Ausgabe 
28.2.1922
 
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Girtzeuer Strafkammer.

Drehen, 21. Febr.

3m Februar 1921 starb das acht Monate alle Kind der Eheleute Ä. von Ilbenstadt unter verdächtigen Umständen. Die Sektion der Leiche eug<u>. Ltib der Loo infolge u-rza reichender Er- nährung erfolgt, mit anderen Dorten, daß d a S Lind verhungert war. Die Eheleute wurden deLhalb der fahrlässigen Tötung atu Ät, und das Schöffengericht Friedberg ver- e auch den Ehemann zu zwei Jahren Ge­fängnis: die Ehefrau wurde freigesprvchen. Die Staatsanwaltschaft und 5t verfolgten gegen dieses Urteil Berufung. In der heutigen Hauptverhand- lang ergab sich, daß 5t ein getstig und moralisch minderwertiger Mensch ist, dem mildernde Um­stände im weitesten Sinne zugebilligt werden müssen; seine Strafe wurde daher auf 6 Monat« herabgesetzt. Zu derselben Strafe wurde auch die Ehefrau verurteilt, da auch sie die ihr obliegend« Unterhaltspflicht für ihr leibliche- Kind in der grübst en Weise verletzt hatte.

Bestätigt wurde ein Urteil deL Schössen^ gerichtS Herbstein, durch daS der Johannes Lari H. von WetzloL-Dehaag wegen Einbruch-- dieb stahl- zu 5 Monaten Desängnis ver­urteilt worden war. Auch die Strafkammer er­achtete nach umfangreicher Bewei'auf rahme für festgestellt, daß der Angeklagte Ende März 1920 der Gemeinde Mehlos-Dehaag aus dem dieser gehörtgen S. gewerk drei lederne Trctbrtcmen mit- <eU Einbruchs und Sinsteigens gestohlen hatte.

Del dem Kaufmann Salomon Sch. von Angenrod wurden im Juni 1920 gelegentlich einer Revision durch einen Beamten der AeichSgetreide» stelle 143 Kg. Weizenmehl aufoefunden. das er nach feinen eigenen Angaben bei verschiedenen Personen aufgekauft hatte, um es mit Gewinn tu verkaufen. Das Schöffengericht Alsfeld hotte das Bewahren auf Grund deS § 7 des Gesetze- vorn 18. 12. 1920 eingestellt, weil eS der Auf­fassung war, die Zwangsbewirtschaftung für Ge­treide sei aufgehoben. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hob die Strafkammer daS Ur­teil auf und verurteilte den Angeklagten wegen Schleichhandel- zu einer Geldstrafe von 650 Ulf. Das Berufungsgericht vertrat die An­sicht, bah bic Zwangsbewirtschaftung für Getreide nickt aufgehoben, sondern nur abgeändert sei, und bah die zur Zeit ber Straftat geltende.! Bestimmungen der ReichSgetreideorbmtng auch noch heute anzuordneu seien.

(Betid)tsfaaL

Jf Marburg, 27. Febr. Einen unerwar­teten Ausgang nahm eine Verhandlung vor der hiesigen Strafkammer. Ein wegen Dieb­stahls in einer Oelmühle bei Treysa angeklagter und vom Schöffengericht zu 1 Jahr Gefängnis tieairtciLei: Mann hatte zu einigen Zeugen, die mitbetell.gt gewesen und ihre Stra'e angenommen fallen bi einer Wirtschaft geäußert, ihnen könne ja nichts mehr passieren, sie möchten zu seinen Gunsten aus sagen, es käme ihm auf 1003 Mark nicht an. Die Leute blieben jedoch bei 6er Wahr­heit bi- auf ein Dienstmädchen, das zuletzt ver­nommen wurde. Auf Dorhalt gestand es, daß eine im Zuschauerraum befindliche Frau ihr ws Ohr geflüstert hätte, sie möchte die Sache nicht verderben, die anderen Zeugen hätten den Rat deS An^-llagton auch befolgt Die Berufung deS letzteren wurde bann verworfen und dieser sowohl, wie auch die Frau tm Zuschauerraum vxgm Der­lei t u na zum Meineid sofort in älnter- suchungShaft abgeführt

Vermischtes.

