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Erster Blatt
1Z3. Jahrgang
vonnerrtag, 5. Zull 1923
GiehenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oderhessen
v»6 ttNv vrriog: vrüyl'sche UnfDtrfltätsiBn*' anb Stetnörnderci R. £on^e in Gietzen. Sdfripleitung und Äcfdj.ifts’felle: SAnlHraM 7.
Inet)*« eee Tintigen für bie laqtsnummtt bis zum Nachmittag oortztr ot)ne|eb« Z)erbinbfid)ktit. Preis lüt 1 mm stsqe lui flnjnqtn p 27 nun "Brtlti örtl. 320 Mir, ausoärü 400'JJlh.; |ür Rekl am« Anz«> g»i ooi 70 nur Breil« ISOODl/BeiVlatj- Dor|d)riTi 2O . Luslchlaz Jynipt|d)ri|ikitcr; Aug. lliary Orranlivorilich für Poliiih 7luq. (Böen, für ben üb-iq#n Teil;
Bnjeiqenleti; )>ans Beu, |d m i h d) i:t (Bienen.
Ziietzmst Smnug mm (oiöoi mö Boris.
Aabinettsft^ung in London. Offenbare Meinungsverschieden' Helten mit Frankreich.
Bonbon. 4. Juli. (T-TB) 3n der heule bonnttiag abgefjalferwri toddjBTtlidxn Ä a b i • ne 1111 $ u n g erflortete Lord 6 u r 8on, mtt vertäu«, über ben Chtbali feiner 'Mprobunom mh dem französischen twtb dem belgischen Bot- fcfcattrr Bericht Heber da« örgeiml« der Äabl- mttfittunQ wird fi rengfle» Still schwe i - gen bevdachtet
®hw heute veröffentlichte Tteutcrrotc betont t* Notwendigkeit einer solchen Zurückhaltung mit folgender "Begründung Wenn eine Lage so delikat fei. wie tue gegcntoärttqe. a» offenbare MetnungSverfchiedenhei- t e n zwischen ben Alliierren bestände'i. Lonne man beroorbcben, baf) diese WeinungSverfchmdenheiten nur Schaben arrrtchten. C4 werde erklärt, baf) eine Geheimhaltung niemals © ün - fchenswerter wäre al« heute &S fei 8wecklos. die Tatsache zu verheimlichen, baf* bie Lag« schwierig sei und baf) die gegenwärtige Besprechung eine entscheidende "Bedeutung für die englisch-lranzöfischen "Beziehungen habe Werter besagt die "Reutcmotc. es fei »war kerne weitere Sdfammcnhnift zwilchen Curzon und dem hxrmöftkben Bel «harter ve rem bart worden, doch Brme man aus dieser Tatsache nicht schliehen, baf) lerne weitere Zusammenkunft statttindrn oürbe. Tatsächlich fei es wahrscheinlich, baf) P a - r i s über gewisse Punkte, die Cuczou als nicht genügend klar k> trachte. weitere Informationen senden würde.
Die Kenternotv wtr) durch den Londoner Ha va s - "Be r i ch t e r st a 11 e r duich "Auskünfte an offiziöser Quelle ergänzt in denen es bei fit Es würden diplomatische "Bemühungen hinter der Kulisse entfaltet, und man hoffe, eine Lösung der augenblicklichen Scksoierigleiten zu finden, bevor die Bcgierung trfrtwnbig habe, etne Aenderung der Politik ms Auge xu fassen ober, wie gewisse Milieus es votHeschtagt» hätten, gn einer gesonderten Aktion xu schreiten, b»e ben wirtschaftlichen "Bedürfnis!en ix» Landes besser entsprächt.- Aach den gleichen Auskünften toofle das englische Ra binett alle Wege beschreiten, um die Bin - he it der Alliierten für etne Antwort auf das deutsche Angebot ftcherzuftellen Weitere Ülntei'oedungrn zwischen Lord Curzon und den "Botschaftern von "Belgien und Frankreich würden baldigst ftattftnben
Interessante Mitteilungen der engllschen Presse.
