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ffrldjfmi 16g I i», oeßtr Sonn* onb ^rlrrtoge, m tt bctSomsteesbdlagf: ®ietjtn«r5amUfniblätt#t ®o4>t«.Bejw«»preli 150 Millionen a. 15 Mill ®arfc Trägerlohn, auch b. Mchirr^heinen rin,«In. Bhimmtm tnfolgehüherer Gewall.- Zern sprech- »nschlüN» silrbi.Schrtst. iettwng 112; für Verlag wb «efchLfwftelle 61.

Umschrift für Drohlnach- richtens A»,eiKer«irtzew

grteflwrl <l DL 1163*.

V5. Zahrgang

Vomierrtag, 18. Dttober 1923

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

»rw< 81» Derlei vr«HI'sch< Unleerfit6t$-Bid)' enö Steinöraderei H. Lange tn Sietzen. 5chnstlettiig an» SeschSstrstele: 8ch»!ftratze Z.

3ie«bmf dow Anzri,«» für bl» Tagesmimmexii zum Nachmittag ooryer ohnejed« Derbmbllchketl. Kl für 1 mm höhe für eigen o 27 mm Breil« örtt Vrunbzahl 55 Mb., dusm.70IR.;f Reklame- Anzeigen o 70mmBreite 225 'Dlh xOOOOOO Schl 0lahvorfchrift20',.Auf- schlag - verantwortlich |ür VoliHh u. Feuilleton vr.FrlebrWilh. Lange für ber. übrigen Teil Ernst Llumschein; für den Anzeigenteil i)an»Beü, iämtli ch in «Siegen

Das Ardeitszeitgesetz

S*t Heftrrm btt Achtstundentages gehört nicht 8U hm VollvUlchten der ermächtigten 'Regierung ©torfemann. Onfvisteifen muh der Reichstag. der n44>n» Woche auf längere Zeit vertagt werden soll, noch einmal bemüh« werden Drv Vorlage, bte kürzlich Dom Reichsarbeitsministerium ver- öffentlkyt wurde und zur Zett noch Segen stand lebhafter Verhandlungen zwischen den Gewerk- fchoften. den Parteien unb der Regierung ist, ennt sich .Entwurf eine- vorläufigen Be­setze- über bk Arbeitszeit-. Man will also nichts Endgültige« schaffen <H handelt sich um einen Versuch

Diese tastende Vorsicht ist begreiflich Denn kein Mensch weih zu sagen, wo nun gleich mit dem erweiterten Achtstundentag eingesetzt werden könne Die rasende Geldentwertung, die sinkende Kaufkraft der Massen, die törichte Preispolitik gewisser Kartelle hat in vielen Wirtschafts­zweigen zur Einschränkung der Produktion, zur Arbeitsstleekung und teilweise völligen Arbeits­losigkeit geführt 3m Ruhrgebiet, wo die Arbeit mit Volldampf wieder ausgenommen werden sollte, ist an die bisherige Arbeitszeit nirgends zu denken Die nordwestliche des Deutschen

Eisen- und Stahlbandes hat Feierschichten an- geordnet Aus den Thyssen-Werken. der Dort­munder 11 nton, bei Höfch. dem Bochumer Verein und anderen Werken wird nur noch dreihig statt achtundvierzig Standen ia der Woche gear­beitet Die Firma Ärubp erklärt, dah nur noch sechs Stunden pro Tag gearbeitet werden soll Was soll also der Zehnstundenlag? Erscheint er nicht wie der Streit um des Kaisers Bart?

Gleichwohl, man will gerüstet sein.lwenn in­folge der Regierung« mast nahmen der Gesundung der Währung der Staroerordnungen, der Ent­lassung unproduktive« Angestellter, vielleicht ganz plöblich der Umschwung kommt und die Produktion sich neu belebt Es nxn ein Vertreter der A r - beitnehmer. der bekannte ehemalige Staats- sekretär Dr August Müller, der schon vor längerer Zeit über den geltenden Achtstundentag folgen­de, masten urteilte .Die im Rovernber 1918 er­folgte Festlegung des für alle Berufe gleichen Achtstundentages ist eine zum mindest«, über­eilte Mahnahm« gewesen, welche die Pro­duktionskraft des deutschen Volkes höchst un­zünftig beeinflußt Hai Der Achtstunden­tag darf kein Kräutlein Rührmichnichtan bilden, der auch für ganz leichte, mit wenig körrerlichen und geistigen Anstrengungen und vielen mit Är- beilsbereilschafl ausgefüllten Paulen ausgezeich- mrten «Sc schäft «zwei gen strikte innegehaiten wer­den muh

