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iMim roam, ä euer lleta ewmramntg ytot» OwMbeetertei enb aoapemtfl« werte r 9«»bi«t ter foKjl et* am 12. Oftoter zu- fceeeietcelei Wh, sofort ein btru fett

Stach -er Waffenftreckung

f 5. Oft L«»chtem Me \Mr groben Bet» Mabe tat Jmarfirttt jur TDtebe*xrutnab"it bet «Lett und MrtertMG aufgepiNe, Ul le tn«zr B^trf Me pcobuftioe Lrteit ta ebw*x $ci( der »** »lebet au,gen otnmen Worten Lui bei äbngen Sechs, Ist bU probuftlt* arbeit nach ae#ettigu*6 loctUocniKT technischer Schcoiertg- bettet W «r»arten Tkxi kommunistischer Gelte e*r* e» ernster Widerstand gegen Me Wieder- «afaate** der Lrbett nicht versucht »erben 0"pener Beaftk <Mrb. nachbcm Me Franzosen Dorütereefanb Me Zechen Ä6ta und Lcuell« besetzt. *r .Heber geräumt haben, Me anl Hefen Zöche» gtfftrbeitr boUAxMfcte Bertrog«lohte in obfebbarer Zelt jrteber zur Lieferung kommt k Lage auf dem von den Franzosen besetzten Aochenanlaaen Ist bagegcn noch völlig unge­klärt Od ein geregelte Förderung für die Datier überhaupt durchführbar ist. hängt van den Bedingungen für die Wieteveinstellung der Eisenbahner ab. also von derntarttflung des Bertzehttzwefens

Gs «Utz aber «ach bar tat tzlaaewtesea wer. bea, bat Mäher Weber bet »ehLaaäfNhrber. W nach bte DerotdNNNg über bei Saibabsatz MeeeHti boa bea Ar««ofea ans gehoben M, I» bach Me gefieberte Kahle Weber ha be« fefctea, noch tat aatefafctea Bealfchlaad d er­wartet werden Maa.

IN *>*1111111411 dieser Zustände und infolge der Mia ungenügenden Berke-rsverhölwisse most fw eartUDeUen aus Me Halde gefördert werden

Boa zuverlässiger Sette wird aus Bdl«- strchen arttgeteitt, dast Me Stimmung unter den beatschen Gefangenen sehe aeteüch ist. da te* über ihr Schicksal völlig im XI n - Gewissen sind, und die Erwartungen, dast die Frangesen gum mindesten die politischen ®c- feagrnrr frirttaffen würden, sich nicht erfüllten MW grat noch Me Zahl der Befangenen ist, geht braxnta hervor, dast sich in den 13 Gcsänanlfsen Ml Lnhrgebwls und des Brückenkopfes Düfsel- boes Noch 15 000 Befangene befinden Dazu kom- ee noch mehrere Tausend Befangene, Me sich tat bea Gefängnissen be# altbesetzt« Gebiete« befinden, weiter fene Unglücklichen. Me sich in Frankreich in St Martin de TU> und In an- denen Orten, in Belgien in Berviers. befinden

3e Sbrigei werden aach bea Befaageata nach btt GHMellaag bei passibei Widerstand-« tri. aorfd Gewichteraagen gewährt; so ist ihnen b B. bas Lesen pvlUtscher logeigeitangen ianaet noch verbot«.

BW Hast ist vor allem deshalb für viele gegen­wärtig eine srtstßE Marter, weil sie über die Entwicklung Der Dinge im Luhrgebiei und in Gealschtand ran sehr mangelhaft unterrichtet sind La» Me Unterbringung der Befangenen LA noch Ww vor sehr zu wünschen übrig Sv leibea Me 170 Befangenen. Me aus dem Werdener ltzohcha'* in das Essener Gesänanls gebracht Word in stad, unter der Raumnot Ein Teil von khMon^ch getzwungen, aus beut Fustbvden zu

