Einzelbild herunterladen

die trunfcne Hingebung an das Göttliche In diesem Finale daS doch mögen auch die monumentalen Ausmaße der Schlußsätze der anderen Duifonien fehlen getoaltlge BeNutsamkeften umschließt Mi! de-- glanzvollen Pracht des FreudenlhemaS In höchster Steigerung abschliessend, löflc sich die Gvttessrceudigkeil. die .florianische Heiterfeil" die­ser Mulll in tiefer Ergrissenhett auf.

Mailing stand ganz unter dem Stern einer außer orNn 11 latm Stunde Ohne die ®elamtfor- tnung zu beeinträchtigen wußte er mit einer ge­radezu genialen tAnsühlung in die Snttnicfl mg dec Tempi den Stnbrucf des ClmProNtatnrilM ju wahren, die Umlpege, welche 'Brucfncr Im Ver- lauf seiner .^owrngenNn Entwürfe macht, mit Liebe und drängendem Mitemp'inNn zu gefr-n, ohne den Bi ick auf das Ziel zu verlieren Bal- llnq i st ein Brucknerdingent, weil er ole Stnfonif deS Meisters wahrhaft erlebt Das Or« chesier wurde vvn seinem Führer zu auNrordcmt» lichen Leistungen empor gerissen. Die Metaphysik der Brucknenchen Klangwelt olühte in einem Meer unendlichen Wohllaute« auf

Eine große mufikalifche ®tmc|nbe bereitete "Lalling und seinen treuen Hestern, die ihm und der flirten Sach? völlig hingrgeben uxire. nicht en den wollen de begeisterte DrifallSsundaebungen. Dieter festliche Tag i^merltchstec Offenbarung wird in heißer Tantoarfeti nie vergessen werden

DrLA

Trrttrter OÄbaMtoe angehör, Sttt Schwede» M vertreten d»vch BeantinL ankreich durch Hanoi au,. Belgien durch Meiot vocläusta In Mwesendeit von Hymans. ^apan daoch 31Vi. Spanien durch Qutnoee*. Lhina durch Tang-Tscll-lu. ^taJUUn durch 20» »Bn ueo llrngwU) durch ®uanl

Auf der ersten Tagesordnunfl stehen zwei englisch« Anträge ftber V« Saarfrage, xxb »war

f ein Antrag über dieAotvervrdnung und die S treikpostenver o rdnu ng der Aegterungs- komneiffion und

r ein Antrag, der eine Untersuchung darüber dvrfchläat, ob die Verwaltung bei Saar- geGletl durch die AegierungskommiNlon dem Leiste und de» "Buchstaben des Versail­ler Vertrage« entsp'iV

3n einer kurzen sch tftlldmBcqrünbunq de« zweiten Antrages crfliil die englische TUgte- rung. daß. nachdem der Völkerlvnd tm S-rarg-blet da« Ami eines Treuhänder« an «übe, und Hv Aeglerungskommlfsion den Völkerbund ver­tret». es Pflicht des Aales fei. sich darüber zu der gewiss'm, daß dir Verwaltung des Saav- neblets Im In Bersatll.r

ausgeübl wird Der Aut selbst habe über die Art der Untersuchung au bestimmen und das Sekre­tariat JuN dafür Sorge »u tragen, daß die not­wendigen Dokumente und dir notwendigen Zeu­gen gegebenenfalls zur Ver"ügun, stehen

Gleich In der ersten Olnunj i-crlangte Lord Aober » 4e c 11 nachdrücklich t die Oessent- lichfeft der Debatten, vor allem der Debatte über die Saarfrage, für die sich bie allgemein Oeffenllichteii htieitfheie Hanvtau » aMNr» sprach diesem Antrag lebhaft und lehnte auch eine Anregung Lord Aobert Eeeils ab. die d,e Veröffentlichung seiner Aussühinngen bei der späteren Begründung des engUWrn 2Lnt aaeö durchleben a>UL Die Frage der Oeffentlichke,! der Debatte soll In der peutigen Aachnlltaassthung des Aales, die zunächst a»ch geheim sein werd, nochnenl« per Sprache kommen

