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ru. 233

CrM' nt irqlid), n*rr Sonn, cnb feiertags, ittbtrSamtiage beilagt; Wfjtntr Jamil ieti bl öfter »e*te.Bt jugspttli 30 Will tonen Ulrdi ein. schtietzi- Träger Irijn, auch b. Si$lerfd) einen einzeln. Tn meiern rnfoigehöher« aoelt- Fern iprech- ewtolÄfi«: fitbieSd)nffr kdnng 112, für Der log b ®efd)äftsfttfle 51. Införift für vrahtnach-

SreefW «. KL 11886.

175. Zahrgang

vomierrtag, 4®ttobet 1925

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

tfred ob Dtrlafl: vrßhl'fchr Untv«rfttSl?-v»ch> anb Sfeinbrudtrel R. Lange In Sietzen. Sdfrtftlethnig ob SeschäflrKele: Lchnlffratze 7.

3 turteit eoe Bnjctoew ftiöu lageieemam bi* jnm Tad)mittag Dotier obne|ebe TJerbbibü^ Prell für 1 mm 1>*H tue Anzeigen o 27 mm Brette Brtl Gmndzahl 65 Töt, auim.TODl , f. Betlame- Anzeigen o.70mm tittib 225 Ulk x 50000 Sd)L Vlatzvorlchrift 20*/. Xnf schlag -DerantmortQd) für Pollttk u. Fenilleton Dr ffriebt. TDdl). Gange, toi bin Übrigen Teil. EmstBlornlchetn; fürben Xnyigented: Han» Beck, (dmlli d> in Biehen

Papierqeldwirtschast und Ethik.

2$on Dr Äslenfampll, TlttgL. b Reichstag«

M tr*rb geklagt über bk. Gntstttlichung be« 'Bolle*. e« tm rb mm allen ©eiten grd ordert und mtt Bertrt geforbcri, dem müsse man entgegen - treten, aber bU tpenigften fragen sich, woher bewn MtMBrrflnfen toi Material ismu« stammt, unb mtt welchen anderen Mitteln, als dem des belehrenden Worte« der Sache bei#utnmmen ist Ürrfer moralische« Abgleiten da« ltd> in ganz besonder« erschreckender Weise im Ruhrgebiet geigt, nx> v lekfach der für dumm gehalten wird, der arbeitet, da ja der in den .6.um>-'Betr1 eben' Tldtttoenbe die gleiche Bezahlung erholt. Ist zu tiOeeerft eine Folge des verlorenen Kriege«, eine Folge der unzureichenden 6taat«auLori!ät, de« ilmflenen« von der allen Zeit aus die neue, die e« noch nicht zu einer fraglosen und von der überiDälhgcnbci. Mehrheit anerfannten ®tnftH- lang de« einzelnen zum Staate gebracht hat Sie ist eme Folge der zu groben Freiheit der Zugen d- iichen. eine Folge der Hede der Ertrrmgerich- leien gegen die Erwägenden, eine Folge, um ba« stärkste zuleckt zu nennen, de« nicht nachlassen­den seelischen Drucke«, den die Bcrgetoalligunq urrievrä Landes über uns verhängt hat Soweit diese Ursachen am Werke sind, wird den Zeit- erscheinungen lehr rasch beizukommen lein ?rst wenn die Wogen sich glätten, werden die alten, gefestigten Anschauungen wieder mit ihrem vollen Gewichte auf btefenigen drücken, die heule lüget- los sind