Rae Vertehr-erschweraagea stab ta Darmstadt fett gestern nachmittag durch Mi fvlMDdstsche Betatzung erfolgt Die Eschvll- bebder Stvatze wurde einschltehlich des Bahn- Äergangei durch Posten besetzt und der Berkehr aftfcrrt. Zahlreiche dort wohnende Personen und Familwn sind von der Stadt abge- schnitten Besonders übel daran sind die 15 bi der Tarinfaferot untergedrachten Samülen von Lusgewiesenen und Flüchtling«. denen durch Me FvarEvf« gefimMgl wurde, so dah Ire inner­halb wentarn Tagen die Wohnungen räumen müssen, wahrend Me Stadtverwaltung zunächst nicht in der Lage ist. ihnen eine andere Unter- tratst zuzuwesten Lns Mainz wbd gemeldet, dast der lokale Fernsprechverkehr wie­der ausgenommen wurde, nach auswärts werden dagegen noch keine Berbindungen hergestellt. Loch in Worms und anderen Plätzen haben Cie Bost- und Tetagraphenbeamten auf Anweisung M Lelchspostwinisters ihre Tätigkeit wieder aasgenommen Techntfche Schwierigkeiten Btrpmbem allerdings zunächst noch die Wieder- ailaabme der auswärtigen Berbindungen.

Eine Düsseldorfer Justizkomödie.

Büffeldorf 5 Oft (WTB.s «ezur 2-s- H4nmg bei Sachverhalts bet den Dorgängen am Sonntag von den Franzosen entwertete Unter- sichang richtet sich anher gegen Me bereits ge­meldeten Perscraen «och gegen den auS - »ewiesenen Legi ernn gsp s i den te n r ü tz n e r in Barmen, fernen Stellvertreter Cferbaumt Labdetz in Düsselbors und gegen efaw größere Anzahl S ch u p o o s f i z t e r e und Beamte Ewe LnUagc ta bestimmter Lichtung ist zur Zeit nicht erhoben. Mit der Bert eil» gu J Würben beauftragt Dr van Houben, Lechls- aiwaU beim niwerlänMschw Lrfsattoosgeitzchts- hos im Haag, und Lechtsanwalt Dr Bräuti­gam ta Düsseldorf

Zu dieser ungeheuerlichen Iustizkornödte, die tztaimiit von den Franken in Szene gefetzt wird, schortbl eia Berliner Abendblatt Ei hätte nabe- gelegen, gegen die Hausen bewaffneter Seele tin Berfahren zn eröffnen, bei dem stch tttxn ohne Weitem« ergeben hätte, wer Me Ber- aatWodung für Me Bewasftmag und für Me Hatiatn Koischensälle trägt Statt besten habe bwfvanzöstfche Mllilärbchörte Me Schutzpolizei entwaffnet and eröffne ein Berfahren. bas eine fwblrefte Unterstützung des Separa­tismus darsteile Die amtliche französische Po- litil bestreite, dah fk Loslösungspläne fördere^ mMWeder sei das eine Unwahrheit ober die Hßtärt im besetzt« BeNet machen eine P v - It t it auf eigene Faust. Man müfse fotbent, bat) diesem Zustand, der febe Entspannung un­möglich mache, «rdlich dn Ziel gesetzt werde

Das Etaadgericht ha SLstrimee Patsch.

Berlin, 4. Ott (Wolfs ) Wm wir von zu» »üadtair Sette hören, wurde zum Bor sitzen- ssa veä anbererbenfll*en Gerichts ta Kvttbus. Mm Me Lburteilung der aut bea Xft» Irwer Unräte" ua Zufarnmenhana fwöenkm»

orrortaten uöerrragen ist. ttanbgerichtsMreftpr Lampe in Äcttbu« und zum Letter ter An- klagedehördebei diesem G-rtchtLandgertchtS» Mrektvr S c u de In Berlin beruf« Das Geruht nimmt feint Tätigkeit alsbald aus.

Ein Gedenktag im Neichsmehrmtnislerium.

Berlin. 4. Oft IWvlst ) 3m Gebäude des Leichswedlmtniffertum» wurden zwei GeMnktafeln «thüllt. Me tae Samen aller derer enthalten, die als Angehörige bet militärischen Z«traldehörd« tm Kriege geblleba stad Dir Tafeln verzelch- n« Me Dam« von 118 Oftuicrc i und 73- Be­amt«. Me Ihre Treue zum Baterland mit dem Lode besiegelt hob« Der Ehef der Heeres­leitung. General von Seedt, hielt folgende Ln spräche

