Einzelbild herunterladen

ne,Wu Reimer.

®än 1923.

"5 Muts $e . faul an ""

r

imesterferien tsmangel

lehlt sich nertocliiihe in Reparaturen

Gießen

r Studentenhilte merWeg 18), Tel. 1399 den abgeholt!

ShtgSt

w*

jdenej

re»- «'S M Gieße"

Bono'a0 18.

r"'

-'S

Vlre*^ lq. (ibö7 5s? -FL

I vsHö Untere^»" S'W ,ro««er-"8. i. «f. W'ss

inbala- ratanS

272:3 an . A.-E-' . i*'h

tiche^ ntoniep

AK

raioill! obnnr||U

Mi

chMtUNgU

stehhändln OberhesienS » 18. d. OH, 12.30 Uhr, I

mlung

nung:

rufsorganifatlon. tot». Zeff. Ministerium

Wirtschaft.

n lebenswichtige kommen. Angesichs^ ig und der Persönlichkeit Abändlerober-es^ noch keiner Orgamlanon ei8e,a6°L 01736

woe:

Kiehen und Lmg. lönblet Dereia.

Etzbach und W

:rer bschtag lUdfleislh 2500.

...... 2400.-

)...... 3400.-

....... 4500.- ....... 3000.- ek L. Jakob lelephon 31.1955D In ditte mitbringen.

vol-

" SM Ȋ*ss D^-s.S

gicioillio14 siöiefl* SS

Ur. 63 Zweites Blatt

Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Oonnerstag, 15. lstärz .923

Mark überwiesen.

schön war es doch gewesen, als er seine sunge Frau in diese Stube hier führteI Die war ganz neu hergerichtet, sauber getalkt urrd ein Kachelofen gesetzt, hoch und breit, der behaglich wärmte, selbst wenn es brausten fror, daß der Wald überm Dach knackte. Der Dater hatte ihm die Muhle hinterlassen ohne Schulden, er selber hatte auch nie welche zu machen gebraucht. Müllersein nährt, von jedem Sack Korn den so und so vielten: man braucht kein ungetreuer Müller zu sein, der mehr nimmt, als ihm zukommt. Früher, eh' all der Krieg kam und die unsicheren Zeiten, was waren da für Despanne bei der Mühle vocgesahrenl Die ganze Eifel lieh beim Llehmüller mahlen, ilnb wie die Frau den Haushalt verstand! Ihrer Hcmrd glückte alles: die Blumen am Fensterchen, die Kühe im Stall, das Federvieh auf dem Hof und die Kinder. Hier hatte sie die geboren. Das war eigentlich doch der schönste Tag, wenn sie ihn anlackte:Vatter, als wieder 'n Jung! Als sei es gar nichts, so kamen die auf die Welt. Und wenn die Kinder beim Zahnen schrien, litt sie es nichts dah er sie trug, dann stand sie nachts auf, ging mit leisen Fühen in der Stube umher und wiegte das Kindchen im Arm, bis es still war: unter der weihen Mühe guckte so lieb ihr rund^ Gesicht. Auf der Kirmes konnte er noch immer Staat mit ihr machen: andere Frauen mit drei Kindern tanzten nicht mehr, sie aber war noch flink wie ein Kreisel und ebenso un­ermüdlich Lind als der Triebriemen ihn einmal beim Aermel gepackt hielt, der Arm ihm gebrochen wurde, wie hatte sie ihn da gepflegt: keine Rönne, die im Kloster das Pflegen gelernt hatte, konnte geschickter zufassen als sie. Am liebsten aber sah er mit ihr auf der Dank vor der Tür. am Abend.

Handelskammer und Presse.

Frankfurt a. M , 14. März. (Wolff) Di- Handelskammer Frankfurt a. M. -Ha­nau teilt uns nachstehenden von ihr gefaßten De- schlust mit:

Die Rot der Presse fordert unbedingt, dah die gesamten wirtschaftlichen Kreise die Tages­und Fachpresse durch Zuwendung von An­zeigenaufträgen, Aufrechterhaltung des Bezugs und Zuwendung von Druckaufträgen unter­stützen. Im Hinblick auf die besondere Bedeutung der Poesie für die Allgemeinheit, aus die Wichtig- teil einer unabhängigen Presse für unsere wirt­schaftlichen Beziehungen zum Ausland und aus die schwierige Stellung der Presse in dem gegenwär­tigen Abwehrkampfe an Rhein und Ruhr fordern wir die Industrie und Handel unseres Bezirkes auf, zur Erhaltung einer wirtschaftlich unabhängigen Presse beizutragen."

