Halbkreis mit einem Radius von etwa 10 Meilen, dessen Mittelpunkt Tschanak bilde. Es könne jetzt kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß diese Truppen auf Befehl von Smyrna handelten. Sie hatten Anweisung, so nahe wie möglich, an die englischen Truppen heranzu-- gehen, ohne aber zu kämpfen. General Maurice wiederholt, daß die brittsche Lage in Tschanak, vom militärischen Standpunkt aus gesehen, sicher sei. Die Vertreibung der Türken aus der neutralen Zone würde jedoch äußerst gefährlich sein, schon aus militärischen Gründen. Es bleibe kein anderes Mittel übrig, als weitere alliierte diplomatische Verhandlungen. Eine unverzügliche Aktton sei unbedingt notwendig, wenn der Friede gesichert werden solle. Die griechische Revolutton habe eine neue Lage geschahen, und die unruhige Lage in Ostthrazien sei ein angemessener Grund für die Zulassung türkischer Truppen in Trazien. Maurice ist der Meinung, daß der Krieg noch vermieden werden kann, wenn 'dem brittschen Befehlshaber, General Harrington, gestattet wird, sofort mit Mustafa Kemal Abmachungen bezüglich der Aeber- setzung der Türken nach Thrazien zu treffen, im Austausch gegen einen türkischen Rückzug aus der neutralen Zone. Dies sei eine Frage von äußerster Dringlichkeit.
London, 29. Sept. (WTB.) Die gesamte Morgenpresse weist auf den großen Ernst der Lage im Rahen Osten hin. Die „Times" schreibt, die vier bis fünf Mini- sterkvnferenzen, die unter Teilnahme der militärischen Berater der Regierung innerhalb der letzten 48 Stunden stattgefunden hätten, seien ein genügender Beweis für die Schwierigkeit der Lage im Rahen Osten. Alle äußeren Zeichen deuteten darauf hin, daß die Lage, wie sie die Regierung sehe, viel schärfer sei als das große Publikum denke. — „Daily Rews" meldet, daß die Minister gestern so gut wie den ganzen Tag mit Ko n s e r e n z e n in der Downing Street verbracht hätten. Die Lage im Rahen Osten werde als bedrohlich angesehen.
London, 29. Sept. (WTB.) Reuter erfährt, daß nach einer durch den nationalistischen Vertreter in Konstantinopel empfangenen Information Mustafa Kemal Pa- f ch a sich auf dem Wege nach Angora befinde, um die Rote der Alliierten persönlich der Ra- ttonalversammlung zu unterbreiten. Sinter diesen Umständen sei es unwahrscheinlich, daß irgendeine Antwort vor nächster Woche ein- treffe.
©ine neue deutschfeindliche Prvpagandareds Pomcares.
Paris, 28. Sept. Havas Vei einem Festesten zu Ehren elsaß-lothringischer Journalisten hielt Ministerpräsident Poin - car4 eine Rede, in der er u. a. sagte: Wie unrecht hat Deutschland, daß es fortsährt, die Geschichte zu entstellen und dem Augenschein zum Trotz zu behaupten, daß unsere beiden Provinzen deutsches Land seien! Vergebens versteift es sich darauf, in der ganzen Welt, besonders in London und Südamerika, Broschüren und Flugschriften zu verbreiten, um den Glauben zu erwecken, daß seit dem Friedensschluß noch eine internationale elsaß-lothringische Frage bestehe Vergebens hat Deutschland vor einigen Monaten in Württemberg eine sogenannte Vereinigung der ausgewiesenen Elsäster und Lothringer gegründet, die, wie sie sich schon denken können, nur Württemberger umfaßt. Vergebens versammelt es in Bremen oder in Heidelberg ehemalige Studenten der Uni- Versität Straßburg, die sich ebenfalls Elsässer und Lothringer nennen, und die in Wirklichkeit alte deutsche Studenten sind. Vergebens ermutigt es auf