3n un«Mlch ernster Stunde tret« wir zu­sammen. um unsere Toten zu ehr« Licht schlicht und nicht uraeclich genug kann teefc Ehrung km. Wir feiern kein Fest Wir feiern nich mit rau- fchender Musik, mit wehend« Fahnen und.ie.i- d« Leden untere Lltdeilage Die Toten bedür- s« der Ehrung nicht mehr Ihre Ehre liegt lr der Erfüllung ihrer Pflicht. Für uns Lachblci b«be erhebt sich die ledernste Frage

Stab sie aarseast gestorben? Geht ta dieser Stande bei »a Grande, wes sterbend 4nc Seiber bedien, das Leich

Denn freilich ist es eine bittere Zronk dast wir heute GeMnktafeln errichten, auf den« Me La­ra« von Männern aller deutsch« Stamme ver­zeichnet stad. Me ihr Heben einem arm einsam« stampf geweiht hab«, und die der Tod aut ewig einte Liegt also Deutschlands Kraft, feine Ehre und Einheit nur in der Bei gangen Helt ? Unb wir. wir Hebet lebend«, lassen 1 ras11 os. ehrlos und uneins das Leich in Stücke gehen? LuS dies« Tafeln sprech« Me Tot« zu unj und for- bern. bah hier in diesem Hau«, bcf'en Eingang sie weih«, noch eine Stätte bleibt, tr»c mit Heistern Herzen und kühlem stopf goatbeste! unb. wenn es nötig ist, gestorben wird für daS Leich'

Lachdem der Lhes derMarineleitung der Toten der Marine gedacht hatte üvernahm der Leichswehrminister die Tafeln in den Schatz des Hause«

Die Pariser Presse zur Kanzier» Krise.

Paris, 4. Ott (WTB) Zur stoise in Deutschland schreibt b-t .Tcmps D.e So- zialbemokraten hatten die Legterungs- gcwall mit Siresemann üb rnommen 3r batten alle Trümpfe in bei Han) Nt b:ni Tt -*; i t ie-n das deutsche Boll von b.n Derh er jng« sich uber- ^eugte, b.e das Legime tSu.to hcroorgebracht hat Wer Mute geben s.e bic Partie schon auf. Eie haben nach und nach nutzlos für das Lend unb für die Republik Me B ranlwortlichk it üb r- nemmen, den Widerstand im Luhrgebiei cinzu- ftellm, sowie die Derantwortung, eine Mini ter- trife zu eröffnen.

Es tst ihaes nicht gelangen, Dentschlanb nach links zn führen, aber Deutschland wendet sich am so heftiger nach rechts.

Man must allerdings, um gerecht zu fein, hinzu- füg«, hast bic deutschen Sozialist« eine Ent­schuldigung hab« Ihre Partei, bic eine Partei de« reif« Liters ist, fleht sich auf« neue Dort den Äommuniflcn bedroht Diele von Moskau unterstützt unb geführt, haben fortgesetzt gearbeitet, als ob sie den Triumph der alldeut­sch« Locht« wünschten Die sozialistischr Partei hat dadurch die Fassung verloren On- zwilchen aber scheint es. dast Steelemann sein eigener Lachfolger werden wird D«n es ihm geling« sollte, em lebensfähige« Kabinett zu bild«, so wird man ihn nach fein« Tal« be­urteilen Das erste Ministerium Strefem-ann wird von dem halbamtlichen Blatt im Sinne seiner stritik der letzten Zeit beurteilt Sein« Abgang bezeichnet das Blatt als das Ende eines .Camouflage"

Der .3ntranfigeant schreibt

Der Kanzler, bet sich hrnte znr Diktatnr trei­ben lätzt, ohne Zstxifel. Weil er nicht cmb ts kann, wei- ta seinem tiefsten Innern, woher die augenblickliche Krise kommt.

Bergebens versucht er bic Derantwortung auf PvincarS abzuwälzen Lis das Leich 'ich im Luhrgebiei als beilegt erklären mustte, hätte er nur ei was zu tun gehabt, s i ch loyal und vollkommen zu unterwerfen, indem et zugegeben hätte, dast es noch einen Deutsch« auf der Erde gibt, für den das Wort Loyalität einen Sinn hat LI«dann hätte das großmütige Frankreich nach feiner Betnohnheit l#1Mt übet bas Gebot der Klugheit hinaus sich beeilt, dem endlich aufgeklärten und zahlungsbereit« Dolf zu Hilfe zu eil« Liemmnd Hal das Lechl, unsere Absicht« und unsere Pläne. Me schon in Mesen Sinne fest gelegt war«, in Zweifel zu ziehen Der linksrepublikanifche Pariser .Cott" schreibt Ln dieser Krise, die nicht nur deutsch ist. trägt die Polit i k des nationalen Blocks einen groffen Teil der Derantwortung

Dersehr glückliche" Mussolini.

