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vlenrtaq, 5. Zu« 1923

175. Jahrgang

Erster Blatt

beifjt

ben "IDortlaut ihre« Fraqe-

|l!t als

Der Papst und Frankreich.

Rom, 2. 3ull. (WTB.) 3n Kreisen des Vatikan« hält man den Zwischenfall zwi­schen Frankreich und dem Vatikan an­läßlich de« Papstbriefc« über die Ruhr- beseyunq für erledigt. In einer längeren Unterredung zDisck-en dem Papst und dem französischen Botschafter Ionnart erläu­tert? der Papst ausführlich den Geist seine« Briefe«, wobei er de l:n Inhalt in vollem Um­fange bestätigte Bei andere Sorge verursache dem Papste die Tatsache, daß da« deutsche Volk infolge feiner Leiden vorn Bolschewismus mit seinen schrecklichen Folgen hcimgdsucht werden könne.

Deschwlchtigungskundgebungen der englischen Diplomatie.

L o n d o n , 2 (Juli. (WTB.) Reuter mel­det: In offiziellen Kreisen London« ist man überrascht über die Andeutung, die britische Regierung sei entschlossen, eine sofortige Regelung mit Frankreich zu erzwingen. Von ermächtigter Seite wird festgestellt, daß eS durchaus voreilig träte, von einem gesonderten Vorgehen England« Deutschland gegenüber LU sprechen.

Von gut unterrichteter Seite wird zur

einem Manne, dem sie Ne T^ranttDortung au- tricien, wenn bie Efe>>oahner ben Dtcnft nicht aufnebmen. erfiärt. wenn er nicht mindesten« sechs deutsche Eisenbahner für ben sranzo'ischcn D>cnst gewinne, werde er aueflelLuc'en

ttnnatjmt oon Hnitlae« für bl« laqeenummtt oie jum Nach-Niitag vorh« ohntjtb« Uerbinblid)ktit Or.l* tür I mm RAh» tl» ttngeiqen o 27 mm Breit« örtl 320 'M, ausoältf 400 Ulk; f&t IRckl ame* än}«in«n oon 70 mm Breit« ISOO M B«. Platz' Dorfdjrif120* .Ausichlag. tzauplschriftleiter: fluq. ipvttz verantwortlich für Voliuk; 21 uq. Goetz, für den übrigen I«il: (Ernft 'filumldjein; fürbrt Anzeigenteil: >)0N4 Be*, jämilid) in B > « 3 « n.

AU schwächen

Dieser Zweck wird »ichi errci<Dt werden yeber neue Gewaltakt macht dem deutschen Volke erneut klar, daß nur der eiserne Mille Aum TBiberftanb. wie er im (x'enten und unbelebten Deutschland unverändert auch beute ^ech nach bild sechs Monaten langem Ichtversten Drang'allei ungen besieht, zur Freiheit u n I e - res BolkStum« und unseres Staats- wesen« führen kann

Durch Häufung der Drangsalierungen ho'ft vtelleicht der Gegner un« zu unüberlegten Hand­lungen Hinreisen au können Auch dar darf und trieb ihm nicht gelingen Die Empörung bic a !e Volkskreise erfüllt, ilt verständlich. wenn man lieht, tr.e brave deutsche Männer, die gerade in den ket-ten Tagen au Tausenden au« dem befehlen Hel- fischen Gebiet vertrieben wurden, verjagt mit Frau und Kmd unter Zurücklafsung Ihrer Habe, tncif sie sich rechtswidriger Gewalt nicht beugen wollten, wenn man hört, daß unschuldige deut­sche Staatsbürger monatelang im srnii'ösischen älntcrluchungsgefängniS schmachten müssen, um dann für Iahre Ihrer Freiheit beraubt au werden, weil sie ihr Vaterland nicht verraten wollten. Da-u noch die völlige Rechtlosigkeit her Bewoh­ner be« befehlen G b-.et«. die Willkür und die brutale Gewalt bori. wohin man sieht, die schwe­ren Hemmungrn de« Ver' hr« die H iveren wirt­schaftlichen Folgen der französischen Geivaltvolitlk. n.cht au vergessen Ne dunklen Machen« chalt-n. die unsere Volkegenollen jen,eit« de« Rhein« unter Ausnutzung Ihrer schweren Lage mit trügerischen Versprcch-'mgen zum Abfall vom Vaterland ver­leiten wollen

Trotz alledem heiht e«. ruhig und be - sonnen au bleibenI Vicht Ne unverantwortlichen Handlungen einzelner unbesonnener QI c men le. bi- mif ihren Taten dem Vaterland keinen ne1' D enfi erweisen führen un« Aur Freiheit und j Vückkehr mm'ch-cnwürdig-r Verhältnisse, lend-- >- nur der besonnene einmütige Wider ha nb aller VvlkSkreise. wie er bei Be ginn de« Vuhrkampfe« svontan elnfchte. und m' er bi« Aum guten Ende bleiben wird und muh. wollen wir nicht untergeben.

