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>a«klch. «6er Soww- S^rrtagt, ■ ttbeeSawstaaeNUegt: ®tete*«r9<ii*ill«nblfltttt
20000 Wort «h<|d)ll»Mi6 TrsgertDhn,dvrchdirDDft 20000vrarb,°°chd Nicht. <rk^<rtre ehqtlnfr TN*, mtrn befolgt höherer ®«eaH- ^«rwlprc®. Sn^an« MhbltS<hrift. Irttw 112, für Dnlflj unb ®«fchäft»stele 51. SrJ^rth für Vrodloach. nd)«u. Ineiter Aletze». jfoKrttiriim.
Mittwoch, 18. Jafi 1925
IIS. Zahrgang
anelfmt do« Snjtior« ftr btt Tagt»nummrt Dio jia Nachmittag Dort»« o!»H«|«btTtTbmbUä)tett. Dreli |lr 1 mm tföbt sttr 3ni«ig«no 27 mm Brett« örlL 500 Ulk, auoa>6rto 6501RM ; für Behl amt- Anzeigen oon 70 mm Breite 2200 W.BetLlay. oorich«i>^ . Lufjchtag. Aeer‘-1d)rtftlelt«: Bug. Bort. Verantwortlich fü< youciii sag. ®O«g; ftr ben übrigen Teil ®nift*8lumfd)ein; fürften XnjttgenUtl: bans Seck, lümlltch in ffliefjen.
GietzenerAnzeiger
General-Anzriger für ObVrheffen
VniS „d veria,: vr«hl'fch< UitwrUtäti-Badh and Stehibraderti R. taagt in Sietzen. SchNstlettang und HrschSfk,«elle: Zchalftrttz« 7.
Der Schluh der Lausanner Konferenz
Der Friede im Orient gesichert
Die neuen Leistungen der Franzosenherrschaft.
•Berlin, 17 3uli. Zur Begründung der Belebung des Kohleilagerplatze« der Krupp- f d>c n Werke in Segmoth führen nach einer QHclbung bet _Bo1fif<f>.n Zeitung" au- 'Wen die Fiawo'e.i an, bif; fi? die Bor rate d efes Platzes und dingt braad>ni 3n den am Sonntag coegen •7iid)ttc?.a()(ung der Kehlensteuer besetzten Betrieben ter Thyssen we rkc haben die Fran- p.o'cn mit dem Abtransport der Kohlen- und Koksbestände begonnen. 5Xrm Stabtmerf Witten v urde die Berlügung über die Kohlen- und Koleb.stände untersagt Wie daS Blatt schreibt. *eial die Beschlagnahme der Betriebsmittel der gieren Werke, Nh die Kohlenvorräte, die aus den Zechen lagern, für die Franzofen immer knapper werden Der Zeitpunkt rückt immer näher, an dem die Produktivität der Auhrbese^u.ng gleich Bull lein wird
Berlin, 17. Zuli. (TDoI'U Buö T, ier wird berichtet, NF die Franzosen dt. Bauleitung deS neuen StsenbahndirektionSgebrudeS in Trier verhaftet und über die ötabt den verschärften Belagerungszustand re-fcängt haben.
Berlin. 18 3ult Einer Blättcrmelbung auS Recklinghausen zufolge ist der Stabt
len des Reiches gekomm n um bi? ersten wieder f,e g g.bmen Züge in bas ’3inbru i)?ge'net zu benutz n Alle b.e*c Leute, die *-im grössten Teile mittellos lind müllen von den Fürsorgestellen re.sorgt werden Die Lebensmittelver- I o r g u n g des Bu' tg b et» flc'it in o ge der Bcr- fehr ifp-rr» r» n r c i n c r Ä o.! a rt r o ? 6 ?. 3". leien Orten lind die LelenSmittelläger auf ein Bichts zu’ammc g ftnimp t D e Preis« M en eine beängstigende Höhe erreicht Zahlreiche Geschäfte tx*rl iufen weg n Bkirenmangel* nur noch e ntge Stunden am Tage Bie'e Lebens- rni t Tä'en m :fj en Lere 15 Ich ietzen Dt' Leben»- mittellnapvh ü wird noch rerfchärll didu ch. dah die Besatzu 'gstruppen ungeheure Mengen von Lebensmitteln im Ruhrgebiet auskaufen.
