SrtÜeg, 5. Vstober (923
113. Zahrgaig
teitung 112, ftr Selofl axb •WfMltB« 61. «nfdjrift f*r vmhtnach- rt^tacl^dfertleto.
ireithnt v M. 11688.
X) ÖHItowen Marli eie. WW- Trägerlohn, aech i. W*ter1*«eee nxjfln. 5hme«re txf olgel)6t)ertr
pnto fti 1 ■■ W» f»t fcneetoee o 27 mm »rette tat! «ninbjaM 66 DÖl, «uew.TODL; s. TtefcU**- XiqtigeaD.TOmmflrtttt 226 Ulk x 60000 5*1 piakoor1*rift20,/,«uf. nlag. - fierawtTDortltd) tZrvotliifc u. Feuilleton Dr. 5rirt r. Mlh. Lange. Mi bee ttbriatw Teil (EmpXlumI*«™; für her
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
tn<r etb Dtrkf: vrSHIsch« U»1»«rKktt,v»ch. »iö Steiiöre<ercl B. Ceege tn SleBen. S^riftMtwifl 11b »efchLsUftele: 5ch»kRr«He 7.
tTf*einl löglf*. «ch«
Sann- nxb
■ tt berSaestatisbeüo ge ekh<e<*0e*in«nbl6ttrt
Der Achtstundentag. I
Deutschtand kommt um bk Aufstellung unb Durchführung eine« grvhtzügigen Br.>buft1t>a«pr>- grrimm« nkW herum Die je»! zur Einziehung (jdan^nbcn Steuern bilden die letzten verfügbaren Reserven. find auch btck aufgeaebrt, mülfen anr t>on den laufenden Einnahmen leben je höher bkfe auf Grund eine# fonfequent In Angriff geiwmuwnen Pro duft ion«prvgramm« find, belto höher können bk Ausgaben fein BMe wesentlich hierfür ble Frage der Arbeitszeit ist. leben nxr aus der geradezu elttscheibenden Rolle, die der Achtstundentag an Berkaus der letzten Aegkrungskrtse gespielt hat.
Aach dem bk Smberung des Ach« stunden- tzages begründenden Grundsatz, baf) > 3 des mensch- üchen Lebens der Arbeit, ein anderes Drittel der Grhotuag und das letzt« dem Schlaf zu rpiörnen X mühte eigentlich */s der 8760 Stunden des Jahres, alfo 2920 Stunden, mit Arbeit ausgefüllt fein Denn man di« Feienage berücksichtigt, tonnttl nun schon zu einem wesentlich niedrigeren Betrag Um bkfen auszugleichen, mühte eigentlich die Tagesarbeitszeit etwas länger al« acht Stunden fern. In Wirklichtait ist sie jedoch fvgar noch geringer Aach einer im September 1921 tauch jetzt im allgemeinen noch zutreffenden» für 22 'Berufe und 20 Orte gemachten Feststellung des Allgemeinen Deutschen Gewerk- fchaftsbundes erreichten von 1 389 413 Arbeitern nur 601 594 eine Arbeitszeit von acht Stunden täglich bzw 48 Stunden wöchentlich, während 787 819 eine wesentlich geringere Arbeitszeit Ibis zu 42 Stunden» hatten Allein bei dielen Arbeitern ergab sich ein Ausfall von rund 2.4 Millionen Arbeitsstunden jährlich Auch die an sich fchon kurze Arbeitszeit wird nicht restlos ausgenuht, man denke nur an bie Urlaubs tage Denn man durchschnittlich nur sechs bezahlte Urlaubslage annimmt tn vielen 'Berufen gibt es deren 14 und mehr —. so ergibt sich nur an ihnen ein Ausfall von rund 60 bi« 70 Millionen Arbeitstagen jährlich Diese Zahl bedeutet, das) bk Gesamt!ndustric eines Bezirks, in dem rund 50 000 Arbeiter beschäftigt find, ungefähr sechs Habre lang vollkommen slilliezt Auch die Ausfälle infolge der Feierlage, bk tn bk Doch« fallen, der Krankheit«tage (bei ber Post Verwaltung tarnen z B 1922 rund 27 Krankheit« tage auf Kopf unb Jahr, b h. es feierten ständig 15 Proz > fallen fehr in« Gewicht Bor