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Landkreis Gießen.
2$. Lich, 3. QlprtL Der Gesangverein „Cäcilia" hat umfangreiche Dorbeveitungen zu einigen gröberen Konzerten getroffen, die in nächster Zeit stattfmden werden. Die Mitwirkung auswärtiger Künstler ist bereits gesichert. Weitere Konzerte sind in Laubach und Kloster Arnsburg vorgesehen. Näheres wird noch im Anzeigenteil des „Gietz. Anz." bekanntgegeben. Man sieht mit Interesse den Darbietungen des leistungsfähigen Vereins entgegen. — Die Missionsfrauenkränze in beiden Pfarrhäusern waren in den abgelaufenen Wintermonaten sehr zahlreich besucht. Sie waren in dieser Zeit der Aot wieder Sammelpunkte stiller Einkehr und innerer Aufrichtung. Wie alljährlich, schlossen die Missionskränze wieder mit einer würdigen Qlb- schluhseier. Die dabei gesammelten freiwilligen Gaben kommen als ansehnliche Spende dem Syrischen Waisenhaus in Jerusalem zugute. — Ganz auhergewöhnliche Preise wurden in letzter Zeit hier bei öffentlichen Verpachtungen für Gartenland erzielt. So lautete bei der Verpachtung eines nicht ganz ^Morgen groben Gartens, der unlängst mit etwa 300 000 Mark noch verkauft werden sollte, das Meistgebot für Zahrespacht 180 000 Mk. Das gibt teures Gemüse!
Kreis Friedberg.
* Dad-Nauheirn, 3. April. 3m Laufe des ersten Osterfeiertages sind hier sechsHunde vergiftet worden. Aach den tierärztlichen Untersuchungen handelt es sich rrn Strychnin- vergiftungen. 3n zwei Fällen erscheint es zweifellos, datz auf der Parkst ratze Giftbrocken auSgesireut tinrben.
Kreis Schotten.
X. Schotten, 3. April. Der Aeu bau der hiesigen staatlichen Försterschule geht nunmehr seiner Fertigstellung entgegen. Es ist zwar unwahrscheinlich, datz er mit Beginn dos neuen Schuljahres nach Ostern bezogen werden farm, aber tm Laufe des Sommers kann die Försterschule sicherlich in ihr stattliches Heim ein- ziehen. Dis dahin wird sie ihren Unterricht in den Räumen der landwirtschaftlichen Winlerschule abhalten. — Das im Nordende gelegene neue städtischeWohnhaus ist nun a ich vollendet und wird nächstens bezogen werden können. Am Hohewiescnweg, in der Nähe des Bahnhofs, lätzt der Staat, um der Wohnungsnot zu steuern, ein Dearntenhaus errichten, wofür ein grober Teil der Baustoffe schon angefahren ist. Beteiligte Kreise hoffen, datz die Wohnuivgen dieses neuen Hauses schon im Spätherbst bezogen werden können.
X. Hoherodskopf, 3. April. Der frühere langjährige Pächter der Klubhäuser, Stein aus Breungeshain, hat jetzt die Wirtschaft wieder übernommen. Am Samstag, 7. April, findet auf dem Hvherodskopf die alljährliche Bismarck- Gedenkfeier statt, die stets eine grobe Anzahl Besucher herbei lockt, lieber die Feiertage war das Klubhaus sehr gut besucht. Die Gegend prangt eben im jungfrischen Frühlingsschmuck und bietet dem Besucher in herrlicher Luft bei prächtigem Wanderwetter rezende landschaftliche Schönheiten. Die letzten Spuren von Schnee verschwinden, und frisches Leben quillt aus jedem Daum und Strauch.
Hcffcn-Nastau.
fpd. Frankfurt a. M., 3. April. Der wechselseitige Verkehr zwischen dem un-
v e f e y t e n uno dem besetzten Gebiet nimmt von Tag zu Tag größeren Umfang an. Nicht nur, datz der Personenverkehr einen gewaltigen Aufschwung genommen hat, sondern auch der Gütertransport hat bedeutend zugenommen. Ununterbrochen folgen auf den Zufahrtsstraßen die Autokolonnen und in zunehmendem Maße auch die Möbelwagenkarawanen, die den Hausrat der ausgewiesenen Beamten mit sich führen. Für die Anwohner dieser modernen Karawanenstraße ist es keine Annehmlichkeit, ununterbrochen durch das Rattern der Mowre aufgerüttelt und in ewige Staubwolke eingehüllt zu werden. Aber was bedeuten diese Heinen Unannehmlichkeiten gegen die Leiden der Ausgewiesenen?!
Vermischtes.
