Ausgabe 
28.7.1922
 
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aebörie, totomete sich nach dem Kriege 1866 dem ©tubhim der juristischen Wissenschaften, trat dann in grvßherzoglich-hessische Dienste und war einer der besten Kenner her hessi­schen Staats- und Familiengeschichte. Den Krieg von 1870,71 machte er als freiwilliger Offizier des hessischen Leib-Garde-Regiments tn Darmstadt mit und wurde bei Gravelotte verwundet. Aach seinem Aebertritt in den Ruhestand wohnte er hier in Fronhausen.

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gum dritten Iugendtag des

Vogelsberger Höhenclubs.

Don Friedrich Wentzel.

Das Leitmotiv der Jugendbewegung war und ist trotz allen Auswüchsen und Entartungen die richtige Erlcnntnis, daß die in den Steinkäfigen der Städte lebende Jugend wieder den Anschluß an die Datur gewinnen muh, wenn die krankhafte älebersättigung und äleberfeinerung unserer Kul­tur überwunden, die Jugend ihrer in der Zukunft harrenden Aufgabe gerecht werden soll, einst die Trägerin der kulturellen Weiterbildung zu sein. Zugleich lag darin ein wohlbegrundeter Einspruch gegen die herkömmliche Art der Schulbildung, die in viel Werl auf Buchwissen legte und zu wenig die Raturbeobachtung betonte. Dah man die Fühlung mit der Aatur vor allem durch W a n d e r n zu erreichen suchte, war natürlich, und wenn auch viel Bizarres und Groteskes mit unter­lief, der Gedanke war richtig, und es bedurfte mir der tätigen Mitwirkung verständiger und ver­ständnisvoller Erwachsener, um die Wandersehn- fucht der Jugend in richtige Bahnen zu lenken.

Dies war maßgebend für den Vogels - Verger Höhenclub, als er sich entschloh, sei­nen Sektionen Iugendgruppen anzugliedern. 3n der kurzen Zeit seines Bestehens ist der Iung- D. H. E. zu einer stattlichen Gemeinde heran­gewachsen, die erwarten läßt, dah hier ein Boden bereitet wird, auf dem Gutes gedeiht für unsere Jugend und für unser Volk. Vielgestaltig ist die Arbeit, die in den Iugendgruppen geleistet wer­ben soll, ober alle Mannigfaltigkeit hat eine ge­meinsame Grundlage: das erziehliche Moment im Sinne verständnisvoller Anleitung. Voran steht die Erzieh ungzumrichtigenWandern. Denn dies muh gelernt sein. Es handelt sich dabei nicht nur um die technische Seite, um die Heber-» mittlung langerprobter Grundsätze und Erfahrun­gen beim Wandern. Viel wichtiger ist die geistige Einstellung. Denn der Wanderer soll nicht blöden Geistes die Landschaft durchziehen, um am Ende des Tages eine bestimmte Zahl durchmessener Kilometer fest stellen zu können. Gr soll sehen und beobachten und von seiner Wanderung einen geistigen Gewinn.Heimbringen. Wie diel gibt es da nicht zu sehen und innerlich zu verarbeiten. Aus der großen Fülle des Beachtens­werten sei nur hervorgehob^r der wunderbare architettonischs Aufbau der deutschen Mittel­gebirgslandschaft mit ihrem reizvollen Wechsel der Linien, der nirgends Eintönigkeit zuläht, oder die zarte Abgestimmtheil der Farben und der Wech­sel der Beleuchtung. All das verleiht gerade der deutschen Landschaft vor anderen einen ganz be­sonderen, eigenartigen Reiz. Qlber das muh man sehen und beobachten lernen, und dazu bedarf es i>ö Anleitung. Richt gering ist der geistige Ge­winn. Wer empfänglich ist für die Stimmung, Formen und Farben der Landschaft, der entdeckt ihre Seele, der lebt nicht nur in, sondern auch m i t seiner Heimat. Er wurzelt fest auf dem Hei­matboden, von dem er mit Stolz sagt: das ist mein Land, mein Vaterland! Dann setzt man Kraft und Willen ein zur Erhaltung und Förderung dieses Landes. So erwächst Heimattreue und heimatfrohe Gesinnung. Beim Wandern in Gesellschaft muh auf strenge Wanderord­nung gehalten werden. Es geht nicht an, dah der Sinzelne, oder Heine Gruppen sich absondern und nach eignem Gutdünken die Wanderung ausfüh­ren. Hier gilt nur das Wort des Führers. Ist hier nicht eine gute Schule für die Unterorbnunq unter den Aelteren und Erfahreneren auf Grund eigner Einsicht gegeben ? Aber auch abgesehen vom eigentlichen Wandern kann sich erziehlicher Einfluh in höherem Sinne geltend machen. Es wird auch die Geselligkeit gepflegt, und die Zugendgruppen haben ihre besonderen Abende, an denen stch ihre Mitglieder versammeln. Hier bietet sich ein weites Feld für anregende und geiftbil* tenbe Betätigung Welchen Stoff bieten nicht für Besprechungen und kleinere Vorträge die Erd- und Dirischastslunde, Erdgeschichte und Geschichte der Heimat und des Wandergebietes! So manche Frage des öffentlichen Lebens gibt Anlah zu sach- licher Erörterung und Gelegenheit zur Förderung Jlaatäbiirgerlicber Gesinnung und Betätigung. Zranst, Literatur Musik kommen nicht zu kurz. In all dem hat noch viel zu geschehen. In einzelnen Iugendgruppen ist schon manches Gute an den geieHtgcn Abenden erreicht worden, und es be­rechtigt zu schönen Hofsnungen. Aber in den mei­sten Gruppen ist noch sehr viel zu tun Mögen sie zahlreiche willige und verständnisvolle Helfer fin­den! Denn hier wrackt eine besonders schöne Auf­gabe: unsere Jugend hinauszuführen über den oben Materialismus unserer Tage und zu begei­stern für eine höhere Welt geistigen Seins!

