Äeffenhxifunoen auf SerHner Plätzen.
IM* guten Setnfte but für Haffen- f»«1 f■ njen groben Stil« vorzüglich ge- •pete* ®ufaf<6fanon«n In hmblger und eddrtAer Hand «u (dfNn MneAgen, erwetfl setzt ■ert* In Serif« Me Aeflgannet Für Ne bWUch bei Ttufrui M .Serfliwr lagtblatiH" z». Iawwnqe6ro4tm Mittel konnten In den lr>t«n Zein bereit« zwei Feldküchen mobil at- ■omt werben Vie wirkten unter Leitung 5er yitanu auf dem 2ll»Mnberplatz and auf dem CTrangfcergvr Platz an der Frankfurter Allee Sen heute ab werben zwei neue Küchen Ären Dienst tun auf dem Tbebötng und Im Quar« hei der -eil«armer Im Luisen hol an der Dres- benet Strohe An Meter letzten Stelle kann die Speisung von Abholern bezogen werden Die ZeUeatme et folg! auf Anmeldungen bei der Bnnee. "Sie stell! In ihrer bekannten sein- n Ari Orhmbungen über die wirtschaft- Serhültniffe der Teilnehmer an um eine ®e»6br »u haben, dah tatsächlich bU Aller- bedürftigsten bedacht werden, und überprüf! ihre Feststellungen allmonatlich
um ein Uhr mittag« fahren die <MMUn mit ihrer gut eingespielten Sedie»
nungOmannschaft asi Den genannten Plätzen an. Di« grd hie Johl der Teilnehmer hat sich dann scho etngefartben Soldaten und Solbattnnen der rtarmee sorgen dank ihrer grvhen Erfahrung eine den Sebürtnisten der Teilnehmer gerecht werdende Aerhentolge der Abfertigung Wenn der Speisewagen aosgefahren ist, öffnet die flinke Sebtenertn auch schön den dampfenden Kessel und tejtirnt ihr Werk Hungernde Gestalten harren auf die Lobe in den Äeffan, und mancher Mann und manche Frau ist jr In ihren Selben, 6U innere Aemmungen verspürt und überwinden muh. ehe fle e» wagt, in aller OessrntlichkeU eine Unterstützung aneunehmen Die Ordner der Heilsarmee suchen die MÜHteligsten und Geladensten mit sicherer Hand heraus Die Biinden und Schwachen werden «uerft bedient Da liebt man eine altersschwache Blinde geführt von einem kaum schulpfllchttgen, bariühlgen Kinde da« lehnend und hoffend Nach Mtr Kelle blickt, dir da« Kte Mittagessen au«teilt Die Bedienerin sieht
• bittende Kind-rouge, gibt nicht nur der Wien eine gute Portion Sei« und Brühe - gestern gab es an den Feldküchen Set« in Fleischbrühe — in den Emailletopf. sondern nimmt rasch eine Tasse zur Hand und spendet der steinen bedürftigen und hungrigen Führerin der Blinden stärkende Brühe Schnell wechselt da« Bild An dem Arm einer jungen Soldatin kommt langsam efn altes Mütterchen heran, bat sich
mühsam Merchepgeschteppt hat Sun ist es müde -um UmlUrfen Behutsam lüht die Heller!n die Alt« aus bet breiten Deichsel der Feldküche Platz nehmen, sie verschnauft ein wenig, greift aber sofort begierig nach ihrem gefüllten Suppentops Die Senorgung dieser grellen und Ichwachen Teilnehmer der Mahlzeit ist etwa« zeitraubend Wit unvergleichlicher Geduld lügen sich die anderen Wartenden aber der unausweichlichen Notwendigkeit. den wrperlich am meisten Geschwächten den Bort ritt zu lassen Jede. weih, dah die bi« an den Sand gefüllten Kessel auch für ihn In wenigen Minuten die Speise getxm werden 3ebcr bat da« sichere Gefühl, dah ihm für den Ausweiszettel auch der Topf gefüllt wird Und die Küche vermag ihre Pflicht vollständig zu tun Hin und wieder spring! jemand mit unter, der feinen Zettel bat und Io vermehrt noch mancher die Zahl der 175 Borgemerkten Vorsorglich hat die Feldküch? viele Portionen mcor mit- gebracht, a l« In den Listen aufgefübr! moibe.t sind Diele besonder« Bedürftigen, ge. wisserrnasien legitimen Teilnedmer der THaflcn- speisung lind ja nur erst em gan, kleiner Ausschnitt au« de, stunde um Stunde wachsenden Zahl der Menlchm. die einfach nicht mehr die Mittel Aulammcnbungrn können, um I.ch „och b bescheiden durchzuschlugen
l rings ich lenkt em ernstes Wort an den Scittnwänden der Feldküche auf die unbe
dingte Pflicht b«r|inlqtn Mn. Die noch in der glücklichen Lage Nnd, sich gestützt aus eine sichere Stellung ober auskömmliche Einnahmen durchzuringen, da steht »u lesen .Schauen und wundem wir ftiemanb verwehren, doch bester Ist uns Geld, ble Armen z u bescheren!" Tie Ledlemmgsmannscholl unteistützt dieses Wort unermüdlich mit garu präzisen Aufforderungen an Zuschauende und Vorübergehende Und — mit ötnugtuvng und Freude darf man da« Immer wieder feststellen da ist keiner, der es fertig bringt, vvrbeizugehen ohne in die einladenden Tabentöpfe. Io gioh. bah he fo leicht nicht gefüllt werden können. Papiergel dich ine zu versenken
Anmerkung der Sebaftlon Diele Schilderung au« Berlin zeigt, dah man dort die Feldküche in befriedigender Welse in dm. Dienst der Masterlpeifung stellt Wir hoben wie- deifest emrloblcn. diese Einrichtung a u <b i n unterer Stadt für die Speisung Der bcbüdtigcn Mitbürger nutzbar zu machen Bach den Berliner Erfolgen im grasten darf man wohl sagen, dah der Fel^küchenbenutzung In dem viel Heineren Rahmen G,esten«. wo man mit Ströhen- Ipeilungen nicht zu rechnen hat. allerlei Odolg«- möglitfnten ficher fein werden
Vir vsörjWvl pon Joppot. See in »onSrtetSrauftiDeitcr.