Vu« diesem Gedanken heraus ist der jetzige Regicrungsentwurs gearbeitet DerGiund- al) des Achtstundentages, der nun einmal in der Verfassung sestliegl. ist beibebalten Aber zum ejweck einer Anpassung an die Konjunktur soll den Arbeitgebern die Möglichkeit gegeben werden an <incr beschränkten Zahl von Tagen Mehr­arbeit leisten zu lassen Eden Io wird für den Fall .erheblicher Arbeitsbereitfchaft" eine mehr al« achtstündige Arbeitszeit vorgesehen Der bis- brr nicht seltene Fall. daN durch die svgenannto Arbeilsbereitschasi der Achtstundentag zu einem I Dreistundentag wird, soll also ausgelchaltet .Der­ben Diese bei »en bi« jetzt genannten gelegentlichen Korrektoren am Achtstundentag steyen nadj dem Gesetzentwurf im Ermes'en der Arbeitgeber Rach allen bisherigen Erfahrungen kann man soviel Vollmacht und Freiheit den Unternehmern und Bctricbeleilcrn ruhig einräumen

3m übrigen fordert ja da, Gelet, für förmliche Ausnahmen vom achtstündigen Arbeitstag zweierlei Sicherungen, entweder einen Taril- Dertrag. also eine neue besondere Abmachung zwischen Arbeitgeber und Arbeiter, oder wo ein solcher Vertrag nicht zustande kommt, die behörd­lich« Anordnung Aber auch diesen beiden Degen, den Achtstundentag zu verlängern, lind Grenzen gelegt wo es sich um Schwerarbeit. irie z. B Bergbau unter Tage, oder um Ein­wirkung von Hitze, giftigen Stossen. Staub oder bflf bei der Arbeit handelt Hier bleibt es un­bedingt beim Achtstundentag Als Höchst- grenze gift der Zehnstundenlag für jeden Fall e» fn denn, bah die Arbeitsbereiilchaft viel 3c«t verfchlrngi und eine weitere Verlängerung der Arbeitszeit erlaubt Soweit der Entwurf Er ist Dar und in der sozialen Prar.S brauchbar

^tad) Berliner Bläftermeldunaen landen in ben letzten Tagen Vorbesprechungen der Reichsregierung und der Knall- tionsparteieir statt, ferner Verhandlungen mit den Gewerkschaften über da« Arbeitszeit- flefeh Laut .Voll Ztg ' Ist im Reich.-ttge eine Kommission ber Koalftlonspnrtcien zukmmenge- irctrn, die etwa auftretende politische Schwie- ngleiten von vornherein beseitigen soll, bimit ba« ©.-fei) im Plenum de« Reichstage» eine qlotte Srleblfluna ''.ntzen kann Dr Reichs - lag wird >ich vvrauellchllich DknStag oder Mitt- wvch näch.ter Woche mll dem Arbeit «»ei Igele" be­schäftigen

9tnie Jrd>enbefd)|flgnnhmr.

"Xedllng häufen, 18 Oft «WTB) Die ae4c .König Ludwig" ist von den Fran- Wien für dl« französische Regie b1 d> I a g - nahmt ttwrxn Von ben Direktoren. Beamten unb Arbeitern wurde die Abgabe einer Erklärung Zersangt, nach der sie ferne Sabotage treiben und mit der sranzöllVchon Regie im allgemeinen 3n- tereffe im frletHivbe* Einvernehmen xulammcn- arbeiten würden Gegen die rechtswidrige Be- f^iuivt wird von ben Drudenvorft.,nb in Gemein- 'Ktafi ar« einen Ausfchuk! de« Bergbaulichen Der- M Einspruch erhoben werde».

Sachsens Kampfansage.

Der Konflikt zwischen Dr. «Zeigner unb General Müller. Minister Böttchers Leipziger Hetzrede. Die Sozialdemokraten gegen den militärischen Ausnahmezustand.