Außer der Saarfoaae stehen noch ve-fchiebene andere. Ne deutsche OestenUtchkeil hrterdfierenben Fragen auf der T-agesordnung

1 verschiedene Danziger Angelegen- leiten, darunter die ÄinaaMage Danzigs und die Heg China de« Paßvisums für nach und au« Polen reisende Danziger

2 . Auslegung des Artikel« 4 des Minder- beilsdertrages vom 28 Zuni 1919 Die Behandlung dieser Frage ist auf die Beschwerden des D e u t s ch t u m b u n b e « aas bk Tage' b» mmg gelebt worden, tröst des anfänglichen polni» scheu Widerstandes Sie Ist von größter praklilchre Bedeutung. da es sich um die Feststellung Nr dvln'lchen vtaatsangehöiigkeit d.e »ahl,eichen früheren Deutschm jetzt polnischen Untertanen pe bell und die infolge der Polnil den AuZlegung des Artikel« 4. die Tb nm die pollr.sch: Staats- angehöiläkeit abspcich!. mit Ausw.alu^ und et­waiger Ltauidation ihres Besitzt bedroht werden

Der Völkerbundsrat kündiate heute uachnil- tag noch einer Au «sprach? -wischm Lord Aobert 4ecU und Honotau » an, daß er am Diens­tag vormittag tn einer bffe » tll che u Sitzung in N» 'Betanrag über die englischen An« trägezurvaarfrage eintreten werde. Man weich jedoch noch nicht, ob die gesamte Debatte vor 6er Oeffentlltirü ftattfinden wird, ober nur die ersten grundsätzlich« Darlegungen der etn- V$M» Hatömltglteber

fut dem Weidje.

AetehsrMis-VefchSff«.

Berlin. 2 Juli. (WTB ) Der V e i ch « r a t beschloß heute mit 48 argen 13 Stimmen bei drei Stimmenthaltungen Einspruch gegen die Aeichstagsbeschlusfe -um Seiest über die Be- Dmpfung der Geschlechtskrankheiten zu erheben. 3n der Debatte machte Mt-üster Oder darauf aufmerksam, daß die Erhebung deS Ein­spruchs das Seiest gefährden würde Di- Vorlage dringe entfchi-Nn- Fortschritte und er- leichtere den Kamps gegen die Geschlechtskrank- ten Aamens Preußens erhärte Mmisl-rnial- Nreftor Meister, daß Ne VeichStagsbeschlüfse zu SS eine solche Verschlechterung In der Ve- Handlung der Seschlechtskrankheiten bedeuteten, baß die Vorlage nicht tragbar erscheine Der AuS- schliß glaube unter Hefen Umständen ein Schei­tern der Vorlage auf sich nehmen zu sollen An­genommen wurde das Seiest betreffend Ne vorläufige Verlängerung des Handel «Über­einkommens -wischen Deutschland und Spanien um fünf Monate Der Aeich-rai er- Urte sich damit einverstanden, daß dem AeichS» arbettsminisler und dem Veicksiinanzminlster Ne Vefugnts erteilt werde. Ne Höchstsätze der Er- werbslosenfürsorae in temldbei Maße zu erhöhen, wie Ne Erhöhung der Veamteagehäl- ter und Löhne eintrete Angenommen wurde der Selesteniwurf über d.e pa t e n t a m t l i che n S e- bühren Die Schistdauer der Patente wird auf 18 Jahre verlängert, die Gebühren werden ent- sprechend der S'ldenlweriung erhöht Der ®e- sestentwurf zur Aenderung des A e l ch « b a f t - pflichtgeseves wuide an genommen ®kii n beschränkte Haftung der Eisenbahnen für Var-

kehrsschäpen soll. lowell es sich um Leuten Dan- beit, auf den fährltchen HÖchstbeiron von 50 MU- liorxe beschränkt werden 3m Falle eines Ver- schuVw»« der Etsenhah.ien gilt nach «M vor un­beschränkte Haftpflicht

Der tocttMUhiMge »vH«.