Die Frage der Iuckerlieserungen vor derReparalionskommission.
Pari«. 17. 3uli. (WTB ) Die Repnra- tlonskommislion nimmt morgen nachmittag 6rflä- tungen der deutschen Kriegslastenkom- misfion in Pari« entgegen zu der F ng?. ob Deutschland auf Grund de« § 19 bi« im Anhang 2 zu Teil VIII de« Frieden«, ertrag?« Zucker auf RepaiativnSkonto zu liefern hat Der § 19 ist auf Giuud eine« B.sch'usses der allüertcii Regierungen vom 5 Mai 1921 nachträglich in den Ft leben «vertrag eingefügt worden und sicht voi. bah Deutschland auf Bedangen die Materialien zu liefern und die Arbeitskräfte zu stellen hat. die jede der alliierten M ich ' un!<v vorheriger Zustimmung der RwarationSkommll- sion anforbert. um die Entwicklung ihres In- u- ftiie- und WirischaftSleben« au ermöglit n Atif Oiunb dieser Bestimmung habm F anlreich und Italien t-em Deutsch'anb ferlieferungen Der
langt Der deutsche Standpunkt ift, das. Zucker nicht unter die Kategorie de^ in dem Pa agrapden erwähnten .Materialien und Bi- beiteträfte" fällt lieber den abgesehen hiervon deutsche-seit« erhoben? n Dinwand vom 11. 3«n hirk« HahreS. bah auf D.-u ’b der Besetzung des Ruhrgel i-neS D utlch'anb nicht mehr verpsli h et sei. an -Frankreich Sachlies ungen zu machrn. wird sich nach dem .TempS" die R-parationS- (ommifhon Hinwegsetzen und der Kriegslasten- kommislion keine Ausfüheu i »'n tn diesem Sinne gestatten Für di? hiernach übrigbleibenN Sni- schidiguna Frankreich» iit na ' dem Fried-m«- oeitrag die Repaialionslommi sion zuständig, hat jedoch die deutschen B c r t i e t c r anzuhören Ihr Beschlaf) muh einstimmig gefaxt werden Sollte eS »u ferner dinijung kommen, sann schiedsgerichtliche Entscheidung angerufim werden Der Schiedsrichter wird entweder von der RevaiativnSkommilsion einstimmig selbst ober vom BölfcrbunMrxitc ermannt Sein Spruch «st für sämrliche aeeieirigien bindend.
Die verhängnisvollen Folgen der Derkehrssperrr.