Dresden. 17 Oft «WTB > Der sächsische Landtag fehle heute die Au«sprache über d.e Regierungserklärung fort 3m Lmse der Debatte erfldrle Ministerpräsident Zeigner u a. ber kaherrsch Gesandte in Berlin habe gestern der Reichsregierung eine Roie übermittelt, des 3n- Hafts, bah der Dresdner B.IrietSräte- kongreh. der unter augenscheinlichem Schuhe ber sächsischen Regierung stottgefunden habe einen feindli che n Ä k I gegen bie bayerische ütflierung bebeute Sie frage an, welch? Mar nahmen bie Reichsregieiung bagegen zu er­greifen geben le Der TKinillerprälibent erklärte bann Wenn fiele Kreise 1 i) du> hktzen dann «rhört bi? beutfak Republik ber Gridicht.- an Warum handelt da« R-ich nicht? Es macht sich milschuldig Zeigner erklärte dann, bah ihm heute em Schreiben des Wehrkreisfommandos Dresden ijugegangen fei. worin geforbe: i werbe, düs' die Regierung Stellung nehmen solle zu den Aus- fühiungeii. die der Minister Böttcher am Sams­tag in einer Rede in Leipzig machte, unb sagte Dem Wehrkreiskommando sind wir keine Rechenschaft schuldig. Ans die unzweifelhaft rechts- und verfassungswidrigen Drohungen des Wehrkreiskommandos werden wir über­

haupt keine Antwort geben.

«Lebhafter Beifall links ) V?rfasfui>gsmäk,-: An- orbnungen bet Re chsreg e>ung gierten wir aus» fuhren Wir verlangen von der Reichsregieruug, bah gegen ben General Müller einges«dritten wirb Von ber sächfilchen Bevölkerung erwarten wir. bah sie sich enifchlossen hinter bie Regierung stellt Darauf wurde em deutschnationaler Mif^- iraucnÄantrag gegen die Regierung (^eigner mit 48 Stimmen der Sozialdemokraten unb Kommu­nisten gegen bie 45 Bürgerlichen abgelehni

Das Schreiben General Müllers an den Ministerpräsidenten

Dr. Zeigner

vorn 17 d M bat folgenbcn Wortlaut

Vehr geehrter Herr MinisterVräftoent' Rach der .Sächsischen Ärbeiterztg" Rr 234 vorn 15 b M Hai ber Minister Böttcher am 13 Ok­tober in Der von ber KPD einbcrulcnen Ver­sammlung im Zoologischen Garten in Leipzig Ausführungen gemacht, die besagen, du 5toa* liitonStegierung habe Bankrott gemacht Es gäbe nach dieser Entwicklung in ber wir stehen, eine weihe ober rote Diktatur Das Proletariat müsse sofort bewaffnet werden Tie Älalfenotgane be« Proletariats feien dk Träger des proletarischen Befreiungs­kampfes Di? pioletarilchen Hunde rllchafteni, AktionSauSschüffe. KonlrvllauSlchiille. Betriebs täte, all da«, was sich die A.beiterklalle ge- Ichaffen und gebildet habe in langem Kanwle das feien bie Organe, mit denen das Prolet ii«at heute feinen Kampf führen müsse Seine Aus­führungen baben folgende Resolution zur Fri gehabt Die am 13 Oktober im Zoologi'ch n Garten versammelten 6000 Arbeiter und Ariviter- rinnen protestieren entrüstet gegen da» Perba' ber Hundertschaften unb AkHonoauolchusse durch ben General Müller

Sie sind gewillt, erst recht diese Kampfmittel anszubauen. Gleichzeitig erklären sie, mit allen Mitteln den Kamps, nm die durch -da« Sr. mächtigungsgrseh geplante Diktatur Stinnes über die Arbeiterklasse unmöglich zu machen unb jede Mahnahme der sächlilchen Regierung bie im 3.uercl1? de« Proletariat« liegt, sofort duichzulühien D.^mit ist durch den Minister Bött­cher eine offene Kampfansage gegen bie Massnahmen der Regie« » ng aus­gesprochen und in der Resolution rer.« >l >' vor. den Di? Auffordciung zur B.wasfniing ist gleich- beb.-uiend mit der Aulso« berung z u m hc- maffneten Sampl. D e R.t? s'-st, s>ch als einen Berstost gegen ki - von mir auf 5. u.i.' b-r Verordnung d.-s Reich sprälidenlen vom 26 Sep. lember c,lallen? Verfügung dar 3d) habe fei allen meinen bisherigen Mohnahnrn> bi PI--- aibeit der Igchfischen Regierung zur Toraualeru-i nommert. Für ihre Fon'uhmng bi le Ich Sir, Mmistekchiällbent zu den Ausführung n t?» Mi­nisters Böttcher Stellung zu nehmen und mir bi# ?,um 18 Oktober. II Uhr vormittags, unzwei­deutig auSzulprechen ob lich da« getamie Ministerium Im Geiste unb dem Woitl. ui- noch mit den Auslühiunpen de» Minlll . o Böttcher einverstanden eruären unb in bleiern Sinne bie Regierung weite «führen will oder .ob es entgegen ben ÄeuIrrungen bc« Mmill.-r« Böttcher geeptnt ist. nach meinen Weisungen zu banbeln Für ben le hie, en Fall muh ich. um eine klare Lage zu schassen, fordern bah die säch­sische Regierung bl? mir gegebene Erklärung b?m Wortlaute nach In ber Prelle veröffentlicht Fer­ner bitte ich um Angabe welche Mahnainnen die Regierung zu ergreifen gedenkt um ein r Wieder bolung berat tiger Entgleisungen, wie sie die ReX des THinlfur« Bött«ch?r zweüello« drektellt für die Zukunft vorzubeugen