Ader die seelische Derluderung bat noch eine andere Ursache, und der können wir allerdings sehr rasch beikommen, eine Ursache tt> i r: fdjaft lieber 2Irt. die alle Beziehungen zwi­schen Deutschen unsicher machende und vergiftende Unehrlichkeit unserer<wirtschaf I Der Drohe lädt die Entwertung auf die ReichSdank ab unter dem vollen Schade der Gesetze, er packt 'ein Risiko ferner auf den Kleinen, der Kleine kann sich kaum wehren, verlacht, die Last wenigsten« zum Teil dem Käufer aufzueriegen. oder er geht zugrunde, und der Käufer wiederum ruft nach dem Staate, nm sich gegen da« zu schützen, was er Wacher nennt, weck der unglückselige Staat in den letzten Zahnen von jedem gesunden Denken ahgekommen war und das Wucher l begangen durch den Verkäufen nannte und bestrafte, was weiter indjtfc war al« umgekehrter Wucher, be­gangen vom Käufer unter dem Schuhe de« Staa­te« und in der festen Ueberjeugung. recht zu bandeln Wie ein Fluch, der sortzcugend immer Böse« muh gebären, hat sich die Wuchergeletz- gebung au «gewirkt und weite Kreife des Bolles demoralisiert Der Solide, der nach Möglichst^' mit eigenem Kapital arbeitete, wurde an die Wand ged-ückt durch den. der in möglichst grohem Umfange Wcchselkredrte in Anspruch nahm, der Ghriiche der voll Achtung vor den Gesetzen sorgfältig kalkulierte, wie die PreiSprufungSstclle es porschrieb, wurde ruiniert, und der, der den Wiederbeschafsungsprei« zur Grundlage nahm, mochte kommen was wollte, der also gegen die bestehenden Gesetze verstieh, kam oben auf Es ift noch nicht ein Zahr her, dah im ReichSwiri- schaftsminiftenum eine lange erbitterte Debatte stattfand zwischen Handelsvertretern. Cie vor dem Hum durch das Gesetz standen und dem Camaligen Monster, aber man ging auseinander, ohne dah e« gelungen wart, den richtigen Begriff von ehrlicher Wirtfchast bi« in die geheiligten Räume diese» Ministeitunto zu tragen Der demoralisie­rende Kamps ging weiter

Zetzt endlich sind feit einiger Zeit auch die Behörden einsichtig geworden, nachdem die S t oa t « m v n a p v 1 e vor die Frage gestellt cvaven, entweder i.t kurzer Zeit vor dem Bansratt zu stehen oder den Grundsatz de« Wiederbe- schassungspoeiles anzuerlenner.

Aber bannt ist durchaus noch nicht eine grund­legende Umstellung der öffentlichen Meinung er­folgt Die öffentlich« Meinung redet immer nach von Wucher durch den Berkaufer, wa .'« feinen albt, weil eine so rasche Umstellung ihrer Ge- bonfenqänge eben nicht möglich ist. und Io kämmt dn wertvoller Teil unseres Bolle« nach dem an­deren unter den Schlittan. gerobe die besten Teile, die gewöhnt sind, den Gesetzen zu gebordyn, 'a- langc sie formell gültig lind, die es nicht wagen, sich auf eigene Kappe darüber hinwegzufetzen Ich brauche nur da« Wort Handwerk auszu- Iprechen, um verstanden zu werden

Wir müssen heraus au« bteler unehrlichen Wirtschaft, die die seelische Derluderung nicht 8um Stillstand kommen lähl, die die Menschen verrückt macht durch die täglichen Preisand.run- aen. au« btefrr Wirtschaft, die b:n Ehrlichen, Slerfugen, Sparsamen. Ordentlichen vernich- t e t. den Schieber den Berichwender, den Unehr­lichen, Skrupellosen in b le Höhe wirft.

Wir müssen heraus gleichzeitig au« dem entsetzlichen Rechnen mit Hullen, da« jede Haus­frau unb bie meisten Geschäftsleute zur Bcr- zweiflnng bringt, da« jeben Preis unkontrollier­bar macht da« immer neue Erbitterung, Reid foler unb Hast bort schafft Wir müssen heraus aus der Borstellung, der Dollar sei eine un« moralische Giötze. es lei unrecht, die Pr-ise nach ihm zu richte', well ja nicht j 'des Produkt ovm Dolla abhäi,q>a lei. wir müllen wieder an- rrfennen I. itcu. bot", wir nur ein Teil de« Welt- nm" « I und au' chm. heute so wie im Frie­de" ' Sold der Wertmesser ist. das bei uns julä I a fei Rauen .Dclla " trägt ®» führt zu ii J i*u- ii d.zh Tj'flC. Cie in Gold aoru t\- . u im .Trieben, mit en Molen

hi?', 'i" Bn. steliung einer Teue-

Der Rücktritt des Kabinetts.

Dr. Strefemann mit der Neubildung beauftragt. Die Parteien und das Ermächtigungsgesetz. Der Kampf um den Achtstundentag.

