Mittwoch. 50. August 1922
Nr. 205
Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steindruckerei K. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Lchulstratze r.
werden soll.
Aus dem besetzten Gebiet.
Gegen den Ausverkauf inr Rheinland.
in Leipzig geplant. ..
Auch eine Versammlung der Schuhyandter aus der Leipziger Messe hat sich mit diesen | Vorgängen beschäftigt und ihrem scharfen Protest। gegen eine solche Preistaktil zugleich eine ®nt= schliehung gegen die angeblich geplante Einführung der Zwangswirtschaft in Schuhwaren hinzugefugt. Es wird aber dabei übersehen, baß durch eine derartige Preistaktik geradezu auf die gefürchtete Zwangswirtschaft hingearbeitet wird. Die Folgen dieser Preisbemessungsmethode sind unabsehbar, denn man wird sich nicht wundern dürfen, wenn in logischer Konsequenz demnächst auch die Arbeiter und Angestellten mit der Forderung auftreten, ihre Entlohnung in Auslandswährung zu erhalten. Wer gezwungen ist, in Dollar zu kaufen, kann sich naturgemäß nicht mit der Lohnzahlung in Mark begnügen. Unb so wird in die L p h n b e w e - g u n g durch ein derartiges verwerfliches, wirtschaftszerstörendes Verhalten ein Moment neuer Unruhe von folgenschwerer Tragweite getragen.
Was in diesem Aufruf für die katholische Presse verlangt wird, gilt natürlich in vollem Ausmaße für die Heimatpresse, die den unentbehrlichen Vermittler und Verbreiter der täglichen Ereignisse und Ankündigungen barstellt. Wird die Tätigkeit der Presse erschwert, schaltet man sie aus dem gerade jetzt so empfindlichen Wirtschaftsapparat aus, indem man sie nicht beachtet und nicht liest, so fallen die Folgen auf die Verächter eines notwendigen Nachrichtendienstes gar bald zurück. Jeder,
weicht von der früheren ab und hat im wesentlichen zum Ziel, dem hemmungslosen Ausverkauf vorzubeugen.
Schärfste Verwahrung gegen die neueste Botschasternotc.
Berlin, 29. Aug. (WTB.) Der Arbeitsausschuh Deutscher Verbände legt unter Hinweis auf seine neuliche Erklärung, daß er sich mit über 600 ihm angeschlossenen Organisationen als außenpolitische Einheitsfront hinter jede zur Wahrung des deutschen Rechts gegen fremde Vergewaltigung entschlossene Regierung stellt, schärfste Verwahrung gegen die Ver- unglinipfung des höchsten deutschen Gerichts durch die letzte Rote der Dotschafter- konferenz ein. ilm die Unhaltbarkeit der erhobenen Anschuldigungen darzutun, genügt es, an die Ausführungen des englischen Generalstaatsanwalts Sir Ernest Pollock HU erinnern. Der Anwurf kann aber nicht energisch genug zurück- l gewiesen werden, da die Rote der Botschafter- konferenz die Kriegsbeschuldigtenfrage als Vorwand für weitere Strafmahnahmen zu benutzen versucht.
Erscheint täglich, außeL Sonn» und Feiertags,
An die Leser!
In der gestern von uns veröffentlichten Entschließung des Katholikentages für die P r e s s e heißt es: „Die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands ruft alle deutschen Katholiken auf, unter allen Amstän- den ihre Presse weiter zu erhalten und sie durch Inserate, Empfehlung und Mitarbeit zu fördern."
mit derSamstagsbeilage: GietzenerFamilienb lütter Monatliche vezttgspreife: Mk. 29. - und Mk. 3.- Tragerlohn,durch diePost Mk. 32.—, auch bei Nicht- erscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt.- Fernsprech- Ansch lüsse: für d ie S christ. leitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben.
Postscheckkonto: Zrankftrn a. M. 11686.
Aus dem Reiche.
Derufsfragen der Iournalisten.
L e i p z i g, 29. Aug. (WTB.) Anläßlich der Konferenz über die weltwirtschaftlichen Probleme der Gegenwart fand heute vormittag zwischen den Vertretern deS R e i ch S v e r- bandesDeutscherPresseundder zahlreich erschienenen Iournalisten des
Beschluß fassen.
Paris, 29. Aug. (WTB.) Wie der „Intran- sigeant" meldet, hat sich der zweite belgische Delegierte in der Reparationskvmmission nach Brüssel begeben, um sich direkt mit T h e u ° nis zu beraten. Er kehrt heute nachmittag nach Paris zurück.