London, 4 Juli (Wolff > Die Ausfüh- Tungen der diplomatischen Korrespondenten der Morgenblätter zeugen von der schweren Sorge, die in hiesigen Kreisen über die weitere Sn t wicklung der "Berhandlungen besieht
Der .Daily Ehronicle" glaubt zwar eine leichte Entspannung feflftellen zu können, gibt aber zu. baf) die "Besprechungen nicht so befriedigend verliefen, wie man in amtlichen Kreisen wniiuWc.
Die _Westminster Gazette'" betont die freundschaftliche Form der "Besprechungen, hebt aber die wachsende ilngebyfb in der englischen Geschäftswelt hervor
.Daily E r v r e ft" teilt mit, keiner von den beiden Botschaftern habe eine endgültige und bestimmte Antwort gegeben Die Lage bleibe somit äuherlt delikat
Dfe .Times" lagt. Belgien bemühe sich, die Ausfällungen Grohbritanniens und Frankreich« miteinander in Sinllang zu bringen Der belgische Botschafter habe gestern dargelegt, nach Ausfassung der belgischen "Regierung mülle in naher Zukunft die Erörterung der gesamten Problem: auf einer Konferenz von Bertretem Großbritanniens, Belgiens und Frankreich« angeftrebt ©erben Die . Times" fährt fort, es sei kein besonderer Fortschritt erzielt worden doch beliebe eine gewisse Klarheit die eS der hritftch-n Regi.-rung ermögliche ihre eigene Politik genauer zu definieren Gegenwärtig sei eine sorgsame U-ber- leguna ersorderlich, und es fei bedauerlich, bafi infolge unzutreffender Berichte über eine hastige und weitgehende Entscheidung der englischen Regierung Mihverständnlfle entstanden feien. DaS Blatt betont, baf) in England schwere Sorge und grobe Ungeduld herrsche, und bah auf die englische Regierung ein stai ter Druck ausgeübt werde, um über ihre Politik eingehende Erklärungen abzugeben Die Diplomatie könne bei der jetzigen Lage ihre OIrbelt nicht mehr In einem langsamen Tempo fortfübren Ak an könne annebmen. bah bet gegenwärtig im Gang befindliche Meinungsaustausch In kurzer Zeit zu einem entscheidenden Punkt gebracht werde
Der sehr wenig optimistische Korrespondent de« ..Daily Telegraph", der allein in der Lage ist nähere Einzelheiten über die gestrigen Besprechungen mitzuteilen, hellt es als sehr zweifelhaft Mn. bah durch die gestrigen Be- sl-rechu.igen im Foreign Office ein merklicher Fortschritt erzielt worden fei. der e« ermöglichen würde, über den toten Punkt hinauszukommen. In den britischen Äreifen erkläre man, es Härten nichts weiter als Plaudereien rtatt- gefunben Der französische Botschafter Habe weder eine schriftliche Antwort, noch das erwartete Aide i^Heuwtre überreicht. Seine Ausführungen hätten
in der mündlichen Form auch ganz und gar keine endgültige Antwort auf oen britischen Fragebogen hebe t.t Er habe im Barnen Peincares erklärt, bah bie er nicht der Ansicht sei. die gegenwärtige Lage tvdjtkrtl.K <inc volle ober schriftlich: Antwort, er ht>.- jedoch b< • zugefügi bah B o i n c a r t aus H ö f 11ch l e 11 sich bereitfinden lallen wolle, wenn die bnlllch- Regierung daraus bringe eine schriftliche Antwort zu erteilen, wenn er auch bezüglich der Zweckmähigkeit des Schritte« ernste Zwei sei hege Am Schl uh der Besprechungen war Lord Lurzon über den ungenauen Tharakter der vielen mündlichen Erörterungen sichtlich enttäuscht. Er ersuchte den sranzoii- lchen Botschafter um ergänzende beftimmie Einzelheiten über bestimmte Punkte Dieses Ersuchen, schreibt der Korrelpondent. werde dem foanzöfilchen Mliierten, der gegen häutige trei(greifenbc ilnlerhaltungcn nichts einzuwenden habe, ganz willkommen fein Die Franzosen seien der Meinung, bah bie gestrigen Erörterungen keineswegs eine entscheidenbe Handlung sondern I.biglich ein Glied in bei Kette der biplomatilchen