Ausgabe 
18.7.1923
 
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2[ntltf) zu Iden.

.©« tft noch nicht 3ett für mich ©eh bu, wenn dem Herz dich zieht Ich kann beule ober morgen noch nicht mit btr zurückkehren ©laube mir. ich kann e« nicht Da« tägliche Seebob, ber 2üi (enthalt am Stranbe, bi es Liegen In ber Sonne, ja. auch bre tägliche Abwechslung unb Serftreu jng tun meinem Zustande, wie er jetzt ist. wohl"

.Dafür hast bu auf bem Lande eine anber; Art von Erholung. bie bu hier nicht finbzn kannst TBoram sagst bu, haft du jetzt noch nicht mit mir geben kannst, dach deine Zeit noch nicht gekommen tft7'

Da richtete sich auch der Alte empor Mil einer grir-tlfen Äraftanütengung, al« kostete e« ihm einen Entschluß

.Weil weil ich bie« Geben augerxbliiflib brauche Aber e« wird nicht lange währen, bann tft es vorbei Unb dann komme ich zu dir nach Mtstürckow, mein Junge unb komme gerne"

Sie batten sich beide In den glübmben Sand jurü'fgefegt unb l toten die immer uxlnnee wer­det be Somit auf Ihren Körper brennen. Di» Mulik spielte nicht mehr Da« Bad begann sich zu entleeren Die Mittagszeit war gekommen Da« Personal feierte Auch dir Ba befangen hal­ten sich in ihre Zelle zurückgezogen unb ver­zehrten mit Behagen ihre Miitagsmahlze,!

©unther schien noch mehr aus dem Herzen zu haben .Verzeih, Baler," sagte er. nachdem er eine Weile überlegt hatte, w.e er die Worte um besten wävlen sollte, .ich weid, bad bu es nicht gerne hörst, und es gebt mich schliehllch ja auch nicht« an. Aber Ich zerbreche mir öfter den Äotrt darüber, wie deine Mittel bie« kostspielige Leben, da« du mal an der Riviera, mal Im ©tbirgt.

bann wieder hier in Zoppot führst, auf die Dauer ertragen können7'

.Ja, mein Zunge, da« glaube ich dir gerne, bad dir da« Sorgen bereitet," gab ber Alte wider Erwarten mit jenem liebenswürdigen Humor zurück, der die Unterhaltung mit ihm für andere Io anziehend machte, .mir bereitet e« keine Ich lebe, folange ich auf meine Weise unb nach meinem ©«fallen leben kann, tage mir täglich unb stünd­lich. bad ich allzu viele Jahre ungetrübten ©e- nitf*ix« nicht mehr vor mir habe, pflücke die Tage unb Stunden wie Rosen vom Baum ber Haiti)« dahinrinnenden Zeit, und freue mich Ihres Dufte«, ehe sie welk werden."

®r streckte die beiden Arme weit im Sande au«, atmete mit tiefen Zügen die würzige Seeluft unb pfiff dazu ein leise« Liebchen

.Aber wenn betn geringe« Kapital au,ge­lehrt ist 7'

.Ein Fall, der in absehbarer Zeit fchauer- liche Wirklichkeit werden totrb44

.Da« aber bann?"

.Dann wird sich schon Rat finden "

.Dann tft die -Seit da, wo du zu mir nach Altftürckow kommst "

.Um dort auf meinem Altenteil von meine« Sohne« ©nabe zu leben - nein, mein Lieder, in bleie Verlegenheit werde Ich weder dich noch mich jemal« bringen

.Wie kannst du nur so reden. Vater?! Daft ich Älistürckow bdlbc, ist doch nicht uheüi Ver­dienst Dir allein verdanke Ich es Deiner Jreunb- Ichafl mit bem Verstorbenen, mir al« deinem Sohn vermachte er fein ©ut und weih @)ti. «d wünfchte, er hätte e« nie getan!"