Die Rolle Amerikas bei den Finanzproblemen.
Paris, 30. Aug. (WTB.) Havas meldet aus Washington, im Weißen Hause werde erklärt, daß die Regierung in offiziöser Form aber ständig mit den europäischen Angelegenheiten in Fühlung bleibe. Sie warte auf den Augenblick, wo sie eine direktere Rolle bei der Wiederherstellung der finanzieren Stabilität des Auslandes spielen i könne Es werde Auch erklärt, daß Präsident ! Ha rdin g der Ansicht sei, der Augenblick fei uoch nicht gekommen, wo die Vereinigten Staaten zweckmäßig an einer internationalen Konferenz zur Lösung der Finanzprobleme teilnehmen könnten. Der Präsident habe keineswegs die Absicht, Hoover nach Europa zu schicken, wie das behauptet worden sei.
Heutiger Stand des Dollars
10 Uhr vormittags:
Berlin 1200, Frankfurt a. Al. 1300.
Die Vorbereitung der Lieferungs- Verträge für Kohlen und Holz.
Berlin, 29. Aug. (WB.) In weiterer- Verfolgung des der Reparationskommission unterbreiteten Planes zur Sicherung der Holz -und Kohlenlieferungen andre Alliierten durch Lieferungsverträge mit den entsprechenden deutschen Industrien verhandelte heute die Reichsregierung mit den Vertretern des Kohlenbergbaues und der Holz-2ndustrie.
Der Vertreter des Kohlenbergbaues erklärte sich damit einverstanden, alsbald zusammen mit der Reichsregierung in Verhandlungen über den 2 bs.'l h prvUwr cha't i her Lieserungsv rt age einzutreten. Als Unierhandler für Kohlenbergbau wurden Hugo Stinnes, Peter Klock- । ncr Dr. Silverberg und Direktor Lüb- s e n ' benannt. Aehnliche Verhandlungen über lHolzlieferungen sollen sich mittelbar an- schließen. Die Besprechung mit den maßgebenden Vertretern der Dergar beiter verbände und mit den Spihenorganisationen der Arbeiter ergab gleichfalls die grundsätzliche Bereitwilligkeit der Arbeiterorganisationen, an der Durchführung der Lieserungsverträge mitzu- wirken.
Die Reichsregierung unterrichtete von diesem Ergebnis'der heutigen Besprechungen telegraphisch ihren nach Paris zur Ver- handlung mit der Reparationökommlsston entsandten Vertreter.
Aus dem Volkswirtschaftlichen! Ausschuß des Reichstags.
Berlin, 29. Aug. (WTB.) Im Volkswirtschaftlichen Ausschüsse des Reichstages erklärte der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Fehr, allerdings sei die Drotversorgung für die nächste Zeit gesichert, aber angesichts des Riederganges der deutschen Währung werde ab 15. Oktober der Brotpreis wesentlich erhöht werden müssen.
den. Es scheine aber noch nicht die ganze Hoff- nung auf eine Einigung geschwunden. Wenn man z. D. von allen alliierten Regierungen die Zustimmung dazu erhalten könnte, daß auf der einen Seite Deutschland sofort ein außerordentlich scharfes System auferlegt wird, um seine Finanzen wieder zur Gesundung zu bringen und die spätere Ableistung der Reparationen sicherzustellen und auf der anderen Seite ein nur auf die B a rzah- l u n g e n anzuwendendes Moratorium gewährt wird, das lange genug ist, damit die vorgeschlagenen Maßnahmen ihre Wirkungen zeigen können, dann könnte nach dem „Temps" die Kommission am Donnerstag einen einstimmigen
treten ist. . . ,
Sie ist übrigens nicht so ganz neu, diese Me- j thode. Wenn der Verband der Fabrikanten von Blusen Kostümen und den verwandten Artikeln in Berlin beschlossen hat, sämtliche Verkaufe nach dem hochvalutarischen Ausland mit Wirkung ab 1 28. August 1922 nur noch in Hochvaluta zu tätigen so ist das angesichts der Valutadiffevenzen und Schwankungen verständlich. Der Versuch über, auch beim Inlandsgeschäft Zahlung in ausländischen Werten zu vereinbaren, wie es bei- spielsweise jetzt seitens der München-Gladbacher Textilindustrie geschieht, aber auch von anderen Seiten versucht wird, ist nicht nur unberechtigt, sondern er ist in höchstem Maße verwerflich. Denn er bedeutet eine Attacke auf die ohnehin schon genugsam unterhöhlte deutsche Währung, er bedeutet ein Attentat auf die deutsche Wirtschaft, er bedeutet endlich eine Devisenspekulation m Waren, die nicht minder verdammenswert ist als die in Dollar, Pftind, Frank usw., ja, die noch weit schädlicher ist, weil sie in ganz hervorragendem Maße preistreibend wirkt, und weil sie das Vertrauen zur deutschen Valuta und zugleich das zur deutschen Industrie untergräbt
