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Montag, 5. September 1923

l*i«bet wt leielete fix Me lägrexeeerr Dl e gern TUdfmthag oort><r ob"t|tb< DtrbtnMKblwtt. prtli ftr 1 me H4tz« fit Sujet gen d 27 mm Stritt 6rtl 60000 TL, aienxtrt* 75000TL, IKeiüoe«. iRjriqtn ooi 70 mro Berit« 2SOOOOBL,V1at). Vorschrift A)tz, Lifts chlag Ao*pt|d)nftirtter: lig. Goetz. Berantworftich ttx vediüi lag. Gort,, fit Dee Ibn ata Teil «ruft SUm Kpeie; fix Den

173. Jahrgang r

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Gberdessen

Ünid weö Ptrlafl: vrShl'sche UiiperRtäis-Bnd?- nwö Stetiörnderet B. lange In Sietzen. Sd}riftlelhing und «eschLftiftele: Zchulffraße 7.

ix^eigriunl: f>ax* SrU, lämllich in Lutz«»,

Eine Rede des Reichskanzlers in Stuttgart

»ugcfcn. int e« bei trüberen ®tlegcnbeiten bereite jum Qüiebrud gebrach: Wenn c6 sich darum banbclt, bah die am Rhein interetlierlen Staaten ' ***p bereinigen, um die UnnericftrtbeU bc« gegen- Bärtigen GebiclZzuItanbea auf einer >u bcltini- menben Bali» sich gegenseitig au sichren. Io wird Dcuftchlanb jederzeit bereit fein, einem solchen Tunt.ii« b. ,zutr. :.ii 5in u> 11 11 di a | i [ i 4) mit FranlreichverbunhenesDcutschland mirb für b;c Tur<tfü5vung srlchrr Frie-c ix iCc: tc Den Iba r gröhte Friedenosicherheii bie­ten Sine Scrftuddung Dcuftchlanb- ote der Ter- lud» einer wirftchastlichen ob:' vcrlehestcchnUchen Tebcnfd>ung seiner Dreizmarken würde dem Geist eines irkch-n Abschlu fe« direkt entgegentnirfen. Dill Frankreich feine Annexionen, bann ba: ct die 'TTTr^flirbfeit feine Austastung in die T'irlll.lxfdt unyukncn Man will die Eröffnung offizieller Tcrbanblungen abhängig machet von bei Wie­derherstellung de r Arbeit im Ruhr- gebiet Zebcr ehrliche Mensch im Ruhrgebiet und am Rhein, so crflärtc b:r Statuier in bleiern Zusammenhang, sehne sich nach der Stunde in der diefe blühenden deutschen Lande der alten regen wirtschaftlichen Tätigkeit wird.rgegebe i weiden Diele Stund: wird gekommen sein, wenn mir die Sicherheit baden, bah aus ben Grundlagen der deutschen Produkt ven Psandleistunge. dieung deÄ Konflikts möglich ist, die der Sinn unteres passiven Widerstandes war Lr wai ntem.il« Ucberm -i oder Selbfl.ztoed. sondern sollte dazu bienen, uns den Zustand der Freiheit deS Ruhr- gebiete wieder zu verbürgen.

Wir sind bereit zu schweren materiellen Opfere, aber wir sieb nutzt bereit, Vie Frei­heit deutschen Toben* irzenb jemand, n prell»

I» geben.