seinem Gebiet die Bildung von Gruppen, die sich den Ramen Vollzugsausschüsse der Repu- bill Elsaß-Lothttngen geben. Diese Kundgebungen find ebenso kindisch wie unpassend. Wemr Deutschland tatsächlich einen .Beweis pazifistischer Absichten geben, unser Vertrauen genießen und mit uns gutnachbarliche Beziehungen Herstellen wollte, so würde es sich loyaler Weise mit einer Rückerstattung abfinden, die nicht wie seinerzeit der begangene Raub em All der Gewalt, sondern ein Werk der Gerechtigkeit war. Es würde dann darauf verzichten, den unabänderlichen Willen der beiden Provinzen anzuzweifeln. Dieser Wille bleibt so, wie er sich in den unvergeßlichen Tagen des Jahres 1918 gezeigt hat und bei den Kartton-, Deputierten- und 'Senatswahlen, sowie unter allen Umständen, wo er Gelegenheit hatte, sich kundzutun. 3m weiteren Verlauf seiner Rede wies Poincare darauf hin, daß während des Krieges bzw. während der Dauer der Feindseligkeiten insgesamt 20 000 Elsässer und Lothringer, die die deutzche Staatsangehörigkeit besessen hätten, ins französische Heer eingetreten seien. Davon seien 8000 auf dem Schlachtfeld gefallen. Der deutschen Propaganda werde es nicht gelingen, die Stimmen, die aus diesen 8000 Gräbern hervordrängen, zu ersticken.
*
Stand des Dollars:
Berlin (12 Ahr): 1600.
Frankfurt a. M. (1 Ahr): 1630.
stunde hinaus gezecht wurde. Mir beDe Lokale Wurde die Polizeistunde für die Zukunft auf 10 Uhr abends festgesetzt.
fpd. Frankfurt a. M., 28. Sept. Der Strahenhandel in Groß-Frankfurt ist durch eine Polizeiverottmung neu geregelt worden. 3n Zukunft wird den Strahenverkäufern em bestimmter Platz zuaewiesen. für den das städtische Wirtschaftsamt eine bestimmte Gebühr erhebt.
fpd. Marburg, 28. Sept. 3n R a u s ch e n- berg brannte die Schmaleicher Mühle mit etwa 300 Zentnern Brotgetreide vollständig nieder. Der Brandschaden wird auf rund fünf Millionen Mark geschäht.
Schwurgericht.
Gießen, 28. Sept.
Zur Verhandlung stand die Anklage gegen den 23jährigen Arbeiter Konrad Otter6ein von Unter-Schwarz wegen Sittlichkeitsverbrechens. Es wird ihm zur Last gelegt, daß er am 20. August d. 3. in einem Wald bei Unter-Schwarz ein junges Mädchen überfallen und mit Gewalt unzüchtige Staublungen an ihm vorgenommen habe. Nachdem die Geschvorenen die Schuldfrage und die Frage nach mildernden Umständen bejaht hatten, erhielt der Angellagte dem Antrag des Staatsanwalts entsprechend eine Gefängnisstrafe von 7 Monaten, auf die 5 Wochen der Untersuchungshaft angerechnet wurden. Dein verhältnismäßig jugendliches Alter, seine offensichtliche Reue und der Umstand, daß er etwas angetrunken war, wurden mildernd berücksichtigt; sttafschärfend dagegen die Brutalität seines Vorgehens. Auf R^cksmittel wurde allerseits verzichtet. Die An- llage vertrat Staatsanwalt Dr. Eckert, die Verteidigung führte Rechtsanwalt und Notar A l - brecht.
Die Verhandlung leitete wieder Landgerichtsrat Dr. H a n s u l 1. Die Oeffentlichkeit war ausgeschlossen.
Kirche und Schule.
Dorskttchentagung in Nidda.
Die Dorfkirchenfreunde im südlichen Ober- Hessen hatten sich am 27. September in Nidda versammelt, um sich über mehrere Fragen zu besprechen, die die in diesem Monat im Vordergrund des evangelisch - kirchlichen Interesses stehende Bibel betrafen. Etwa 60—70 Lehrer und Pfarrer hatten sich eingefunden. Besonders erfreulich war es, daß fast die Hälfte der Besucher sich aus Schulmännern zusammensetz^.
