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klk. 260

ertd,<nt ioqlfch, außer Sonn. unO Feiertag«. enlberSawirtaesbiilagt: 6 i«6ew«r3ammtnbl6tlrt »o^te-8ri«eeprtlt jyTJhDiart ». SMilliard Marti Irägerloßn, auch

nummern insolgrhöherer (BtuxilL- S«tn ipttd)- ?ln|d)lün*: |ürbi«Sd)rif1« ifUunq 112; Ur Verlag unb lBe|<)äftsfleBt 51 Sn|d)rift für Drahtmach- chirn lizei,er »fetze».

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(rewftwrt e. HL litte.

Montag, 5. llovemder 192»

US. zahrganz

Ainehm M) liftll«» f<rbtt lagt»»«erbt» |im Vadjmtttag oartzer b«t|«tx Derbixblt4)h«U. Drei» ftr l mm »4k« für anjeiqen o 27 mm Brett« örlL ®ninb|al)l 55 Ulk, «<D.701JL;l.«eMa**- Anzeigen o 70mm Öeeitt 225 x 100 VhQ. S4>llfid vlatzoorschnft 2U',,Xuf- schlag - Deranlmonlid) für'Politik u JeuiOeton: Dr Fnebr Wilh. Lange; Ilr b«n übrigen leit £mft'Blum|d)«in,tarbe» Snjetgmt«!: Han» Beck, sämtlich m Sieben.

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vr»ck U»tz Verls,: vrßhl^che Untbtrfltais.Bedf- nnö Stetn6ni6erel R. £engt In Sietzen. Sd)rfftlethin, Rd Oefchistrltelt: rch, ftrstze 7.

Koblenz unter grün-weih-roter Flagge.

Wu»)

Da- bei »rtolg be« In ber Bergungen <n Woche »ter geW)ilberten Zagt« um Io bcbeulenber war. daNe man zum großen Ztd dem eng­lischenVertreter ber H be i nla n 5 r o m m 11 H on zu verdanken, ber sich den Spek­takel txx henz Schlosse selbst mit anlab und dem fiberfl PhilipP< gegenüber nicht nut auf da« Lächerliche der Ottuatton bintoie«. sondern auch energisch die Zuruckifehung der franzölilrhen Zrappen Dom Schloßgedäude sorderle Wohl gab lebtever dem Drängen de« englischen Ort liier«, mit dem sich die Förderung« i ber Stadtverwal­tung und ber Pvlrzeidirektion decken mit den ©orten nach TDenn bie deutsche Polizei im- (lanbe ist, das Gebäude zu räumen. Io mag lie cf tun, doch kaum war leinen Worten in der fchon geschilderten Weise entsprochen worden, da war auch schon die rächende lleuieli« am Werke Noch nicht eine Stunde später verkündigten ge­brüllte Mauevanschläge. bah ber "Belagerung«- zu stand über die Stadt verhängt sei. und bah zwischen 10 Ubr abend« und 6 Ubr trüb niemand bie Straßen betreten bürte Sin noch härterer Schlag trat die Stadt am nächsten Tage Der Oberbürgermeister und 40 weitere VeitoallingS- beamte wurden auSgewiesen und sosort abhan«- portiert. der Polrzcidezernenl Dr Tieften leine« Amte« enthoben, bie Polizei unter Iran- ^ölische Leitung genommen und entwaffn, t was man damit begründete, bah einige Poitzcibeamie beim Smbringen in« Schloßg.bäube ihre Pisloic.i gelegen gehabt hätten, man überlab dabei ube.. daß ber Pfarrer Dr Kremer«, der al« Führer ber Separatisten in« Schloß eingebrungen war. m ber einen Hand da« Brechtsten, in ber an- bereu ben geladenen Aevolvcc f^cll öebenfall« war jetzt endlich die Stadl weyrio« und .den Züchtigen freie Bahn" gescharten