Am 12. und 13. August findet in Gießender Dritte Iugendtag des D. H. C. statt. Die Vertreter der einzelnen Iugendgruppen wer­den zusommentreten und beraten über den weiteren Ausbau bet Gruppen und die Förderung ihrer Ziele und Aufgaben. Möge die Tagung gute Er­gebnisse zeitigen. Denn auch hier werden Steine veigetragen zum Wiederaufbau unseres deutschen Vaterlandes.

Kirche und Schule.

* Freie Schulst ekle n. Erledigt sind zwei Hchulstellen an der Volksschule zu Dietzenbach, Kreis Offenbach. Hiervon ist eine mit einem evan­gelischen Lehrer und eine mit einer evangelischen Lehrerin zu besetzen. Erledigt ist eine mit einem

evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle an der Volksschule zu Dreieichenhain, Kreis Offenbach, und eine mit einem katholischen Lehrer zu besehende Schulstelle an der Volksschule zu Eppertshausen, Kreis Dieburg. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu be­sehende Schulstelle zu Steinbach, Kreis Er­bach. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besehende Schulstelle zuMerkenfritz, Kreis Büdingen; eine mit einem ev angelischen Lehrer zu besetzende Schulst eile zu Unter» Schmitten, Kreis Büdingen: eine mit einem katholischen Lehrer zu besehende Schulstelle zu Sponsheim, Kreis Bingen: eine mit einem evangelischen Lehrer zu besehende Schulstelle zu Michelstadt, Kreis Erbach. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besehende Schul- stelle zu Ober-Rosbach, Kreis Friedberg.

* Kirchliche Dienstnachricht. Am 24. Juli l. Is. wurde dem Pfarrer Heinrich Wagner zu Stockfladt die Pfarrstelle an der evangelischen Gesamtgemeinde Darmstadt für die Krankenhäuser übertragen.

Landwirtschaft.

)( Aus dem Riddatal, 27. Juli. Am Samstag und Sonntag gingen in hiesiger Gegend sehr schwere Gewitterregen nieder, auch heute regnete es ununterbrochen, so baß endlich dem ausgedörrten Boden bbe nötige Feuchtigkeit zu­geführt wurde. Vereinzelt wird hie und da schon Korn geschnitten, doch zieht sich diesmal die Ernte infolge des verschiedenen Stan­des der Frucht langer hinaus als sonst. Früh­kartoffeln zeigen reichen Behang, die Preise schwanken zwischen 400600 Mk., auch die spä­teren Kartoffeln versprechen bei günstigem Wet­ter eine sowohl nach Menge und Güte sehr gute Ernte. Hoffentlich wird der Preis infolgedessen auch erschwinglich bleiben. Felder, Gärten und Obstbäume sowie die reich begangenen Trauben­stöcke brauchen jetzt warmes, beständiges Wetter, das hoffentlich die Hundstage bringen werden.