Hoch richtete sich der Alle auf nicht lang­

sam, wie vorder, sondern mit einer jähen Schnei- ligBelt

.Tu wünschtdt, er hätte es nie getan?.*4 wiederholte er. unb grollender Unmut war in feiner Stimme, .bu solltest ©otl jeben Tag auf den Knien danken, dah er dir ein so berr'!*<-* Vesihtum ohne Kampf unb Mühe in b»e Hände gespielt hot Wa« todreft bu sonst? ®in armer Leutnant mit kärglicher Zulage ober ein Be­amter. ber Dom frühen Morgen bi« zum späten Abend oben Bureau dienst verrichten must. Aber du haft nicht bae Mark und Blut bei ne« Vitete, du kannst nicht zugreifen unb bem Schick' ll meistem Du bist ein Grübler Unb Grübler flehen Immer abseits von der reichgedeckten Tafel de« Leden«, indes die andern tapfer zugreifen. $ieue dich deines Besitzes! Schaffe wo« Orben!- liche« auf ihm Da« ist die einzige Verpflichtung, die dir obliegt.*4

Die erste Rachmiltagsgäste fanden sich ein Die Dudejungen panei ihre Mahlzeit beenN: und refeiten sich. *ur Arbeit noch n ch' aufge! auf den Stegen ober Im Sande, ber Bademel' machte sich au seiner Wäsche zu schatten Hart am Strande flatterten einige Möwen auf und tauch- ten die sllderglitzemben Flügel in die erfrischende Flut.

.Was mir am wehesten tut." nahm Gunther bafc ©espräch auf. .Ist. da st Inge unter allem bem schwer leidet. Sie far.n e« mit der £>-*» und dem GerechtigkettSgesühl ihre« Valets nicht in Einklang bringen Kannst bu dir nicht den km. wie hir*bar da« alle« für mich ist? Wie ich mich al« Fremdling, ja. ich kann es nicht anders nennen, als Eindringling auf meinem eignen ©ule fühle 7* (Fortsetzung felgt)

Als ein belgischer Soldat stch genähert habe, bätten diese drei Personen geschos- fvn. Die andere Schttdwoche habe den Deutschen, der axf den Schienen beschäftigt gewesen fei, durch einen Eewehefchuft getötet E« handelt 'ich um einen deutschen Elsrndahner, der dem Essenbahn- depot io Aachen angehört

Die A»«weist>ngen.

Ln dDia« Hasen. 18 OtfL (WB > Am 14. Oult wurden ein lediger und 17 verheiratete Eisenbahner mit Frauen unb 24 Kindern a u « g e Wieser Am 15 unb 16. Juli ein lediger unb 31 verheiratete Eisenbahner mit Frauen und M Kindern.

Der Bischof von Paderborn über die Schuld der Franzosen.

Paderborn. 18 Dutt (WB ) Der Bischof Don Paderborn Dr Kaspar Klein, zu bellen Diözeie ein grvft-r Teil be« ElnstruchzgebieteS ge- hört führte auf bem Rhcin-Rudrhilfetag in Pader­born am Irtten Sonntag In einei Ansprache au«. Blut unb Tränen ber brutschen Bevölkerung be- richnen den Vormarsch unserer ©cgner Die E I n- ruchsarmee, da « must ich al« Bischof erklären, hat sich mit ungeheurer Schuldbeladen (Sehr richtig!) Di e S ch u l d iftsogroh, dastslkzumHimmelschreit. Wir kennen da« Wort .Bae Dielt«", wir toben es sattsam an uni selber lernen gelernt Aber es gilt auch bas Won .Bae victoribu« Webe Dera Sieger! Wenn er nämlich seine Macht mit)- braucht, wenn sich beim Sieger kein Verlangen oach Frieden zeigt, nach ©erechligkcit unb Liebe Das kvanzdfstche Volk gefährdet durch sein Vorgehen Den Frieden der Zukunft Da« deutsche Volk steht bi diefera Kampfe allein Rur ein Trost ist un« OrMlebm. der Heilige Vater In Rom Die Welt will noch nicht aus seine Stimme hören Wir aber, die Bedrängten, haben seine Stimme gehört unb find dankbar Der Bischof schlost mit folgender Ttahmmg Eine solche Zeit wie die jetzige legi un« ernste Berpflichtungen auf Mit der Stimme des Gebets müllen wir den ©eist ber Enthaltsamkeit und be» üpTetlmne vert Inden.

Ciat Eprnde be» Papftes.

Kvkn a. TO).. 17. Juli IDTB.) Der Dopst hat noch derKölnischen Volküzlg 44 6er Dirkschastsdelhiffe der De u 11 d) en Stu­ben tt n f d>a f t durch 'Ifermlttlung tfe Äöl- »er Erzbischofs 100 000 Lire überwiesen.

1Rilltirbiruft|iflid)t in Belgien.

