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Frankfurt a. 31. Jan. Börsen- stimmungSbild. Der Dollar erreichte im BormittagSderkehr einen Kurs von 48 000 bis 45 000 und stellte sich später auf 47 000. De­visen lagen fest. Die unaufhaltsame Markent- koertung gab einen weiteren Anlah zur Kurs­steigerung der Effektenwerte. Nur wenige Werte lagen ruhiger, so Auto- und Anilin- werte. Ruhiger lagen chemische Werte. Bon den Elektrizitätsaktien setzten AEG. höher ein. Metall- und Maschinenwerte lagen fest. Ber- einzelt sind mäßige Schwankungen zu beob­achten. Kaliwerte lagen fest. Bankaktien ver­kehrten wieder zu festen Kursen. Zuckeraktien waren steigend. Die Dalutapapiere gingen na­turgemäß mit der Bewegung der Devisen mit. Kassa-Industrieaktien lagen sehr fest. Um Uhr wurde der Dollar 50 000 genannt.

, 7. Februar II. April 14- Februar 31. März 2i. Februar 28. März .28. Februar 4. April

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rufen werde, die -man als die schlimmste Barbarei bezeichnen müsse, die je an einem Kulturvolle ver­übt wurde. Wir müssen sest undeinig in der Abwehr bleiben und werden treu zu unseren Brü­dern im besetzten Gebiet halten, deren wir im Ge­bet gedenken. Wir dürsen bis jetzt stolz auf sie sein, und müssen alles tun, um ihnen in der Rot beizustehen. Stehend wurde eine Strophe des Lutherliede» gesungen.

Dann wurde folgende Entschließung einstim­mig angenommen: .Der Feind steht in unserer ge­liebten Heimat. Französischs Bajonette regieren im Ruhrgebiet. Das Gewissen der ganzen Christen- heil rufen wir auf, test es mit uns gegen die unserem Dolle angetane Schmach protestiert. An euch, Deutsche aller Schichten, wenden wir uns. »eigt, daft ihr Deutsche seid! Such evangelischen Glaubensgenossen im besetzten Gebiet gilt unsere Teilnahme und unser Gebet. Der Herr sei euch Schuh und Schirm! Uns kann nichts trennen! Wir halten fest zusammen in dem Trost und Troy unseres evangelischen Glaubens:Hnb wenn die Welt voll Teufel wär', es must uns doch ge­lingen!"

Damit wurde die Tagung durch den Dor- sitzenden geschlossen. Mit Rücksicht auf die iln» sich-srhrit und Gefahren hn besetzten Gebiet mußte die Tagung abgebrochen und die Erledigung des Restes der Tagesordnung, darunter die Wahl des Landesbischofs, für den nächsten Zusammentritt vorgesehen werden.

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31. Zanuar Amtl. Vioticra.

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Pari», 31. Han. (WTB.) Hava». Die Re­parationskommission veröffentlicht fol­gende Erklärung: 3m Lause der gestern nachmittag unter Leitung Da rth 0 u » abgehaltenen Sitzung bat die Reparationskommission mit 3 Stimmen bei einer Stimmenthaltung (der de» englischen Vertreters) folgende Entscheidung getroffen: 1. für Februar 1923 ein Programm sestzu- setzen, das aus denselben Grundsätzen beruhen soll wie das Programm der vorhergehenden Monate. Deutschland soll also liefern l/2 Millionen Tonnen plus 20 Proz. von dem 8 300 000 Tonnen über­steigendem Mehr des Rvvemberertrages vom deut­schen Oberschlesien, also zusammen 1 876 000 Tonnen. Austerdem eine ®rr------°':*c-----*

125 000 Tonnen aus den nisch-Oberschlesien Anstehenden Kvhlenmengen. Die­ses Programm erhält Gültigkeit vorbehaltlich der endgültigen Entscheidung, die die Reparation»- kommissivn später auf die von der deutschen Regierung dagegen erhobenen Ein­wände treffen wird. 2 3n Essen die Dienststellen zu beauftragen, Deutschland alle zweckmästigen speziellen Angaben mitzuteilen.

