Kultur, Nr Gesittung und Sprache.

rwch enger gekn-p. >-Tm« daS gemeinsame Blut- vpsir tm großen Berte iNgun i«krieg

Mag tommen. waS da will: 3t>r gehört zu uns. und tot r gehören zu Such Wir reicher. Luch Ne Hand über den Rhein, Nr stet« Deutschland« Strom, niemals Deutschlands Grenze sein toirb.

Bv" Nm Ngciftemben jLucr dieser Worte hingi.rl"cn. ftimmten dte Zuhörer al« Zeichen ihr« Cir.rertdnbniffe< mit dem Gruß an das ixfente '^eöie: spontan Ne Vationalhymne an. de re.' NiN ersten Strophen brausend Ir der treuen Halle wider hallten.

Rektor Prof. Dr. Eger fvrtfahrend: Ich habe noch eine Kundgebung Ihnen zrr Zustim­mung zu unterbreiten, die heute von allen Ngischen Hochschulen ausgeht mb eine Ant­wort sein soll auf die jüngsten Gewalt­akte Frankreich«:

21m DeN ktage Nr Reichsgrün düng geben die Nutschen Hochschulen ihrem Schmerz u.tD ihrer Trauer über Nn Bruch von Rech­ten und Verträgen AusNuck, befen in- sere FeinN sich durch Besetzung des Ruhr- gcbkteä aufs reue schuldig machen. Lehrkörper und Studentenschaft legen vor Nr ganzen Welt entrüstete Verwahrung gegen Ne wider­rechtlichen Gewaltmatznahmen ein. die weN. im Verfalller Friedensdlltat, noch tm Völkerrecht einen Boden flnbrn. Sie vertrauen Nr mannhaften und festen Haltung der Reichsregierung und gelob n. sich in unwandelbarer Treue allezeit ein» zufetz en für Volk und Helma t."

T^gciflerte Zustimmung Nr gewaltigen 3er- fammlung folgte dieser Bekanntgabe.

Rektor Prof. Dr. Eger schließend: Deut­sch« Männer und Frauen! In Nm Gedanken an unsere Brüder und Schwestern tm besetzten Ge­biet und an di« tiefste Vot unseres Volke- tovllen wir alles Trennende vergessen. uns mir von Nm einen Gedanken beherrschen lassen, bafc wir alle Deutsche find. Mag auch dl« Zukunft noch so finster vor uns liegen, wir wollen stark und fest fein in dem Glauben, daß ein einiger Wille auch in b.efem Dun­kel Nn Weg finden wird, Nr zum Recht und zur Freiheit führt Durch Einigkeit au Recht und Freiheit für das deut­sche Vaterland.

Mit Nm Gesänge Nr dritten Strophe des Deutschlandliedes fand die erhebenN Kundgebung nun ihr Ende.

SchlichtungsauSschuk Der Provinz Cbcrhcnen.

Verhandlung vom 15. Januar.