'Berlin, 4. OH. lPrld.-Tel > Rachdem ber gestrige Dienstag mit lebhaften Dersuch.n zur Ueberbrflrfung der Gegeasah? au*flefüllt war, spitzte sich die Reäterongskrise gegen Abend in einer Weise zu, bah kurz vor Mik- lernacht da« Reichskabinett nach I stündiger Beratinig den Beschluß fahte, dem Reichs­präsidenten den Rücktritt des Gesamt, kabinetts anjnbieten. Die Gründe, die das Kabinett zu diesem Enlschluh veranlaht ba­den, liegen auf der Hard: Der Berstsch, die Fraktionen de« Reichstages zur Zustimmung zu dem geplanten Ermächtigungsgesetz zu bestimmen, das dem Kabinett auherordent- liche Dollmachten auf finanzpolitischem, wirt- schastspoiitischem und sozialpolitischem Gebiet: hätte geben sollen, war wegen des Wider- spruch« der Sraftionen fürs erste al5 aussichtS» lo« erschienen, da die Deutsche DolkSpartei den Rahmen der Dollmachter, erweitern, die So­zialdemokratie ihn einschranken wollte. Unmit* telbar nach der Kabmettsjitzung begab sich ter Reichskanzler zum Reichspräsidenten, um ihm die Mitteilung zu überbringen. Reichsprä­sident Ebert nahm die Demission an und betraute Dr Stresemann mit bet Reubildung der Regierung.

Dr. 6tre,em<nm hat anscheinend vorn Reichspräsidenten die Ermächtigung erbeten und erhalten, ohne Bmdung an eine be» stimmte parlamentarische Gruppierung, sein neues Kabinett zufammenzustrll.'u. Sr gedenkt, eine Reihe der bisher besetzten Ministerien in seiner neuen Regierung nicht zu besetzen, und schon aus der Einschränkung der Zahl ber zn desetzenben Posten bürste herdorgehen, bah Dr. Stresemann nicht unter asten Umstanden ein Kabinett ber Srotzeu Koalition, wie s« fein bisheriges war, zu bilden beabsichtigt Die SrmächtlgungSgesetzgebung, bie ber Ausgangspunkt des zur Kabinettskrise führenben Streites war, wirb von bem neuen Kabinett unter Führung Stresemanns ohne Zweifel von neuem aufgeuornrnen werden. Dr. 6trefemann hält es auch jetzt, ebenso wie vor bem Rücktritt be« Kabinett«, für erforber» lich, baft bie Regierung durch bie Erteilung weitgehenber Dostmachten von feiten des Reichstages in ben Stand gesetzt werbe, ohne Zeitverlust unb ohne 5>ennnnngen burch bi: parlamentarische Maschine auf bem Gebiet ber Wirtschaft«-, Finanz- unb Sozialpolitik die­jenigen Maßnahmen zu treffen, bie erforder­lich sind, um ben Dersuch einer Währung«, reform durch -ine gleichzeitige Stärstmg der prbonst'.den Kräfte zu unterstützen. Das Gr- mächtigungsprogramm wirb also von dem neuen Kabinett ohne Zweifel aufgenommen werben, unb zwar in dem ursprünglich geplan­ten Rahmen.

lieber Entstehung unb bisherige Entwicklung ber Krile ber groben Koalition, die nun durch den Rücktritt des Kabinett« und ben Berluch einer Reubckdung durch Ctrcfemarm ihren Höhe­punkt erreicht haben dürste wirb un« von unferm parlamentarischen Mitarbeiter aelrhrneben

Mil einer getoiffen Gedank.mloliglest wird bei Kabinettskrifen stets vom Jeibigen Parlelzwi<l aelprochen Es ift aber nicht immer richtig Die Gründe der so plötzlich nu«gebrochenen Llie'e- mann-Ärifc liegen ledenfcckls tiefer al« ber übliche Fiaklionenftreil Sie gehen bi» auf bie Wurzeln be« deutfchen Cchickfal« Die Krise wurde aus- gelöst durch einen Borftoh ber Deutfchen Bvlk-partei, also berjenigen P>irtei deren Führer, man könnte beinah' lagen, deren 0topfe Dr Ctrcfcmann bi« zur Ueberwihme de- Kan-le -

rung unb Hakgefühle gegen ben Tkrfäufcr er- wecken, während un« die Tc-tfache. bat wir t»:r- oiml linb unb nicht mehr kaufen können wie vor bem Frieden, durch ben Schle er ber Rusten künst­lich verborgen geholt:n wirb

