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19858

St. 2. Klaffe = 0,66 Festrn.

3.

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31

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versteigert.

Giesten. den 15. März 1923. Der Oberbürgermeister.

3. V.: Dr. Rosenberg.

Bekanntmachung.

3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Spar- und Vorschuß. Aktiengesellschaft, Großen - Buseck ringe -- tragen: Die Firma lautet nunmehr: Nor­dische Handels- und Effecten-Bank, Aktien­gesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist nach Blankenese verlegt. Gegenstand des Unternehmens ist 1. die Fortführung der seither unter der Firma Spar- und Dor- schuh-Aktiengesellschast zu Großen - Duseck auf die Anschaffung und Darleihung von Geld gerichteten Geschäfte (Ausnahme von Spareinlagen, sonstigen Geldern, Derab. reichung von Darlehen, Hypotheken, lieber- nähme von Kaufschillingen, An- und Der- kauf von Wechseln und Wertpapieren jeder Art, Förderung von Tredit und Erwerb): 2 der Betrieb von Bank-, Börsen- und Treditgeschästen aller Art. Das Grund. Kapital der Gesellschaft ist um 120000000 Mk. auf 120028800 Mk. erhöht. Das Grund- Kapital ist zerlegt in: 1. 24 Stück Dor-

Betnnntmnchung.

In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Direction der Disconto- Gesellschaft. ZweigstelleGiehen eingetragen: Gemäh dem bereits durchgeführten De- schluh der Ge-eralversammlung vom 20 Dezember 1922 ist das Grundkapital um 290 Millionen auf 900 Millionen Mark erhöht worden. Artikel 5. 6. 7. 10. 13 15 17 21 29 deS GesellschaftsvertragS sind durch Deschluh der Generalversamm. lung vom gleichen Tag geändert worden.

Giehen, den 13. März 1923. [1970B Hessisches Amtsgericht.

= 21,96

--- 5,34

Derbftangen

wird von 2 Uf>r nachmittags ab an der Georg-Philipp-Gail-Straße dort lagerndes Abfallbolz aus den städtischen Anlagen, und zwar

23 Haufen Knüppel«. Reisig« u. Stockholz

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;te durch die lornrnu. 9« an ihrem Glanze baller Art zeigte ne Hand. Mn stellte nrentnerfürsorge be. igen Wohnungsbau« lanzielle Förderung, ten und erhöhte die Programm noch ivei« diesen Belvilligun« Belastungen für die mit doch einverstan- elt es sich um Aot. ang oder Linderung st.engungen gemacht Aussprache über das der Stadtv.Limon rwurssvoll auch den er" in den Kreis sei« :ie6 hierüber teilt der t Dir haben dem em, daß derGiehe« S berichtet hat, ?nzien in dervori« ir haben lediglich re« damals gehaltenen 1 Meinungsäußerung verlassen. Gin Dor« begründet. Daß man Ingangsetzung von grohes LerstLndniS i darf in den in 'Le« erkreisen die Gelvih« rseits alles geschehen .t in dieser schweren ntgegenzuwirlen. seibrigesührten heite« as Haus am Schlüsse pfes über die Lese« .unistN-h- chtung von drei Lese iq und das HauS ünden aber nicht: Be' ren die Antragsteller die Beherrschung der >olzweg geraten, d^nn

«SS

aalt der Lernmittelfreiheit an bet Volksschule, die andere der Frage der Milchversorgung. Bei beiden kam nichts neues heraus. Ohr Resultat stand unbestrit­ten im umgekehrten Verhältnis zu der geopfer­ten langen Zeit, die leider heute mehr denn je Geld ist was man nie vergessen sollte!

^Achtung, Heben Sie nicht Ihre Alt- \ft'- metalle auf, sondern gehen M Sie mit dem zu begrüben- W den Abbau. Ich kaufe nach Ja wie vor sämtliche Alt- M metalle zum Tagespreis. I m. Torenzi!

Walltorstrahe 45.

ni772_______________

Bekanntmachung.

