Ausgabe 
28.4.1922
 
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I:Die Flucht ins Ungewisse.

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r*cnHod)t Man habe die Besurchwng. Dan Der britische Vorschlag al« ein Versuch angclcbM treiben könne, die nachdrücklich festgesetzte Bc» bingung, bat" auf ber Äonfereiy von Len 4a die Bepaiationssrage nicht aufgetuorten werden Darf, za durchbrechen.

Die rheinische Zentrumspartei über die Besatzungslasten.

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hat. eine Entschliehung angenommen, in der heißt: Der Proviitzialausschuh muh die Aul- merksamkeil ber Konferenz von Genua auf die unerträgliche Höhe der Besahungskosten deS THeinlandes richten, die nicht nur schwer auf der Bevölkerung lastet, sondern auch der Zahlung ber Beparationskosten ungeheuere Summen ent­zieht. Dabei muh er jedoch es auf das ent­schiedenste ablehnen, die Erleichterung dieser Be* saynngskosten etwa dadurch zu erkaufen, baf) da« Bheinland einer Lockerung seines Verhältnisse« zum Beich oder einer sonstigen Veränderung seiner Politischen Berhältnisse zustimmt. Biemais werden wir die Erfüllung bestimmter Wünsche aus der Hand einer fremden Macht annehmen. Die im Vorjahre mit den Sanktionen gemachten Erfahrungen haben deutlich gezeigt, dah daS wirtschaftliche Gedeihen des Rheinbundes un­löslich verknüpft ist mit seiner Zugehörigkeit zum Beiche. Der wirtschaftliche Biebergang des Saar­gebietes läht in dieser Hinsicht keinerlei Zweifel aufkommen.

Frankreich beruft Urlauber zurück.

London, 27. April. (WTB.)D a i l y E r - p r e h" meldet aus Genf, dah die französi­schen Soldaten, die sich dort auf Urlaub befanden, plötzlich den Befehl erhielten, sofort zu ihren Truppenteilen in Frankreich oder am Bhein zurückzukehren. Dies hänge mit der B c d e P o i n- c a r e« zusammen, da Frankreich unter Um­ständen allein gegen Deutschland vorgehen werde.

Krassin Gesandter in Berlin.

London, 27. April. (WTB.) Der Berliner Berichterstatter desDaily Chroniele" er­fährt von zuverlässiger Seite, dah die Ernennung Krassins zum ersten Gesandten der Sowjet regierung in Berlin in wenigen Tagen erfolgen werde.

Die Krankheit Kapps

Leipzig, 26. April. (Wolff.) Kapp, der bekanntlich vorgestern wegen eines Geschwülste« in der linken Augenhöhle operiert werden muhte, wurde, da das Geschwulst bereits große Abschnitte: der Augenhöhlenrandung ergriffen hatte, das linke Auge entfernt. Ebenso crlranften Teile des Schädels in grober Ausdehnung. Da» Allgemeinbefinden Kapps ist entsprechend der Schwere und der langen Dauer der Operation erheblich beeinträchtigt. Die Aerzte hoffen, daS rechte Auge zu erhalten.

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Märkte.

Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarkt.

Frankfurt a. M., 27. April. (Amtlich.) Marktverlauf: In allen Viehgattungen ge­drückter Handel. Bei Schweinen verblieb gro­ßer Hebersland. 3m einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren: 1066 Kälber. 230 Schafe und 958 Schweine. 7 Ziegen und 25 Schaf­lämmer. An Preisen wurden angelegt p. Ztt. Lebendgewicht: Kälber, beste Qualitäten. 2500 bis 2700 Mk.; mittlere Qualitäten 2200 bis 2400 Mk.; geringe Qualitäten 18002100Mk.; geringste Qualitäten 14001800 Mk. Schafe 1500 - 2400 Mk. Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 24002800 Mk., von 80 bis 100 Kilogr. Lebendgew. 28003000 Mk.. von 100-120 Kilogr. Lebendgew. 2900- 3050 Mk.. von 120150 Kilogr. Lebendgew. 2800 bis 3000 Mk. Fettschweine über 150 Kilogr. Le­bendgewicht 28003000 Mk. Außerdem wur­den 254 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Preise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheb­lichen Gewichtsverluste. Spesen und Händler­gewinn in sich schließen.

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(In einem Teil der Auflage wiederholt.) Eine neue Erklärung Lloyd Georges.

London, 27. April. (WTB.)Daily Mail" zufolge erklärte Lloyd George auf dem gestrigen Abendessen der amerikanischen und englischen Journalisten in Genua, Europa sei voll von nicht geregelten Fragen, von denen jede die Möglich kett eines euro­päischen Krieges enthalte. Buhlanb und Deutschland, die 2 Krüppel Europas bildeten, ständen dem übrigen Teil entgegengesetzt gegen­über. Jedermann, der sich ein bilde, man könne eine Zweidrittelmehrheit Europas niederdrücken, sei verrückt. Das deutsch-ruf fische Ab­kommen sei für manche eine Offenbarung gewesen. Lloyd George sagte weiter, bah. er seit langem vor diesem Abkommen gewarnt habe. Für den Augenblick gehörten die Alliierten zu der triumphierenden Gruppe. Dies könne jeDod) nicht ewig dauern. Wenn unser Triumph in ilntcrbrücfung ou«artet, so kann die Bache nicht ausbleiben und Europa schwimmt wieder in Blut.

Erregung in Genua über den englischen Vorschlag.

