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Donnerstag, 8. Hebrnar {923

175. Jahrgang

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmiltag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe iür Anzeigen v 27 mm Breite örtlich 40 Mk, auswärts 50 Mk.,- für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 180 Mk.Dei Platz- Dorfd)rift20u 02Iuf|d)lag. Hauptfchriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich in (Biegen.

gung hinweist unb daran erinnert, daß bei den wiederholten Besprechungen von den Franzosen mit Rachdruck darauf hingewiesen worden ist, daß die Lebensmittelzufuhr für das Ruhrgebiet in keiner Weise gehindert, sondern im Gegenteil be­vorzugt durchgeführt werden soll. Die französischen Mahnahmen ständen aber zu diesen Erklärungen in schärfstem Widerspruch. Durch dieBesehung der Bahnhöfe sei dre LebenSmittel- zufuhr aus Deutschland und der Le­be n s m i t t e l v e r keh r mrt Holland gröhtenteils unterbunden. Zum Schluh ersuchte der Präsident, um tue Lebensmitte'zufuhr nicht weiter zu hinderm, sondern zu fordern, die Gewaltmahnahmen unverzüglich aufzuheben und alles Geeignte unverzüglich veranlassen zu wollen.

£B.) Alle Dmystatlo- irationskohle für 3ta- ttmgslohle für Italien wie vor zurückoe«

»fuhr von Hctaiproout» >, ufto. ist gefptrrL Xn und Südosten läuft i.beck-Süd-Gerghvfen- fen - Lochalle. Der nigen Tagen wieder frei ebenfalls von Truppen im) vormittags 50 biS Tbafjner (öoloaien) ein» en-ÄoWenj liegt toi» jet Personal sich wci» a-ösischen Truppen zu xn den Zug selbst nach au ist ebenfalls ftiUß» ii ist die Lage unser-

s Nachmittags wurde er von den $ruiwfm uxlgerte, tm Stellwerk vmdenFranzofenvev. sind belgische ZollbsMte ne eingetroffen. Ferna laufen tne Herausgabe Wen, frbtttbuienM epbvnsesprächcn und die ssahne Alle S°rde entschieden ab»

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Erscheint täglich, außer |5onn- und Feiertags, rn it derSamstaysbeiloge: GiehenerFamilienblätter Monatliche vezuarpreife:

I) 325 Mark und 75 Mark Trägerlohn,durch dieDost lMOMark.ouchbeiRicht- erscheinen einzelner Rum- mern infolge höherer Gewalt. - Fernsprech. Anschlüsse: fürdieSchnft- leilung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Sieken. postschectlonlo:

zianksnrt a. M. 11686.

Mage wiederholt) os im Duhrgebiet. DTG> Der Aegl«, Düsseldorf teilte tinl in Sslen mit, iah ohlen- und Äon» ch der ßrnämng der ?r Vertreter eine Zi- i zu irgendwelchen De»

Die Rückgabe deutschen Eigentums von Amerika.

Washington, 7. Febr. (WTB) Durch Funkspruch. Der zwischenstaatliche Hantelsaus- schuh des Repräsentanten ha u f e s billigte fcrmcll den Gesetzentwurf, der die Rückgabe von feindlichem Eigentum bis zu 10 000 Dollar von jedem Treuhanderfonds Vorsicht, der in den Händen des Verwalters von feindlichem Eigentum ist. Der Gesetzentwurf m seiner neuen Gestalt sieht auch die Auszahlung an den ursprünglichen Eigentümer von jedem Einkommen vor, das aus den Fonds stammt, 013 von dem Verwalter betreut werden, ebenso bte Rückgabe an den ursprünglichen Eigentümer port allen Patenten, die beschlagnahmt worden fmD und zur Zeit nicht Gegenstand eines Prozesses nicht an daS Kriegs- oder Marineamt verlaust

Bürgermeister Adelung, der Präsident des hessischen Landtags, aus Mainz ausgcwiesen

rm. Darmstadt, 7. Febr. Heute früh wurde Bürgermeister Adelung auS Mainz in seiner Wohnung ein Ausweisungsbefehl überreiche Gründe waren nicht angegeben. Die Familie hat

Eine Vollsitzung des Reichswirtschaftsrates.