Wir brauchen Dolbrechnung. Darm brauchen wir mit feinem ber bestet enden Wuchorgeietz' zu brechen, die belieben bleiben muffen, damit ber wahre Wucher geiaht werben f.inn. wir muf­fen un« nur bann gewöhnen, diel Geietze auf andere Währongsverhallniffe anzuu-e:ice: Wir haben bie Grlbanleihe Waoum ve wenden w>r sie nicht mehr in der Win'chaf«? Warum drückt ber Staat nicht auf ihre Berwenbung. indem er Preisaushang tn Gold, bezogen auf ben letzten Kur« der Geldanleihe, oder, bi» ihre Stücke über­all gehandelt werden, ber Dollarichatzanweifungen verlangt? Warum gewöhnen wir das Publikum nid), an di» Rechnen rn Gold indem wir mit den Porte- unb Fahiprei«-.Erhöhungen' brechen unb ganz getzöhnstche 10-Pf -Rk irfen unb Fahrkarten alten Stile! vcrfü:,,en unb jeben Jag am Schalter den tln reck nungstu « anlchl rgro? Warum verär­gern wir die Menschen mit ber Bermelfachmg der rt"trfTlAnK! S-C'JCm. ftüt h ' 4^* 1 uttv

einfach n ich dem Kurte ber Dvllarschatzanw-ckfun­gen mit entlt rechend hohen Zinsen zu stunden?

posten« gewesen war Der Dorstoh bestand tn drei Forderungen inncrpolitischer Ratur, b:-" Dr Scholz, da« zur Zeit führende Mitglied der ReichslagSfraktion, aufflelltc Wenn diese von uns gestern bereit« umrilfcnen Forderungen auch nicht ultimativer Ratur waren, genügten sie doch, da» Kabinett vor eine schwerwiegende Alter­native zu stellen Der eigentliche Beweggrund ber 'Palastrevolution lag auf austenpolstifchem Gebiete Kurz gesagt 3m

Mißerfolg des Ruhrabbruchs

Die Partei be« Kanzler« hat den schweren Ent- schlust ber Regierung, den passiven Widerstand an der Ruhr auf der ganzen Linie und ohne Ga­rantie von Gegenleistungen abzubrechen, um end­lich zu Berhandlungen mit Frankreich zu kommen, mit obenfp fchwerem Herzen gebilligt Denn sie er­kannte. wa« auch die Dentfchnativnalen nicht leug­neten. bah weder da« Reich noch da» Ruhrgebiet selbst imstande war. den Kamps mirtfdxifliid) unb finanziell auch nur eineWoche weiter durchzuh.alten. Aber ber Erfolg be» verzweifelten Schritte« nämlich ber Beginn von Unterhandlungen mit den BefatzungSmäch'en. ist ausgeblieben Pvinrarä denli nicht an Ruckzug. nicht an irgend­eine Konzestion 3m Gegenteil, er erschwert in aufreizender Weife die Wiederaufnahme ber Ar­beit Eine neue Welle von AuSweifungen Hai in den letzten Tagen eingefetzt Deutsche Geldfen- bungen, besonder« Lohngelder, werden eifriger denn je beschlagnahmt und die franzöfisch-bel- gifche Eckenbahnregie knuplt an bie Wiederein- flcllung der deutschen Eisenbahner Bedingungen, die gegen Ehre unb Sewiffen gehen und von den Organifaltcnen auch bereits zuruckgewiefen wor­den find 3n weiten Kreisen Deutschland« ver­breitete sich eine Stimmung, ber bisher nur die RechiSvppolition der Deutschnationalen Ausdruck gegeben balle und nun zu einem Druck auf die Deutsche Bolkspartei führte Der Druck wirkte lich au» in bem Rücktritt des Reich«wlrifchaftS- minifter« Dr v Raumer unb in dem Wunsche vieler 'Parteimitglieder, baf) für den Fast eine« Rücktritts deS ReichSernädrungsminlster« Dr Luther, der politisch der Deutschen Bvlkspartei nahesteht, bad Ministerium mit ebnem Manne besetzt tnerbe ber da« Bert rau en der Land- wulschaft genieste Obwohl bie ReichstagSfrak- tion der Deutschen Bvlkepartei einhellig beschlost, an der gegenwärtigen Koali'ion festzuhalten unb bie Einbeziehung der Deutschnativnalen n i ch t zu ihrer Forderung zu machen, witterte die Sozial­demokratie doch .Gefahr" Sv begann bie eigent­liche Krisis Die Linksvppolition ber Kommu­nisten Hai bekanntlich den Antrag gestellt, die Reichsregierung müsse den bayerischen Aus­nahmezustand ausheben Schlost sich die Sozialdemokratie diesem Antrag an, so war die Koalition gesprengt Sie tat es nicht Aber unterdessen batte Dr Scholz seine Forderungen in der Refprechu.ig der Parteiführer mit bem Reichskanzler zur Erörterung gestellt unb nun ging der Kampf um diese Die betreffen, abgelehen vom dritten Punkt iBermeidung eine» Konfliktes zwischen Reich und Bayern)