Brüssel. 17 (full (WTB j Die Kammer bat mit 86 gegen 76 Stimmen bei fünf Stimm- entbalhmgen den Regierung« Vorschlag angenom­men. wonach die Dienstpflicht bei der In­fanterie auf zwölf Monate und bet den anderen Truppengattungen aus dreizehn Monat« festge­setzt wirch

Im bem tteitbe.

Mm tartMHOW« «a den Reichs-

kanzler

Laut QNAttertntlbungen richtete Reichstag«- abgeorbneter 'Bulle an Reichskanzler luno ein Schreiben. m dem er auf einen In Rr 84 des Deutschen Ta gebautes" abgedruckten genauen Auttnarschplan Der proletarischen Han­der t s ch a s t e n unb den Plan der Verseuchung be Reichswehr hm weist Walle richtete an Luno die Frage, was er zu tun gedenke, um ben be- vorstehenden Bürgerkrieg zu verhindern, der bi Preusten, Sachsen unb Thüringen von be.i Kom- nmtften mit Wissen Severing« organ'.steri würde.

3m .Bor r t«" wird da« Schreiben Walles an ttuno al« eine .deutschvölkische Un- verschänckheit'4 bezeichnet, die auf bie Arbeiter­schaft Lusterft provozieoend wirken müsse, die Ant­wort müsse regierungsseitig um so energischer ausfallen In der.Roten Fahne" werben bU Arbeiter im Hinweis auf ben Wullefchen Brief. Ehrhardts Flucht und ber .völkischen Mas- fe»propagamda" be« Münchener Turnfeste« zur Vorbereitung der ©egenmein aufgefordert.

Gin «Mstisisches Schulschiff h* Hamburger Haf«

Berlin. 17. Hali Anlähllch de« Besuche« des argentinischen Schulschitte« ,P residente Sarmiente" im Hamburger Hasen begibt sich der argenti nisch« ©efandle In Berlin am Sam«tag nach Hamburg Der Senat ber Stabt wird den 'Blättern zufolge die Vertretung ber argentinischen Regierung unb der argentinischen Marine in ©egenwart de« Reichskanzler«, ber sich auf seinem Besitztum In Aumühle bei Hamburg aufhält. begrüben. Am Sonntag nach­mittag trifft der Reichspräsident in Ham- borg ein und wird, einer Einladung be« argen­tinischen Kommandanten folgend, bem Schulschiff «Inen Besuch abftatten ______________

Eise Delsezuugsfeier i» MantcheiM.

Mannheim, 18 Dull (WB ) ©eftem nach­mittag erfolgte hier auf bem Friedhof die Bei­setzung des Führers der badischen Sozialdemo­kratie, Canbtageabgeotbneten und StadtratsEevrg Strobel Bei bet groben Xrautrfunbgebung er­griffen Stack,«Präsident Jem», -le unb Oanb- tagspräsident Baumgärtner, Reichswg«- abgeotbneter ©eck unb Oberbürgermeister hül­fet das Wort zu Rach ruf en.

Der Derlauf des MSucheuer Itnufestes.

München, 17. Dull Die Korrespondenz Hoslmann teilte amtlich mit Am Samitaa unb Sonntag seien anlästllch be« Turnfestes in Mün­chen wieder einmal In Berlin © erüchte über e'.nrn bereits bcvorst»he,nder> vuer bereite erfolgten PuIfch In München verbreitet gewesen Dem- aegenuber könne festgestellt werben, bah ba« Turnfest trotz eine« In München noch ungefebenen Maffenzustrom« unb trotz ber Schwierigkeit bet Unterkunft unb Verpflegung erfrrulich-r.oei'e ohne ernstliche Störung ber öffent­lichen Ruhe unb Ordnung verlaufen lei Ucbertrlebencn ©erüiten gegenüber fei Mt- gestellt, bah e« bei dem Zufammenstost mit ben Rationalsozialisten m bei ernstlich Verletzte noch Tote gegeben hat Die',- Ang legenheit werde bem ©er ichl übergeben werden

Sus Stabt und Land.

©testen, ben 18. D**'1 1923

Die Brotversorqnnqssdstabe.