Unterhaltungen war die bereit« feit 2 Wochen in 'Pari« und London im Gange seien und die über noch einen unbegrenzten vlelleich" aber nicht un'-et-ächt ichen Zeitraum for-ieent ttü den Der Beiichterstalter fährt fort, bie Behauotun p bah in den bi^beri-Ton Besprechungen. viele von Lord Eurzon geheilte Fragen beantwortet ©fr- den feien, entspreche nicht der Auffassung b:r britischen Minister @i ohbritamiirn habe offenbar feine andere Borstellung von einer solchen Antwort al« Frankreich Geltem habe der s r r> n- zösische Botschafter, wie verlautet, einige weitere Zahlen über die Reparationen und Kriegsschulden gegeben, doch habe e« sich gezeigt, bah Poincare« Ansichten über baS Moratorium an Deutschland und dessen Bedingungen 'ich kaum oder gar nicht geändert hätten Was die Besetzung des Ruhrgebiets anbetrefle. habe Curzon gestern etne Antwort aus bie Frage über bie Aenderung be« BesahungsreglmeS und die allmähliche Räumung be« Gebietes im Fall: einer Anstellung be« passiven Widerstände« zu erlangen gesucht Poincare« Instruktionen hätten e« dem Botschafter ermöglicht, die Grundsätze her künftigen Besetzung, nicht aber bie Sin.zelHelten In Anwendung dieser Grundsätze zu erörtern, G« fei wiederholt worden, bte Besetzung be« Ruhrgebietes ©ürbc e r ft aufgehoben, tpen.i die sranzöslfchtn Forderungen voll bezahlt seien Diese Erklärung zusammen mit der Undeutlichkeit der sia.-i-öli'ch n Darlegungen in anderen Punkten hab: Curzon zu de: Bemerkung oeranlaht. anschein.md wolle Frankreich daSRuhrgebietniemalSräumen, buch lein Berbltibcn an de Ruhr vermindere es aber die deutsch.' Zahlungsfähigkeit Dec Äorrelpon- bent sch'.ieh' diesen Teil feiner Ausführungen mit der Feststellung, weder der französische noch der belgische Botschafter hätten einen Vorschlag über eine baldige interalliierte Kon> e.tj ober eine Zusammenkunft der alliierten Premierminister gemacht.
Ucber die Unterredung Curzons mit dem belgischen Botschafter in London. Baion Morcheur. gibt der Korrespondent noch folgende Einzelheiten Theunis und Zasper eitlen den belgischen Botschafter beauflagt, sich bezüglich des Punktes 1 was unter der (bin- ftellung des passiven Wider ft andes zu verstehen sei und de« Punktes 2 Abänderung des diSherigen Besetzungs- regirnes im Falle der Einstellung des passiven Widerstandes und allmähliche Räumung des RuhrgehieteS des ar. Frankreich g .ichieien britischen Fragebogens in mund.icher und iiniov- melier Weise zu äuhe m Es sei vielleich" bemerkenswert. bah der Bolld>ifter sich nicht mii fern mittleren Teil der Fiageliste (produktive Pfänder. Bergwerke. Eisenbahnen u'w.j befahl bähe, offenbar weil er bereit) früher bie he'gi'chen lech- nischen Denkschriften über biefe Fragen überreicht habe Diefe Ha adeln nicht von öillichen Pfändern, sondern von allgemeinen 5)ilf«quell?n und Zahlungsgarantien Die belgische Regierung halte sich allo anscheinend in diesem Punkte an den verständigen und sviden Durlegungen vieler Sich» verständigen Punkt 1 und 2 scheine die bei- gilche Aussalsung ungefähr mit der Pariser üte1"- einzustimmen Zurückziehung des "Verbots der Zusammenarbeit mit den Be'ehungsbeborden und der Strasandrohung durch bie deutsche Regierung und. was ein neuer Gedanke lei, Zurückziehung der entsprechenden Anweisungen durch die deutschen Provinzial- und Gemeindebehörden Ucber die un'ichtbare Besetzung und allmählich? Räumung feien die belgischen Mitteilungen weniger deutlich und schienen mit ben sranzoli'chen vorher in Ueberein- ftimmung gebracht worden sein Der Botschafter erklärt. Herüber könne erb entschied' werden, wenn die ftaltuna der deutschen Regierung und die "Bevölkerung klar fei.