Dom Nürnberger Germanischen Museum AuS Nürnberg wird unS geschrie­ben- Der Neubau deS Germanischen Museums am ÄDcnmartl in Nürnberg ist feit etwa einem halben Jahre In seiner ganzen Ausdehnung der Oe ff ent- vchkeit zugänglich. Zuletzt wurde daS Erdgeschoh eingerichtet. Ls enthält die kunstgewerblichen Sammlungen und das Lapidarium, das die deutsche Plastik vom 13. biS 16. Jahrhundert um­fasst. Eine neue Abteilung wurde für barocke Grod- plastik geschaffen, die mit einigen bedeutenden Neu­erwerbungen eröffnet touroe, wie die Evan° aelisten-Figuren deS Augsburger Bildhauer- Den del von 1697, eine KraizigungSgruppe vom Bodensee u. a. Die Gemäldesammlung erwarb eine Geburt MariaS von Pacher, das Kupferftich- labinctt eine Anzahl Dürer'scher Holzschnitte. Die

Bibliothek erwarb für rhre handschriftliche Ab­teilung Briese von Anselm Feuerbach. Wilhelm von Kaulbach. Arndt, Lagarde, Pocci, Schwan­thaler u_ a.

Die ältesten gegossen en Buch­staben. Die alle Streitfrage über die Erfindung deS Buchdrücke- ist wieder aufgelebt, und man hat behauptet, bah nicht Gutenberg als erster den Lette rnguh, die Grundlage der ßrfinöung, ange­wandt habe, sondern der Holländer Coiter. In diesem Zusammenhang macht Karl Ehler- in ,Niedersach en daraus au merksam, bah gegossene Buchstaben schon viel früher alS bei Gute.,berg ober Coster Vorkommen Während kein Druck früher als auf das Jahr 1435 datiert werden kann, befindet sich an dem am Vorabend deS Katharinentages (25. November) 1408 gegossenen Brunnen auf dem Altstabtmarkte in Braunschweig eine Inschrift, deren Buch­staben einzeln in Mei gegossen und bann zu­sammengesetzt worden sind. Diese erste in gegosse­nen Lettern htirgestellte Schrift ist am Rande deS Beckens angebracht und enthält z. T. gereimte, auf das Wasser bezügliche Bibelsprüche. Es wurde also in Braunschweig das ßelterngufopToblem schon etwa 30 Jahre vor Gutenberg und Losten wenigstens im Prinzip gelöst.

* Pferdediebe Im Kolosseum Einen eigentümlichen Schlupfwinkel haben sich italienische Pferdediebe auLgewählt, indem sie im Kolosseum zu Rom isst Hauptquartier aufschlugen. In dem | altrömischen Bauwerk befindet sich eine Höhle, die bisher der 2lusmertlamleit entging, weil sie nur durch einen langen schmalen Tunnel erreicht werden kann, der so niedrig ist, bah man nur kriechend hineinkvmmen kann. Die Derbrecherschar hatte hier also eine sehr sichere Behausung, in die sie sich bei Verfolgungen zurück;ög. Die Polizei aber wurde bann sch ie stich durch die Geschwätzig- tetf eines Mitgliedes der Bande auf diesen eigen­artigen Schlupfwinkel gebracht und drang durch den Tunnel in die grobe Höhle, wo sie die Diebe schlafend überraschte und gefangen nahm.

Sandel.

Berlin, 27. Februar. Börsen st im- mungSbild. Bei Beginn der Börse zeigte sich ziemlich starker Kaufartdrang, nament­lich von Seiten de- Privatpublikums, wäh­rend die Spekula.ion zurückhaltender war und teilweise Gewtonrealisierurtgen vvrnahm. TBemt somit die Nachfrage auch entschieden überwog, zeigte sich doch grvhe Derschieden- heit tot Ausmaß der Besserungen, die im allgemeinen 80 Prozent nicht überschritten. Anglo Guano stellten sich um 355 Pro-, höher und konnten sich auch späterhin ungefähr auf diesem Standpunkt behaupten. Hohenlohe und Katwwiyer erzielten bei lebhaften älmsähen Besserungen' um etwa je 100 Proz. Kali» aftien litten unter Realisierungen, nachdem das Geheimnis her jüngsten <3ntercffen!äufe gelüftet ist. Westeregeln büßten 250 Proz. ein. Balutapapiere stiegen im Einklang mii der wesentlichen Besserung der Devisenkurse. SchiffahrtSaktien und Bankenwerte waren bei ruhigem Geschäft wenig verändert. Don ElektrizitütSaktien wurden im späteren Ver­laufe Akkumulatoren bevorzugt und mehr als 100 Proz. gegen Freitag höher bewertet. Arn Anlagen markt behauptete sich der Kursstand. Ungarische Anleihen schwächten sich zum Teil ab. Die Geschäftstätigkeit der Börse nahm im späteren Derlaufe etwas ab, verbunden mit mäßigem Nachgeben der Kurse.