allen Dingen gehören aber bie in die Millionen gehenden Arbeitszeitverluste aus Streiks, paffi- ver Aeststenz usw hierher Während im Duich- schnilt ber Jahr« 1899 bl« 1913 nur 2114 Streik« zu verzeichnen waren hatten wir allein 1920 8800 Streiks, von denen 4408 politischer Ra- tur waren und du och die in «gesamt 54 206 942 Arbeitstage verloren gingen Rechnet man alle diese Verluste zusammen, bann ergibt sich, bah wir keinen achtstündigen Arbeitstag, sondern einen solchen von nur 6 bl« 6‘ , Stunden haben Denn man bie Herabsetzung ber vor dem Kriege üblichen Arbeitszeit auf den jetzigen Stand mit nur rund 2 Stunden täglich für 15 Millionen Arbeiter in Anschlag bringt, kommt man zu dem Ergebnis, bab bei 300 Arbeitstagen im Hahre ein Ausfall von nicht weniger als 9 Milliarden Arbeitsstunden jährlich entsteht
Die Arbeiterschaft gibt sich dem Trugschluh hin. bah für ihre Lebenshaltung nur bie nominelle Höhe der Entlohnung. nicht aber ihre produktive Arbeitsleistung ausschlaggebend sei. Dah diele Anlicht fallch ist. ergibt lief» schon darau« baö oie durch Verkürzung ber Arbeitszeit notwendig gewordene Mehreinstellung von Personal In den Schlüsselindustrien del TranSportgewerbeS <Post. Eisenbahn) und bei Bn'gbaueS eine auher- orbentlich beträchtliche Mehrentlohnung erforber» lich macht, die aj Preiserhöbungen fühlt, die an sich durchaus überflüssig lind unb bie ben Haushalt stärker belasten, als man ahnt erinnert sei nur an die hohen Kohtenprelle Die <u hohen Valutapreisen vvrgenommene Koble^ieii.fubr au8 dem Ausland wäre groben teil« überflüssig, wenn wir im Inlande genug Daren herstellten.
Der Arbeitnehmer aller Kategorien wird lich daran gewöhnen müssen, dah er direkt ober indirekt für die von ihm ber Volkswirtschaft zum Sigengebrauch entzogenen "Daren al« Tauschwert Arbeitsleistung in gleichem Den Hingaben muh Der im Frieden bei einer zehnstündigen Arbeitszeit Täter im Werne bleier zehn Arbeit«, ftunben eintauschen konnte, muh sich barüber klar werden, baf, bei einer auf effektiv lieben und weniger Stunden verringerten Aibeitszei! er auch nur Anspruch auf Güter Im Werte dieser Der» ilngerten Arbeitsleistung hat
3n seinei Stuttgarter Bebe hat bet Kanzler das Wort von der Wehrpflicht der Arbeit und der Wehrpflicht de« Befthe« geprägt So selbstverständlich es ist. bah Der Belitz bie benfbar größten Opfer bringen muh zur Erhaltung deS BoikSganzen. ebenso selbstr trständlich ist e« aber auch, bah die Wehrpflicht ber Arbeit jebem einzelnen bie Arbeitsleistung auserlegt die in den Zelten fiüheren Wohlstandes auher jeder Debatte stand, und die In ben heutigen Tagen bittet fier Tiot ba« einzige Mittel ist. ble deullchr Wirtschait unb damit die Bat ton wieder auswärt« zu fühlen So wie sich der Besitz zu ben brutalsten Steuern bereit erklären muhte unb bereit erklärt
<- —„6 —,.rci*^ Bert‘.l!ri!P'*edt *ür Mehrleistung auch von Ker Gegenseite crtxirttfi
Noch keine Lösung der Krise.
Strefemanns verbuche zur Bildung eines überparlamentarischen Äabinetts. — 3entmm und Demokraten für Aufrechterhaltung des grohen Kabinetts.
