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irr. Jahrgang
manag, 17. Vezrmdrr 1923
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
!>rw< Dtrlef: vrßhl'sche UwtDerffläti.Bedi- mb Stetiöredertl R. £ewqe In Siezen. Sdfriftlelhiig und SeschZft^teSe: 5ch>IRraße 7.
IkliHt hi 1e>t gel ftaaie Leytnxerxci je* nad>*tttog oortjti ofjittjeO« UddlRLUchBdi prttt fMt I m* thttze für anjdgtn oon 27 mm Bräu ?r hdAauseärtf 10<8olbpfennig; für Xe- klamt.'Xijtigrn 0.70mm Breite 35 ®olbp|ennig, P<qivor|d)nfi ZJ . Auf" schlag. - Ueranimortlid) für Politiku JroiDeton: l)r Friede Wilh.Lange; tüt Den üongen Xeil: (traft dlumidjein;, ur den Mnjeigented -jene deck, |ämi(. i) i4 e j« 4
Die hessische Frage.
7km OyebJuS Dr P- TKeeflmann.
TBtr geben an Mgenben gerne einer an TBlrt- kbaft«leben bet befehlen ®ebk?trf an Leitender StHIe ftebenben PersSnlichtett bat TDort. bie <uub alle Phasen der Verband Lungen zwischen Heichsregierung unb rheiaisd>eii 'BeoölTerdag •elbft nutgemacht bat Untere eigene Stellung- nabme beoallen wir uns vor S> Heb
Die örflärunfl der Deutschnationalen Partei Hessens unb bie ®egawrflänmg der hessischen ‘Regierung haben b«e öffen-liche Qüifmerflamlcit non neuem aus ixe Bestre. ingen Hingeienkt. Ile ant dem Hamen _®n>6bc1len1 zulammen hängen Sie haben aber bie QLtgelegenbcti mehr verwirrt als geklärt Die Srtmüerung der bei- ,ischen 'Regierung insbesvnberc ist gekrnnzeichact durch einen Wangel an Hube unb Sachlichkeit, der zu bebauern ist Die heutige gespannte Vag? erfordert gegenseitiges Verständnis unb ruhige Ueberlegung 3m Äachstehend.-n |et teshalb einmal versucht, kurz bte bisherig? Sirttoidlung zu schildern unb bie Folgerungen Daran zu knapsen, bic sich an» ihr ergeben
Die hessische Frage hängt auss engftr zusammen mit der Hbetnlandsrage. Dic-se ist in erster Linie eine deutsche Frage, erst in zweiter Vmic eine hessische, preustische oder bayerische frage Hon bet Lösung der Hbetnlanbfrage hängt bic Mr hessischen ab.
Wodurch ist nun bie Hheinlandsrage ent- itanbtn und wie liegt sie augenblicklich? Sie ist iunächst entstanden aus dem Pestreben der fron- chstschen Politik, einen eigenen Rheinland- lt11, unabhängig vom Deutschen Heid) zu er- ridven, her nach Frankreich orientiert, von ihm al hängig ist Tiefem Streben biente kie Begünsti- gung Ler Separatisten, mit bei en Hilse man leich- tee Stiel im Rheinland zu b-’b-n g aubte Diesem Stieben diente auch ter HuhlCinvruch, der bi.- n>ichtigsten leutschen Zdrastguellen vcm Deutschen Reich Mtrennen unb ebenfalls Den französischen -vlitischen Interessen dienstbar machen wallte. Deutschland hat sich des Huhreinbruch» za erwehren gesucht durch den passiven TDiterftanb. Hach einem halben Jahre ist Mer Widerstand »usammengebr ochen, weil, wie die deutsche Regierung erklärte, bie dazu notwendigen ungeheuren Geldmittel nicht mehr aufzubrtngen waren Die deutsche Regierung versuchte nun, zu bi re f- t e n Verhandlungen mit ter soanzölilchen Regierung zu kommen, am den passiven Widerstand zu liquidieren and bie Wiederaufnahme der Arbeit zu ermöglichen Die französische Renieruna iepnte iviche der Handlungen rundweg ab unb gab ui erkennen, das) sie nur mit den Vertretern der befehlen Gebiete selbst zu verhan- Dein geneigt sei. Das geschah im Sin Verständnis mit der deutschen Regierung und es sind daraus die bekannten Abkommen mit den Eisenbahnern unb der Industrie zustandegekrmmen Diese bei- x-r Faktoren sind durch die Bestimmungen der Ldlommen in eine weitgehende Abhän- ligkeil von der französisck-.