♦ Die Wiederkehr des Chapeau- Claque. „Zeder Mann, der jetzt die Londoner Straften des Abends beobachtet, mutz die Wiederkehr des Chapeau-Claques bemerken", so lesen wir in einem Londoner Dlatt. „Während des Krieges, als das Zackett die Abendtoilette des Herrn war, da genügte auch der „Trilby" — wie man den weichen grauen Hut früher nannte — zur Vervollständigung des Abendanzuges, aber jetzt, da der Schwalbenschwanz und weifte Schlips ihre Rechte wiedererlangt haben, mutz man auch etwas mehr für die Kopfbedeckung tun. Der nicht zusammenklappbare Zylinder ist aber zu unpraktisch sowohl in der Loge im Theater als auch in der Garderobe des Dallsaales, und er wird nur bei ganz besonderen feierlichen Ge
legenheiten getragen. Der Chapeau-Claque, der sog. „Opernhut", dessen Verschwinden vor mehr als einem Zahrzehnt festgestellt werden mutzte, ist daher wieder in Aufnahme gekommen und gewinnt zusehends an Geltung. 3n jenen vergangenen Zeiten war der Klapphut für den Herrn das, was der Fächer für die Dame war. Er trug ihn unter dem Arm, wenn er den Salon betrat und legte ihn höchstens tm Vorrcrum ab, wenn er zum Diner eingeladen war: meistens aber behielt er ihn den ganzen Abend über bei sich. Dei einem Dall zeigte der Herr, der seinen Hut unter dem Arm trug, datz er als Nichttänzer gelten wollte. Auch heute noch gibt es einige wenige altmodische Herren, die ihren Chapeau-Claque mit ins Zimmer nehmen. Dazu gehört Lord Chaplin, der seinen Chapeau-Claque noch immer ate Zierde und Wasfe mit sich führt wie in alten Tagen."
Blutarmut und Bleichsucht stnd eine Folae nnncnÜQcnber ober unncelnneter Ernährung bei schnellem Wachstum berfilnber. Eine buvcborclienbe .Qräitinnnn des geschwächten KörverS ist bann bie Hauvisache. Geben Sie Ihrem Stinbe, wenn et in ben EntwicklungSjabren blad unb schwächlich wirb, eine »ettlnnn renclmäfttg ...Qufefc" unb zwar einmal auhi Frühstück alS Ersatz für Kaffee unb Tee, bie boch keinen Nährwert haben, bas anbre Mal als Snvve vor ben toauvtnmbUehcn. „Kniete" lädt sich mit Milch, Kakao unb vielen anberen Sveifen verabreichen, bietet dadurch stets eine willkommene Abwechslung unb regt Avvetil unb Verbauung an. Die „Knfeke"-Kost wirb auch gern genommen, weil sie sehr gut schmeckt. Bleich» süchtige junge Mädchen geben Ihr oft den Vorzug vor der Milch, gegen die sie manchmal einen Widerwillen baden. Dabei ist „Kuseke" vreiötvert und sehr fuaxfam im Gebrauch, durch feine prüfte Er- giebigkeii stellt eS sich z. B. billiger alö die Milch.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen:
Am 16. März 1923 bezüglich der Firma Molz & Forbach, Worms, Zweigniederlassung Gietzen: Die Zweigniederlassung in Gieften ist aufgehoben.
Am 22. März 1923 bezüglich der Firma Pascoe & do., Gieften: Apotheker Max Petersen aus Heringen (Werra) ist mit Wirkung vom 1. November 1922 an als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten. Velde Gesellschafter sind gleichmüftig zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Jeder zeichnet die Firma allein.
Am 27. März 1923 a) bezüglich der Firma Valentin Frey & do., Gieften: Kaufmann Heinrich Zeichen zu Gieften ist aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und diese ab 1. November 1922 erloschen. Kaufmann Valentin Frey in Gieften führt das Geschäft unter der seitherigen Firma als dinzelkaufmann weiter- b) bezüglich der Firma Magnus u. Muhl, Gieften : Die offene Handelsgesellschaft ist durch Ausscheiden des Wilhelm Magnus zu Gieften erloschen. Eberhard Muhl in Gieften führt das Geschäft unter der seitherigen Firma weiter. Die Uebernahme der im Geschäftsbetrieb. begründeten Forderungen und Verbindlich» I heilen ist ausgeschloffen,- c) die Firma Rosa!
Mono, Gieften. Inhaberin ist die Rosa Mono in Gieften.
Gieften, den 28. März 1923.
Hessisches Amtsgericht. 2422B
l.BrellchlBersieigmng.
Montag, den 9. April 1923, vormittags von 9 Uhr ab, werden in der Wirtschaft Rühl in Hermannstein aus dem Frhrl. Schenck'schen Walde, Distr. Saustallshaag, Buchenstrauch u. Sammelhieb, versteigert:
Eichen — 36 Rm. Scheit und Knüppel, 165 Rm. Reiser 11/III,
Buchen — 100 Rm. Scheit und Knüppel, 500 Rm. Reiser 1I/III,
Nadelholz = 33 Rm. Knüppel, 20 Rm.
Reiser II. 3428D
2. Nutzholz-Versteigerung.
Donnerstag, den 12. April 1923, vormittags von 9 Uhr ab, werden in der Wirtschaft Rühl in Hermannstein aus dem Frhrl. Schenck'schen Walde versteigert:
Eichen — 45 Stämme — 17,40 Fstm., 3 Stangen II., 2 III. KI.
Buchen = 2 Stämme — 0,81 Fstm. (Esche).
Nadelholz — 349 Stämme —110 Fstm., 88 Stangen I., 168 II., 36 II I. Kl.
Weichholz — 1 Stamm = 0,54 Fstm.
Bekanntmachung.
3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma Wetzel, Georg & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gieften eingetragen: Alleiniger Geschäftsführer ist Otto Georg in Gieften. § 9 und 10 des Gesellschaftsvertrags ist abgeändert. 2421B
Gietzen, den 28. März 1923.
Hessisches Amtsgericht.
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