T5. Fvrlletzuvg (Aachbruck jäteten )
.THein lieber Gunther'
2ch habe Dir heute eine »weite Mitteilung hi ber zwigeregten Angeseaenhwt zu machen, die die erste gewissermaßen avschllestl
Wsv. Hochkelpltn ist mit vchloh und all an lebenden und tot« Winschaftsbeswud soeben von ndr web meinen Kindern al« OH Herben verkauft worben Al« Tag brr Urbernahme ist ber I Mai seftgesetz, worden Herr Aasmull en. ein. nebenbei bteerrft, seh, angenehmer und wrtramnerttxden- ber Storni. (Dora fand ihn. wiederum al« die etatzttze vo« uns. abscheulich, was nur aus Sech- mtng Ihrer anbauern ben Abneigung gegen den Berüauf des Gute« zu schieiben in), hat anstandslos enb ohne den geringsten Versuch Im groben ober firmen etwa« abzuhandein. dem sehr hohen Äaeftroei« zugestimmt und die bedeutende Anzahlung bereit« angewiesen, so dah die Angelegen- $41 auch in dieser Beziehung geordnet ist. Ur uterte Nch begeistert über HochbrlLlllr und alle«, was er Dort gesehen hatte, am meisten aber über Dich unb Deine wirtschaftliche Tüchtigkeit 8r gestand mir. dah Ihm unendlich viel daran gelegen wäre. Dich auch nach der Uebernahme des Gutes durch Iba Sein« allen Tätigkeit erhalten au leben. 9r hätte es Th gern gelegentlich seine« Besuche« selber gesagt. Hütte es aber In feiner Bescheidenheit einem io vornehmen Manne gegenüber nicht heoauszubringen vermocht Sebenbei äuhertr er.
bah er Dir sofort da« Doppelte Deine« Gehalt« und ebenso Herrn Tehnzen. den er schon von früher al« zuverlässigen und braven Menschen kenne, anweisen lasten wüide. Ich bbi überzeugt, dah Dich unter diesen Verhältnissen der Verkauf Hochkelplin« nicht gan.z so hart treffen wird, wie Seht letzter Brief es vermuten lieh. In dieser Hoffnung glühe Ich Dich mit meinen Kindern, insbesondere von Dora,
In steter Dankbarkeit und Treue
Deine ergebene Tante Julie Freifrau Perkappen
Durch die abendliche Frühlingspracht ritt Graf Gunther
®« war da« letztemal, hab er durch sein Land ritt, dies schöne, fruchtbringende, meerumspülte Land, da« er mit aller Liebe und Hingebung betraut und gepflegt hatte, und da« morgen schon em anderer in seinen Besitz nehmen würde, der nie die leiseste Ahnung von Landwirtschaft unb ländlicher Kultur gehabt, der ble Liebe zur Scholle nldy kannte und da« stolze Hei mal ge fühl auf ihr, der nicht mit ihr verwachsen war wie mit einem Stück leine« eigensten ©ein«, ber sie einstrich mit ben geldgierigen Händen wie ein totes Stück Ware, sie aussog unb au «nutzte, bis er sie mit reichem Gewinn an andere Hände weiterverschacherte
Herrgott im Himmel! Wer soll das alles verstehen? Sie« stolze Gut, feit Jahrhunderten im Besitze aUabllger Geschlechter, auf dem ein Gras Tassilo n* ein Patriarch gelebt unb gestorben.
bal Eigentum eines durch allerlei unredlich? Geschähe r.ichgewvrdeiirn Emporkömmling«!