- utch das ©esetz zur Sicherung ber Brot- Versorgung Im Wirtschaftsjahr 1923 24 vom 23 Juni 1923 fällt bie öffent­liche Broiveriorgung mit bem 15 Seyen'e. 1923 fort Um bem bebü ftlgen Teil ber Beorde­rung ben Bezug von Brot auch weiterhin zu er­leichtern. sollen die befiyenden Äfa'len eine 2 d - gäbe vom Vermögen entrich en bie In zwei Teilbeträgen am 1 August 1923 unb am 2 Danaar 1924 zu zahlen tft Die'e Zbjabc LU orunft ,tn!i-h in einem Vielfachen be Zwangsanleihe b.ftctcn. Den Ausgangspunkt bildet babei ba Sech«! iche. also für jede Teilabg ibe ba« Dr 31 ach ber ,iwang«anleihe Wenn sich jedoch der burchlchnif- Uche Preis für märkischen Roggen In ber Zeit vorn 1 bi« 15 Duli 1923 höher ober niedrig-c stellt al« aus 120 003 Mk für den Zentner, so Ist für bie erste Tellal gäbe statt bt» Dreifachen ein e i spre­chende« Höhere« ober klebrigere« ber Zn-angs- anleih. al« Algabe zu entrichten. Enispr-chenbes gilt füi die »weite Teilabgabe, wenn der durch­schnittliche Roggenpret« In ber Zeit vom 1- bi­ld Dezember 1923 höher ober niedrige ist als 120 000 Mk für den Zentner D r Multiplikator für die erste Teilal-gabe wirb In ben nächsten Ta­gen bekanntgegeben wetben E« wird damit <u rechnen sein, hast bie erste am 1 August fäl.'i ,e Teilal gäbe etwa ba« Zehnfache brt vollen <jtLXtng«anIeihel'ei rag« ausmacke i w rd

Bet ber Berechnung ber Bl-gabe Ist grunbsäy- lich von dem zur Zwangtzanleihe angegebenen Ver­mögen auszugehen Der Pflichtige darf ledvch au« diesem Vermögen städtische Mletgrundstücke, in­ländische festverzlnsl.che Wertpapiere, inländische Htzpothekensorderungen sowie sonstige reine Mark- fotberungen ausscheiden In diesem Fall ist für die Berechnung bet Abgabe nicht der tatsäch­lich xu zeichnende Zwanasanleihebetrag, sondern ber Betrag, bet nach Absetzung ber ausscheiben- ben Vermögen-gegenstände al« Zwangsan lei he zu erheben sein würde, zugrunde zu legen. Dabei hat ber Pflichtige bei ber Zahlung der Abgabe bem Finanzamt schriftlich banulegen. welche Vermö­gen «gegenstände er für die Berechnung der Ab­gabe von dem zwangvantethepuichtigen Vermögen au«zuscheiden hat.

Der Pilichtige erhält über die Höhe ber Ab­gabe keinen Bescheid Er hat sich vielmehr die Abgabe selbst zu berechnen, und zwar an Hand be« ihm seinerzeit mit bem BermögenS- steucrerklärungsvvrdruck übersandten Zwangs» anlcihctarH«. der auch in ben Räumen ber Fi­nanzämter angeschlagen werben wird Die erste Teilabgabe ist unausgesordert bi« zum 1 August 1923 einzuzahlen. Da es sich um eine Steuer und nicht um eine Zwangsanleibe handelt, ist die Zahlung bei der für den Pflich­tigen zuständigen Finanzkasse. nicht etwa bei einer Annahmestelle für die Zwangsanleihe zu leisten

Beispiel Da« zur Zwang-anleihe angegebene Vermögen beträgt 10 Millionen Mark Hiervon waren an ZwangSanleihe zu zeichnen 894 000 Mk An sich sind, wenn der Multiplikator für die erste Teilabgobe 10 betragen sollte. 894 000x10 = 6 940 000 Mark bi« -um 1 August 1923 an bie Zinanzkasfe zu zahlen Wenn in dein Vermögen von 10 Millionen Mark sestoerzinSliche Wert­papiere in Höhe von 3 Millionen Mark vorhan­den sind, fv darf für bie Berechnung ber Abgabe ein Vermögen von 7 Millionen Mark zugrunbe gelegt werden Davon wären 394 000 Mark Der Pflichtige

Die »jungen von WM.

Loman von Artur Draus ewef er

7. gortfenung. (Rachdruck verbot«.»

