Ausgabe 
16.3.1923
 
Einzelbild herunterladen

Vn-S nnd Verla?: vrühl'Ich« UniverMäls-Bnch- und Steinfcrudcrei «. Lange in Sietzrn. Schristleitun? und Geschaftrftelle: Schnllttall- r.

französischen Offiziere In Betracht kommen könn-

7 D WEINB

,sa»

w

-rr. TMUfien,

io r»^

Der ReichsverKehrsminister über den Kamps der Eisenbahner.

Bach tt/u vor rechnet der ReichsverkcHrs- minister mit der so wertvollen Mitarbeit der Gewerkschaften. Im RetHZ-rerieh.sminlltorium finden täglich Besprechungen mit een Spitzen- Organisationen statt. Bei der Gere'albetrnedsler. hing in Elberfeld wurde em Abntohrausschuß

äumen. Auf die Fmge b das Ruhrgebiet als illSgmü-t teerten könnt«, oiö ni$t. Jas Ziel der ifaje&iei ift ein Druck- n llltö für den Kill des der Deutschen. Aas die bald wieder za'ammrn- Intwort'. Sehr bald ic Grundsätze einer ge­estgestellt worden, (setzt hrung. Alle technischen en Seiten hin sind > 'Belgien sind in allen

Säfte.

Anzeigen von 70 mm Breit-400 MK.Bei Platz. Vorschrift 20, Anschlag. Hauptschriftleiter: Aug. tvoetz. Verantwortlich für Politik: Aug. ©oct}; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in ©legen.

tlr.

Erscheint täglich, anher Sonn» und Feiertags, mit berSamstagsbeilage: ©ießenerFamilienblatler Monatliche veziirrpreise: 2850Markund150Mark Ürügerlohn.durä diePoft 3000Mark,auch beiVicht- erscheinen einzelner Bum» mern infolge hölerer Gewalt. - 3 ernsprech- Anfchlüsfe: sür dieSchrift. leilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Eiehen.

postschenfonto:

Zrankfurt a. HL 11686.

$000

Holland nnd die Ereignisse im Ruhrgebiet.

Haag, 15. März. (Wolff ) 3n der Erläute­rung der Regierung zu dem Etat des Knegs- ministoriums heißt es: Die Ereignisse im Ruhr- gebiet Haben die Regierung ver^nlatzt be­sondere Mahn ahm en vvrzu bereiten, die m Kraft treten sollen, falls es zu einer LleberschteM- tung der holländischen Grenze in großem Maß- stab- kommt. Abgesehen davon, tourte auf Er- suchm des Iustizministers die Dreizüberaxichang dadurch verstärkt, dah ein Teil der Polizeitruppen aus frem Lantesinnem an die Grenze verlegt wurde. Für die Kosten der Gieizübertoachung wird eine Erlxöhung des Etats um 600 000 Gul­den beantragt.

TM

^5©.) 5V. tyw btzk^nder.

Gegen dieNotverordnung" im Saargebiet.

Saarbrücken, 15. März. (WTD) 3n der heutigen Sitzung drs Landes rat es gaben die Vertreter sämtlicher Parteien eine Erklärung zur Streiklage ab, in der auf die verd^v- lichen Folgen des nun schon seit sechs Wochen andauernden Lvhnkampfes hinoewiesen und die Regierung aufgefordert wird, Schritte zur Ber- mtttlung zu unternehmen.

Darauf gaben die Vertreter der einzelnen Fraktionen Erklärungen zu d-r vor einigen Tagen ton der Regierung in Kraft geseh'en fo.ie.anntcn Rotverordnung" zur Au'rechter.altung ton Sich-rheit und Ordnunz ab. Die AuZfuhrun- gen der verschiedenen Redner erwiesen sich mit den aufzustelk nden Forderungen als vollkommen übereinstimmend.

Der sozialistische Abgeordnete Sender führte unter anderem folgendes aus: _

Die Beugung unseres Rechtes ift unerträglich geworden. Das ist f r a n z ö fische A n ne x i o n te -Politik, die ihr Ziel erreichen will durch Riederhaltung der Bevölkerung, des Lindesrates und der Presse und die durch die D-rordniMg restlos erfolgen soll. Es gibt aber keine recht­liche und verfassungsmäh'gr Grundage für free Verordnung, zumal in dm drei Iayren des Be­stehens der Soarregierung sich keil emziger Fall ereignet hat, der unter die lömte. Die Verordnung ist ein Akt der nackten Gewalt der Bajonette: sie lst eme Zuchthaus- Verordnung. Rach dieser Verordnung ist das ganze Volk vogelfrei m fdtor eigenen Heimat und steht unter einem dauernden Delage- ^igSzustand. Wir haben nichts mit einer Re-

gebildet.

