Einzelbild herunterladen

29. Ian. tWTB.) Wie eine >ndenz meloet, stahlen zwei

Berlin,

von

89

Er­

in einem Zimmer getroffen, wurden aber im letzten Augenblick durch die Aufmerksamkeit eines Zimmermädchens verhindert. Das Trio begab sich darauf in die Wohnung Büttners. Während Falkenrach und Orth ihr Opfer umbrachten, stand der dritte Mann stundenlang vor dem Hause Schmiere. Dann begab er sich selbst in die Woh­nung. um sich den Ermordeten zu betrachten. Hier­bei händigte ihm Falkenrath mehrere taufend Mark, die er ihm schuldete, von dem inzwischen geraubten Gelde aus. Erst am anderen Morgen verliehen die Mörder das Haus. Zalkenrath und Orth reisten, wie schon berichtet, nach Würzburg. Der dritte Täter wurde jetzt von der hiesigen Kriminalpolizei als der 22jährig« Konditor Hu­bert K o l b e r g aus Aachen ermittelt. Aach die- sen Feststellungen reiste Kriminalkommissar Ha­der sofort nach Aachen und konnte hier am Samslagvormittag den Kolberg in seiner elter­lichen Wohnung festnehmen. Kolberg wird in den nächsten Tagen nach Frankfurt verbracht. Die Mörder hatten in der Büttnerschen Wohnung auf eine Beute von mindestens 100 000 Mark gehofft. Falkenrath ist noch flüchtig, doch dürfte seine Verhaftung auch nur noch eine Frage von einigen Tagen sein. Der ermordete Zahnarzt wurde Freitag vv«.-mittag aus dem hiesigen Haupt- friedhvs beigesetzt.

städter Zeitung", Paul Kirchhofs, der wegen Beleidigung durch die Presse im vorigen Jahre durch das hiesige Schöffengericht zu 600 Mark Geldstrafe und den Kosten verurteilt worden

Michel wurde vom Gericht als befangen abge- lehnt. 3n der Begründung sagt der Dorsitzende, Qindgerichtsdirektor Dr. D o r n s e i f f, dem An­geklagten, entgegen seitheriger Recht­sprechung, im vorliegenden Falle den Schuh des Artikels 193 (Wahrung berechtigter Inter­essen) ausdrücklich zu, da den jetzigen Verhält­nissen entsprechend, ebenso, wie jeder Staats­bürger auch der Redakteur das Recht zu scharfer und ironischer Kritik habe, wenn sie nicht mit _ber Absicht zu beleidigen verbunden sei. Mit Rücksicht daraus, das; die Höchstgrenze der Geld­strafe jetzt auf 6000 Mark festgesetzt sei, scheint

Attentäter, der dir jetzt noch md>t ermittelt werden konnte. Der andere leistete dem deutschen Poli­zisten bei der Festnahme Widerstand und flüchtete gleichfalls, lief aber einem französischen Posten in die Hände Aut der Wache beleidigte er den Unteroffizier und die Soldaten. Das Kriegs- g e r i ch t verurteilte den Angeklagten wegen ver­suchter Rotzucht inb tätlichen Angriffs auf den deutschen Polizisten und Beleidigung zu f ünt Iahten Gefängnis.

Gevichtssaal«

Gerichtliches Nachspiel zu einer StadLverordnetensitzung.

