Mk.
unzulässig
SflDirarten
Pntinohme- vorzetgegevSyr
2.-
Mit den einzelnen Staaten Sonder-Vereinbarungen
Werl- fenönnqen
leie- sromme
1 Wort mindestens
3.60 3.85 4.85 4.70 7.25 4.50 4.50
4.58 4.50 5.-
$ofl- lMMlsUIl- nen
Meistbetrag 5000 M
Stadt
Giehen .... Offenbach . . Worms.... Mainz .... Darmstadt . . Bad-Rauhenn Friedberg . . Frankfurt. . . Gaffel.....
Wetzlar.... Marburg. . . Dillenburg . . Hanau ....
1.50
15.-
Gewichts- gebühr für Wertkästchen 50 gr 2.50 mindestens
12.-
Die Inlandsgebühren für Briefsendungen, Wertsendungen, Postanweisungsgebühren und Pakete gelten auch nach dem Saargebiet (jedoch Päckchen nicht zu- gelaffen), sowie dem Gebiet der Freien Stadt Danzig und dem Memelgebiet, ferner nach Luxemburg und Oesterreich (Päckchen nach beiden Ländern nicht zn- gelassen).
1.-
10.-
Der Berkehrsftreik in Oesterreich.
Berlin, 26. Juni. (WTB.) Zuverlässigen amtlichen Bachrichten aus Wien zufolge dauert der in Oesterreich ausgebrochene Verkehrs- st r e i k an, wobei es sich lediglich um Lohn- differenzen handelt. Zur Stunde sind jedoch noch alle Aussichten vorhanden, ihn raschestens beizulegen. Die Verhandlungen, die nach längerer Dauer am Samstag gescheitert waren, sind wieder' ausgenommen. Es muff sestgestellt werden, daff im übrigen in Wien sowie in den Bundesländern vollständig Buhe herrscht, um so mehr, als die Finanzpläne der Regierung, die im wesentlichen die Billigung aller Parteien fanden, auch in der Bevölkerung hoffnungsvoll beurteilt werden und man den angelunoigten durchgreifenden Maffnahmen der Regierung mit QSertraucu entgegensieht. Die hier und da im Ausland aufgetauchten Gerüchte über ausge- brvchene Wirren entbehren jeder Grundlage.
Die Ankunft der russischen Delegation im Haag.
Haag, 26. Juni. (Wolff.) Niederländische Korr.-Dureau. Die drei Mitglieder der russischen Delegation Litwinow, Kresinsky und So- kolnikow sind heute nachmittag 1 Ahr 18Min. über Berlin und Amsterdam am Haager Bahnhof eingetroffen.
Sefleibsausbrudt der Italienischen Kammer.
Rom, 26. Juni. (WTB.) In der Kammer widmete der Ministerpräsident Fakta Rathenau Worte der Erinnerung und gedachte des hohen Geistes und der tiefen Kul- tiir, die dem Dohingevpferten eigen waren, Eigenschaften, deren Wert er während der Genueser Konferenz ermessen konnte. Der Ministerpräsident schlug der Kammer vor, der deutschen Regierung das Mitgefühl zu bekunden. Der svzialistisclie Abgeordnete Modigliani feierte das Friedenswerk Rathenaus während der letzten Jahre und seine im höchsten Sinne humanitäre Tätigkeit, die ihn das Leben kostete. Der Abgeordnete Miglioli (Dollspartei) und der Abgeordnete Grazia- dei (Kommunist) schlossen sich namens ihrer Parteien den Worten Modiglianis an. Die Kammer nahm den Antrag, der deutschen Regierung das Beileid auszusprechen, an.
bis 100 M | 100-250 „ I 250-500 „ L 500-1000 „ (1000-1500 „ [ 1500-2000 „
Die neuen Postgebühren
vom 1. Juli 1922 ab.
Wettervoraussage
für Mittwoch:
Doltry, mäßig warm, trocken, West- bis Süb- w-est-Wind.
Der tiefe Druck verlagert sich langsam nordwärts. Sem Stern liegt über dem mittleren Skandinavien. Der nachfolgende hohe Druck bringt uns allmäblich Besserung der Wetterlage.
Bornotizen.
Lageskalender für Dienstag: Astvria-Lichtspiele: „Mit Büchse und Spaten" und „Der Silberkönig".
— Zum Festabend der Theatergemeinde am Donnerstag, 29. Juni, abends 7 Ahr, im Philosophenwald, bittet der BühnenKolksbunv seineMitglieder, demAbend durch regen Besuch zu gutem Erfolg zu verhelfen. Gilt es doch, den Bestand der Theatergemeinde und deren weiteren Ausbau zu sichern. Dem Künstler des Abends, Herrn v. Hunyady, geht als Sänger der beste Ruf voraus. (S. Anzeige.)
Aus Stadt und Land.
Gieffen, ten 27. Juni 1922.
Erhöhung der EaS- und Wasterpreife.