Während am Mittwoch die Stadl sich einer gewissen Bube erfreuen darrte, ber.itelen die Sonderbündler neue Taten vor Zunächst lolllen mehrere kl ernt Ortschaften genommen werden und am Abend owe neue Offensive gegen Kvbienz begmnen, war doch nad>a>utlag« ein von deutscher örte rtbgefangener Funkspruch der .Obersten jjevorflerhntg cingerrotfen nnt dem Juba Li .Ko­blenz muß auf alle Fällt genommen werden, widrigenfast« da« gjrue Unternehmen in Frage gestellt HL" ISO Mann Bertiärfung tourten noch au« Mähen heranbeordert Der geplante Anschlag wurde aber zu fchnell ruchbar schon eine Stunde später war da« Sch ost von Hunderten nm Freiwilligen beseht und mit Hilfe von Balken und Stacheidmht verbarrikadiert Gegen ben Stachel »u locken war aber selbst für diese frei­ster! «bürst en den Sonderbünblerhelde.' zuviel und wieder mußten die .n utralen" Fvancofen helfend eingreifcn Diese erteilt n am Ton i rstag morgen ben Befehl, da« Schloß vollständig zu räumen und die Befestigungswerke wegzuschasfen. Donnerstag abend kurz nad> 10 Uhr vrtolgte bann die endgültige Eroberung der Stadt Ma > olla - njsche Truppen Ip. rrten zunächst seldmartch- mäßig ausgerüstet sämtlich. Zugang' z im 6-lc- menSplatze in Trupp« von 30 b,S 50 Mann ab und ließen ntemanb.-n mehr durch, bei nicht einen s<lon deren ßairtexpaflcr nviz.igrn fonnic Em solcher Larssezpasf.r liägl in stanzöiilcher Sprache ausgestellt bim belcnicrcn und kennzeichnenden BennertPricrc aux autonle-. cinles et mililaircs >l< bien vouloir facilitcr son xoxage et sa tächc". au Deutsch .Bitte an die zivilen und mililüri- dxn Behörden, seine Aeife und Ausgabe gütigst zu erleichtern". Wer bitf-n AuS- wei« besaß, wurde mit tm Worte., .« ist gut" liebevollst bunt bi. PostenkeNe b.forbeil Einige Minuten nach 10 Ubr erschien eine hiegtftarfe Kompagnie Separatisten vor dem Pvstgebäude, Rvnnnandv Kompagnie ball' Schwärmen! An­greifen' Leide: fini b.c ctsc.igeri deilete.i Tore fest txrtd.lolkn 2llso Gewalt' Eia«, zw.i, bi ei lind fämilidx 'I'artciTcfenfter einge'chlaze i und behende wie die Kahea klettern

die tzck n hinein Hurra' Di.- Post ist genommen Außer den wenigen nachtbiensttuenben Beamten wa, nämlich niemand im Gebäude ge­wesen Auf gleiche Weise wurde ba« vollständig leerstehende Schloßgebäude gestürmt und nun wandte <id> der wilde Haufe zum Aaihau« Wohl statte noch im Vaufe be« Tage« otr sranzösilcde Befehlshaber erklärt, ba« Sladthau« wurde auf alle Fälle verlchc.nl bleiben Doch davon wußte scheinbar die Sondrrbiinbleileilung nicht«, auch nicht die französischen Soldaten und Gendarmen, die dem Trupp üoraneilenb die Straßenzugänge jum Stac.'baule erst sicherten, nach erfolgter Er­oberung allerbing« soiort verschwanden Aun war da« Wert grtchchen. und bald schon flatterten von allen brei Gebäuden lustig die neuen Flaggen Um die Koblenzer Bevölkerung mit dieser neuen Wendung ber Dinge vertraut zu machen, gab es ja ein probate« Mittel Weiße und schwarze Franzolen. die cf meisterhaft verstanden, mit Öäbeigeraikl und Kolbenschlägen die sich zu Tau­senden anfammclnbc Bevölkerung auÄeinanbcr- «u treiben

Sv hat nun Koblenz seine neue ^Regierung. 'S*Ix dem. ber sich an ihr vergreift' Ohne Gnade *rto<nt Ausweisung und Bestrafung hi- ben Fall der Gewaltanwendung aber droht Movhe« oder Dr Ercrner« mit sofortiger 8r- bMlüng

Neue

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irtschastsmahnahmen.