Berlin. 7. Febr. (Wolff.) Der Vorläufige Reichswirtschaftsrat ist heute vormittag zu einer Vollsitzung zuscmrmengetreten. Zunäa/t machte Vorsitzender L e i p a r t die Mitteilung, i ah Reichskanzler Dr. Cuno sein Man.al im Rcichs» toittsch.,ftsrat niete g:I gt hat. Leipart erwähnte sodann die neuen Tl-.bergriffe der Franzosen, be­tonte den festen Willen, ter Gewalt unser gutes Recht entgegenzusehen, und tacifte den Volls- genossen, die unter drr Glloallhe rsch-aft der Geg­ner leiten, für ih en Opfermut. Lebhaften 'Bei,alt fand sein Gelöbnis zum energischen Widerstand gegen die französischen üctergüfie. Der Redner teilte sodann mit, daß die B.sllrchtungen wegen der Kohlenversorgung im tvesentlichen unbegründet seien, und daß der wirtsch-ftLpolitiche Ausschuß sich heute noch mit dieser Frage beschäftigen werde. Auf ter Tagesordnung stand der Bericht des So- zialpolltschen Ausschusses über das Arbeils- zeitgesetz der Ange st eilten. Bei dieser Gelegenleit kennzeichnete Geheimrat Dr. Bücher vom Reichsverdand ter Industrie dir perfide Po­litik Poincarss, der die Räumung des tesehten Gebietes verspreche, wenn Deutschland den uner­füllbaren Versailler Vertrag erfülle. Gegen die beabsichtigte Versllavung res deutschen Volles bleibe nur die passive Resistenz übrig, die mit Erfolg eingeleitet ist. Rtt-mlls bäte ein deutscher industrieller Sonterveihmdlungen mit Frank­reich angeknüpft. Stets seien die Verhandlungen im Einvernehmen mit der Regierung geführt wor­den. Aber Poincairä wolle von Ve.Handlungen nichts wissen. Dem müsse die geschlossene Ein° heitsfront entgegengesetzt werden. Aus diesem Grunde müsse man auch dieses nicht dringlich'. Gesetz zurückstellen, wie es eine Resolution bet' Zchneraueschusses Vorsicht. Diese Resolution der ZehnerkomMission wurde herauf von Dr. Thyssen (christliche Gowe k'ch'f en) empfohlen, wonach die Kommission beauftragt wird, die be­gonnenen Verständigungsre h ndlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern fortzusehen. Die Regierung wird ersucht, die Beratung Im Reichstag hinausznschieten. bis die beiten Aus­schüsse des Reichswirtschaftsrates ite Gutachten abgeschlossen haben. Die nächste Sitzung und ihre Tagesordnung wird der Vorsitzende festsehen.

Die lettischen (tzcwerkfchasten gegen den Versailler Vertrag.

Riga. 7. Febr. (WTB.) Die lettischen Gewerkschaften v-eröffentlichen em M an i- fest gegen die Besetzung des Ruhr­gebiets. 3n diesem heißt es: Die Abtrennung dieses Gebiets, das das Herz der deutschen In­dustrie darstelle, stürze das deutsche Proletariat in die Verelendung. Der Zusammenbruch Deutsch­lands müsse eine verheerende Wirkung auf die Rachbarländer haben. Dieser nackte Vergevxilll- gung&aft gegen das wehrlose deutsche Doll könne durch Verhetzung der Masten zu einem Revanche­krieg gegen Frankreich fuhren. Die französisch- belgische imperialistische Politll bedrohe also die Well mit einem neuen Blutbad. Das lettische Doll ertoarte von ter lellischen Außenpolitik, daß sie sich für die Beilegung deS Konflikts und einer Revision des Dersailler Friedensvertrages durch den Döllerbund einsetzen werte.

Das Ende der Konferenz von Lausanne.