Berlin, 18 3uli. Blätfermelbun)en auS dem Ruhrgebiet zufolge wirb die "m zehn Doge verlängerte BerkehrSfverre aufS schärf st e durchgesührt Auf alle Per» fonen. die verbuchen, die Grenze vom besetzten in« unbesetzte Geb>e. zu überschreiMn, wird ohne jeglichen Anruf von den gewalmg verstärkten Grenzposten geschossen. An den Grenzstationen von Scharniwrlt und Breien hörte man in der vergangenen Bucht wilde Schieh»r°ien Die Grenzlvntrolle wird in rigorofefter 'Weise durch- geführt Biele Hunderte non Personen, die den Berluch machten, Ne Kontrollstellen zu passieren, wurden von den Posten mihhandelt und e« wurden ihnen die Päfse abgenommen. Die FiüchtlingS- fürsorgestellen sind vor eine kaum zu bewältigende Ausgabe gestellt Biele Reisende waren au« Ostpreuhen, Schlesien und anderen entfernten Ter
rine Korrespondenz zwischen Amerika und England geführt worden fei ISmet Pascha entgegnete mit etnev Eitlärung. in der er daran erinnerte, bah er cm Schiedsverfahren angeboten habe und stellte fest, bah die englischen Erklärungen in keiner Weise die Türken binden könnten Eine Forderung Peltk«, die Konzessionen für Ne Banque Ottomane auf zwei Jahre zu verlängern, lehnte 3« - met PaIchaab. da dre Konserenz nicht zuständig sei. veisprach aber BJeiterieitung an ferne Re-
Er sagte, er habe bet seinem Besuche auch an die wichtige ReparationSfrage. besonder« aber an ben Stand der alliierten Politik gegenüber diesem Hauptproblem, gedacht Dio Repa- ratronehagc ufrde Fragen auf. die ganz Europa interessierten Besonders aber Mitieleuropa sei taran interessiert E» sei allo natürlich, bah er sich über bie augenblicklichen Ansichten der westlichen Alliierten über die Reparationspolitik informiere Da« lei einer de r Hauptzwecke feiner Reise gewesen und er kehre noch seiner Heimat al« ein Aufgeklärter über die Lage zurück Aul die Frage des Berichterstatter« .Weiter nicht«?" antwortete er 'Weiter nicht«I Und Sie können bestätigen, bah alle« da«, wa« man dem, wo« er soeben über dielen Punkt gesagt habe, hinzufügen werde, Phantasie oder nutzlose Auslegung sei Benesch bestätigte, bah er morgen nach Brüssel reifen werde, um sich mit ben bergischen Ministern über bie fein Land und Belgien besonders interessierende Frage hinsichtlich de« Abschlüsse« eine« Handelsvertrag« zu unterhalten Der Minister sprach sich lobann über die französisch-tschechischen Handelsvertrags- Verhandlungen optimistisch au« DaS alte Abkommen lei vorläufig biS zum 31 August verlängert worden, und er hoffe, bah in einigen Tagen der Test eines Abkommen« festgelegt werde
Di« Haltung Amerikas.
Beuyork, 17. Juli. (DTB.) Dur» Funkspruch. DaS .Journal os Uommcrce“ erfährt au« Washington: Die Stellungnahme Pvincar^S gegen die Einsetzung einer internationalen Kommission zur Festsetzung der Reparationszahlungen Deutschland« habe ben Sinn, das) die Aussichten aus die Teilnahme Amerikas an einerBe- gelunq nunmehr fastvS11ig in den Hintergrund treten sollen. ES sei em für allemal darauf hingewiesen worden, daß. wenn nicht durch die Bote BaldwinS eine Einigung unter den Alliierten zustande komme, Amerika fvrtfahren werde, beiseite zu stehen 3n Be- gierungSkreisen vermöge man keinen Butzen für die Bereinigten Staaten darin zu erblicken, datz sie dem BeparationSproblem näher träten, bevor ihre Mitwirkung Prak- tischen Erfolg haben könne. Angesicht« des Gegensätze« zwischen Drinkreich und seinen Alllierten In der Buhrpvlitik vermögen die BegierungSkreise nicht zu glauben, dah unter den gegenwärtigen Umständen irgend etwas für diese Sache gewonnen werden könne.