Infolge weiterer Verteuerung der Kohlen sLnd Betriebsmaterialien, der Frachten und Auhrlöhne usw. muff der GaSpreis aus 1.25 Mark, und der Wasserpreis auf 2.25 Ml. ft Kubikmeter ab 1. Juli d Zs. erhöht werden.
Landkreis Gießen.
' Annerod, 25. Juni Das K l rchen - gesangvcreinsfest des Dekanates Giehen. das heute in der hiesigen Kirche stattsand, war wohl gelungen. Es nahmen daran teil die Kirchen- gesangvereine von Beuern. Burkhardsfelden. Giehen, Groffen-Linden. Heuchelheim, Klein- Linden, Leihgestern und der Fraik^n-Ehvr von Annerod. Das Festprogramm war von Pfarrer S chu l t e - Groffen-Linden entworfen und brachte in der Hauptsache Lieder Über die christliche Freude. Die Leitung der Gesamtchörc lag in den bewahrten Händen von Professor Traut- mann- Giehen. Die schlichte und eindringliche Predigt hielt Pfarrer Bechtolsheimer von Giehen im Anschluff von Psalm 57. Vers 8—10. An den Gottesdienst schloh sich nach fur^er Kafsee- pause die Rachversammlung im Saale von Gastwirt Engelhardt. Rach einer kurzen Begrüßung durch Dekan G u ff m a n n trugen die einzelnen Vereine selbstgewählte Chöre vor, die teils dem Gebiet des Volksliedes, teils dem Chvralgesang entnommen waren. Gesanglich und technisch standen die Leistungen auf einer überraschenden Höhe und fesselten bis zuletzt die Aufmerksamkeit der zahlreichen Zuhörer. Das Schluhwort sprach der Ortsgeistttche. Mit Stolz und Befriedigung dürfen die Vereine auf die Veranstaltung zurückblicken.
Hochelheim, 26. Juni. Das erste Krieger vereinsfest dem Kriege in der Nähe der beiden C.. jtc Giehen und Wetzlar wurde gestern hier abgehalten und war von den Militärvereinen aus der Lim- gegend der beiden Städte stark besucht; nafc men doch 26 Vereine an dem Feste teil. Der hiesige Kriegerverein verband mit dem Bundesfest des Hüttenberger Kriegerverbandes sein 50jähriges Stiftungsfest. Am Gefallenendenkmal wurde eine kurze Gedächtnisfeier abgehalten. Auf dem Festplatze hielt Lehrer Drescher die Festrede und überreichte den beiden Gründern und Altveteranen Sch teer st ein und Viehmann die Auszeichnung des KyffhäuserbundeS. Der Gesangverein ang das Lied: „Och glaub an dich, ment' Vaterland". Der Vertreter des Kreiskrieger- Verbandes Wetzlar überbrachte die Glückwünsche des Kreises und der Vorsitzende Grasse vom Verband Hüttenberg sprach über Zweck und Ziel der deutschen Kriegerverbände.
ri. L i ch, 2h juni Am gestrigen Sonntag eierte untre Stadl ihr Hugendfsft. Rach einem Festgottesdienst in der Stiftskirche, der durch eine Liturgie und Cyöre des Gesangvereins „Cäzilia" und dcS Rothschen Mannerchors Ver
dis 100 J6 j 100-250 „ J 250-500 „ S 500-1000 „ , 1000-2000 „ | 2000-5000 „
chönt war. zog ein großer Festzug durch die fefl- lich beflaggten Strahen zum Hardtberg hinauf. Einen herzerfreueirden Anblick boi die Schul jugend mit bunten Fähnchen und ihren von der Stadt gestifteten Bretzeln in der Hand, die Mädchen in weihen Kleidchen und mit Blumenkränz- leiii im Haar. Auf dem Festplatz hielt Bürgermeister Völker eine Ansprache, in der er auS- führte was wir an unserer Heimat haben und was wir für sie tun können. Kinder trugen Gedichte vor. Die Lieder „Ich hab mich ergeben" und „Deutschland, Deutschland über alles" wurden gemeinsam unter Musikbegleitung gesungen Die Schulklassen verteilten sich auf dem Festplah zu fröhlichen Spielen und Turnübungen. Die Beteiligung der Gemeinde an dem Fest war allge- ; mein. Leider bereitete ein kräftiger Regen dem Fest ein vorzeitiges Ende. Es ist geplant, der Jugend einen Ersah für die dadurch gestörte Freude zu geben, indem bei günstiger Witterung am nächsten Srnntag nachdem Rachmittagsgottes dienst die Spiele und Ausführungen auf dem Hardtberg fortgesetzt werden sollen.
ri. L i ch, 26. Juni. Die hiesige Spar-" unk Kredit-Aktiengesellschaft hat sich umgebildet zu einer „VolksbankLi ch", die mit einem nahezu siebenfachen Grund- und Haftkapital ausgestattet ist. Das Gcschäftslokal bleibt, wie seither, bei dem Rechner Altbürgermeister Dörmer.