Aachdem Ne vorbereitenden Bekprechungen über di« Mertbeständigkeit der Löhne Im Aeich«arbeitsmmisteläum zu Ende gssühil find, wirb noch im Laufe dieser Doch.- e.rut au« Ar» Nitgebern und Arbei nehmern g:btrt>ete kleine Ä o m m 1 f 11> n unter Leitung N.' TU chtarbeits» Ministerium« und unttr Htn'Utkding der ke- telltglen Aelch-mmlsterien zu» Ikiixmb'ung über Ne gletch.' Frage ju'ammentiei n 3n^vi>chen fanden auch die Veratungen üN. N V - 1 d, ( c u nlgung de« Inder tbrm Al' Ü- Mit d *r VclöflenUlchung bet neuen V)ochcnind:k wird etwa Mitte 3 u t i roch tti fc n Sch an vorNr wird zum ersten Mite mit der V kanni- mN der Durchlchntu«tnber,iifer für Jun, der Mochenlnbef mllgetcdt aerten N-r aber n >ch aul den Mlttwocherhedungen der vorher gegangenen Mache beruht.

b g!. wk di: ><» > eine

»Weiägige Sitzung des Vunbesau«schu'>«s des Allgemeinen Deutschen Sewerk- schal,«Hunde« Nr sich gleich all-' mit der F nge des wertNständigen Lohttes b.-schrilligen ssll

5etb«nagn der so,ialdemokr«tische» Arächs- ta^tratttoe.

Der Vo.stand Nr I o z«a l de m v k ra t i - fchen Aeich«tag«sraktlon lechäitige'ich dem .Vorwärls" zufolge gestern mit N inne n- und außenpolitischen Lage Die Ctel- lung-ahme der ,o\laIN notia I che-t Irak ton ü r bic Mäbrung«f>age zur Frage N werl- beständigen Löhne und über N S l e u er­frage fall Nr Tie gl. rung uruerürebe; werden. E« sollen von ihr Maßnahme-i In di-'ser Atchlung verlang! werden. Die Srör.er mg bleie* Frag? soll Im Aeichstag wenn möglich in Verbindung mit Nr 'Beratung Nr Verbraul,- steuern jebentais noch vcr den Sommers.ilen rrf.Ljen. Auch N? außen­politische Lage. Li«bdonNr2 die Lage tm Auhr- gebiet, soll In einer politischen Debatte tm Aeichslag geklärt werden.

Deutscher Reichstag.

Verl in. 2 Juli

Präsident L ehe eröffnet Ne SiNung erst Um 4 Uhr mit Nr Mitteilung Nih brr A.nch>» taf'abq Most <T Vvt i von den ZW'l<n e.A (r . Hel ti> M. S''"em,mg n>i< ber S . *bu. ,te." D ü<ke t/:ichiste1 worden lei (Pfuiiuse i 5--. "i-

fiNnt knüpft bar an Ne V mxikung et hrN gegen i iclc.t S.wattakl protestier I. Nge a. r ni die Hoffnung, daß ein- V Horde, blc erst kutziich lieNn Vluturtrile gefillt haN. ja einem Akt Nr Derechtigkeit fähig M iLebhafte Zustim­mung >

Auf Nr Tagesordnung stand Nr erste Punkt der zweiten Lesung Ns Sesenentwurses üoer den Vattonalsciertag. 2bif Vorschlag Ns TkltaflunaM ist diese Angelegenheit, über Ne zwischen ben Parteien noch verhandelt wird, etnst- wetleo zurückgcstellt und die sozialistisch: F cchen. bach-Interpellation an die erste 6teilt gerückt worden Die Interpellation befragt die AeüsBregi erring, ob sie gegen das bayerische Volksgerich^urteil Vorgehen wolle, demzufolge Fechrnbach zu elf Iahten Zuchthaus verurteilt wvtNn fei, will er dem AuslanN Mitteilungen über in Vipern NstehenN. im Reich? aber ver­botene Sehcilnorganisalionen gemacht haue.