Vormittags behandelte Pfarrer Seim aus Drüsen bei Gemünden a. d. Wohra das Themas „CEBie erziehen wir unser Landvoll zu einem geschichtlichen Verständnis der Bibel?" Seine in keiner Weise auf der Oberfläche stehenden Ausführungen legten dar, daß die alte Verbalinspi- ration der Schrift, d. h. das työrtliche Diktat Gottes an die Verfasser der Bibel, durch die jahrhundertelange Arbeit der Gelehrten gefallen ist. Unser ganzes Weltbild ist feit Kopernikus u. a. anders geworden, als das der Bibel fein konnte. Dadurch ist zwischen dem Denken des modernen Menschen und dem Denken der Bibel eine große Kluft entstanden. Dazu kommt, daß der ganze Zeitgeist der altehrwürdigen Schrift feindlich gegenübersteht. Skepsis und Glaubens» losigkeit dringen durch die verschiedensten Kanäle m die Landgemeinden. Deshalb kann die Kluft zwischen dem Denken der Bibel und der Weltanschauung der Gegenwart nur überbrückt werden durch Darbietung eines geschichtlichen Verständnisses für die gewaltige Gröhe der biblischen Gestalten. Dieses geschichtliche Verständnis ist das Mittel, um die ewigen Glaubenskräfte unserem Geschlecht zu vermitteln. Der Vortragende verhehlt sich keineswegs die Schwierigkeiten, die solchem geschichtlichen Verständnis sich entgegen stellen. Aber er hofft, daß sie bei einer jahrzehntelangen, intensiven Arbeit in Unterricht, Bibllstunde und Seelsorge behoben werden können, damit so unseren Landleuten die Gotieskrafte der Bibel wieder zugänglich gemacht werden können. — Dem Vortrag folgte eine angeregte Besprechung, in die besonders Schulrat Scherer- Offenbach und Prof. D. Schian - Gießen fruchtbare Gedanken hineintrugen.
3n der Nachmittagsversammlung sprach Pfarrer Grüner aus Rauschenberg bei Marburg über die Frage: „Warum können wir das Alle Testament in Unterricht und Predigt nicht miffen?" Er ging aus von der bekannten Gegnerschaft gegen das A. T., die zum Teil aus der heutigen antisemitischen Bewegung und einer Ueberspannung des deutsch-völkischen Bewußtseins M 'erklären ist. Demgegenüber wies der Referent darauf hin, daß 3srael das klassische Doll des Monotheismus war, ohne das das Wesen Jesu Christi unerklärbar ist. Darum können wir, wiewohl viel Unterchristliches im A. T. zu finden ist, seiner Glaubensgröhe, zumal in den Psalmen und bei den Propheten, nicht entbehren. — Die Aussprache stimmte dem Vortrag durchaus zu; es wurde besonders der Vorschlag erwogen, weniger wertvolle Bestandteile des A. T. auszu- scheiden, um etwaige Verwirrungen zu verhindern.
Man kann wohl sagen, daß die Tagung, die unter der bewährten Leitung von Pfarrer S c r i b a - Eichelsdorf stand, manchen wertvollen Gedanken und Wegweiser zur Bewältigung schwiettger Lebensfragen unseres Landvolkes bot.
Vermischtes.
Berlin, 28. Sept. Zwischen Sarstedt und Hannover st a ch in einem vollbesetzten Abteil der 4. Klasse ohne jede Veranlassung ein Reisender einem anderen mit einem Mes f e r in die Brust. Der Getroffene brach t o t zusammen. Die mitreisenden Augenzeugen verprügelten den Mörder bis zur Unkenntlichkeit und warfen ihn aus dem Zuge auf die Schienen. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, daß der Mörder die Tat nur deshalb verübte, um den Winter im Zuchthaus sitzen zu können.