-n Regieiuag graten. Die Eisenbahnen stehen sogar vollständig intcr französischer Leitung, die Fahrpreise und Frachten Berten in Franken erhoben
Die framolen Iahen nuf ter anderen S-ite, hast Ire mit den separatistischm Rc'tr'bungei k (i ©lür hatten, we l die rhinisch? V D >lf • unj si h als rxubeutjd) erwies und weil di: S parati en mir ouS ©dinbrl b-standen. mit de n webe <5hr en 'ul a n n.'d ein c aat [U begtiii'.en wir . > bat b.ebalb mit wirk ichen Verteetcrn der r ei i frfxi Gebiete Fühlun i ge uit unb Be'vre unge > mit ihnen abg b dt.n über di? bc A geordnete Ei kelenz in d-r Ceffcnt’i H it ber J)t.i bat. Dor Bericht der sicher im Einrerst indnis mit b r deutschen Rcgiernn, erstatt t Wirde, gipfelt darin, bah wir vor der Sb;l unj eines Seb V verwaltungSlörperS" im befehlen Gebiet ftünb n der eig-ne Finanzhohe>t b libcn f it Der 2kg ordnete lugt’ b nzu bah n an lih unte' fern Zwang der Umftän>e unb vor b r Gefahr es Bei hungern» unb ber Herel rnbunj mit diesem Schlitt einserftanben erklären mühe .in b m Tctmifjtkin. bist bie beullte Ve ö I run,, am Rhein b-utfd) ist und beatlt b eiben wi.b auch wenn bie Form des Staates wechselt"
Cb e i n S. lbstrerwnltungtk r er obe meb - rcrc wie bie Friazosen es roünl ben errichtet werben, ist noch eine offen? Fr ige ab . j dens >l 6 tiängen bk Sr.ignisse dah.n bah irgend’aie siltständig: Crgani'ation dem Rhein and rege en wird denn e# Qt unmög ich alle inneren Frag n ber Rheinlande immer or t nach Instruktiv ien von Berlin München unb Tarm'Mb' zu behandeln Hatürlid) wirb mm b'hin ftr.ben müssen, die staatliche 3ulammmg?hi'rigfe t "l b n MuNcrstaaten nicht zu zerr ihen Denn biS Ge- b lbe aber F nanzhosteit b-fimmt, f' werd a Me t 7nutlcrftaaten jcb.nf a!ls für bie T iu r de Ve Icvunq auf St euere rträgn'He au6 b.m betrt'fcn- d<n Gebieten nicht rechnen können
Ferner wird man kahin stieben müssen b h ba 6 ganze Rheinland einen e In - zigen Selbstverwaltungskörper bi bet we.l ein gesch'osseneS Gebiet grüner? «mft entfalten kann, als mehrere Lener? ®eb etc Me gegeretninber auSzuspielen bat brqr^llliche Bestreben ber Franzosen sein wüibe.
Eine brltte Frage ist bie der Abgrenzung des Bezirk» des neuen Selbstverwal- rungslörpers nach Osten Hier 'et)'i nui schic bene Brstr buna-n von unbe'e len v<utii>- lanb aus ein Di? Einen rn-lncn mri so im aus baS bes.nte ®?b.?t b-f hr rnkrn M A >d n. man friie möglichst viel unbefentcl G b. t hinzu- nehmen Betrachtet man Mas Fr >q g'N *>ib- lich so muh man zu brr U b rze ig in, remm-n. doch es rot ber notwendig, noch zweck-
Die deutsche Not.
Dr. Strefemann über Me auhenpolitische Lag?. — Ernährungssorgen unb Auslandskredit. Verwaltung und Relchsfinanzen.