Ein Iwanyskurs für die Papiermark. Das Gesetz zur Uederwachunq ber AarteUe. Staatliche Preissenkung für Lebensmittel und Rohstoffe.

Berlin. 5. Aov (DB > Am Sonntag Hai beim AeichSlinanzminister unter Mitwirkung be« AeichSwirtlchafiominiltei« eine eingehende Be­sprechung mit SachveiKündigen über die Mark- flabüiherung flallgelunben Zugrunde lag ber SamStagbeschluß be« AeichSkadinell«.

ein feste« Mmdestumrechnunztvcrhttilni« zv>I- fchen einem wertbeständigen Wert tmb de«

Papieemmk

berjufteHen E« handelt sich dabei um eine be­grenzte Papiergeldmenge. da bekanntlich mit dem Inkrafttreten der Ben len mark die Holen- presse zum Stillstand kommt Die Sach­verständigen habe nbie Absich en der Aegierung einmütig al« praktisch durchführbar be­zeichnet und s cbestimmte positiie Vorschläge ge­macht. daß eine endgültige Beschlußfassung ber AeichSregierung in fur\e'lei Frist erfolgen kann Au« be nStreifen ber Sachrerstänbigen ist zugleich mit größtem Aachdruck gefordert tporben baß g c - gen ungenehmigte« 71 c t g e l b mit aller Schärfe eingeschritien wird und daß da« genehmigte Tloigclb nach ander weiiigcr Besiicbigung de« dringendsten Bedarfs an Zah­lungsmitteln sofort eingezogen toorben muß

Aach einer Tteulcrmelbung au« Aeuyrrt haben dir amerikanischen Banken und Wtchs.lstubn ben Handel mik deutscher Mark ein-/.'stellt.

Hierzu schreibt der .Montag", durch die B.kannt- gab.- diele« Beschluss«.» uxibc die Tätlich. ethär­tet. daß in Aeutzc.k nur eine unbedeutende Spe - kulantengruppebieMacl hinundher wirft und daß daher ber Aeuvorker Kur« i n keiner WeisealSWertrnaßstabfürdie deutsche Währung angesehen werden form und bart Zeder Kur« der Paviermars. der evtl auch noch weiter au« Aeuyork gemeldet werden würde, müsse praktisch bedeutungslos an­gesehen werden

Das Kartellgesetz.

Berlin. 3 Aov iWTB) 3m .AeichS- anieiger" gelangt heule eine Tknrbnung zur Qkiöffcntlidiung. bie gegen den Mißbrauch wirt- Ichalliicher Machtstellungen gertchlel ist Diele Verordnung bilde! ^in Glied in der Stelle der 7Hafnehmen die die AeichStezieiung aui Grund be« CiTnäd;tigung«gclece« zum Zwrck - brr P>o- bultirn«fieigcrdng und zur Befreiung der W i r l I <$ a f t von unpiodultivenHem- m ungen getroffen l>il W.e duicf die Aus­hebung wichtiger Teil.- b*r D.-mobilmachung«- heterbnungen die Beweglichkeit aus dem Ai- bul6ir.arll wiederhergestclli wo.den ist. Io sollen durch bie vorliegende Verordnung