Die Hessische Regierung prote­stiert gegen die neuesten Gewaltakte Sie verlangt Vüchgänaiamach-ina der frnnxhrifrfvn Massnahmen und unbehinderten Verkehr rmt den beichten Gebietsteilen und auf der Streike Da-m- stabt-Fra,..iurt Sie erhebt aber auch em-ut feierlichen Protest gegen Gewalt u nb -Willkür. Ne ein blühende« Land mit n ' tarnen, friedlichen Bewohnern in Vot. Bedräna- niS und Verzweiflung gestürzt Haben, und die 'n« mit Mitteln wie sie ein auf hoher Äintu" : siebende« Volk noch nicht bat über llch ergehen lallen müllen, unfrei und ehrlo« machen wolle-

Die feindlichen Gewalt- mahnahmen nach dem Unglück bei Duisburg.

Elfen. 2. 3ull (WTB) Der Armeeslab in Düsseldorf gibt folgeide Dersügun; bekannt Wegen de« Attentates (axi« erst noch zu beweisen to-äiel D Red ) In Duisburg, welch.« den Tod mehrerer Soldaten und Ver­letzungen anderer Soldaten ter alliierten Armxn verursachte. wirb die Gültigkeit aller th« zum I August 1923 mitternachts an deutsch: Zivil­personen erteilten Deleitscheine (Re se-Er- laabni«f<tcinc ufn>) aut gehoben. In,olne- bef'en ist von dielem Zeitpunkt ab für deutsche Zivilpersonen ta« U c b e r f <6 r e i t c n der Grenze be 8 besetzten Gebietes, te« RuhrgebieteS und tcl allbesetzten Gebietes sowie des Gebietes de« Brück:nlopfes Düsieltors In bi den Zonm untersag Auch

ausgenommen.

Der über DuiSburg verhängte Belage- rungSzustand ist nach in Essen eingefrore­nen Rachrichten auch aus RuhrorstMstlheim a. b. Ruhr, Oberhausen und Hamborn auf«

läßt. S«

Begründung, die legraph" am Sonntag« - Signal

Regierung wolle .... --------- .... - .

bogen«, der bisher noch gar nicht bekanntgeworben Ist. mit ben Antworten Augleich ix-röffeutlid>?n Sie braudr das. um Klarheit in der öfientlichrn

Das belgische Schreckensregiment in Buer.

Buer, 2 3ult (WTB) Wie die .Buerlche Zig" meidet, wurde am Samstag abend der ru'stsch-polnische Stiatsanschor g' Lorenz Be- sta k p"n einer belgischen Patrouille einige Mi­nuten na- 8 Uhr durch H.rzschuft getötet. Der 24jährige Paul Preuhlieb au« Buer- Ressel wollte kurz nach 8 Uhr seinen Hund, der ihm entlaufen war. au« einem Vachbarhai« Aurücfholcn AI» er von e ner belgischen Patrouille hierbei verfolgt wurde, flüchtete er in ein Dach- geschah Die Patrouille folgte ihm und in der Verzweiflung stürzte er sich vom Doch auf ben Hof wo er mit zerschmetterten Gliedern, Hegen blieb An den Folgen der erlitt-nea Ter- (chung ist er gestern gestorben In der Hugo- ktrab.e wurde der Bergmann Patto'f durch Oberschenkelschuh schwer verletzt weil er f'ch nach 8 Uhr auf der Strafte aushielt Weacn äleverschre.tung der cper.trift wurde eine Reihe von Bürgern fe ft genommen In der letzten Zeit nahmen die Belgier Haussuchungen bei Burgern vor, von denen angenommen wird, haft sie rechtsgcrichte ten po i llch n Pai- leien angehörm Au ch mehrere Verhaftun­gen wurden deswegen vorgenommen

Belgische Räuberei im Aachener Bezirk.