Lausanne, 17 Juli ,WTB) Die offizielle Bollfitzung her Lau'anner Konferenz, die von 5 bl« 8 Uhr abend« bauerte, endete mit einer vollen Bestätigung bcr in bcr gestrig m rfflziöfen Sitzung erzielten Einigung Damit 'lud die Arbeiten der Konferenz offiziell abgetchloffen, und der Friede im Orient ift geiichert Die Unterzeichnung de« Bcrtrage« findet am 24 3U** ln Vaufanne statt Rutzland wurde eingeladen, innerhalb von drei Wochen das Btccrengcnab- kommen in Konstantinopel zu unterschreibe t
Lausanne. 17 3*üi <WTB i Die heutige Schluf-sitzung der Konferenz gliederte sich in drei Teile, die Schlutz'itzung des politllch.'n, die Schluhsitzung de« Fmanzkomi'ees und drittens diejenige des WlrtlchaftSkomi'.et-s, in denen nacheinander bie letzten Bcrcmbavungen bestätigt und einzelne noch offene Fragen erörtert oder entschieden □ ur'oen
DaS polirische Komitee verzeichnete zunächst die gestern erzielte Einigung über die Räumung der Dardanellen und Kon- slantinopel« und die Zulassung Belgiens und Portugals zu gewissen Teilen des Bcrtraqc« Das Komitee ging bann zu einer Debulte über bie Bmneft iefrage und das Schicksal der Armenier über, in der vor allem Sir Horace Rambold und der amerikanisch.' Bertr-et.-r Erew- die Türken um Entgegenkommen ersuchten Ismet Pascha verfpmch die Durch'ührung des Brnn.-fti-» abkgmmen« und die Heimlehr aller Armen er. die sich feiner verräterischen Handlungen schuldig gemacht hätten
Da« Finanzkomitee befähle sich last auslchliehlich mit der Kuponfrage. Bon dem ursprünglichen Artikel 106, der die Kuponfrage regeln folltc, bleibt in dem Bcrtrag nichts übrig al« die Feststellung, bah Deutsch . O.-fterreiche: und Ungarn nicht mehr im BerwalkungSvat der Dette Ottomane tagen dürfen Die anderen Fragen sind in direkten B er Handlungen zwischen der türkischen Regierung und ben Titelinhadern zu erwähnen. Pelle gab hierüber eine Erklärung ab. in der er ausdrücklich die Rechte der französischen Titelinhaber sich vorbehielt ISmet Pascha entgegnete, bah die türkische Regierung zu Berhandlungen bereit fei, aber keine Berpflich- tting für ZmHzaht-ingen in Gold oder Pfund Sterling übernehme Hieraus gab auch Bentfelo« In Ergänzung zu einer heute vormittag überreichten Bote eine Erklärung ab. in der er für Griechenland dieselben Bcrgünftigungcn In bcr Kuponfvage wie für die Türkei sorderi General Pelle entg.-gn.te. dah hierzu nicht die Alliierten, sondern die Titellnhaber zu'tändig leien
Tas Wirtschaslstomitee genehmigte zunächst ein Protokoll über die Küstenschi fahrt, -da.in die Erllärung u'-er die Dauer des Handelsabkommens und ging dann zur KonzcfsionS- frage über Sir Horace Rumbold gab eine lange Erllärung ab. in der er nachdrücklich Bor- [ cl/altc zugunsten der Inleresscn der englilchen Staatsangehörigen und vor allem der türkischen Petroleum-Tompanh mach'e Die Konzessionen beständen zu Recht Keine dritten Rechte koi n eu die cngli'ch m Rc-ck/ e b.Jntiää gen, .m> er müsse die Türker für die etwaigen Folgen einer Bidjtancr- fennung der englischen Ko rzessioren verantwortlich machen Der amerikanisch. Ber re er Grewe be- grirh.e mit Genugtuung bie Regelung der Kon- zelficnsfrage und wie; drrauf hin dah ül'er die Türkische Petroleum-Lompany seit drei 3ihrev
gierung
Am Schlüsse jeder Kvmtteefitzung hielten dir Präsidenten Rumbvld. Pell4 und Montag n a längere Ansprachen, tn denen sie ihrer Genugtuung über den Erfolg der Berhandlungen und den nunmehr gelfcherten FrledenSschluh au«- sprachen Rumbold verlieh Im Barnen feiner Komcrunn über b'.c Wi^deraufr.cchmc der ülicn freundschaftlichen Beziehungen Ausdruck