* Hanau. 28. Ian. Gestern hatte sich- der kommunistische Stadtverordnete Karl R e h b e t n, der Leiter der hiesigen Metallarbeiterorganisation, wegen Beleidigung und übler Nachrede des Land­rats Dr. Voigt vor der Strafkammer zu tetanttnDrten. Tie strafbaren Handlungen wurden in einer Rede des Angeklagten gefunden, die dieser am 15. Oktober d. Is. in der Stadtverordneten­versammlung gehalten und in der er die Rede­wendungen gebrauchte,ter Landrat ist einer der Gesellen, der mit der Sipo einbegriffen hat, am den englischen Geldsack zu schützen,"er fei der größte Reaktionär, der falsche Berichte an dir Regierung gemacht habe,"der sich den Land- ratsvosten erschwindelt habe, da er vor seiner Wahl erklärte, einer gemäßigten linksstehenden Partei anzugehören." Das Urteil lautete wegen übler Nachrede auf 1000 Mk. Geldstrafe und Publikationsbesugnis in den Hanauer Zeitungen. Das Gericht war der Ueberzeugung, das; dir Aeuherangen fo gefallen sind, wie sie die An­klage dem Angeklagten zur Last gelegt hat. Da­mit war die Absicht, den Landrat zu beleidigen, erwiesen. Man habe dem Angeklagten zug.ite gehalten, tast er in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt habe und deshalb eine Geld­strafe für ausreichend erachtet. Tu die Aeaßeran- gen in öffentlicher Stadtvervrdnetensiyung erfolgt seien, habe auf Bekanntgabe des Urteils in der Presse erkannt werden müssen.

s

rm. Darmstadt, 29. Ian. Die Straf­kammer verwarf gestern nach eingehender Der-

bzw. bet den Landbürgermeistereien erhältlich.

A n den höheren Knabenschulen sind für die Anmeldungen für daS neue Schuljahr folgende Termine festgesetzt: Gymnasium: Für die Sexta Freitag, 3. Februar, 101 und 4 6 Uhr: für die übrigen Klassen Samstag. 4. Febr., 101 Uhr -- Realgymnasium: Mittwoch. 1 und Donnerstag, 2. Februar, 1012 und 46 Uhr. Oberrealschule: Mittwoch. 1.. und Donnerstag, 2. Februar, 101 und 46 Uhr.

♦♦ Marschall Liman von Sanders sprach am Samstagabend in der Neuen Aula in einer von derDeutschen Volkspartei ein­berufenen Versammlung über das Thema: ..Deutschland und England in der Türk e'i. Der Saal war bis auf den letzten Stehplatz besetzt, ein Zeichen dafür, mit welchem Interesse man allenthalben den Ausführungen des Marschalls entgegensah. Nach einigen be° grüßenden Worten des Vorsitzenden erhielt als­bald, stürmisch von den Erschienenen begrübt, Li man von Sanders das Wort. Er be- liebtet zunächst über seine Berufung nach der Türkei zur Reorganisation des Heeres im De­zember 1913 und den Aufteilungsplan Englands. Deutschland war entschlossen, die Türkei zu er­halten. weil sich für unfern Handel und unsere Industrie hier ein weites Feld bot. Diesem Gedanken galten auch die Reisen des Kaisers nach türkischen Gebieten. Die Bagdad­bahn wurde in Angriff genommen. England war aber nicht gewillt, den deutschen Einfluß zu dul- Lcn. Es schlost mit Rußland den persischen Der- irag, mit Frankreich den Afrika-Vertrag ab. der ihm freie Hand in Aegypten gab. Der Balkan­bund sollte die Türkei endgültig aus Europa bet­reiben. Im Anschlich an Deutschland sah die dürfet die einzige Möglichkeit, der Aufteilung u entgehen, und so trat sie im November 1914 an der Seite Deutschlands in den Weltkrieg. Der Redner schilderte nun die schwierigen Verhält­nisse im weiten türkischen Reiche und den un» nünfligen Anfang der Kämpfe mit den Expeditio­nen n2ch dem Suczkanal. Diesen folgte bald die Offensive der Engländer gegen Pcüästina und Syrien. Per Bagdadseldzug begann günstiger, aber auch hier schlug der Vorteil zugunsten Eng­lands um. Aehnlich war es im Kaukasus. Die Bahnen fehlten, der Nachschub konnte nicht her- angebracht werden. Trotz alledem hielten sich die Türken tapfer. Zwei grobe Siege erfochten sie an den Dardanellen, die englisch-französische Flotte wurde von dort verjagt, die Landungskorps auf Gallipoli nach achtmonatigen Kämpfen hin-

Hochschulnachrichlen.