Auf der Leipziger Messe hat man fetzt versucht, diese Methode in größerem Maßstab: anzuwenden. Deutsche Händler haben sich nicht gescheut ihre Waren auf Grund der Dollar- oder der Schweizer Frankwährung zu verkaufen, was natürlich zu einer Steigerung der ohnehin schon erschreckenden Preishausse geführt hat. Unter den Einkäufern hat das berechtigte Entrüstung erregt unb zu scharfen Protesten, zum Teil auch zu einer Einkäuferflucht, geführt. Es wurden in Leipzig Umzüge veranstaltet, bei denen Schilder mit der Aufschrift vorangetragen wurden: „Einkäufer, vereinigt euch gegen die Fakturierung in Auslandswährung bei deutschen Käufern". Sowohl beim Messeamt wie auch beim Reichswirtschaftsministerium sind geharnischte Proteste eingegangen und zum Schutz der Händlerinteressenten wird die Gründung eines großen, ganz Deutschland umschließenden Einkäufervereins mit dem Sih
Bezüglich der durch Umlageverfahren zu erfassenden Getreidemengen bemerkte der Minister, er werde jeder organisierten Obstruktion mit den schärfsten Mitteln entgegentreten. Andererseits müsse aus Dilligkeitsgrün- den und aus Gründen der Aufrechterhaltung der Produktivität der Umlagepreis auskömmlich festgesetzt werden. Infolge der Ungunst der Witterung sei die diesjährige Ernte nid)t befriedigend ausgefallen. Sparsamster Verbrauch sei geboten. Die Reichsregierung erwäge,^ , . - _ .__
daher die Herstellung von Starkbier z u der nicht täglich sein Heimatblatt sorgfältig verbieten liest, kann sich selbst unter Umstanden außer-
Die Kartoffelbewirtschaftung biete ordentlich schaden. Diese Schädigung kann ein erfreuliches Bild. Um der Teuerung auf dem einen Umfang annehmen, dem gegenüber auch Kartoffelmarkte entgegenzuwirken, fei es aber heute noch die Bezugsgebühr der Zeitung als notwendig, daß die Bearbeitung der Kartoffeln verschwindend geringfügige Ausgabe erscheint, in Brennereien zum minbeften auf den fcr hohen Aufgabe, die der Presse in heu» Kontingent des Vorjahres eingeschränkt Qe,t ganz besonders zufällt, darf mau werde. Hinsichtlich der Zucker Versorgung L n Lesern erwarten, daß sie chrer Syei*
I matpresse treu bleiben und nicht abfallen. Die Herstellung "von Süßigkeiten, Likören und Presse bedarf der Unterstützung jedes ein» Schaumweinen aus inländischem Zucker zu ver- zelnen Lesers, denn ihre Notlage wird von b^ten Tag zu Tag bitterer. Dies wird durch fol»
Diese Maßnahmen würden durchgreifende gende Zahlen grell beleuchtet: Der Waggon Erfolge kaum bringen, da Deutschland in der Papier hat im Frieden 2000 Mk. gekostet; Weltwirtschaft das leidende Objekt und nicht das jetzt, im August, zahlt man 280 000 Mk. da» leitende Subjekt fei. Man müsse deshalb prüfen, Im September steigt der Preis auf das inwieweit den Bedürftigen durch M a s s e n ° ^gofache d«s Friedenspreises, auf 700 000 Mk! s p e i f u n g e n geholfen werden kann; ebenso Danach müßte die Dezugsgebühr 150 Mk. mo» feien die Kinderspeisungen «uszubauen Er betragen, das Doppelte von dem, waS
na6™uÄ“Ä «U wechobeaÄ «SSXtfÄr* ‘ ■8^1" »"A T tCi
AMWM-N für untragbar für di- L-ndwiri. D-SHlb L-f-r A.^er-nt
Devisenspekulation
' ' in Waren.