Mvntjoie. 2 Juli (WTB.» Die Be- satzungsbehörde hielt vorige Woche aus dem Landratsam I, dem Bürgermeister- a m t In d n Privatwvhnungen de« Canhrat« und be« O' erbürgermeifte « Haussuchungen ab. Zahlreich' Aktenstücke tum ben belchl-agnahmt.

T«i der Regierung und auch beim LandratS- amt In Aachen wurde von der Besatzung eine Durchsuchung w rgenomin n Die Belgien nahmen eine An ahl Allen mit In der Filiale der Rheinischen LandcSbank be d) ag ahm­ten die Belgier 633 Millionen Mark in bar und Schecks

Neue Besetzungen im Ruhrgebiet.

Berlin, 2 Zull. Gestern nachmittag wurde ein Teil der Kruppschen Werkanlagen In Essen von fianzösllche.i Truppen le etzt und al gesperrt, fo dah die in den besetzten Botriebon besänftigten Arbeiter beute morori die Fabrik nicht b treten konnten Zu bei besetzten B'trie- ben gehören neben den Df eh treten auch die Goto- motiv- und Waaenbauwerk hätten.

leider die Suppe nicht so Heist aegcilcn. wie sie gekocht wird Die Reg erung Baldwin hat während de« Nplomatischen Hin und Her hinter den Äultffen wiederholt um die schriftliche Beant­wortung der Eurzonschen Fragen ersucht. Wenn sie e« jeyt energisch verlangte, so twrd die starke Haltung bereit« wesentlich abge'chwächt durch die ~ " *' der offlziosr .Dailtz Te»

Die Saarfrage vor dem Völker­bund.

Senf 2. Iuli. (Wolff ) Unter dem Vorsitz be« italiemschsn Vertreters Salanbra wurde beute vormittag in geheimer Sitzung die I 25 Tagung de« Vdlkerbu nb«ra t e« eroff- I net England war ftinr ersten Maik durch Lord I Robert Cecil vertreten, der früher nur der

Protest der Hessischen Regierung gegen die feindliche Gewalt.

Da« hessische Gefamtminislerium veröffentlicht unter dem 2st 3um 1123 folgenden Protest gegen die sranzöfilche > ®e'axiita(lc.

,E,n Trupp Marokkaner hat heute morgen gegen ö üftr Öen riahahot Langen berent und I re sämtlichen $>aupt- und Rcb.-nglcite des Bahn- hol» aufgerdkn Der direkte 3ugtKrf.hr Zwilchen Darm''adt und Frankfurt ist damit unterbrochen Am albend des 28 Juni 1923 bat ein franzofi- -Kommando die Rheinfähre bei ©ernä­hr i m unter Verl.-tzung der RheinsLiif ihrteakte bcfd'lagnahmt und damit den Verkehr von Gern«- fx-.m über den Rhein in da« besetzte Gebiet ge­sperrt Am 26 3unl 1923 hat die Besatzung^- b.-hörde auf allen Straften und We»m für alle t .-urtdien Untr i f-rnen N,n Verkehr zw-ichen dem besetzten und unbesetzten Debret unterlagt, soweit he nicht Im Besitze eine« Paffe« find, der nach dem 26 3um ausgestellt ist

Mit Empörung wird da« hessische Volk von dielen neuesten Gewalttaten der Besatzungs­macht Äenntni« nehmen, die den Zweck verfolgen, den Verkehr mit dem befehlen Gebiet lahm An­legen da« WirtfchaftSleben zu erschweren und zu schädigen, und damit den. passiven. Widerstand

Bomben vor dem Mainzer Tunnel.

Par iS. 2. 3uli. (WTB.) Die HivaS- agentut meldet au« Koblenz, bah vor bet.» Qingang zu dem Mainzer Tunnel zweZ Bomben mit Zeitzündern aufgefunden wor- den seien. Eine der 'Bomben war erplodiertz, oftme erheblichen Schaden anzurichten, wah» rend d.e zweite von einem Artillerieoffizier' unschädlich gemacht wurde. Die älnteiiuchung sei noch Im Gange. Die üblichen Sanktio­nen gegen Mainzer 'Beamt: wurden erlassen werden. Die bei derartigen Anlässen vorge- sehenen Verkehr«.Beschränkungen seien in Vorbereitung.