Hk. Theologische Blätter. Uns wird berichtet: Die akademisch-theologischen Vereine (Eisenacher Kartell) haben ihre Kar- tellzeitung zu einem allgemein-theoretischen Monatsblatt ausgestaltet, das durch selbstän­dige Aufsätze, Bücherbesprechungen und No­tizen über die dauernd wechselnden Probleme der theologischen Wissenschaft und ihrer Grenzgebiete orientieren und so den Aka­demikern bei ihrer Weiterbildung, den inter­essierten Laien zur Einsicht in das Gesamt­gebiet dienen soll. Daneben sollen die Fragen der theologischen Ausbildung zur Sprache kommen. Dadurch, daß dieTheologischen Blätter" sich weder aus eine kirchliche oder theologische Richtung sestlegen, können sie in jedem Sinne ein allgemein-theologisches Or­gan werden. Sie stehen unter Leitung des eben von Berlin mit dem D. theol. geschmück­ten Gießener Professors Karl Ludwig Schmidt und erscheinen bei Hinrichs, Leipzig.

Frau Dorrits Bekenntnis" undDie Bären­jungfrau".

Aus dem Stadttheater­bureau. Es sei nochmals auf das einmalige Gastspiel des Petz-Kainer-DallettS am kom­menden Donnerstag hingewiescn. Alle aus­wärtigen Pressestimmen lauten dahin, daß etwas wirklich Außergewöhnliches geboten wird.

Neun oder acht Klaffen? Sehr um­stritten ist m der Gegenwart die Frage, ob die Kinder, die den höheren Lehranstalten zugefuhit werden sollen, drei oder vier Jahre lang Die Grundschule besuchen sollen. Seither konnten sie sckvn mit dem 9. Lebensjahre, also nach drei Schuljahren, in eine höhere Schrie übertreten, so Lay bei normalem Weiterschreiten mit dem 18 Lebensjahre der Uebergang ,»ur Universität ermöglicht wurde. Wenn jetzt die Grindschrle vier Jahre lang besucht werden soll, so wird der Beginn des Umversitätsstudiims am ein Jahr binausgeschoben, da die höheren Lehranstalt en nicht von heute auf morgen einen achtklasfigen Lehrplan einrichten können. Um Liese Frage einer Klärung näher zu bringen, veranstaltet dieVer­einigung der Freunde Les h imagistischen Gym­nasiums" morgen abend 8Vs Uhr im groben Hör­saal ter Universität eine Aussprache, deren Thema ist:Neun oder acht Klassen höherer Lehranstalten?" Professor Dr. Herzog toiro das einleitende Referat halten.

hiesige Korrespondenz ...

unbekannte Männer bei einem (Anbruch in

Vermischtes.

Washington hn Schnee.

Wie die Montagspost meldet, ist Die amerikanische Bundeshauptstadt infolge un­geheurer Schneestürme von allen Verbindun­gen mit der Außenwelt abgeschnitten. Nur 49 Senatoren gelang eS mit großer Mühe ins Kapitol zu gelangen. Als der Schneesturm nachließ, verliehen auch sie das Gebäude aus Furcht, bei längerem Verweilen jeder Mög­lichkeit zu entkommen, beraubt zu werden. Die nächste SenatSsihung ist auf Montag anbe­raumt, vorausgesetzt, daß das Wetter sie zu- läßt.

Washington, 29. Januar. (WTB.) Gestern abend stürzte infolge starken Schneefalls das Dach eines Kinos ein. 69 Personen wurden getötet, etwa 100 verletzt.