Paris. 5 Oft (WTB > Mussolini erklärte einem Bert ortet des .Echo be PanS" über die französische Politik gegenüber Deutschland Frank­reich hat an der Luht ein« unbrstteilbarem moraHM/en Sieg daoongetrag« Ich bin sehr gln <? Iich über dieses Ergebnis Ich habe immer Me Lutzlofigkeil des W.derstandes angeieigl. Dir Deutsch« glaubten an eine Intetvenliou Bon wen? Don Lustland? Es ist unfähig, fich austerhalb feiner Grenz« zu schlag« Don 2üik- rila ober England?

>el 9aW«Mb, bas kta Heer besitzt, hat iaeber Grand noch Mittel, za widerstehen.

H«e MiderKeht war, wenn ein stark ist.

Was Me Lepavation« anbetrifft, so hat sich mein Standpunkt nicht geändert Dieses Problem ist eng verbinden anl der Frage der Schulden- regel una Wir Son« uns Deutschland gegen­über nur m dem Maste gvvstmütlg zeig« .in in dem unsere Gläubiger es mit ans tun )cber andere Standpankt wäre »annetienbar Sine Lus- Hebung ober wesentliche Herabsetzung unserer Schulden farm Ane allgemeine Herabsetzung der deutsch« Schulde« nach sich ziehen

Salbttrtns Umfall.

London, 4. Oft. (WTB.) Der Mdloatatifche Berichterstatter des ,6*0.-' erklärt, es stehe noch ntche tetz. * 9w* <e*si*.8 u-rrts- Lcha Bw ba

Leichs kontere nz als private Mitteilung behandelt oder teilweise bzw m extenso in b»r Prelle Der- östenllicht werden wird Bon den Mitgllcde« der Konscrcnz verlaute, dast nach der Rede, die fich u a mit der Zusammenkunft zw>fch« Pofn- car6 unb Baldwin befassen werde, die Premier­minister Mr Dominions mefleid)! b« Wunsch aussprechen würden, dast die Regierungserklärung verbssentlichl werde i feile. In Metern .Falle würde wahrscheinlich ml: .'lusnahrne der Stellen, dre sich mit den Derhandiung« befallen, welche weiter hin zwifch« Grostdr iianni« und Frank­reich über Deutschland tm Dange find, ein ziemlich ausfütrlichrt Auszug aaS der Rede veröfseniiichi werden

Eiaigr Blätter wtaben fich ta sehr scharfen Dorten gegen die Ad sucht bet Legierang, die Lasfähruagea Garzon« »ettraattch zu be» handeln

Die .Pall Mall Gazelle" betont, dast zwi­schen der ätzten britischen Lote an Frankreich und dem nach der Zulamm-nkiinfl der beiden Premierminister in Pans au »gegebenen Kommu­nique feine Berdindung gesunden werden fönne Die Role zeige, dast Mc briii'dx und sranzöfllche Politik auseinander gmg?n Das Äommumquö ve kündete jedoch, dast die beiden Premierminister in llebereinstimmung und vrilem gegen>e,ligen Berlrouen war« Wenn das Äomrminlqui'1 irgendeine Wahrheit enihalie, dann fei die ge­samte Haftung der brihldy-n Regierung in der Finge der französisch« Schulden, der Rep-iri- lionrn unb ber Ruhr plötzlich umgestosten worden ohne das geringftc Mandal durch die össenlliche Meinung 5Xie Vanb habe das Recht, zu erfahr«, was hinter dieiem lächerlich« My­sterium ftedc Der französische Feldzug zur Aus­lösung D«tschfands und tatsächlichen An­ne rion sowohl des Ruhrn.'biets als auch des Rheinlande» sei riesig ermutigt worb« Die militaristische Prelle von 'Paris se> vvlikommcn überzeugt, dast Baldwin Poinrar,- au» der Hand gefressen habe Zum Schluf'e drückt die .Pall Mall Gazette" die Hoffnung aus. dast die Premierminister der Dvminiuns dem gefuaben Mensch«verstand ber Engländer helfen ward«, btt Volle Wahrheit 8ber diese benätigeabe