Aus den Waldungen der Stadt Giehen, Dezirk des Försters Arft. Forsthaus Hoch« wart, Abteilungen 1, 4, 7b, 8, 15b und 86, sollen am

Montag, dem 19. Marz 1923, vormittags 9\ Ahr beginnend, versteigert werden:

104 Fichtenderbstangen l.Kl. 9,61 Fstm.

721 n II. =22,73 1100 Fichtenreisstangen --- 13,44 2070 Bohnenstangen

235,9 Rm. Kiefernscheft

2,2 Fichtenscheit

57,2 Kiefern knüppel

11, Fichtenknüppel

150 Wellen Eichenreisig

3110 w Kiefei nreisig

120 Fichtenreisig

62 Rm. Kiefernstöcke

9,6 Fichtenstöcke.

Die Versteigerung sindet in der Gast­wirtschaft3ur Liebigshöhe" statt.

Vorherige Besichtigung Z>cd_ Holzes wird empfohlen, da für etwa später Vor­gefundene Mängel jeglicher Art nicht gehaftet wird. M

Die Abfuhrscheine sind vom 22. Marz 1923 ab, spätestens jedoch bis zum 28 März 1923 gegen Barzahlung bei der Stadtkaffe, Gartenstrahe 2, Eingang von der Südanlage, in Empfang zu nehmen.

Sitzungsbericht.

Anwesend: Oberbürgermeister Keller, Bür­germeister Kreuzten, die Beigeordneten Dr. Selb, Dr. Frey, Dr. Rosenberg. Kommer­zienrat Klingspor und 37 Stadtverordnete.

Der Beteiligung unserer Stadt an der Ruhcspende des hessischen Waldes wird zugestimmt. Die Spende wird nach den am 5. Februar ds. Is. zur Auszahlung augew:esenen Holzhauerlöhnen mit 10 Prozent berechne^ dtDet Prozent davon tragen die Arbeiter. 8 Prozent d.e Waldbesiher. Auf die Stadt entfallen 1.5 Millionen Mark. Gegen die Borlage stimmen nur d:e Kommunisten, die dadurch gegen den Kapitalismus protestieren wollen.

Dem

Aachtragsvoranschlag für 192 2, der durch die Entwicklung der Verhältnisse schon überholt ist, stimmt das Haus deballelos zu. Wir haben unsere Leser schcrn eingehend mit der Vor­lage vertraut gemacht. Dorschläge über die Deckung des Fehlbetrags liegen heute nicht zur Entscheidung vor.

Die

Kündigung älterer Anleihen zur Rückzahlung

findet die Genehmigung der Versammlung. Zu­nächst kommen die Anleihen von 1890 bis 1903 einschließlich in Betracht, die auf den nächst zu» läfiigen Termin xur Rückzahlung gekündigt wer­den sollen 5>vT Kündigung der übrigen Anleihen wird näher getreten, wenn ein Reudruck von Zinsschcinbogen erforderlich wird. Die Kündi­gung soll erfolgen, weil die Verwaltungskosten aller Art ungeheure Summen verschlingen.

Für den Rentnerbund.

Die durch das Ausfahren der Kartoffeln für den Rentnerbund durch das Stadtbauamt ent­standenen Kosten mit 69 500 Mark werden auf die Stadtkasse übernommen.

Ein Gesuch des

Zweigvereins GiehenvomV.H.C. am Erhöhung des städtischen Beitrags zu den Wegebezcichnungsarbeiten wird irn H.nstick au die zahlreichen Anforderungen, die vo r Vereinen an die Stadt gestellt werden, die aber auch meist nicht berücksichtigt wurden, und in Anbetracht der schwierigen Finanzlage abgelehnt.

Zur Beschaffung von Kohlen wird dem Säuglingsheim

ein Zuschutz in Höhe von 1 Million Mark ge­währt unter der Bedingung, dab die Hälfte vom g.aat zurückerstattet wird. Die Betriebskosten des .Instituts werden nämlich von der Stadt und dem Staate je zur Hälfte bestritten.

Regelung der Ruhegehaltsbezüge der städt. Beamten.