Handlung die Berufungsklage des seitherigen Der- avtwortlrchen Hauptschriftteiters derDarm- Paul Kirchhoff, der

war. K. hatte damals in einem Artikel die Teil­nehmer des Festzuges gelegentlich der Regi­mentsfeier des Hessischen Garde-Draavner-Regi- ments angegriffen. Der von dem Angeklagten als Sachverständiger über die Form und Zulässig­keit der Kritik benannte Schriftsteller Wilhelm

fpd. F r a n k f u r t a. M., 29. Ian. Die mittlungen in der Raubmvrdsache an dem Zahn­arzt Büttner nehmen von Tag zu Tag drama­tischere Formen an und bringen immer neue Einzelheiten der grausigen Tat an das Tages­licht. Arn Freitagmittag wurde der eine Raub­mörder, der Eisendreher Balthasar Orth, als er von nach tagelangem Umherirren durch Nord- und Mitteldeutschland, wo er überall an den Anschlagsäulen sein Bild gesehen hatte, nach hier zurückgckehrt, verhaftet. Orth wurde von einem .Mannten gesehen, der unauffällig die Polizei alarmierte, und von dieser m einer Keinen Wirt­schaft an der Peripherie der Stadt verhaftet. Er hat nun ein umfassendes Geständnis abgelegt, und den Namen eines Dritten Helfers bei der Bluttat mitgeteilt. Am Mordtage befand er sich in Begleitung Falkenraths, des Haupttäters, an der Hauptwache, als ein junger Mann auf den letzteren zustürmte und diesen an eine Schuld gemahnte. Falkenrath beschwichtigte den Gläubiger und teilte diesem und Orth feinen Plan von der Beraubung des Zahnarztes Büttner mit, auf den beide eingingen. Ursprünglich sollte Der Arzt in ein Hotel Der Innenstadt, too Falkenrath und Orth wohnten, gelocft und hier beraubt wer­den. Die Vorbereitungen zur Tat waren schon

Jahren.

Hessen-Nassau.

Der Raubmord in Frankfurt.

Ein neuer Mhttä ter zwei der Mörder verhaftet.

das Maximilian-Museum in Augsburg für über 1 Million Mark Kun st schätze aller Art sowie Ringe, goldene und silberne Münzen.

* T a u s i. Böhmen. Vertierte Eltern. Das fünfjährige Töchterchen Der HäuSlerSehe- leute Leh in Heinrichsberg war seit mehreren Wochen spurlos verschwunden. Der Vater des Kindes machte davon der Gendarmerie Anzeige. Nachdem trotz aller Nachforschungen keine Spur von dem Mädchen entdeckt werden konnte, schöpfte die Gendarmerie Verdacht und nahm ehre Durch­suchung des Lehschen Hauses vor. Dabei wurde das arme Kind in einer großen Kiste, die srüher als Kaninchenstall diente, und in einem Schuppen stand, in erbarmungswürdigem Zustande aufge­sunden. Halberfroren und schmuhbedeckt lauerte das Kind in einem Winkel. In der Kiste fand sich auch ein Topf mit Wasser und ein Haufen von Kartoffelschalen vor, wovon sich das Kind ernähren mußte. Die Eltern wurden verhaftet und dem Gerichte eingeliefert. Es ist vorläufig unaufgeklärt, was sie zu dem unerhörten Ver­brechen veranlaßt hat.

* Der Wolf im Rheinlande. Der Wolf erscheint nur noch gelegentlich in der Rhein­provinz. Früher aber war er dort häufig zu treffen, wie aus Den Zahlen in einem Aufsatz 6cS St. Hubertus" hervorgeht. Würben vor 100 Jah­ren alljährlich etwa 50 Wölfe in dieser Gegend erbeutet, so waren eS 1850 noch 6 und 1874 noch 4 Wölfe, Die erlegt wurden. Im Regierungs­bezirk Trier wurden bis 1885 alljährlich einige Wölse zur Strecke gebracht, feit 1816 1700 Stück, für die 33 000 Mk.Prämien gezahlt wurden. Wäb- rend der Freiheitskriege hatten fich die Wölfe in der Eifel außerordentlich vermehrt, und es wurden damals in den linksrheinischen Staats- forften über 200 zur Strecke gebracht. Infolge des energischen Vorgehens gingen sie bann der Zahl nach zurück, aber sie bildeten bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts tn der Eifel feine Seltenheit. Die Wölfe waren damals arge Schäd­linge des Wildbestandes. Heute cmimrem noch manche Namen an die Wolssplage vor 100 Iah-- ren. So liegt unweit vvm Rheinberg am linken Niederrhein ein Haus Wolfskuhlen, ein Hügel in der Umgebung von Krefeld heißt Wolfsberg, bei Tanten steht eine Wolfseiche, und im Königs - forst bei Bonn gibt eS einen WolfSweg.