* Der Drachenfels bei Bonn a. Rh. ist, wie vom Bund deutscher Bodenreformer mitgeteilt wird, in den Besitz eines Franzosen übergegangen Der Hochschulring beut- fcher 21 r t bemerkt zu dieser Nachricht, daß die ihm angeschlosfenen Verbände künftighin dieses Lokal meiden werden, wie überhaupt alle Hotels. Gasthäuser, Lokale ufw., die in den Besitz von Ausländern übergegangen sind, gemieden werden
sollen, damit gezeigt wird, daß es unnational ist, deutschen Besitz an Ausländer zu verschachern.
Eine furchtbare Explosionskatastrophe infolge Blitzschlages.
. S p e z i a. 28. Sept. (WTB.) Heute nacht ist in der Nähe der Ortschaft SantaTere- s a, zwischen Muggianv und Pertulosa, in der Festung F a l c o n a r a, ein Lager von Explosivstoffen infolgeVlitzschla-- ges in d i e Luft geflogen. Das Fort Falconara ist vollständig zerstört worden. Besonders gelitten hat auch die Ortschaft St. Fe- renzv. Zufolge des Luftdruckes wurden die meisten Dächer in diesem Orte abgehoben. Viele Häuser sind eingestürzt und fast alle stark beschädigt. Nach den bisher vorliegenden Meldungen sind 10 0 Personen getötet und 40 0 verwundet worden.
Kirchliche Nachrichten.
3fr. Religionsgesellschaft: Sabbatfeier 30. Sept. Freitag abd. 5,40, Samstag vorm. 8,00 Predigt, nachm. 4,00, Sabbatausgang 6,55. Sonntag morg. 5,00, nachm. 2,30. Montag, 2. Ott. Dersöhnungs- sest. BoraR». 6,15 Predigt, morg. 5,55, Festesausgang 6,42. Wochengotteso.: morg. 6,30, adds. 5,30. — Jsk. Neliaionsgemeinde: Gottesd. L d. Synagoge (Sudanlage): Samstag. 30. Sept. Borabd. 5,45, morg. 8,30, abds. 6,15 und 6,55.
Gondel.
Berlin, '28. Sept. Börsen st immungs- bild. Unter großer Zurückhaltung der Verkäufer stellten sich die Devisenkurse im Dormittagsverkehr anfangs wesentlich höher, neigten dann aber bei einzelnen Abgaben zur Abschwächung unb gaben bei Beginn des offiziellen Verkehrs weiter etwas nach. Die Haltung des Effektenmarktes war daraufhin unsicher, was sich namentlich für Zndustrieaktien geltend machte Auch wurde darauf hingewiesen, daß die Unsicherheit der innen- und außenpolitischen Lage die Unternehmungslust beeinträchtigt. Die Montanwerke, chemischen Papiere und Elektrizitätsaktien gestalteten sich vorwiegend mäßig niedriger, ßaura* Hütte büßten anfangs sogar 25 Proz. ein, dagegen wurden Harpener zu steigenden Kursen lebhaft umgeseht. Große Umsätze fanben auch in Kolo- nialwerten, namentlich in Otaviaktien, statt, die 600 Prvz. gewannen. Auch andere Valutapapiere wie Kanadaaktien und mexikanische Anleihen wurden ansehnlich höher bezahlt. Schiffahrtsaktien erzielten gleichfalls Besserungen von etwa 5 bis 50 Proz. Bedeutende Steigerungen erfuhren namentlich 4proz. und 3^/gproz. deuttche Reichsanleihen auf angeblich ausländische Käufe. Russische Konsols nahmen gleichfalls an der Aufwärtsbewegung teil. Türkische Anleihen schwächten sich etwas ab. 3m späteren Verlauf trat jedoch eine leichte Befestigung auf die gute Haltung der nur zum Einheitskurse gehandelten Industrie- Papiere ein.