Aus der Pariser Presse.
Paris, 4 Juli. <WTB > Der _T e m p s" bespricht in seinem Leitartikel die gestrige Unterredung de« französischen Bottchasters in London mit Lord Curzon, wobei er sich auf ben Im Ä von der Pariser Presse nicht ©iebenen Bericht be« .Daily Telegraph" stützt Der .T«nps" (ft überzeugt, bah bk Informationen be« .Da ch Teleg aph" von nier.ond anderem als dem Foreign Office selbst stammen Brrne. Er wrederhvU bi einer Polemik
gegen den S'andpunkt Lord Curzon« seine Ans- I la’iimg in der Ruhr> .»litik und kommt zu folgen- I ken Konklusionen i wenn dt« englische Re- , gjerung cs eilig hat. zn erfahren, warn t ar Ruhrgebiet geräumt werden könne, könnte man ihr nicht die Frage nor legen © a n n bie Reparationen bezahl > ©urb n? England ilt nach Anlichl bc» .T-rmps' über bie Zrihlurr ts- inittcl und die Ablichten DcnischlandS besser m- fn:micrt als Frankreich 2 (SKnlo bringend U'ärc e«. bah man erfahre, was die englilche Regierung von Deutlchl.rnd zu verlangen ge- i.-nfe Der .Temps" wirft sorineU die Frag: auf. ob der in den letzten Tagen in der englischen Prelle besprach.ne Plan, durch eine Sonder- Verständigung zw sch n England und Deul ich- lan'j Zahlungen in Höhe bei englischen B r- t l.chtungen gegenüber Amerika zu erzielen, tatsächlich bca englischen Ansprüchen ent- ll eedx 3 Eine Abmachung zwilchen Deutschland und den A l i i i e r i e- n. die da» Ziel der Ruhrbesetzung flaiitelle. könne nur an» Berhandlungen hervo gei-en E» l.-iit" sich n e Deutlch'and in diese Bcilxx.tbluiia?n ein- /.ub.ziehen fei 3m Augenblick lei es Engl.iird. bi6 ihm die Tür hierzu ösfnen zu wollen scheine Tic "Debatte mit Deutschland würde unter di 'er T?;.iuefehu:iq zuiiächft die von Errgltn) geuäVlte Politik zum G.ge.rstand haben Und abx' mal« England sei es d,»S lich ooibcli.iU:. Sondcrver Handlungen mit Denlschl.rird zu iübten, u ein eine Bc.'itniibigung unter den All.ierten nicht teizeU ireche "Kxn unt sollte nicht auch Frankreich eine 3nitkUuX erg>e>» fc.i. fvin Brcgramm au«inan?er?,ufe:;er.? W>> um so l e nich, auch Frankreich Alternativen in Relerve haben ? Wenn mit CX.utsch'and znx.ck- mäfüg verhaudell üxnben solle, fei e= ir.cht not- v erdig, gerade über die letzten deutsch n Boi • sch'äqe zu verhandeln. Es wäre sogar ohne .'11- ’itg;. * : Sch.rierigkeiten nach uu e s:n baf) ei - Reparationsttage für« erste unter einem ganz anderen G.-sichlswinlel betrach et ©<.rbcn könne
Der ."Bla t in" verösfentlicht über die nunmehr unverhüllt dot der Mor^enprelle zugestan- benen Meinungsverschiedenheiten, bie sich bet der Unterredung Lvrd Curzon S mit dem sranzösilchen Botschafter ergeben haben, m einem wenig freundlichen Tone für England, man könnte beinahe lagen Enthüllungen Er schreibt ®ctoih, wenn sich bie, die Rachrichten haben wollen, Im Foreran Office einstellen, verweigert man ihnen vielleicht Auskünfte, aber man gibt ihnen einen Befehl, der besteh', in einem B?ort: .Fahrt fort". Da« heiht. macht fort und versucht, Frankreich Furcht einzu- flöhen