bk fommenbt Diktatur des Kabinetts unb die Erhöhung ber deutschen Produktion auf den Vorkriegsstand,

was letztere« im Grunde nicht mehr und nicht wenigei bedeutet, al« bie Reform be» gef.tz» lichen A t t st ii n d e n l a g e s Der spi ingenbe Punkte Sollte b;.o Tuächugu,ig>gesi.'h. du» die Re ch«iegi,iung mit porlament«frvien, also dikta- lorifchen Bollmachien auSstattet. sich auf finan­zielle Mr>stnahmen, d i. auf die WährungS- frage beschränken oder Irille e« fi<f> unum- I d) t ä n 11 ei strecken i-uf Eingriffe wirtschaftlicher und sozialer Ratur? Die soziale Frage diese« Streite« war eben brr Achtstundentag, unb hier lag die Klippe für bi? Koalition Die Sozial- bcmolrr-tie bJanb sich dabei in einer recht merk- nürbiflen L>ge Tatiächlitz kann zur Zeit die Mehrzahl der deutschen Betriebe ihre Arbeiter

Wir biauchen Oie Goldiechnung. ganz gleich- puli a ob und u>..ni bie Schafsting einer neuen Wälzung gelingt unb wir (önneii sie haben, wenn der L'aat anfangt und die Reichs bank mit ben Papiei liebsten bricht, aber ganz unb endgültig und nickt mit Versuchen mit untauglichen Mitteln

3d bilde mir gewist nicht rin. damit unsere Demrialilieru'ig mit einem Schlage befestigen zu können Aber, soweit diele der Unelerlichkeil der WirUchast entstammt, wird sie auf diesem Wege beseitigt Man werfe mir nicht em. dah bie*,T Weg ein Abkehren von einer deutschen Währung, ein Umlieflen aus den Dollar bedeute Diese Ab­kehr, diese Umftcnung ist läng ft erfolgt, und wir mögen eine neue Währung schaffen, tote wir 6 rllcn. Iic wird in Beziehung zu einer auslän­dischen stehen müssen ES geschieht nicht« grund­sätzlich Reue« durch die Goldiechnung nach bem Dollar, es wird nur etwa« Bestehende« aner­kannt. unb die Wirtfchast wird wieder ehrlich

Damit wird aber etwa« erzielt, von besten ethischer Bedeutung jeder übeneugt Irin wird An Stelle von Reid und Hast unb falschen Wucherbe griff en tritt die Erkenntnis bt r Deoacmung, ar. Stelle c einem Wüsten Sichstürzen aut bie TDarv damit nur das Schwundgeld lestgernacht wird, tritt, sobald die

Id»ft kaum sech« Stunden im Durchschnitt be­schäftige.- wirb aber die Möglichkeit der Pro- buftion<ftcigciung wieder eröffnet, so kommt man mit bem Achtstundentag nicht au» E« ist also zunächst eine theoretische Frage, die die sozial demokratische Führerichalt ml- ihren Wäh­lern austragen must. Unb doch bangt ber Gang der Politik, jo die deutsche Zukunst davon ab. baf) eine Einigungssormel über

das Ermächtigungsgesetz

gefunden wird, über bas man noch salgende von bem zurückgetretenen Kabinett geplante Einzel­heiten hört 3n ber Ablicht die Lchassung der neuen Währung durch ctrw wirstame Prvduktians- pvlitik zu unterstützen, wollte man auf b r c 1 Wegen 001 gehen Einmal lohten starke Besitz- steuern gefchaflen w rden lodann sollte die Preis steliung in andere Bahnen gelenkt und brr Rlvnvpvlwlrtfchast und den Preis- konventivnen der Kartelle entgegengetreten weiden Schliestltch sollte die Ll r p r 0 d u k 11 0 n namentlich Im Bergbau, durch die Erhöhuna der Arbeitszeit gesteigert und auch .nil anderen Gebieten eine Eohöbung ber Aibeitszcit eingesührt w eben 3n dieser Frogr balle sich da« Kabinett nad» der .Germania' auf folgende Formel ge­einigt um deren Zustandekommen sich besonders der jftinifter Braun« bemüht haben soll Die düsterste Rot untere« Bolke« im schwersten Ringen um seine wirtschaftliche unb politische Eristenz zwingt uns vorläufig, in der UrprolMiftion