Frankfurt a. M., 29. Sept. Börsen- stimmungsbild. Dollarkurs im Frühverkehr 1660—1640, im Mrlaufe 1620. Die Umsätze in ausländischen Zahlungsmitteln waren heute nicht groß; die Stimmung war schwächer. Am Effektenmarkt war die Grundstimmang uneinheitlich, das Geschäft gegenüber den Vortagen ruhiger. Oberschlesische Werte neigten zur Abschwächung. Gelsenkirchen, Phönix fest. Qlutoaftien unterlagen gleichfalls Schwankungen. Die führenden Papiere Der chemischen Industrie wiesen Kursabschwächungen von 50—30 Prozent auf. Belfer gehalten waren Anilinwerte. Am Markt der Elektrizitäts- Werte vollzog sich die Kursbewegung nicht einheitlich. Niedriger waren 21®.®., Siemens u. Halske, Schuckert. Bei den Bankaktien waren die Veränderungen nicht erheblich. Metallbank büßte 10 Prozent ein. Otavi-Mienen 6900, Türkenwerte schwächer, fest lagen bprozentige Bulgaren. Wegen Schwierigkeiten in der Limiterneuerung wird die Frankfurter Börse am Montag, 2. Oft, geschlossen. Devisen und Noten werden notiert. Dollarnotierung um 1 Uhr. 1630.
Berliner Devisenmarkt.
(yeio Brief Geld Brief Datum: 27. September 28. September
Amstd -Rotterd. 64119,75 64280,25 65518,- 65682 - Brussel-Antw. 11885,10 11914,9011785,25 11814,75 Chttstiania . . . 27815,15 27884,85 28614,15 28685,85 Kopenhagen . . 34107,30 34192,70 34-106,90 34-193,10 Stockholm. . . . 43445,60 43554,40 43845.10 43954,60 SelsingforS. .. 3645,40 3654,60 3745,30 3754,70 Italien . 7066,15 7083,85 6991,25 7008,75 London 7290,85 7309,15 7415,70 7434,30 Deuyork 1652,93 1657,07 1665/11 1669,59 Paris .... 12634,15 12665,85 12559,25 12590,75 Schweiz 30951,25 31038,75 30861,35 30938,65 Spanien .... 25063,60 25131,10 25068,60 25131,40 Deutsch-Oesterr, 2,05 2,09 2,13 2,17
Prag 4988,75 5001,25 5228,45 5241,55 Budapest .... 60,92 61,08
Buenos Aires . 584,25 585,75 592,25 593,75 Bulgarien . . . 973,75 976,25 , - ,
Japan 789,- 791, 789,- 791,90
Züricher Devisenmarkt
28.-9. 29. 9.
Wechsel auf
Schweizer Franken
Holland 100 51. = 207.75 208.
Deutschland 100 Mk. -- 0,31 0.32
Wien 100 Kr. = 0.0075 0.0075 Prag 100 Kr. = 16.65 16.50
Paris 100 Fr. --- «0.65 40.55
London 1 £ =- 23.58 23.55
Italien 100 2. = 22.80 22.65
Brüssel 100 Fr. -- 38.40 38.40
Budapest 100 Kr. ----- 0.21 0.21
Reuyork 100 $ ----- 536.- 536.12
Agram 100 Kr. — 1.80 1.85
Warschau 100 Är. — 0,06 0.06
Marknotterung«.
Saturn: 1.7.14 27. 9. 28.9.
Zürich Fr. 125.40 -,32 -,32
Amsterdam Fl. 59.20 — ,17 -,15
Kopenhagen Kr. 88.80 -,32 — ,31
Stockholm Kr. 88.80 -,25 -.23
Wien Rt. 117.80
Prag Kr. 117.80
London Sh. 97.80 0,026 0,024
Neuyork $ 23.80 0,06 -,06
Patts Fr. 125.40 0,80 0,80
Börsenkurse.
Datum: 6"/°Dtsch. RetchSanleihe 4*7o Dergleichen 3’/27° Dergleichen 3% Dergleichen Dtsch.Svar-Präm.-Anl. 4% Preußische KonsolS 4°/0 Hessen 3‘/tc/o Hessen 3% Hessen
Frankfurt a. M. Berlin Schlich- 1«Uhr» Schluß« Anfang«-
Kurs flute fiurs Kurs
28.9. 29.9. 28.9. 00.0.