Der Reichsarbeitsminister hat mit Zustim­mung des Reichsrats und der zuständigen Reichs­tagsausschüsse die monatlichen Teue­rung s z u s ch ü s se für Militärrentner neu festgesetzt. Mit Wirkung vom 1. Februar ab Reisegepäck erhoben.

nach, in Speicher und Keller, sie riefen laut ihren Ramen vergeblich.

Derweil sah der Müller bei seiner Frau, ihre Hand wurde kühler und kühler. Was war nir mit ihr? Der alte Mann beugte sich über sie, ganz ängstlich forschend.

Jetzt hörten die Söhne den Dater plötzlich laut aufschreien, sie stürzten ins Zimmer. Da stand er mitten in der Stube, reckte die Hände gen Himmel und rief:Sie is tot.

Die Mutter tot. Ohne Klage, ohne Kampf, friedlich entschlafen. Die Söhne knieten am Dell nieder.

Kreis Schotten.

wg. Gedern, 13 März. Für die Ruhr- Hilfe spendeten die hiesigen fürstlichen Beamten durch Gehaltsabzug den Betrag von 36 350 Mk die Bereinigung der Kriegshinterbliebenen und Kriegsbeschädigten den Reinerlös eines Wohl- tätigkeitsabends mit 9740 Mk. 3m ganzen wur­den bis jetzt durch die hiesige Sammelstelle 270 093

darf der Käufer auf solchr. teilweise als Luxus zu bezeichnenden Gegenstände recht gering.

Die Ausstellung jener kostbaren Qualitäts­arbeiten des Kunstgewerbes, unter ihnen fast : alles» nut Handarbmten der Kleinmöbel- uiid Raumkunst, Silber- und Dronzeschmiedearbeiten, Handwebereien, Graphik, Stoffpuppen usw. in der Universität, die eine Fülle von Menschen sah, suchte an ihrer Reichhaltigkeit und Schönheit ihresgleichen. 3n gleicher Weise kann von der Keramik- und Edelglasausstellung das Beste be­richtet werden.

Die übrigen Branchen der Bureaubedarfs­und Papierindustrie, der Sportartikelmesse usw. wichen in ihrer Art kaum von den früheren Aus­stellungen ab. DasHaus der Liköre" könnte man das MehhausHohmanns Hof" nennen, wohin sich mehr und mehr die natürlich auf der Messe auch vertretene Getränkeindustrie zentrali­siert. Hier 'begnügt man sich nicht etwa babet, dem Interessenten nur eine Kostprobe des goldig schimmernden Benediktiners zu reichen, oder die probende Zunge an dem fernenAsbach IItau zu laben, die Ausstattung des Derkaufsstandes zu einer reizenden, stimmungsvollen Dar nach meisterhaften künstlerischen Gesichtspunkten soll zu einer Bestellung anregen.

Unten in der Md hatten Datei Atü bei der Mutter gesessen Als bte Äragfe no$ immer schlief, wagten sie es dennoch nicht, teile flüstern. Rur nicht sie stören, es tat tfcja so gut, zu schlafen nach den letzten Angststrüden 001 D^Alte ging Hahre um ^ahre zurück: blätterte sie um, wie die Setten in einem Ducy, in dem man seine Li^lingsstellen hat, die man tarnet wieder und wieder noch einmal lieft. Wie

Die Leipziger Frühjahrsmesse.

Eigener Bericht desGießener Anzeigers". Bon Erich Werner.

