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Sonn, unt jdrrtag», üb«rS«wietaa*MIaqr e K^fne^fo mUlen b tätter »o*te-Bt$«osprth 25 Mil tonen u. 2* , Mill. Mark Ir6g«rtotyn, auch b. Richt erscheinen einzeln. Hunmern iUfolgehöherer ®#wolL- Fern jprech- »nschltst«: fürdteSchrift- kttuwg 112; für Verlag eb Eeschäftssteü« 61. Anschrift für Droh «nach- richten A U) e feer O fetzen.

PNWt^reele: grortfwrt e. w. nm.

173. Jahrgang

Dienstag, 9. ©Höbet 1923

GietzemrAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

9ni< nlOtrk|: BriitjIW Usioer-IStl v»ch- Steinöre (fern B. fangt in Siefzen. Sd)riftldting OeschäftrUele: SchrfUratz« 7.

In0»t hi lijclgtw ftx M« lagesnuema tri, im Nachmittag vorhri ohnejede verbind üchtzeiü Drdiftxl am htztzr sLr Snjeigen d.27 mni Breite örtl <0rundzahl 66 diu, aat® TÖDI; f. Retllame- Anzeigen o.70mm Brett« 225 UUlxIOOOÜO Schl vlatzoorschrift 20*/, Xu(- ich lag - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton OrFriedrWilh. Lange, für den üdrtaen Teil Lrnfi Blumlchein: für de, Anzeigenteil Han» Deck, |ämtli ch m Liegen

Das Vertrauensvotum des Reichstags.

Die Parteien yir Regierungserklärung. Der Reichskanzler und die deutschnationale Opposition.

»eilte, 8. Ott Der HekM-

tat Hot «m Emde leiser heutigoa Sitzung, die 12*/, Uhr uechtZ dauerte, da« von deu NegieruugSparteie» eiugedrachte Dertraueu«- »otu» tu einfacher Abstimmung gegen die Stimme» der Deutsch»atioaalen, der Bähe» rische» Bolktportei »nd der Konnnnnisie» a n» genommee. Die namentlichen Anträge auf Beseitigung de« AuZncchiae zustande« im Reich und in Bayer» wurde» abgelehat. -er sozialdeurokratisch« Antrag, in dem die Aechtsanffaffung der Aeichsregiernng »der die bayerisch« An«» ahoi «Verordnung gebilligt Wird, wurde angenommen.

Aus der TageSirdnung der blutigen BOpuig steht Zue Befprechung der Regie- umg«er1Iärung Damit verbuuden sind der deutsch-nat wnafe Antrag auf Aushebung des Au S- -uchincAuslaitdes im Reich« und die kommunistischen Airkrüge aus Beseitigung der militärischen Aach» ' ichten^ettsur. der bayerischen Antistneikverorb- umg, des Ausnahmezustandes m Bayern und im Reche sow-e der bayerischen Bcrordnung gegen Zhe kommunistische Presse