Al-g. Di lt mann (öog.) bcqiiL-tNt die Interpellation und N.eich.ei den Spruch des Münchener VolkSge.ichts als ein schtroe- Fehl­urteil. al« dar es auch in bet Oefsentlichkert und von Nbeutcnben De ichten bezeichnet worNn sei. Da« Aichtcriei-g amm. auf Grund NHcr.i Feche.i- l>ach zu 10 Jahren Zuchhau« »ei urteilt worden sei. fei zu llnrech zur Dründlage Nj Urteil« ge­mach! worden. Der Unt.rtiUfsuß NsAelststageS habe ausdrücklich feitgeitelll, daß diese Aufs tssung auf falschen pvltttlchen Voraussetzungen be uhe. Selbst der ai« Sachverständig? befrag e unb po- li tsch rechtSsteNnde Aechtshistort'er Thimme for- Nre die Wiedergutmachung bei Unrecht« Der Redner sucht du.ch Verlesung einzelne* Lätze N3 Urteil« nachzuweisen, da« c« vvn Mtderfpiuchen wimmelt. Auf Grund einer solchen Aeh'.saiiffas- fung gehöre auch Ludendvrff in« Zuch'hans. weil er deutschfeinNichen englischen Zettuagen mltge- will hob . Btm Äc-mmunirte.i seien Putsche geplant Der Aedner fordert die Aufhebung Nr bayeri­schen Volksgerich e und vor allem TuifbeNing Ns Urtei-l« geac-n geteabarß

Zur Vcantwortung der Interpellation er- widert Nr bayerische Se'aid ? Dr v. P reg er. für tle Stellung Nr bav?rischen Aegtorung zum Urteil gegen Fechr rbach sei n nicht politische, fonlem anSlchitaß'ich tatsäch'ichr und reh'liche Gesichtspunkt nvafcjrbenb Schon 1919 hätte bic bayeiisch? Staat«regferung zuge'agt. ix/; all- Ein­wendungen gegen solche Urteile der baymilchen Volk«aerichte geprüft werdet sollen. V).irn Fechen- bach ein DogtaadiflungSgesuch c.llire ch;. e« liege ein solche« zur 3clt noch nich vor. - wrrN ent-

Don den Postbeziehern des Giehener Anzeigers

würben für den Wonat Juli zwei Zahlungen te SefOMlbetrage vvn 13600 Mk. erhoben. Der VeMflshrei« mußte aber, wie bereit« bekannt gegeben, aus 20000 Mk. erhöht werben. Es Ist somit eine weitere Aach-ahlung von

6400 Mark

notwendig, um beten sofortige Uederweisung auf Postscheckkonto Vr. 11686 zu Frankfurt am Main gebeten wird. Vis -um L Juli nicht ein» gegangene Vachzahlurgen werben Nr Elnfach- Nlt wegen unter Hinzurechoung der Porlvkvsten durch Aach nähme erhoben.

Verlag des Giesjener Anzeigers

fp.echrnd : i >'e- su'il^ u g ve. ia'ar n werdm. Hlc-rNt I <>. . V. . i " i' s u kn* Arch'--grand» la-.e bei U : lt' " -ch/.: ?rd) -t.tr!

mach Nm V;u.ilckx Ne Ava Sittmann uach-.u- p ü e Ny >. Ö;< a-e ejic. u ig b -ab ch» tlqe In i-.el m >a . - e in F.-ch uvach c n 2» gnabqjung.-v.< u >ch:, ein .i.ar'.sguthaNn

te# bit): sth Üb :a ich « übrr Ne'r F agen 'in u". n Dir c> -1:ch -gutach n trerN ta-n die b -n..ch- A.-iie una >b e. Etatchidung zugrunl ! gen t varm :<a d a Rommunti'lrn, brr Abg. Ae.r.rnr e (5t ) ruft .Uiu-c fchimideiis- und t Irb N Ailb ur OrNvanj fr. i en.)