General P e 11 6 wieS ebenfalls auf die 34>r Hunderte alten Beziehungen, vor allem die wirt- fä-aftlichen Beziehungen, zwischen feinem Lande und der Türkei hin Montag na hob hervor, dah der Fnede nunmehr virtuell gefchloffen sei Der amerikanische Bertreter begruhte mit FreudMund Dankbarkeit die Wiederherftellung des FMdenS und sprach bie Hoffnung au«, bah die Geduld und bie Aufrichtigkeit, die sich wäh- rend der Berhandlungen gezeigt habe, auch bei ber Durchführung be» Bernaqee anhallen werde In einer Erwiderung am Schlüsse der Bollfitzung antwortete ISmet Pascha, der allen Rednern dankte, besonder« nachdrücklich auf die Rede Rumbvld« Sr betonte die türkische Freundschaft für England und hob u a. hervor, bah die Türken auf dem Fuhe voller Gleichberechtigung nach Lausanne gekommen und in Lausanne verhandelt haben
Ter Bertreter Bulgarien«. S t a n c I o tt>. wiederholte die früheren bulgarischen Borbehatte über ben Zugang MM Meere Die Bertreter Rumänien« Dtatnandr. und Jugoslawien«. 3 o - t annvwitsch sprachen ihr Befremden dar» Über au« bah man sic nicht davon oerftdnbigt habe bah die heutige Slyrrna die Schlustfitzung sei Sie würden daher bei der Unterzeichnung de« Bettroge« noch bei andere Erklärungen über Haltung ihrer Länder abgeben müssen
Alle Redner dankten schließlich der Schwei, für die erwiesen« Dastfreundschast. Di« Unter- *. nr\ . ------■ «m
AVia^uiifl vzee ** —
Dien«tag ftattfinbet, wird von den gegen- ttäitigen Unterhändlern vollzogen tneroen, untei bem Borfltz de« schweizer!'chen Bunbe«- tiälibenten Ruhlanb wurde cingelaben. inner- halb dreier Wochen das Meerengenabkommen in Krrstantinopel zu unterzeichnen, fall» e« nicht Bertreter zur Unterzcichirung nach Lausanne entsenden wolle
Rach Beendigung der Sitzung wurden bi« Telcgicitcn von den wartenden 3'oumasisten aus ras lebhafteste beglückwünscht I«met Pascha und Rizanur Betz, die beiden türkischen Bevollmächtigten, verhehlten nicht ihre grobe Genugtuung über ben FriedenSfck luh General Bello erklärte Dieser Bert rag wirb unS noch viel Arbeit machen, aber ich hvsse. bah. nachdem der Friede geschlosten ift, er in demselben Geiste be> bie Bei ban Nun gen geleitet hat. angettanbt wirb unb bah er ber Ausgangspunkt für engere freundschaftlichere Beziehungen Mlbet. au« unbekannten Gründen eine innerhalb von 20 Tagen zu zahlende G.'ldbuhc von 7 00 Millionen Mark auf r!cgt toorben Lchäitdltchk S8cl)anblunq brr (Oeifrln.
Berlin. 17 3uli «WTB » Dem Reichstag ist vom Zwergverein de« Roten Kreuze« In Duisburg ein Hilferuf für die als Geiseln von den Belgiern verhafteten Bürgern der Stabt Duisburg ^gegangen, die Im dortigen GelängniS unter Entziehung aller auch ben SchwerVerbrechern gewährten "Bcrgünftigungen untergebracht find Die Geiseln teilen mit anderen Personen, zum Teil zu dreien und zu vieren. Heine, nur für eine Perlon bem.-tlene Zellen, so bah ihnen auch Ne Bewegungsmöglichkeit innerhalb ber Zelle vollkommen genommen ift Da kein Geistlicher, kein Angehöriger unb fein Bertreter des Roten Kreuzes bie Möglichkeit habe, sie zu sehen und zu sprechen, feien sie völlig von der Auherrwelt abgeschnitten ES werde ihnen nicht gestattet, srilche "Wasche ton ihren Angehörigen rntgegenzunehmen Die Entziehung aller für die Erhaltung körperlicher und seelischer Gesundheit notwendigen Bergünftigungcn habe bereits bei verschiedenen schon im vorgerückten Alter stehenden Internierten zu schweren Gesundheitsstörungen geführt Da alle Betnübinv gen des Roten r. euze«, die unerträglichen Qua- > len der Gefangenen zu mildern, bisher vergeblich gewesen leien, werden Ne zuständigen Stellen । dringend gebeten, alle tm Bereich der Möglichkeit liegenden Schritte zur Erleichterung b-« Lose« bet Geiseln ohne Aufschub zu unternehmen
Crin deutscher Eisenbahner ermordet
Pari«. 17 Juli (WTB) Rach einer Mel- > düng, die daS _3oumaT wiedergibt. loll in der Rächt zum 16 Juli auf ber Eilenbahnlinte Aachen-Ryciuischer a b n b o t unb i Aachen-West eine belgisch« Schitdwache je- manb entdeckt haben, der den Berluch machte, etn ■ Loch auf dem Silenbahnkörp-r zu graben, um dort einen S » p l v f i o n « k ö r p e r einzufehen. Beben Nefer einen Person habe man dm weitere Personen entberfi. Ne Me Umgebung überwachten.