Der Wunsch, den ich vor einem halben Jahre an dieser Stelle cw.ssprach, dah die Frühjahrs­messe des Jahres 1923 im Zeichen einer besseren wirtschaftlichen Lage verlaufen möchte, als die Herbstmesse des vergangenen Lahres, ist leider nicht in Erfüllung gegangen. Man kann bejahe behaupten, das) die Leipziger Mesien der Rach- kriegszeit fast ohne Ausnahme immer in die Zett schwerer wirtschaftlicher, das ist gleichbedeutend mit politischen Ereignissen, fielen. Das Gespenst der oberschlesischen Sanktionen diesmal, das rapide Sinken der Mark beim andern Mal, die Besetzung des Ruhrgebietes war in ihren Auswirkungen bei der eben beendeten Frühjahrsmesse zu spuren. Wenn doch das stetige Anwachsen des Mestver- kehrs immer wieder zu verzeichnen ist, so ist

chend gut.

Das äußere Bild des Lebens und Treibens in den Leipziger Straßen ist wieder dasselbe meßgewvhnte. Die Menschenmassen fluten ins­besondere in den Abendstunden lebhaft vorüber. Zwischen all dem Gebrause, dem Klingeln der Straßenbahnen und den dumpfen Warnungs- signalen der eleganten Autos, den ausrufenden Berkäusern der Berliner Abendblätter mischt sich ein ratterndes Geräusch in den Lütten und lenkt die Blicke nach oben Riesengroß gleiten am dunklen Himmel leuchtende Buchstaben vorüber Odol ein Flugzeug der Deutschen Luftreklame- Gesellschaft. selbst unsichtbar am Firmament, weist damit dem modernen Reklamewesen neue Bahnen.

Bei einem Rundgang durch die Leipziger Metzhäuser darf man zuerst die modernen Meß- paläste, wie sie derHandelshvf, das Konzentral- haus u a. sind, bewundern mit ihren Tausenden | von Ausstellungsständen des Allgeme'nibedarfes, den elektrischen Auszügen, Restaurants, dem Ge­wimmel der Fremden, die das kategorisch einge- prägteRechtsgehen" nicht immer gern befolgen. Haus- und Küchengeräte wie diese, birgt auch dieGrobe Mehhalle" in Gohlis, der Geschäfts­gang wurde hier sehr verschieden beurteilt.

Der Derkoufsbetrieb auf der Textilmesse, die hnmer weiteren Umfang einnimmt, ist sicher als sehr gut zu bezeichnen, der Auslands besuch Der* schaftt ihr vielleicht im Allgemeininteresie etwas ungebeten einen starken internationalen Einschlag. Spielwaren und Puppen zählten schon immer mit zu den ersten Exportartikeln Deutschs lands, vielleicht sah man dasMade in Germanh auf ihnen häufiger als auf allen anderen Aus­fuhrgegenständen. 3hr Großabsah auf der Leip­ziger Messe dürfte des Weihnachtsgeschäftes bal3 ber vor allem auf der Herbstmesse zu suchen sein. 3n den Artikeln der Kurz-, Galanterie-und Lederwaren wurde das Geschäft Ende der Wcche als ün ganzen recht flott bezeichnet, gegenüber der deutschen Kundschaft weniger lebhaft, wenn auch gewisser Warenbedarf vorlag. Die Uhren- und Edelmetallmehbrancch: durfte von vornherein nicht auf grefte Umsätze rechnen, ist doch der Be-

daS em Merkmal, dah das heutige Wirtschafts­leben eben nicht ohne einen solchen Zentralpunkt internationalen Güteraustausches möglich ist, wie es aus sich heraus und ohne Zutun die Leipziger Mustermessen geworden sind.