Alsdann wandte sich der Minister dem Pro» blem der verkcH's- und teriebs technischen Bedeu- tuna des Ruhrgebiets und des widerrechtlich betonten Gebiets zu. Von der Gesamtguterbewe- qunq auf den deutschen Eisenba'h.ea (Tonnen) entfallen auf das jetzt te'este Gebiet nn Westen rund 45 Prozent. Davon entfallen auf das Ruhr- aebiet rund 34 Prozent; insgesamt werden west­lich der allgemeinen Linie HamburgRumberg durch-die Rhnn.Ruhrfrage 70 Prozent ce' Guter- bewezung tettofton Von der gesamten Strecken- länge der Rrichsbahr sind 12 Prozent le egt. Der Erfolg der Militarisierung der Eisenb.ch.ii trecken durck,r den Gegner lasse noch immer sehr geringe Derkch-rsmöglichkeilen für diesen zu.

luffashmg.

Svnter. n ^tt, toi» ir Syrf rT M dem 2tdht. [ ^aJlt zu wer- gÄtfts ää .^Jrage des Kvrre- L^1 Forlen ,3e na$ sagte man ihm

2 ni^t ten Flächöiraum fontern die '3Mma etes. Sine Stadt von unter Umständen ein« f ?ie Fruge nach der aiionstierpflichtang und londoner Zahlungsplan Kirf gemeint sei, tourte Cs ist klar, dah ionsplan ausge- 6- Frankreich und ©e(. i, um sich darüber mit ^ständigen. Me müsien ihmen Deutschland svrschläge machen, äfft, sind tmr zu Der- elbstversiandlich toi re es .n Deutschland in seiner verharrt. Sollte aber, eine Einigung zustande m verwüsteten Sebieten

übersetze.

Eine törichte Rede des Generals Degoutte.

93 ar iS, 15. März. (Wolff.) Bei der Be­erdigung der beiden getöteten französischen Offiziere in Buer hatGeneralDegoutte eine Rede gehalten, in der er sagte: Die, die den Arm der Mörder bewaffnet haben, auch die Inspiratoren, hätten sich sehr getäuscht, wenn sie geglaubt hätten, eine gute Berechnung zu machen. Derartige Verbrechen, die zu allen Zeiten verurteilt worden seien, würden immer die Strafe finden, die sie ver­dienten. Die französische Uniform und die französische Fahne mühten respektiert werden. Man könne ihm glauben, mehr wolle er nicht sagen. Wenn man sich eingebildet habe, man werde der Furcht zugängig sein, dann kenne ! man die Franzosen nicht. Aus dem Blute der gefallenen Kameraden ziehe man den noch ver­stärkten Entschluß, die Aufgabe im Ruhrge­biet, die man übernommen habe, bis zum guten I Ende durchzuführen. Diese beiden Toten zeig­ten klar und deutlich, dah die Geschicke Frank­reichs im Ruhrgebiet entschieden würden. Die Franzosen mühten kämpfen, damit das letzte Wort nicht die Lüge, der Verrat, der Mord, sondern die Wahrheit, die Gerechtigkeit und der Respekt vor den Verträgen sei, die im Frieden auf Ehre und Recht aufgebaut wor­den seien.

Die französischen Morde.

Paris, 15. März. (WTB.) Die Ha- vaSagentur meldet aus Düsseldorf:Drei Deutsche, die den Versuch gemacht haben, trotz der Aufforderung der Wachen in das Maschinendepot von Recklinghausen einzu- dringen, sind von diesen, da sie von der Schuhwaffe Gebrauch machten, getötet worden.

Ausgcwiescn.

Der Ausbau der englischen Lust-1 streitmacht im Unterhaus.