Den zwei'en. Innerpolitischen Fragen aUDibmeten Teil seiner Rede begann der AeichS- fanzler mit einem Hinweis auf den Zul.and Höch» fier wirtscha- .sicher Tot Deutschfands. au« dem er Weber dem Inland noch dem 21 Lind gegenüber ein Hehl machen wolle. Die ie- f u hr sei in wenigen Monaten von 600 Millionen auf 106 Millionen Goldmark zurüdgegangen, wäh- renb Deutschland vor dem Kriege eine Ausfuhr ▻oa 10 Milliarden Dclbmark hatte. Das z<ige beuilicp. baf) Deutschland ohne Ruhr und Tbein nicht lebensfähig und ohne die Verfügung über diese Gebiete zu irgendwelchen 'Rcparartonölelftungen auherslanbe i'i Der Zu- ftanb an Rhein und Ruhr sei unzweifelhaft kein Fnebenszusland Der Kanzle: kam bann aus die Wehrpflicht des VefiYes zu «p^echm, blc aber auch m gleicher Weile irri die Arbeiter und das Beamtentum gelte Die verlangten Ob,er feien in den heutigen not malen Zeiten eine Aot- ucnbiglett. Durch ft arte Eingriffe :nüf| en die ausjenprlitisaxn und inn.'npoliNschei Tcbürf- nilsc des Staates girb.-dt werden Der Friede könne mir eteichl werden, wenn die Wirtfchas' das garantiere. was Deutschland an Stelle der prvduk- tinen Pfänder brauche Heule habe niemand das Vecht, zu erwarten, dah ihm der Staat den Zu- tvachs des Besitzes garantiere Was bie TD e b r - Pflicht der Arbeit a.ibclrcffc so brauche man da, wo lebenswichtig: Aotwendig.'eilen des Stax.tes norlicgeii, die Ucbciarbeü für das All­gemeinwohl. Zu den Klagen über das Eingrei­fen bei Staates in die Wohle woidenen Rechte der Beamten erklärt: bei Reichskanzler, baf) die ReichSieqierung der Kritik gegen das Beamten- tum sernsiehe. baf) der S I a a t aber auch in dieser S.agc an sich selber denken müsse Die Staats- aiiIoriIät wüste gestärkt werden, und die Re- giening werde die Sta?is2utorilät durchsetzen Sie fei nicht gesonnen. Schindludei mit sich t.eiben zu lassen Die Gegenleistung de, Staates fui öle Wehrpflicht bestehe r bei Schaffung von Sicher­heit unb Ordnung im Innern

Zur Steaerfrag« übergehend, bemerkte der R.ichifkanzler. er kenne bic Häiien der letzten vom 2ieichstag befchlol' nc-n Steuern wohl, bt: in eine Zeit der Wiiitcha'ts- krfte in der Industrie und harter Anspannung des Kredits in der Landw-.tftchfti sali: Id

Vorsorge getroffen worden, hast du.ch die be- stehenden Staatsoiganisationcn Kredite für @ctici6elfcferungen gegeben werden Gegenüber der Kritik an den Steuern müsse daran erinnert werden, baf) die Steuern nicht dem K.rbr- nett, fonbci-n dem A ich bewilligt werden Bei manchen dieser Maßnahmen handele es sich um Eingriffe In die Substanz 2lber waS blech: denn von d« SubQanz der Wirifchrft wenn lich die Subtlanz d:s Staates nicht erhalten lasse? Man möge sich auch hagen, wo die Sub­stanz de« geifllg. n D. utschland ge­blieben sei. Auf feinen Fall gc(r es an. dah Ausrufe gegenteuerzabtang e: lassen mürbzn Wer in dieser Zeil eine Saboftertmg der 6teuer organisiere, gehöre hinter Sq>loh und siegel.

Mit vollem Recht könne man aber verlangen, baf) die Steuern txrcinfaäd und übersichtlich gemacht werben Gs werd: unbedingt nötig sein, da« Konglomerat von Steuervorlagen aus eine gewisse primitive Form ein­zelner Steuern zuiüdzusühren Den Ländern und Kommunen werde gleichartig ein? grö­bere Selbständigkeit in der Erhebung von Steuern gc' ben werden müllen Durch eine ftärfeie Sdbsiär. gkeil und Sleuergefetzgebung der Länder und Gemeinden würben auch die Be­ziehungen zwilchen ben Ländern unb dem Reich, die manchmal vielleicht desserungsbebürskig (etzn, sich besser gehalten könne».

S t e 11 g a r t, 2 Sept lWvlft ) Zu der Rede, bte benti, bet Aeichskanzler in dem dicht- bdetten Saale des Sieglehaules über die a-unb- legenden Fragen der Inneren und äusseren Politik bteU, ton au her den Mitgliedern der tourt- lembergischen Begierung zahlt tch? 2^er- he»r von Znduslrie unb Ha nd:l Würtiem- br.g« sowie Zahlreiche Vertret:. auJ toü.Uam- beigischen Arbeitnehmer- unb Tttbeifg.'bcrorganl- taftonen ei schienen Bevor der V c-rchskanzlrr bas Dort ergriff, sprach Staatspräsident Dr von H^«bet einige Begrüf»ingswvrie. in Denen er u a tagte

IBtr wissen uns ein für allemal mit dem 'Keich aus Gedeih und Verderben txrbuniX-n 3<6 schäme mich beinahe, dies hier heut.- noch einmal gn tagen, aber es gibt auch in der -Politik l^thrheidm die .acht oft genug getagt werden tonnen, uro so lei es denn auch beute aas- gesprochen Der schlimmste Feind, den De.ttlch. (anb Halle, war immer die Gesinnung Derer bte SonbertHterefkn über die getarnten Inter- dkn stallten, ob nun eine solche Gesinnung m ober Dynastien, bei einzelnen Stämmen unb Bollsleilen oder bei wirischrsll^en Inter­essengruppen ober politischen Parteien sich aai- wirkten Vollends In einer io ernsten Zeit .nützten Parieihader, müfren alle Klassen- und Stammes- intereffen znrüdtmen vor der Majestät des Un- glide. wie einst Moritz Arndt vor hundert CV-bren das Wesen der deutlchen Einheit nannte ib wie wir auch heute unsere Lage nennen tüssen.