bie nngesuoben Hemmungen be« freien Wett­bewerb« beseitigt

werden

Dir Erzeugung« und Preispolitik ber Kar­telle unb Konventionen ist feit vielen Monaten Gegenstand heftigster Angriffe au« den Str.-neu der Verbiau-chr tote auch au« Teilen der Produ­zenten. Die AeichSregierung Iah c« al« ihre A n - gäbe an. die eihobenen Klagen auf ihre Be­rechtigung zu prüfen und Tshißnahmen uni.'i Vor- anfleflung allgcm in wirtschaft'icher D-'licht-guukle auSlchlieklich nach o b ik t i v e n M.ißstäbeu »j Helfen L« ist unflreilbar. daß unter ber Wirkung ber @elbenltoei1ung und der durch lie heioor- getulencn Produktion«- und Absatz.eihältnilf lich bei ben $hganif<iturnen der Produ-enien rirtfut) schwerste TRiMtänbc entirid.lt.-n Bei der krrtischen Zulpitzung. die die wirtlchatlllch? Kon­junktur seit dem Sommer eifahren hat und du ich die bei Prei« einzelner deutscher Produkte über den Weltmarkt st and hinauSgetrieben worden ist, besteht ein allgemeine« 3ntevelle daran, durch

Wieberherstellnng einer wirNichrn TTlarft» freibeit

eine künstliche Einschränlung der Erzeugung ind ub.rmähig.r Ais kozufchl >g und Prei»llellunc,en. lie durch die tatsächliche Prrduklion»kosten nil.1 b giüntel sind, nuchdrücklichst zu bekämpfen unb Streife ber Produktion und be« Handel« wie ber zu dem vieltach ner.r ingegang. rc i Der - ant®ortung«betoußtfein g gennber dem Allg.m<inwrhl 'ururfriMtoing n. Die Aeik.-r gie- rung gfnuf-t nfcr, »UV Erreichung diele« v.en- entfchied-:r. argeftribten Ziele« nicht ben W.-g ber völligen Zertrunrmcrung der Kartelle beft ei-.n zu t-ürten. wie .« von mrnchen L.-ü.-n g-lordert wird 3n tiefen radikalen Pränen durfte bie rolkswirtfchafllich bedeutsame Funßion ver­kannt werden, zu toelchm < . verantawrfing«- bettntßten E^zeugerorganila'ione.r g.'ribc in ber augenMidltdAn Wirtschaftskrise berufen erlch-i- nen. Wenn auch durch die vorliegende Tkrorbnung bie Handhabe gx holen werden soll, um

bk schädlichen AuSwichse de« Kartell wesen« mit aller Schärfe zu bekämpfe»,

will sie anberedfit« diele Organifattonm durch hre Aeiniguna zur Anbahnung einer lau­teren DrlchästSgehabrung. Verbreitung rationeller PrvbuklivnSmethoden und Vereinheitlichung der Preisbil­dung zu befähigen Schircßlich darf nicht über­leben Di rden. daß eine völlige Zertrümmerung der Startelle auf dec Dauer bk Marüfrechetl

ke neSwog« begünstigen sondern gerade durch in bem kommenden UmbildungSprozrß nur eine große Zahl gesunder mittlerer ur i erer Be­

triebe der finanziellen Ucbeimad-I h rer Kon­zerne fl u « 11 c f e r n würde

Die Durchführung der ftaatltchen Kartell- Politik ist durch die vorliegende Verordnung dem AeichSminister und dem neu zu schassenden x ar- t e 11 g e r i di t zu übertragen Denn der Kartell­vertrag die Gelamtwiilsd>alt oder daS Demern- wohl gesährdel. kann ber Aeidrswirtschaft«. Minister beim Kartellgericht

bie Nichtigkeitserklärung be« Vertrage«

beanhagen ober ben Beteiligten ba« Aech ' bet fristlosen Kündigung gewähren Auch kann bk AechtSguliigleit aller künftigen Maß­nahmen ein.« selchen Kartell« von einer vorher an ben AeichSkvirtlehaf.«Minister einzurerlchenben Abschrift bei Bet räge abhängig gemacht werden Von diesem obriglciilichen (Singiiff abgcleßen kann jede« KarleIImiiglied einen Vertrag aa« einem wichtigeir Grande fristlos fiinblgen AIS selche, gilt jede unbillige 18 i n I d) r ä n f u n g der wirllchafllichen Bewe­gungsfreiheit Mm (ine wirksame Kontrolle zu ermöglichen, wird für künftig von jedem Rar- telloeitraa e>ne schtns liche Form beilingi