London, 15. März. (WTB.) Der Luft- fahrtminister brachte im Hinterhaus einen Voranschlag seines Ministeriums ein, der sich auf 12 011 000 Pfund Sterling gegenüber 10 895 000 Pfund Sterling im gegenwärtigen Finanzjahr beläuft. Der Minister sagt, im ver­gangenen Iah re sei ein ständiger Fortschritt zu verzeichnen gewesen, und die Regierung sehe den Ausbau der Luftstreitmacht fort. Das menschliche Ersatzmaterial sei hervorragend und in aus­reichender Zahl vorhanden. Was die Frage der Landesverteidigung in der Luft betreffe, so sei ihm, dem Minister bekannt, dah die Be­sorgnis, ob die vorhandenen Luftverteidigungs­mittel denn auch ausreichten, allgemein oei> I breitet seien. Er wolle deshalb einen Vergleich zwischen den britischen und den französi­schen Luftstreitkräften aufstellen, hoffe aber, dah fein Engländer oder Franzose auf den Gedanken kommen werde, dah an die Möglichkeit eines | Krieges zwischen den beiden alliierten Mach- I ton, sei es auch für einen späteren Zeitpunkt, au denken sei; er führe die französischen Zahlen nur deshalb an, weil Frankreich die Ausbildung seiner Luftstreitkräfte weiter gefördert habe. Im Rovember 1918 habe Frankreich 3600 Ma­schinen in Dienst gehabt; jetzt habe es noch 1260. | Während zwei Drittel der britischen Maschinen sich in überseeischen Ländern befänden, habe Frankreich drei Viertel seiner Maschinen im I n l a n d e. Im Zähre 1925 würden die Fran­zosen 2180 Maschinen, England aber bloh 557 Maschinen in Dienst haben. Er, der Redner, gebe bereitwillig den groben Unterschied zwischen ter Stellung Frankreichs und derjenigen Eng­lands'zu. Aber auch wenn man berücksichtigt, dah Frankreich ein großes stehend^ Heer und eine ausgedehnte Grenze habe, so sei das M i h v e r- hältnis doch überwältigend. ES ergebe sich von selbst die Frage, warum die eine euro­päische Macht eine so große und die andere ehre so kleine Luftflotte habe. Es sei undenkbar, dah zwischen den beiden Alliierten Feindseligkeiten ausbrechen könnten, aber es frage sich doch, ob es berechtigt sei, dah einet von ihnen eine Lust- ftreitmacht besitze, die nur den vierten Teil der­jenigen der anderen ausmache. Bevor man zedoch über die Ausgestaltung der britischen Luft- fireitfräfte eine Entschließung treffe, müsse man sich klarmachen, nie weit man gehen wolle. Wenn man den Eine-Macht-Slandard auf die Luftstreitkräfte anwende, würde dies eine sofortige Erhöhung des Etats um 5 Millionen Pfd. Sterl. ausmachen. Im Rovember 1918 hätten die briti­schen Luftstreitkräfte 30 000 Offiziere und 253000 Mann sowie 3300 im Dienst befindliche Flug­zeuge umfaht; gegenwärtig besähen sie 3000 Offi­ziere und 27 000 Mann sowie 351 Flugzeuge erft^r Linie.

C<IrU3. Sisenbahn-Regime: Dieses werde auf Grund ter Brüsseler Konferenz keine Aente- rung erfahren.

4. Räumung der Kohlen- undKoks- g er: Der m Drüs el aufgestellte Plan laufe | darauf hinaus, diese Maßnahme auf einer Reihe i von Kohlenzentren n a che inander durch'vu )- rcn. Es entspreche den Vorschlägen be8 Rwr- sckalls Foch ter ungeraten habe, den deutschen Widerstand dadurch zu brechen, dah man Koks und Kohlen aus dem Ruhrgebiet heraashol^ statt die Besetzung weiter auszudehnen, wie es General Degoutte verlangt habe. _

5. Auss uhrbewilligungen: In -Druf» sel sei es den Belgiern gelungen, die Ausschaltang sämtlicher lMahnahmen durchzusehen, die für den auswärtigen Handel eine unnötige ^rw^-mg darstellten. Ein Beamter des Quai d Orsay bäte sich nach Köln begeben, um dort zu versuchen, das m Brüs el vereinbarte Regime den terech.ig'- ton Bedür,missen ter Alliierten Frankreich; und ter Oleutraten anzupassen Das Itewre meint, vielleicht Hatto man mit dieser Arbeit besser e nm Hand.lssachtorstand!gen betraut Die eng­lisch: Regierung, die Lord Kilmar.wck in Köln . einen Beamtem des Hantelssekretar^ terge- gek'M hab:, fei darin logisch?. Vorsichtshalber müsse man dieser Frag: ge o f>^bafte Aufmerk­samkeit sch nicken, wenn man ub.e Zw schemfalle unv eine noch größere Spannung zwischen öngtano und Frankreich vermeiden wolle.