Lausanne, 7. Febr. (Wolff.) Der letzte T a g der Lausanner Konferenz verging in größter Spannung. In toeitefien Kreisen hatte sich die 5'ofnnng v.wbreitet, daß Ismet Pascha ferne für Mittwoch früh angekündigte Reise verschie­ben würde, Um 11 Uhr abends hatte Ismet Pascha mit dem aas Paris zurückgekehrlen frühe­ren Grvtzcabbiner Raum Bey und dem General­sekretär ter Konferenz, Massigst, eine längere Un- terrodung, in ter fest gestellt worden fein soll, dah Ismct Pascha auf feinen letzten Dorschlägen vom Sonntagabend beharre. Darauf empfing Ismet Pascha die Presse und verlas eine Erklärung, in der er sagte, die Türken seien nach Lausanne ge­kommen, und ztoar als erste von allen, um Frie­den zu schließen. Sie hättet cvährend ter ganzen Konferenz die äuhersten Opfer gebracht. Sie hät­ten kürzlich den Alliierten ihre Dorschläge über­reicht, aber Niemals eine schriftliche Antwort er­halten. Heute müsse er fest stellen, dah alle Dele­gierten ui ihre Hauptstädte abgereist seien. Er habe jedoch keinerlei formelle Mitteilung von irgendeiner Seite über den Abbruch ter Konferenz erhalten; der Generalsekretär ter Konferenz habe ihm tm Gegenteil mitgeteilt, dah die Konferenz nicht als abgebrochen, sondern nur als vertagt zu betrachten sei. Auch er selbst betrachte sie nicht als abgebrochen. Er benutze diese Gelegenheit, um wie alle anderen Delegierten zum Sih seiner Re­gierung zurückzukehren, und mit dieser Fühlung zu nehmen. Das sei die gegenwärtige Lage Auf die Frage eines Pressevertreters, wann er zurück­zukommen gedenke, erklärte Ismet, dah er kaum vor drei bis vier Wochen zurück sein könne.

Ein energischer Schritt der Türken in Smyrna.

London, 7. Febr. (WB.) Schweiz. Dep^ Ag. Der türkische Befehlshaber von Smyr­na teilte einer Reutermeldung zufolge dem Kommandanten der alliierten Kriegs­schiffe mit, dah er Befehl erhalten habe, sie zur Abfahrt zu zwingen, falls sie dem türkischen Ersuchen, Smyrna um Mitternacht zu verlassen, nicht Folge geben würden.

innerhalb vier Tagen zu folgen. Herr Adelung wurden wenige Minuten Zeit gelassen, sich von seiner Familie zu verabschieden. Don vier fran­zösischen Geheimpolizisten in ein Auto tegteiiet, wurde er in raschem Tempo an die Darmstädter Grenze teforteit. Dort tourte er durch cin Auto, tes der inzwischen tenachrichstg'.e S aatsp'.äsitent Ulrich entgegengeschickt hll.e abgeholt und nach Darmstadt gebracht, wo er zunächst im Staats­ministerium Wohnung genommen hat.

DieTimes" ruft Frankreich zur Ordnung.

L 0 n d 0 n. 7. Febr. (Wolsf) DieTime s" sagt in einem Leitartllel, durch ein vollkommen unmögliches Manöver ter Franzosen sei Frank­reich zum Schluh der Konferenz in eine äußerst demütig.ende Lage verseht wor­den. Insvlge ter plötzlichen Preisgabe der gemeinsamen Politik durch die französische Re­gierung habe das französische Dolk deutlich erkannt, wie wertvoll für alle Mächte und nicht für Großbritannien allein die Ergebnisse wären, die durch die vereinte Aktion nahezu erzielt worden seien und immer noch erzielt werden könnten. Die in den letzten Tagen gegebenen beweise dafür, dah das franzö­sisch: Volk etenfotoenig tote das britische Volk wünsche, den endgültigen Zusammen­bruch der Entente zu sehen, seien zu te= grüßen. Sie seien wenigstens eine Ermutigung für die Anstrengungen, die von ter britischen Regierung gemacht werden, um den freundlichen Kontakt aufrecht zu erhalten. Trotzdem sllen die Gefahren, die noch übrig bleiten, sehr real. Es sei zwecklos, in Frankreich irgend eine falsche Auffassung über die wirtliche Haltung Englands gccenüter ter Ruhr-Operation zu ermuti­gen. Bei aller Sympathie für das französische Dolk und bei vollem Derständnis für seine Schwie­rigkeiten fei England überzeugt, dah die franzö­sische Regierung jetzt einen Weg einschlage, ter nicht gebilligt oder verziehen wer­den könne, welches auch immer die Er geteufte fein toürten. Es könne fein, dah in dieser Frage die französische Regierung von ter öffentlichen Meinung Frankreichs stark unterstützt werte; in diesem Falle sei es recht und billig und die not­wendige Vorbedingung ter Aufrichtigkeit in den künftigen Beziehungen, dah die französische öffent­liche Meinung die wohlerwogene Mihbilli - gung des britischen Volkes voll er­kenne Es hieße Frankreich einen schlech­ten Dienst leisten, wenn man den An» sch in erwecken wollte, als ob irgend em ernstlicher Teil des britischen Dolles zustimme oder zustimmen könne. P 0 i n c a r 6 habe bei ber 03er- teidigung seiner Ruhr-Politik vor einigen Tagen erklärt, dah der Friede Europas in Gefahr sei. Mit dieser Ansicht stimmten alle Engländer über­ein. Es herrsche jedoch hier die Ueterzeugung, dah die Politik, die in diesem Augenblick die größte Bedrohung für den europäischen Frie­den darstelle, die von ter französischen Regierung verfolgte Polllik vorsätzlicher Heraus­forderung sei. Wenn die französische Regie­rung dabei verharre, ihren Griff nach dem Ruhr­gebiet zu ertoeilem und ihn auf andere Teile des deutschen Gebietes auszudehnen, so werde tee unvermeidliche Folge der endgültige Zu­sammenbruch des Dersailler Ver­trages fein. Die Erklärung, die General S m u t s abgegeben habe, berühre jeden Teil der britischen Reichsgemeinschaft, da jede britische Do­minion den Vertrag mitunterzeichnet haoe und eine vollberechtigte Stimme bei einer Erörterung über die Art seiner Durchführung habe. Es sei sicher dah die britische Meinung im ganzen briti­schen Reiche, belehrt durch die Erfahrungen ter neuesten Friedenszeit, allmählich in lieberem» stimmung mit den Ansichten von Smuts komme und jetzt dessen Warnung eher beherzigen werte. Auf jeden Fall hätten die Dominions die ihr Bestes für die Verteidigung des Frietens Eu­ropas getan hätten, das R e ch t und die P f l i ch t, zu erklären, wann der Friede wieder in Gefahr fei.