Dieder das starre, lastende Beharren Im teauna«1ofen Schweigen

Da raffte ©unttwr sich auf. Den Oberkörper langsam in die Höhe hrd-nd den jungen gcldimti- digen Körper leicht in die Arme l'uL-nd. ^chtrie et da« Auge mit einem flehe-iden Blick au, den Bater Last un« nach Altstürckow xurückkehren, uns alle. Bater! Du unb Inge und auch ihre Blutter Wir fahren und retten in die Wirt schon, ich zeige dir ade« Die SHbet flehen harli^ Sr Bowen ist In strotzender Reife und Harri des Schnitter« E« ist die Ichönste Zeit jetzt auf bem Lande Ich will es euch so angenehm unb be- boaiich machen, wie es nur in meinen Kräften

Ch- wartete auf ein Wort des Vaters «r

TU«. 3a« ® Id >° vieles wonach ich dich fragen möchte. Dein prak­tisches Auge, dein eriahrene« Urteil festen mir Ichbin ja noch ein Beulina. ein Jremdl wg au s bem eignen ©ute. Du verivrachst mir r»mals. als ich es auf deinen Wunsch übernahm, m.- stet« mil Rat und Tat zur Seite -u ftehmr «

betn Versprechen - komm mit mir nach Alt- stürckowl" ,

So warm hatte ber Junge gctorÄfcen, t« «»- dringend toarim feine$0/1^ ^« ber Jirie friner ««le »u feinem Baier hinüber gedrungen -aber nicht« von irgendwelcher Bewegung, von irgenb- etnem Eindruck nur war auf dessen ruhig kühlem.

bat allo für die erste Teilabgabe d94 000> 10 3 940 000 Mark bl« zum 1 August 1923 zu zahlen

Die Steuerpllichtigen werden gut tun sich schon jetzt auf die Zahlung ber Abgabe In dieser Höhe am 1 August 1923 vorzabereiten unb ent­sprechende ©elbbeträge Dafür bereltzustellen

Deotsche Yolk-opfer.

In der Geschäftsstelle des .©ietzener Anzeigers" wurden sür untere bedrängten Volksgenoffen Im Ruhrgebiet und am Rhein weiter abgelieseri

Mädchrnllnste !! der Be-uiewule Rate) 5000. Au« einer Prlvatf.aoe Buhe 250 ü»), Bon den Anoeftellien -jnh Arbr.trrn der Firma Lud» a4g ©errgt (S. Baie) 159 450, Oebrerfillealum Der Höh unb <3rw Mädchenschule 15. Rate? 492 700. Liga *um Schune t<r deutIche t Ä lUir. gesammelt b.i der Pro:rsikundgv-bung am 14. Juli im Kat- Veie.nshau« 304 330. Lehrerkollegium der Stadtmckdch > "ck . le i5 Ra ei 8'7 000. D R 25000. K Stn I ©j(x) 2500. Pali»etamt in einer Sühne'ach. 10 000. Sammelbüchse be« Jßolt- zeimelkeamt« 47 500. AnacsteUten ber Firma Äilnglpor, © m b. H ©iest-m al« tue tere Rate 117 972 Betzirkslehrerrerein © ib.-rg 100 000 Mk

Den ©ehern herzlichsten Dank! 'Weitere Spenben werben in der Geschäftsstelle be« .© I e 6 e n c r Anzeigers" angenommen