Angelegenheit

au erfahr« Der .Manchester Guardian" fchrcibt, Daldwui könne sich nicht beklagen, wenn jetzt die Welt von ihm glaub:, dast er ein wahl- a-o.ie.rdei Zusch.,u:r der fra.^öfrfch« Politik fei. Am 18. August sei man für Eile, für Beendigung der Besetzung, für eine Ich edsgerichiliche .Fest­setzung der d.utschen Berpf! und für dici

Bermindeiung der franzölifchen Forderung« auf enw Grundlage gewesen, die towoh! Snglanb . io auch Deulsriand ger echt werde t sollte. In > kn diesen P. nlren sei Poincarc glatt anderer Areinung gewesen Am 10. Seplember scheine Baldwin in jedem Pu.ifte mit Poinrare über- cinju Kimmen. Deulschiand habe fei'.er An- sicht Ausdr-ucl gegeben und habe sie in ber Hauptf-ichc auch bereits erfüllt, den passiven Widerstand zu beenden, soweit die staatliche Un­terstützung und der Finanz« in Frage kommt Die Besetzung bes Lahrgebrttes werbe jeboch, stakt gemildert zu werden, wie Potacar.'- ver­sprochen hatte, verschärft unb durch einige der hästl-chen Zwischenfälle entstellt, die bisher vorgekomwen seien, wie die Entwaffnung bet deutschen Polizisten durch französische Sol­daten nud ihre Lnslieferung an den Mob, ber

ste zu Tode schlug.

Dieser Zwischenfall werde verbürgt durch vier unabhäng'ge englische ZeitungSberichlerstaller. die Augenzeugen waren. Po ncare wolle nicht einmal mit tem Betlreter der deutsch« Legierung ver­handeln. der ernannt wurde um d.e Wiederauf­nahme der Arbeit im Luhrgebiei zu vereinbaren. Z^der Aibeacr|fe einzeln zu ihm kommen, un) einen S i d der Treulosigkeit gegen fein eigenes Land unterfchi'eiben. Standrecht. Geldstrafen, Gesängnisstiaten und Eigentumsbe- fälograbmc sowie Ausweisungen gingen weiter wie bisher

Berechtigte Besoldungsklagen der Geistlichkeit.

Bor einiger Zeit hab« wir mehrer« sehr ernst« Klagen auS Pfarrerkreifen überdic Gehaltsauszahlung Raum ge­geben Die Beanstandung« richtet« fich nicht geg« Me Höhe bet Bezüge, sondern gegen die wiederholte austervrdentlich ver» späteteAuszahlung des Geldes und geg« d.e Unklarheit in der Abrechnungsweise, Mv dem GchaltSenipsänger eine erschöpfende Ueber- ficht leinet Linkomm«sverhättralle unmöglich wacht». Wer d.e uugeyeueriiJ>e. von Tag zu Tag rapide steigende SnUoertung unseres Geldes mit ihr« schweren Rückwirkung« auf den Daseins­kampf jedes Einzelnen sich vor Lug« hielt, krnnte ermessen, wie gtost Me Aachteile war«, die dem Psarrslande aus der Deiftxuetcn Zahlu.ig feiner Bezüge erwuchsen Etliche Gehaltsauszah­lungen in den letzt« Woch« haben Me Geist­lich« in den Besitz einiger neuer Subsistenzmiilel gebracht, aber auch bei dies« Zahlung« war der alle Uebelftanb wieder zu bemerken, dah Me llcbrrweifung ber Gelber ©eit hinter den, Fälligkeitstage, b h. in erheblichent­wertetem Gelbe erfolgte, und daf) wieder die Uebersichtlichk.it ber Rechnung fehlte.

