8050 8050
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0600,- 8615,- 0405,
113500 -10900 >. -118000,-
Dnrni'f.u.Nnnonnldrrnk 367».
Deulsche Otont
8900,
Deulsche BereinSbnnk. 2200,
Diöconio (Sommmibit . 4600. ■ 4800.
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cheidennitnlt
vninburn 81 incr. Pake. 9 53,
-Xovbbeuif^er Vloub . 6003, ,'kincntn’ei f^eibclberf 710
174,
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111,
125-
9075,-
Stadtverordnete Winn.
Oberbürgermeister Keller schreitet sogleich
ParlamentS-Gröffnung,
ammenzustechen. Möge diese gute Mahnung überall ein klares Echo und eine freudige Tat euSlösen! Unterstreichen muh man aber auch die Gedanken und Forderungen, die der Leiter unseres Gemeinwesens in bezug auf die Selbst- terwaltung auf dem Wege der Oeffentlichkeit den Regierenden übermittelt Hoffentlich werden auch diese Worte eines kommunalen Praktikers die Schwerkraft der Argumente verstärken, die dahin zielen, die Regierungen zum Nachdenken und zur Befreiung der Städte von en Fesseln der nachkriegSzeitlichen „StaatS- hrnft“ anzuregen.
Möge unser neues Stadtparlament nun starken Mutes an die schauere Arbett gehen und in den drei Fahren seines Wirkens durch seine taten zeigen, daß es die Ermahnungen des riters unserer Stadt recht verstanden hat, rmit man auch diesem Parlament dereinst as Zeugnis ausstellen kann, daß es seinen osten in g u t e r Weise zum Wohle der Stadt
(uUfuHtc!
Geld 1866.-
653.- 262o'= 887a-
14,- nooa- 45850,-
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46 0 >.70 6(15,85
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272.30
107,75
12800,-12700,-12989,-12800,■ 9775,— 9900,- 9475,- 0 75.
27200,-26030,-25 .00,-25000,-
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1794.50
1488,70 473,70 ioSro 1769,53
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94’16,70
13.65 371,-
267.70
102.50
Slniw'Drüsfel . ^ollnnb Vonbon PnriS.......
Schweiz Sonnten fi’nlicn yiijnbott’Qporto Tänemnrt.... vtorwenen . .. . Schweben . .. . 4'cliinnfor8. ... Nennork Denisch-Oesterr. Bubnveit
Pran ......
Üloram......
Ausgabe, die bei ber Reu wähl der Stadtverord- -ren-Versammlung am 19. Rovember vorigen oihres gewählten Stadtverordneten in ii: Amt einzuführen und zu der- rs lichten.
Ich betrüb: zunächst diejenigen Stodtvcr- »rtmeten, die bereits früher der Stabt-
43765.10
641,43
178550
1481,30
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Bochumer Guh . .
Buderus (£nro Deu.'sch'yuremburn.
für 6
8,1
81,-
690. -
400.-
SihMgSbericht.
Anwesend. Oberbürgermeister Keller, Bür- rmeistec Krenzien, die Beigeordneten Dr. e i b, Dr. F c e h, Dr. Rosenberg, Kling- » o r und 41 Stadtverordnete. Entschuldigt fehlt
Brief
1895»- 637.—
2660.'-
8910 —
14.40 0950.-
46150,- 485,- eia-^ 268,'-
522-1-
Wage
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Börsenkurse.
Frankfurt ct M. Berlin
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schotten.
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1 hi» Jf1 unb Mr?“1 tot. °artj lo^'W sich
Vermischtes.
Sechs Menschen an Alkoholvergiftung verstorben.
G l o g a u. 9. Ian. (WTD.) Beim Verla- den von Fässern auf dem hiesigen Bahnhöfe tranken mehrere Arbeiter von in Fässern befindlichen Resten, die offenbar Methylalkohol enthielten. Sie zogen sich dabei schwere Vergiftungen zu. Fünf Mann und e t n e F r a u sind gestorben, drei Personen liegen schwerkrank darnieder.
Ein deutscher Dampfer gestrandet.
London, 10. Ian. (WTD.) AuS Miami wird gemeldet: 303 Passagiere des deutschen Dampfers,.H o l s a t i a", der bet CarhSfort g e st r a n d e t ist, wurden von französischen, amerikanischen und englischen Dampfern an Bord genommen und werden voraussichtlich heute im Hafen eintreffen. ES wird versucht, das gestrandete Schiff wieder flott zu machen.