Abg Dr Bteitscheid (Sozi Wir billigen Zn« Ausgabe de« passiven Widerstand?«. weil ci fcnaraien nicht mehr zu ertragen war Wir hörten nril Entsetzen Z>as> in Z>er letzten Woche die Finan- zterung des Widerstände« 7000 Billionen erfor­derte. Der schwerste Borwurl trifft bad ver­flossene Äabtnät ®uno und seine verantwort­lichen Minister, da sie da« deutsche Dvlk über diele Tatsachen im unklaren gelassen und etne Politik der Berschleterung und Illusion getrieben haben. «Sehr wahr bet twn Sozi Die Regierung Tuns hat aus Den lieben Gott und ®nglaiti> gehofft und Zhe Hände in den Scholl gelegt AI« Austen- munster v. Bosenberg einsah. dan der Widerstand aus der Höhe und Zhe günstigst« Zeil zu Dethand- tungen gekommen war. da wurde Zhe Derwirk- lichüng dieser Srfctmtnl« verhindert durch den Druck gewisser Noeise ®« kam Zxuu eine ge­wisse Demoralisier ung Im Auhrgebtet Kreise, Zhe un« allen bekannt find, haben die ihnen au« der Staatskasse überwiesenen Mittel benutzt, um damit den Kampf gegen da« deutsche Bolk und gegen die deutsche Währung zu sühren ®« ist eine abgrundtiefe Heuchelei wenn im deutsch- nationalen Lokalanzeiger des Herrn Hugenberg die Anspannung aller Mittel xur Fortletzvng de« Widerstande« gesordert wurden, während kurz vorher ZhefHben Äreife oenen /Jfe neuen Steuern orvteNrerten und zu ihrer Sabotage ausgefordert hatten «Lebhaft« Zustimmung link« ) Die Deutfch- Rat tonalen waren Immer nur bereit, die Opfer Zier an Zieren zu bringen Sie hetzten zum Krieg mit Frankteich, obwohl sie wissen müssen, wie wahnwitzig ein solcher Gedanke ist. <Unruhe recht« > Tie Separatisten putsche, dl« von franiö- fischen Kreisen unterstützt werden, ändern nicht« daran bah, Zhe Bevölkerung de« Rhc.nlande« niemal« die Trennung vom Reiche und die Bil­dung eine« selbständigen Kleinstaote« arill

Di« Ahe Inland« find deustchrs Land und mstssen e« bleiben.

lLebhafte Zustimmung i Wir verlangen anderer­seits. dah die Regie-.unq nicht« unversucht lästi. zu einer direkten Verständigung mH Frankreich zu kommen < Unruhe recht« I Zu diesem Zeitpunkt wo St inne« den Weg zu Central Degoutte gefunden bat Der Ernst unserer Zeit wird gekennzerchnet durch die Worte Bayern und Küstrin Der Küst einer Patsch ist eine Lpisode in einer grvslangelegten Bewegung, die zum Glück nicht z.tm Ausbruch gekom>nen ist. Die Reichswehr hat sich bei dieser Gelegenheit bewährt Wir t>ebauern. baf) bei dieser Gelegen­heit von der amtlichen militätischen Bericht- erstattung bet irreführende Begriff .Rattonal- kvmmunistcn" erfanden wurde Wir halten e« für unmöglich, da st Sie Herr Reichswehrminlster. die Pieffe^enfur die Sie über Austritt verhängt ha­ben. dauernd fortsetzen Wir halten diele Kriegs- deiichterstattung für unvereinbar mit den 3nter- elfen der Oefsenllichkelt Wir verlangen von der Regierung, dast ste mit aller Energie der von lech-t» fcmmenbeii Gefahr entgegentritt für die Aufttin ein Kennzeichen ,s, 3n Bayern ist einstweilen der fch.varzweistrvte Teufel durch den cre.hbiauen Berlzcbub ausgetneben word.-n H 11- l r r Ist ein offener. Kahr ein minder offener, cbft noch gefährlicherer Feind der deutsch^., Jcrubllf #r hat mit feinem staatsrechtlich ganz unmöglichen dayerifchen Au-nahmezustand die Bkaä tmittel Z>e« Staate« angewandt gegen Zhe Arbeiteibeweaung zugunsten aller rtafttoiui'enSfe. mente Da« ist ein fkandalöler Zustand, gegen den anzukämpfen nicht rur die Kommunisten verpflichtet find, fondern blctenlgen. di« e« mit der Republik imb der Prestfrechei, ernst meinen Die Frage Reich und Bayern ist nicht »ine-urls-Uche. sondern eine .2Katbtfra«c Herr von Kahr möchte bi« tat- schlich bestehende politische Trennung Bayern« rwm Reich nicht zu einer juristischen machen, weil Bayern in der ömäbnmg, Kohlenversorgung unb vielen anbeven Dtnge.t vom Reich ab­hängig ist Da« muf) die Reich«regierung be- »ruh«n Sie barf nicht dem unvermeidlichen Kon­vikt ausweichen Dem Ermächtigung«- gefetz konnten wir mir unter der Voraussetzung «u stimmen, da- Bertie ter unserer Partei in der