Die englische Antwort.
Ar» heutigen Mittwoch wird Lord ttumon I < feine« Entwurf einet Antwort auf da« deutsche i WiebevgutmachungSangebot vom 7. Juni bem bri- Nfcher Kabinett zur Belchluhfastung oorlcgcn Seit fünf Wochen wartet Ne ganze Welt auf diese Antwort Di« Erwartung ist durch den fron- zöst fchen Konflikt bi« zur fiebernden Un-
Deutschland ist am Ende feiner unb droht vollständig zusammenzubrechen Di« «sttsche Politik will lau« egoisttlchen Gründen» den Zusammenbruch verhindern. Ne trän- zöstsch-beltzische Pvllttk rechnet mit ihm. Wa« wird Ne «tausche Antwort enthalten? Wird sie eine SknNrng bringen?
Der tschechoslowakische Ruhen Minister Dr Bene sch ber wie etn geschäftiger Inspizient hinter den Kulissen wirkt unb den agierenben Staatsmännern Ne Stichwort« guträgt, ist au« London kommend wieder tn Pari« etngetroffen unb föfvrt Dom Präsidenten W 1 llerand empfangen worden Richt vom Ministerpräsidenten unnncarei Zwilchen bem Echse« unb dem Qua^ bOrsav besteh« ein« gewlstc heimliche Eifersucht, um rtiiN zu sagen em unheimlicher Konflikt, und um Pvincarö nicht zu reizen, wurde ein Borwand ersonnen Benesch überreicht dem schönen Präsidenten Frankreich« Ne schmuckreichen Insignien be« Grvhkreuze« de« tschcchostowakifchen Orden» vom weihen Löwen. Aber lebermann weih, bah Ne Zeit viel zu ernst für solche OrbenSspielerei geworden ist. Benesch hatte Diel Wichtigeres zu tun Gr sollte Nnterbnngen wa« Ne Engländer nun *u tun gedenken. Sein Bericht lautete recht uner«neulich England will bie«mal wirklich nicht bluten S« ist bcr Baldwinschen Politik enbllch «i aal ernst mit bem selbftänbigen Borgehen. Di« BcrftänNgung zwilchen England und Frankreich ist keinen Schritt nähergerückt Baldwin und Eurzon lassen sich von der geraden Linie ihrer letzten öfserlllichen Srflärungen nicht abbrängen So ungefähr Ne geheime Auskunft be« tschechoslowakischen Bermtlllert.