Während der ersten Berkausstage der am Sonntag, dem 4. Marz, eröffneten Mustermesse war es ausgeschlossen, einen auch nur einiger­maßen zuverlässigen Bericht über die Konjunktur I und den Derkehr zu geben. Wohl von keiner Seite ist man mit überspannten Hoffnungen auf den Erfolg der Messe nach Leipzig gefahren, vor solchen ivarnte schon die seit Wochen anhaltende unsichere Krisis und die Frage der Markstabilisie­rung. Rach verschiedenen Urteilen, die aus den I einzelnen Mehbranchen der Allgemeinen Muster­messe inzwischen eingelaufen sind, hat das Meß- geschäft allerdings hier und da mehr erfüllt, als die allgemeine Wirtschaftslage beim Rteß° beginn vielleicht versprach. Unter Berücksichti­gung der vielfach überaus geringen Erwartungen ist der Erfolg im allgemeinen als befriedigend zu b^eichnen. Gemäh der verschiedenartigen Mo­mente, die auf unsere heutige Lage eintmrken, die demnach z. B. der Geldknappheit halber Groß- einläufe dAitscher Firmen in Daren der Luxus­industrie beeinträchtigen, ist natürlich das Geschäft uneinheitlich verlaufen Der Besuch ist heute am Ende der Woche nach amtlichen Informationen I als sehr gut zu bezeichnen, was ja nun natürlich nicht auch mit gleichgutem Geschäftsgang ver­bunden zu sein braucht, ist doch die Leipziger Mustermesie heute zugleich einInformations­bureau", ein Barometer für unser Wirtschafts­leben, werden nicht gleich Berkäufe gezeitigt, so knüpft man doch Verbindungen an, erfährt von Reuerungen und Erfindungen, besucht Vorträge führender Wirtschaftspolitiker. wozu noch die grefcen Versammlungen und Veranstaltungen wirtschaftlicher Verbände kommen. Am Meßsonn- tag hatte man bereits von einer Besucherzahl gesprochen, die eine Rekordziffer gegenüber den Sonntagen der früheren Messen darstellte. An den folgenden Tagen ging denn die Zahl der Metz- ftemden etwas zurück, trotzdem darf behauptet werden, daß die bisherige Anzahl des größten Besucherandranges früherer Messen mit 155 000 Geschäftsleuten wieder erreicht ist. Von diesem sind etwa 14 000 Firmen als Aussteller ver­treten, eine Zahl, die gegenüber den Messen des Jahres 1922 eine weitere Steigerung erfahren hat. Unter der Ausstellerschaft ist wie immer das Ausland stark vertreten. Insgesamt zählt man etwa 650 Aussteller fremder Länder, die in ihrem größten Teil den Ländern angeboren, die in Leip­zig eigene internationale Meßhäuser haben, die Tschechoslowakei mit 308, Oesterreich mit 237, Ungarn 34, die Schweiz mit 19 Firmen. Die Zahl ausländischer Einkäufer ist gleichfalls entspre-

Die Technische Messe in ihrem riesigen Um­fange hat noch eine weitere Vergrößerung er­fahren durch die Fertigstellung und Einweihung desHauses der Elektrotechnik" am Mehsonntag. Um das Gedränge um die in voller Tätigkeit vorgeführten Maschinen, Elektromotoren, Hoch­spannungsapparate etwas einzudämmen, war die Schließung der großen Halle zeitweise nötig. Dem Techniker, ob jung oder alt, bieten sich hier anregende Bilder der nicht zu ermüdenden Kraft der deutschen Großindustrie, wie sie auch in der Detonhalle der Werkzeugmaschinen, der Krupp- Halle usw. zum Ausdruck kommt. Auch die Aus­stellungshallen derDeutschen Schuh- und Leder­messe" sind vollkommen gefüllt mit den Ausstel­lungsständen der Firmen dieser Branche. Das Geschäft ist auch auf der Technischen Messe zum mindesten zufriedenstellend gewesen, so dah zu erwarten ist,, daß auch fernerhin dieser Zweig der Technischen Messe zur Vervollkommnung der Riesenschau deutscher Industtie beitragen wird.

Unter dem greiljeiisbanm.

Roman von C- lara V i e b i

64. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.)

Sollte er hinuntereilen, den Genossen zu Hisie kommen? Er wurde das unheimliche Gefühl mdjt los: denen war der Ueberfall nid>t gegluckt 5> Schüsse, die Schüsse! Schon schickte er sich an, von der Tanne heruntetAullettern: damt blieb er doch oben, stieg in die höchste Spitze btnauf. i>k unter seinem schweren Gewicht schwankte md schüttelte, hielt sich da fest und lauschte, wurden sie kommen? Die Rächt war kalt, K Atemnoch eisig hier oben; wie Wölfe tarnen Plötzlich bunflß Wolken daher, der Mond verkroch sich vor lauter

Frierend, ungeduldig harrend, Wag ber Wann oben im Daum. Roch immer kam keiner zuruL Die Hände verklemmten ihm, er konnte mehr festhalten. Dom Wind, der gegen Morgen grauen wie ein Sturm za blasen^gwm Der eigenen peinvollen Ungewißheit gn «schüttelt, hing er im Baum Hte eine Frucht,