Regierung ferne Durchführung überwachen können 3m Ruhrgeb.et haben bte Bergbau Unter­nehmer jetzt eine offenkundige Delevesoet letzung begangen, indem he auf eigene Faust den Acht­stundentag durch Anschlag auf beben wollten Wir verlangen ein Einschreiten der Regierung gegen diese Gefetzesoerächter Die letzte Knie ist zum Schaden Zier Ration angeschnitten worden von einem früheren preustuchen Minister, der c-S wieder toerben möchte i'Xufc bei den Sozialisten Stegerwaldh. und von einem anderen au« Pri- vatinteresle (Rufe Stinnes!) Die Sozialdemo­kraten sind nach schweren inneren Kämpfen wieder tn die Regierung 'eingetreten Wir hoffen bah diese« Ekperiment nicht Ich« fern wird Wir bringen das Opfer, vorübergehend unpopulär zu sein, weil wir der Arbeiterschaft und der Re­publik dienen wollen lLedhuiter Beifall bei den Sozialisten )

Abg Bell (Ztr > Die Koalition wendet sich m dieser ernsten Stunde mit der Bitte um Mit­arbeit an alle Schichten und Kreife Z>e« deutlchen Bolke« ohne Unterschieb Zier Partei Wir be­dauern die Borgänge. Zhe zur Berhänaung de« Ausnahmezustandes geführt Haden, aber feine Verhängung war notwendig Wir begruben dir Zurückhaltung, die sich Zier Reichskanzler Bayern gegenüber au fei legt hat

dieser g rosten Koalition und Zhelcm Dr Sfreie- moTtn. der mit den Sozialisten zusammen regieren will Lange wird dte Koalition nicht halten Solche Störe wie die letzten blieben nicht ohne tiefere Wirkung Dr Stresemann txrrfüabet die Meinung Deutschland könne nicht gegm die So­zialisten regiert werden. Wir verlangen und for­dern die Loslösung von den Sozia­listen Wir stehen In klarer Opposition. Wir sind mit diUatorifche.i Befugnissen einer Regie- rurg e.aveist indrn

®in«r enter soztallstischer Borherrrschast stehenden Äegierung darf eine diktatorisch« Befugnis in Fragen tfe« Cigentam« nicht er« tritt werden

Dr Breittcherd ift nach auhui hin Pazifist, nach innen aber Gewaltpvlitiker Wir lehnen die von ihm geforderte Drwastpvlitik gegen Bayern ab Zu Herrn von Kahr haben wir volle« Ver­trauen iGelächter und Zurufe bei den Soziali­sten > Dr Hilferding i>at al« Finanzminister DolKammen Derfagt tUitruhe bei den So­zialisten j ®r bat bic Lösung Zv« Dayrungspro- blem« verzögert 3ert delteh: die Gefahr, dah ba« Dclk wegen dieser Mängel kein Brot bekommt Da« jetzige Papiergeld ist doch kein Zabiung«- Mittcl Dafür fann kciner etwa» kriegen lStürmi-