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669,15
1889,25
1558,90
491,25
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kllsfeld.
Zwischen einem Teil oa t unb der Äreschgeno! ew Eg wegen des Dresch' jchl zustande. Man rtat aber 1800 Marl ng hatte zur Folge, dah' flamanten beim 5 r e's
^9 der^derk,
AuS dem AmtsverkündignngSblatt.
** Das AmtSverkündigungsbkatt Ar. 3 vom 9. Januar enthält: Dinzlehung ber Tel- träge £ur Invaliden- und Hinterdlceli«renverslche- ru^-9 für HauSgewerbtrsibende. — Zuckerversorgung. — Hausiererlaubnisscheinpflicht für Ei den. — Maul- und Klauenseuche. — Deterinärpolrzei- liche Draufstchtigung der Zuchthengste. — Etnsen-
Belters'hain und in K e s s e l b a ch amtlich festgestellt wo.den. Der Sperrbezirk be-
DerNner Produktenmarkt.
Berlin, 9. Ian. 3n Berbinbung mit den steigenden Devisenkursen erhöhte sich am Vormittag auch der Preisstand am Getreidemarkt, ganz beträchtlich. Mit der während der Mittagsstunden entstandenen Abschwächung und Schwankungen der Devisennotierungen wurden die Käufer, die vormittags ziemlich jedes Angebot ausgenommen hatten, vorsichtiaer. Für Weizen bestand Rachfrage seitens Güdörutschland. In den übrigen Artikeln waren die Umsätze nicht bedeutend, doch erhielt sich im allgemeinen der hohe Preisstand.
Banknoten.
Frankfurt n.M.. ü Januar, etbroeucr Noten ftrnntötifrtie Noten Dänische Nölen............
Schwedische No en Hollänbtlche Noten Drutlch'Oeiierreich A 100 Kronen Ainertk milche Noten Englische No en . ..
Jwlienische Noten..........
Belnische Noten ..
Ihmnvtidie No en Tschechoslowakische Noten Norwegische Noten Rnmäntsche Noten Spanische Noten . ..
S"/,Dtsch. NeichSanlethe 4'7» Ternletche» 2'ernletchen
3“/, Dergleichen
Dlfch-Svnr-Präm.-Slnl.
47, Prentrische Kousal»
4®/„ Hessen.........
8'///» Hessen
B*7„ Hessen
40/o Zolltlirken ! 57j Goldmexikaner
tnmg der Kirchenrechnungen für 1921. — Tntschä- bigung der Gemeinden für die Erledigung von Dienstgeschäften für die Reichsfinanzverwaltung. — Erhöhung derErwerbSlosenunterstühung. — Bezüge der Vertrauensmänner der Landretcerber. — Preise für Umlagegetreide. — Ausstellutrg von Wandergewerbescheinen. — Gewerbe-Lezrtima- tionSkarten. — Auflösung der Wasseraenossen- schaften „Rodheimerwegfeldgenossenschaft" und „D.uchweggenossenschaft" zu Steinheim. — Eröffnung des ordentlichen Lehrganges 1922/23 an den Hessischen Landwirtschaftlichen Schulen. — Bezug von Wasser aus dem Wasserwerk der Gemeinde Treis a. d. Lda. — Dienstnachrichten. — Feldbereinigungen Holzheim und Lang-Göns. — Gefunden: verloren.
Gellettkirchener Berfliü2 ■25a-257ä0,-2.">( 0),-26000,- Hnroener 'Bcrnbnn. . 59500,—56000,—57000,—57500,— Knliwetk '2lscherSlel>cnl i6 >0,—140l»o -13M, -1441x1,— Llaliwerk Westeregeln 156O(X—1710(X—
Vnurnbütte . 13 00.-149,0,-13903,-15000.— 'Cbcrbcbirf 13800,-131)00,-1 !050,-13500 - Ptiönir 'Herobnu. . .. 2250J,—212 0,—215 )O.-11!IO.),— Nheinüahl 2r.ht5,-£15M-2l 250, -20100,- flhebett '.uioutan . . . 3)000,— -,—34800,-36503,— Tellus Bergbau . . . 51 K).—5600,— —,— —
29593,—3200’3,-28'00,—23500,'
IL.a— ih 0 ',— 0 00,- '.'200.- 10710,-110.30,— -,—1150 . 752 7525— 8150,— 7610,
731’0,— 740j,- 710.',— 7C0(V , lioOO,—IIL'H 0,-
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LiemenS & Halske. . .254 C.—24000.-2300 ^228Ca- l'lblerwerle uteuer Daimler Motoren, vculmenfuiebt .. . jJienuin . .