Markte.

Berliner Produttenmarkt.

Berlin, 31. 3an. Am Produkten­markt zeigte sich wegen der verminderten starken Schwankung des Devisenmarktes die Kauflust vor­sichtiger. Für Weizen, Roggen und Hafer zeigte sich zunächst mehr Angebot, das sich aber bei späterer Befestigung der Devisenkurse roteter zurückzog. Die Tendenz wurde abwartend. Gerste war für Brauzwecke und Graupenmühlen stark begehrt. Mais zeigte für spätere Lieferung grobe Festigkeit. Das Mehlgeschäft war ruhig. Kleie, Hüls.nfrüchte und Futterstoffe wurden bei stillem Geschäft höher gehalten. Weizen, märkischen 67 000 bis 69 000 Mk., Roggen, märkischen 62 000 bis 64 000 bis 63 000 Mk., pommerschen 62 000 bis 63 000 Mk., Sommergerste, märkische 59 000 bis 61 000 Mk. (eher fest), Hafer, märkischen 53 000 bis 55 000 Mk. (bei fester Tendenz still), Mars, La Plata, waggvnfrei Hamburg 72 500 bis 73 500 Mark (steigend), Weizenmehl (100 Kilo) 185 000 bis 218000 Mk. (steigend), Roggenmehl (100 Kilo) 160 000 bis 175 000 Mk. (steigend), Weizenkleie 42 000 bis 40 000 Mk. (schwächer), Roggenkleie 42 000 Mk. (schwächer), Biktoriaerbsen 85 000 bis 95 000 Mk, kleine Erbsen 75 000 bis 80 000 Mk., Futtererbsen 50 000 bis 60 000 Mk., Peluschken 100 000 bis 135 000 Mk., Ackerbohnen 70 000 bis 80 000 Mk,, Wicken 100 000 bis 125 000 Mk., Lupinen blau 45 000 bis 60 000 Mk., gelb 65 000 bis 85 000 Mk., Seradella, alt 145 000 bis 175 000

Kirche und Schule.

Evangelischer LandeSkirchentag für Hessen.

rm. D a r m st a d t, 31. Han. Der Hessische evangelische Landeskirchentag trat Inute zum erstenmal im Qandessynodalgebäude rsammen. nachdem heute vormittag als Einlei- unfl ein Gottesdienst ftattgefuntea hatte, in dem Prälat Euler die Predigt hielt. Seit zwei Ta­gen hatten schon Beratungen der einzelnen Grup­pen stattgefunden.

Geh. Obcrfcnfiffortalrat Dr. Flöring be­trübte die Anwesenden im Hamen des bisherigen Kirchenregiments mit einer warmen Ansprache, Ein der er über die schwere Rot sprach die in Verbindung mit der vielfach herrschenden Zucht- lcsigkeit und Gleichgültigkeit weite Kreise unseres Bolles ergriffen 'bat. Er mahnte dringend zur Einkehr, damit wir die uns bevorstehenden schwe­ren Ausgaben in Liebe und Treue bestehen und zur Ordnung und Sittlichkeit zurückkehhen. Dann wurden die neu eingetretenen Mitglieder des

Banknoten.

Frankfurt a.TL 31 Januar. Schweizer Noten..........

Franiv'ische Mieten Dänische Noten...........

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Englische Noien...........

Italienische Noten Belgische "Noten Ungarifche No en Tschechoslowakische Noten .... Norwegische Noten ........

Rumänische Noten Spanische Noten

Börsenkurse.

Die Tochter empfand seine Freundlichkeit, sie wollte ihm danken, aber etwas war in feinem Gesicht, das ihre Freude, hinunter zu dürfen zu freundlichen Menschen, hinunter zum Martin, nicht aufkvmmen lieh. Versonnen ftanb sie am Tisch, die Arme schlaff hängen lassend. Da hörte man drauhen plötzlich etwas.

Der Schmied horchte: war daS nicht Pferde­getrappel? Es hielt an der Schmiede. Er ging hinaus.