Roch schien der Mond nicht. In der Stube sah der Alte, sonst noch so aufrecht, jetzt ganz zusammengesunken. Ach, daß die Maria fehlle! Unter Tränen hatte Martin, so gut er es ver­mochte, die Mutter feierlich gebettet, ihr die Haare glatt unter die Haube gestrichen, ehe die kalten Hände erstarrten, sie ihr gefaltet und das Kruzifix vom Weihwasserkesselchen an der Wand ihr zwi- schen die Finger gesteckt.

In den Jammer um seine Mutter mischte sich seltsame Angst um Maria. Wo war sie, was hatte sie fortgetrieben?

Der Hund lief zum Hoftor und winselte laut, seine Rase witterte ihre Fährte: er rannte ein Stück ins Dunkel htnein, kam oaim zurück, den Schwanz erngezogen, setzte sich hin, hob den Kopf und heulte den Himmel an. Aus den Felsen jaulten die Marder Antwort. Es war nicht zu ertragen. Rikla jagte den Hund in den Stall und machte die Tür zu.

(Fortsetzung folgt.)

Deutscher Reichstag.

319. Sitzung, nachm. 2 Mr.

Berlin, 14. März 1923.

Auf der Tagesordnung steht die dritte Lesung des Gesetzentwurfes über die Wohnungsbau- , a b g a b e.

Abg. Leopold (Dtnl.) beantragt Ableh­nung des 8 13. in dem die Arbeitgeber ixr- Pflichtet werden, bei der Errichtung gewerblicher Räume Arbeiterwohnungen zu errichten.

Abg. Maretzktz (D.Dp.) fordert die bür­gerlichen Parteien auf, die Bestimmung abzu- lehnen, wonach aus den Mitteln der Abgabe auch gemeinnützige Dauunternehmungen unterstützt werden können.

Rachdem Reichsarbeitsminister Dr. Brauns erklärt hatte, daß die Bestimmung keineswegs eine einseitige Bevorzugung der Fialen Bau­genossenschaften bedeuten, werden dte Beschlüsse der zweiten Lesung mit einigen redaktionellen Aenderungen bestätigt. Die in der zweiten Lesnug gebliebene Lücke wird durch Annahme eines Anttages der Demokraten und des Zen­trums ausgefüllt, wonach die Abgabe vom 1.1. 1923 bis 31. 12. 1924 1500 Prozent des Ruhungs- wertes betragen soll. Gegen den Antrag stimmen die Deusichnattonalen und die Kommunisten. Da die Gemeinden die Abgabe in gleicher Höhe er­heben, beträgt alfo die Wohnungsbauabgabe 3000 Prozent, wie es auch der Ausschuh beantragt hat. In der Gesamtabstimmung wird der Gesetz­entwurf gegen die Deutschnationalen, die Deutsche Dolkspartei. die Kommunisten und einzelne Ab­geordnete der Mitt.stpar'eien angenommen.

Es folgt die Fortsetzung der zweiten Be­ratung des Gesetzentwurfes über die Anpas - Tung der Steuergesehe an d i e Geld­entwertung. Rach unwesentlicher Debatte, in deren Verlauf u. a. ein kommunistischer Antrag auf Beseitigung der Lohnsteuer abgelehnt toirb, wird eine Reihe von Artikeln in bet Ausschuß- fasiung genehmigt Zu Artikel 7 über das Bank­geheimnis beantragt

Abg Simon- Schwaben (S.) Offenlegung ber Steuerlisten sowie Streichung der Destimmun- gen, burch welche das Bankgeheimnis wieder eingeführt und der Depvtzwang aufgehoben wer­den soll. Rach Ablehnung ber sozialdemokrati­schen Anträge wird der Arttkel 7 in ber Aus- schuhfassung angenommen. Demgemäh wird der Depotzwang und das Kundenverzeichnis der Danken beseitigt. Die Auskunftspflicht der Banken auf besonderes Verlangen der Steuerbehörde bleibt bestehen.