,nd des D°ll°«
rankfort°^^^M>
(3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine vorläufige Antwort Frankreichs auf den amerikanischen Reparattonsvoi schlag.
London, 9. Ian. (WTD.) Reutet meldet aus Washington: Frankreich hat in Erwiderung auf den Vorschlag zur Regelung der Reparationsftage, wie er von Hughes in seiner Rede in Rewhaven angeregt worden ist, an die Vereinigten Staaten eine vorläufige Antwort erteilt. ES verlautet, das) diese Antwort keine unbe- dingteAblehnungdes Vorschlages darstelle, der noch immer von der ftanzösischen Regierung erwogen wird.
Scharfe Derurteilung der französischen Plane kn England.
London, 9. Jan. (WTD.) Die Blätter heben die Ängewistheit hervor, die bezüglich der französischen Vormarschpläne herrschen, weisen jedoch darauf hin, dah die Vorbereitungen dazu mit fieberhafter Eile betrieben werden. Der heutige tiefe Sturz der Mark und auch das Fallen der übrigen Währungen, insbesondere des französischenFran» k e n, errege in der Presse grohrs Aussehen. Ein Abendblatt spricht von einem französischen Schlag gegen die Wahrungen. Der „Pall Mall and Globe" zufolge wird die Haltung der Franzosen in amtlrchrn Kreisen verurteilt. Ueberall in England gewinne die Ansicht an Boden, baß Frankreich entschlossen sei, zu nehmen, was es nehmen könne, ohne irgendwelche Rücksicht auf die Folgen. Bonar Law warte die Ereignisse ab. ES herrsche die Lleberzeugung, daß Frankreich der Hauptleidtragerrde sein werde. Die britischen Staatsmänner seien jedoch wegen der Europa drohenden Gefahr tief berührt. *
Eine schwedische Stimme zu den französischen Plänen.
Stockholm, 9. Ian. (WTD.) Zu der Londoner Meldung, Schweden könne vielleicht die Aufmerksamkeit des Völkerbundes auf die bevorstehende Aktion im Ruhrgebiet lenken, da eine solche Maßnahme den allgemeinen Frieden bedrohe, schreibt „Sozialdemokraten": Völlig authentische Rachrichten über die Absichten Frankreichs liegen noch nicht vor. Bestätigen sich indessen die Zeitungsmeldungen über die bevorstehende Besetzung, so ist anzunehmen, dast die Fiage im V ö l ke rbu n ds r a t zur Behandlung aufgeworfen wird. Schweden ist ja nicht das einzige Land, das daran interessiert ist. dast die frage im Völkerbund erörtert wird. Die auster- orixmtliche Gefahr für den europäischen Frieden. die durch ähnlich: extreme Mastnahmen hrr- vvrgerufen werde, könne die nach Frieden trachtete allgemeine Meinung in keinem Lande unberührt lassen und habe es ja, wie man schon- gesehen, auch nicht getan. Was unser Laich betrifft, so hat es schon einmal seinen grundsätzlichen Standpuntt ausdrücklich dargelegt, als Schweden dec äleberweisung der Aalandfrage an den Völkerbund zustimmte. Es könne nicht der geringste Zweifel über den Standpunkt Schweden- befteben für den Fall, dah die Gerüchte von einer Besetzung des Ruhrgebietes sich bewahrheiteten.
TürNsch-englische Derchandkungen über die Mosfulfrage.
London, 9. Ian. (WTD.) Einer Dlät- termeldung aus Konstantinopel zufolge berichten die türkischen Zeitungen, daß Mustapha Reschid Pascha mit der Aufgabe betraut worden sei, über die Mosfulfrage direkt mit Donar Law zu verhandeln.
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Sitzung der Stadtverordneten.
Gießen, 9. Januar 1923.
Parlamentseröffnung. Reben den zahl- 1'eichen, auS dem früheren Parlament bekann- ! len Personen viele neue Gesichter, insgesamt 19. Eifriges Suchen nach den Plätzen, an dem sich, da offensichtlich etliche Platzveränderun- ijen vorgenommen worden waren, auch einige „Alte" beteiligen. Von Kollegen hier und da Ireundlich unterstützt, hat jeder schnell seinen Stuhl gefunden, und nun zeigt sich die Plätze- zruppierung nach der politischen Färbung, nach tem Vorbild der großen Parlamente in klarer Weise. Die rechte Seite bis in dis Mitte L»es Saales hinein gehört den Vertretern der Bereinigten Dürgerliste, ihnen schlieh-:n sich die Abgeordneten der Zentrumspartei und die Erwählten der Demokratischen Partei an. Auf der linken Seite, mit Ausnahme der vorderen iaar Plätze, sind die Sozialdemokraten dareim, vor ihnen, am äuhersten linken Flügel, otzen als Reulinge die drei Kommunisten.