vzHan schreibt uns:
Die Mark Panik hat bei der deutschen Industrie vielfach zu Kalkulationsmethoden geführt die, während sie der Devisenhausse vorauszueilen bemüht sind, diese planmäßig steigere wobei jede Rücksicht auf den Verbraucher und somit auf die deutsche Wirtschaft außer Acht gelassen wird. Dieser Tanz um den Dollar, der einen Teil der Mitschuld an den ungeheuerlichen Preissteigerungen der jüngsten Zeit tragt, hat in Verfolg dieser Taktik zu einer ganz neuen Methode der Preisbemessung geführt die besonders auf der Leipziger Messe in unliebsamer uno höchst schädlicher Weise in die Erscheinung ge-
Der Generalstreik in Frankreich.
Paris, 29. Aug. (WTB.) Der von dem kommunistischen Gewerkschaft-bund erlasslwen Streikparole ist im nördlichen Dergwerks- biftrift beinahe ausnahmslos Folge geleistet worden Im Bezirk von Amiens steht mehr als die Hälfte im Streik. Auch in den Fabriken von H a u t m o n t und Maubeuge und Amor sind zahlreiche Arbeiter ausständig. In Roubaix wird in hundert industriellen Fabriken teilweise, in 60 vollständig gestreikt. In Tourcoing ist der Ausstand so gut wie vollständig. In Lyon wurden, da eine Anzahl von Arbeitern ausständig war, die Fabriken geschlossen. Am Nachmittag kam es zu Kundgebungen, wobei I ein Zusammenstoß mit der Polizei erfolgte. Mehrere Polizisten wurden verwundet. 4 Verhaftungen wurden vorgenommen.
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis ■ zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit- Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v 34 mm Brette örtlich 150 Pf..auswärts 180 Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 500 Pf. Bei Platz- Vorschrift 20 °/0 Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Trust Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen.
fand am Montag in Biberach statt. Sie begann i mit dem Requiem in der Stadtpfarrkirche, zele- Italiens Hilfe für Oesterreich. briert von Disc^f Georgius Schmidt v. Grüneck
Rom, 29 Aug. (Wolff.) Stefani meldet: aus Chur in bei; Schweiz. Alsdann begab sich Der Schatz'minister Paratore hatte eine Zusam- die Menge, wie das Berliner Tageblatt de- mentunft mit dem österreichischen Sektionschef richtet, in einer Prozession nach öem 5rtebbof, im Ministerium des Aeußem, Schüller, in töD ber Stabtpfarrer Schweickert die Weiherebe Gegenwart bes österreichischen Gesanbten beim hielt. Der Reichskanzler ließ durch den Prälaten Quirinal. Schüller teilte Paratore mit, daß bas Monsignore Bogt einen Kranz meberlegen. Am Wiener Kabinett bie schnelle Ausführung ber Hlachmittag fanb eine große Zentrumsversamm- italienischen Zahlung von 7 0 Millionen tung statt.
Lire für bie Wiederherstellung Oesterreichs wünsche. Gr machte ihm dann eingebende Mitteilungen über bie Lage Oesterreichs, um den italienischen Schahminister zu informieren und um bei dieser Gelegenheit fest-
zustellen, welche Schritte Italien zur wirtschaft-1 Mainz, 29. Aug. Die Rheinlandkornmission lichen und finanziellen Unterstützung Oesterreichs eat bem Erlaß einer vom Oberpräsibenten ber in bie Wege leiten könne. — Die Besprechungen Aheinprovinz vorgeschlagenen Derorbnung zugehen am Mittwoch weiter. gestimmt, bie sich gegen den Ausverkauf
---------- im besetzten Gebiet wendet. Die Verordnung
^Erstes Blatt , H72. Jahrgang
GietzenerAMger
General-Anzeiger für Oberhessen
> bie großen Derkehrsverwaltungen ©Sntortuns ''85£n.' St. I gelungen, fit™ Ä'fÄVÄf. Hertz (U Soz.) war von ben Ausführungen bes verringern Infolgedessen erließ derReichsp s Ministers entläuft. Zum Schluß erklärt- Dr. Minister -w°D°rlugungkmrch Ne wie bai ftphr daß die Verbrennung von Obst zu Drannt- „Berliner Tageblatt mitteilt, loiprt iz ouu »Xto Ä solle. Gegen die Postbeamte in die Ae . chs, ina nzve r. Schlemmerei soll derart eingeschritten wer- wal tung überführt werden.
den, daß in öffentlichen Gaststätten die Dera b-
reichung einer zweiten Fleischspeise Die Enthüllung des Ehrengrabmals an einen Gast unter Strafe gestellt! für Erzberger
Die ReparaLionskommifion.