Zur Verurteilung Reiffciseus.

Recklinghausen. 8. Fe'r. (WTB.i Sämt­liche Verwaltungsstellen ter preußischen Staats» bergtoerfe in Westfalen haben eine Erklärung erlassen, in ter sie nochmals gegen die völler- rechtswidrige Verurteilung des Präsidenten Raiffeisen und seine Ausweisung einmütig und feierlich protestieren und geloben, sich das mannhafte Verhalten ihres Präsidenten, in dem sie nach wie vor ihren rechtmäßigen Vorgesetzten erblicken, zum Vorbild zu nehmen.

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Grohe Skandale in Recklinghausen.

Recklinghausen, 8. Febr. (WTB) Gestern tbend l Tkhr versammelte sich die friedliche De- löllevung Recklinghausens auf dem Marktplatz utb sang vaterländische Lieder. Kurz da- tad) wurde der Marktplatz von fünf auffahrenten Lanks gesäubert. Don den zuführenden Straßen fernen Patrouillen mit aufgepflanztem Seiten» ultehr und trieben die Bevölkerung mit Kolbeir- fchüägen in die Mille des Marktplatzes. Gegen i/29 TIHr abends drangen französische Offiziere, ctd>a 25, in ein tn der Rahe des Marktplatzes -clegenes Gasthaus ein, schlugen mit Reitpeits chen auf die Gäste und jagten sic auf die Straße, wo sie mit Reitpeitschm cuSeinandergetrieten wurden. Darauf drangen die Offiziere In das Stadttheater ein und ft orten den 4. Akt von ,S ha ke s P e 0 r e s .König Lea r". Rach dem Absingen des Liedes schlugen die Offiziere in dem vollbesetzten Hause Huf das Publikum ein und jagten die Besucher aus dem Hause.

Eine Jagd ans Schupobeamte.

Recklinghausen, 8. Februar. (WTB.) Degen der Verhaftung von Schupo­beamten ist gestern ein 24stündiger Protest- streik beschlossen worden, ter morgen früh in Kraft treten soll. Infolge verschiedener Zusam­menrottungen tourte gestern nachmittag die Be­satzung allarmiert, die daraufhin mit Tank- geschwadern die Straßen durchfuhr unb die Bevölkerung von ter Straße verjagte.

Itestens der Besatzung wurde dann eine systema­tische Jagd auf die Schupobeamten eröffnet. Ein Offizier, dem jeweils 9 Alpenjäger mit aufge- pslanztem Bajonett und in 20 Schritt Abstand Automobile folgten, traten dann an die Schupo- beamten heran, die selbstverständlich den Gruß verweigerten. Sie wurden daraufhin ohne toei- tereß fest genommen und In Autos fortgeschafft. Dach den bisher vorliegenden Meldungen sind acht Schupobeamte verhaftet worden.