Glatte Annahme findet folgender Antvag des Finanzausschußes: Dis zur Reuregelung der Ruhcgehaltseechältnise der städt. Beamten wi.d den Beamten die nach drm vollendeten 25. Le­bensjahre im Dienste der Stadt verbrachte Dienst­zeit als ruhegehaltsberechtigt anerkannt, vorbe­haltlich etwaiger Wirkung des Reichssperrgesetzes. Die Zahlung der Deamtengehälter.

Der Finanzausschuh beantragt: InAnpaftu^g an die Anordnung des Hessischen Staates soll bei

je 200 Mk., 2. 24 Stück Dorzugsnarnens- aktien im Nominalbeträge von je 1000 Mk., 3. 430 Stück Jnhaberstammaktien Lit. A im Nominalbeträge von je 1000 Mk., 4. 1957 Stück Jnhaberstammaktien Lt. B im Nominalbetrags von je 10 000 Mk., 5. 1 00 Stück Jnhaberstammaktien Lit C im Nominalbeträge von je IGO 000 Mk. Die Uebertragung der Dorzugsnamens­aktien kann nur mit Zustimmung des Vor­standes der Zweigniederlassung Drohen- Buseck und mit Zustimmung der Mehrheit der im Aktienbuche eingetragenen Aktio­näre erfolgen. Der Gesellschaftsvertrag ist durch Beschluh der Generalversammlung vom 14. Februar 1923 geändert.

Bietzen, den 12. März 1923. 1971B

Hessisches Amtsgericht.

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Darlehen und Vorschüsse zu Wohnungsbauten.

Für die Häuser Gnauthstrahe 6 bis 28 48 Wohnungen wird das Gemeindepslichtdar- lehcn im Betrage von 821 200 Mark gewährt.

Der Baugenossenschaft 1894 wird ein weiterer verzinslicher Baukostenvorschub von 10 Million--- Mari gegeben.

Befestigung der Sandgasse.

Für die Regulierung und Ergänzung der- btratzenbefcstigung der Sandgasse entlang deS Pistorschen Lagers wird ein Kredit von 2 400 000 Mark bewilligt.

Auf dem alten Friedhof oll ein Wirtschaftshof mit Geräteschuppen errich­tet werden. Hierzu wird ein Kredit von 1 <00 070 Mark bewilligt. Die Arbeiten werden in eigener Regie ausgeführt, das Baumaterial ist vorhanden. Der Kredit ist zur Bestreitung der Löhne für die Arbeiter nötig.

Das Dauprogramm 192 3.

Die Daudeputation und der Finanzausschutz beantragen: Da der zur Durchführung des Dar- Programms bereitgestellte Kredit von 225 Mil­lionen Mk. nur zur Ausführung der bereits be­gonnenen Bauten, Fachwerkbauten an der Kaiser­allee, Mehllager mit Wohnung am Oswaldsgar- ten, Stallumbau und Autoschuppen am Lager Steinstratze ausreicht, so wird dieser Kredit zur Ausführung des Rohbaues der Baugruppe an der Ecke der Stephan- und Gm-ruti-straNi- auf 300 Mill. Ml. erhöht. Bürgermeister K r e n z i e n bemerkt zu dieser Vorlage, der Beitrag von 50 Mill. Mk. als Staatszuschatz werde nach einer Mitteilung, die heute früh eingegangen sei, nur in Höhe von 8 Millionen gewährt. Es sei also dringend nötig, dah man sich auf das genaueste mit der zur Ver­fügung gestellten Summe einrichte Von demokrati­scher Seile wird gefragt, ob der Antrag der Eisen- lahnverwaltung zugunsten der Bau'en für den Gi.ei'-ahner !*'eim:tätt-'n"crein mitt erweis -st a'e < a g:n sei ob die 2erb ndung mit der eichekahn- re uxutang hergestel t wurde und wi: d.e e-c .ge jetzt ständen. Bürgermeister Krenzien ant­wortet, der Finanzausschutz habe die Ein- bez ehung des E seabahner-Heimstättenrereins in das Bauprog.amm abgelehnt. Di? Ver­