Draußen zwei Reiter, lleberhiht und erschöpft hingen sie auf ihren Pferden. Die schönen Tiere traten über und über mit Schaum bedeckt, die Flocken spritzten aus ihren Mäulern und klecksten auf den steinigen Boden. Herr und Diener, beide in französischer Uniform; des Herrn Brust mit allerlei Ehrenzeichen geschmückt.

Hans Bast grüftte respektvoll: wa» wünscht» die Herren Pferde beschlagen? O Weh, der schöne Gaul da hatte das Eisen verloren! Er hob den Vorderfuh des edlen Tieres. Der vor­nehme Reiter war abgestiegen und stand fluchend dabei An dem Huf schien etwas nicht richtig zu fein, das Tier zuckte heftig bei der Berührung.

(Fortsetzung folgt)

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Als Hanst Bast heute nach Hause kam, war er unwirsch: was, die Abendsuppe war noch nicht bereitet? Einen weiten Weg hatte er hinter sich, war zu einer jungen Frau gerufen worden über Land, die hatte Krämpfe gehabt, so dah niemand sie an rühren durfte, insonderheit nicht ihr Mann. Der hatte er den Teufel aus dem Leib geprügelt mit feinem Hafelstock.

Run sah ec am Tisch und lugte hinter finsteren Brauen die Tochter an: was war denn mit der. ihr Blick war verlegen, eine höhere Röte brannte auf ihren Wangen? Er sah die Tauben, sie sahen am Herdrand und schliefen.Wo hast du die her^

»Sind zugeflogen."

.So." Weiter sagte er nichts. Sie löffelten miteinander die Suppe, das Mädchen wagte den Blick nicht aufzuschlagen. Da sagte er plötzlich: Kannst ihnen morgen den Hals umdrehen, sie braten. Eine für dich, eine für mich"

O nein, 0 nein! Sie lieh den Löffel zurück in die Schussel fallen, dah die Suppe spritzte, und sprang entsetzt auf. 3fcre Tauben, ihre lieben Tauben! Wie schützend drückte sie die Tierchen an ihre Brust.

Da lachte Hans Bast wieder grimmig und blinzelte dabei seine Tochter an:Sind ja viel weihe Tauben unten in der Mühl, kriegst leicht ein paar andere. Brauchst's nur zu sagen, nit wahr?"

O Dater!" Mehr sagte die Tochter nicht. Sie schlug die Hände vors Gesicht, beschämt und erschrocken.

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Schulter,ich bin ja nit bös!" Sie sah hinter ihren vorgehaltenen Händen nicht, dah etwas wie ein plötzlicher Einfall über seine Stirn huschte und sich dann eingrub in einer Falte über der Aasenwurzel. Ganz fteundlich sprach er au ihr: Sic. wollen dich wohl in der Uehmühl haben zur Hilf? Kannst immer zusagen, ich hab nix da­gegen. Bist zu viel allein.'

Unter dem HreiheikbLMM.

Roman von Clara Biebi^.

29. Fortsetzung. (Rachdruck v^boten.)

SStut Hatte er Glück. Wie gut, dah er wieder bie Laubest mit heraufgebracht batte, die er ihr Xn ein paarmal hatte bringen wollen: sie war § so einsam, weihe Tauben, unschuldig wie sie, bie willst tefie?"e@r hielt die Tauben der am N°^MeM ftll^n die^^n?"^IHr schwermütiges

Ä; rasch auf Tauben, zahme zutunliche Tau- n a die hatte sie gern! Lhm die Rechte Svrnf pichend, drückte sie mit der anderen d^beide ^T^ibchen an ihr Gesicht und pustete ^it aeftützten Lippen über das ein wenig unalatt aeKdE Gefieder. Und die Tauben, n?« nb fS mühten: bei der ist gut sein, gurrten L ftatterten Maria rechts und links auf die ^^Ma'rtin stand verzaubert: das sah zu lieb aus? Er wurde rot bis unter sein blond^Haar, die Mütze drehte er verlegen zwischen den Santen. So Mtte er stehen können und s^ rmmer ansehen dis zum jüngsten Tag, es wäre ihm sicher nicht krng^gewvrden. Und wie war er froh, dah sie ,l$ Maria ^vergaß ganz alle schweren Gedanken die sie eben noch zur gleichen Stunde gehabt hatte Tauben, Tauben, die waren ihr lieber als Ste graufame Katze. Und ter Martin, ter war vmi auch bei ihr! Sie hätte chn gern in» Haus

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Landeskirchen tags durch Handschlag vereidigt.

