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oder von ffttren konzrillon^ert find, ferner dal Der- 6»t der Rückaabe irgendeine- Teile* des Siqen> tum* solch.? Leute vor, die sich der amerikanischen Justiz enUogen haben. Der Terttxi(ter ifl cer TMnunfl, das» die IMtimnning über die 10 000- Dollargrenze die Rückgabe von 44 QHirho en Dollar gestattet, während 330 Millionen Dollar als Garantie für die B.zaf^ung der ameafant- scheu Forderungen an Deutschland surüdb leiben.

-------> Aus dem Relribe.

Selben Itoertung and Desteuerung.

Berlin 7 Febr (Mf ) Der S t eu e - - ausschuft des Reichstags fetzte die Beratung des Gesetzentwurfs über die Berücksichtigung der Geldentwertung in den Steuergeleyen fort Der Entwurf befrinMi u a 2lenke.ungen des Grbschaftssteuergeset-ez Zur Frage der Freigrenze des Äindeterbe* schlug Abg Lange Hegerrnam, (3entr.) vor. die Freigrenze für die Steuerklassen 1 bis 5 auf 200 000 Mark, für die übrigen Klassen auf 50 000 Mart sest-usetzen Der Antrag Lange- Heger mann wurde angenommen Walter sieht Sie Vorlage die Erhöhung des Wech elsternpel« von 0,5 pro Mille auf I pro Mille vor.

Die Dersorgung der Kranke«.

Berlin, 7. Febr. (MTB.) Der Haupt- ausfchuh des Reichstags hat ein<n An- tvag deS Abg Mumm 'bin.) angenommen, der die RetchSrcgecung ersucht, die Versorgung der Kranken mit guten Heilmitteln zu för­dern. unter Mitwirkung der Spitzenverbände der Krankentas'en und eines besonderen Ausschusses von Fachärzten bzw tle Srrich'ung einer 21 Prüfungsstelle in Erwägung zu ziehen.

Die Reichswochenhilfe.

Berlin, 7. Febr. (WTB) Der Sozial- Ausschuft des Reichstags hat Entwürfe von Verordnungen über die Reichswochen- bUfe und bk W o che n fürsorge angenom­men, ferner zwei Anträge, wonach die Entbin- dungsbeihilfe auf 10 000 Mark bei einer Ein- LommenSgrenze von 120 000 Mark und 36 000 Mark für jedes Kind fcstgcfetzt wird.

Daher» und das vormalige Königshaus.

München. 8 Febr (WTB) Die cer- mögensrechtliche AuSeinantersehung des Frei­staates Bayern und deS vormaligen - niaShaufes ist nunmehr nach jahrelanger Arbeit zum Abschtuft gekommen Da unter 7en bürgerlichen Parteien völlige Ikberrinftimmung über die gan^e AuSgleich'rage bestehl, ist mit der glatten Annahme der Vorlage im Landtage zu rechnen

Aus Stabt und Land.

Sieben, den 8. Februar 1923.

Die Rnstrhtlse-Lammlung.

(Ja der Geschäftsstelle des .Di ebener Anzeigers" gingen für unsere bedrängten Volksgenossen im Ruhrgebiet weiter ein:

Oanbjugenbbunb Grostm-Buseck 15 030, An- aesiellte und Arbeiter der ffirma Georgi 30 700. Angestellte und Arbeiter der Firma S. Bock u. To (1 Rate) 30 000. DasthauS Boller, von den Gästen gesammelt 11 500. Klasse 11a der Stadtmädchmschule 4000. H 6t. 1000. Frau E Knaub 3000, Ungenannt 1000. TD. 3 und R. M. 2000. W Rübe 2000. Med -Rat S 3300. H. Raas 3000. Straub u. To 10 003 (1. Rate von den Arbeitern gesammelt). W R. 3000. Otto Reuich 1000. Schwester nkrxmz der Loge Lu?w g zur Trrue 14 000, Änabcnflafle V der Bezirtsschule 1000, Oberrealschule. 6erta 2 6130. Serta 3 7450. Quinta 1 5500. Quinta 2 5220, Quinta 3 5020. Untertertia 2 8200. Untertertia 3 6725. Ober- fefunba 1 8000, Mädchen klasse Vlb ter Bell ks- schule 7500, Werner 5^eppler und Otto Hern, Schüler 200. Beamten Del HulturbauamtS Diesten 60 000. Alte Herren deS Vereins .Union" 43 000. Siebener S T 14 750. Klas e Ibl der Erweiterten Mädchenschule 3100. Di? Sparbücher deS 5jähr. Hein- Bccker 189.65. Lutwig Berg 250. ReichSbb. jüd. Frontsoldaten 13 333. V. H T.. Zweigverein -Dusecker Dgl" 9030. Desangveoein .Harmonie", R^skirchm 71003, Jrl. R R 203. 2lug. Kümmel, Zollinspektor 10 000, Schaumberger u. Sohn 5000 Mark.