2Ibr.cl,rr.< i, bie zu unsinnigen GeschaftSbedrn- guege.i Abfchlülf. >e: osien b>b. i, kwrn ba« Rar- icllgmd)! l.'3 K ü d t r i 11 # red) t von ichren Ix-iidg.-n gc.rxibien. D..se« Aach! ist ihnen auch (Linzeluni rneh iiuagen ge e üb r gegeben wenn c.r. Ge ahi>uirg ber Gst >ntwirtschafl ober de« Gernema chlS in te Auenutzung der wlrtsechafl- lrchen Machtstellung vvrliegt

Ta« Kartellgericht

wird beim AelchSwirtschaftSgericht ge- bdbet. O« entsch.idet in einer Bstechu ig mit ebnem rid)tedichen Vorsitzenk<>> und vier Beifihern. Ne, um bi« stvenge Obitttioitäl zu wahren, vom Pra- fii<n:en be« AeichSirirtldx» t«g -richlS bestimmt axrbcn. Din Beifitzer ist ein AeichÄwirtschrÄt«- gcrrchtSva! zwei V.'ifitzer werben au« ben Wirt- fchittSg'ut Pen ber flr. iienben 'Parteien cnlnom- inen. ber 4 Be-Iitzer ist eine sachkundig" 'Person- I chkeit von bei eine unabhängige Vertretung be« ISemciniroH« e.wvriel werden bart Für die n chtiiä r i'.idon Bei'iyor stellt ter A ichswirt- sch t«m >istt Listen von Perfö.'lichkeiten auf. be bi: not wendig.' Eif.-Hrung für dieses schwi - rige Dirtschr.itsg.biel milbringen unb in ilyrrr AuSw.-hi c ne Gevähr für tie gerechve Würdi­gung bei Gesamt:n ereilen bieten. Ti: zur Z.il brliibeeten fre.ea Schi.dSg'rtch : ii Rariellanqe- legcnf/- '< lolkn (eie. «a egs rusge'-chaliet we> - tc - T.r Ac chrn irtlehaits.niiilier ran., vielmehr in gecignelcn F.rNen ein Verfahren zunächst vor diesen 61eile:: einleiten.

Keine Iatzlunqen für Sachlieserunqen.

Berlin 3 Aov. lDTB) 3n Ergänzung ber Sparmaßnahni n zu d nen bie AeichSregie­rung inio ge b r kal.iftrophalen deutscher Finanz­lage genötigt ivurde ergin i eine weiter' V rorb- ung über Ne Ausl'tz >n.l der Zahlungen zur Surdfüllrung von Cal ic'cr.ingen D iburch wer- de>i eile Zahlungen auf Grund bei im freien Ver- kßr für da» 0 untze - BemeIinans Abkom- m cn. das Auppel-Gillet- Abkommen unb ber im gebundenen Verkehr laufenden Ikr- träge über ®ad>li."fcrungcn mit der Wirkung aus­gesetzt. bah

au« b.esen Vertragen keine Zahlungen mehr von ber AeichSregierung gekifltl

werben Um den adiieiten Bestell'm aber die Möglichkeit zu laßen, auf der Liefe unj d.r be­heb ten Waren lroodem zu bestehen it Dorge'eben, faß tie abgefchlcllenen Verträge direkt mit den Licscrlirnien auf eigene Aech - rung abtoirfeln lotrnm Sie brauche n di he in t .i, Fallert in betten bi» Aeich (»r.'itj AuSzah- luncn machte, nur noch den A cn der r er ein- barten Preise., zu bezahlen Der "AeichSr-gie-ung lkb binnen fünf Wochen vom Tage der Der- tf:nbur..i d Bercrtnuni an gerechnet da« Aechl zu bie Erfüllung der VicferungiP-erträgc Im freien Sad-iteiciungSverkehr an da« Aeich zu verlangen