<*5 wieder .Lv« vom Marrtsmusl" Belrenden wir einmal, wa« wir darunter zu verstehen haben lRufe bei den Deut sch nationalen .Aushebung be« privatem EigentumsI' Gelächter bei twr Mehrheil i Da« von einer marrlsttschen Bvrherrschaft nicht gesprochen werden kann, beweist am besten Zhe Geg­ner lchast der Sozialisten auf dem Bezirk-Par­teitag gegen Zhe fetzige Grobe Koalition Alle Pa nein yaven bfe grobe Bedeutung der Koalition in der fetzigen Zufammenfetzung begriffen. Auch hervorragende Mitglieder Zier deu tschnativn.il en Fraktion haben früher zuaegeben. bah man nicht an der Mast« der sozialistisct^n Arbeilerschaft vor­über gehen kann, wenn man da« deutsche Volk zur einheitlichen Ration zusammenfassen will Bei den national" Abstlmmungskämpfen um deutsche« Land unb bei dem Ruhrkampt haben die Sozialisten ihre nationale Pflicht nicht weniger getan, als alle anderen Par­teien Om Ermächtigungsgefetz hätte doch eine rein bürgerliche Kvasttion nscht gegen den Widerspruch bei Sozialisten durchsetzen fermen sAbg. Gras Westarp Dann müsse Z>er Reichstag ausgelöst wer­den ) 3n Zhefer kritischen Zeit fermen wir un- möglM Z>a« Bolk t>er Belastungsprobe von Reich«- tagswahlen aus'eyen Der passive Widerstand konnte nur geführt werden mit emem ein heit - (idjen nationalen 3beall«mu« und nicht

Wir müsse» auch tn kultureller Hinsicht der be­rechtigten Eigenart Bayerns und der übrigen süddeutschen Länder Rechnung fragen.

Durch dav Ermächtigungsgesetz dar! sich k>aS Parlament durchaus nicht etwa auslchalten Die Souveränität Z>cr Bvlk«vcriretung darf nicht in andere Hände über gehen Da« ErmächtigungS- gefetz gilt für eine Dorübetgcbenbc Zeit Zier Rot unb foll Zhc Erledigung der ntwendigen Muh- nahmen beschleunigen Am Ausblühe.i unserer Wirtschaft und nnlerer Grohindustric haben alle Dollskrerse ein Jntereste Wir dürfen aber an­dererseits erwarten, das) In manchen Kreisen der Schwerindustrie Ziet Grundgedanke de« Gemeinwohls mehr in Gischeinung tritt, al« trxr es in Den letzten Tagen gesehen haben Die Ueberfnaimung bet Ktife hat auch politifch sehr schädlich gewirkt 3n der Währungsfrage richten wir an die Regierung Zne ZxringenZie Mah­nung. nicht etwa eine Zwischenlösung länger hinauSzuschieben. sondern vor allem auf eine endgültige Lösung be« Währungs- Problem« hinzuwitken Die feste Währtng können wir erst erreich'n. wenn unsere Wirtschaft leistungsfähiger genxicen ist Darum muffen wir über die jenigen ^ilxitszeitbeschränkungen hinaus bie Arbeitsleistung steigern Mnfcre Stellungnahme entsprach einem einstimmigen Fraktionsbeschluh. cincrfcit« über die jetzige ge­setzliche Arbeitszeit hinaus Die Produktion zu steigern, andererseits aber auch wieder eine un­erträgliche Ausnutzung ter Arbeitskraft zu ver­hindern Wir stimmen Z>en Ausführungen be« Reichskanzlei« über die Rotwenbigleit einer Auf­hebung des passiven Widerstande« zu Der passive Widerstand, bei Ziem die Bevölkerung heldenmütig ba« schlimmste ertragen hat ist und bleibt ein Ruhmesblatt für die Bevölkerung im Rhein- unb Ruhrgebiet, aber auch in der Ge­schichte be« Deutschen Reiche« An Frankreich müllen wir die Frage richten, wa« Deutfchiand denn eigentlich noch tun foll. um feinen Berftän- bigungswillen zu zeigen Wir find zu Ber- Handlungen bereit und rechnen nicht auf bi Rivalität unter Den Alliierten Wir Rheinländer find treue Deutsche und werden es bleiben, aber wir erwarten auch BerslänZml« für unsere Eigen- art unb freiheitliche Gesinnung Wir erwarten eingebenbe Fürsorge für die zurückkehrenden Ver­triebe en und für Zhe von den Franzosen und Belgiern Derurleilten Da« an ihnen geschehene Unrecht muh wiekfer gut gemacht werben Wir wenden un« aber energilch gegen die Unken­rufe. man solle ba« Rheinland feinem Schicksal überlassen. Diesen Unkeniufen sollt h.r Auf des ganzen deutschen Helfe« entaegenschallen Wir wollen unb werden bie Rhtinlande nicht im Ctidic lasten iLebhafter Beifall ) Die fepaia- Iistische Gefahr scheint augenblldlidj über­wunden au fein Aber wir m"tfe,i uns wehren gegen die anderen Gefahren, bah durch 3nter- notionalifieiungsoeifache nach bem Muster Im Daargeb.et bi: nationale Zugehö. igkeit des Rhein- tonte« zum deutlchen Tlafertonbc unteihöhlt wird Deutschland kann nich' gei.-ttet werden durch ba« Phantom de» starken Mannas, sondern nur durch ein starke« Bolk Gelinat ber neuen Regle­rn na die Zusammensaffung bic'e« Bolkes bann darf sie sich al« »ei tbcftänblgc Äoallilon betrach­ten lHeiterteit) Die Reichseinhett wird allen Gewalten -um Trotz sich erhalten, wenn sie sich nicht selbst preisgibt lLcbyafter Beifall im Zentrum I