Den Gebern herzlichsten Dank! Weitere Spenden werden in der Geschäftsstelle des .Siebener Anzeigers" angenommen.

Die höheren Beamten des Landgerichts, de« Amtsgericht« und der Staatsanwaltschaft In Dietzen haben beschlossen, vom 1. Februar «ab bl« auf weitere« 2 Prozent ihre« Gehalt« für die Ruhrhilfe zur Verfügung zu stellen.

"Richtigstellung. 3n unterer Bffent- lichm Gaben-Rachwrisung vom Den«tag 6 Fr- btuor. Ar. 31, muh <« richtig h.itzen Lehvrr- kvllegium der Qb.roealschule 2 Rate 61 200 Mk.

Tie Wohnung Sbeschaffnng für auSgewtesene Bolksgenoffen. Vom Presseamt der Regierung In Darm­stadt wird uns geschrieben:

Die Unterbringung der von den Besat­zungsbehörden ausgew e er.en Personen schafft Dei der in sämtlichen Gemeinden de« Lande« vorhandenen starken Wohnungsnot neue Schwierigkeiten. Mit Rücksicht auf die Desamt- lage ist es erforderlich, die auf Grund der letz­ten Ereignisse auSgewietenen Personen so schnell als möglich unterzubringen. Die« ist je­doch nur dadurch möglich, datz den Gemeinden da« Recht und die Pflicht übertragen wird, diese Personen vor al.cn Wohnungssuchenden zu berücksichtigen. Hiernach besteht für diese z. Z. wenig Aussicht auf eine Wohnung. Wir verkennen durchaus nicht die Härte einer der­artigen Anordnung, glauben aber von der Ein- sicht der Betroffenen erwarten zu dürfen, datz sie sich der Berechtigung dieser wohl nur vor­übergehenden Maßnahme nicht verschliehen werden.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir an die gesamte Bevölkerung den Appell richten, sich zugunsten unserer schwer getroffenen Volks­genossen auch freiwillige Beschränkung in be­zug auf ihre Bequemlichkeit aufzuer'egen und Die irgendwie freizumachenden Wohnungen oder Räume, sei es möbliert oder unmöbliert, den Gemeinden zur Verfügung zu stellen. Ganz besonder« erwünscht find unmöblierte Räume, die sich zu einer Wohnung vereinigen oder her- richten lassen. Angebote sind an die Woh­nungsämter oder Wohnungskommissionen der betr. Orte zu richten.

Wegfall der Altersrenten.

Vorn Versicherungsamt der Stabt Dietzen wirb unS geschrieben:

Durch da« die Reich-Versicherungsordnung ändernde Gesetz vom 10. Rovern der 1922 ist die Altersrente beseitigt worden. SS sei daher zur Aufklärung weiter Interessierter Kreise folgende« mitgeteilt:

Vom 1. Januar 1923 an werden keine Alters­renten mehr festgesetzt. Alle 65 Iah re alten, bei der Invalidenversicherung versicherten Personen haben, wenn sie die Wartezeit erfüllt haben, Anspruch auf Invalidenrente, ohne Rücklicht dar­auf, ob sie noch einem Erwero nachgeben oder nicht. Die bl- zu diesem Zeitpunkt festgesetzt?n Altersrenten bleiben bestehen, können aber auf besonderen Antrag be- Versicherten in die höhere Invalidenrente umgewan- belt werden. Die Antragstellunz hat jedoch nur für denjenigen Zweck, der nach Festsetzung der Altersrente weiterhin Marken zur Invalidenversicherung verwendet und die Anwartschaft aufrechterhal» t e n hat. Zur Aufrechterhaltung der Anwart­schaft ist bie Entrichtung von mindesten« 20 Mar­ken innerhalb zwei Jahren erforderlich. Wer diese Voraussetzung erfüllt hat, kann bei dem Ver» sicherungSamt de« Wohn- oder Beschäftigungs­ortes unter Vorlegung der letzten Invaliden» quittungSkarte Antrag auf Invalidenrente stellen.