Acichsiusti.Minister Dr Heinz« Ss ist t.iJ) ifß.ci:rig im Pa. (am rnt zu einem ff.-iJ-iöurtcU Stil u.-.g ,u nehm Ich gcN zu. taf, daa Urteil. aa3 austrrrrd.atlich u niangreid) ist, zu manch-riet Zwef-.n Veranlassung gibt Aber so e-.n* ich lirzrn die D.nge Nch nicht, wie <i. d.-r Abg-o bn.-te Dittmann dargestrflt bat 5«, von b-r b o r schm Regierung vora-'ch!ag ne stl'eg scheint mir Nr zwekrnäß gstr zu ' in Durch Parlament -Nschluß kann man untnöglich Ge- rllt8urt ilc aufbci'en Die Frage ob die *Ikr- öf.e .t IJ imt N« Aichtertelegramm- Dnit'chland geschädigt bat. braucht man nicht unNbtngt zu öcmcinen Fci>enbach lelt't hat bei seinen ersten Prozeß Ne Verösfent ichung abgelrujnet, hält ste allo n'fcnbar nfkl für unb.denklich Auch sonst weift da« Urteil Ichi beachtentwerte Ge­sichtspunkte auf. auf die hier nicht näher ringe» gangen tncrNn toll. Ich lehne die scharfe Ärlif an einem Urt.il ab. da« ein Nutldx« Derlcht noch Nstem V5 sfrn >i-b G.'r>i'f n gefällt hat. .f t stellt für dar R.ichHu I.zmrnifte.iam. nach e:na.-!.en'er Pr.f-ana Nr Aechte Nr Aich«- re f-isfang bist b.: txin-ri*i,en Vo k^gerich e :u .'t-chl b? t.-hen D.e Frage, ob nach Nm Presseg etz da« Delikt Denäbrl gewe'en fei, wiid von den Huiiiten nicht einheitlich beur­teilt Die große Mehrheit ist Nr Meinung, daß Verjährung vvrliegt. auch ich neige nach reif­liche, Piufung dahin, bah Vei,ährung aazuneh- men ist Ich kann mich dar D.llarang Nr batjeri- schen Aeglerung anschließen und HaN zu Nr Ob- irfllDttät NS LaNrifd-en Obe lanN«qcn<6t« volles Vertrauen, da« 'ein Gutachten nach bestem Misten und Geniffen abgeben trüb. (Lärm Itnt«.)

In Nr Besprechung ber Interpellation be- mc.ll ber Abg Emminger kbcayr Vp ). nach Cuero sei e« daS Nutlichste Anzeichen für den Zusammenbruch elnei StaatSweleaS tpeim rerßt«- gültige Urteile aufgehoben werden Der Aelch«. tag könne unmöglid) al« Verufungslnstanz in einem Gerichtsurteil auftreien Der Aedner wenNt sich gegen bic DittrnannsN Kritik Dee Aedner ist Nr Meinung, daß die Verö'tenilichung Ns Rrchter- tclcgtammä auf jeden Fall eine strafbare Hand­lung sei 3m übrigen e,klärte er sich mit Nr ®in- l l'ing eine« Gatachen« Nirn bayerischen ONr- landeSgeiicht eiaversfanden Da« von Dittman» vr.geb.achte Material genüge nicht, um da« Fechenbacharteil zu erschüttern.

Aus Staut und Land.

Dießen, den 3. Juli 1923.

Das Dcutschc riolkrtopscr.

In Nr Geschäftsstelle NS .Gießener An- zeigerS" gingen für untere Nbrjngten Volks­genossen im Auhrgediel unb am Ahein weiter ein:

Hetzer Bau. Augenklinik 50)3. Angestellte der Fa Gg Heinr. Schirmer. 4 Aade 124 700. Ä. Ancke, 3 und 4 Aale 10 001. ses.'mmelt NI Gastrrirt Dv ler 32 383, Sübn.^arfuch \ t Vurk- ha dMelden 3000; Annstlllte und Merkiührer der Th D E Dießen 33 020; H H. 5 Aale. 25 000, A A 20 000; Direktor Otto Vrrgen. Zuni-Aate 15 000, Arbeiter unb Angestellte Nr Fa. 3- D Voll. 5 Aate 617 930 Mk

Den Gebern herzlichsten Dank! Ukltere 6t>enNn werden in Nr Geschäftsstelle deS .Gießener Anzeigers" angenommen.