Abg Graf von Westarp lDntl.) Wir Ormen bo« neue Kadi.xil nur Mit Den Worten begrüben .Ihr naht Euch wiekier, schwankende Gestalten " (Aehrrfelt ) Schwankende Gestalten, grotesk unb femisch, haben btc B er Han ih ringen geleitet Drau her. vor den Toten ltehi ber Feind 'Rufe bei den Sozialisten Äüftrtn.) Hier wird tagelang über die Zusammenstellung ber Regie­rung verhandelt Der Parlamentarismus hat ver- Öi De« Reichskanzler« Antwort auf diese Fest-

lung ging an bem Kem der Sache vorbei Die Männer ber Wirtschaft haben sich versagt diefem

Idx Rufe der Zx-n Sozialili n D.i» k-iegen Zhe Arbeiter, und Sie wellen ihnen dafür kein Brot g^ten I Dadurch, Zah au« parteipolitischen Grün- den die Lösung des Währungspreblem« verhin­dert roorben ist. entsteht die Gefahr, bah ba« deutsche Bolk mit vollen Scheunen ver­hungert iErneufe Unruhe und Ruse Sie rei­zen d.e Bauern zur HungerblockaZ)e anl) Der Reichskanzler Hai Eingriffe in die Preispo­litik der Kartelle und Konventionen angefün- bigtl Wa« will er machen? Will er bic Zwcrnas- w.rtschaft mit Höchstpreisen ernsuhren? Auf der anderen Seite ist die dringend notwendige Aus- '«fema des gesevlichen Achtstundentage« aus bem Ermächtrgungsgrtetz h. rausgeristen Wir wollen ien Abbruch de« pustiveri WiZü'r'tande« nicht als Anlast nehmen. Borwürfe gegen Zne rheinische Bevölkerung zu richten, der wir für ihr mutige« Aushurren gröhte Bewunderung zollen. Wenn Dr Breitscheid Dera ll gerne in ernt) von Kreisen spricht, Zhe mit Z>er Rubrhilfe lliiybrauch getrieben hatten, muh man endlich B.weise verlangen, sonst muh man Breitlch.ids Angriffe al« verleurnk>e- risch ziiruckwcifrn Tie Sozialisten Huben wegen ihrer KlassenkampsillufIonen die Einheitsfront an der Ruhr zerstört. , uuir»erivruch unb Lärm bei den Lc'ialiften » Der Aidiuch Ze« passiven Wi­derstande« war unvermeidlich, aber Zximll zugleich mussten alle Beziehungen zu Frankreich unb Bel- flkn abgebrochen, muhten die Leistungen ein ge­teilt unb der Bersailler Stic- densvcrtrag abge 1 ehnt werden. Während Z>er Reichskanzler lagt die französische Regierung wolle offenbar Zfen rheinischen Beamten keinen Erd abnehmen erklären wir. Z>ah jetzt seitens der französischen Behörden diefer Eid verlangt wird Wir richten gegen den Reichs­kanzler schwere Bonvurse, Zxrh er Z>cn Beamten nicht di e notwendigen Richtlinien ge­geben und bah er nicht erklärte, bah mH cnneo Eidesleistung jeder 'Beamte aus dem Reich«dienst auSscheidct Der Genet ul Rollet hat >etzt neue Entwalfnungsforderungen ge­stellt Wird Zhe grohe Koalition endlich mit dem Abbruch der Beziehungen zu Frankreich ant­worten? Wir verlangen den Abbruch ber Be­ziehungen mit allen Konsequenzen! lRufe bei den Sozialisten .Also Z>en Krieg!" > 3a. leben wir denn jetzt Im Frieden? 3ft nicht ber Friedensoerlrag von Berfattle« eine fiert- setzungde« Kriege« mltanberen M 11- tein? iLebhaste Zustimmung recht« Abgeord­neter Ledebcur .Sie wollen den Einmarsch ber Franzrsen!", Mit der Möglichkeit eine« solchen rechnen wir lRufe link«) Wa« wir dann zu tun haben, darüber will ich mich jetzt nicht äuhern Wer daraus verzichtet, ber feinbllchen Gewalt Gewalt cntgegenziifehen, Z»er verzichtet auch auf Rhein unb Ruhr Wir lehnen es ab. die feindssche Gewalt durch fleihlge Unterschrift zu beliegcto 'Beifall und Hand.l.itlchen bei den Deustchnationaien Zischen und Schmährufe bei den Sozialisten unb Kommunisten >