Gerichtssaal.

Aus dem besetzten Gebiet.

tob. Mainz, 27. Juli. Das Kriegs- a e r i ch t des Generalstabs der französischen Rheinarmee in Mainz Verurteilte den Bür­germeister Ludwig Alexander aus Gonsen- 'htzim bei Worms zu einem Monat Gefängnis und 10 000 Mark Geldstrafe, weil er laut Anklageschrift der französischen Militär staats-- anwaltschast: 1. sreigewordene Währungen der Gemeinde Gonsenheim nach der Vorschrift der Rheinlan.dvrdnung nicht der französischen De- satzungsbbhörde gemeldet und 2. weil er Befehle des zuständigen französischen Militärkommandos auf zwangsweise Räumung von Wohnungen und Wohnräumen, die von der französischen Woh­nungskommission der Garnison Gonsenheim be­schlagnahmt waren, nicht ausgeführt habe. Be­züglich der Gefängnisstrafe wurde Strafaufschub gewährt. Ein Mitangeklagter Holländer und seine Mütter wurden zu je 3000 Mark Geld­strafe verurteilt, weil sie ein in ihrer Villa für die Franzosen beschlagnahmtes Zimmer auf mili­tärischen Befehl nicht freiwillig geräumt haben.

Turnen, Sport unh Spiel.

Rhön-SegelflrtgwetLbewerb.

* Am 9. August wird auf der Wasserkuppe der diesjährige Rhön-Segelflugwett- bewerb ausgetragen. Der Verband deutscher Flugzeugindustrieller hat einen 100 000-Mark- Segelflugpreis für einen motorlosen Flug von mindestens 40 Minuten Dauer ausgeschrieben. Die Vorarbeiten für den Wettbewerb sind in vollem Gange, die Bauten auf der Wasserkuppe sind um drei massive Hallen und eine Anzahl kleinerer Schuppen vermehrt worden.

Vernaschtes.

* Das Ende der Mistel in Schleswig- Holstein. Wie in der MonatsschriftDie Heimat" berichtet wird, sind in Schleswig-Holstein die letzten Misteln ausgestorben. Roch vor Jahrzehnten war diese einst dem Volk so vertraute und mit heiligen Kräften ausgestattete Pflanze in der Provinz ver­schiedentlich zu finben. Die beiden letzten Misteln bewohnten eine Dirke im Segeberger Forst und standen als Naturdenkmal unter Schuh Mit dem Rbsterben der Birke im Jahre 1921 haben auch die beiden Gäste, die sich von ihrem Safte nährten, ein Ende gefunden. Run hat man die Mistel künst­lich auf einem Baum beim Kieler Realgymna­sium eingebürgert; doch ist es bisher noch nicht gelungen, sie auf andere Bäume zu übertragen.

Ein verschwindender Berg­gipfel. Das Observatorium auf dem Gipfel des Piv du Midi, das in einer Höhe von 8500 Fuß liegt, ist einer Katastrophe zum Opfer gefallen. Eine Terrasse von Porphyr­gestein, die die Spitze des Berges bildet, ist nämlich zusammengestürzt, und zwar liegt die Ursache für diesen Zusammenbruch des Berggipfels in der Bildung von Höhlen, die während des Winters wahrscheinlich entstan­den sind, aber bisher mit Schnee gefüllt waren, der nun abschmilzt. Ein großer Tell des Obserdatorium-Gebäudes ist in die Höhlen gestürzt, und "man fürchtet, daß sich auch der Rest nicht mehr erhalten lassen wird. Die Astronomen, die den Dau bewohnten, und die sich glücklicherweise retten konnten, haben in Larbey um Hilfe gebeten, und es sind bereits Ingenieure unterwegs, die untersuchen sollen, ob die noch stehenden Teile des Ge­bäudes gestützt werden können oder ob der ganze Gipfel so unterhöhlt ist, daß das Labo­ratorium aufgegeben werden muß.