77,50 77,— 77,50 0000,—
200,— 195,- 200,- 0000,—
110,- —,- 115,- 0000,—
380,- -,— 385,- 0000,—
79,50 79,30 0000,—
86,- —85,- 0000,-
73,50 -,— 73,50 0000-
-,- -,- -,- 0000-
67,— —,— 87,— 0000,—
47° Zolltürken .... -,— 1125,- 1200,- 0000 —
57° Goldmerikaner . 21200,- -,- 21300,- 0000,-
Berliner Handelsges. . 155Ü- —,— 1500,— 0000 — Commerz- u. Privatbk. 325,— —,— 320,— 0000,— Darnist.u-Nattonalbank 307,— —,— 312,- 0000,— Deutsche Bank 615,— 620 — 610,- 0000,— Deutsche Vereinsbank. 212,— —,— —,— 0000,— Disconto Commandil . 420,— —,— 435,— 0000,— Metalibank 1220,- 1210- -,- 0000,- Mitteldeut. Creditbank 310,— -,- 310,- 00o0,- Oesterr. Kreditanstalt. 324,— 310,— 311,— 0000,—
Bochumer Guß -,- 2470 - 2575,- 0000,- Buderus 1368,- 1390,- 1350,- 0000,- Caro 1170,- 1190,- 1075,— 0000,- Deuksch-Luremburg. . .2475,— 2450,- 2500 — 0000,- GelsenkirchenerBergiv. 2550,— 2550,— 2700,— 0000,— Harvener Bergbau. . . 5240,- 5500,— 5150,— 0000,— Kaliwerk Aschersleben. 1780,— 1780,- 1768,- 0000,— Kaliwerk Westeregeln . 2245,— —,— —0000,— Laurahütle 3850,— —,— —,— 0000,— Oberbedarf 1520,- 1500,- 1500,- 0000,- Bbänir Bergbau 3250,- A450,— 3300- 0000,— Rheinstahl 1350,— 2500,- -,— 0000,— Riebeck Montan .... —,— 2925,- 2875,- 0000,- Tellus Bergbau 997,— —,— —,— 0000,— Hamburg-Ainer. Paket 790,— 800,— 780,- 0000,— Norddeutscher Lloyd. . 542,— 540,— 540,— 0000,—
ementwerkHeidelberg 1198,— 1170,— —,— 0000,—
-hilipp Holzmann . . . 700,— 670,— 790,— 0000,—
Anglo-Cont.-Guano. . . —,— —,— 2785,— 0000,— Badische Anilin 1649,- 16W,- 1654,— 0000,— Goldschmidt........1370,— 1349,— 1375 — 0000,—
Griesheimer Electron. 1287,50 1285,— 1265,- 0000,— Höchster Farbwerke . . 1270,— 1270,— 1294,— 0000,— Holzverkohlung 1002,— 970,— —,— 0000,— Nütgerswerke 964,- 979,- 950,— 0000,— Scheideanstalt 1638,- 1599,— —,- 0000,— Allg. Elektttzitäts-Ges. -,- 820,- 835,- 0000,- Bergwann 800,— 795,- 800,- 0000,— Schuckert.......... 1250,- 1210,- 1230,- 0000,-
Siemens & Halske. . . 1920,— 1900- 1890,- 0000,-
Adlerwerke Kleyer. . . 500,— 480,— 511,- 0000,—
Daimler Motoren.... 525,— 520,— 517,50 0000,—
Henltgenstaedt...... 1050,— —,- —0000,—
Meguin.......... -,— —,— 1150,- 0000,—
Metallges. Frankfurt. . —1815»— —,— 0000,— Schubfabrik Herz.... 550,— —,— —,— 0000,—
Sichel............ 598,— —,— —,— 0000,—
Zellstoff Waldhos . . . . 975,— 980,- 960,— 0000,—
Zuckerfabr.Frankeuihal 948,— —,— —,— 0000,—
ZuckerfabttkWagdäusel 948,— 955,— —,— 0000,—
Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt.