Aber noch etn anderer Sterndeuter war in London Per tinaber bekannte Leitartikler de« .Scho de Pari«" Auch er ist zu der Ucber- ifugung gelangt, bah Ne englisch-sranzölifchen MechrungSverschiedenheitcn vollstänNg unüberbrückbar geworden seien Da« Kabinett Baldwin habe sich entschlossen. Ne deutsche Forderung nach einer internationalen Untersuchung ber Zahlungsfähigkeit Deutschland«, bie Cuno am 7 3unf formulierte, anzunchmen Rur der Ausdruck .tn- iemational" werbe vielleicht vermieden <Dahlnter steckt natürlich nur ber französische Wunsch, bat) Ne Untersuchung, arnnn sie doch nun einmal ftatt- finden müsse, der von Frankreich beherrschten Be- parationSkommi sion übertragen werde.» Eng'and nimmt aber auch, o Schrecken, die von Berlin angebotenen Garantien an. unb eS ist nur wieder ein Don Bettina» geschickt zurechtgeschnit- lene« Trnstpstaster. wmn e« heiht. England werde tn feiner Antwort Nm pasfiven Widerstand nicht btlbgen Denn etwas kleinlaut fügt Perti -xir hinzu Die Einstellung de« passiven Widerstande« werde allerdings von einer Abänderung ber fran- zösifch-belgischen Aktion im Rubrgediel abhängig gemacht TDa« Ne nächste grohe Reparationskonferenz anNlangl. so hofft bet Pariser Aus- Horcher. bah England nicht auf ihrer Einberufung befteben werbe, weil nämlich Poincar4 schon vor Wochen Nm englischrn Gesandten in 'Aa.is klar- gemacht habe, bah er Deutschland nur wieder wic seinerzeit in Spa behandelt zu sehen wünsche, also nur al« befragten, nicht al« gleichberechtigten Teilnehmer Zum Lchlulle «eine» Berichtes macht Bettina» die sehr gereizte Bemerkung. Lord Eu-- zvn intrigiere bei bem persönlich befreunde en König b i Belgier, u n bie vo.llom nm > mo a i che Ifvlie ung Frankreichs herzustellen unb es Io zum Rachgelerr zu ixran affen
Offenbar Hal Po n un- noch vor feiner Denk- mal«reb? in Senlis von dielen schiech en Londoner Aussichten Wrnd b.'fnmmm Sonst hätte er in ferner Rebe nicht wieder soviel Lügen über Deutlck-land und Io i-'I heuchlerisch! Shm iteleicn für England aufgeboten In seinem gren cnlofcn Berget ist Herrn Poin.aro zu'etzl sogar, wie man lagt, der Gaul burj)gegangen oder auch D.e Maske abgeglitten. Er sprach davon bah man Nm französischen Bolle zumute, sich englischen Interessen unter,uvrdn.n D e Eng.änber. meint er. sollten mehr barüNr nachNnken. wie bie Dina« tatsächlich liegen unb sie sollten gewille Berfprechungcn nicht ocrqelien Wird sich daS einst so stolze Albion auch diese unver — schleierle Drohung gefallen laffen?
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London. 17 3uli. <WTB) Der poli llche Korrefpv.rbm: des _2ven ng Standard' schreibt, e« sei zweifelhaft, ob die morgige Sitzung Ns Kabinett« die Prüfung Ns Entwurfs ber Antwort an Deutschland zu Ende führen weide Man rechne mit Nr Möglichkeit Nr Einberufung einer weiteren Sitzung. Noor Nr Wortlaut Nn Alliierten und Nn Bereinigten Staaten unterbreitet werden könne.
Pari«, 18. Zull (WTB) Der .Malln" schreibt zur Lage E« sei Im ooraa« zwischen Lord Eurzon und Nm französischen Botschafter verabredet worde.i, bah während Nr ganzen Pe.wde. in Nr die englischen Dokumente geprüft unb diskutiert würden, vollkommen Ns Geheimnis über Nn Inhalt gewahrt werN TiotzNm kündigten einige Organe Nr englischen Prelle im voraus an, wa« man In Nn iofumertten finden werN
Geschminkte Grklnronqen BencschS.
Paris, 17 3uli. iWTB.) Der tschechoslowakische Auhenminister Benesch hat heute einen Mitarbeiter Nr Havasagentur empfangen.