3n solchen Fällen wirb ba« Aeich, tratet Au«, schaltunn, der b:«htr gültigen ZahlungStoeise, unmitte.ber Zahlung an ben SHeferaeten leisten.

Da» Aeich wird von vorstehendem Aechte en­ges, ch!» der Finanzlage de» Aciches nur in be­schranktem Umfange, im übrigen bann keinen Gebrauch machen wenn brr Aachwei« poiliegt daß allnerte Besteller sich mit der deut­schen ViefcrtrrnM über bie Durchsührunz der Liefe­rung gegen Barzahlung be« noch ausstehenden 2c.iee d-S Vertrag«pr.-i'es einigt B i Vertragen im gefundenen Verkehr gilt bah da» Aeich von defe Dertr gen zurudtritt. sofern ni chi im emzetttsi Fall« den Lieferungsverpflichteten bmnen fünf Wtxchen vom Tage b~r Verkündung der Verordnung an gerechnet erklärt wird, daß der Vertrag auf rechter Hal len bleibt Den L*tefe- rrmg»pfkichtiz»en steht dagegen trm AücktrtttSrecht auf Grund der Bervrdmung zu

Die Preispolittk der Regierung.

Berlin. 4 Aov (TDolH ) Zur Linderung der größten Aot auf dem Gebiete der Leben«- mMtelDerforgung stellte bie AeichSregierung für die Milchoerbilligung erhebliche Beträge den Ländern zur Verfüg ung und über wie« dem 3ermatou«,d)ub für Au«land«h 11» die Wittel, um Cn« Fv. Iführung und Verstärkung ber mit Hüte be« Auslandes durchgeführten Rinber- fpel ungen zu sichern

Um aber auch werteren Kreisen der unter be» Verhält» ist en schwer leidenden Brvolkertrag Srleichternng »u schaffen, wirb bie Aeich«- regiernng m ewigen befonber« bringenden Fällen eine Sdrebithilf« in bie Wege letten, damit die vorhandenen Qebentmittcl leichter unb möglichst billig tat ben Verkehr gebracht werben.

Auch au* den übrigen Wirtschaftsgebieten natrnf bie AcichSregieru^ nachdrücklichsten Einfluß auf die Preispolitik So irurbc, in Gvldmark gerechnet die Preise b.'l ber Kohle um 35 Proz. be, Baustos 1 en 20 bi« 30. bei Aoheisen 25 unb bet ge willen Teilen ber cifenoer arbei­ten ben Industrie um 20 Prozent gesenkt Di« Auswirkungen birtcr Preissenkungen auf anb?n Wtrtlctxstt>gebi'Ie können sich naturgemäß nut allmählich tuid)|cßcn Der Zwang für die Ver­seh, «Verwaltung. im 3nlereffe der Sntlastung ber Ae chSfinanzcn unb ber Eindämmung ber 3n- flolion il»<e Tarife tent ©olbmen» an*aba|1eei muf^ zunächst ben Preisfenkurrgen bi« zu einem gewissen Grade ertigegentoirten ®« ist aber zu hoffen, daß

bie Verbilltgrmg ber Aohstoffkoste» brr wei. t er verarbeit e u ben Zndnstrte in kürzester Zett wieder größere Tvettde werd «fähig keil trab ba- mit and) wieber einen erhöhten Befchaf-