Wir rechn« es dem Pfnrrerstande zum job« Ruhme an. bah er, un wohltuenben Gegensatz zu anderen Berussstänben. seine berechtigt« Be- ld>nxrtcrt lange Zeit vor dem Lichte ber Ceffmt- lichkcit verbergen und bamit ein leuchtendes Bei­spiel selbstlosester Entsagung gegeben Hal Die nun schon längere Zeit andauernden entwerte­ten Gehaltszahlungen hab« aber Me wirtschaftliche Bedrängnis in den meist« Pfarr- bäukm fo gesteigert, dast sie über Me» fchwelle hinaus erkennbar und damit zu einer Angelegenheit wurde, Me für tae Gesamtheit ber christlichen Dolksgenosfen von erheblicher Bc-deu- hmg ist. Licht nar Me physische und seelische Spannkraft ber Pfarrer wird durch die un­nötig Aberfteigerte Schä rf e de« Kampfes um da« Dasein vorzeitig geschwächt, ja in hohem Matze gefährdet, sondern auch Me Frau« unb Kinder der Seelsorger hab« schwer mitzu- trag« an dem vergröhert« Sorgenpack, bas auf ihrer Famlli«gen»einfchrft ruht. Besonders depri­mierend Wirf« diese Berhältniffe auf Me Frau« n*tt ihrer von 'Bainr aus geringer« körperlich« unb geistig« 'BtberffanMMbi^Hl

Wie nteberbrüdenb diese stände empfunden werde», beweist aufs neue ein Bries, ber uns oee « linrära m oer ffcoCtxa Starken-

bürg zuging. Der Brieffcheesber klagt uns barte die ichwete Dirischaftsnol des PfarrerstandeM deren überaus oerfchärste Auswlifang er ledlgNch au| die v« r s l e I e unb infolgedessen ständig entwertete Debalisauszahlung zu- tudlüfirt Datrcb« schildert et Ein^eNälle von Psacreisnoi. b«cn wir einige bdonbert mar­kante Angab« entnehm« Es heistt da. datz tm Sommer Anc Junge Pfarrerfrau in einem uns genannt«, hier aber aas naheliegend« Gründ« nicht namhaft gemachten Orte In Starf«burg in den letzten Monat« ihre« gesegnet« Um­standes wirtschaftlich so schlecht gestellt war. .datz lic die letzten Woch« vor Der Liederkunst nur Irrdcnc# Brot gegcl« hatte" Die junge Muster War dadurch so gefchwächt worden, datz sie ihr Kindch« nicht leibst nähren konnte, und da auch kein Geld im Haufe war jum Beschall« von Mi ch die durch einen Lotrus unterrichteie Be­hörde aber nicht- habe von sich hör« lallen, tturde schlietzlich durch anderweistge Bemühung« fünstliche Lohrung für das Kleine heirrngeschallt Ter Arzt stellte bei Muster und Kind Unter» cinährung fest Weiter wird in dem Schreib« bemeili datz Geistliche bei ihr« Gemeindeglie­dern Geld borg« müllen, um nur Me not­wendigst« Lebensertordernlffe bestreit« zu kbn- n« Jn der Zuschrift les« wir ferner, bah die Gebaltsiablungen leit April stets m i I mehrwöchenllicher Derfpätung erfolg­ten. bah man es oben aber nie für nötig gehalt« habe, den Gehaltsempfängern wenigstens auch den Grund der ik cf toten Zahlung mltzuteil«. mb dah die Vorgesetzte Behörde in einem Rund­schreiben erklärte, datz .Anfragen wegen des De­bolts zu unterbleib« hab«, da sie zwecklos find unb nicht beantwortet werd«" Diese we­nig« Beispiele mög« hier genüg«, denn sie zeigen 'chon zur Genüge, dah heute immer noch viel Lot in den Pfarrhäusern Vorhand« ist. die erheblich über da« Mah ber in all« deutschen Häusern Vorhand«« Lotlage hlnaaS- rag,.