Vie Bauernschaft Wißmar sucht auf 7 bis 8 Wochen eine vollständige Dreschgarnitur mit Stellung von 3 Mann und Bindegarn, einseitig bindend. Zuschriften sind zu richten an den Dor- fihenden Heinrich Stroh, HauS Nummer 110.

Endtermin: 5. August. 07385

Wißmar (Kreis Wetzlar).

'Der unparteiische Zeitung Shändler. I In den ersten Tagen des Buchdruckerstreiks, in denen ' die meisten großen Zeitungen nicht mehr erschienen, stand in der Friedrichstraße ein Zeitungshändler und hatte nur denVorwärts" und dieDeutsche Zeitung" zu verkaufen. Der nutzte die Konjunktur auf originelle Weise aus, denn demjenigen, der eine von beiden Zeitungen haben wollte, rief er, wie imBlauen Heft" erzählt wird, kategorisch zu: Bitte rechts und links, ich verkaufe nur deide zusammen!"

Handel.

Die Verteuerung der Kohle.

D e r [ i n, 27. Juli. (WTB.) In Verfolg der in diesen Tagen tm Bergbau bewilligten Lohn­erhöhungen hatten die Organe der Kohlen­wirtschaft heute neue Kohlenpreisfest- sehungen vorzunehmen. Es wurde einstimmig beschlossen, die Lohnerhöhungen und sonstigen Zu­schläge für Materialien usw. durch Preiserhöhun­gen nach dem bisherigen Schlüssel abzugelten. Dementsprechend tritt für das Ruhrrevier eine Preiserhöhung von 205.40 Mark netto je Tonne Fettförderkohle ein, die einschließlich Steuern usw. eine Erhöhung um 305 Mark brutto bedingt. In der gleichen Weise erhöhen sich die Preise für rheinische Rohbraunkohle um 28.60 Mark und für dortige Briketts um 112.50 Mark, beides netto und für die mitteldeutschen und ostelbischen Kern­reviere um 59.50 bzw. 178.50 Mari netto. Die Erhöhungen treten am 1. August in Kraft.

Berlin, 27. Juli. Börsen st immungs- bild. Bei unverminderter Geschäftsstille, die so­wohl im Devisen- als auch im Effektengeschäft an- hielt. war die Kursbildung für Devisen etwas fester, für Effekten aber unregelmäßig und über­wiegend abgeschwächt. Die Einbußen betrugen an­fangs 10 bis 20 Prozent, vereinzelt darüber, für Harpener und Rheinstahl bis 35 Proz. Unter dem Drucke der Geschäftsstille bröckelten dann die Kurse zunächst weiter ab. Einige mäßige Kurssteigerun­gen, die am Montanmarkte und anderwärts zu bemerken waren, änderten an dem Bilde der Lustlosigkeit nichts. Die Spekulation wandte sich im weiteren Derkmfe einzelnen Spezialpapieren zu. So wurden von Auslandsrenten, die bei ge­ringem Geschäft im allgemeinen wenig verändert waren, ungarische Goldrente und Mexikaner bei beträchtlich erhöhten Kursen stärk gekauft. Auch 6proz. bulgarische Hypotheken und Pfandbriefe stiegen um 200 Prozent. Ein größeres Geschäft bei steigenden Kursen entwickelten bereinigte Elb- schiffahrtspapiere und OtaDianteile. Am Ein­heitskursenmarkte machten sich auf Grund ermäßig­ten Kursstandes verschiedentlich Anlagekäufe be­merkbar.

Sranffurt a. M., 27. Juli. (Börsen- stimmungsbild.) Die Börse bot auch heute ein recht unklares Bild. Die starke Zurückhal­tung hielt weiter an. Eine Ausnahme bei dem sonst ruhigen Verkehr bildete lediglich der Markt der ausländischen Renten und Attien. Im freien Verkehr war das Geschäft schleppend. Benz 505, Drown-Boweri 380, Decker-Stahl 515, Ufa 228, Inag 400. Am Montanaktienmarkt standen Har­pener wieder im Vordergrund des Interesses. Geringfügig sind die Preisbewegungen in Me­tall-, Maschinen- und Autoattien. Einzelne che­mische Aktien hatten wiederum Preisabschläge zu verzeichnen. Niedriger setzten Anilinwerte ein. Zuckerfabrikaktien tagen teilweise schwächer. Schiffahrtsaktien neigten nach unten. Am Ein- heitsmarkte traten nur wenige Papiere mit festerer Tendenz hervor. Der Dollar wurde 524 bis 517 genannt Der Schluß der Börse war ruhig. Privatdiskont 5 Prozent.