G

550000 Papiermark für ein Zwanzigmark st ück Der Ankauf vvn Gold für da« Aeich durch die Aeich-baak und die Post erfolgt vom 2 Juli ab bi« auf w--f'eros zum Drei« Von 550 000 Mark für ein Zwanaiarnark- stück. 275 000 Mark für ein Zehnmarkstück Für

ausländisch» Goldmünzen oerDcn enopvecchenv» Preise gezahlt Der Ankaui von Aeichsiilber» münzen durch blc Aeich«bank unb die Dost erfolgt bi« pul werteres zum 11 OOOfachcn Betrag be# Vennwei te«

Veue Unterbrechungen In der Elektrizitätsversorgung Vvn Nr Di­rektion Nd städtischen Licktri.;rtat«werkes wird up8 gclchr. Nn .Am 29 Zuni sind Im Straßen- baßnbcltic*' wiederholt Unterbreche .g^r erngc- treten, ttxlde vvn feiten Nr Fahrgäste Nr ötra- k.rnbahn unangenehm cmvfunNn worden find und ,u *afcl:. ifci Be'chw. rden Veranlassung ga- Nn Diele U -.terbrochungen sind aus den Ltrom- bc ug ^urud/ifaoren Am 30 v Mt« konnte von vormittag- ? :1h- bt« nacht« 12 Uhr überbaust Fremdsteom rti *: Nzvgen werNn Am 2 dc Ml« fa-t' m d.-r Ltek'rizrtätSer.zeugung dadurch eine g .1 .- K .n..-rung statt, baß Nr Strom r. jcg'i'e Mittet!.tng plöylich u-.tterürocben tr:: de Hierdurch fanden In Nn größeren Ve- trtcör.!, welche ehre grob- Anra^l von AtNilern N'ck a't-gon. und im 0t; H.-rrdahnb trieb größere B . ..-b' örangen statt 5a« Eiet:.i-iiätsirerk Nt S ai:fxn N i.ht ötiom von den zntocru«- schon Ltser.wetdm in TBct Irr und von Nn Straft- werk TLölstrrSheim durch die Provinz Obcrbe"cn Von b'id.m Teil -> ,rt keinerlei Vlüteilung über i e bcab'i;4 tigte AI' 1«lrung gemacht worNn. oN w-hl e ne Verständigung, 'et e» .clephonifch n'w, mka'.ich Del en wäre Da« <2!cr:ri.iltüt«tiK-Tt murte. Nvvr es die Strvmver'orgung ülxmeb­nen konnte, leine Dampfaniage unter Dampf brin- C n, tra? natürlich längere Zeit in Anspruch ge­nommen hat "

* Der Zuckerpreis für den Monat Juni Der Preis für Nn Zucker de au' Grund der Aeichszuwet'ung für den Monat 3 u n l zur Verteilung kommt, ist für da« Pmad, ein'chl Tüte, wie folgt festge'etzt worben, für gernehienen Zucker und 5c. inauzncher 3500 Mk. für ®iicßtafftnaN und Puderiucher 3600. für Mttrfelzu.ker 3LOO Mk.

Der neue Steuerabzug vom Ar­beitslohn wird im An e gen eil unfee« heu­tigen Blatte« von Nm Finatrzämlern Nkannt» gcgeNn Die Interelsenten mögen Nr wichtige Bekanntmachung genau bcadyen

* Der Mert der Vatural - undson- stigen Sachbezüge Dis LanN«'inan.z<»mt. Ab ei!un$ für Besitz- und Verkehrssteaern zrläf« im Anzeigenteil t<3 ßcut'grn Blattes eine Be­kanntmachung. die Nn durch Erlaß Ns Aeichk- finanzministers vom 22 Juni neu festg 'etzten Viert Nr Vatural- und fonfligen Sachbezüge fest- letzt l Aäferes |i<N Anzmg nteil.»