bie Arbeitszeit axf basjetttge Matz zu ergän­zen, bas gesNudhettlich tragbar ist,

insbefrmbere ist Ile im Bergbau unter Lag au' acht Stunden einfchitestlich Ew- und Ausfahrt festzusetzen, lodann muh in ben übrigen lebens­wichtigen Betrieben die Möglichkeit zur Utöer- schrei tung der achtstündigen Arbeitzeit gtaeben werden Aus bie öffentliche Berwaltaag folhr diese Grundsätze fhmgemäh an gewandt werden Für gefährliche unb g«undHeitsfchäbliche Betriebe ist der Achtstunderttag beizubehalten

Wenn fo lachlich in bleien Punkten limtr- halb be« Kabinen« ebne weitgehende Ueberetn- flimmung vorhanden war. lo liest Irch diese tebvch bei den Fraktionen nicht erreichen Die Ber­handlungen. die bie Einigung hätten bringen tollen, brehten lich Ichliestlich nur noch um btt F.age. ob der ArmächtigungSantrag der Reichs- Kgierang aud für bie soztaie Gesetzgebung gelten sollte Diese Frage ist von der loztaldemo- klatilchen Fraktion mtt 61 gegen 53 Stim­me "0 rmt einer geringen ZusallSmehrheit. a b- g .1 worden Um eine Berlänget ung bet K ,ie »a ermeiben. hat dann bie Regierung be* schlvlien, thre Gesamldemilsivn anzubieten

Die sächsische Regierung». Umbildung.

Dresden. 3. Oft lPriv -Tel) 3n be MentagSlihung der lächlischen lozialdemvkratischrn Partei wurde beschlollen. vorläufig nicht tn Berhandlungen mit den Kommunisten einzutreten S» wurde velmrhr eine Äommlffion gewählt, bl? einen Gegenentwurf zu den kommunisttschrn Forderungen oufcarbeiten soll, ber dann ber Frak­tion unb ber Lande«varieileitung vorzulegen ist Erst dllnn solle m:i "eii Kommunisten über einen etxntucnen D.ntrii! 1:1 die Regierung verhandelt werden Für die BriVr.- timg mit den Bezirks­vorständen ist ber Freitag In Äusficht genommen.

Tie Viiqen

derTächsischen Ltaatszeitung".

Berlin 3 Oft. IWolfs > Die .Sächsische StaotSzeitung' behauptet, dir beiden sozlalbemo- kratischeii Abgeordneten Auer und linier­te i t n e r hatten sich im Anschiust on die Waf - fe.i beschlagnahme bei ber .Münchener Post" zu General von Lossow begeben um Beschwerde boiübvr zu führen, bab b e Arbeiter- 2:cheiheilS-Abteilungen vusgelöst würden, wäh­rend die SiuimtrunpS Hitler« unangefochlei' be-

fieinen Goldcnlethestücke zum vorläufigen ^Zah­lungsmittel geworden sind, ber Lpnrtrieb an Stelle der nerven zerrütten den Rullen-Wirt- Ichal'. mit ihrer Berlchleierung alle- Preist bie klare Preisstellung unb sorgsame» Haushalten, an Stelle von unkontrollier­baren .T-n-eiungszahlen" treten übersichtlich-, für leben begreifbare Ziffern von fletnrrcm Umfange, dafür um fo gröberer Bedeutung an Drelle der jerigen ungef'ind.n Rachsruge an allen Jermnen für gröbere Zahlungen ohne Ausgleich. anLtelle be« Rullen-Leerlaufv in allen Kontoren wieder vernünftige Buchfübrung und orben'lich: Kalku­lation. an Steile ber jetzigen Unüberstchtttchkeit bie klare Erkenntnis von ber furchtbaren Unter- le ift ung ber deutfchen Wirtschaft, eine Or- fennuu«. die. fobalb sie einmal in alle Kreise ge­drungen ist, den ersten Schritt zur Mehr­leistung bedeutet

Da« alle« lind toirilchattiichc Erwägungen unb Mast nah men. aber sie Haden eine un­geheure ethilche Tragweite Wir haben immer Sparsamkeit unb Ordnung ,u unseren besten Tu­genden gezählt, ihnen aber die Vorbedingungen

Kl. -NU

trtteber, und wir werden sehen, back bte lugenü nicht erfolchen find.