Frankfurt a. M.. 28 Juli 1922.

Berlin

Schluß- Schluß- Schluß- Schluß

Kurs Kurs

8,55

716,

739,

1.7.14.

125.40

59.20

88.80

88.80

27.7.

1,01 -,4b -,95 -,?6

Bad.Anilin-u. Soda Höchster Farbwerke. Allg. Elektr.-Ges. . . Felten L Guilleaume Schuckert-Werke. . . Adlerwerke Daimler 4O/o Hess. Staatsanl. Electron Griesheim Dtsche. Vereinsbarck

-.19

2,52

27. v.

77.50 117, 200 -

83,12 450,- 329,- 281,- 268,- 462,- 387,- 282,- 240,- 272 -

Börsenkurse.

Frankfurt

241,- 272,25

2300, - 749,-

1210,-

1319,-

2975,-

870,- 665,

1386, - 808,- 711, 727,- 822,- 750,- 46a,

416,50

74,-

770,»

760,- 468,- 415,

76,- 790.- 180,-

Kurs 27. 7.

77,50 117. 206,-

80,50 442,-

324 - 281,- 269,- 465,- 387,50

699,- 1425 -

812 712,- 720,- 815,- 740,- 47b,- 419,-

75,- 765,- 179.-

26. 7.

1,03

-.50

,93

-.78

6535,

8,60

2,29 ,19 2,35

Marknotteruagen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

26.7

77,50 116,25 2u0,-

81,50 445.- 330,- 284,- 268,-

<77, 390,- 284,- 242,-

268.-

Datum:

5% Dtsch. Kriegscml. 4°/o Disch. Reichsanl. 3° o Dtsch. Reichsanl. 46/0 Preuß. Konsuls Hamburg-Paketf.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Mitteld. Creditbank. Nattonalbank f. D. . Doch. Gußstahlwerke

Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Stockholm . Wien.... Prag.... London. . . Reuyork . . Paris. . . .

Fr. Fl. Kr. Kr.

. Kr. 117.80

. Kr. 117.80

. Sh. 97.80

. r 23.80

. Fr. 125-40

Kurs 26.7.

77,50

117

200,-

81,50

445,-

324,-

281,-

270,-

470,-

389,» 282,- 243,- 273 -

1340,-

799,-

1215,- 1330,- 3025,-

87C,-

681,-

1430,

795,-

711,-

731,-

810,-

765,-

461,-

419,50

74,50

755,-

Bud.- Eisenw.°Akt.. 755» 7?0 D.-Luremb.Bergw.. 1230,- 2210

Gelsenkirch. Bergto.. 1^10,- 1300 Harpener Bergbau. 3000,- 3-00,

Oberschl. Eisenb.-B. S75,- 8bo, Oberschles. Eisenind. 700 Phönir-Bergb.^Akt. 1450,

Berliner Devisenmarkt.

Geld Dries Geld Dries

Datum: 26. Juli. 27. Juli.

Amstd.-Rotterd. 19950,- 20000,- 20049 9020100,10 Drüssel-Anttv. . 4044,9a 4055,10 tu8ß 85 4100.15 Ehristtania . . . 8679,16 8700,n0 8739,05 8760,55 Kopenhagen . . 11076,10 11103,9011151 - 11179,- Stockholm. . . . 13382,25 13416,75 13458.15 13491,85

HelsingforS . . . 1065,65 1068,35 1080,60 1083 40

Italien 2352,05 2357,95 2382, - 2388'-

London 2292,10 2297,90 2307,10 2312,10

Reuyork 513,35 514,65 519,84 521,16

Paris 4269,65 4280,35 4314 60 4325,10 Schweiz 9742,80 9767,20 9887.60 9912,40

Spanien 7950,05 7969,95 8044,85 8115,15

Deutsch-Oesterr» 1,43 1,47 1,48 1,52

Prag 1193,50 1196,50 1170,50 1173,50

Budapest .... 33,70 33^0 34,55 34,65

Buenos Aires . 183,50 189,- 189,62 190,12.