Frankfurt a. M, 27. Febr. Börfen- stimmungsbild. . Bei Beginn konzentrierte sich daS Hauptinteresse auf verschiedene Indu­strie». Montan- und Kaliwerle. In Frage kamen ferner chemische Werte. Am Markte der unnotier» ten Werte sind teilweife KurSerhöhunaen zu ver­zeichnen. Sehr lebhaft werden Mansfeld er Kuxe gehandelt, 31 500 33 000. Es werden ferner u. a. folgende Kurse genannt: Ufa 320, Inag 570, Drown Doveri 510, Benz 715, Dtsche. Petroleum 2000. Die Grundtendenz des Kasla-Ändustrie- markteS blieb vorwiegend fest. Der Dvllarmarkt war ruhiger und behauptet. Der Dollar stellte sich auf 225224. Valutawerte hatten stilles Ge­schäft. SchlffahrtSallien lebhafter. Im weiteren Derlaufe lieh der Geschäftsverkehr etwas nach, und die Börse schloß ruhig, aber fest. Montan­papiere etwas unregelmäßig. Privatdiskont 4^2 %

Frankfurt a M.. 28. Februar.

Börsenkurse.

Frankfurt Berlin Schluß» Schluß- Schluh- Schluh- KurS 5turä Äucb Kurs

Saturn: 24.2. 2t. 2. 24.2. 27.2.

S'/.Dlsch.KnegSanl. 77,50 77,54 77,50 77,50

4'.Dsich Reichsanl. 87.50 87.50 88,- SS,-

S'/.Dsich.ReichSanl. HO,- 110.25 HO, - 111,- 4*/. Preutz. KvnfolS 73 5u 74.75 73,80 73,90

Ham bürg.'Kaketf.. . 489,- 105.- *91, 607,- NorbdetUscher Lloyd 394,- *03,- 39»,- 402,-

SommuPrivatbank 333,- 339,- 339,- 339,50

Darmstädter Bank . 328.- 329,- 330,- L2sch0

Deutsche Bank . . . 549.50 5*9, - 543. - 648, -

DiSconto-Gefellfchast 460 - 457,- *07,- 463,50 Dresdner Bank. . . 370, 370,- 378,- 377,- Mitteld. Kreditbank. 3,7.- 317,- 317,- 316, - Nationalbank f. D. . 343^- 337,- 341.60 341,- Boch. Guhstahlwerke 1265 - 1305,- 1322,- 1305,- Dud.-Eisenw.-Akt.. lu50 - 1085,- 101 ä,- 10o0,- D.-Luremb. Bergw.. 123u - 1260,- 1220,- 1250, Gelfen sirch. Bergw.. U3J,- 1255,- 1130,- 1250,- Harpener Bergbau.1795 - 1832,- 1795,- 1650,- Oberschl. Sifenb.-B. 1330'- 1310,- 1312,- 1319,- Ooerfchlef. ©Ueninb. 1100,- lü95 - iU 0,- 1099,75 Phönir-Bergb.-Alt. 1260,- 1300,- 1260,- 1295,- Bad.Anilin.u. Soda 738,- 790,- 745,- 795,- Höchsler Farbwerke. 713'- 763,- 7,5,- 780,- Allg. Elektr^Ges. . . 905,- 948,- 9jo,- 940,- Felten L Guilleaume 1^00,- 12 >5,- 1240, - 1250,- Schuckert-Werke. . . 830,- 815,- 825,- 845,- Adlerwerke 60),- 615,- 609,- 595,- Daimler 583,- 600.50 587,- 897.- 4°. Hess. Staaisanl. 75,20 74,75 76ch0

Electron GrieSheim 900,- 950, - 910,- 951,- Dtfche. Dereinsbank 243,75 248,75 -,-

Derlrner Devisenmarkt.

Geld Dries Gelb Dries

Datwn: 25. Febr. 27 Febr.