Glücklicherweise ist der französische Mi- niflerDräfibent nur mittdmäf’ig für die ©in- ,d üd)ictungcn der englischen Zeitungen und der cnglifdxm Zeituiigsagenluren empfänglich Der wunderbare Friede, der in den "Wanb.lgängen der französischen Kammer herrsche, beweise, bah bai Parlament volles Betlrauen zu Poincare hab?, aber es sei notwendig. tkir: die öffentliche Meinung flar sehe, um was es sich handle Es sei nicht der passive Widerstand der Deutschen, der ben Gegenstand der Meinungsverschiedenheiten bilde "WaS wir unter bet Einstellung 0ei passiven Widerstandes verstehen, ist klar begründet worden, und wird es noch mehr werden, trenn es notwendig erscheint, Lord Curzon erbebt kein: ©ina>:n- düngen nach dieser Richtung Das Hindernis kommt auch nicht von der Begründung des Regimes, das von selbst im Ruhrgebiet eintreten wird, wenn de, passive Widerstand e n Ende ge- funbea hat Es ist klar, mehr als flar. das) wir das Ruhrgebiet nicht verlassen werde,. ohne bezahlt zu sein und bah ander e r s e i t S. sobald D.utschland wieder Zahlungen begonnen haben wird, wir ihm bie "Verwaltung über fCiüe Einnahmequellen, aber mir unter unfeier Kontrolle zurückgebm © eben. Die Wahrheit ist eine gart) anbeie England hat einen groben zugleich ©Irtschastlichen und politischen Plan Wirtschaftlich wt'.d es i on Deut sch", enrd die gestirnten Annuil ilen verlangen, die es bezahlen müsfe. das heiht eine Summe, die um 3 Milliarden Goldmarl höher ist. als der englische Anteil an ben Schahbond« bei Serien A und B Auch ©olle es einen Teil feiner Forderungen an Frankreich nicht durch die Erhöhung der deutschen Gefarntve, vflichtnng zu erlangen versuchen, fonbera es ©olle sich au« bem Minimum bei 26 Milliarben Gvlbmarkbezahlt machen. bie für bie Verwüstung der franz Gebiete un- erlähüch seien. Der .Mntin" fügt hinzu Wir sind nicht einmal sicher das) c« auherbem nicht noch einige Milliarben haben will für oas, was es seine .verwüstelen Gebiete"' nennt, nämlich für seine Artxiislolen. Ein Hanbelsplan be^ wirt- schastlichcn Zusar.imenaebeil mit Deulschlanb, der im einzelnen unter der Leitung Mac Kenn.r s ausqearl eilet worden ist, verfolgt diesen toirt- schaltlichen Plan 3n politischer Htnsicht will England Frankreich veryrn dein, dessen ©infiuh auf dem Äontinent es fürchtet, Deutschland allein zur Kapitulation zu bringen bas heiht, einen Sieg bavvnzutragen, an dem ©nrrlanb nicht feinen Anteil fordern forme. Es fei nicht mehr so leicht für Corb Curzon, dielen Plan auseinanbewzusetzen. ber zu gleicher Zeit ben Friebensvertrag von Versa i l l e S unb ben Lon boner Zahlungsplan bemoliere. unb ben keine französische Regierung zur Diskussion annehmen toerbe. ohne sich an ba« Parlament zu wenden Deshalb beschwert e." sich darüber, nicht die französische Ansicht zu tarnen, die In ben Reben entwickelt ist. bie an allen Mauern und in allen Gemeinden angeschlagen linb. @r erklärt zu gleicher Zeit, bte Lage sei sehr ernst, Werl Frank- reich nicht feinem seltsamen Plan gerecht werde.