Zum Alterspräsidenten wurde bann Bürger­meister Diehl- Rainrvd bestimmt, unter testen Leitung die Wahl des Präsidenten vorgenommen wurde. Mit 59 Stimmen wurde Prof. Dr. Diehl zum 1. Prä siden ten und darauf Frelh. von Hehl zu Herrnsheim zum Stellvertreter gewählt. Zu Schriftführern wurden P arn r Müller- Rüsselsheim und Arbeiters ekretür Läufer bestimmt.

In den Landeskirchenausschuh wur­den gewählt: die Abgg. Dr. D o r n s e i f f -Darm­stadt, Archivat Dr. Herrmann -Darmstadt und Pfarrer Wagner- Darmstadt. Auherdem ge­hören ihm an: die beiten Präsidenten Dr. Diehl und Freih. v. Hehl. Zu Ersatzmitglietern wur­den bestimmt: Pfarrer Wa i tz - Darmstadt, Abg. Dr. Dehlinger-W^iterhof, Abg. Prof. Dr. S ch i a n - Giehen. Prof. Berg er» Darm­stadt und Pfarrer Bernbeck -Okarben.

Der Finanzausschuh seht ftch zusammen aus: Pfarrer A u s f e l d - Gi.hm. Bürgermeister Krapp- Sickenhofen, Pfarrer H a k o b - Mainz, Studienrat Garn g e s°Friedberg und Oberfinanz­rat Stroh-Darmstadt. Ersatzmitglieder: Fleckenstein-Höchst L O., Rektor Kahlick- Darmstadt und Bürgermeister R i ck e r i ch - Flon­heim.

Gefetzgebungsausschuh: DekanGuh- mann- Lollar, Dekan 5)a u d t - Planig, Stauts- amvalt K n a u h - Gießen, Landgerichlsdirektor Deuenhagen -Giehen und Geh. Oberregie­rungsrat Dr. S ch m i d t - Mainz. Ersahmitglieder: Pfr. Schrimpf- Hirzenhain, Lehrer S i e f e r t- Hetzbach und Pfr. Walter-Worms.

Petitions-ausschuh: Pfr. Georgi- Ermenrod, Rektor K a h l i ck - Darmstadt, Pfi. Kleeberger - Darmstadt, Pfr. Lenz- Lich und Wedizinalrat Dr. W a l g e r - Giehen. Ersatz- Mitglieder: Lehrer D e g g a u - Oberbreidenbach, Kaufmann Jensen- Langen und Prof. Dr. Mathes- Darmstadt. ,

Der kirchlicheDisziPlinargerichts- hof wird bestehen aus ten Abg. Lehrer Dol­linger- Alsfeld, Oberbürgermeister i. R. Got­te l m a n n - Mainz und Pfr. Müller- Lauter­bach. Ersahmitglieder Abg. Fenchel- Ober-Hor- gem, Landgerichtsdirektor Dr. 3 u n g f - Mainz und Dekan D o g e l - Gernsheim.

Zu Mitgliedern ter Inneren Mission wurden bestimmt: Arbeitersekretär Läufer,Pfr. Lenz- Lich, Prof. Mathes- Darmstadt Real- Lehrer Mink-Densheim a. d. B. und Psr. Schu­ft e r - Nierstein, z i Mitgliedern der

Lutherstiftung: Mr. Ausfeld.

Giehen, Dekan G u h mann - Lollar und Pfr. Lehn. Offenbach.