Berlin, 16 Der «Priv-ce । Ter Herein Berliner Presse t> ra rt.alt:t.- heule in der Wanb l^al.e des Reut üa^-i rin a Ge'e.l- ktGfreabenb Mit dem HelchSprälidente . dem H e t ch s ka n z l r r und dem p r e u h i s ch n Mini st erpräl identen troren irc Sp.h n ber Reichs-, Sta_t»- unb städttsden Behörd n erfchier.en, unb Äunlt und Wi seiis tx? t Handel, Finanz unb Indusui. hatten ihre osrnehmsi.-n Vertreter entsc-nbt, um bi. Presse zu ’hr.m Rach einer lur en 2 sprach kos R.ichelaazlci s führte ber
Reichsmiuifier de« 2»swärtigeu Gr Str.-fern atm
in längerer Rede etwa folgandos aue: Sic Der- ösfenttichung ber zueit-n Serie ter amtlichen beuksch n Aken Iteht b.oor Sic soll einig und allein brr Wahrheit über bie St r i g»- Ursachen bienen, der üb.igai W.li ein B.-i l fein unb sie überragen, M> wi di? moralischen Ehrenrechte trotz alledem nicht verloren unb uns icr Berg., igenhei! trotz aller Fehler, die vorgelomm?n sind, nicht zu schämen bab.-n, inbem sie lehrt Dar cii Mann wie Bismarck trotz brr Macht mit el. dir ihm zu Gebate standen, nur da» Fiel .xariolgt h.tt. Euco.a bic Grundlagen der friedlichen Erneuerung »u siz.e .n Wir a iber» j tz!, wo Dcutsd 1 mb mit aller Macht ber Friede oor- e n t 0 a 11. n wirb, deut! les Land vertragswidrig besetzt, Teulit? in Gefängnis- s e n gehalten a>.-rCe i, Mutsche Bah^n in fremder Gewalt si.td und die off jitll t ? Meinung beispiellos unterdrückt wirol Die Folge ist eine wirtschaftliche nb finanzielle Rot sondergleichen.
Unb hat nicht bie damalige Hetizrung alles g'- ton, um zu Ber heut Mutigst über eins Verständigung zu toarmen ? Die Antwort war der Ruhreinmarsch Aus ihre BerstänMgungS- verföche tpanen wir heute nvch auf 2 ttwvrt Der Abbruch des Ruhrttampfe« wenigstens hätte zum Anbruch von Verhandlungen werden sollen. Aber ax>8 erleben wir setzt? Dak uns gesagt wirb, ber va11ive W i bersta n b lei nicht abgebaut, solange bie Mititärkvntrolle nitl iri.b r einqetubri Iris'
Diese Sirn'rrllö. die nach t<r völligen Abrüstung in bem Friedrnsoeritag I ? i n c Hegrünbung mehr findet, deren ®m.ueiung aber nach den Vielen Demütigungen der le-ten Jahre fr- bic auslär lischen Perlenen mit einer G fahr ’-c ihre Eidcibtil verbunden fein würde, bie wir nicht übernehmen fernen! Heute sollen zw.i Sach- txrftänbigenfcmmifiümen einge'e.it werden.
Wir soil abrr eine Prüfung der brutschen Leistungsfähigkeit möglich sein, wenn nicht vorher bie Lage an Rhein und Ruhr geklärt und anerkannt wird, daß bas Land unser und unser bie Verwaltung.
Man will der Kapitalflucht nachspüren. H.d ts wurden wir mehr begrüben, al« trenn es g. large, die Elend .-n zu , ist en. Me Deutsch- I vds Hct zu ihrem eig.n.-n Nutzen auSgeb. i'et Haden Aber daS beste Mittel, die eigenen und l.c hentien Kapitalien nach Deutschland zu zi - hen, ist die Sicherheit für F । i .■ t . n une Ruhe unb eine 5nttt>id1u.ig TeatlilanLS durch eite vernünftig- Auslandspo iuf. tu ber nun 6 al-.r richt ftmmcn lähl Rian ist uiiang-nehni überrascht über das Wachsen Der e11i - men Strömungen rechts un' lm.s. bie doch gerade erst durch bic Hei unb B.biuckang grotz- g.jrgen worben finb.
Sie hoben uuS zum kraukei Glied? an bem europäischeu DolNkörper emacht uub g-< grmmpen, bie karikatlvr Alife bn ganze» Welt tu Anspruch zu urhrnrn.
DaS bat aber auch ein Gutes, indem eS bie Welt tticbei empsänglich macht für bie g r r h e n Ä u I • turlei ft ungen unseres Volke» unb inbem iS den eigenen Sinn wi.de i vom Mate- iialiemue auf die Dichngkeit de» Geistigen wendet, baS zwifd>en den Mühlsteinen bc» Äap.- laliSmu» und des ProletarismuS zerrieben zu werden droht Hier märtet der Prelle eine githc Ausgabe Die geistige Waise die sie hanh- bal>t, ist bie einzige, bie uni un Ramps um big Wahiheit geblieben ist Wenden wir sie an, fo besteht bie Hoffnung auf eine bessere Zukunft!