Abg. Peine (S.) empfiehlt eine Entschlie- hung, die eine Steuerreform in einer nach dein Dvrdild der Lohnsteuer vereinfachten Erhebungs- fvrm verlangt. Redner polemisiert gegen die im Ausschuh angenommene Entschließung Helfferich, welche die Cinrommensteuer besonders der Lohn­end Gehaltsempfänger auf eine neue direkte, die Steuererhebung vereittfachende Grundlage stellt. , , ,

Abg. Dr. Helfferich (Dntl.) betont, dah seinerzeit auch die Sozialdemokraten im Ausschuß seiner Enischliehung zugestimmt hätten: die also ungerecht bekämpfte Lohnsteuer dürfe doch konse- queirterweise nicht zum Modell für alle Steuern gemacht werden.

2Tbg. Kvenen (K.) empfiehlt eine Gitt- schliehung, welche die Verwirklichung der Forde­rung des Allgemeinen Deutschen Gewerkschafts­bundes auf Erfassung der Sachwerte verlangt.

Die Abstimmung über die Entschließungen wird ausgesetzt. Im übrigen wird die Vorlage in zweiter Lesung nach den Ausschuhbefchlüssen ge- HC ^&gen nachmittag 2 Ahr dritte Lesung der Steuergesehe und kleinere Vorlagen.

Schluß gegen 6 Ufjr.

18 000 Mark: ,

der besondere Zuschuß, den Schwerbeschädigte

oder Hausgeldempfänger erhalten, wenn sie für Kinder zu sorgen haben, erhöht sich für jedes Kind um 6000 Mark auf 11000 Mark.

Die Cinkommensgrenzen wurden den erhöhten Teuerungszuschüssen entsprechend heraufgesetzt.

IHM IM............

Roch schien die Sonne ein bißchen und machte die Hänge der Felsen schön wie Purpur und ©olb, vom Mühlbach wehte es kühl und erquickend nach heißem Tag, da hatte sie nach seiner Hand ge­faßt und gesprochen:So is et im Paradies!

Des alten Mannes Kopf senkte sich wie be­schwert von glückseliger Erinnerung.

Der Alte dachte zurück, der Junge nur vor­wärts. Wenn die Maria erst sein war! In Mar­tin flammte das Glück auf, dann tauschte er mit niemandem auf Erden mehr. Dann wohnten sie hier in dieser Stube, schauten aus diesem Fenster ins fleinc Gärtchen, sahen den Wald im Winter­schnee und in Sommersonne, saßen an diesem Tisch schliefen in diesem Bett so hatte die Mutter es ihm gesagt. Die gute Mutter!

Er schaute plötzlich auf sie, es war ihm, als hätte sie tief geseufzt. Ganz seltsam tief. Er sprang auf:Mutter! Wollt Ihr watT

Sie gab keine Antwort.

Run sprang auch der Müller auf, seine Er­innerungen hatten ihn eingelullt gehabt; er fafUe die Hand seiner Frau:Mutter, wat is dir?^ Ihre Hand lag in der fernen, ganz ohne Gegen­druck, und sie wurde so kühl.

Maria, Maria!" Die Maria mußte gleich kommen, die wußte am besten mit ber Mutter Bescheid. Aber so laut auch Martin an der Treppe rief, ihre Stimme gab ihm von oben nicht Antwort. Da lief er hinauf.

Das Bett war in Ordnung gebracht, glatt gestrichen, sie war schon aufgestanden _tix> war die denn nun? Von den Brüdern batte sie keiner gesehen. Wo war sie, war sie denn fortgegangen?! Verstört lief Martin umher, die beiden Brüder suchten mit ihm. Sie schauten in jedem Ra am

auf 50 000 Mark,

für eine Witwe um 10 400 Mark auf 18 000 Mark, für eine Witwe, die nur auf die Rente'angewiesen und nachweislich einen Erwerb auszuüben nicht imstande ist, um 21000 auf 35 000 Mark, , - - , ,

für eine vaterlose Waise um 6500 Mark auf Kreis Lauterbach.