London, 27. April. (WTB.) Ein gestern abend 11 älhr aus Genua an dieTime s" eingegangenes Telegramm Steeds besagt, der britische Vorschlag, eine Zusammenkunft der ^1 n t e r z ei ch ne r des Versailler Vertrages nach Genua einzuberusen zur Er­örterung der Frage der Beparationen, die durch die Bede PoincareS aufgeworfen to.trbt, habe in Genua beträchtliche Erregung

Auf llach Bieber zlllli Maifesl!

Sonntag, 30. April

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Kapitän Schmehl, f. St. Erster Offizier des ttreuzers. ^inirlit^fnrten 'm Vorvettauf (auch für Mitglieder) bei Herrn Lrusi Lhallier 7 mr. einschl. Steuer. Staöenterrtarten 5 Mk. gegen 2Ui$

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Frankfurt a BL, 28. April.

Datum:

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Auf Die gestrige An^ zeige erwidere ich, daß meine Verlobung mit Herrn Karl Janz von meiner Seite auS gelöst ist.

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Berlin, 27. April. (VriDattel.) _

Nische Zentra mspartei Hai arftem auf einer aufjerorbentlitbcn Sitzung deS Provinzial- ausschusses, die in Königswin'.er in Anwesenheit des BeichsYostministerS GieSberts ftattgefunben

Nn Anschlag auf den Düsseldorf

DniSburg.

Düsseldorf, 27. April. iWTB.) Gestern a^nb ist auf den V-Zug Düsseldorf Duisburg Venter dem Duisburger Wald kurz vor ber Einfahrt in Duisburg ein Anschlag verübt nx>rben Die Bahnräuber hatten das Lig- auf Halt gestellt, um den Q-Zug zum Stehen zu bringen. Durch die Aufmerksamkeit eines Block­wärters wurde der Anschlag vereitelt. Herbei- geeilte Polizeibeamte wurden von den Bahn- täübern in ein Feuergefecht verwickelt, nach dem ein Mann schwer verwundet am Tatort vorge­funden und feslgenommen wurde.

Sin dreister Dankraubversuch.

Berlin, 27. April. (Wolff.) Heute vor­mittag erschien in der Filiale der Dresd­ner Bank am Beid-slanzlerplah ein etwa 20- jähriger Bursche mit einer oorgebundenen schwarzen Maske und verlangte von dem Banf- voi sleher. den er mit dem Bevolver bedrohte, binnen fünf Minuten hunderttausend Mark. Der BanlDorflebcr wandte ein, er müsse sich in den Vorraum begeben, um daS Geld zu holen. In diesem Augenblick schlug ein Bankdicner dem Bäuber die Pistole zur Seite. Bei der Berfolgung feuerte ber Bursche hintereinander a ch t Schüsse auf seine Verfolger. Ein Polizeiwacht­meister wurde am Oberschenkel getroffen. Ein zweiter Polizeibeamter verfolgte den Bäuber auf dem Bade und streckte ihn durch einen Schuh zu Boden. Der Bursche wurde als Polizeigesangener dem Krankenhause zugeführt.

Handes.

Berlin, 27. April. Börsenstim- rnungSbi 1 d. Die wechselnde Neueinteilung der politischen Lage hatte eine Unsicherheit des Devisenmarktes zur Folge und in Rück­wirkung hiervon schwankte die Kursbewegung des Effektenmarktes. Bei vorwiegender Zu­rückhaltung der Spekulatton gewann das Ge­schäft nur zeitweilig etwas mehr Lebhaftig­keit. Die festere Tendenz überwog im allge­meinen. Am Montanmarkte zeichneten sich oberschlesifche Werte durch erhöhte Kurse aus, und zwar stiegen Laurahütte etwa 100, Katto- witzer unter Schwankungen 90 Prozent. Sonst bewegten sich die Aenderungen nach oben und unten im Rahmen von 5 bis 30. Am Bank­aktienmarkt trat ein lebhaftes Interesse für Berliner Handelsgesellschaft hervor, die eine Aufbesserung um etwa 16 erfuhren, während sonst auf diesem Gebiet Ruhe herrschte. Schiff- sahrtsaktten lagen ungleichmäßig ohne wesent- lidje Aenderungen. Der Anleihemarkt war gut behauptet. Devisen schwächten sich am Bormit­tag gegen die gestrigen Abendkurse ab, ge­wannen aber späterhin eher mehr Festigkeit.

Frankfurt a. M., 27. April. Börsen- stimmungSbild. Die Börse steht wieder im Zeichen der Nachrichten aus Genua. So wie die Lage sich entwickelt hat. dürfte der Stand der ausländischen Zahlung-mittel noch immer in seiner schwankenden Haltung verharren. Der Dollar wurde im Fnihverkehr mit 286 bis 278 genannt und nahm dann die gewohnte schwankende Hal­tung ein, man nannte ihn später mit 276 278 280. Das Geschäft in Devisen war still. Am Markte der unnotierten Werte hörte man folgende Kurse: Becker-Stahl 470, Benz 550545, Gebr. Fahr 650 -660, Deutsche Petroleum 2225 bis 2200, Mansfelder Kuxe 25 225. Der Bentenmarft verkehrte in ruhiger Haltung. Am Montanaktien­markt erfuhren Buderus, Mannesmann, Bhein-

27. 4.

Schweizer.

2R.4» Tranken

100

Fl-

195.76

195.80

100

Mk.

1.81

1.79

100

Är.

0.06

0.06

100

Är.

9.975

9.975

100

Fr.

47.60

47.35

1

£

22.765

22.74

100

L.

-

27.55

27.30

100

Fr.

43.55

43.50

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Är.

0.65

0.60

100

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514.25

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=

0,13

0,13