*

Ernennung. Amtsgericht«rat Keller am hiesigen LlmiLgeri-ch! wurde durch da- Mini­sterium der Justiz zum Landgeri chlsrat beim Landgericht der Provinz Oberhessea ernannt

Eine neue Erhöhu ng der Brenn­st v f f p r e i s e wird in einer B.länninrachung bc« Oberbürgermeisters in unfvT.m beultqen Anzeigen­teil zur öffentlichen Kenntns gvbrocbt. Die Preis­erhöhung tritt heute in Kraft.

Warnung vor einem Schwind­ler. Gin in der Zahnb a rche kundiger Mensch sucht hier unter irgendwelchem Vorwand Ge­schäfte auf. Sobald er sieht, datz der Geschäfts­inhaber ein künstliches Gebiß trägt, sucht er in hjeser Richtung Gespräche zu führen und erbietet sich, einenötige Reparatur" an dem Gebitz zu vollziehen. Dabei kommt e« ihm nur darauf an, in den Besitz von Gold zu kom­men, mit dem er, nachdem er auf der Stelle sogar einen Gipsabdruck genommen hat. ver­schwindet. Wer f:rf) vor Schaden bewahren will, lasse sich mit dem Menschen nicht ein.

Anzeigen-Annahmc.

Die Entgegennahme von Anzeigen findet bis zum Abend vor dem Ausnahmelag statt; An­zeigen für die Samstagsnummer müssen spä­testens bl« Freitag mittag aufgegeben fein.

Geschäftszeit

von 8121', Uhr und von 25*/, Ahr.

' Vornotize«.

Xage«falenber für Donners- t o g. Drohe: Hörsaal deS Pkhsitali'chen Institut«. 8> i Uhr Vortrag über En:wlck!ung deut­scher Städte. AfwriQ Lichtipiric. ab heute: . Des Rächst en W .ib " und , Den: lemengau r.er". Lichtspielhaus Dahnh f tta'e a > heute: Der brennende Acker und ^Ur 1 r Sch u_i*. Pa a t- Lichtspiel«. .Die Fr^u ohrn S .le" und .Werten.

Au« dem Stadttheaterbureau. Für die Aufführung von Ih en« .John G^brrel Torftnan" am morgigen F eitag. die unter d?r Spielleitung von 2Lolf Tel 7 ky ftehr. Uetz 'ich eine sehr gute Besetzung ermbg.i^-cn Die Di el- rvlle wird von ^e.:n Juhnke, kie b.iben Haupt- fronenroUen von Frau Rose Rubner und Fräulein Marcks. tk Fanny Dillon von Frau Franke. ter alle Foldal von Herrn V o l ck. leine Trxtter Frieda von Fräulein Engel und der junge Bortman von Herrn Frommann gegeben.

D i e Schneiber z wangSinnung deS Streife« D.etzm gibt im heutigen 3 nötigen» teil die Termine der Mvnat«verfamm- (ungen für Herren- und Samerrfchenider be­kannt.

Sie Palast-Lichtspiele beginnen am Freitag mit der Vorführung bc« groben histcrisch.m Film« _L u k r e z i a - B o r g i a. Rähcres enthalt der heutige Mizeigenteil.

Met Den RubröcutFöien htiftn will,

jtidwtt öss Dtutfftt Volksopfer!

Wettervoraussage

Allmählich zunrh.nende Bewölkung, trocken, stärkere südliche CCD in. c. m lder.

$ le Dluckgcgirrsätz-. h ch.n sich allm^hllch ver- schälst. Die ©mrouhingen deS cu<ge.<rb;ilen tiefen Druck« über dem M:eue werden sich allmählich bei uns geltend machen.

Landkreis Gießen.