verein, dem 331 Mitglieder angeboren, hielt feine 12. Hauptversammlung ab. Der äußerst tätige Verein hatte einen Umsatz von 10 929 Mk. in Einnahmen und der gleichen Summe in Aus­gaben. Das Vermögen beträgt 4518 Mk. Der Mit­glieds beitrag wurde von 4 auf 15 Mk.. das Ein­trittsgeld von 2 auf 5 Mk. erhöht. Zum Vor­sitzenden wurde Landwirt Ehr. Grünewald einstimmig wiedergewählt. In Monatsversamm­lungen wurden im Laufe des Jahres zahlreiche Vorträge veranstaltet. Der stärkste Verein am Platze ist der Turnverein von 1 8 60, dessen Mitgliedei^ahl auf 746 angewachfen ist.

4 Butzbach, 29. Ian. Da die Be­rufsberatung für die Berufswahl der aus der Schule zu entlaffenden Jugend heute von größter Bedeutung ist, veranstaltete die Real­schule heute einen Elternabend. Ein Herr von der städtischen Derussberatungsstelle in Frankfurt a. M. sprach äußerst aufklärend über die Berufswahl. Die anwesenden Eltern waren dem Redner sehr dankbar für seine sachkun­digen Ratschläge. Unter den rund 500 Turnern, die im Jahre 1921 von der Deut­schen Turnerschaft durch Verleihung des Chrenbriefes der D.T. ausgezeichnet worden sind, befindet sich auch das Ehrenvor­standsmitglied Robert Schmidt vom hiesigen Turn- und Sportverein. 3n Münster am Taunus starb als ältester Ortseinwvhner Frau Katharine Reineck im Alter

Kreis Friedberg.

4 Bad-Nau heim. 29. Ian. Aus Dem Vereinsleben. Von Den in Den letzten Tagen tattgefuntenen Generalversammlungen hiesiger Vereine erwähnen wir: Der Gesangverein Frohsinn". Der älteste Verein am Platze, hielt seine 79. Hauptversammlung, Die eine wettere Aufwärtsentwicklung des Vereins zeigte. Die Mit- gliederzahl ist auf 355 gestiegen, wovon mehr als 100 in Dem von Lehrer B e ch t o l s h e i m e r eit mehr als 30 Jahren ununterbrochen geleiteten Männerchor aktiv tätig find. Die Einnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen 6509, Die Ausgaben 5805 Mi. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 12, Das Eintrittsgeld auf 10 Mk. erhöht. Zum Vorsitzenden wurde Dekorateur Martin Ludwig gewählt. Die Freiwillige Feuerwehr konnte in ihrer Hauptversamm­lung von 117 ordentlichen und 300 unterstützenden Mitgliedern berichten. Die Einnahmen betrugen 1885 Mk.. die Ausgaben 906 Mk., das Vereins- Dcrmögen ist auf 3986 Mk. angewachsen. Ober- branDmeifter Salzmann bleibt wieder im Amte. Die Wehr, die von Der StaDt Durch An­schaffung neuer Geräte kräftig unterstützt tourbe, mußte im abgelaufenen Jahre neunmal in Tätig­keit treten. Der Ob ft - unD Gartenbau-