Montag dem offiziösen de« .Observer" nachfolge.a da nämlich, die englisch:

Lage melier mltgeletlt: 2« ist unrichtig, hn§ Lord Erewe bei seiner lch'.en Unktie» düng mit Polncar 6 einen brüsken und sogar drohenden Ton angeschlagen habe Die Befprechung Ist vielmehr in freundschaft­licher Form geführt worden Ebenso unrich­tig ist, daß man englischerseits auf einer schriftlichen Form le. An wort teftefte und eine mündliche Antwort nicht e,itge^-.nnehrn:n wolle. Man würde natürlich eine schriftliche Antwort vorziehen Hiuptsache aber sei der Inhalt der bevorstehenden französischen Mitteilungen.

Besorgnis in englischen amt­lichen Kreisen.

London. 2. 3u:i. (WTB) Dee politische Korrespondent der .Svenrng-Slandard" schreibt In gewissen Kreisen der Regierung werde zu­gegeben. daft anlchetnend ein toter P u n kl erreicht sei und das) die Dinge sich so ent- wickclt haben, daft in amtlichen Äreilen Be­sorgnis herrlche Doch hoste die Regierung immer noch, daft sich eine gcmeinlame allherta Aktion ermöglichen lasse Der franzö'ischen Re­gierung sei mitgeterlt worden Die britische of-enllichr Rlc nung verlange eine Erklärung über bie britische Politik in der Ruhr- und Reparation«!rage Sollte die s r a n z o f t lche Antwoit keinen Fortschritt bedeuten, io werde die britische Regierung aller- ting« zu einem baldigen Zeitpunkt genötigt I "in, der Welt ihre eigene Politik mitzuteiien

Die französische Antwort nach London unterwegs.

London, 2. Juli. (WTB.)Ctxnlng Velos" meldet, da« Foreiqn Office habe die offizielle Mitteilung erhalten, die franzö- s i s ch e A n t w o r t auf die Fragellste über den Ruhrkvnflikt fei auf dem Wege von Pa- ri« nach London.

PoincarSs nesestr^ Derschleppungsversuch.

Bon unserem 'Berliner Mitarbeiter wird un­geschrieben

3n der Macht be« nämlichen Tage«, an dem ein sogenannte« Gericht der sranzölischen Armee in Mainz heben Deutsche zum Tode verurteilte, ereignete sich da« Erpiolionsunglück in lern Duis­burger Peifonenzuge der franzölisch-belgilchen Cilenbabnregte Ohne auch nur Ne erste vor- läufige älnterfuchung der Katastrophe auf der Hoch leider Rhelndrücke abzuwaiten. hat der fran- »zsilche Ministerpräsident Po , ncarö lern neuen belgischen Kabinett Theuni« en Telegramm zugehen lallen, worin er der flammenben Ent- rüttung über .scheuftliche Attentate, die Der- diecheiische Deutsche begangen haben". Ausdruck gibt

-Darum dieser verdäch'ige Elfer? Potncarv hat fich dadurch nur wieder einmal selbst ent­larvt Angenommen, die Tui«burger Elplofwn wäre wirN'ch ein deutscher Sabotageakt und keine von der französischen Propaganda be­stellte Arbeit so verrät doch bi: Uebereile P carö«. daft ihm noch so trauiige Attentate keine Warnung sondern den willkommenen Anlaft für einen politischen Schachzug Nd-uten. In Pari« hatte man mit Bestürzung bemerkt, bau die Voiftellungen der englischen Diplo­matie und die FriedenSnote de« Pap­ste« nicht ohne Smfluft aus die Haltung Belgiens geblieben waren Tie frin.ö'isch-belgilche Ra!):- ki egSentente geriet in Desahr Vie sollte duich ta« .gemeinsame Leid" von DuiSbuig wi.der /ester gekittet werden

In London durchschaute man Nese Absicht sofort. Man erkannte, bah der Zwischenfall von $hii«burg geeignet lei. einen bed nklichen Um- schwung der osfcntllchen Meinung D 1,1 ni ftcrbcl- tufüftren In den letzten Wochen haben mah­ne ben be belgische Wirtschaftskrise Sinlluft auf Die Regierungspolitik ,m Sinne c ner baldigen Liquidation der Ruhrbeseyung au«- »eübt D irch da« (angebliche) Allen at derDeut- lchen in DuiSburg schien Ne belgisch'Repar.ition«- politif wieder in Ne Hand der .rächenden" Mili­tär« zu fallen Und e« ist ja bekannt, daß die belgischen Generale über Zweck und Ziel de« RuhrelnbruchS nicht ander« denken, al« Degoutte enb seine Getreuen Um nun dem zu erwartenden tcuen Anbiederungsversuch Poinearö« In Brüslel ein Paroli zu bieten, wurde die Londoner! Somiwgspresse In Bewegung gefetzt Mit einer Energie die an ol'izioler Deutstchk.-l! nichts iu wünschen übrig lief). brach:e der