Der Reichskanzler

ging sofort auf die Besprechung der aussenpoliti­schen Lage ein.

»r entwarf ein Bild des starken auf)cn- voltlischen Druckes, der gegenwärtig durch die Besetzung des gröbten deutschen Winschcislsg.-- bteiti an Ahetn unb Ruhr auf Deutschland laste, tnobd er der Württemberg! schon Bevölkerung feinen Grub entbot und auf die Schass ing des Ministeriums des besetzten Gebietes hmwies. die übrigens ein äubere« Zeichen der maen Verbundenheit zlvftchen Aeichsregrerung imb Dem Rheinland darf delle 3ebe Aubenpoliick des Deutschen Aeiche« tonne nur bas Ziel haben, fc) erklärte der Kanzler, stets die Souveränt- t ä t über die Gebiete an Ahetn unb Auhr zu ha­ben Wir sind bereit, auch die schwersten materiel­len Lasten auf ims zu nehmen, um gu diesem Ziele zu touunen

Dir sind bereit, auf bete Boden der Stellung produktiver Pfänder jb stehen.

Dir haben Aeichsbesitz und Privat­eigentum alS unsere faktischen Aepa - ralion«lel ft ungen angebo'en

Der Kanzler wies foba/m die Behaupt.,ng des .Temps" zurück, dab leine ler.ten Vorschläge kein: gleichwenige Leistung gege rüber den von Ftankveich ausgestellten Forderungen enth eiten Er erklärte. Arankreichs Psänberpolitik bezi.-b: llch aus die Bildung einer iniernationalea Baän- aelellschast und auf die Mebeu tg tung beutfd>?r Bergwerke an der Auhr Wenn Ziankr.-itzs Ziol: ficht pol irischer An sind. Icnbcnt auf wirtldv >- lichem und finanziellem Gebiße liegen, so drangt ei mich, zu erklären, dab die Garantie d. r gesamten deutschen WirIftzaII Dem Hevau«ztehen einzelner Teil: au« diesem gesam'en Äomplci nrinbestens gleichwertig ist. D.-> Kanzler erinnerte m diesem Zusammen! .rng an di: Ant­wort nvle der belgischen Aegieru.nq an England, m der ausgesprochen ist. bnb l>i: XubrbdeMung nur bis gu dem Augenblick zu dauern brauche, bis die deutsche i produktiven Pländer effektiv werden

Jede 5ortf6bnmg der Diskosston werbe die Aeiehsregienmg dankbar begrüßen.

Der Gegensatz z>oilchrn Fordening und Lcnstungs- lähigkeit werde bet Der Lösung D?e Aeparatio vroblems nur überbrückt we> den können d.irch eine wirtschastliche Verbundenheit bei Völker, die aus industriellem ®:bi:t nunTbcr angeto efen sind Wiillchaftlih: Ver- undeoheil der Völker, so fuhr der A .ärsknnfter st>il, ist vielletcht auch eine besser: Uede.brückung Politischer Gegensätze, al« e« poltlilch? Fr. - nein zu sein vermögen Deutschland brauch -an Moratorium für lein? Leistungen kann eine Aeparmtionsverpflichtungen zunächst nur ,1« eine Zmsenverpslichtung aufn:bm-n Wolle ;.m diese Zmfenverpslichtu.tg kapiialftienm, lo önre dies nur ans dem ük-g: einer intcr- lativnalen Anleihe geschehen, für die die eut'chen Pfänder die ®aran: . bildeten D-uftch- 'Nid werde ober in seinem g^:neinigen Wirt- cha>t«verfall keine ausländi!tx Anleib' in nen- enstoerter Höhe erreichen Sri! wenn die Welt ch Darüber klar sein werde,

die BeeadiAuilg des AuhrkonfliktS gleit» fitig der Beginn einet neuen Ariedenkära ist, erben die Alliierten Im Verein mit Deutschland e Anleihefrage lösen können, die zur Brirle^i- rtg Europas vielleicht erhältlich aber zur Fort- rung des Zerstörungswerkes niemals zur 7>cr- gung stehen werde 3m Des ine seiner Souveräii- ' und seiner wiNschaftllchen Hilföauellen würde