* Zur Veubildung deS Beirat« der Slädtifchen Z ü r I o r £e ft c 11 e 6tne Beka*n'machunz Nr Ltädll'ch n .-lüHorgeftelle Nr A> io teb;fchäl igten und 5<ncgeb n e ö.ieNnen be­schäftigt 'ich nut N. Oleuregelung Nr Vertretung tm Beim; lVähe;e« im 2ln.;e a- nicif i

* Anlagenkonzerl find.! morgen Mitt­woch. 4 Zull, mittag« 12 llhr, durch die Kapelle be« 1 (Hess.) Bataillons 15 Inf -Agts in Nr Südanlige staN Mu'istvlge; 1 Marsch Ns Verklchen Vvrp« 1813. Armee marsch Vo 37 von L v Beethoven. 2. Preislied au« Nr Oper .Die Meistersinger von VürrrNrg" non A xuugner. 3 a) Sedan-Marsch Armeomarfch Vr. 45a von F Lange b) .DefchwinNmarsch" von A Gln- brobt 4. Ungarische Ahavsodie Vr 2 von Franz v Liszt. 5 Armeemarfch Vr 1 c .Der HohensrteN berget"

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag. DewerNveietn 8'3 ilbr Hauptverfnnrmlung Im Dcwerbchaus Lichsprelchnus. Bahnhofstraße ,Der Taugenichts" unb .Tbur eine Vachl" Astoria-Lichispiele; .Marcco, NrD»h«»raiindibat" und .LieN. Tor und Teufel" Palast-Licht­spiele .Urne Vr. 13, und Ne Großnaächte dos Leben«"

t9rttcrt>ornii4'nnc

Bewölkt, netgenb yi VieNrlchlägen, Mest» wind

Die westllchen Luftströmungen halten weiter cm. emc AenNrung de« Mitterungscharakters ist unwahrfchenllich.

Landkrcis OficRcn.

Heuchelheim 2 Juli Die Freiwil­lige Feuerwehr halte gestern einen bedeu­tungsvollen Tag. da sie das von Nr Gemeinde neu erbaute Gerätehau« bezog Um/3 übr holte die Mehr ihre Gerate aus Nm seitherigen Dc- tätcraum, wv sie Aufstellung nahm unb ihr die Band!No NkannlgegeNn irurN AlS Uebungs» obieft diente die HeucholNimer Mühle mit ihren MirifchastSgebäuden Die Uebung unter Nm .«ommanN de« Hauptmann« Dorr verlief In beiter Meise und fand allseitige Anerkennung. Der Uebung wohnten Mehren au« Nr Umgebung bei Sodann zogen die Mehren mtt klingendem Sviel nach Nm neuen Gerätehau», wo sie von dem Dürgermeister Ä re < 11 g mit dem Gemeinde- vorstand erwartet tmirben Du germetsler Kreiling hob in seiner Uebergabeansprache hervor, baß der DemeinNral trotz der ungün'-igen Zeitverhält­nisse gerne die Mittel zum Bau NS Fenerlos^N geiätehause« zur Verfügung ^stellte. Sa gab Nm Mansche Ausdruck, dal, die avehr. une fchcm seit Jahren, weiter so hilfsNreit tmrfcn möge. So­dann übergab er Nm ommanita:-.' on. den

oft te Äürne toeeentttertte 'Bartarto-

Lrt Ne Violinen In Nr ersten Variation e« sigu- rlcrznb um|trclcn Au« Nn unerschöpflich reichen Ui beben der Äontrapunfl it und P>ly*>bonie I. S Bach» onporgewachlen. zeigen Nefe acht Varla- tlernen tn ihrem zauberhaften Wechsel von Dur und Moll trotz Nr Verschieden heil von Taktart und Tempo eine organische SinNit. welche gei-ade-u einer dauernden liebevollen Rück­erinnerung an da« Thema gleicht; auf Nm vvn reifer Fc-rw. gefätilgten Untergrund aber erhebt sich Brahm« zur außerordentlichen Meisterschaft eine« individuellen MlentpfuiNn«. Dce Inftru- mental Um besonders, baren herb-zarte Ausstrah­lung man Saum tn Morten schildern kann, trägt mit ihrem Aige zu kühner Veuerung ber durch bte bunöe Tiefe NS Äonfrafagott« schon da« Thema tn so sellfames Düster taucht unb sogar PivoioflÖte und Triangel höchst zwingend In Nn Ärrl« Meter ernsten Musik zieht, soviel Hebe eigen- tümliche Züge ihre« Schöpfer«. Ne nur ein wirk- liche« Perfönllchtritswerk besitzen kann.