Berlin. 5. Oft 'Priv -Tel > Wie immer in kritischen Tagen, laufen in- unb auherhalb der Parlamentärischen Kreise die mannigfachsten Gerüchte unb Meldungen über die Bildung de« neuen Kabinett«, womit ReichSla.tzler Dr Ltrese- monn vom Reich«! räsibenten deauft.agt ist. durcheinander So wird von einer Seite behauptet, e« sei «In Kabinett beabsichtigt, bas nicht au« Parlamentariern, sonbern aus Fachleuten bestehen solle Sine o.ibere Melbung besagt, da« neue Kabinett solle sich auf ber bürgerlichen Arbelt«gemeinschaft. allo Deutsche Bolls- partei, Sentium und Demokraten mit Einschluss ber Baherischen Bollspa rtei, aufbauen Dazu wird weiter anargeben, bem Kabinett solle eine besonder« breite Grundlage dadurch gegeben werben, bah Bei traueneleutc ber Rech - t e n sowohl wie der Linken cinbezozen werden würden Alle diese Meldungen ltnb. wie die vvlkspaneiliche .Zeit" ton unterrichteter Seite erfährt, entmeber unrichtig ober sie eilen den Totlachen voraus Es Iaht lich zur Zeit nur feststellen. dah ber Reichskanzl.-r allerdings in Anbetracht bei kritischen Zeit bemüht ist.
die Bildung der neeen Regierung so schnell wie möglich durchzusühreu.
Zu diesem Zweck ha: er im Laus des Donnerstag vormittag eine Anzahl von fühlenden Männern ber Wirtschaft und der Politik empfangen.
Der Kanzler soll baran gedacht iziben, ein Kabinett ohne parlamentarische Bin- b u n g zufammenzubringen. etwa derart, bah er selbst ben Bvrsitz unb bas Auswärtige, ber Sozialdemokrat ö o 11 m a n n dos 3nneie. der De- mokrat Dr Gehler das Wehrministcctum, der Zentrumsmann Dr Brauns bas Arbeitsmini» ftertum mit bem Ernährunasministerium zusammen übernommen hätte, während daS zulammen- gelegte Wirtschaft«- unb Finanzministerium unb da« ebenso vereinigte Berkehrs- und Postministe- rlum Männern ber Wirtschaft übertragen werden sollten DaS Justiz- und Wieder- aufoauminifterium dachte er vorläufig überhaupt nicht zu besetzten Die Männer der Wirtschaft, an ble sich der Kanzler wandte, der StlnneSsche Generaldirektor Mlnvur und ber Direktor bet Deutschen Werke. Henrich, gaben ihm Absagen, unb auch ber Berfuch, ben bisherigen Minister ©oll mann zum Ucbertiitt in ba« neue Kabinett zu bcnx-ien, schlug fehl, weil sich Sollmann al« MilglieO ber sozialdemokratischen ReichstagSsraktion selbstverstänolich nicht an einem Kabinett beteiligen konnte, ba« von seiner eigenen Fraktion ab gelehnt würde
Der Stresemannsche De banke an
ein oh her- oder übe rparlamerrt arische« Kabinett,
hat bei den Parteien de« Zentrum« unb ber Demokraten keine Gegenliebe gesunden Wie au« parlamentarischen Krei'en vertäutet, läht sich die Stellungnahme de« Zentrums dahin kennzeichnen, bah diele Partei ebenlo wie bie demokratische nur die Bildung einer "Regierung auf irgendeinen parlamentarischen Grundlage für angebracht hält, auch unter Mitwirkung bet Sozialdemokraten, wenn diele zum Rachgeben bereif find Otinen formellen Beschluh habe die Zentrumspartei nicht geiaht, aber he roerbe durch ben Borlitzenben mit bem Reichspröhbenten unb bem Reichskanzler tn der oben bezeichneten Richtung Fühlung nehmen Die .Germania" will willen, bah baS Zentrum mit aller Entschiedenheit ble Beendigung bet Krise so ralch wie möglich verlange, nicht zuletzt mit Rücksicht auf bie Dinge im "Westen, ble keinen weiteren regierungstoten Zustand vertragen ,Un|ere Partei", heiht e« in der .Germania" weiter, .wird feine Regierung unterstützen, die ein Abenteuer darstellt ober unternimmt Sie ist nach wie vor ber Auftaklung, bah die beste Regierung bie ist, bie einen breiten parlamentarischen Rückhalt hat, sie wirb ihre Bemühungen nach dielet Seite hin richten