Hach blefer mit stürmischem Beifall heg fühlen Rebe leitete Me hohe Äunft, Me im Ruppel- faale der Wandelhalle des Reichstages von Meistem des Pianos unb ber Geige, Joies unb Doris Schwarz, unb von den CangettünfUern
dienlich ist. den Bezirk über bas besetzte Gebiet auSzubchnen niht notweadig weil Me Hhe.nland.' so deutsch sind, bai eS einer St fr- ku rg des Deutschtum! nicht beMarl und wel bem ei izubeziech mben unbdet ten Eedl-t sa en- b- sandere pclttischc Macht doch nicht zur Verfügung stehen würbe nicht zweck >i«n ich wel ja gcrob? wegen ber B.4v«iderHelten M-» b setzten ®cb. <e! In potttsche- und wirt'datt l he- Hinfi chi bie T Cbung des S ld Verwaltung kirper vor- I genommen werben soll Diese Ves .n erheK n formen und dürfen doch irid>" auf nnbes-cte Reichs- | ude auSgedehru werde». Aus ebner solchen Aus-
Walter St i r d) b o f f und Mafalda Salvatinl tcifcUragen wur^e »u fern gcl.lug.n R.if.immcn- fein über, da» den Emvfangsavend b.Ichlof)
Auslandskredit undReparation.
Berlin. 16 Dez iWofff > Der Bovsltzcnd.' btr AricgM.iflentcmmilli.n S.aaufetretäi Z i - f <t e i t. : g fiern der Re, a.at o,i«.o.nmi firn .Ine -i.ie der deutschen Regi.iuag übergeben. In dec es h.'if t.
D.utschlend hat na t b?in EigedaiS der letzt, t Er.'ieikeiiitr u.id n: ±. den Ei iah c ungen der letzten (k-br. h. i Brotgetreide i n s u h r einen Bedori i D.i noch etwa eii.ei ihalb Millianen Dan- n.n bi» Raguit 1924 £ ■ b:r Rifauf. bi: Ber- fi.it ur.g uL.i c e. die 3;rt ilung im I.ilande out die Mülaleii. die Bermahlung. Me Zufuhr deS Mehle» aa hi: B.rbiiut r .Um Zeitraum von nrchr.re.t Rio1. . i eir.b ri, tann mit dem Av.lc-ui und der Eiafunr di le Bel. eidemeagen mä g.u . rt2t werden, bi» inländischen G — tvcibecorräte auigeb.audt find
Die Einkäufe aus dem AuSlanb mäste» auf e.nen längere» Zeitraum ta-.-rit.lt werden, weil bei einem Zuwarte» bis zur Srfchöp^ung ber inländischen Getreide Vorräte Grgaazuags- kaufe nut bei stärker anziehenden Preisen erfolgen konnten und außerdem infolge ber Verknappung btr Inlandsvorräte e.ne Über, mäßige Steigerung des 2»Ianbpreis.s ein* treten würde.
Deutschland ist lür den Ankauf bieieS Gen -ides auf bi Ausnahme von Auslandskrediten angewiesen. Feiner hat Deutschiaiib nach den Enahrungen der letzten Zah.e zu seiner Fett- versorgung einer lau.e rbca Zu'chpch aus bem Auoiand notw ndig ter monatlich 10000 Joimen b.-trägt Di? Einfuhr dieser frtimengen ist für den dringendsten L bensbebars der deutsch?» BerSl eiimg uneriäfi'ich unb ohne A u S- landskredit gefährdet Bei den StreMl- ixrha-iMiärgm, die au» de r dargelegten Gründ-n tlngcleitet wurden, hat sich ergeben, bah auslänbtfebe Banken ii einer
rang in Höhe von SO dis 70 Millionen Dollars bereit find, bas» sie den Str.-bit aber nur unl:r ber Boranssetzung geben wollen, baß bl-fern Kredit bie Priorität vor ben Reparation«* VerpslichtNUgen Deutschland eingeranmt wird
Die trutsche Reg crung b ehrt sch daher, bie Rcpei.rt.en. k mm sf o > -u t itten eine gründ- färlld, c Erklärung in ter Richtung rbzu» g ben, bah für einen für den Ankauf von Brot- g iic.t.- und Fett bestimmten dreijährigen Kredit in Höhe iis 70 Millieren Dollar« g.indh An 251 dr» Vertrag?» k er B v i r a >• g ddi de» Repara- ticnsveipflichini'g n . i g räumt wird Ti? .e lisch e Heg.rui g b.tlei i R.pai itiouskommisflon, im Hlnluck auf iic .arg.legte Snngli W.-it um de Beschleunigung ihrer Enttch.lraing