12 000 Mark, . , £ I * Lauterbach, 13. März. Dem Frhrl. För-

für eine elternlose Waise um 11000 Mark auf ster S ch rn id t in W e rn g es ist für die er ste in

20000 Mark, Oberhessen am 3. März erlegte S ch n ep f e die

für einen Elternteil um 9000 Mark auf 15 000 Mk., s^perne Schnepfenmebaille des Hessilchen Jagd- für ein Elternpaar um 14 200 Mk. auf 24 000 Mk., verliehen worben.

für Empfänger eines llebergangägelöeö ober eines Hausgeldes ober für Empfängerinnen einer Witwenbeihilfe um 10 400 Mark auf

erhöhen sich die Sähe Landkreis Giesren.

für einen Schwerbeschädigten bei emer Mcnberung mx; » f »rf 19 Mär- ^wsi Lichtbil-

80 B Um betüt

für einen Schwerbeschädigten bei einer Minderung die Schuljugenb n'^mit'erklärenden

mebT ati 80 c s-um

S «uti.nid-t tmstand- ist. um 30 000 |

Mädchei unseres Wartburgvereins, wie Gemeindegesang begleiteten. Der Reinertrag der gutbcsuchten Abende kam unserer kirchlichen Jugendarbeit mit über 10 000 Mark zugute.

" Zwanzigtausendmarkscheine. Rach einer imReichsanzeiger" erschienenen Bekanntmachung werden in nächster Zeit ReichSbanknoten zu 20 000 Mark mit dem Da­tum vom 20. Februar 1923 ausgegeben wer­den. Sie sind 160x95 Milimeter groß. Das Papiere, auf dem sie gedruckt sind, ist weiß. Das Wasserzeichen bildet entweder ein Äugel» muster oder es besteht aus geradlinigen Figu­ren in Form eines Z und aus sechseckigen Ster­nen, innerhalb deren hell auf dunklem Grunde die Buchstaben G und D abwechselnd wieder­kehren. In beiden Fällen erscheint es in heller und dunkler Wirkung. Die Vorderseite hat einen links und rechts etwa 12 Millimeter, oben und unten etwa 11 Millimeter breiten un- bedruckten Rand. Das Hauptbild ist von recht­eckiger Form und wird von einem blauschwar­zen Zierrahmen eingefaßt, innerhalb dessen der Text angeordnet ist. Der Untergrund, der sich auch unter den Zierrahmen erstteckt, ist in ver­laufenden Farben, in der Mitte grün, nach bei­den Seilen hin rot, gedruckt. Er bildet ein | Muster aus zarten, hellen Linien, in dessen Mitte eine Vignette eingearbeitet ist. Das Druckbild der Rückseite ist ebenfalls in ver­laufenden Farben, in der Mitte grün und nach

n beiden Seiten hin rot, gedruckt.

Aus Stadt und Land.* Gebührenfreie Umschreibung

Gießen, den 15. März 1923. von Fahrkarten. Die infolge der Beset- . xunq deutscher Gebietsteile bisher von der

Anzeigen-Annayme. betroffenen Aeichsbahndirektion zugelaffene Die Enta-gennahme von Anzeigen findet bis gebührenfieie Umschreibung der durchgehen- zum Abend 6or dem Aufnehmetag statt; An. den Fahr arten und b.e Umle'wn^de^G^ zeigen für di- Samstagsnnmme. muffen fpa. ^fV^ite«86 be9rEc6aUcn.

testens bis Frettag mittag aufgegeben fein. rbl? Gebühren für Reisegepäck auf

Geschäftszeit L a n b p o st f a h r t e n Für bas mit den Laad-

von 812V2 Uhr und von 25'/r Uhr. postsahrten beförderte Aeisegepäck, das der Rer-

, sende nicht aas seinem Schoß ober unter fernem

' * * Sitzplatz unterbringen kcum, werden, tote die

<T\:e S^üeriinadinfdlüffeReichszentrale für Deutsck-e Berkehrswerbung

«V»-i1!- 6 i Q)Un mitteilt, non jetzt ab besondere Gebühren erhoben;

fllt 9>hlltarrentncr. | kiele Gebühr wird von dem für die Landpost­

fahrten zuständigen Postamt in Anlehnung an dte Paketgebühr und den zu entr.cy yben Per­sonenfahrpreis festgesetzt. Bei den Kraftposten wurden schon bisher besondere Gebühren für