auägetoorfen. Die QkrbinDung mit Rußland ge­lang Den Gegnern nicht. Im Dezember 1917 fiel jedoch Jerusalem in Die Hände der Engländer, unD eine zehnfache Uebermacht Drückte Die Türken nach Norden zurück. Nach helDenhafter Gegenwehr trat am 30. Oktober 1918 Der Waffenstillstand ein. Liman v. Sanders hatte nun die Aufgabe, die 600 deutschen Offiziere und Mannschaften (etnxi 10 000) in Konstantinopel zusammeln. In Malta wurde er entgegen dem WaffenstillstanDSvertrag monatelang in Gefangen­schaft hinter StachelDraht gehalten. Bezüglich Der Armeniergreuel stellte Der Redner fest, daß weder er noch seine Offiziere jemals Armenien gesehen noch betreten haben. Zum Schlüsse mahnte Der Marschall in Den Heldentaten unseres Volkes Die Kraft zu finden, durchzuhalten in schwersten Zeiten. Deutsches Können unD Deutscher Fleiß, das sind Die Kapitalien, die uns unsere Feinde nicht nehmen können. Diesen Ausführungen schlossen sich Lichtbilder an, die Land und Leute der Türkei und die verschiedenen Kampfplätze zeigten. Lang­anhaltender stürmischer Beifall folgte, worauf der Vorsitzende mit Dankeswvrten an Den Redner die Versammlung schloß.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag: Neue Aula, 8 Uhr: Vortrag der Gießener Turn-, Spiel- und Sportvereinigung. Astoria-Lichtspiele:Die treibende Kraft" und Goliath Armstrong", 5.Tell:Den Tod im Nacken". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:

yatten. Trotz der für heutige Verhältnisse un­gemein kürzest Bauzeit ist hier in jeder Be­ziehung Vollendetes und Mustergültiges ge­leistet worden. Alle Erfindungen und Ver­besserungen der jüngsten Zeit aus technischem Gebiet sind, soweit sie in Frage kamen, ver­wertet, der Ersah menschlicher Arbeit durch Maschinenkcaft aufs höchstmöglichste gesteigert worden. Den hygienischen Forderungen wurde in weitestem Maße entsprochen, wie die Be­sichtigung der Wasch- und Ehräume ergab. Auf baukünstlerischem Gebiet beweisen die neuen Gebäude, daß sich guter Geschmack und Nützlichkeit sehr wohl auch an Bauwerken, die nüchterner Arbeit dienen, vereinigen lassen.

Die Bedeutung der gestrigen Feier für die Stadt Gießen liegt vor allem darin, daß das neugeschassene Werk eine lebendige Illustra­tion des wirtschaftlichen Emporblühens aus kleinen Anfängen bietet, und damit wächst ihre Bedeutung über den Rahmen unserer Stadt hinaus: Daß in Deutschlands schwerster poli­tischer Lage ein solches Werk begonnen und vollendet werden konnte, gibt Trost und er- w ft die Hoffnung, daß die Entwicklung doch wieder In aufsteigender Linie geht.

' U m | a t) |t e u e r. Tie Frist zur Abgabe ti Umfcheuer-(SiUärungen läifi am 31. d. M.

Es liegt im 3nteref|e Der Pflichtigen, an- <;ciäumt 1 ie Erklärungen, soweit dies noch nicht <c +< en, ab ugeben. Außer Aiferlegurg eines Hchlags t-on 110 Prozent Der festgesetzten (Steuer kann die Abgabe Der Erklärungen erzw in- qen werden tauch wiederholte Geldstrafen dis zu 00 Wart. Vordrucke fmD auf Dem Finanzamt

jedoch Die Höhe der Strafe angemessen: auch die Berufung Des Staatsanwaltes wird verworfen.