indem e« sich selbst seine Rechte ainvullere Cs liege eine schwere Zweideutigkeit ürcr den Verhandlungen Die kan n er ni.hl von Frankreich l>er. wie die enq.itche i Bkr er behaupten, sondern von Dngbrnd, c.r e» ::i.'," wage dot ber B'clt feine P'ärte brr Atisd.u unq der Ki iegsei geb.rille zu enlU'i-l.in d en De n mal b e « Eigennutzes (eien ü'.-n.i na.r die feierlich vor 26 Monaten un!o r>n > ic:c i 'cnir
'.alle zerstören wolle mü'le du- llni'i i.iv: oo.- England kommen England mülle tsilür bieBor- annvorlung übernehmen
Poincar^ will die Weit >umm machen.
Pari«. 4 Zull (WB) 3n P.uis wurde beule zum Zahrestng der amevita "iln ■ i $Liab- täiigigfcit«eit(äning ein Denkmal > ■ bu im .'l iege gefallenen amei; arische । F i e i © i [ I i g e n eingeipeiht. d e l e e.t - vor ber A. .cg.’ei när.inq ber "ikrein g en Staaten tu der sranzölilcheii Armee gelämvsi h i> en. Uu e> -ve- deren fpi.ick Miuisterprälideirt Pvr.icar- Er tagte in feiner Rede Wird die .'Kill'veil der Sack für die die Menschheit gesoch'e t nat. wirb bi- Gcwalltäligleit ci.icj unentlchriiO re - lieber- fall», wird die Barbarei einer ix' bre tzc, ' Ixn Cat- Vafirn, w.'tden die stzsternatifchen Beii'-.vi'inarn, bie Gimrrbungen harmtofer Einwohner bi. Vlün- bei iinq--i urb BranbfiitHingen I ll-' 1-23 Li; R u l, t g e b i e I! D Red i Perge ei ©erben? Werden die Ströme von Blut die ne Erde Belgiens uns Fiantreick« getränkt hr'-en. wird der Schmerz ber Mütter unb W.iilcn, da.« Elend b?r au- gc änderten B:völ e uug l RIr-iu- und Rufir- acl iet1 D Red > veraeilen weiden? Wird die Meufckcheii nachdem fi> baut Iciqelraac liat, un- schuldige Länder au« ben Kinnen Deullch'anb« zu retten, gkid giltlg «ufebeu, wie De rtfchland b-.- nach trali.et dm Si -g in fein Gegent.-il tu v-i- wandeln, feine Revanche vorzrtbeiei ei, unb die Völker zugrunde zu richten, bereu Land r eS iki - ttuftet hui 7 Wird sie mit kühler GelaNeitxnt dieses skandalöse Schauspiel ber Ungerecht igkeit lich vor ihren Augen abtoicfeln lallen? Wird fic lich damit abfinden, ihr Werk nicht allein unvollendet, sondern gefährdet und verhöhnt Im Stiche zu lassen 7 Wird es ihr genügen, mitanzufehen wie das uns'erkliche Standbild ba« sie zur Bc-rberrfi<f>irnq der Gerechtigkeit errichtet zu haben glaubte w seinen Fundamenten schwankt und zttkavvienbrrcht' Meine Aerrenl "Denn mir Gott sei Dank in den Armeen bei llauzuslscheu Republik keiner Frellvll- ll.gen mehr btirärfen, ©@cn mrrv amei-ikvmschen Flüggeschwader Ne den Barnen Lalatz eite« .lagen. die deutschen .Tauben" imb _Gotha"-Fkug- leuge mehr von unserem chimmel ©egzuleaen brau- ck en. wie viele Freiwillige ber Worte ber Feder unb der friedlichen Aktion grbt e« noch, die un« noch keine D.enste leisten in allen Ländern wo die ke itlch- P'ovaganda T-rg für Tag un’e’e 3been verzerrt unf~re Abrichten entstellt unb un|er "Be;halten p-ileugnet? 