In der Lvbnstreitfache NS Deutschen Metall- nrbeite u <xmN<, Nslhri tlihen M tal a be.ter- NrbandeS und des Ar^ei:g.'ber->eröandss für Lahngau und Ober Hessen In der Metallindustrie erging folgender Schiedsspruch: .1 Mit Wir­kung vorn 1. Januar 1923 find auf die Lohne der zweiten Dezemberhälste 30 Prvz., ab 16. bis 31. Januar 1923 weitere 30 Pro;., ebenfalls von der 2. Dezember Hälfte berechnet, auf sämtliche Gruppen und Altersklassen zu zahlen. Angefan­gene Mar kN träge sind auf volle Mark nach oben aufzurunden. 2. Die in der Vereinbarung am 5. Dezember 1922 festgesetzten Zulagen für alleinige Ernährer und Derheivcttete unter 25 Jahren er­höhen sich um dieselben Prozentsätze. 3. Die be­sonderen Zulagen, wie JJeuerAulagen, lieber- stundenzulagen und Akkord,ufchläge werden zu­nächst der toritcren Verhandlung Nr BTtelligten unter Zuziehung bet beiberfeitlaen Organisationen überlaffen Kommt innerhalb Drei Wochen keine Verständigung zustanN, dann Neibt erneute 2n- tu'ur.g des zuständigen SchllchtungSau-schusies anheimgegeben. 4. Zu einer Ausnahmereqelung b«üglich der Lohnverhältnisie bei Nn Firmen Romheld, FriedrichZhütte. Limburger Blechwaien- fabrik und Jndustriewerke Stockheim nimmt der Schlich'.ungsauöschuß diesmal keine Stellung. Sr üNrläßt die weiteren Verhandlungen zunächst den Beteiligten unter Zuziehung Nr beiderseitigen Organisationen. 5. Die Arbeiterinnen erhallen 75 Prozent der Löhn« Nr Arbeiter.- Die Stundenlöhne Nr Arbeiter über 25 Jahre sind nach diesem Schiedsspruch: Gelernte ab 1. Januar 1923 429 Mk. und vom 16 bl« 31. Ja- nuar 1923 523 Mk. Angelernte 419 Mk. und 516 Mk.. und Hilfsarbeiter 411 VN und 506 Mk. Die Otreltteile erhielten Frist für ihre Erklä.ung über Annahme oder Ablehnung Ns Schieds­spruches bis zum 19. Januar 1923. mittag« 12 Uhr.

Verhandlung vom 16. Januar.

Die Ötreltteile erhielten für ihre Erklärung über Annahme oder Ablehnung der Schieds­sprüche Frist bis zum 19. Januar 1923, mittags 12 Uhr. Der Verband Nr Maler und Nr Tefftll- ardeiterverband erklärten jedoch sofort die An­nahme der Schiedssprüche.

Dem Verband Nr Maler und der Vereinigung der Malermeister von Gießen schlug der Schlich-

tungSaustchuß als StunNrriohn Nr WlbflänNge» ffchilf«e über 2? Jahr« ab 13. Januar 1923 450 Mk. und ab 20. Januar 1923 bi« auf weiteres 550 Mk. vor statt bisher leit Nm 23 Dez 1922. 350 TU. Die übrigen Löhne tollen sich in dem­selben Verhältnis erhöhen. Eine «twaiac reue Lohnregelung muß Nr betreibende Teil vei Nm anderen eine Woche vor Beginn der Lohnwvche beantragen, mit Nr sie cintrrten soll.

Die Betriebe. Ne dem 21. N: tg<bert>erbaM für HanNl und GewerN in Gießen an gehören, sollen Nn Weinküfern über 25 Jahre ?cnt 24. De^ 1922 an 15000 Mk Wvchenlohn urhle» statt vorher 9300 Mk.. und Ne Löhn« Nr übrige» Altersstufen in demselben Verhältnis erhöhen. UeNc Nn WirkungsNainn der Lohnregelung waren die Streitteile einig

Dem Deutschen leitilarbeiteroerbanb unb Nie Arbeitgeberverband für Ne Äreife Alsfeld und Lauterbach schlug Nr Schlichtunasauslchuß Er­höhung Ns ÄtunNnlohnes Nr Arbeiter über 23 Jahre. Nr feü Nm 16. Dez. 1922 237.75 Mk. war. vom 1. Jan. 1923 an auf 320 und vom 16. bis 31 Jan. 1923 auf 400 Mk und Erhöhung der übrigen Löhne in bemklben Verhältnis vor. unter Abrundung der PsennigNträge a^f volle Mark nach oNn. Der StunNnlohn Nr 3rbciteriniu» kommt hiernach von bisher 166.45 Mk. auf 224 und 280 Mk. Den Anträgen N6 TertilarNiter» Verbandes, ein festes Verhältnis Nr jeweilige» Lohnsätze Nr tariflichen Altersklassen zum SpU- zenlobn aufzustellen und den Spitzenlohn der Ar­beiterinnen auf 85 o A flau bisher 70 v H Ns Spitzenlohns Nr Arbeiter Mt)ulegen, gab Nr Schlichtungsausschuß n»cht statt lleNr Ne Zeit der Lohn regeln ng waren Ne Otreitteile einig.