'tlchland bei 2lnnähme dieser Srurd ä'e wohl der Lage sein, die Garantie der Zinsen- "Dflicbtung }>i übernehmen, aus dr dann eine Grundlage für den europäischen

eben aufbauen könnte

Bei Besprechung ber von Frankreich gefor­mten Sicherheite.r auf politischer asis sagte ber Aeichskanzler 5X16 Deutschland reit ist. auf die Frage ber Sicherheiten ein-

Die Bekärnpsung des Verfalls ber beutlchen Währung fei abhängig von der au6enpolitlld)::t Lage und von der vage der inneren Wirtschaft Technische Mittel reichten nicht au«, unt da« gut- »umachen, ua« sich als Folge erfläre von einem Wirtschastszustand. bei dem da« Aeich die ge­tarnten Gehälter und Löhne und wei.eren Unter- ftünungen an beinahe d>rs ganze Aheinl.ind inD Aubrgebiet aus der Staatskasse ohne Die gc.ir.qfte produktive Gegenleistung zahlen müsse Die Wir­kung de« Währuiig<-v«isall« zeige sich in Der Vernichtung de« äparflnne« und in dem Danz um den Dollar Wir hätten, so erklärte der Kanzler, längst ein

wertbeständiges Geld

schassen müssen, um au« Spekula: in und Tc« visenhamsterei heraus,ukommen Auch die Bar­auszahlung von Gehältern an die Beamte- würde damit aus eine ganz andere Grundlage gesellt Dir haben die Ablicht. das Delhi es ist un- re nächste, zeitlich getagt, die übernächste Aus- gäbe, ein solches tDerthcfUinMgc« Geld in Deutsch­land zu Ichaften. so lchwer es un« wird, damit zuzugeftebm, baf) die Mark Zahlungsmittel ist. aber nicht mehr eine feste Wahrung darsiellt Dir wollen die ®>lbmart wieder schasirn in der Hofsnung, bah man dann dm Goidpsennig in Deutschland wieder ehren lernt Vach Schaffung ber wertbeständigen Anleihe gibt es ' e i n A e ch t m ehr auf Devisenbesitz im deutschen To He Die Devisen gehören dem Aeich, Da« ber Wirtschaft das Aotioendige zur Beringung stellt Aber die private Devisenspekulation, die im wesenilichen mit zur Zerrüttung ter Mark Den innen beigetragen hat. muh aushören i r brauchen die Devisen für bic Lebens» mltteleinf u br. süi die Wa rkstützung und die Fortführung des Auhrkampses Der Aeichskanzlrr crirmerl Dann an die Ausfüh­rungen deS AeichswirtschastSminister« und be« Aetch-sinanzministerS und erklärt Wir stehen vor einer arvsten Arbeitslosigkeit in Deuftch- land, bte uns neue fitmnzielle Lasten In der <3r- werbslvsensiirsorge bringen wird EZ Darf nur cme produktive SrwerbslLsenfüriirge geben x-eDe unproduftive Srwerbslosenfurs >rge muh De- mvraftfterend wirken Der Staat muh das Aechi hoben, dem UnlerftühungZbcbarftlgen die Arbeit Zu geben, deren ber Staat bedarf

3m Hinblick auf die Beschaffung des Haus­brands für den kommenden Winter regt« bei Kanzler an. eine Leber stunde im "Berg­bau zu leisten und gleichzeitig das Erträgnis da­raus als Kohle für Den Winü-r den Bedürftigen -u geben, damit einmal in dtefer Beziehung das Volk Dem Volk ettrxi« gibt

3m weiteren Verlaus seiner Aede wandte sich Clrrfcmann g.-gen jebe Bit von Schiern- me rieben unb betonte die Wickit'gkeli ber 11ItIichen Krast. die sur den Wi.deiaufsticg des Deutsch n Volke« imhgebcnb fei Deuftchland g he sehr schweren Zeiten entgegen, so dab mar, sich ein muhelol.-« unb irbeNtslole« Sink>mmen in Deuftchland in Zukunft nicht mehr ,a Henker txi möge D> utichl ind mülle ent weder c Volk ber Arbeit sein oder untergeben Er warnte vor jebem Pessimismus