DiS auf einen entschuldigt fehlenden Stadwerordneten ist das Haus vollständig »rrsammelt. Kurz nach 51/« Ahr betteten die Mitglieder der Verwaltung mit dem Oberbür- !-ermeister an der Spitze den Sitzungssaal, feierliches Schweigen beherrscht augenblick- uf) das Haus. Unb sogleich ist der Höhepunkt '"•er Sitzung da. Der Oberbürgermeister erhebt si.H und nimmt die Eröffnung des neuen lÄadtparlaments vor. E ne ausgezeichnete 'i^ede ist es, die man da aus dem Munde des «^tadtoberhauptes hört, Worte, die nicht nur für einen Stadtverordneten, sondern für jeden 'Bürger unserer Stadt, ja für jeden guten Rutschen auherortenll ch beherzigenswert sind. ES ist zu begrüßen, daß der Öbrrbür- germeifter gerade in dieser Stunde der Dür- gerschaft wieder mal klar und deutlich vor Singen hält, wo die Quellen der ungeheuren 5>chwierigkeiten und Sorgen auch unserer Stabt liegen, und es ist sehr erfreulich und durchaus zu unterstützen, daß er die Gesamtheit unserer Einwohnerschaft aufruft, in Pflichtgefühl und Gemeinsinn, in Einmüttg- ferlt und Geschlossenheit jetzt mehr denn je zu-
bischer TTarffurfe setzt sich We Steigerung der Devisenpreise bei zientlich lebhaften Umsätzen, die hauptsächlich auf Dcdarsskäufe der Industrie zurückzuführen fliio, fort. Für Auszahlung Reuyork wuroe der bisherige Hochbestand von 10 600 erreicht. Bei der Festsetzung der anitlichen Rotizen traten ziemliche Schwankungen ein mit dem ßr- Sebnis eines Rückschlages bis 9600, doch erfolgte le amtliche Festsetzung auf der Basis 10 000.
Wegen dieser Schwankungen bestand bann starke Zurückhaltung, die in verstärktem Mähe auch im freien Efsektenverkehr vorherrfchte.
Frankfurt a. M., 9. Jan. Börsen« stimmungsbild. Am Devisen- und Roten« markt entwickelte sich einiges Geschäft. Der Dollar überschritt in den ersten Morgenstunden bereits die Grenze von 10 000 und flieg später auf 10 500, unter leichten Schwankungen gab er schließlich wieder nach auf 9500. 3m Esseklen- verkehr von Bureau zu Bureau waren Wlslands» renten zunächst fest. Das Geschäft nahm im allgemeinen einen schleppe,tden Verlaus, da sich die Spekulation äusterst reserviert verhält. Vereinzelte Spezialwerte sind gesucht. Mittelbanken fdyenen begehrter. Montan-. Elektro- und Maschinenwerte konnten sich behaupten. Chemische Werte lagen fest. Um 1 Uhr wurde der Dollar 9000 bis 9500 genannt.
Mur» Äurs Datum: 5. L 8.1.
in den folgenden drei Jahren ihre Kräfte dem Qchle unserer Stadt zu widmen. Es ist für die ft adtverwaltung von grot-em Wert, eine stattliche Zahl bewährter CDlttarbciter vorzufinden, Ke durch mehrjährige Tätigkeit mit den schwie- tigen und vielseitigen Aufgaben der fomnntnalen t'eitoaltung bereits vertraut sind.
jScbarm Heide ich herzlich willkommen die 1 Stadtverordneten, die heute z u m ersten Tale das Amt eines Stadtvervrdneten über» tarnen. Bei ie.en Interesse und voller Hm» a.^e wird es, so hoffe ich den neuelntrete‘.tt>en tidtverordncten duld gelingen, die Ke.rntnis rd Erfahrung zu getobt i >n, die zur gedeihlichnt lLsübung des neuen Amtes unerlählich fiitd.