Mit ber Veisicherung der vorzüglichsten Hoch- achtirng ge* Müller. ®öieiallcutnant

Der sächsische Zivilkowmissar.

Berlin, 17. Oft. <WTB.» Wie die Blätter oon luftänbigcr Seite erfahren, ist boc Ernen­

nung eine« Zivilkomm,fsa>« für Wehrkreis 4 nun­mehr orlizogcrn Ernannt wurde Richard Meier Ztvickaut. sozialdemokratischer ReichstigSabgeord- ncter

Da« Leipziger Polizeipräsidium bat alle Umzüge und Ansammlungen unter freiem Himmel verboten Gleichzeitig ergeht die Auf­forderung an b.e Einwohnerschaft, alle Eingriffe in die Lebensmittelversorgung zu unterlassen Aus Zuwiderhandlungen gegen aas Verbot werden schwere Freiheits- unb Geldstrafen gelebt Zuwiderha.chlungen. die ben Tod eines Menschen veranlassen, werden mit Tobe»- ft r a f c bedroht

Das RoleKadinetl in "Thüringen.

Weimar, 17 Oft lWTB.f 3n der aefiri- Sn Sitzung des Thüringer Landtages gab ber i*g Knauer iSoz i folgende MiNisteriiste be­kannt 3nneres Staatsminister Herrmann lwie bisherj. Finanzen Hartmann (wie bi»- bei). Zultiz Oberlandesgerichtsrat Dr Korsch. Dollsbildung Greil (mir bisher). Wirtschaft Ten ne r (Komm ) 3m R.imen der vier bürger­lichen 'Jkirtcien protestierte Abgeordneter Dr Reu­mann (Dl. Vvlksp s gegen die MiNisteriiste Abg Frölich (So.z ) begruhlc den Schritt ber Kom- inuniltcii. an ber Regierung «ellzunehmen. unb erklärte, bah seine 'Partei alles tun werde, um ben Ausnahmezustand bald gft zu beseiti­gen Die vorgeschlagene Ministerliste wurde fchliehlich in namentlicher Abstimmung mit 28 ölimnicn der vereinigten Linksparteien gegen 21 Stimmen ber bürgerlichen Paitelen ange­nommen.

3m Äinbla^ hat bie neue Staatsregterung folgend *

Regierungserklärung

abgegeben ^ie Regierung Thüringens ist eine Regierung ber repu blikanischen Ver­teidigung 3bi Ziel ist die Abwehr ber faschistischen «Gefahr, bie bie Tätigkeit unb sogar txw« Leben der arbeitenden Klassen bedroht Sie ist eine Regierung deS Kampfes gegen bie For­derung Rieder mit dem Ma-rrismus! Der im Reich crflärt? Ausnahmezustand richtet sich in seinem eigentlichen Sinne gegen bie werktätige Bevölkerung unb besonders gegen die l.nks ge­richteten Staaten Mitteldeutschlands Di Groh- bU>italiflcn babrn die Offensive gegen die Ar­beiterschaft ergriffen unb durch da« Ermächti­gungsgesetz zum vorläufigen Abschlust gebr.vcht De Folgen der imperialistifchen Politik sollen auf bie aiv.itend? Bevölleiung abgewalzt werden. T c neue thuringilche Regie, unp fühlt lich in ciflcr Linie als Beschützerin der ausge­be u t e t e n 711 a f I r n 3hie befvndere Sarg- fast gib dem Wohle aller pi Jl.'tarifd:?a Schichten Sie wird beim Reiche dahin willen, da st al» elfter Scfcnli zu, Besserung ber Lage eine wirk­liche Erfassung der Sachwerte unb al« zw. iter ein Handelsmonopol nach rus­sischem Muster eingefühn wird Sie wird lich ferner einfetzen für eine wirksame Kontrolle ber Produktion, für die Aufrechterhaltung de« Ach! st ii n den tage« unb

eine Erweiterung der Rechte der Betriebs­räte, Gewerkschaften und Arbeiterorgani­sationen.