Deutschland Rebe allein te ber Welf mb es habe fernen außenpolitischen Sekundanten

Bunde-genosfen bekomme Deutschland nur. wenn die.lt einsehe bah es den Mut hat, von dem Volke das zu sorbern, wa« der Staat braucht

Der Äanricr erinnerte fchliehlich an die P Io­nier . des deutschen Geiste« und der deutscher Wirtschaft im Au«lande. Die au-tz die Dräger un- ver^chllcher Daten in den deutschen Kolonien traten Deutschia id brauche nicht da« Staubt zu denken, trenn es an seine koloniale Tätigkeit denke Frankreich und England erkennen heute an, was die Deutschen in Den Kolonien geleistet hätten Wir haben eine ehrliche und unbefleckt« Fahne hinterlassen, al« wir die Kolonien ant^rben muhr ten. Z"m Schluls seiner Ausführungen begrühte Der Äanzl-r alle B.sirebungen in Deutschland, Die Die Auskläiung über Die Entstehung be« Weltkriege« verbreiten wollen, unb sorderte die Wahrheitslucher aller Tlalianen aus. daraus zu bringen, bah a (le Archiv« für ihre Fo> 'chungen I o geöffnet werden mt- Deu Uch­ta nd seine Archive im Bewuhtsein tz-ines guten Aechte« und feines guten Gewissen« gcörinel habe

Vach der ^ked« be« Reichskanzler«, die an zahlreichen ©teilen von lebhaftem Bei fall unter­brochen worden toar dankte der mürttetnber- gifche Staatspräsident Dr v Hieber Dem Kanzler für leine Ausführungen unb schlod Darauf die Versammlung

Die Gewaltmahnahmen Italiens.

Paris, 1 Sept Der Sonderberichterstatter Der .Information" in Genf hatte eine Unter­redung mit einem Mitglied ber , talienischen Delegation, bas ihm erklärte 3 Ialien Dird jebe 3ntervention deS Völker­bundes ablehnen Es besteht keine Kriegs­gefahr Wir txnlangen einfach moralische Ge­nugtuung für ein Verbrechen daS aus griechischem Toben begangen wurde, unb an dem, wie wir bis zum Beweise des Gegenteils glauben, die griechische Regierung mitschuldig ist Wir denken nicht daran, irgendeinen griechischen Hasen zu bombardieren

Athen 3. Sept (WTB) ie Agence d Athene« meldet' Aus einen Protest des italienischen Gesandten ber einen Ar- lifcl des Blattes ,3leutf)eios Aogos als d.» Icib.genb bezeichnete, ist der Direktor de« Zensur- buicau« abg.fcht und ba-i D.aii auf einen Dag verboten wo,den Die gr.echisch: Dtcgi'rung wird die italienische Gesandtschaft burch eine Abteilung von 30 Solda - ten bewachen lassen.

Die Blätter meld.-n. datz Admiral Bellini allen Schiffen bi: Durchfahrt durch

die Meerenge oo - Ot.anto verboten ha' Vier NriechtIch: Schisse wurden auherbem in den itaftenischen Häsen zurückgeh alten Alle gnech sch.n Schftlahrisgese!i'ch»fte. haben di: fobrten nach 3..i|ien eingestellt. Di: gri:hi'che Acgterung geftat'et dagegen toeiter allen ilJlie- ni|d)en Schissen, gnechüch- Häsen anzulaufen Ein Cal enilch.-« Unterseeboot Hal d.-n gr iecht- f<ben Dampfer .Georgi« in Der Meer­enge von Korfu beschlagnahmt

Ttc Flucht brr str echtschrn

Pari«. I Sept Aach einer Hapasmeldung au« Korfu haben sich alle griechischen e»if fc nach Salamis geflüchtet

Die Machtlosigkeit Des Völker­bundes.

®cnf. I Sept. IWDB l Zu ber heutigen geheimen Aatsfitzu ng über b:n griechischen Appell an den Völkerbund wird von unter­richteter Seite daraus htngewiefen, tah fie bisher in keiner Weife die Frage der Zustanbigk-t! des Kate« gelöst Hal Man ging glatt über die Ent­scheidung damit hinweg, bah man feftfldlte, bat) 110l^,,cin genügende« Material über bic Vorgänge vorliege Sine llnlcr-suchung dieser Vorgänge durch den Vulkerbundsrat wurde ledvch ebenfall« nicht angeordnet Es handelt sich des- halb bi« jetzt nur um einen ersten Mei­nungsaustausch. der die gesamten Fragen ber weiteren Folgen noch offen lähl

Derallgemeine Tirinunqflnufltaufd)".