Sa« .Bert. Tagebl" erfährt, die Demokratische Partei kam lit längeren Bet Handlungen. tnoran auch Dehler und Oder tetlnahmen, zu dem Entschluh. dem Reichspräsidenten
die Rekonstruktion de« Reichskabtuetts aus bet Grundlage bet großen Koalition
vorzuschtogen. Mit diesem Auftrage hätten sich die Abgeordneten Petersen. Koch und Hr>a« »um Reichspräsidenten Eberl begeben. Herr Ebert nahm bie Anregung dankbar an und versprach. Ile mit Dr ©hdemonn zu prülen. Aut Grund einer Besprechung mit den Demokraten begab lich der Führer des Zentrum« Dr Mart zu Dt Scholz, dem Borfibenben ber Deutschen Bvlks- pattci, und hatte mit ihm eine Unterredung, Dabei etftäne Dt Scholz indessen. bah man in den, jetzigen Stadium ber Dinge Dr ©trefemann freie Hand lasten müll«. Damit Kxir dies« Aktion erledigt. Zwar hat ber Reichskanzler im Laufe de« Tage« «in« ganze Reihe von Persön- ttchkeiteer, ba runter au<» Parlamentarier enu>- fongen, um mit ihnen die Situation zu besprachen zwei «ig^iilliche r-ssizlllte KonsLrenze.. mit bet» Fraktion« führ em haben nicht stattgefunden. Dr. ©trefemann wollte offenbar voll ständig freie Hand für die Znscnnmensehung be* neuen Kabinetts hab«. 3b ber | Lebentex soll, »ach
einem Bericht de« .Bcrl Tagebl ", ble Liste be« neuen Ministeriums Io gut wie feitiggestellt gewesen fern Auch andere Blätter wollen wissen, boh ber Reichskanzler heute vormittag in bet Lage sein wirb, bie Zusammensetzung be« neuen Kabinett« mitzuteilen
In den gestrigen Abendstunden soll
Strefemmms Mtnisterllfte
nach einer Meldung be« .Bett. lagebl" folgende rrnahen auSg.sehen haben
Dr ©tresemann. ReichStanzler unb Aeu- hert« (Deutsche Brlkspartei»
Sollmann, Innere« (Soz).
Dr Dehler. Reichswehr (Dem.)
Dr Brauns. Arbeit (Zenitjm).
Dr Luther. Finanz und Wirtschaft (der Deutschen BrlkSpartei angehörend»
v. Oppen. Ernährung und Landwirtlchull (RelchSlandbunbi
Dr Fuch«, befeyle Gebiete (Zentrum) Henrich. Post und Eisenbahn, aber nur al« Generaldirektor
Die Liste enthält manche Unwahrscheinlichkeiten. so die. dah Sollmann für da« neue Kabinett zu gewinnen war. ohne dah seine Partei ihrer zahlenmähigen Bedeutung entsprechend noch durch weitere Minister im Kabinett Vertreter, ist Auch von Henrich wurde schon eine Absage gemeldet Rach einer späteren Meldung sollen die Sozialdemokraten unb Sollmann selbst sofort nach Bekanntwerben ber Absicht Dr ©tresem um« keinen Zweifel barüber gelassen Iwben. bah etn Eintritt sozialdemokratischer Minister in ein solche« Kabinett nicht in Betracht kommen Däne.
Der Reichskanzler soll bte Absicht haben, sich mit bem reuen Kabinett bem Reichstag vorzustel- len, dem Parlament sofort daS vielumstrittene Ermächtig'>ng«gekctz tn wahrscheinlich abge- anbefter Form vorlegen unb unverzüglich zur Auflösung schreiten, fall« er bas Bertrauen unb die Zustimmung zum Srmächligungsgesetz nicht erhält.
Die Haltung der Deutschnattonalen.