Reichskanzler Stresemann:

Zch bebau ere. da st In ber Zett des auhen- politischen Druck« der Borredner eine Rede mit Io starken parteipolitischem Einschlag gehalten hat Statt Zhe Regierungskrile zu vermeiden, haben Zhe Deutschnationalen In da « Feuer hinein ge­blasen sUnruhe recht«. Beifall bei ber Mehr­heit > Es ist lehr bedenklich wenn Gral Westarp Zhe Hoffnung auf einen Bersall der jetzigen Kva- Itllonlregteiung auslpricht Ein nationaler Mann mühte hnH-n K->h »i» i« -~fjcr Zrt: endlich zur Ruhe kommen 'Gekächte. bei den Deutsch­nationalen , Sie Itnb tn Opposition getreten ge­gen dieselbe n Steuern, die Sie selbst bewilligt haben Die haben die Steuern un Kabinett Euno Z>em Kabinett bewilligt, aber nicht dem deutschen Baterland.- Wir sollten endlich da­ran gehen, Zhe Staatsvertreter al« Bert re ter des Terlrauen« anzufchen unb sollten nicht bie jewelltae RegierungsloaliNvn tn ihnen eibllden l Bei fall. Unruhe bet den Deutfchaationulen Da« deutsche Bolk tt*d> jetzt von einem Schlag-

mit einem Recht«- unb Linksblock

Für diesen eaHonalee Idealismus «»ch die gräfclen frefttooeUeo Opfer z» bringe», ist wirklich national