Mit allen Mitteln wird lie gegen Betriebsstlll- (enungen rmfärnrlen unb bie Tätigkeit von Ä.m- f.ollauslchüssen im Rahmen de r ichsgefetzlichen 71lrg|id :e len binsthllih e r Alle THirf,nahmen zur llnieiflüßuMq bei Arbeitslosen werden von Ihr häitig gcsöi der! Es ist ihr fester Wille. Thü­ringen als einen Bestandteil bei deutschen Re­publik zu erhallet. Sie tritt für die Abwehr ber verfassungswidrigen Militär­diktatur ein. Die Gi Undingen der Reich«- unb Landes!' rfasluiig müllen uneingefchiänkt zur Geltung g beacht ipc ben D e Er^kutivgew.ilt n i d (k. iKn Bchöt den liegen die mich den Wei- hn gen der Reg,. iung landein sollen 3n ihren Belli.bungen fühlt sich bi? thüringische Regierung ei'n o.i bunbec ni.i bei Regierung 6 od> f e n « unb i1'. g.samten w .klängen Beonlkerung Sie 1 ht sich befn'bcr« auf alle Organif.ilbncn bc« oittit.nben Voll.« unb auch auf bellen Schutz- und Kampforganisationen e.c ir rh ßjlrcbt f.m. die Staatsbetriebe von rillen nicht auf dem Boden der Republik stehen­den El menten z u säubern unb alle Geheim- mgantLitmiicn zu b.lamplen Dt- Pvllzetorgani- fotioneu weiden veistaailicht. 3n erster Linie fleht bi? Erhaltung de» R <chet unb gegenüber bei Bestrebungen nach g.?,dkapitalistischer Dik­tatur die EirichIung ,*ine« ^eftblotfe« für eine Arbeiterregierung In Deutschland

Die Haltung der Sozialdemokraten im Reich.

Berlin. 18 Oft lPriv -Lel) Rach dem .Vorwärts" beriet der sozialbemrkratische Par- teioorftanb am Mittwoch über dm mtlitäritchen Belagcrungszultand und die durch hn gelchafleneTi Zustände in Den Einzelstaaten Der Pari ei Vorstand F'ij'mc* einmütig zu bet Leberzeugung. Wnrnty Abhebung de« milftLrifche» Be»

notwendig ist. um im Verhältnis bc« Reiche« jj ben Einzrlstaaten die Rechtsgleichheit wieder her- zustellen Der Beschlust wurde noch gestern von tem Abg Hermann Müller- Franken dem Reichspräsidenten unb dem Reichs­kanzler mitgcirltf Laut .Lokalanzeiger" soll gtlicrn abenb da« ReichSkabinett zusammenge- trvten fein unb sich mit dem sozialdemokratischen Drluchcn l>cschästig, haben Die .Deutsche All ge­meine (Leitung nenn, die Forderung nach Aus­hebung des Ausnahmezustände« eine Kühn­heit angesichts der Unruhen im gan­zen Reiche und der politischen Vorgänge in einzelnen Reichsteilen DaS .Berliner Tageblatt" imilt baraul hin. bah die Fassung de« Bclchliifle« nid t ultimativ gewählt sei und dah man im Hin­blick aus bie Gclamlftige erwarten dürse, bah rein sachlich angeltelltc Verhandlungen bine Ä|ar- flelhinq hinsichtlich der dem Beschlich zugiundc licg.-nben Tatsachen erbringen tverden Der .Vorwärts" erklärt, dah mit Sachfen tne Möglichkeit einer Verständigung durchaus gegeben fei DaS Reich müsse jedoch zeigen, dah es die Verständigung will ES bürfe nlchi einem mililän- ld>cn Befetilslxiber gestatten, alle Möglichkeiten 41 ihr zu verschütten.