* Ettingshausen, 7. Febr. Angeblich infolge KohlenmangelS stellte die B u tz - bachLicher-Eisenbahn den Verkehr auf dec Strecke LichGrün berg bi« auf einen Düterzug, bet gegen 11 älhr in Quedborn ein­trifft und baldigst zurücklähri, ein. Auch der Verkehr auf den anderen Strecken, Butzbach L i ch uno Griedel Bad-Aauheim wurde beschränkt. Rach Aussage der Verwaltung soll eS sich um eine Störung handeln, die man in eil paar Tagen zu überwinden hofft. Die nächsten Tage inerten wohl tarüber Aufklärung bringen, ob unsere Dahn tatsächlich ein erstes Opfer der Schwierigkeiten im Ruhrgebiet ist, ober ob c« sich nur um ein geschäftliches Manöver deS Dahnuntcrnrhn«nS handllt. DaS letztere wäre um so ungerechtfertigter, al- bie Dahn die früher mit Fehlbeträgen arbeitete, im laufenden Ge­schäftsjahre schon einen, äleberschuh von 13 Mil­lionen Mark erzielt hat. Besonder« geschädigt ist jetzt die Arbriterbevölkerung. die keine Fahr­gelegenheit zu ihren Arbeitsstätten mehr bat. Wie wir hören, axrden von parlamentarischer Seite Schritte getan, um bie Interessen ber ge­schädigten Gemeinden zu vertreten.

i. Ettingshausen, 6. Febr Bei ber Verpachtung unserer Feld- und Wa 1 b- jagb blieb Bäckermeister 0hl-Dab-Rauhelm mit 4 Millionen Mark Pacht Höch'lb.elen­der. Die Verpachtung erfolgte auf 6 Jahre.

Reiskirchen, 7. Febr. Am Sonntag veranstaltete der Gesangverein Har­monie unter seinen Mitgliedern eine Samm­lung für die Ruhrhilfe, die da« statt­liche STgcb.it« von 71 000 Mk. zeitigte. Bravo!

Drei« a. b. Lba. 5. Febr Arn Sonntag gab ber Dernharbsche Zither- und Rkanbollnenchvr au« Dietzen «or im Saale be« Gastwirts Will ein gut besuch eS Äon^crt Sie Erbietungen, die aUfemrinen Anllang fan­den, legten Zeugnis ab vv i ber guten Schulung ber Vereinigung unb dem Können ihre« Leiter«. deS Herrn MusiNch.er« Dernharb. Dro^n Beifall fanden auch bie Sefäivge be« Frl. Pfaff

flrei« Lauterbach.

rr. Schlitz. 7. Febr. In unserem 2800 Ein» tro(mcr -ähl^nlen SläNchen wurden bl« jetzt für die Ruhrhilse gez>.ichaet: Von ber Bürger­schaft 628 285 Rlk., vom Grasen von Schlitz ge­nannt von Görtz 500 000 Mk.. von ber Firma Qongbeinrkb, Direktion, Angestellten unb Ar­beitern 250 000 Mk. von den Bsarn e i unb Ange- fttlUcn der gräflichen Verwaltung 80 030 Mk.,

Unter dem Zreiheittbotim.

Roman von Slara Diebl^.

34. Fortsetzung. (Rachbruck Uvtaoten.)

Aber ber finstere Mann schüttelte langsam den Kopf: .Spar deine Red. Fahr nu mit Lügen vor unseren ewigen Richter. Du hast dem Madch.n Stipa'd angetan, dafür tu ich dir wieder Gewall an. Schwelg" brüllte er. als ber andere noch clira« entgegnen wollte. .Mach' Butz und Reu. bu miht jetzt sterben"

Steibcn sterben?! Ein Irrer Schrei stirg von den Lippen bc« Gesvlterten Gr fable den Sinn noch nicht reibt: ft erben, sterben? Das konnte ja gar nicht sein. Rein, sterben konnte er. wollte er nicht! Er versuchte seine gefesselten Hönde ausritanderzureld.'n. sie bittend zi heben. Seine Augen, die stier au« den Höhlen drangen, krallten sich förmlich fest an dem unerbittlichen Gesicht, da# über ihm war Ein Gestchl ohne Gnade. Er wimmerte um fein Leben

. Feiger Hunb!" Han« Bast zog feine Pistole unterm Wams vor. (ab. zielte and lief) den Arm bann wieder finden. .Rein, bist viel zu schlecht für Pulver unb Blei, beug deinen Racken unb bete! Betel" schrie er erbost unb stampfte mit beiden Fützen.