Die Forderungen

der sranzöfischen Sozialisten.

zunächst mit Geld zu versähen, ihnen Wohnung zu verschaffen und sie an ihren tennäch^gen schiftigungsvrt zu bringen. Schäden an Lmb und Leten, so'wie alle Sach^chäkei. welche die Ver­triebenen durch die Te'ahungsmachte erlitten, werden in tollem Umfang ersetzt.

ten, sind verhaftet worden.

Wie dieVoflische Zeitung" aus Buer de- richtet, ist die D e s a h u n g s b e h ö r d e e i f r i g bemüht, die deutschen Aussagen über die Vorgänge der letzten Tage unwirksam zu ma­chen. In der gestrigen Rächt sind mehrere deutsche Kriminalbeamte feftgenommen worden. D.e deut­schen Zeugen, die auf der Kommandantur ein­gehend von den Franzosen vernommen toorten sind, weigerten sich, ein tn französischer ^brache abgefahtos Protokoll zu unterzeichnen, trenn nicht ein ihnen bekannter Dolmetscher das Protokoll

Berlin, 15. März. (Wolff.) 3n ter heu­tigen Sitzung tes Haush altsa u s f<i> u s j e 8 tes Reichstags nahm Reichsverkehrsmrnifter ©tönet das Wort, um den Eisenbähnem, die im Westen einen sch'.e en Kampf zu bestoß V/v ben, für ihre vorbildlich; Haltung den wärmsten Dank der Reichsregtorung auszusprehen. Rach ten bisherigen Festste.tungen sind 142 Eisen­bahner verhaftet, 73 ausgewiesen und 52 auf schwerste und unmensch­lichste Art mißhandelt worden, ungty zählt diejenigen, die. aus der Wohnung ter- Paris, 16. März. (WTD.) Die sozial- treten und auf die ©träte gesetzt tootten finö demokratische Kammerfraktion be- Selbstverständlich temühto die Reich?rogierung auftraqte den Abgeordneten Ragnvn, die Regie- ^ch, für alle diese pflichttreuen Deutschen die rung darüber zu interpellieren, durch welche sorgfältigsten Fürsorgemaßnahmen zu ergreifen. Mittel s e die Achtung und Freiheit der Arbeiter $0 ttotten Flüchtlingsberatungsstellen m T eie* tot Ruhrgebiet sicher zu stellen gedenke. Zu glei- Fulda, Mannheim und Karlsruhe emge- (ter Zeit wurden die Abgeorfraeten Blum und ächtet. Diese Flüchtlingsberatungsilellen haben Bracke aufaeforbert, einen Resolutionsentwars Qiufnate, die Ausgewaenen und Verdrängten in der Kammer einzubringen. Ei re Enquetekom- - "nn 111

Mission möge ernannt werten, um die Lage un Ruhrgebiet festzustellen. Endlich beauftragte die Fraktion vier führende Sozialisten, den Text der Tageosrdnung der amerikanische Botschaft zu übermitteln, die ter Ko.ng- in Lille angenommen bäte und in ter ter Schiedsspruch der Vereinigten Staaten verlangt wird.

Rach terLiberte" beauftragte die sozia­listische Kammerfraktion vier ihrer Mitglieder, eine Interpellation über die Hinausschie­bung der Inhvesklasse 1921 ein­

zubringen.

Neue Truppenbewegungen der Franzofen.

Berlin, 16. März. Aus dem südlichen Teile tes besetzten Gebietes wird ter Vossl- schen Zei ung vonstarkenTruppenbewe- gungen berichtet. Der fuolich der Wupper u^> um die englische Zone gelegte Bogen ist rm Laufe des gestrigen Tages wieder erweitert Worten. Die Orte Ruenderath und Ostberghausen sind von den Franzosen beseht worden.

Die ^ortsch^ffung von Koks.

Berlin, 15.März. Laut »Dossischer Ztg." gebt die FortschaffungvonKok s auf ter Zecke Westerholt auch heute noch wsiter. Die von den Fi-ar^osen dazu verwandte ausländische Arteitorschaft ist vermehrt worden. Es dursten je^t etwa 120 bis 130 Leute dort tätig fein. Bisher ist es nicht möglich gewesen, festzustellen, aus welchen Ländern die Arbeiter stammen, da sowohl die Arbeitsstätten als auch die Quartiere ter Arbeiter durch einen dichten Milttarkordon streng abgesperrt worden sind. Auf ten Zechen Westorbott und Scholven ist nach Beendigung eines 24stündigen Proteststreiks die Arbeit wieder ausgenommen worden. Falls die Franzosen noch länger auf ter Zeche bleiten, sollen die Kokerei- I anlagen von ten deutschen Arbeitern stillgelegt weri>en.