Berlin. 5. Oft (Priv.-Tel.) Wie bem .Tag" gemeldet wirb, steht bie Deutschnationale Bolksportei ber Entwicklung ber innerpalitischen Krise abwaclenb gegenüber, ohne sich trqenb- w^ bei den Berhunblungen über bie Beubilbung des Kobinef.S zu beteiligen. Man betrachtet ben Kabinettsstuiz al« ben Zusammenbruch be« letzten Bersuche«. eine portelpolitische. parlameMarische Regierung in Deutschland zu führen, so dah auch jede Absicht, bie gegenwärtigen politischen Ausgaben mit Hilse einer irgenbaxic gearteten partanK-i.tLrischen Koalition zu lösen, von vornherein zum Scheitern verurteilt sein mühte Selbst wenn in baS Kabinett ein der Deutschnationalen Bolf« bartet nahestehender Mann ein treten sollte, so wäre damit doch nxb feinerlci Garantie dafür gegeben, bath in ber au«a>ärtigen Politik eine Aenderung im ©Inne einer festeren Haltung Frankreich gegenüber eintritt, nicht minder aber auch für die Ausschaltung ber sozialbemokratlschen Einflüsse auch in Preuhen Gerade an dieser letzten Fvideiung wird beutIebnotionalerfett« unbedingt festgehalten werben müssen. Unter bi eien Umstanden würde ^;e Deutschnationale Bolks- partei kaum einem beiart zusammengesetzten Kabinett ihr Bertrauen auSsprechen. ba bie Ber- loauen-frage an daS Ermächtigungsgesetz geknüpft ist. da« praktisch jede Einwirkung de« Reichstag,'« unb jebc Ucberwachung ber Regierung unb ihrer Mast,nahmen ausschalten würbe.
Einschränkung der Versammlungsfreiheit in Hessen.
Darm stabt, 5 Oktober (Brl hattet» Der hessische Minister bi« Innern gibt auf Grund ber Ausnahmeverordnung be« Reich«präsi- beulen folgende Berfügung des militärischen Befehlshaber« Generalleutnant Reinhardt bekannt
„Der 6raß ber Sagt macht es erforderlich, für ble nächste Zett ehe Einschränkung ber V«rfammlnng«freihett an-»ordnen. Ich ersuche daher, «»nächst alle öffentliche» Bei» sammlnogra, Ansammlnngen, ilmjäge und Anfzätz« ratet freiem Himmel z» verbieten and alle -ffenlltche» ‘Bet» sammlangen t» geschlossene» Aän» men von bet Genehmig»»« der zn» ständige» Polizeibehörde abhängig 8» machen. Gegen jede Handlung, btt gern Generalstreik oder -nm Bürgerkrieg anffpr- bert, ist sofort etn^tscheette»
»er mllttärische Befehtshnber
(gez.) A e i« h » r b t, GenerallentnUNt--
In einrr Mnohereif 'Xn'noi'm'2 CT die Krtif» und Polizelämter weist der Minister noch besonder« daraus hin. bah ba« Kbifl«_B«rf<iinm- luagfuerbot uc&i, <u» UM» veu BaorbaMng
des »ekuHtmtoinerhtm« vom 26 .3uli 1923 In. sofern, al« auch öffentliche Bertancehnigee in oefchtostenen TUbraex brr »wbortgirag bedürfen ■tbetne Ausnahmedewilligungfür Um
züge unb Berfa mm lang en unter freiem Himmel r ' chi mehr möglich ist
Keine vorzeitige Wnbernftiefl deS Hessischen Landtags.
Darmstadt 5 Oft. (Prlv-Tet» Der Belieft cn rat des Landtag« kam in feiner geftri- gen Aussprache nach eingehenden Erwägungen zu der Auftastung, bah au« ben verschiedensten Gründen zunächst von einer Einberufung de« Kammerplenum« abzulehen ist Pollfen besonders wichtige Fragen alsbaldiger Erledigung bedürfen, so soll der FinanzauSschuh unter Zuziehung einzelner Vertreter der verschiedenen Fraktionen ermächtigt werden, dazu Stellung zu nehmen
Die Polittk der Vayrischen Volkspartei.
München. 4 Oft. (WTB > Die Oanbbig«- sraftivn ber Bayerischen Bvlkspartei fordert. 6ah die Sklavenkette des Schandvertra- ges von Berfailles zerbrochen werden müsse, unb bah keinerlei Unterschrift neu ge- Iwmiedet werden bürte Die Bayerische Bvlks- partei sei weiterhin von bem Dillen erfüllt, mitzuhelsen. bie gewaltigen auhen- unb inner- politischen Schwierigkeiten zu üKerwinben Die^ könne aber nur geschehen wenn ber außenpolitische Druck, ber aut un« lastet, beseitigt Ki.