Meine Damen und Herren! Sie alle bringen ueb Ohre Bereitwilligkeit zur Mi.Wirkung an den ■ ^tischen Geschäften ein großes Opfer, unb ch erwarte von der Bevölkerung, daß sie diese tpferwilligkett und Verantwor.ungvfteurigkeit - iter erwählten Vertreter dankbar ane.1e.int. Das f llrnt eines Stadtverordneten ist tn der Heuti zen Jfcit so schwer, verantwor ungsvoll und arbeits- . i'EH, daß ein beträchtliches Mah von Pflicht» lefühl und Gemeinsinu erforderlich ist, es ■!p übernehmen.
Das begonnene Jahr wird — man gebe sich ferner Täuschung hin — einIahrvonnieda- tetoefen er Schwere werden. Der Fr ie- iensvertrag von Versailles hat auch lih 3'A, Jahren dem deutschen Volke keinen frrie* kr gebracht, sondern Kamlf: Kampf ce'en Will- .tit und Gewalt, Kampf um den Bestand des ^5e>ches, Kamps ums nackte Leben des deutschen it'Offed. Von Tag zu Tag vermehrte Rot und •ttueS Glend hervorrufend, drückt der Versailler pectrag auch auf die Städte, die an der Front wirtschaftlichen Lebens auf dem vordersten festen stehen. Aber Gott hat noch tei- Jjen Deutschen verlassen, der sichnicht selbst auf gegeben hat. W«»r den Blick rückwärts wendet in die Geschichte deutscher Städte,
steht aus der Gemarkung Brl e.-shain bzw. auS der ©ematiung Kssselbach, das Beo^achtungs- geliet umsaht die ©emavEunftt Rüi^hardSh-ttN, Göbelnrod, Grünberg mit Warthvf, Lund-a bzw. die Gemarkungen Londorf, Ode^kaluse-n und Appenborn.
7)0'0- 54 0. 720 t- 9300, 9300- —
Weitz, Satz schon über manche deutsche Stadt im Laufe der Jahrhunderte schweres Unglück gekommen ist, Krieg und Pestilenz, das Gespenst LeS Hungers, die Rot des frruer3 und des WasserS, und das) noch immer die Kraft der Städtebürger des Llnglücks Herr geworden ist. So glaube ich, dah das deutsche Volk auch daS gegenwärtige, allerdings beispiellos harte Schicksal schliehlich wird meistern können.
Diese Hoffnung muh ich aber an Voraussetzungen knüpfen, die ich Sie, meine Damen und Herren, bei Ihrer öffentlichen Wirksamkeit sehr zu beachten unb zur Richtschnur Ihres Handelns zu machen bitten möchte.
Vor allem muh daS deutsche Volk, frei von aller Illusion, mit unbeirrtem Blick seine fürchterliche Lage erkennen und mit klarem Wirklicbkeitssinn die Tatsachen sich vor Augen halten. Gar manche Selbsttäuschung hat den Gesundungsprozeh verlangsamt.
Sodann kann der gemeinsamen Rot nur begegnet werden durch Einmütigkeit und Geschlossenheit aller Volkskreise, so. wie wir es in den letzten Wochen bei den herzbewegenden Kundgebungen unserer schwer geprüften deutschen Volksgenossen im besetzten Gebiet erlebt haben. Wenn nach Schiller, dem Sänger der Freiheit and Einigkeit, die Weltgeschichte daS Weltgericht ist, so wäre allerdings das deutsche Volk vor der Geschichte gerichtet, sofern spatere Geschichtsschr'eiber feststellen mühten, wie nach dem gemeinsamen Erleben eines gewaltiger Weltkrieges und unter dem Drucke eines tief erniedrigenden Friedensvertrages — wie da noch immer im deutschen Volke die alte Zwietracht der Parteien, der alte Gegensatz der Interessen in so kleinlicher und gehässiger Weise fortwirken unb die Kräfte lähmen und zersplittern konnte, statt sie zu vereinigen zu kraftvoller Arbeit am Aufbau des gemeinsamen Vaterlandes. Darum möchte ich die Stadtverordnetenversammlung dringend ersuchen, bet allen ihren Entschliehungen von diesen Erwägungen sich leiten zu lassen. Cs ist nüchterne, den unmittelbarer prakttschrn Dr- bürfniffen der Bevölkerung zugewandte, sachliche Arbeit, die in diesen Räumen zu leisten ist: die Dar te ipoli tik bat im Reichsparlament und in den Lanbesparlamenten für runb 1800 Parlamentarier genügen!) weites Feld zu jedweder Betätigung. 'Wer daS Seelenleben des deutschen Volkes genau beobachtet, namentlich die Wahlmüdigkeit des letzten Jahres richtig wertet, merkt deutlich, tote im deutschen Volke doch die Erkenntnis zu reifen beginnt, dah es etwas Höheres gibt, als die folgerichtige Durchführung des Parteiinteresses, Ideen, die über die Partei hinausstreben, nämlich das Gefühl der Zugehörigkeit zum Staatsganzen, die Mitarbeit am Sta-atswohle, das Gefühl der Verpflichtung gegen das Voltsganze, ba5 in allen Gliedern lebendige Gefühl der Daseinsberechtigung und der Lebenswerte des eigenen Volkes.