sa-dlung.m der Sb.rdt Verwaltung mit der Reichsbahnverwaltung bewege-n sich nach

der Dichtung hin. datz Vorschläge tn bezug ast älnterstühung durch Geste'.l.ing von Gelände er- wcgen werden. Stadtv. Simon betont, er könne nicht versteh--N, warum der Finanzausschah den Eisenbahner-Heimstättenverein, zu de fen Bauten doch zwei Drittel zugezahlt werden sollten, ab- gelehnt habr. Dürgerrneister Krenzien und derG i e tz e n e r Anzeiger" hätten mitgeteilt, d-e Schre b-n der Reick?bahnverwaltung in der Ange'/ge he t desEisenbahner-He mstättenvereins seien b.i der S.adt nicht clngegange-.t. Hierzu müsse er r i ch't i g st e l l e n, datz die Sch reiben und das Telegramm tatsäch>'.ich eingegangen seien. Dem E.senbah.rer--Heimstättenverein und der Eisenbahndirektjon könne man keinen Vorwurf macken. Bürgermeister Krenzien antwortet, d.e sehr wesentliche Frage, wieviel Altwohnungm für Eisenbahner verlangt würden, habe die Reichs-bahnverwaltung bis jetzt noch nicht be­antwortet. Hierauf wird die Vorlage einstimmig angenommen.

Rotstandsarbeiten.

Zur Ausführung von Rotslandsarbeiten totrb ein Kredit von 10 Millionen Mark bewilligt. Weitere Geldmittel sollen rechtzeitig bereitgestellt werden, damit die CRo[arbeiten nach Erschöpfung des heutigen Kredits keine Unterbrechung erfah­ren. Zahlreiche Arbeiten sind in Aussicht ge- nemmen. Das Ctabibauamt hat bereits entspre­chende Anweisung erhalten.

(Schluh folgt.)

men dagegen.

Kleinrentnerfürsorge.

Als Anteil der Stadt Giehen zu den von Reich und Staat für die Klrinrentnerfürsorge über- wiesenen 1 290 660 Mk. werden, 258 132 Mk. (Pflichtanteil der Stadt) glatt bewilligt.

Dem Deuts chen Verein füröffentliche und private Fürsorge

wird für das Rechnungsjahr 1922 nachträglich eine Teuerungsbeihilfe von 340 Mk. gewährt.

Leseholztage im Stadtwald.

Die land- und forstwirtschaftliche Deputation beantragt, einen Antrag der kommunisti­schen Fraktion auf Einrichtung von drei fiele- hclztagen im Stadtwald av^ulehnen. Der Ver­treter der Verwaltung, Beigeordneter Dr. R o « senberg, wie auch die Sptecher aus dem Hause betonen, man w.sse genau, datz manch? Familie Unserer Stadt groß? Sorgen um die Brennstoff­beschaffung habe, aber es stehe auch fest, datz ein. rseits gar nicht so viel Leseholz Im Stadt­wald vorhanden sei, um drei Holztage für bte Leute ergiebig machet zu können (was jetzt ab-falle, reiche gerade h n zur Grsüllung der Hofsnangen für einen Lesetag), und andererseits habe sich ge­zeigt, dah von Holzsammlern in ständig steigen­dem Matze Waldfrevel verübt worden sei. Ganze Bäume ivürden sogar umgriffen und t<»im= sich fvrtgcschafft. Würde man noch weitere Lese­tage einrichten, an denen (ein Ab.allholz zu finden sei. so werde der Waldfrevel noch schltm- mer wcrb.n u tb so viel Aufsichtsperional könne man gar nicht bestellen, um die Schäden zu ver­hindern, die dann von rücksichtslosen Leuten am Waldbestand verübt würden. Rach>rm derS'adtv. Haupt noch einmal den Aftrag seiner kommu­nistischen Fraktion auf Einrichtung von drm Le e° Holztagen verteidigt, wobei auch er eure strenge Bestrafung der Waldfrevler fordert und dabei zugesteht, der Antrag fei gar nicht nötig genasien, wenn nicht ,die französische Spitzbuben im Ruhr- gcb.et sätz n", kommt das Haus zur Abslinuna-ng. Der Antrag der Kommunisten w.rd einftim- migabgel^ebni. auch die kommunistische Frak- tirn stimmt geg^n ihren eigenen Antrag. (Schal­lende Heiterkeit im ganzen Hause)

Notbeleuchtung im Stadttheater.