Warenverlrehr und Iollabgabrn zwischen besetztem

und unbesetztem Gebiet.

Berlin, 16. März. (WTB) Drr Reichs- rat genehmigte heute eine auf Grund des Rot- gesttzes cr'affme Verordnung, worin zum Schu e der deutschen Finanzen und Währung anneordnet wird, daß es verboten ist. Steuern, Zolle und sonstige Abgaben oder Gebühren, die von anderen als den deutschen zuständigen Stellen gefordert werden, an den Deauftrag'en einer fremden Macht oder an eine Kasse, die sich in ihrer Gewalt be- fi -tet, zu zahlen oder Zahlungen für eine fremde Macht a->zunehmen. Weiterhin ist der Waren- I verkehr zwischen dem besetzten und dem unbesetzten Gebiet ohne Erlaubnis I ter zuständigen deutschen Behörden verboten. Zu­widerhandlungen werden mit Gesängnis nicht unter 2 Monaten, in besonders schweren mit Zuchthaus bis zu 5 Zahrer bestraft. Re'en Frei­heitsstrafen ist auf Geldstrafe zu erkennen. Die Waren sind zugunsten des Reiches für verfallen zu erklären.

London, 15.März. (WTD.) 3m Unter­haus fragte ter Arbeiter Vertreter Buxton ten Premierminister, ob seine Aufmerk­samkeit auf eine vom 8. März datierte Rote des französischen Außenministeriums gelenkt Worten sei oerzufolge der deutsche Botschafter in Paris zur Zeit ter Pariser Konferenz am 2. Ja­nuar er Härt habe, daß er die Anweisung erhalten habe, Poincaril in offizieller Form mttzuteilen, dah feine Regierung einen Plan zur Rege- lung der Reparationsfrage aufgeftell bäte. Donar Cato erwiderte, es sei ihm nicht flar auf welche Rote des französischen Außen- n » isteriums Duxton Bezug nehme. Die britische Regierung habe alle Einzelheiten über die Pariser Konferenz veröfsenilicht. Buxton fragte tontet, ob die Regierung die Möglichkeit «wagen werte die deutsche Regierung einzulaten, dieses Angebot mit den etwaigen Bedingungen zu erläutern die für seine Erneuerung gelten sollten. B onar Law antwortete, er glaube nicht, daß irgendein Dorteil darin erblickt werten konnte, un gegen­wärtigen Augenblick derartige Sch^?^^"'

London, 16. März. (WTD.) D o n ar La w teilte gestern nachmittag im Un etauje I auf eine Anfrage Lamberts nut te >. 11 e i n e r- lei Vorschläge von der deutschen Re­gierung auf Annckhme ter von ihm tn Paris als angemessene Revarations-ckh-iungen genannten Summe gemacht Worten seei. Wedgewood Sagte, ob der Premierminutor rrgenteinen Ver- Llfk nemacht habe, um wahrend der Pann e Kon- Lrtiy in Fühlung mit dem deutschen Botschafter Zu treten um zu hören, was er in der F age zu sagen chnte. Donar Law antwortet, es hatte I teri deutschen Regierung freigestanten, irgend­welche Vorschläge zu unterbreiten wenn sie ^wünscht hätte. KennworthY fragte: S eht Zchr immer noch frei? Donar Law erwiderte: OatoobL ____

Die Untersuchung in Buer.

Berlin 15. März. DieVossisch? Zeitung" meldet aus Du e r, es sei festgestellt, dah im gan­zen bisher sechs Deutsche um gebracht wurden unter ter Beschuldigung die bettet fran- zösischen Offiziere erschossen zu haben. Xie ton teutscher Seite angestellten Bemühungen, Licht in die mysteriöse Movdasfäte zu bringen, scheitern daran dah von den französischen Be­hörden keinerlei Auskunft gegeben ms cd und dah daher ein Zusammenarbeiten zur Aufklärung ter Mordtat unmöglich ist.