Heber den Ausdruchdes Feuer­be r g e « Kloet aus Ostjava sprach Prof Alb Leber am Schuh voriger Woche in be- Reuen Aula ber Un Nriität vor den Mitgliedern der © i e f; e n e r Hochfchulaesellfchaft unb ber © ele11fchaft für 6 r b unb Böl­ter funbe Der Vortragende ha: ben 1731 Me­ter hohen Berg, zwilchen betten zeniffenen ©ipsel- fermen ein Krai.rlee eingebettet liegt, mehrfach lesticgen unb war Augenzeuge be« furchtbaren Ausl ruches am 20 Mai 1919. bem fast 6000 Ute fchm zum Opfer fielen Die in etwa 20jäh- ugc Abständen w ederlelr m «n Au^b üche find fo verbeerenb me<i W'tt-r des mit ber du«gctoorfea<n Alche sich in kochend hei­len Ström.-n über d e Flanken b<4 Berge« herab- fiü zt unb alle« Lei ende verbrüht Hundert Ort- Id alten unb eine Stabt würben bei bem letzten Bu«; ruB »erstört unb ihre Bewohner im Schial otn ber 2l'chm rüde gesotten Acht Tagesstunden würben burch bie Alchenwolk? zur Rächt nerbun- keil rieiige L i-d^läch.-n ihres natürlichen Pflan- zenlieide« beraubt und die Felder weithin mit Sanb verlchüttet. weil bie Flüs'e aus ihrem Bett gcbiängt war.n In den ältesten Sagen und Dich­tungen ber Dat>aner wird schon von dem furcht- ta en Kloet erzählt m dem be- Deist eine« KöniaS Hausen soll Reckt b.c'er ©eilt leine Schultern. Io bricht ber Bera au« Alle Mah.lahmen gegen leine oei Heer en ben A chenltröme waren bisher vergeb­lich Bon ber Erbauung eine« Tunnel«, ber den Äiaterfee ableitet erhofft man jetzt Rettung von den grählichm Wirkungen eine« AuSbruch«, wie sie ber letzte mit sich brachte Rur allzu deredt erzählten davon bie zahlreichen Lichtbilder, die ber Vortragende auf der Unglücksstätte aulgenommen hatte, wo er als Arzt die erste Hilfe brachte. Von besonderem Interesse war die vom Bor­tragen ben au «geführte Besteigung de« Berges nach bem Ausbruch, welche in Wort unb Bild bie Verwüstungen schilderte, bie das herabstür­zende Walser und die Alche im Wald und In den Kulturen, an Straften unb an der Bahnlinie Der- uriacht batte Der fo wertvolle Be.icht eine« feinfühligen Augenzeugen diese« seltenen Tlatur- ereignrlfes wurde mit dankbarem Beifall aufge- noimnen

Der at n r» n n Arbeiterverein ver­anstaltete am Sonntag im Vhilofophenwalb ein Familienfest Der Rachmittag, welcher be­sonder« den Kindern gewidmet war, brachte Kinderspiele, Reigen, VrU«länze. Puppentheater ulw, wobei sich die Kleinen und ©rosten aufs beste unterhielten Der abend« abgehaltene Familien- abenb hatte einen aufterordentltch starken Besuch aufzuweisen. Die Ansprache hielt Pfarraslrstent Hertel, ber burch seine packenben Ausführungen reichen Beifall sand Den musikalischen Teil hatte ba« verstärkte Orchester be« Verein« jugendlicher Musik- und Ctteiatiirfreunbe übernommen, das seine Aufgabe in bester BJeife löfte. Von den thea­tralischen Darbietungen verdienen die Ausführun­gen des 'Dartburgvereins Wieseck. sowie baß Lust­spiel .Sin PensionSstreich" besondere Srwähnu.ig. Allerliebst war ber bereit« am Rachmittag aufge- sührte. am Abend wiederholte Puppentanä. Be­sondere Anerkennung verdienen auch die Darbie­tungen des au« Mitgliedern ber früheren ©e- fang«ab'.rilung zusammen gestellten Frauen chor« und ber beiden jugendlichen Sängerinnen (H. ®- ser und M. Bealmg). Originell wirkte Helmi K ü st e r mit einigen Liedern zur Laute Als Glanzpunkt de« Tiberib« wurde im Freien bei Fackelbeleuchtung ein von Tanzlehrer Möhl em- stvdier'er ©lsenreigen geboten, der einen be­sonder« schönen Abschiust der Veranstaltung bildete.

- Der Hoferl'lm .Die Uhr", der Im Lichtspielhaus, Bahn hol st »aste, gespielt wird, ist ein vviblldliches Zilmweri deutscher Filmindustrie. Wenn aixb man ihm al ba« tragische Moment zu stark betont Ist. so bleibt de ganze Handlung doch tm Rahmen des Möglichen und le'felt die Zuschauer durchaus Die Autttahmen sind tadel- lo« und bringen das teil« meister haste Spiel der Darsteller zur vollen ©eltang. Einige ©e- sangselnlaa.n, ttesinniae Volkslieder von Weber Schubert asw. stützen blc .Handlung in unaufdring­licher Wo'e und werden git norgvtragvn.

D i e Abhalt tinn eine« Vieh markte« in ©rünberq wurde vom Kreisam'. Diesten für den 25. 3uli genehmigt Die nähe­ren Bedingungen enthält da« neueste Amts- verkündiaungSblatt.