Meine Damen und Herren! Wenn neuge- wählte kommunale Vertreter zum ersten Male sich versammeln, so ist naturgemäß, dah sie ein lautes und offenes Bekenntnis ablegen zu einer freien, lebensvollen städtischen Selbstverwaltung, der Selbstve.vvaltung, die herein ft die Städte grvst, blühend und stark und zu wichtigen Gliedern des Re'.ches und Staates gemacht Hnt, der Öclbftlxn-toa!tung, die auch heute berufen ist, die ausbaurnden Kräfte mit beizutragen, deren das Reich so dringend bedarf. Freilich müssen wir da zu unserem Trauern feststellen, tote ge ade in den letzten Ia^.-en mit abto-giger S'aatsklugch-üt bureauhaÜf<cS und parlamentarisches Zentralisationsstrei e i die Delbstt'-rtoaltung auf vielen (Re deten Änschnürte. In der Flut der Reichrge'etzgebung sind die Gesetze sehr zahlreich, beicht die Freiheit der städtisch.m ©elbfhxrtoaUung beseitigen ober einengen. Man ist so fast in den Zustand gekommen, den Freiherr vom Stein, der Teirünber der städtisch n Selbstterwaltung, im Iah.e 1823 — also ge.abe tor 100 Iayuen — als schve e Krank- h.-il des damaligen preußische 1 Staates mit den Wo.ten kennzeichnete: „Wir sind übersättigt unb überparagrap'hiert. Wir haben De'etze gegeben, anstatt bas Beranttoortlichkeitsgefühl des e'.n° zelnen zu heben." Begehrte Anwesende, wrnn es aber bas dringende Gebot ?ei‘ Stunde ist, das G.'fühl der Derantivorilich^eit jede- einzelnen Staatsbürgers für die Schicksalsgemeinsch-lst seines Volkes zu stärken, so muh vor allem die städtische Selbstverwaltur.g von unnötigen Fesseln befreit werden, damit sie freudig und verantwortungSbetoustt sich den gewaltigen Aufgaben 'Ülngeben kann, zu ie.en Erfüllung sie berufen ist.
Meine Damen unb Herren! Ich schstetz? damit, dah rch sage: es ist ein schwe r), überaus ve.anttoortungsvolles Amt, das Sie heute übernehmen und in den drei folgenden Jahren zum W0A2 unserer Stadt zu ve.wal'en haben werden. 6i: können Ihren Aufgaben am besten gerecht werden, wenn Sie stch bei allen Ihren ®nt« schst?jungen leiten lassen von klarem Wirklich- teitSfirm, größter ©tnmütigbüt, unbeirre.1 Sach' lichkrit, i:om Blick auf das gemeinsame große Ganze und von dem Bckenntnis zu f e'.er, oerant- tvo.tungsbewutzter Selbstveraxtltung." (Bravo.)
Cs folgt die
Einführung und Verpflichtung der Stadtverordneten.
Der Cberbürgcrmeftec wci't die Mi'glteder, die b:r'itö b:m alten Parlament angehört haben, auf ihre frühere Verpflichtung hin unb nimmt sodann die Verpflichtung der neuen Stadtverordneten in der üblichen Weise durch Hand-
rrrordneten-Versammlung argehört haben unb
<u1 Grund ihrer Wiederwahl berufen sind, auch
5)>tnnaef. iXrnnHurt. 210)0
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(Telegraphische Auszahlung.)
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■ 4500.- 4800,
■ 2030*- 2130* ■ 2390,- 2840, ■25000,-25900,-
He Sieben veUer> Meer mit folgender Rede unter gespannter Auf- n*rffnmfeit des Hauses öomimmt:
„Meine Damen und Herren! Es ist meine
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Anul. No lern.
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Brief
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613,45
616,55
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39 0,-
4010.—