D o ch u m, 15. März. (Wolff ) Die von ten Franzosen in Buer getroffenen strengen Maßnahmen sind noch immer in Kraft. Zei­tungen dürfen nicht erscheinen. Die deutschen Zeugen die unter Eid bekundeten, dah nur Franzosen als Mörder ter erschossenen

Keine englische Vermittlung.

London, 16. März. (WTB.) Von zustän- biger Seite wird erklärt, dah Grohbritan- nien, wenn sich eine Gelegenheit ergeben würde, feinen Entschluß wiederholen werde, zwischen Deutschland einerseits und Frankreich und Bel­gien andererseits nicht zu vermitteln. Es werte erklärt, die Frage gehe England nichts an, insofern als es Deutschlands Ausgabe fei, einen Plan vorzulegen, ter Frankreich und Belgien be­friedige.

- I 1. Militärische Organ Nation: Das französisch? Kontingent werde um 15 000 Riann

:- verstärkt werden, das belgische um 50^0 Ma nm Insgesamt würden die beiden Armeen aus 90 000 Mann bestehen, zu denen 10000 mobilisierte Eisen­bahner hmzuzuzählen seien.

2. Ingenieurmission: Diese werte künftig unmittelbar General Degoutte unter­stehen. Es werde künftig zwei Missionen geten; eine französisch? unter Franhen und eine bel­gisch? unter ter Leitung tes Ingenieurs Henne-

fpd. Höchst a. M., 15. März. Die fran­zösische Bcsatzungsbehörde wies am Mittwoch die Zollbeamten Voigt, Volk, Piplow und einen vierten Herrn aus, dessen Namen noch nicht genau bekannt, war. Außerdem wurde der 18jährige Schüler U h l ausgewie­sen, weil er ein französisches Plakat abgerissen | hatte.

Aachen, 16. März. (WTV.) Der Prä­sident der Oberpostdirektion Aachen Stein- Hof und der Direktor des Telegraphenamtes Hammerer sind aus bisher unbekannten I Gründen verhaftet worden.

O b e r st e i n, 16. März. (WTV.) Der Regierungspräsident der Provinz Birken­feld Dörr ist von den französischen Besät- zungsbehörden seines Amtes enthoben wor- I den. Bis jetzt ist seine Ausweisung noch nicht erfolgt.

Kriegsgerichtsurleile.

Mainz, 15. März. (Wolff.) Fünfzehn höhere und mittlere Postbeamte aas Mainz, fre vor dem französischen Kriegsgericht unter ter Anklage flauten, anläßlich ter Verhaftung des Pcstdirektors Klingelhöffer ihitoa Posten verlassen und die ihnen unterstellten D'>'mten und Arbeiter zum Streik verleitet za hate.1, | wurden zu Gefängnisstrafen von sieden I Monaten und 25 000 Mark Geldstrafe bis zu einem Iahr Driängnis und 100 000 Mark Gelte

I strafe verurteilt. Ein Telegraphe idirektor ararue freigesprl.chrn. Die Familien fr?r meisten An­geklagten sind bereits aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen Worten.

Der Oterpostmeister Wilhelm Schiff m ©L Goarshausen erhielt, weil er, entsprechend ten Anweisungen seiner vorgesetzten Behörde, einem ihm von ter französischen Besahungsbetzörte er­teilten Befehle, telegraphisch: und telephonische Verbindung mit dem neubesehten Gebiete von Taub her-.ustellen, keine Folge geleistet hat, em 'fahr Gefängnis und 100 000 Mark Geldstrafe.

Landau, 15. März. (WTB ) In Landau sand heute die Verhandlung gegen Oberbür­germeister Holler und Gendarmerie-Oter- wachlmeister K a i s e r von Offe.abarg flatt Ober­bürgermeister Holler tourte zu s echs M o n a- ten Gefängnis und 100000 Mk. Geldstrafe unb Kaiser zu einem Iahr Gefängnis unt> ICO COO Mk. Geldstrafe verurteilt.

Die neuen Methoden der Franzosen und Belgier.

Paris, 15. März. (Wolff ) Heber das Regime, das in ten besetzten Gebieten von ter 1 französischen and belg ischen Regierang nunmehr eingeführt werten soll, veröffe-.ttlicht die I »Oeuvre" folgende Zusammenstellung:

Erstes Blatt 1?3. Jahrgang

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger sür Oberhessen

Zrettag, jb. März 1925 Annahme oon Anzeigen sür die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm Höhe sür Anzeigern 27 mm Breit» örttich 80 Mk., auswärts 100Mk.;sürReki ame>