Der A.itiag auf Einräum,ing teS Vorranges de» Kredit» vor den Hevar.rtioiiSverpflich.tnn ,en »nvi.» sich als not g ia inzwischen einwandfrei festgestellt ist. iah ohne diese Dcrbed N'nng ?m solcher Kredit nicht zu ertm en
ist Es besteden l ;rcd :ig-. Hofsnungen, bah der Kredit gewahrt wlik «renn die Reparaiions- htmmif i.a den Harting vor den Repaiatlons» teipchichtungen erklärt Rach 2rt 25i Abi 2 les Bertoiilrr eertiagi» habe i d i e Kosten der Bersergung Deutschlands mit Leie ir» m i 11 f I n, soweit sie von den alliierten un' < sso.iierten Heg er mgen für natnaen'lq er- ad t t a r. en, um ?e Uschi?nd die Erfüllung feiner Wi.decgu machu gSverpili^tung.n z, ermögli- dien. <i en J t> 11 a n g in i cm Mah. und unter i-.n T<f rgungen, d, t-n den .illl‘erten unb alk ’ • r 11 • ■ X g rung n f stges.tzt w rb n
! t ai t n f mm s bn hat nu mehr er- ■ 1 ■ gu?.! *u Jbah flc Mm beat-
I <r; u'OÜe b.e naiwenk igen Eristenz - he! ingungrn gewähre i mit bamlt bie Voraussetzungen zur Wiederher st eil u na seiner Reparationsfähigkeit schasicn will.
Die Ernährungslage.
Berlin, 15 Dez «Wolfs > In einer Unter- rebung über bie beutiche EmähvunaSlaae mit dem Berliner Vertreter ber Heavstpreffe. Karl von Wiegand, betone ber Retch«ernäh- rungSmlnister Gias Kanitz zunächst, bah auch in ber Vorkriegszeit eine beträchtliche Einfuhr ftattgefunben habe Die gegenwänlgen Em-
dehnunq würbe lehr l'icht ein Hinäbersvleien de« fcanzds.sch.tt Ein lulle» auf bis betreff n>e Gebiet ernstechm Erlange auf) rbem len unbeschränkt« Verw l ungs- unb Verkehr Sfr« heit ;wi- schrn ben brei ten und uub letzten Zeilen des neuen Sclb'trerwnltungskör er garantiert ist unb eine felche Garant • gibt e 4 n l d> t solange naü M Me Verein gun 1 b-letzter und un- S letz ter Dele zu ben all.rgr äfften Uwzul.ägllch- tetten führen
Au» dielen Ausführ? »gen bürste klar hervor- gehen. batz Her •türtenrng der Fvage eines ,Sro6 6tffeu* ta bte fetzigen Stabbim ber
fuhrschwierigkeiten feien mit ber rückläufigen Entwicklung ber brutschen Wirtschaft und der Finanzen in bei HachkriegSzelt. vor allem seit der schweren Schäbigung durch Mm Ruhreinhruch und bic rigorosen Mal)nahmen bet französischen Regierung eingetreitn Aus bie Frage brt Herrn von Wiegand, ob Me Im Ausland verbreiteten Oiachrichtcn. daf) der Egoismus der deutschen Landwirtschaft wesentlich die Schwie- riqfcitcn ber Ernährung verschulde, erwiderte btr Ministci .Don einigen wesentlichen AuSnahmc- fällcn abgesehen, hat sich
die Landwirtschaft mn die Gmäheu,g ber devtfchen Bevölkerung große Berdie»ste et» worben
Während der Eetreidtzwangswirlschaft erhielt sie für das Getreide Preise, diewelthlnierdem Weltmarktpreis zurückstanben Heben diesen behördlich festgesetzten, nicht srettoilligen Leistungen hat Me Landwirtschaft durch unent- geltliche Hergabe von Lebensrnitteln an le dürftige Ä reife eine d»ritatlDe Tätigkeit in gic-hcm Umfangt ausgeübt Au herbem folgten Me landwirtschaftlichen Produkte der allgemeinen Tendenz, bah die Preife über den Weltmaikt- s>>'>» hinauSgthen, ntcht Die Getveidepreife liegen |«i>i fcgai zum Teil unter der Höhe der Vorkriegszeit. DaS Gerücht, die beutiche Landwirtfch-aft halte mit ihren Produkte!» zurück und nehmt Wucherpreift, muh als eine M4- ttillige SrfinM-ng bezeichnet werden Die Kartoffeln wurden im Herbst durchweg zu Preifea al gegeben, Me meistens weit hinter den Vor- knegspreisen zurückblieben.