'Beifast » Ich muh mein grösstes Bekuuern au«« drücken Zxuüber. bah bet Abgeordnete Gras Westarp übet ixe Zurückweisung de s deu ts chen Papiergelde« hier Worte aus­gesprochen hat, die geradezu katastrophal hnb 13uftinnnung bei ber Mehrheit, Widerspruch bei den Sozmlisten | Wir müssen vom ganzen deutschen Bvik verlangen, bah es sich tn Papier­geld bezahlen läht. ßoast haben wir ba* Ehcio« Auch Zhe deutschen Arbeiter. Beamten unb Äldn* Händler lallen sich mit Papiergeld bezahlen, unb btc La n dw > rts cha f t hat nicht bas Recht, Zhe Parole von ber Zurückwetsung des Paptergetoes htnauszuschlevdern (Lebhafte 3a- strmmung bet Zier Mehrheit. Widerspruch bei Den Deu tschnatiorHalen. > 3n Z>er Währung «frage hat Zne Regierung mit grösstem Eifer gearbeitet, aoer CS war vielleicht ein Fehler, bei diesen Massnah­men z u viele Sachverständige zu hören. Zhe sich nicht einig waren. Der Abbruch des valst- txn JDiDerltanDe« hat die etmnünge Zusttnmnmg aller Mmstle rt»r äflberrten gefunden, unb der bave rische Mtni st er Präsident hat wohl etne Stelle mihoerftanbcn, wenn er sich gegen die sofortige Dethcmdlungsdereitlchaft wandte, wovon tn Zwm Ausruf an kias deutsch? Bolk gar nicht gesprochen war Wenn Goas Westarp verlangt, wir sollten den Dersailler Dertoag für nichtig erklären, so übersieht er, bah Zweier Bertrag gegenüber der steigenden Gewaltpolitik einen gewissen S ch u tz für Deuischtond bildet Wir müffen erst Zhe Der- Handlungen abwarten unb nicht vor ihrem Beginn erklären, bah dabei doch nicht« herau«kommen wird Der Kampf um den Rhein geh« weiter, aber er kann nur von einem geeinten deutschen Belke geführt werden (Lebhafter Beifall unb Handestatlchen tm Saal unb auf den Tribünen. 'I'rahtxmt Loebe unterlagt Kundgebungen auf ber i nbünen )

Abg Dr Scholz (D Rpt.) Der Legende von bem Dolchstoss der Deutschen Bolk«Partei muh em Ende gemacht werden Wir haben ledig­lich in dieser ernsten Zeil alte Parteien zur Einigung aufgerufen und danken der Regie­rung für ihre Entschlossenheit und das Derart- wonlichkettsgesühl. mit dem sie die unhaltbaren Zustände vor bem völlige.' Zusammenbruch be» endet hat Der Redner verteidigt bte Berhängung deS Ausnahmezustandes Dte Ordnung müll? unter allen Umständen auf rechter Hal len werden OBetne Partei erwartet von der Hegienma die Dieberherstell»na nicht n»r der R«h«m>o Ordnung hn Reiche, sondern auch btt Staats« autorität tu Lachsen uud Thür fuge».

lGrvher Lärm link« Glocke des Präsidenten j Etne Ordnung unserer Währung ist für uns un­trennbar von einer Ordnung de. Wirtschaft über­haupt Wir verlangen Beseitigung der D e m o b i l m echu n g s ve ro r bnu n ge n nab die B'eIretung be« AuhenHan del« von allen fiep ein. Da« alleinseligmachende Dogma be« Achtstundentages ist nicht aufrechtzuerhalten (Lebhafter Beifall bet ber Deutschen Bolksdartei.)

Abg Koch (Dera): Weine Fraktion oegrüfjt Zhe Wiederkehr ber Koalltion B«üglich be« Ausnahmezustandes muh bald eine Klärung zwi­lchen Boyetm unb dem Reiche eintretet. Wider­setzt sich dann der bayerische MbristerDräfitant io mülle er sich den dvrwurt der Retchszertrüm- merung machen An etne KawstrvvZ>e be* Deut­schen Reche« glaube ich nicht, wohl aber an einen zunehmenden Bersall, wenn nicht bald Abhilfe geschaffen wird.

Bon den Regierungsparteien ift inzwischen der Antrag auf Abstimmung über folgendes Bertrauensvotu m eingegangen . Der Reichstag billigt die Erklärungen der Reichs­regierung und spricht ihr bas Tfertrauen aus "

Bon den Kommunisten ist inzwischen »a