De. Gemarterte stammelte Nnnlole« Zeug. Er hatte in seinem Leben nicht gebetet, nm fand er Un lobe auch fein Gebet. Er konnte nur Irres wimmern.

.All emal beten kannstef" Der Mörder sprich es verächtlich Unb dann zog er ktn Helfer, einen Mckiä nger. den er im Holen lack trug Er hob das Messer hoch mit kraftvollem 2km und

st letz dann nieder mit Wucht in den zu Boden gebeugten Racken.

Qbnc Laut stürzte der Gerichtete vornüber unb vergrub bas Gesicht in« Farnkraut. Han« Bast stanb stumm. Da lag sein Opfer.

11.

Unten zu Kochern war grobe Aufregung. Der MarqulS be la Ferri-re war inS Stäblch:n ge­litten Solch einen feinen Herrn hallen bl: alten Stadtmauern lange nicht ge'ehen. die jungen QHäb- 4xn noch viel weniger. Die rillen bie Augen auf. flirrten unb stl.hsn Nch mit den Ellbogen. Die Mütter rie'en »ergeben«# und schalten und winkten au« den Haustüren, ein ganzer Schwarm junger Dinaer rannte dem Reiter nach

Denn Der sich aus dem tändelnden Pferde umbrebte und lachend winkte stand den Mädchen da« He , still vor holdem Schreck. Ja. so wie die Franzosen konnte es hoch Miet so galant konnte nie unb nimmer ein Deutscher sein! Der Heiter ritt strack« vor« Ra hius, neben dem war dfri$ We DasthauS .Zum goldenen

Rot vor Ueberraschtng kam ber Maire herbei, den der fremde Herr ruen liest aus dem Ratha is. Sie waren bei einer Sitzung geox-len, bie wurde nun schleunigst abgebrochen als ber Marquis be la Ferrier* sich melden liest

Er reifte in Monde rem Auftrog: in einer höchst wichtigen unb geheimen Million. Wer Kochern war ein so bi.d'auberes Städtchen and lag so wunberichön am al .-tenden Strom, unb an dem Berg, darauf die Burg liegt, wuchs ein so köstlicher Wein, datz es chn, den Marauis dvch «lüstet hatte, ein S ü^dchen hier tu verweilen, junger hatte er ohnebtes. er würbe jetzt gern

etwa« speisen. Der vornehme Herr brachte ba« alle« recht brollig vor: er sprach so gut deutsch trü ein Lande«find Da« kam er war ii Deutsch- land geboren, und auch jetzt war er nicht al« Scinb hier, o gewitz nicht, er liebte b e Mosel über alles! Der Marquis leite babei bie Hand auf« Herz. Unb bann parlierte er auch auf fran^lt <b: aber sein Französisch verstanden sie nicht so gut

Der Maire sah den ersten Beisitzer an unb ber den zweiten: ob man ihn aufforberte ht den .Goldenen Esel" ? Man müstte Ihn doch wohl einloben, es wäre vielleicht ganz klug. Wer weih, was ber Stadt für Vorteile daran« erwachsen. Man war arg geschröpft worben durch Kontri- butionen: und nun waren noch Grundsteuer. Per- fonal- unb Möb lsteuer. lür* unb Fenstersteuer, Aufwanbsteuer, Patenr- unb Erbschaftssteuer. S'.cmpelaebüb^en. fflnregtftrierung«- unb ver­einigte Gebühren, von dmen man sonst nie etwa« getrübt, aufgefommen in er bet ttantzöUchen Herr­schast. Ein Wort von solch einem Herrn beim Departement«^ konnte vielleicht manche Er­leichterung erwirken.