Eingriffe ins Privateigentum.

Essen, 7. Febr. (Wolff.) Von der Orts- frmmanbantur in Werden sind gestern die Koh­lenlager ter Firmen Forstmann u. Huffmann unb Heinrich Heckmann am Bahnhof Werden m 11 Beschlag belegt worden. Es tourte den Firmen eröffnet, daß, wenn sie nicht bis gestern abend die Sorten und Mengen angaben, die Schuppen gewaltsam erbrochen würden. Auf Dorhaltung ter Firma Ferst mann u. Huffmann, daß dadurch ter Betrieb stillgelegt werte, wurde erwidert, daß sie sich ja neue Kohle von den Zechen beschaffen konnte, daß aber bei jeter Ab­holung von der Zech« ein Posten mitge.wmmen teerte, um sich zu überzeugen, daß die Kohlen auch wirkliche zum Verbrauch m ter Fabru kflimmt toärcn. Die Firma Forstmann u. Huff- mann hat b-tm zuständigen General rn Dreteney gegen diesen widerrechtlichen Eingriff in ihr Pri- datvermögen energijchrn schriftlichen Protest ein­gelegt.

Ein Streik der städtischen Behörden in Dnisdnrg.

Essen 7. Febr. (Wolff.) Der Oberbürger- metfler Jarres von Duisburg ist heute vor­mittag verhaftet worden. Er hatte um acht ilbr dem belgische General bnestich mitglleilt, dah er fein Amt wieder antrete. Daraus t|i er um 3/. 11 ilfjr von belgischen Offizieren zur bel­gischen Sicherheitspolizei geholt und von dort iin Auto nach unbekanntem Ort abtransportiert tevrden. Man vermutet, nach Aachen.

Duisburg, 7. Febr. (WB.) Zum Protest gegen die Ausweisung des Oberbürger­meisters von Duisburg, Dr. Zar- ; res. haben die stäLtischen BchSrien bis Don. * nerstag morgen den Dienst eingestellt.

Die Beerdigung des

1 erschossenen Bergmanns Hanmann.

D 0 r t m u n d. 7. Febr. (WTB ) Die Beerdi­gung des vor einigen Tagen v^>n den Frar^oierr hinterrücks ermordeten Schuldieners und I Bergmann5 Haumann In Brechten tee gestern I unter Beteiligung ter gesamten Bevölkerung statt - fand, gestaltete sich zu einer imposanten De- ; monstration gegen tee franzoslfche Willterherr |<baft Im Anschluß daran überreichten 49 Orts- -tereine namens der gesamten Bevölkerung dem französischen Ortskommandanten m Drambauer ^bmals eine Protesterklärung, in ter Ä die sofortige Aushebung des Ausweisungs­befehls gegen den Amtmann Tildmann ver- langt wurde.

Die italienischen Ingenieure noch tu Essen.

Der Widerstand der Eisenbahner.

granffurta. Cm, 7. Febr. (WB.) Im Be­zirk der Reichsbahndirektion Frankfurt ist die Lage im allgemeinen unverändert. Der Bahnhof Höchst liegt noch still. Auf dem Bahnhof Wörs­dorf an ter Strecke HöchstLimburg ist heilte ein sranzösischer Zollbeamter eingettofse.i. In Sieg­burg wurde der Kontrollposten zurückgezogen. Auf dem Bahnhof Diez halten die FiNnzoseii ämtliche leeren und beladenen offenen Wagen aus ter Richtung besetztes Gebiet an Auch in Hen­ri e f wurde ein ©üter.ug festgehallen.

Im Bezirk der Reichsbahndirektivn Trier ind nach der Ausweisung des Reichsbahnpräsi­denten Lohse die Dircklionsbureaus von ten F.an- zosen beschlagnahmt und abgeschlossen Worten. Die Beamten dürfen das Gebäude nicht mehr tetreten.

Im Bezirk der Reichsbahndllektion Mainz besteht die Arbeitsniederlegung unverändert fort. Die Bestrebungen der Franzosen, den Zugverkehr aufzunehmrn und in Gang zu bringen, sind bisher nur voii geringem Erfolg begleitet. Cisenbahn» unfäHe mit meyr oder weniger großen Sachschä­den ereignen sich täglich. Alle Lockungen ter Fran­zosen, sowie das Arbeiten mit Flugblättern, deren Lettern leicht die Herkunft erraten bissen, und Zwang auf die einzelnen Beamten, sind bisher auf die Stimmung ter Bevölkerung, trotz des Rich t- erscheinens der gesamten Presse, sowie auf die Eisenbahnerichaft ohne Wirkung geblieben.