Paris, 29. Aug. (WTB.) Die Sitzung der Reparationskommission, an der als Vertreter Deutschlands der Staatssekretär Dr. Schröder vom Reichsfinanzministerium teil- nimmt, findet morgen vormittag um 1/211 Uhr I statt.
Paris, 29. Aug. Eine Mitteilung der Agence Havas von heute abend besagt, es sei nicht sicher, ob die Vernehmung der deutschen Delegierten durch die Repara-1 tionskommiffivn am Nachmittag zei ig genug be-1 endet sein werde, damit die Kommission ihren! endgültigen Beschluß fassen könne. Der Ein-1 druck herrsche vor, daß die Delegierten hoffen, I eine einstimmige Lösung zu finden. Die Mitglieder der Reparationskommission seien sich darüber klar, daß ein Bruch der Entente den alliierten Nationen um so schädlicher sein werde, im gegenwärtigen Augenblick, als binnen wenigen Monaten eine viel wichtigere allgemeine Regelung der gegenwärtig zur Debatte stehenden Fragen erwartet werden könne.
Par is, 29. Aug. (WTB.) Wie der „Temps' meldet, haben heute verschiedene private Besprechungen der Delegierten der Reparationskommission ftattgefunben, in denen bie gemachten Anregungen geprüft würben. Einigen dieser Unterredungen hätte der offiziöse Vertreter ber Vereinigten Staaten beigewohnt. Es seien verschiedene Lösungen ins Auge gefaßt worden, von denen es sich jedoch ergeben habe, daß sie nicht geeignet sind, bie Grunbsätze miteinander zu versöhnen, die bisher .wie auf ber Londoner Konferenz so auch in der /Reparationskommission einander gegenüberftän-
Dr. Moses (Unabh.) beleuchtete die un- ---- — ----- =»
geheuren Gefahren, die unsere Ernährung vom
Standpunkte des Arztes aus bebrohen. Er nannte Auslandes eine interne Besprechung übet bie Wirkungen der Unterernährung geradezu foie Berufs- und Standesfragen statt. Die katastrophal. Der beste Beweis hierfür sei krns Aussprache berührte verschiedene Gebiete und Auftreten des Skorbuts, einer Erkrankung, bte o^st^ltete sich überaus anregend. Das Ergeb- man seit 80 Jahren in Deutschland kaum ge- urird in folgender Entschließung zu- kannt habe. sammengefaßt, die einstimmig angenommen
Schiele (D.-Natl.) wies barauf bim ban tour^e. 5>je -Vorstände des ReichsverbandeS der Ernteausfall von wenigstens 30 Proz. bie ^r deutschen Presse und des Vereins der aus- ®:‘ländischen PZ/ in Berlin werden ersucht lassen werbe sich baldigst zu einer g e m e t n s ch a f t l t ch e n
Im weiteren Verlaufe ber Beratung bes Besprechung zusammenzufinden, in der Volkswirffchaftlichen Ausschusses erklärte Dr. die Einzelheiten einer zukünftigen Berstandi- Böhme (Dem.), keinesfalls werde man umhin gung über die Fragen, worüber eine Fuh- können, ben Umlagepreis zu erhöhen, damit bie lungnahme im gemeinsamen Interesse sich als Umlage wenigstens teilweise hereingeholt werden wünschenswert herausstellte, erörtert wer- könne. Tremmel (Ztr.) hob die sog freie Wirt- $cn rillen. Die Wirtschaftskonferenz fand ihren schäft hervor. Beim Zuck«: hatte bte Privat- oHrid)hifi mit dem Besuche der technischen zwangswirtschaft Folgen, die schlimmer zu er- <^sse und der damit verbundenen AuSstel- LL-r'empsaM °«TtL°dS^ÄK lung des «llrussischen Z-ntralv-rbunde- und forberungen gegen die Teuerung. Kraetzrg ! der Konsumvereine.
^VbÄanSe B-r-infach«ng der Staatsbetriebe.
Ä^EUinmitÄ9=ffu^Berlin 29. Auu. äbtter.dem Gru-k der Arbeiter und Festbesoldeten durch ein Gesetz der Entente fmd die