Mit echt franzöfitcher Grazie benahm sich der Herr Marquis. Er halte etwa« angemnn Gewinnende« ui seinem Wesen unb eine solche Leichtigkeit in den Formen bet aller groben Slch.rheü be« vornehmen Manne«

Unter den Fenstern be« Gasthof« zog sich ein steinerner Allan entlang, die Balustrade war dicht umrankt von Wrinlaab und Rasen: hier batte man den ichönsten Blick auf bin Mosel, hier lieb ber Mairo decken. Golden glänzte ber Strom im SvmmnglMtz. die Wellen Nossen schwer

von den Beoertten imd Angestellten be« Prstantt«^ Vcxsmhof« und der Cbabmnct fteiti 135 307 ML > Cm ganzen also tU bah n über!' ,M»llion. r 5<r,urrnmen noch ter Ertrag einer Sonder»!W fammlung tr>n Rawralirn von feiten ber h.e'ige»M Ortsgruppe te3 Heft Boue.nbundrs 8in hie» fifler Hcmdei^nann hatte kürzlich sein Fuhrwerk W b.i Anbruch tec TunZel etc bn nahen Ba b® a ly I schürf kurze Zeit nnl-Luusfrchtrgt aut der Sc raste I ftv .n laTcn. AIS er wieder ^u^-f.ehrte, war dem I Pferd ber Schweif glatt abgeschnit - | len. selbe widerfuhr drn beiden Pferden bei I hei en Hc müHex«, a^äbretb V< für eine Stunde 1 im C.on eine« DirtShaufe« zu Fulda ringe- 1 stellt waren. Bon tvn Rofchaarb-eben hat man I LI« jetzt noch kerne Spur entdeckt.

«reis Schotten.

* Laubach. 5. F?br Gestern hielt hier im 1 -Solrnler Hof dl: Baumkircher o b 11 1 Blafius-Deseslfchaft lr? Jahres- Versammlung ab ä« Ist bie« ei Rechts- 1 allcrtum. ba« fi 5 au3 den Mittelllter bl« i i b < | Scgnraxirt g re t:l un^ ei' A ter von fünf Ha r- 1 hunderten tat 11 n 1:0), g i hz.'rtrr ml. b.r En - J Wicklung von Lauda h zu.' Stadt, gin te.t im late 1 d<3 Seen dach« Ojmg.-blct verschied ne D^ f- schaften au«, darunter Baumenseen (auch Raumkirche i benann ) Ein Ueaerrt!! dieser Ort­schaft ist bre Baumkirchec Muhle bei Frerenfeea, die jetzt im BolkSmund nach einem früheren Besitzer Höresmützle betbl D:e Bewohner jener auftgegangenen Dörfer hebelten nach Lau bach über. In threm neuen Wvhnlitz bildeten nun jene 3uWanderer ein gTschloffene« Sememwfkn. das durch ba« fortdauernde gemeinschaftliche Eigen­tum-recht an der Allmende der alten He m.ri jufammerge ballen wird Aus Einladung der Blastus-Gesellschaft hielt in biefem Qiibre Pros. Dr. Roe« chen einen Vortrag über btelci Recht-allerkum Sine lebhafte Aussprache schloß sich an dielen Vortrag an, worin noch manche ortSaeschichUich bedeusame Sinzritzell erörtert wurde. Der Gemeinbesitz der Gesellschaft ist eint Fläche Wiefcnland von etwa« über 15 Morgen. Rach einer alten Ordnung, die in ihrer letztes Festsetzung auf da« Jahr 1701 »urückgeht. wird ba« Ge.ä rde in 15 Losen wechselnd unter den Antcilberechtig.en unter der Leitung eine« be,en­de.en .Schul th.ls.En" verlost. In bl.-fern Jahre er triefen sich 3 1 Leute al« AnteUberechtrgte. AI« Schultheis) aml.erte Landwirt Heinrich Äretfer; Shrenschustheist ist ber Veteran (von 70/71) Sa lzmann Da die Wielen ber Gesellschaft einen vorzüglichen GraSwuch« haben, ist bie Mitgliebscha l be. den gegenwärtigen hohen Heu- unb Grummet preisen höchst wertvoll.

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Mrcie Büdingen.

Büdingen, 7. Sehr Die hiesige Orts­gruppe des Hes>. Sauernbunbe« sammelte für bie Ruhrhllse 43000 Mk in bar. 19 Ztr Kar­toffeln, 4.5 Ztr Frucht unb 1,5 Ztr Meist.

Aulendiebach, 7. Febr. Unter Ort spendete für die Ruhrhilfe 16000 Mark Bargeld, 22 Zkr. Kartoffeln und 24^ Ztr. Frucht.