Ob? er Der die Forderung BalbwinS,

daft Frankreich den Eurzonschm Fragebogen jetzt enNich und züxir s ch r i s t l i ch bcantlportm mülle, sonst da« Reuierbureau Derbreitete das aus- lebenenegenbe Ultimatum sofort m der ganzen Welt - werde die b r ft i 1 4 c Regierung dreierlei tun ersten» öffentlich erklären, daft die berxltlge Politik Frankreichs zumRuln Europas fübit, zweiten« Verhandlungen mit Deutschland auf der Grundlage bet deutschen Angebot« Dom 7. Iuli einleiten, drittens, wenn Frankieich sich an diesen Verhandlungen nicht beteiligt, eine Konserenz der neu­tralen, soll heißen der am Ruhrkrieg nicht beteiligten Staaten einberufen, um eine Sinigu.ig mit Deutschland ohne Frankreich herbeizusühren.

Run wird In diesem Falle muft man lagen

Meimmg des eigenen Landes zu Ichisfen. DaS klang schon stark eingelchränlt. und die Panier Prelle wußte bah e« so kommen würde In s.-.st drohendem Tone hatte sie einen amtlichen Wider­ruf der Behauptungen de« .Obkirer" verlangt, und um ben Engländern ihre geheime Sch'väche bei diesem diplomatischen Ringen II inumadien, wird in ben französischen Blättern jetzt cifng auf bic Sangerfragt, auf die Verhand­lungen in Laukanne und auf die Rufiollung be« Saar Problem« Im Völkerbund«tat ftin- gewlelcn Wenn Ena'and in allen dielen Dingen frenzösilchc Konzellionen wünfchc, möge es llch doch zu wetteren mündlichen Verhandlungen ver­stehen D« ist der letzte V«rschleppungS- verluch Poincartz«, und die nächsten Tage müssen die Entscheidung bringen.

Anscheinend haben ei die Flanzolen. ähnlich wie bei den Rheinischen S ahlwerlen und dec Rheni- Idjen Me all- und Maschinecis ibrik in Dullcl- dcts. auf die Belchlagnahme und ten 3b' 11 a n « p o r t der in den Kruppschen Wer e i auf- gefiapeben Fertigerzeugnisse abgesehen, namentlich in ben Lokomotiv- und Wagenbaawei k- hauen haben sich in den letzten Monaten grobe Mengen neuer Lokomotiven und E > I e n- bahnwagen angesammelt.

In den heutigen Mota-"stunde" befc*!"n bic Franzosen Westbosen Heu e nachmittag sperr- ten sie einen grotzen Teil bei Stabt Hörde ab und besetzten das Raiftau« Die Bewohner muhten In ihten Häusern Neiden. Der Straftenbahnver- kehr ist stillgeleg! Mehrere Beamte der Nauen Polizei und sämtliche Kriminalbeamten wurden verhastet. Aus welchen Gründen das Vorgehen der Ftanzosen erfolgte, ist unbekannt.

Frankreichs Krieg gegen unsere Eisenbahner.

Ludwigshafen. 2 3u(l. (Wolfs) Am 30 3unl sind sechs led-ge und 25 Derftekatctc- Eisenbahner mit <2 Ämbem und am 1 3ull zwei lebige und fünf verheiratete Eisenbahner nebst sechs Kindern auSgewiesen worden

Um deutsches Sllenbahnpersonal ir ihren Dienst zu bringen, wenden Ne Franzosen tell- welle merkwürdige Mlllel an. A B haben sie

M. 153

erscheint isglich, Senn- unb Ieierlogs, «nllbeTSemtlagtbeiloqc EiehenerFamilienbtötter »Gtllcheve)»-,prellet 2vCw «lolkemjchiieniia) IrSqerlvhn,durch biePost ltX»0Mork,avchb.Picht» erscheinen einzelner Rum. eern Infolge höherer Gewalt. - Fern sprech, »nschlüste ftirbieSchnst. kitunq 112. |ür Derla, unb Geschösfstelle 61. Inschrift für Drohtnach. richten. Iizelger liehe».