® c n f, 1. Sept. IDTB i Aach einer zwei­stündigen gebt men Beratung be« Völker- bundsrates über dm griechischen A p - pelL Die mir einer Vorprüfung der Frag: galt, tourbe die Sitzung aus 6Xandra« Winsch. ber nod) feine Instruktionen erhalten hotte, d e r tagt fotaenbe« Kommunique wurbe aus­gegeben .Der Völkerbunds rat hielt heule oach- urfttag unter dem Vorsitz bei lapanischen Tcr- treter« 3shti «te« ge^riiee Sitzung ab, tn deren

Verlaus er «bw Vorprüfung de« Appells bet gi'.echftchcm Aogierung über den llali.-mtch»grta- chtfchen Streitfall vornahm. griechftche Ver- trvter, ber em geloben wurde, als Mitgl«d mit- au tagen, nahm am Tische De« Aa tes Platz Der Vcies, in dem die griechische Aegierung erklärt, au! Grund der Artikel 12 bis 15 beifrrf*«« an ten Völkeibund au appellieren, wurde verlesen, ebenfall« dieser Artikel Aach einem allge­meinen Meinungsaustausch nahm bet Aal in Ei-Wartung we lerer 3nformaiIonen ein­stimmig folgenden Snischlutz an .Der Völker- bunb«rat. in dem er in eine kurzeDertagung ber Prüfung einwilligt, spricht die lefte Hofs- nung au«, bah bie beiden Interefflertcn Staaten bi« dahin kem lei Akte begehen werden, hie bi - Loge verlchärlen könnten ' Wie in Völker- bunbeficifen versicheu wird, nahm die Debatte obgleich zeitweilig scharse Töne sielen, etn.-n sehr höflichen Verlauf Lord Ao- bort Leetl und Brant tag hielten u a läagen '.leben

®cnf. 1 Sept Die Wiederaufnahme Der Beratungen über den griechischen Appell, Die Lord Aoberi Eecil bereit« auf morgen fest- fetzen wollte, wird wah fcheinlich erst am Mon - tag ober D i e n « t a g etfolgen können, da Sa­tanbia ernärte, seine 3nltiultitmtn nicht früher erhalten zu tonnen

Au« bet gestrigen Aalssitzung über Den Friedensappell an den Völkerbund wird noch berichtet PvIiIiS tDricchentand- gab in auf- tallcnb gemähigter Ttade zu. bah 3lallen berech- tigt 'ei. Genugtuung zu verlangen, nach dem Töt. kerbundspakt hab: e« aber ohne Einwilligung be« Aale« nicht handeln dürfen, ohne sich Sank­tionen au«zuseyen Gr sordere zwar keine«wege- biefe Sanktionen, rege aber, ohne Darau« eine Bedingung zu rnachm, an. ob nicht Italien sein Stellung durch bte Räumung der 3nfel und Wie­de, hetstellung de« Status quo regeln wolle Guechentand werde sich in jedem Falle dem Vefchluh des Aale« unterherlen 6 a l a n b t a toarf die Frage der Z u st ä n b i g te i I bet Aatc« au' und meinte, bah bi« Bot, chas ter- konserenz zuständig fei Lord Robert 6ccil betonte dagegen, bah bie Zuständigkeit des Rates keinem foxifel unterliege Bran - ting stimmte ihm zu. woraus PvIiti « noch­mal« für dieiftäntngteit be« Rate« eintrai unb bte Botschafterkvnferenz ablehnte 5 a l a n b r a erHärte hierbei, bah er die Zuständigkeitsfrage Vorbehalten müfte Die Fvaae blieb allo un- gelöst. der französische Vertreter äuherte f i ch nicht Heber die Abtastung be« Ermmuniqu^s konnte man sich erst nach längerer Auseinandersetzung einigen

Die Haltung Englands.

London, 1 Sept. lWvlft.j Die Morgen» blätter befa fen sich elngebcnb mit der durch die italienische B< sctzung Äcrfu« hervrr» gerufene sehr ernste Krise Die Brdeu'ung Korsa« als Flottenstützpunkt wird hnto rrgehoden.

torrb bk Befürchtung au«gsbrü<ft bah. ft> halb die italienische Regierung einen Brand entfacht habt, dieser sich über den ganzen Ba l- fa n anöb reiten tonne. Die Bi aller [egen Italien nabe, «« nicht be« wen Aenderstot tnetfi gi