Im Bezirk der Reichsbayndirektion Lud­wigshafen ist heute abend auch ter Ver­treter des Präsidenten, Oberbaurat Giesel er, ausgewiesen worden. Das Direktionsgebäude ist von den Franzosen gesperrt und die Kassen sind beseht worden.

F r a ii k f u r t a. M., 7. Febr. (Wolff.) Der Präsident ter Reichseisenbahndirektion Trier, L 0 h s e, ist heute früh aus Trier au§qetoieren und im Auto fortgcführt worden; wohin, ist unbekannt. Der Hauptbahnhof Trier ist mit Truppen beseht worden. .

Auch der Präsident der Reichsei'enbahndirek- tion Ludwigshafen, Lieberich ist im Laufe des Vormittags ausgewiesen wvrdem

Ludwigshafen. 7 Febr. (WTB.) Gegen 10 Uhr Darmittag 3 ist die R e i ch s b a h n d i r e k - tionLudwigshafenerneutmilita risch beseht worden; etwas später ist auch ter Ein- tritt in das Gebäude verwehrt Worten. Die mili­tärische älnterkommission hat eine Weisung er­lassen, daß sie infolge der Absetzung des Präsi­denten die Leitung des pfälzischen Eisenbahnnch?s übernehme. Eine Abordnung ter Reichsbahndirek­tion sowie von Vertretern des Personals sind bei ter lllnterkommission vorstellig geworden und hat gegen die Ausweisung des Präsidenten und bw Militarisierung ter Eisenbahnen protestiert. Auf die Erklärung des Vorsitzenden der älnterkom- mission, dah die Eisenbahnen dem militärischen Befehl unterstellt bleiben mühten, wurde er­widert, dah von den deutschen Beamten die älebergabe ter Bahngeschäfte an die Unterkom­mission nicht anerkannt werde, vielmehr würden diese nach den Weisungen des dienstältesten Refe­renten wettergeführt werden. Das gesamte Eisen- bahnversonal ist hiervon verständigt worden mit ter Aufforderung, nur deutschen Befehlen nach­zukommen. Heute nachmittag ist den Direktions­beamten der Eintritt in das Dienstgebäute ver- wehrt worden. Einige Bahnstationskarten sind von Der Unterkommission beschlagnahmt Worten.

Essen. 7. Febr. (WTB.) DieVerkehrs- laae bat sich seit gestern nicht wesentlich ver» äntert. Im Bezirk Elberfeld haben die Fran­zosen Hückeswagen, Wermelslirchrn und Overath ncubefeht. Der Verkehr ist hierdurch ater noch nick? beeinträchtigt worden. Der Bahnvos Steele-Rord liegt seit gestern still. Die Bahnhöfe Duisburg und Meiderich'Süd s.nd von den Franzosen wieder freigegeten Worten. Damit ift auch der Güterverkehr nach Ruhrort von Osten her wieder frei. Von Bottrop fuhren die Franzosen gestern vier dort stehende Kohlen- xüae mit eigenem Personal nach DuisburgHoch­feld-Süd In B r a k e l ist eine Kornpagn e fran- höfischer Cisenbahntruppen eingetroffen. Aus dem Vera bau wird verschiedentlich die Beschlag­nahme von Deputatkohle auf ten privaten und staatlichen Zechen gemeldet. __

' Appenweier, 7. Febr. (WTB.) Die Franzosen haben heute früh an die Eisen­bahner das A n s i nne n gestellt einen K 0 b- lenaug nach Strahburg zu befördern; dies ist jedoch a b g e l e h n t worden.

7 Febr (WTB.) Der Sonder- skwsS 3tallener hätten niemals die Absicht verunoe^ fIch von der Kommission zu trennen und seren Immer noch in Essen.

Die Beschränkung der Lebensmittel« rnfuhr durch die Frauzoicn.

Essen, 8. Febr. lWTD.s Der PrästdMt der Leichseisenbahndirettion in Essen, zur Zeit t richtete an den Obersten Glemensohn den Bmfitenten der interalliierten Feldersenbahn unterkommiss ioa in Essen, eine Rote, worin er auf . die durch die französisch^ G^ltmahnahmen ge» j fäbrtetc Lage ter LebenSmittelversor

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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