Als unerläßliche BorarrSfetziMg zur Beseitigung dieser Schwierigkeit erachtet bk Partei bie unerschütterliche e»b lückenlos geschtoffen« Smigkett be« ganzen beattch« Bolle« ba «e> ttonale» Gedanken
unb die zäheste Enischtostenhett. alle« an bie Bettung be« gemeinsamen deutschen Batertanbe« >u setzen BJettrr wird em einige« <mb Harte« Reich gefordert, dellen Stärte m ber voll eert- wickelten Kraft 1 einer Wteber unb tn ber freien Pflege be« geschichtlich gewordenen geistigen Heimatgute« liegt Ferner wird verfangt eine schnelle geseymähige Wiederherstellung und ein totrflamer Ausbau des durch die Tveimaver Berta ft ung eingeengten staatlichen Eigenlebens ber Gttedftaaten Mit aller Schärte wird Stellung genommen gegen jeden Zrätraltomus. mag er sozialistischen oder nationalsozialistischen Ursprung« lein Der Kamps werde auch gegen jene ausgenvmm«r, die ben Bestand von Bolk unb Baler land durch eine Radttalisieruna unb Bertolrrung ber Deister ge- sährben unb Da« öffentliche Geben vergiften.
Entschied« tnflfrte» )«*« polttische» Methode» abgelehnt werden, Me in Berfeweeng float» ltcher Rotwendigkeiten »nb polttifcher Mög. lichketten ben Kampf gegen ehw national gerichtete etaatireglerana mti vergiftete» BJaffen führen
unb der Regierung unb der Bolksvertretung den ungezügelben Willen einer Minderheit auf- zwingen wollen Schlichllch wendet sich die Fvak- rlon gegen jeden Berfuch, da« au« bem bayerischen Boll berDorgeoangene unb tn ihm festgewurzelte bayerische König«ha»« ttt ben parteipolitischen Streit hineinzuziehen Sie fordert alle Freunde unb GeslnnungSgerwllen auf. sich einmütig hinter die Regierung Knil- ling unb den von ihr bestellten General» staat«kvmmlssar zu stellen
®at>rrh unb bie neuen Stenern.
München. 4 Oft. (WTB ) Ebenso wie der Ministerpräsident Dr v Än Illing In einem Telegramm an ben Reichskanzler, fordern auch die Lande«bauernkammer und ber Handwerk«kammertag in einem Telegramm an ben Reichskanzler und an ben Reich«- sinanzminifter ble unverzügliche Sistierung ber geplanten Steuergefetze Die .Münck^ner Reuesten Bachrichten" nehmen an, bah Dr v Kahr umgehend zur Beruhigung entsprechende BZahnabuien treffen werde.
Dir Presseverbotr deS Gr«eralftaatS kowmisfars.
München, 4 Ott (WTB., Der ,B6l- kifche Beobachter" ist feit Donnerstag vom Deneralltaatstommillar M« zum 14 Oktober ein- WW'"1 verboten worden, weil er. und zwar trotz ausdrücklicher Bertvarnung. einen in ber Wirkung an Landesverrat grräzenden Aufruf mit der Uederfchrisl .Artilleristen, macht feuerbereit!“ verdllenllicht hat Dieser Aufruf bedeutet ntt schwere aubenpollttsche Gefährdung be« beut- schen Bolle». Ebenso Derbe ba« Erscheinen ber bemofcatttoen .Büreberger Morgenpresse“ van dem Genevüstoal«romMttllar bi« »nm 17 Of- toöer Dabotan. Da» Blatt hat In einem Lett- artllel schart gegen bk Dikta tu Kahr Stellung
bee Wctrttl ber n bi Me läch-
. — -*--------- .Mi lBl twr
$
iowei t ner-
Regiereno Derben XL. H* Ntt-
mrftxrt ben. ba»
Die Wfbwwg be» R«te» Vltks t» e**fce.