Geheimrat Dr. Flo ring ergriff dann noch- mals das Wort zu einer warmherzigen mahnen­den Ansprache, in ter er das Elend schilderte, das durch die Gewalttaten unserer Feinde hervorge-

Aufhebmig der Personenkontrolle auf der Strecke FrankfurtDarmstadt.

Frankfurt a. M.. 31. Ian. (WTB.) Wie uns von der Eisenbahndirektion mitge- teilt wird, finden nach einem Abkommen mit dem französischen Oberkommissar bei der Rheinlandkommission inten Personen, zügen der Strecke Frankfurt a.M. D a r m st a d t künftig keinerlei Untersuchungen der deutschen Reisenden mehr statt.

Willkürakte ter Franzosen in EmS.

Ems, 31. Jan. (WTB.) Reg-Rat Bertsch, ter an Stelle von Oberregierungsvat Beyer die Leitung des Aussuhramtes übernommen hatte, ist gestern verhaftet und ausgewiesen Wor­ten. Ferner sind ausgewiesen worden 2 Zoll- fefretäre und 1 Referent. Sämtliche Angestellten etwa 600, haben die Arbeit nietergelegt Alle wurden beim Verlassen des Amtes aufs genaueste untersucht, auch waren Maschinengewehre aufae- fahren. Eine grafte Menschenmenge, die sich in ter Rähe des Ausfuhramtes angesammelt hatte, emp­fing die Angestellten mit stürmischen Beifallskund­gebungen. Rwr 2 Damen haben sich bereit erklärt, Weiterarbeiten zu wollen, und sich unter französi­schen Schutz begeben.

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, 30. 3an. Bei einen Igen Dadfahrek« Mark für die Lu Hf von dem Verein fit 00 Mark eftta gespeif st heute eine Eamin- e im Gange.

llsfcld.

Fan. Die Fraae te ^riegerdenkmalt cht entschieden werden inb verschiedene W worden, zu einem qelommen. Er hat nur jeidung über den z- Einwohnerschast

Februar, eine allge ig derAlsfeldei .räumt, die in politischen Ablk" wird Zur WnnmM

tobt, welche am W nollendet und in M

Sie AbstinmM her Platz im Host do

Platz rechts 7

ASn'/xS

3at>rn{,6^ tW

Handel.

Berlin, 31. Han. Dörsenstimmungs- bild. Am Effektenmarkt herrichte anfangs eine gewisse Unsicherheit. Der hohe Kursstand reizte Die Spekulation zu Gewinnrealisierungen, zumal auch vormittägige Schwankungen am Devisenmarkt auf eine Abschwächung hinwirkten. Daher war die Kursbewegung zunächst ungleichmäftig. wobei jedoch infolge von Kaufaufträgen autenstehenter Seiten die KurserhvHungen noch immer über« wogen, besonders am Montanaktienmarkt, wo Harpener, Laurahütte, Rheinische Braunkohlen und Rheinstahl Erhöhungen von mehr als 5000 Prozent aufwiesen. Sine starke Ungleichrnäftigkeit heischte am Elektrizitätsmarkt Bedeutenden Ab- schwächkunoen bei Felten u. Guilleaume, Lahmeyer und der Gesellschaft für elektrisch? Unternehmun­gen standen ähnliche Steig rrungen bei Bergmann, Pöge und Siemens u. Halske gegenüber. Dr. Paul Metzer-Aktien fliegen von 12 400 aif 30 000. Aufterordentlich lebhaft geftaV.ete sich das Geschäft in Schi fahrtsaktien wovon brionters Hamburger Paketfahrt, Hamburg-Südanierikaner, Rordd. Lloyd und Bereinigte Elbeschiffahrt Ritzen zogen. Die Gewinne betrugen zum Teil 40 000 Prozent. Auch Bankaktien wurden sehr namhaft hoher be­zahlt. Balutapapiere passten sich ter Höher­bewertung an. Deutsche Anleihen waren bei ruhi­gem Geschäft ziemlich fest. 3m Verlaufe trat im Anschluß, an die Aufwärtsbewegung von Phönix, die gegen Montag 11000 Prozent gewannen, eine allgemeine Befestigung ein, die anfängliche Ab­schwächungen durch erhebliche (Steigerungen mehr als aus glich.