Bulgarien . . . 330,55 331,45 324,05 324,9-

Japan 243,50 244,50 2-7,50 248,50

Rio de Janeiro 6941,- 6959,- 7041,- 7059, - Züricher Devisenmarkt.

27. 7. 28 7,

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 FI. =3 204.25 204.25 Deutschland 100 Mk. ----- 1.- 0.99

Wien 100 Kr. = 0.017 0.017

Prag 100 Kr. ----- 12.- 11.90

Paris 100 Fr. = 43.50 43.65

London 1 £ = 23.42 23.42

Italien 100 S. = 24.05 24.20

Brüssel 100 Fr. = 41.30 41.40

Budapest 100 Kr. ---- 0.35 0.47

Reuyork 100 $ = 527 - 520.25

Agram 100 Kr. ---- 1.65 1,60

Warschau 100 Kr. 0,085 0,085

Märkte.

Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt.

" Frankfurt a. M., 27. Juli. (Amtl.) Marktverkauf: Kälber und Schafe bei lebhaf­tem, Schweine bei ruhigem Handel geräumt. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufaettieben waren 796 Kälber, 312 Schafe und 273 Schweine. An Preisen wurden angelegt p. Ztr. Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten, 4200 bis 4600 Mk., mittlere Qualitäten 36004100 Mark, geringe Qualitäten 31003500 Mark. Schafe 16003200 Mk. Schweine unter 80 Kilogr. Lebendgewicht 60006600 Mk., von 80100 Kilogr. Lebendgew. 66007100 Mk., Vvn 100120 Kilogr. Lebendgew. 69007200 Mark, Vvn 1201500 Kilogr. Lebendgewicht 69007100 Mk. Außerdem wurden 20 Rin­der ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um so viel über den Stall- Preisen, als sie die nicht unerheblichen Ge­wichtsverluste, Spesen und Händlergewinne in sich schließen.

(In einem Teil der Auslage wiederholt.)

Em MMargesetz in Dänemark.

Kopenhagen, 26. Juli. (WD.) Der Fol­keting nahm in zweiter Lesung das Gesetz über die M i 1 i t ä 1:0 r g a n i f a t i 0 n tn Däne- mari an. Das Gesetz, das die Billigung der Re­gierung gefunden ßatte, stellt ein Kompromiß zwischen den Liberalen und den Konferwattven dar und wurde mit 75 gegen 66 Stimmen der Radi­kalen und Sozialisten, angenommen.

Das Arbeilslosenproblem in England.

London, 27. Juli. (WTB.) .Daily Chro-> nicke" zufolge hat die britische Regierung gestern abend beschlossen, unverzüglich eine Sonder- f o m m i f f i o n emzusetzen, die das Prvblenr der Arbeitslosiglert von neuem unter» su che n und die Möglichkeit weiterer Abhilfmaß» nahmen prüfen soll. Mehrere frühere Kabinetts­mitglieder werden dreser Kommission angehören, die sich nrcht nur mit der gegenwärtigen ßage, sondern auch mit der im Winter zu erwartenden Verschlimmerung der Arbeitslosigkeit befassen wird.

Aus Anaarn.

Budapest, 27. Juli. (WB.) Die Regier.mg veröffentlicht eine Verordnu-rg, wodurch die außerordentlichen Machtbefugnisse, die ihr angesichts der außerordentllchen Verhalt' nisse während des Krieges bis ein Jahr nach dem Friedensschluß übertragen worden waren, erlöschen. Die Verordnungen, welche auf diese außerordentlichen Machtbefugnisse g ünbeten, tre­ten mit einigen Ausnahmen außer Kraft.

Etzpern wünscht die Vereinigung mit Griechenland.

L i m a s 0 n, 27. Juli. (WTB.) Der Aa- tionalrat von Chpern nahm einstimmig eine Entschließung an, worin erklärt wird, es sei der einhellige Wille des Volkes, sich mit beiß Mutterlande Griechenland zu vereinigen. Die englischen Sonderinteressen sollen gewahrt blei­ben. Die endgültige Entscheidung wird durch eine Volksabstimmung erfolgen.

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