Geuerolmus i kN rette r Ba Hing mit

prachtvoll charakterisier en Nr AbschaUe-n'ig und äußerst fubttier Einfühl.mg in diele an »arten UeNrgftngen unb plötzlichen Wechseln so reiche zNanqweLt bas vom Anfang bis -um EnN un­mittelbar instrumental erfundene Werk zu hin- reißender Wirkung In dieser Darbietung wuchs

öberhesfische Mufikwoche.

ZweUrs Kovzsrt M SellW" errxt<*' tcheaterorchestrr« he Stadttchtater.

® leben, 1. 3ull 1923.

Gluck« Ouvertüre zu Iphigenie hob da« Aon-erl In die Sphäre religiöser Stim­mig empor. Manchem schien vielleicht durch «mbeNutJiN. jedoch nicht unmotivierte T-maps- rückungen ba« Ebenmaß Nr .antiken 2Inte" ae- ftürt nach meinem EiypflnNn aber wird vte «bändigte Leidenschaft dieser in ihrer Schönheit Stoten Wuslk durch eine so streng gezüaelta subjekttve 2ufsafiung. wee ste Dail ing eigen ist, eßet ox Eindruck«kraft gewinnen oU 6Crli^Lrv(lglMe Grundton blieb und flHgerle sich tu tiefer Verinnerlichung von Werk zu Werk, von Tobarme« Brahm«' InNviduall«mu«. ber In teem Nutschen Vequlem um SeldsterlÖsunn rang, Anton Bruckner« Apotheose der »taublg- *tlL 3n ber wundervoll dunkel getönten Färbung te Variationen über ein 2; be« a vo n Haydn birgt sich, ttne o«, einem Schleier däm- Semben Licht«« verhängt. Ne keusch« veete be» ttgeifter«. Dieies weiche 8-Dur-Andante, eigen- ertifl durch leinen fflaftattlgm Ihyihmu«. greift mmltbeßxrr an« Herz, wenn bie fromme 3müfl- tat lewer fcbotatodte »nächst, mit wo ben

.'cm bi« zu Nr großen Schiußstcigerung Ns Fi­nale, da« in feinem thematischen Aufbau eine so bcNutungöboUe .sinfonische" Vorausahnung auSsprichl

Die Bläser waren von einigen säst un­vermeidlichen ©thlranhingen unb Schwebungen abgesehen in Spiel unb Haltung. In Dynamik und Intonation vortrelfllch

Gin nchstger Brucknertag Mit der tief bringen Nn. erschütternden AusNutung der A-5 ut6ln,onlc legte M l cha e l Bal- ling nicht nut ein Itolze« Dekenntni« zu der Vvn gläullgei Inbrunst durch-ilterten Kunst des östeir,il.-ischen M i iers ab. auch seine eigene stark nach Nr groNn Linie strebenN Persönlichkeit T^üfmele sich in scharfen Umrissen Dte urgeiunN B7eite. die epische seiner Vatur. dann wieder die sest gelallte Faust seine« energtejcfiraflten Temperamentes baute da« Merk ganz au« seinem geistigen Mlltelpunkt her au« auf ®« war eine wirklich noch schöpf et i'.cha Tat Mit welcher BllN haftigkeit kamen die cfn-einen DpifoNn dieser .kurzen' Sinfonie -um SrNingen Dottessreudig- feil und leuchtenN ©eelenfreuN. werbend« Liebe und unscchildige« Bekennen, die Nglütfte Stim­mung Ns einsamen Menschen. Ns Einsiedlers im ANgio. die spukhaf-e Phantastik, welcher Ne echt Österreichische LänNerstimmung nicht alUu fernsteht. die naturfroN Aeußerung der allen Äraft tm Scherzo und Trio und dann der Aus­blick »nm Oenfett«. die Verklärung Im Glauben,