Datum: 30. Januar

Ainil. No lern, («elb Briet «utw.-Brüssel . 2117.70 2130,30 Holland . 15)61. 15039, ...

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kreis -uusgegebenen Gutscheine au 1000 2Ü2rk und 500 Mark vom 15. September 1922 (i»raune und blaue Scheine, Rückseite zur (Bet» »richnung des Ramens der Inhaber) müssen ort 5. Februar endgültig eingelöst s.»in. Danach werten sie nicht mehr ange° remmtn.

Hesien-Nastau.

spd Frankfurt a.M, 31. Han. Rachtem rcm Dienstag die mit den Franzosen shrnpi- 'bisterenteFackel" an allen offenen Berkaufs- tollen ter Stadt von ter Polizei beschlagnahmt Torten war, wurde khr Weiteierichrinen heute ^lizellich verboten. Das Blatt hatte übrigens «letzt nur noch etwa 1500 Abonnenten, die rnei-

im besetzten Gebiet wohnten. Damit i|t einem Dchandblatt, das die Deutschen mit Hphn und Spott überschüttete, ein Ente gemacht .otrten,

Frankfurter Getreidebörse.

* Frankfurt a. QU., 31.3m. Amtliche Dotierungen: Weizen 130 000 bis 135 000 Mk., Roggen 110 000 bis 115 000 Mk., Hafer, inländ., 75 000 bis 80 000 Mk.. Weizenmehl, fübb. Spe­zial 0 215 000 bis 240 000 Mk. Roggenmchl 160 000 bis 175 000 Mk., Weizen- und Roggen- fieie 70 000 bi» 75 000 Mk. Tendenz: steigend. Alsbaldige Ablieferung. Parität Frankfurt a. M. Preis je 100 Kg.

(3n einem Teil der Auflage wiederholt.)

Die Komödie ter Reparationskommistion.

geladen, es beschämte sie, ihm nur ten Platz am Boden zum Sitzen anbieten zu können. Aber ter Dater hatte ihr streng geboten:Du läftt niemand ins Haus." Er wuftte doch gleich: es war ein Fremder dagewesen, er las ten Ungehorsam von ihrer Stirne.

Da siel ihr die Tanne ein, in der war's am Ente doch besser für ihn als hier auf, ter Erde. Sie kletterten lachend brite hinaus. Die Tauben, die Freiheit fühlend, probten di: Schwingen, flat­terten, schwebten hinauf, hernieder, wiegten sich auf dem kleinsten Ast, putzten sich, pickten sich und liehen sich endlich nach zärtlichem Schnäbeln, aneinandergeschmiegt, traulich nieder.

Rie hatte Maria ihre Jugend gefühlt heut fühlte sie die. Könnte es nicht immer wie heute fein?! Sie faßte Martins Hand und drückte sie: Du muht öfter kommen. Wenn du die Tauben auffliegen siehst, dann is mein Vatter nit daheim, dann komm. 3a, willst«?"

Ob er kommen wollte! Durch ihre Frage er­mutigt, schlang er den Arm am sie. er hätte sie gern gelüftt. Ader da wehrte sie ihm, plötzlich alle Fröhlichkeit verlierend, mit einem:Jesus, nein, nit so, nein!" älnd fasste nur seine Hand und drückte sie

Do saften sie lang noch beisammen. Es war nicht ganz so, wie er es begehrte, in seinen Adern klopfte das Blut, er hätte gern gesagt:3ch lieb dich mehr als Dater und Mutter, mehr als alles auf ter Welt. Hast du mich auch lieb?" Aber es war ihm, als legte ihm etwas den Finger auf die Lippen: sei still! So saft er, ter Worte voll und doch stumm, glücklich und unglücklich zugleich, hiell ihre Hand und wagte cs nur selten, die beteutungsvoll zu drücken. Sie sahen mtteinanter

380,- 400.