Du arme«. zerriNe-ies deutsch?« Vaterland! Du herilich gelegene» blut.-ndes Stück Erde. über bo« der Frühling lach, und leuchtet, al« wolle er alle Erniedrigung unb Leiden von ihm tilgen!
Er gab dem Jaromir die Sporen, dah er im longgefitedlen Galopp den Strand enUangrast?, baf* iber feuchte 6anb emporstob. hier unb ba auch das Wasser an seinen Körper klatschte
Str Tag neigte sich, unb die Sonnt sank. I.i langvetschwimmenden Linien dehnte lich die Küste mit den vorspringenden Kuppen vor Adlerhorst und Oshöft, den tlefschwarzen Buchten unb dem schattenhaften Kranz der Walder Von dem Spiel glühender Dichter gekost, weitete sich ba« Meer, jung unb herrlich, wie am ersten Tage
.Und bist doch gefeite! und fremden Völkern untertan!" schrir es in ihm
Bichl« antwortete Alle« blieb still, alle« tiefe«, undurchdringliche« Geheimnis
Vierte« Buch
3m blauen Saale des Zoppoter Kuiyauses pulsierte das Lebm der Bach!
.Ich bitte, da« Spiel zu machen!" Eintönig, oftmals wiederholt, durch!önte ber Bus des Croupiers bat Schweigen ,-ungsumher
Ein älterer Herr erhob sich von seinem Platze, den er feit einet Stunde innexbabt ®r erspielte sich Abend für Abend die kleine Summe von hundert fünf zig bi« zweihundert Mark, die er al« Zulage für eine kärglich bemessene Offizierpension
braucht«, und hatte bie Energie sowie er sie in ber Tasche hatte, ben Saal zu verlassen
Mit ihm zugleich stand ein junger Mann mit blassen, übernächtigen Zügen unb starrer Augen vom grünen Tuch'stche auf Er hatte gestern achi- taulcnb Mark gewonnen unb beute nicht mir fle, Ion dem die ganze Barschast seiner in kümmerlichen Verhältnissen lebenden Slutter verloren, die er ihr gestern abgebettelt hatte
.Es geht nicht mehr," summte es von dem grünen Tische ber
Allmählich fanden auch die kleineren Eagnott- läle in denen man an ovalen, von grünschlm- membem Lampenlicht geheimnisvoll dämmernder Tilchen Bakkarat Ipielte, ihre Liebhaber, und einige gutgeTleibete Herren suchten mit Gesichtern in denen bei aller scheinbar vornehmen Lästigkeit jetzt schon eine gewisse nervöse Spannung zu lesen war. den etwas abfett« unb verschwiegener gelegenen .Goldenen Saal" aus, in dem nur zu ganz hohen Einsätzen gespielt wurde unb zu den Samen der Eintritt untersagt war, damit |i« nicht durch ein Wort, einen bittenden oder warnenden Blick, ja, durch ihre bl oste Gegenwart schon, den Mann ober Sohn von zu gewagter Spielen zurückhielten
Gunther, ber jetzt, wo er Heimat Io« geworden seinen vorübergehenden Aufenthalt in Zoppot genommen, war eben in den Gaal getreten Si setzte sich an einen Boulettetstch, an dem gerade ein Platz frei geworden war
Ein Spiel mit gröberen Einsätzen schien gerade beendet, man rüstete ein neue«
(Fortsetzung folgt.)
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Bekanntmachung.
Bttr : Die Dilding der Schiffen, unb Schwurgettchte.
Ät GemehiUginG bei Hess Ministerium» ber Justiz »erben für die Folge in die all- jühttich aiftxfteHenbe Urliste für die Schöffen lab GeschMoreien nicht mehr sämtliche schbffenfähtge Dersonev der Stadt Dietzen auf genommen, sondern im voran» bestimmte Gruppen. die sich au» den Ansangiduch- st«»- der Namen ergeben Für da» Jahr 1924 örfafjt die Urllste die schöffenfühigen «st den Ansangibuchstaoen A unb at von Se»»tag, den 6. Obtober
di» ein sch l Samstag, den 13. Oktober 1923 auf dem Stadthai» Dergslrahe 20, Zimmer Nr 12, mährend der Geschäft»stunden zu iedermauu» Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist ke*n gegen die Dichtigkeit and Sol- stüudigkest der Urllste Einspruch erhoben werbe». 61948
«testen, bei 5. Oktober 1923.
Der Oberbürgermeister. 3. S.: Dr. Seib.
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Bett Gemeindchundesteuer
Gte Hundesteuer-Vachzahlungen für Oktober 1923 im Bettage von 5 000 000Mk für jeden Hund zuzüglich etwaiger Zuschläge für ben mehrfachen Hunde besitz, sind innerhalb 8 Tagen an das städtische Steuerbureau Stadthaus, Bergfttahe 20, Ztiumer 14, ohne weitere Anforderungen o- «Hiritpicn uach Voraus dieser Frist fetzt Me SeUreibung ein. 61938
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