Frankfurt a. M, 28. Sept. (Amtlich.) Matttverlauf: Kälber und Schweine bei ruhigem Handel geräumt. Schweine zu Preisen wie Mon° tagsnottt, ruhiger Handel; Preisnotierung infolge unzureichender Unterlagen unterlassen. Es bleibt Ueberstand. Im einzelnen ist zu bemerken: Auf- getrieben waren 555 Kälber, 503 Schüfe und 429 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten, 10 500—11 200 Mk., mittlere Qualitäten, 9500 bis 10 400 Mk., geringe Qualitäten, 8500—9400 Mk.. geringste Qualitäten 7200—8200 Mk. Schafe 3500 bis 8100 Mk. Außerdem wurden 50 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um soviel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich schließen.
Berliner Produttemnarkt.
B e r l i n, 28. Sept. Im (Sinflange mit der vormittägigen Devisensteigerung erhöhten sich auch die Preisforderungen am Produktenmarkte. In Mais und Roggen entwickelte sich auch zu höheren Preisen ein zienrlich lebhaftes Geschäft. Späterhin wurden die Käufer auf die Abschwächung der Devisenkurse zurückhaltend tind die cm Vormittag gezahlten Preise konnten nicht mehr erzielt werden, wermgleich die Haltung immer noch ziemlich fest blieb. Weizen wurde bei befriedigendem Mehlgeschäft seitens der Mühlen gekauft. Roggen war vielseitig begehrt und stellte sich infolge des schwachen inländischen Angebots wie alle anderen Artikel teurer als gestern. Roggenmehl war wenig am Markte und viel gesucht. Gerste wurde namentlich in guter Sommergerste höher bezahlt. Hafer stieg im Preise auf lebhafte Nachfrage für den Konsum. In Mais suchten Brennereien Anschaffungen zu machen. Futterstoffe, ferner Oel° faaten und Hülsenfrüchte hatten feste Haltung. Weizen, märkischen, 3400—3350 Mk. (fest), Roggen, märkischen, 3100-3050 Mk., pommerschen 3100 bis 3080 Mk., ost preußischen 2950—3000 (abgc schwächt), Sommergerste 3250—3350 Mk., Wintergerste 2850—2950 Mk. (fester), Hafer, märkischen, 3400—3500 Mk. 1 fester), Mais, La Plata, loco Berlin. 3400-3500 Mk. (fest), ohne Prov.. Waggon frei Hamburg, 3300—3400 Mk., Weizenmehl (100 Kg.) 9400—10 000 Mk. (sehr fest), Roggenmehl (100 Kg.) 7500-8200 Mk. (sehr fest), Weizen- fleie 1900 Ml. (fest), Roggenkleie 1900-1950 Mk. (fest), Raps 4200 -4500 Mk (steigend), Viktoria- erbsen 5700-5900 Mk., kleine Erbserr 4400—4700 Mark, Futtererbsen 3100—3300 Ml., Peluschken 2900—3100 Mk., Ackerbohnen 2900—3100 Mk., Lupinen, blau, 1800—2100 Mk„ gelb 2100—2300 Mark, Rapskuchen 2100—2300 Mk„ Leinkuchen 3300-3500 Mk., Trvckenschniyel 1850—2000 Mk. Rauhfutter: Weiten- u. Roggenstroh, drahtgeb. 850—900 Mk.. Hafetstroh, drahtgepreht. 850—900 Matt, Stroh, strohseilgebündelt, 850—900 Mk., Wiesenheu, gut, gesund und trocken, Vormahd 580-630 Mk., Nachmahd 510-580 Mk.
Letzte Nachrichten.
Die Lage im Osten.
London, 29. Sept. (WTV.) General Maurice drahtet der „Daily News" aus Konstantinopel, die Lage in Tschanak werde ständig verwickelter. Immer mehr türkische Truppen überschritten die Grenze und ständen jetzt überall in Fühlung mit den britischen Truppen in einem
BAD-NAUHEIM Hupfelds Kurpark-Kasino Zar Klrobweihe am 1. and 2. Oktober 1922 nachmittags und abends :: Tanz ::
Gastspiel der Orig. Majestic Jazz Band. I Wahrend fleeWinlera geöffnet, ebenso „Hnpfehk j
Privat-Hotel". ßarage. Stallaagen. 3t83D J
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