t i gnngSq rad f ichern

toiib Durch bie dauernde Einwirkung auf die 'Prtt«Drühing«fteilen unb die soetgeseht, lieber> uxxbung der wirtschaftliche Verbände werden voihandene Allk^iände Im Warenverkehr be­kämpf t 3n der gleichen Aichtung wirb die neueste Beiordnung gegen ben Mißbrauch wirtschaftlicher Madftsteilun,i tinifen, k-i fic ber ö'li-ntlldjen Ge- ivall durchgreifende Alachimiltel gegen dic AuS- wuchse der Rar idle und Shnbilate und ihrer Zah- lurg«bcbingungcn in die Hand gibt

(»rnnhriinqdmntinohnirii.

Berlin 5 Aov (Pi>v -Tel ) Aach ber .Ger­mania" soll daS Aeich»kabinetl am SamStag be- fd (offen haben, daß ba« Aeich die Mittel zur Ver­fügung stellt, um bestimmte Üebcnewnitld. wie Aei« und Fett, in größeren Mengen, die in gc- IriHcn Hafenstädten liegen zu erwerben Dies« Lebensrnittel sollen durch d,e Konsumvereine an ba« Volk verteilt werden Außerdem sollen bie Konsumvereine ein bestimmte» Quantum Le­bensmittel zur Verfügung der Städte stellen sür tie Bedürftigen ber Bevölkerung Außer­dem kam e« zwischen dem Ae,chSwir:sch>f,«mimft» rium unb den Zentralorganllationen de» Rletn- ba'idel« zu einem Verständnis darüber, zu versu- rten. die LedenSmlttelpreise möglichst aus ben Stand der Vorkriegszeit hinunterzudruden.

Parteien und Rumpfkabinett.

Berlin. 5 Ar. Die Austastung über bie gegenwärtige Reife soll in AeaierungSkieilen lefyi i ubig lein Tine Ergänzung de« Rahinett« au« ben Aeihrn der 'Parlamentarier, bie ber bürger­lichen Arbeitsgem.inlchaft ann-hören löst nicht in Frage kommen vielmehr soll in Aurtrch« ge­nommen fein

ba« Kabinett durch) arttzerparlam rn larifche Persönlichkeiten zu vervollstänbizen.

Ucbiigen« sei die Aegierung der Aufs.il'itng, bah In dielem Augenblick pvlitilche Krisen nicht mehr al« unbedingt nötig beachtet werden sollen unb bah ba« Hauptaugenmerk aus die brennen bei, WirtlchaftSlragen gerichtet lein müsse Da» Aei<h«knbin«tl belchästigte sich daher auch nicht mit den großen bolilildxn $agetragen fon- bern lediglich mit Währung«- unb wirtschafts­politischen Angelegenheiten

Die ZentlumSfraktivn be« Aeichs- tage« Mell am ©onntag eine fünf st und >ge Dihune ab I der zur politischen Lage, wie lic durch ber Au«IiitI der Sozialdemokralie au« dem AeichS- tabinell sich entroirfeli hat. Stellung genommen wurde Beschlüsse wurden noch nicht gefaßt 54 soll der Aeich«au«fchuß der Zentranvtparte, einberufen werden

Da« Zentrum ist sich mit den Demokraten einig tat ber Ablehnung jeder Erweiterung bet Aegierung 6tre fernaun durch Stnbezrehnng

ber Deutschnatron alen

Die Deulschnalivnalen kundzgea in einer Kundgebung ihrer 'Parteileitung dem Aumpstabineli entschiedenen K a m p I an ®« beißt dort .Die Deutschnanonale Volkspartei kann m dem Plan da« neue Aeich^tabineN etwa aus eine Minderheit die fogenarntie NelneRoaUlian. stützen zu wollen eine der Größe der Auf gabst entsprechende Göhtng in keiner Weife erblicken Sie wird chw tnelmeßc einfrellfflen aeä