THit dem Vorgehen gegen Sachsen erreiche man. datz sich jeden Tag die Zahl der So. zialdemokraten vermehrt, die sich fragen, wie lange noch eine mitverantwortliche Veteili.

gung ihrer Partei an der Leitung der Reichs, gefetje möglich fein werde:

3u ihnen gehörten nicht nur jene Parteigenos- kn. die von Anfang an von einem Wiedereintritt in d-e Regierung nichts willen wollten, sondern au<b solche, die sich für Ihn mit alter Entfchieden- heit eingesetzt haben »s lei notwendig, mit aller Deutlichkeit auszusprechen, bah der sozialdemo­kratischen Parte, nicht zugemute, werden dürfe, sie solle Dinge decken, die sie durchaus nicht beden könne

Die erweiterte Oi-iSverwaltung sämtlicher frei- gewerkschaftlicher Arbeiter- Angestellten- unbBe- iimienorganifalioncn Droh-Berlins beschäs- ligte sich gestern ebenfalls rmt der Lage tn ^ochl^n E« würbe eine Entschliehung angenom­men. bie für den Full eine« bewaffne-en Vorgehen« gegen das sächsische und thüringische Proletariat bie Proklamierung des Generalstreiks in Aussicht stellt

Bayern und die roten Nachbarn.

München 18 Oft tPnv -Del > Die letzten Vorgänge in Sachsen werden in Bayern mit ge» llonnter Ausmci klamkeit ix-riolgt Titan glaubt, in kürzester Frist mit ernften Srschüte - 1 ungen bei Ordnung :n Sachsen rechnen au mii|kn. unb glaubt, hab Bayern al« näch- lier Rachbar in Milleibenschilt gezogen mer- ben könnt? 3n bayerischen Reqiciungkreilen hält man es keineswegs für sicher, bah bie ReichZiegieiung ber Zustände In Sachsen noch n erben könne, nachdem sie biStzer soweit treiben konnten daneben ve, kennt man In Bayern keineswegs, bah

and) tn Thüringen gefährliche Derhälftftsft sich berauSbilben Rach bcu au« Thüringen vor« lieqcnbcn Rachrihleii scheinen bie roten Hun­de r 11 ch a s t e n in Thu Ingen weit belfer ausgerüstet zu k 1 als In Sachsen Man bart atmet,men. bnh an der baverischen Grethe alles geschehen wird, was in der )!kacht der Behörden liegt um ein Uebcrgreifen bolschewi- ft i f r Tumulte auf Bayern ober Zu- lammenflöhc zwischen Rationalisten und Kommu­nisten zu verhüten

Sowjetruhland alarmbereit.

TUrlin. 18 Oft (Trio-Tel.) Die Ereftft niffe In Sach,en werden in Ruhstind aufmerksam verfolgt Die Pc-tersburgtzi Krahnaja Gazeta spricht in einem Leil.iuslutz über das rote Saivlm non -der revolutionären Macht die llch kristalli fiert bat, und von den Geschwadern der R e volutionslämpfer die sich formieren" Die nei:< fächfifch.- Regierung wird als die e r |t e Arbeiter- unb Bauernregier 11 ng in Deulfchland unb als Wrunbftein zum Ausbau der THaiy. be» deutschen Proklariats begrübt Die russische Preise veröffentlicht ben Wortlaut einer Rede, worin Radek beim Fest der Arbeit und ber Maschv aus ber Moskauer 2-nSltellung auSsüHrte, Räteiuhlands Kräfte muhten mobil tein es wolle den Krieg nicht, aber alles mülle mit Rücksicht aus bie deutschen Deryältnilse alarmbereit sein

Die LebensmittelunruHen.

Hamburg, 17 Oft Wie bie Abciidblätter melden, tarn es gestern tn Heide lHolltein) infolge ber Deihaftung be« Führers der bortigen Kommunisten zu Unruhen Gegen II Uhr wurde versucht, die Verhafteten gewaltsam aus dem Amisgerichtsge'ängniS zu befreien Zwei mit Karabinern bewaffnete Kvmmu . nistentrupp« drangen in bie 3nnenstabt ein unb forderten die Freilassung des Führern Rach der Ablehnung be« Ansinnen« kuerter. die Kom­munisten eine Salve ab. worauf sich die Beamten in ben Desängnishof zurükkzoq- n Don dort au« wurde das Feuer erwidert Auch eine zwv'te. Kommunistenabtelluna griff mit Gewehr, feuer tn die Sch^yerri gegen dasefSngrrtr