postscheSteito.

greiflert «. Bl. 1168t-

gedehnt wviben Die Städte sind sämtlich t s o- Iler: unb lebet Bei lehr ist unteri unbeu Di» Zahl der bei dem Sptengstv.fanschlag an der DulSlurget Rhllibiücke um« Leben gekommenen belgischen Militä,pellonen hat 'ich im Lause brr Rach! a is 18 erhöht Ei.e A t^hl der Verwund:, ten befindet noch in kritischem Zustand

HavaS berichtet aus Düsseldorf, die Durchführung der von den Belgiern Dorgclebe* nen Repressalien habe bi« jetzt zu keinem ernsten Zwischensall geführt 25Pe'sonen.die trotz der Verkohrslperre auf der Straf)- angetref- fen trurbAi. seien te ft genommen worden E:».- Patrouille habe aus eine Gruppe von D utschen geschossen, die man beim Durchlchne den der Telephondiähte aus bei Strecke Ellen W.,den ül crtasck-! habe In R h e i n b a ch le, e! zu einem Zusan,menst: ft zwischen bcut1*c i Ange teil e.i der sranzölisch-b:lgilch.ii Regie und A b.i Slosen ge- femmen Zwei Polizisten hätten zwei im Dienste der Regle flehenden Deuisck<n retwund.t

Wie die Berliner Aferdbläiter au« dem Ruht gebiet melken, wurde den deutschen Behörden bie Beteiligung an der U >i t c r I u - chung des SkpIolionSung'ücke« auf ter D-nAtar­gen Rh,i»brücke untersagt Es konnte baijer beutldedeit« noch n:ch> festgestellt treiben, ob überhaupt ein deutscher Anschlag DorlicgL Sollte es sich tatlächlrch um einen solche-, handeln, ist er ein Verbrechen, da« mit dem palfioen 3b- vehikamps nicht« zu tun hat Ei würde zu den Gewalitaten zählen, die von der getarnten Bevöl­kerung deS besetzten Gebiet« ve,urteilt nerten.

ter G.e vDllkehr wird b.schränkt. ausgenommen tle Leb.n-.smittelrersorgung und bc'anb i« a ich.lg? Familienangel grnheiten. für w.lch letztere die beteiligten stättllchrn 'Be'iörben verantwortlich sind Die Ausführungen be. Boro diung Ar. 38 sind auf Ausnahmen anircnbtxir. Dt.les Verbot ist vom 1. Zull 1 923 mitternachts ab auf 1 4 Tage gültig Reue ®eletibrkie ulw können vom 13. Iuli 1923 ab mitternachts ausgestellt Ber­ten. I.nd ab.-r erst vom 15. Iuli ab gültig D.e G enzverkcH.Sausweile erlang n ab 15. (Juli 1923 mitternachts wtiller Gültigle t. D,e B timm.m» gen. aticb.- den AuslandSrerkehr durch die be­legten G-b.ete regeln, find nicht geändert Für AuSnahmegeleilbriLse. die zw schon dem 1 und 13 Iuli beantragt und erteilt trerben. gilt al« KennzeichTN ein roter Querstrich Der Äeneral- fominanbant der belgischen Okkupationsarmee läßt diese Maftnahmen auch aus bat Brückenkopf DuiSburg auSdehnen, trenn e eS für ange­bracht hält. Die Oberkommillio.i bat ent|d> eben, haft diese Beftlmmarigen auf sämtliche alibefcyten Gebiete ;.atreffen. Der Kommandant der Brücken- liniendiv firn in Dortmund gibt hierzu noch fol­gende Aussührungsb:stimmu»gan Ausnahme- Paslierscheinr wrrden nur burch bi« 5 Bureau t-er Division b« zum 5. Iuli mitternachts durch Vermittlung der städlisch^t Behörde erteilt Vom 13 Iuli mitternncht« ab wird de Ausst - na ter P«sliersch:ine für den D.en verkehr un ^er Reife- erlaubniSf-chine wieder in ter g-wShnlichen Weise

thvianjviyvi

GencmI-Anjciger iiit Kberhcisen

Ünid tmö üerlog: vrühl'fchr Uttivsrfttülr viich' unö Sksfnbnickersi R. fange in Sießrn. Schriftleitun- und Ssschäfkrftelle: rchuNNatze 7.