Amsterdarn-Rotterb. 8lrfl,50 S5c8,50 869 ,80 8703,70 Brüfsel-Antwerpen. 1495,60 1999,40 U88, 1932, Lhristiania.....377 M 3778,80 3i8,,10 38W; 0

Kopenhagen 4625 15 4«4,65 4765,20 47 74,80 Stockholm......6&>h, 10 5^80,90 6003,a66Jlb 05

tzelstngforS 445,55 »46,45 459,50 460,50 Italien 11 5,36 11'27,65 119j,30 119< 70 London 976,.>0 978,50 1004,t51007,06 Reuyork 222/2 222,98 225,27 22Vd Pari- 1930,50 1994,50 2087,90 2 -92,10 Schweiz 4340,65 4 >4 '^5 4470,50 44?9y5ii Spanien 3525,15 3538,55 3611,15 3648,65 Deutsch-Oesterr.... 4,38 4,12 4,38 4,12

Prag 392,60 39 ,40 405,65 406,45

Budapest 32,16 32,24 32,60 32^9

Buenos Aires . .. 81,90 82,10 84,15 84,35

Bulgarien 145,35 145,65 153,56 15336

Züricher Devisenmarkt. 27.2. 28.2.

Wechsel auf Schweizer Franken

Holland 100 Fl. ld5.90 196.-

Deutschland 100 Mk. -- 2.31 2,22

Wien 100 Kr- = 0.1 ü 0.10

Prag 100 Kr. = 9.05 9.15

Pari- 100 Fr. = 46.40 46.75

London \ £ 22.58 22.60

Italien 100 2. «- 26.42 27.-

Drüstel 100 Fr. « 44.15 44.45

Budapest 100 Kr. = 0.722 0.74

Deuyork 400 $ --- 511 51040

Agram 100 Kr. = 145 145

Warschau 100 Är. 0,13 0,12

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14. 25.2. 27.2.

Zürich . Fr. 125 40 2^6 2^4

Amsterdam Fl. 59.20 1,18 1.14

Kopenhagen Kr. 88.80 2,18 2.15

Prag Kr. 11780

Stockholm Kr. 88.80 1,73 1,70

Wien Kr. 117.80

London VH. 97.80 6.73 10,16

Paris Fr. 125.40 5.06 4,78

Äeutzork r 23.80 -.45 -,44

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 27. Febr. (Amtlich.) Marktverlauf: 3n allen Diehgattungen lang­samer Handel; Rinder und Schweine hinter- lieben Ileberstand. 3m einzelnen ist zu be­merken: Aufgetrieben waren 1813 Stück Groß­vieh. Davon 285 Ochsen, 73 Bullen und 1455 Färsen und Kühe, ferner 300 Kälber, 39 Schafe und 1859 Schweine. An Preisen wurden an­gelegt per Zentner Lebendgewicht: für Ochsen 9001600 Mk^ für Bullen 10001450 Mk., für Färsen und Kühe 5001550 Mk. für

Ws w.

-XI

Lhamottesabrik kaust ohtr beteiligt fii an aufgeschlossenerDraunkohlengrube und feuerfester Ton- und Quarzitgrube. Lage, Größe, Schichtung, Gutachten und Preis usw. unter F. S. j. 816 an Rudolf Moste, Frankfurt am Main. 2041»

Henkl'sÄÜasch-

Bleich

unenfbchrfKh für IDixhe und Hdusnu^

Hersldler Henkd cGs. DüiseHorf

beste Färfen und big 1450 TU für beste Kühe, für Kalber 1150-1700 TtL. für Schafe 1000 bis 1300 Mk-, für Schweine unter 80 Kilo­gramm Lebendgewicht 17001900 TIL, von 80100 Kilogramm 20002200 TZL, von 100 bis 200 Kilogramm 22002300 TH, von 120 bis 150 Kilogramm 22002400 Mk, Fett- schweine über 150 Kilogramm 22002400 TIt, Sauen und Eber von 18002000 Mk. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stall- preisen, als sic die nicht uncchcblichen De- wlchtSverluste, Spesen und Händlergewd» ta sich schließen.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt <l TL, 27. Fcbr. Da ba< Angebot in Getreide und Futtermitteln sehr bescheiden bleibt, so zeigten die Preise eine feste Tendenz. Weizen, Roggen, Mais bleibt gesucht. Für Braugerste waren die Abgeber wMiger. Hafer gut behauptet. Hülsenfruchte, welche nur wenig am Markt sind, bleiben höher bezahlt. 3m Mehlgeschäft besteht tuet- terc Nachfrage nach Weizen und Noggen- mehL Oelsaatcn sind gefragter. Futtermittel knapp, Kleie ist besonders stark gesucht.