Der Kredit von 70 030 Mt. für die Anschaf- sung einer Lch battcric für das Stadttheater wird auf 81 194,40 Mk. erhöht.

Druck der Marktplakate für 1923.

Die freihändige Vergebung des Druckes der Marktplakate für 1923 im Betrage von 22 535 Mk. wird gutgeheisten und die voranschLagsmätzige Kredituberschreitung genehmigt.

Befreiung von Bauvorschriften.

Walter Kempf. Wielecker Weg 36, will eine Scheuer errichten. Das Dispensgesuch wird befür­wortet. Zum Umbau des Amtsgebäudes der Reichsbahnverwaltung Liebigstr.23 w rd die Zurücksetzung des Anbaues hinter die Bru- fluchtlinie genehmigt und wegen der ungenügen- ken Stärke der Autzenwände Disp'.ns befürwortet. Die Holzeinfriedigung des staatlichen Boamten- wohnhauseS in der Wilhelrnstratze wrrd ge­nehmigt.

Baufluchtlinie in der Sch l oh g ässe.

Die Führung der Baufluchtlinie' in der Schlotzgasse wird nach Maßgabe des Planes vom Februar 1923 beschlossen. __________________

1. Klaffe 26 Festmeter.

Die Zusammenkunft ist nachm. 1'/, Uhr der Tal- und Hangschneise im Distrikt See. _ 19820

Grvßen-fiinden, den 15. März 1923.

Bürgermeisterei Grohen-Linden. Lang.

vordUdlich auSüben, wie Me Schetvenven es stets getan hätten. Er danke den Herren im Ramen er Oeffentlichkeit herzlichst für ihre ausgezeich­neten Dienste. Geschäftsführer Fourier bleibe der Wohlfahrtspflege wenigstens als Armen­pfleger erhalten. Weiter danke er den Armen- Pflegern, die nicht mehr in die Bezirksoer,amm- lung zurückkehren. Hierauf stimmt das HwrS mit Mehrheit der Vorlage zu. Die Sozialdemokraten enthalten sich der Stimme, die Kommunisten stim-

den Angestellten die gleich: Vergünstigung ein­räumt. 3m Einverständnis mit der Verwaltung wird dem ersten Teil des Antrages zugestimmt, der zweite Teil dem Finan^iusschuh überwiesen. D^r grundsätzliche Antrag des Fman:ausschu,ses wird angenommen.

Zur Geschäftsvereinfachung bei der Wohlfahrtsdeputation wird einer Aenderung des § 11 der Satzung üoer die Ausübung der offenen Airnenpflege zuge­stimmt. Beigeordneter Dr. Frey weht darauf hin, dah die Zahl der offenen A menpslege-Fälle von 1435 im Jahre 1913 auf 2625 .i Jahre 1921 gestiegen ist. Dabei ist abei zu beach en. daß sehr viele Fälle von Hilfsbedürfügkeit durch anoere Fürsorgestellen behandelt werde i, bei der offenen Armenpflege also gar nicht in Erschnnung treten. Don sozialdemokratischer Seite wird be­tont, dah man dieser Reuregelung nicht zustimmen könne, und bei dieser Gelegenheit wird von dem Sp.echer der fozialdemokratischen Fraktion auch gleich erklärt, dah diese der Wahl der Armen- pfleger, die heute zu tätigen ist, nicht ihre Stimme gebe, weil die Liste der Pfleger nicht nach dem S.ärkevcrhält.'cks der Fraktionen desHauseZ auf- gestellt worden sei. Araeiter seien in dieser Liste nicht enthalten. Oberbürgermeister Keller weist darauf hin, daß er schon viel früher ver­suchte. Arbeiter als Armenpfleger zu gewinnen dabei aber nur geringen Erfolg gehabt habe, und Beigeordneter Dr. Frey warnt dringend davor, in die soziale Hilfstätigleit die Politik hineinzu­tragen, denn dann könne man Schluh machen. (Leb­haftes Sehr richtig.) Man habe allen Grund, den Personen, die sich für dieses schwierige Amt zur Verfügung stellen, dankbar zu sein, denn eine leichte Arbeit sei mit diesen Obliegenheiten nicht verbunden. Parteipolitische Gesichtspunkte hätten bet der Auswahl der Personen nicht mitgespielt, sondern nur rein praktische Erwägungen. Bisher sei die ganze Wohlfahrtspflege flut gegangen und das werde auch in Zukunft an gestrebt una sicher- lich ermöglicht werden, wenn die Parteipolpit her­ausbleibe. Er werde gerne auch Arbeiter als Armenpfleger nehmen, wenn er sie finden tonne. Diese Ausführungen des Dezernenten werden von mehreren Stadtverordneten der bür­gerlichen Fraktionen nachdrücklich unterstrichen und dabei wird das Vertrauen zur Leitung unse es Wohlfahrtswesens zum Ausdruck gebracht. Die Vorlage wird hierauf gegen die Stimmen der So­zialdemokraten und der Kommunisten angenom­men.