TI a i n 5. 28. Ian. Nach Einbruch Der T -intel- beit versuchten im Mai v. I. abends a.if Der ßanDftrahe KastelAmöneburg zwei bett in­te ne französische Infanteristen zwei des Weges kommende Mädchen zu vergewal­tigen. Als auf Die Hilferufe Der Ueberfalle- nen ein Schuhmann herbeieilte, flüchtete einer Der

Turnen, Sport ynd Spiel.

Kampfspiel-Opfertag. Der West Deutsche SpielverbanD hat auf feiner letzten Wahl Versammlung in Duisburg befchloffen, zu Den Deutschen Kampfspielen eine Fußballmannschaft und eine Athletik-Mannschaft zu entsenden. Letz tere soll aus 15 Einzelläufern und einer Ter- bandsstaffcl (25 Läufer) bestehen. Um Die hier­für erforderlichen Mittel aufzubringen, ist Der 3 0. Aprill922inWestDeutschlanDzurn Kampfspielopfertag erklärt worden. A' Diesem Tage hat von allen im Bereiche des W.SB ftattfinDenDen Wettspielen Der veranstaltende Ver­ein 10 Proz. Der Bruttoeinnahme an Den Ver- banD unter dem KennwortFür die Kampfspiel­kasse" abzuführen. Um der Bedeutung und Dem Zwecke des Tages gerecht zu werden, werden die Achlettk-Ausschüsse ersucht, bei diesen Spielen nach Möglichkeit Staffelläufe einzulegen.

Internationale Sportausstcl- lung in Berlin. Die vom 15. bis 30. April im Sportpalast geplante Internationale Sport- ausstellung wird alle Gebiete der SportinDustrie umfassen und verschiedene Abteilungen aufweisen, wie Angelsport, Athletik. Automobile (besonders Heine Wagen). Bergsport. Boren, Fechten. Fuß- ball Jagd. Luftschiftahrt (Ballone, Flugapparate mit und ohne Motor), Hilfsmotore, Fahrräder, Motorräder, photographische und Rnenuto- graphische Apparate, Pferdesport (Wagen, Be- schirrung. Adjustierung), Tennis, Wassersport (Boote und Pachten), Wintersport, Sportliteratur, Sportmode, sportliche Kunst (Preise, Abzeichen usw.), sowie Sportreklame. Die große Halle wird über' 400 Stände austveisen, die zum größten Teil bereits von Den ersten Firmen belegt wurden.

31a

Wohnungstausch DMM-WMug füöL Vage, gegen 2 bis L-Zimmer Wohnung zu lauschen gesucht. Kaiser- Allee ob. b. Nabe bevor;. Schr. Ang. u. 1046 a. G. A.

Bereiseriu

StaHer

Junger, tüchtiger tÜCfytlGC

Friseurgehilfe Ulstchenmacherill

sofort gesucht. 01038 gesucht. . 989

Alex Herk, .'Narbnrgcr Strane 1 r.

Alex Herk,

Wetzlar, Lahustratze 6.

1 soubcrc, thrl. «rmi oder MMkn

für leichte Hausarbeit aus vormittags von 10 bt8 12 Uhr gesucht. 01049 W. Schals, Ebelsrr. 26.

Zum 15. Februar ein flelö. tüffit.oousinflö£tien für fL Haush. von drei Personen aeg. hohen Lohn gesucht. Näheres bei

Frau Heinemann, 1036 Seilersweg 52.

junges MMen wird gesucht. 1037 ______Marktplatz 21, Braves Mädchen aes. »rau Lvvenbeimer, 01035 ^letchstratze 32.

Brones besseres Müchen in Küche und Hausarbeit erfahren, alsbald gegen hoben Lohn. guleLehano- lung u.gule Verofleg. flei. Zweilrn.vorh.Vdr. Peter», Köln Rh.,Ttarienpl.26.l£>w

oMCoBlNERz SB

Eine tüchtige Privatpflegerin für ältere Dame auf kurze Zeit gesucht. Näheres bet Krau Ttablberg, ,IM. Moltkestrahe 2 o.__