Be r sta d t, 7. Febr. Für dieRuhrhilfe würben au ter ber schon beruh eien Spenbe von 40 Zentnern Frucht noch aZritere 45 Ztr. Frucht unb 27 000 Mk. gesammelt.

Xlrci« Fricdbcrfl.

Butzbach, 7. Febr. Hier wurde da« HilfSwerk für die Ruhr von der Land­wirtschaft mit 16000 Mk. und 74 Ztr. Kar­toffeln unterstützt.

e Rleber-Weisel. 7 Febr. In unserem Orte wurden für die RuhrhilIe 108 730 Mark in bar, 242 Ztr. Kartoffeln, 62 5 Ztr Frucht, 5 Psd. Fett unb 1 Schinken gespendet.

' P t e r w e i l, 7 Feor D e Sammlung für bie Ruhrhllse erbrach e h.ee 72 700 ML bar, 230 Zentner Kartoffeln unb 23 Ztr Frucht

Starkcn-urst und Rhctnhcsfcn.

Darmstadt, 7. Febr. Zu ber Fest­haltung eine« gr&fteren Viebtrans- Port- nach dem b?seyten Gebiet, worüoer gestern kerichlei wurde, schreibt heute ba« .Durm'lädter Tageblatt" u. a : Man vermutete, baft ba« hoch­wertige Schlachtvieh für bie Franzosen bestimmt war unb hatte wohl bie Absich'.. c« zu beschlag­nahmen Die Hänbler konnten jedoch nachweisen, bad da« in Mannheim getaufte Vieh für bie deutsche Bewölkernmg te« besetzten Mainz und Wie-baben bestimmt i st, b. h. Ile wirien b e u t 1 <tc Kaufaufträge nach Ob bas Fleisch tatsäch­lich ber beutfch: i Bevölkerung zugute kommt, ist bamit noch lange nicht erwielen. Jedenfalls muf):e ber Transport aber freigegeben werben. Wie uns an zuständiger Stelle erklärt wirb besteht auch feine gesetzliche Grundlage zur Beschlag»

Heutiger Stanb des Dollars

10 Ubr vormittag«

Berlin 37000, Frankfurt a. M. 36500.

und träge, al« wären sie öliger Wein. Man Ist bald berauscht In solcher Stunde.

E« wunderte den JUarqui« sehr, bah es noch solch guten Wrin im Lande gab trotz Der Rot- a Iten. Er trank, hintüberge'eh tt mit verrückten Blicke Ithte, wetnrenne isch r rülenb die Lippen und lieft Glas aus Glas durch die Kehle iinnen. Sie tranken alle tüchtig, man ergriff aem bi* Gelegenheit.

Der Wirt trug auf, was seine Küche ver» mochte: Barben, die Mofelllsche dre ganz köstlich schmecken wenn sie so frisch sind unb reichlich mit Butter begossen. Zarten Rehrücken unb Idlib- schwrinko^s m pikanter Softe De ft der Himmel, tpo ber Wirt ba« alle« so schnell h^brischristik In ber Küchr rannte er Ichvitzenb. unb e« rannten bie Wirtin unb ein Mar Mägde D»e Tochter vom Hau« schnitt die sch-nften Blumen In Ihrem Gar­ten unb Blüten vom Granatenbaum vor ber Tür. Sie gab bem WildlchwelnSkopf rin Lo tbee» zweig- lei n in seinen Rüssel unb kränzte ihn rundherum mit roten Roten. In liebendes Schmalz tropfte bie Wirtin rasch Muzentelz ein und allgeblalene Ballen, Windbeutel genannt, emsig schlua die Magd füften Rahm, um bie Wmdbeulel damit zu füllen Der Wirt kletterte ie'ber auf leinen Pfirsichbaum, bie schönsten P i lid^: waren gerade rocht, und auch Mirabellen, die nirgend« fo lüft lind Wie im Mofellanb und latttroofcnte Reine­clauden. Schade, die Trauben waren noch nufti ganz reif unb auch nicht bie Walnüsse.

Sie tafelten lange. Der Marquis befühlt« seinen Bauch: ber wollte schier platzen Er lacht« luftig: so gut hatte er lange nicht gespeist, weaa er auch immer feine« Esten gewohnt war.

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