(In einem Teil der Auflage toteberfcolt) Pomcarös Reise nach London.

Pari-, 27. Febr. (WTB) HavaS be­richtet aus London, die Reife deS fra«- zöfischen Mintsterpräfidente» nach London werde jedenfalls nach dem, waS man in englifchen Kreisen erfährt, in dem Augenblick stattfinden, in dem die Ende dieser Woche zu- fammentert:itben alliierten Sachverstän­digen ihre Arbeiten fast vollendet hätte», um die Fragen au behandeln, die noch zwischen Frankreich und Großbritannien in Der od,yebe seien.

Don der Doulogner Äonfetaa.

L 0 nd 0 n, 27. Febr. (WTB) Die .TimeS* melden auS Doulogne, der Absatz in dem amtlichen Bericht, der sich auf die Verträge, die in Frank­reich unterzeichnet wurden, beziehe, beträfe die Verträge von Versailles, St. Germain, N e u i l l h uitb Trian on. Der Vertrag von S e v r e s, der noch nicht ratifiziert worden fei. werde davon nicht berührt, ebenso nicht der Ver­trag von Brest- Litowsk, der Vertrag von Riga und die Verträge zwischen Rußland und den baltischen Staaten.

Der Zeppelin in Amerika.

Paris, 27. Febr (WTB) Nach einer Mel- düng der .Ehicago Tribüne" auS Washington hat die Handelskammer der Vereinigten Staaten gestern mitgeteilt, dast eine grobe Gesellschaft für HandelSluftfchiffahrt regefmüf l je Linien innerhalb der Vereinigt tu Staaten errichten soll, in denen ein abgeän­derter Zeppelin-Typ Verwendung finden soll. Die Gesellschaft trägt den Tarnen .General- Ais-Service". und es liegen fertige Pläne zum Bau von Fahrzeugen tn Deutschland vor. D« Gefellschaft beabsichtigt, im Laufe deS Sommer- 1923 zwischen Neuhvri unb Ehicago 2 Sbiffe In Dienst zu stellen Das erste bavon soll 4DM cbm fassen. Die letzte Fertigstellung soll in den Ter- einigten Staaten erfolgen. Das Schiff wirb 1CÖ Passagiere unb mehrere Tonnen Post zu befördern imftanbe sein Von deutscher Seite werben nack ben Mitteilungen durch Seren Johann Schütte von der Firma Schütte-La», die DerKandlungen geführt Die Firma soll beabächtigen. die Fabri­kation b e r Zeppelin-Luftschiffe zum größten Teil nach den Der ein ig ten Staa­ten zu verlegen

Gin Lloyd-Dampfer tn Hodoken.

Neuh 0 rk. 27. Febr. iWTD) A^lästlich der Ankunft des Nordd. Ll)hd-DampferS .Sed dli tz* zeigte der Pier Hobokens ein festliches Gepräge. Die Musik spielte deutsche unb amerikanische Weisen

Gin Duellverbot d«S Papstes.

Rom, 25 Febr. Der Papst ersieh mfvlqe des Lu lls zwischen bem HerAvg von Torlonia und dem Grasen Lovatelli ein strenge- Duell- verbot für die römische Aristokratie.

Di« französisch« Kohlruladunq des Gspoir.

Pari-, 27. Febr. iWTB) Nach einer Hava-meldung aus Athen läuft bett das Gerücht, man werde den Vorschlag machen, den Zwischenfall bezüglich der Ztohlenladung bei Dampfers _Espoir" dem Schiedsgericht Im Haag oder dem Völkerbund zu unterbreiten.

MIT

Merk den Spruch,

Denn er ist leicht, SchüKpim, Servus unerreicht.

Chm.W«rke lubszynsla ö(PA<j Berlin bcStenbewj

Vertreter geeoeht!

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Franko-Llefernner

Marken: Sckwaoo, Aeroson, tiiofro. iRnrL nu> träfle (nur ron Wiederoerkäuterw schon ie»t ei beten. Emil Hebenumi, Frank tert am Kala.