Die Erörterung der Bevantwortlichkett für Me bisherigen Derfaumnilfe wollen wir hier aus­scheid«. obwohl Me wertere Mitteilung des Star­kenburger Brrefschreibers, der Fli»unzminister habe vor einiger Zeit der kirchlichen Derwal» tungsbehörde ein« gröberen Kredit zur rechtzeitigen Auszahlung ber Pfarrgehälter angeboten, der aber vom Landeskirchenarnl abgelehnt Word« sei mit dem Bemerö«. es gebe sonst Durcheinander auf der LandeSkirch«- kasse. Aniah fein konnte, die Dchuldfrage au|- zuroll« 3m Hinblick auf die überaus schwierig« Berhällnifse, Cie jetzt Hereingebrvch« sind, möch­ten wir aber nicht vertäum«, auch von uns au8 jert die ernsteste Ermahnung an die in bicler Angelegenheit zuständig« Stellen zu rich- ten. doch nun endlich den berechtigten Wünschen der Geistlichkeit nach pünktlicher Auszahlung der Gehälter und klarer Abrecta nungeform zu entsprech« Kirche, Dokk unb Balerland erwarten in dieser Lotzeif mehr denn je die vollste .Hingabe der Pfarrer an ihre groben und vielfältig« Auf gab« Aber nu> Männer, der« physische und seelische Wider- standSkrast nicht über Gebühr belastet wird, könn« ben Izochgespannt« Forderungen unsere, Zeit gerecht werden Das bedenke man unb handle danach Sollt« stch der ausreichend« Fürtvrge für tac Geistlichkeit Hemmnisse von auhen enlgegenstell«. bann nenne man diese, damit die Oeffanstichkefl klar erkennt, wer verantwort­lich ist und zur Rechenschaft gezog« werd« muh.

Aus Stadt und Land.

® ieften, tarn 5. Oktober 1923.

Die Kartoffel Versorgung onserer Ltadt ist in den letzten Tc»q« von ber Stadtverwaltung im Zusammenwirken mit fachlich berufen« Herr« aus der Büraerschaft beraten Word« Aus Grund der gevslvgenen Aussprache kann versichert wer- d«. bat1 die Stadt alle in ihrem Bereiche lieg«- den Möglichkeiten zur aus reich« den Belieferuna der Bürgerschaft restlos ausnützen wird, und dah gute Aussichten jur vollständigen Dek - kung unseres Bedarfs besteh«, ©otoett man die Verhältnisse heute überblicken kann, ist ein LnIah. der zur Beunruhigung Grund böte, nicht zu finden, so datz die Hausfrau« ihre Sorgen wegen mangelnder Eindeckung mit Kartoffeln wohl bann« können Damit der Kauf flott bewirft werden Jonn. hat die Stadt ein« g rohen Kredit sofort zur Berfügung gestellt. Bei der Abgabe von Kartollekn an die Berd räucher mutz natürlich, abgesch« von ben AuSnahmesällen be­sonderer Bedürftigkeit, sofort Zahlung geleistet werd«, auch ist damit zu rechn«, dah bet der Be­stellung eine gewisse Barauszahlung zu mach« ist

Die RetchS-TeueeungSziffsr für de» Dorckschoikt brä Teptembrr.

(DTB.) Für den Durchschnitt des Monats September berechnet sich 6k LetchSinbekziffer für die Lebens­haltungskosten sErnLhruna, Wohnung, Heizung, Beleuchtung unb Bekleidung) auf das Ibmillionenfache gegenüber dem 586 OOOfadjen tm Durchschnitt des Mo­nats August. Die Steigerung beträgt 2460 Prozent Dem MonatSinde» liegen Erhe­bungen in 71 Gemeinden an vier Stichtagen des September zugrunde. Auherdem haben noch die Znderziffern vom 27. August unb 1 Oktober zur Ermittelung der Teuerung io den beiden ersten und de.i sechs letzten Sep­tembertagen eine entsprechende BerSckstchtt- flung gefunden. Die LebenShalttrngSkosten oh« Bekleidung sind im Durchschnitt deS Monats September auf das IZ^mÜliovenfache, und die Bekleidungskosten aus das 2k^auWoaenfache der Torb -g^eft gesttegen.

Bortroti-ca.

Tageskalender für Frettng. otatatbeatcr. Z Ute .Moros" Ltchtsptrlhaus Bahnhosstrate . Frühllngserwach«"

Wettervoraussage

Lach ganz kurzerBefTerring Tteebewtatrttl von wolkigem, trübem Wetter mit Leg«

Die Brot- und Mehlpreise für den Landkreis Dietzen sind mit Wirkung vom 8. O k t o b e r ab tote folgt festgesetzt tvorden.

Brot: 4 Dsd -Laib 26 Million«, 2 Pfd^Latb 13 Millionen

Mehl Weizenbrvtmehl 7b Millionen, Loqgenmebl 7J3 Mill ®erftanmeW 7S M'll Mark für bas Pfand ausschl. Berpackratg.