3<f> ©-ih. bah namentlich in Amerika zahlreiche Bürger gri en Glau- b:n« tich ständig erheben um uns zu reh'fertiqen. weil si- un« fermen unb lieben 6'C stellen un« bar ©ic wir sind arbeitsam und friedlich gerecht unb gemählgt ll! D R:dll, Sie unterflcll.'n uns keine anderen A-itnrückw al« die Wieder M'tmachung unserer Schiden unb bte Garantie für unsere Sicherheit D ele Freiwilligen bex Fried ms lallen Sie mich vor o '! -m triefät- vollen Denkmal den Freiwilligen de« Krieg« an die Seit: stellen Sie haben ben gleichen An- spi uch auf unsere Dankhn-keit Auber Poin- eai. Iv-.achen ber amerikanische Botschnster In Pa- is, S) errick und General Mangin. , Aus dem franzöfischen Senat.
Paris. 4 Juli li>TB) Der Vorsitzende der Gelamtlommission lut auswärtige Angelegenheiten hatte gestern eine Unterredung mit dem Minilterpräsidmr"n Poincare, übcr die er heute bei Kommission Bericht erstattete S^aoae veröffentlicht ein Eommunigui'. das über ben Znhalt diele« Berichte« besagt
Die Lage im Ruhr gebiet fei unverändert unb die frühere Beurteilung durch ben Ministerpräsidenten vor 2*er Senatskommislion be- h.-.lk ibitn ganzen Wert Die Jnformation'n eines Teiles der englischen Presse über die Disvolitivnen b?r englischen Regierung seien mit gröhter Zi inickhallung cntfiunchmen D.' fran- zölische Regierung habe die Zulicherung erhalten, bah biefe (Informationen aän'li n n • begrünbet seien, und der engllfche B.itlcha!:^ habe persönlich gegen diele Gerüchte unb bir r i- zu geschrieben- Spaltung protestiert Die Bnbanb lungen zwilchen dem französischen Bot- l ch a f t e r in London unb bem Foreign Office würden täglich in f reu n bf <f>a f 11 i ehe rem Sonne for'.teführt WaS da« Saargebiet anfange, fo sei der im "Völkerbund hervor gerufene Z© I f chen f a (I auf bem Wege zu ve friedigender Regelung 3n London wurden br Befprechiingen über bte Xangerfragc von den Sachverständigen fortgesetzt imb das Ergeb'ii dieser ersten Verhandlungen mache einen günsti gen Eindruck
3m Anschlust hieran hat Senator Lazare W e i l l e r über ferne Besprechungen mit ixm BTit- gliedem ber 3nbuftrle- unb Finanz- gruppe im eng (liehen Unterbau« Bericht erstattet, bie ihn au bielem Zweck, e nqeladen hätten tzavas hebt h.-rvvr, bah die genanntett Gruppen eine bebeutenbe Anzahl euglt'cher "Abgeordneten umfahten Senator Weiller gab >m einzelr.en Mltteilunge» über die ösfenlliche M.i- r.ung Engt an de toiebei b' • hoi bei dieser ©e* l-jenbei" nvi v.rschieben«: po illsche:i Persortlich- leitcn geliefert wurdet^