Reueinteilung der Armenpflege- bezirke und Wahl der Armenpfleger für 19 2 2/25.

Beigeordneter Dr. Frey teilt mit, dah die Dezirksvorsteher Derwaller R i e b e l. Geschäfts­führer Fourier und Krcisschulrat Fischer zum größten Leidwesen der Verwaltung die Weiter- sührung d-s Bezirksvorsteheram'es abgeiehnt hät­ten. Seit Jahrzehnten seien diese Herren in der Armenpflege tätig gewesen: Verwalter Riebet und Geschäftsführer Fourier seit 23 Sauren, Kreisschulrat Fischer ebenfalls schon über ein (Zahrzehnt. Aeuhere Ehren und Vorteile feien mit diesen Aemtern nicht verbunden. Möchten die Herren einen kleinen Lohn in dem Bewußtsein, finden, dah sie im Dienste der leidenden Mensch­heit segensreich gewirkt haben. Mochten sich immer opferbereite Männer finden, die diese Aemter so

yebetöetTung der Bezüge der pktnrnähig ange­stellten Beamten, Lehrer und Ruhegehal-s- empsänger auf ein Bankkonto eins vierteljährliche Vorauszahlung am letzten Tag des dem Vier.el- jahr vovausgehenden Monats stattfinde.i und für £a Uebcrgang die B^üge für April/Juni bereits am 25. März überwiesen werden unter der Vor­aussetzung, dah der Staat die Mittel hierfür ur Verfügung stellt. Ein demokratischer An- rag hierzu fordert, dah die Gehälter für das nächste Quartal, nach dem Voroild des Reiches, bereits am 19. März ausgezahlt werden und man

rVesrr-asrslMls od. Gut, Mühle, Sägewerk, Fabrik, evtl. Hotel gegen Kaffe zu kaufen gesucht, llntereffent beteiligt sich auch bis zu 150 Millionen an gesundem Unternehmen. 01IG Grundstücke aller Art für Kaffakäuser ftetsfort zu Kausen gesucht. Offerten an H.Cloos, Immob., Giessen, Kirlbstr.2 III« Strenge Diskretion und reelle Vermittlung.

3n unser Handelsregister Abt b wurde heute bezüglich der Firma Martha Fischer, Gut Mittelstmiihle, Gesellschaft mit be­schränkter Haftung, Mittelstmühle Post Alten-Buseck eingetragen: Die Finna ist geändert in Hertog u. Wolf Gut Mittels­mühle Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Kaufmann Henri Wolf in Gut Mittels mühle bei Alten-Buseck ist zum Geschäfts­führer bestellt. Die b.sherigen Geschäftsführer Hans Fischer und Ehefrau Martha geb. Hofmann sind als Geschäftsführer aus- geschieden. 1972B

Giehen, den 12. März 1923.

Hessisches Amtsgericht.___________

Nutzholzversteigerung

Rächsten Mittwoch, den 21. l. M., soll im hiesigen Gemeindewald folgendes Holz Gesteigert werden:

Kiefernstämme