Schwierigkeile» macht, lediglich die Form der Bezahl»»g, b« ntcht gerigexb wtr1destä»dige
Zahi»»gsmittel vvrha»de» »arex.
Dieser Zustand ist nun, tt* wir hoffen dürfen, mU der Einführung der Rentenmarf überwunden QBaer afl da» hilft über die Tatsache nicht hinweg. bah bte Lanbwntfchaft nicht genügend Ware hat, bte beutfche Ernährung sfcherzu- ftelfen, vor allem nicht genügend Getreide unb Fett Der Zuschah ber notnaenMa Wn wirb ist wie in den Vorfahren etwa auf l1/, MW Ion en Tonnen zu errechnen Die Zufuhr von Fett is. ebenso dringlich Die letzte Viehzählung vom I Dezember 1922 ergab einen Schweine- bestand von 14.6 Millionen Stück gejen 22.5 Millionen Stück nn Jahre 1913. also e nen Rückgang von einem Drittel. Dazu tritt nach
e stuckgang am Durckschnittsgewichi B.i Rindern betrug Me zahlrnmählge Abnahme fast 2 HTUlionm Stück Da« Durchschnittsgewicht ber Rinder gin i von 250 Ä logr -mm bn 3ahre 1913 auf 213 Ä.log ramm 1922 zurück
Die Armut an Fett unb Fleisch, und die Un* mögl'.chkrit, »tt den elgzuen Sr^eufnlHen ftCbfl Lutzukommen, ist gegenwärtig viel grd her al« vor bem Kriege. Die Girrfuhr dieser Fehl* mengen tist ein unbedingtes Gebot.
Sie ist aber mir möglich bei brr Gewährung von Krediten. Man sagte wohl im Ausla. de. bah Me Kredite nicht so bring m) feien, well erst Me beuif che Ernte aufgezehrt werben t6nn?. Ware aber bte Ernte zum Enb des Wi Hers vollständig aufg-z-hrt, so würbe Me Stockung ber Einfuhr so ort zu katastrophalen Folgen führen müssen Hier gelle auch ba« alte Wort .Wer schnell gibt, gibt doppelt" En Volk, bem «S gelingt, bte natwenMge Einfuhr nach Deidschlanb ficherzuste len, wa» nicht« anderes bedeutet. aU Me nitigen Kredite zu verschaffen ober zu «währen, wird sich darum das Verdienst erwerben sowohl für bie politisch-wirtschaftliche Beruhigung ber ganzen Welt al« auh fü- Me Erhiltunt von Millionen Menschen, bte heute schm ben 1 f.nxt- ften Entbehrungen ausgesetzt flnb und bered)- tigterweise mit ben fchlimmsten Befürch'ung-n ben Wnetermonaten entgezenfehe
Herabsetzung der Aohlenpreise.
Berlin. 16 Den Rach einer Meldung bei .Disch 2 3tg “ aus Essen würbe in einer Versammlung bet Zechen bescher, Me über die 11 m - bllbung des Kohlenshnbikat« beriet, bte allgemeine Pracslaae ertrtert unb ber Besch! uh yiaht. eine starke Herabsetzung ber Kohlenprelfe votsunehmert Der Preis für Eosfzrderkohl. wirb sich von 28.42 auf 23,39 Goldmarck ennäftigat Bestimmend für diesen Be- schluh war. bah Me Gesamtheit ber vertreten gewesenen Zechen ber llebetyugung war, bah btt deutsche Volkswirtschaft nur existieren könne b e i wesentlich geringeren Kohlenprei-
Dinge unerwünscht ist. Man tut wohl besser daran, vorerst nur Me Augen offen zu hatten und sich mit dem Rh-intand in bauernde Fühlung zu setzen, um bei gegebener Zett auf bi? weitere Seftatang ber Ttnje kn unbesetzten Gable! Sin- Huh iu nehmen, bagegen öffernllch« Erörterungen ober gar Entschl etznngen über ein- sich für Hellen etwa ergebende iat Laa- uirtütiufteCen. bi« Mde Gage auf Grund ber Klär« i ber Her- bätetiffe hn Rhtterlanbe dxtgeneffhen klar w ««erleben ist.
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