In zwei weiteren Cobnflmngfeuen eintgui sich die Streitteile ohne ö'lc-a'.idx Der Handlung.

Die Entlassung eines Maurers Ns Laug» schästs Reuß in Friedberg erklärte Nr Schlich­tungsausschuß für ungerechtfertigt wegen Vicht­beachtung Nr 'IkrhültnifU- Ns Entlassenen ge­mäß § 13 Nr Verordnung vom 12. gebt. 1920

Sport.

Gießener S E 1900 Liga Bf. B Marburg 1:1 (1:0) Umgekehrt ttnt tm letzten Spiele gegen F. 6. Wetzlar kramte diesmal Nr Gießener 6tub trotz zeitlveise stärkster UcNrlenee» beit eine Entscheidung zu seinen Gunsten Nrbet* fuhren. Marburg kam mit sehr aefchwächrer Mmrafchaft und errang Nn Ausgleich nur durch eine .^ehle^ifcheidung Ns Schiedsrichters. Nr auf AuSsage eines Marburger Linienrichters einen Ball Nr Ne Lin« tatsächlich nicht übet* schritten batte, zum au«glct±rnNn Tor gab. Zu­dem verschoß Dießen noch einen Elfmeter. Zum Spiel selbst ist »u bemerflen. daß da« Schuß Unver­mögen Nr Gießener Stürmer das Spiel unent­schieden ausgeben lieft. Gbancen- und ®denDer* hältniS gehen unstreitig zu Gunsten von 190Ql Die Hintermarmschaft bot mit ihrer tietfUing auiee Durchschritt. 19^0 U. Jugend Heuchel­heim 1. Jugend In Heuchelheim gewannen die Gießener Jungen üNrrufchmd mit 2:0 Toorn.

Bermtidites.

Köln, 19. Jan. Vach Nr .Kölnischen Ze,- hmflM aus Koblenz verteilte btt amerlfani- f ch e Besatzung vor ihrer Abreise aus ihrer WeihnachtsspenN noch 1 00 Pakete mit Le­bensmitteln aller Art an bedürftige Fami­lien.

München, 19 Jan (Wolfs ) Ein« Spende von nahezu 5 Millionen Mark, hauptsäch­lich von Amerikanern ausaebracht. wurde durch die Vermittlung des Bankiers Ausdäufer- München dem Stadtrat für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt.

fpd. Eisenach, 19 Jan. Durch ein Groß­feuer tourN der größte Teil Nr Eisenacher Aktienziegelei etnaeäschert. Der BrandfchaNn wtrd auf mehr als 20 Million« Mark bewertet.

Kirchliche Nachrichten.

Gvangel'sch« DemrmNn.

Dießen. Sonntag. 21. Jan. <3. na-Epiphanias) Stadtkirch«. 9 ',: Pfr. Becker, 11 Psi. Becker, 5:Psi.Mahr. - Johanneskirche.9' .: Zugi Militär. gotlesd.,Psi. Ausfeld. 11: Psi Ausfeld. 5. Psi. Bech- tolshetmer, 8 BiNlbespr. L Johannesfaal.Piarrag. Delp.- Kirchberg. 10.Lollar. 1' , Xaubrtngce. 1'/,.-Wies eck. w llhr.

Katholische Gemeinde«.

Gießen. Samstag. 20. Jan. 5 u. 8 Beicht. Sonntag 21. Jan. 6', Beicht, t Tütfl», Komm, der «. u Hausangeft .8 Komm.. 9 Hochamt m. PL.

se m. Pr., 4'/, Vers- d.Jungsi. u Hausanaest. 5' , Lhristenlehre u.Andacht. - Sich./,8 und MA Hungen. ,10 llhr.

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