* D i e F l e i s ch b e s ch a u g e b ü h r e n sind Dom Ministerium de« Innern mit Wir­kung Dom 15. Juli ab erhöht morden. Da­nach betragen 1 Die Be'chaugedühren der Fletschbeschauer (I a 1) für Drc-stvie!) 10000 Mk. für Schweine 6000 Mk.. fiir Sileiu- Vieh 4000 Mk. für Saugferkel und Lämincr 2000 Mk 2. Die Dangzedühr (La. 2) für den Kilometer 1000 Mk 3. Die Zulaygebühr (I a. 3 ) 6000 Mk bzw. 10 000 Mk l. D e Be- schaugebü^r ?er $ l e r ä r j i e (I. b. 1) lur Ein­hufer und Drvhvieh 16 000 Mk.. für Schweine 8000 Mk.. für Kleinvieh 6000 Mk. für Saug- ferkel und Lämmer 3000 Mk. 5. Die ©ang- gebühr (1 h. 2) für den Kilometer 1600 Mk. 6 D e Zuiaygebühr (I b. 3) 10 000 bzw. 16 000 Mark 7. D e Gebühr für Ausübung der Qr- gänzungsbelchau durch Tierärzte (II. 1) a) in­nerhalb ihres Wohnorte« und in dessen Ge­markung 20 000 Mk.. b) au herhalb der Ge­markung ihres Wohnorte« 30 000 Mk. 8. Die Gebühr brr beamteten Tierärzte (II. 2) für Er­ledigung bet Erganzungsdelchau 2500 Mk. 9. Die Vergütung für den Kilometer (II. 3) 1000 Mk

Die Wiegegebühren auf den städti­schen Lastwagen wurden auf Beschluft ber Stadt­verordnetenversammlung neu festgeleyt Die Min- bellgebühr für eine Wiegung beträgt jetzt 300 Mk. (Räberes flehe Anzeige >

D i e ©ebühren der Schornstein­feger wurden (aut Bekanntmachung des befll- schen Innenministerium« mi Wi.kung vom 9 Dull ab neu festgesetzt Danach betragt nun­mehr die ©ebübr im Bezirk ©leben ba« 2151fache ber ©rundgebuhrenlätze

* DieTages.iefderundUebernach- tungsaebühren der hellilchen Land» tagsaogeordneten lind der ©eldenttoer- tung r '.sprechend während der letz'en Tagung mit Wirkung vom 1 Dull ab einer Rcure-e ang un­terzogen worben Da sich nach bie'en Sätzen auch bie «Tagegelber bei ben meisten Verwaltungs­körpern ulw richten, bringen mir nachstehend die nach ben letzten Bestimmungen feftftenenben Sätze. Die Lanbtagsabgeordneten au« Darmstadt er­halten eine ©runbgebühr von 25 000 Mk.. die Au-wäriigen eine solche von 40 000 Mark, sowie für ilebernachtung 40 000 Mark Dazu treten die allgemeinen Teuerungszahlen für die Staatsbeam­ten, die für 3ull aus 237 vom Hundert leftgelcht fmb Danach erhalten bie Darmstädter Abgeord­neten für icden Tag der Sitzung den Betrag von 84 250 Mk.. die Auswärtigen ben Betrag von 134 800 Mk unb aufterbem für die Uet-emachlung fmrne für evtl Reisetage vor ober nach ber Ta­gung ttte gleiche Summe, allo für eine Tagung unb eme Hebernachtung zusammen 269 600 Mk. Mit ber Steigerung ber BeamtengeHalle fteiacn ieidstoersränotich auch Die Tagegelder der Ab­geordneten

D i e Wafserwärme der Lahn betrug heule morgen 21 Grad Aeaumur.

Bornoti,zcn.

Ta g e s k a l e n be r für Mittwoch ©leftener Stuben t en schatt Vorführungen auf bem Universiläts-Turn- unb Spielplatz, 4 30 nachmit­tag« - DHV, abends 8 , ilhr Beisammensein mit Damen - Lichtspielhaus, Bahnhofstraftr .Die Uhr und.Er"

Wettervoraussage

Wechselnd bewöltt. nur zeitweise leichteRred«- Ichläge. mäftig warm.

Randbilbungen ber Meere«depression rufen morgen noch veränderliches Wetter hervor.

Arbeit und Sparsamkeit

sind öle Quellen der Reichtum» Dorum färben alle praktischen Hausfrauen ihre Sleiöer, Blusen, Gardinen ulw selbst nur mit 'n weltberühmten echten 8ettmmtn'e Farben, Marbe Fuchrftops Im Stern, Weltmann'» Faroe spart den Färber.