X Wieseck. 25. Juni. Am Rachmittag des Hugendfeiertags zog unsere Schuljugend, jede Klasse hinter einer Fahne mit den neuen Reichsfarben, mit Sträuben und Kränzen geschmückt in den Heegwald: dazu der Schulvorstand und viele Eltern, besonders Mütter mit kleinen Kindern. Rach M. Claudias' „Deutscher Hochgesang" wies Lehrer Braunewell, ter stellvertretende Rektor, in eindrucksvoller Rede hin auf die Rot der Zeit, deren ernste Sette nicht die wirtschaftliche, sondern die geistige und moralisch'' Rot sei, der zu begegnen Elternhaus and Schule sich stützen und unterstützen mufften. Die Ais- sührungen schlossen mit einem freudig «ufgrnom menen Hoch auf Wieseck. Schnell verflog die Zeit bei Spielen. Reigen, Stab- und turnerischen Hebungen, auch einem Märchenspiel ter einzel neu Klassen, bis nach einem Scheidelied um 6 Ufn der gemeinsame Heimmarsch angetreten wurde, der eine Bretzelverteilung in der neuen Schule beem bete. Die angeschlagenen Töne klangen int Gottes' dienst des folgenden Morgens nach bä einet Predigt über ,.Die Sendung Jesu an unser CBotf*
Kreis Büdingen.
nd. Nidda, 26. Juni. Bei der Heu- grasversteigerung von den hiesigen städtischen Wiesen kam der Morgen bis über 4000 Mk. Die Stadt erzielte einen Erlös von 520 000 Mk. Dazu kommen noch die Pachtbeträge von einer Anzahl Gemeindewiesen, die auf mehrere Jahre verpachtet sind, und der Erlös von bereits früher versteigerten Grasnutzungen an Wegen, Gräben und Böschungen.
ge. Geiff-Ridda. 22. Juni. Das ® a u ■ turnfcfl des Gaues Wetterau, verbunden mi' Bannerweihe des hiesigen Turnvereins nahm bet allerbesten Verlauf. Trotz Gewitterregens träfet schon am Samstag 400 Preisturner ein. Bürger- qua ickiere und Rotunterkiotft waren überfüllt. Rock am Vorabend bewegte sich ein Festzug nach den Festplatz. Am Sonntag Vormittag trafen bann ar 5Q Vereine ein. lieber 700 Preisturner mähen w
Einlagsbogen des Steuerbuchs zu Tieren. 'Für Arbeitnehmer, die neben Bar lohn volle Vor pslegung einschließlich Wohnung, Heizung und Beleuchtung beziehen, hat vom 1. Iali 1922 ab ein Steuerabzug nur bann nicht stattzufinden, wenn der Bar lohn 50 Mk. und weniger im Monat beträgt.
Z Don der Eisenbahn. Ab I.Iuli wird versuchsweise in Frankfurt den Reisenden Gelegenheit gegeben, Plätze in den D» Zügen zu belegen. Die Ausgabe wird auf >ie in Frankfurt beginnenden v-Züge und die ilanmößig daselbst beigestellten Kurswagen beschränkt. Telegraphische Vorausbestellung zur Benutzung ab Frankfurt ist zulässig. Die Preise betragen für l. Klasse 9QIif., 2. Klasse 6 Mk., 3. Klasse 3 Mk. — Am Samstag wurde auf Bahnhof Gieffen dis elektrischeWei- chen - und Signalbedienung auf dem großen 'Befehlftellwerk im Personenbahnhof ein geführt. Die Umstellung vom Handbetrieb, die unter Aufrechterhaltung des Zugverkehrs vor sich gehen mußte, wickelte sich ohne Störung und ohne Zugverspätungen ab. Die Einrichtung, die mit den neuesten technischen Errungenschaften ausgestattet ist, bedeutet eine nicht unwesentliche Personalersparnis und eine geringere körperliche Kraftentfaltung bei der Bedienung. — Zu den Berliner Kampfspielen im Stadion passiert ein Sonderzug die hiesige Station.
♦* Der gesamte Fernsprech- und Telegraphenverkehr wird heute nachmittag von 2 Uhr bis 2.10 als Trauerkund- gebung für Dr. Rathenau ruhen.
** Die Männer- und Frauenvereinigung derMatthäusgemeinde veranstaltete in Verbindung mit der Kinderkirche am vergangenen Sonntag einen Familientag im Phi- losophenwald. Der groffe Saal konnte die Erschienenen nicht alle fassen. Rachdem Landgerichts- ral Funk die Versammelten herzlich begrüfft hatte, trugen zwei Kinder schöne Gedichte vor. unb Frau Flimm brachte mit ihrer hübschen, ansprechenden Stimme einige Lieder zu Gehör, die stürmischen Beifall auslösten. FräuleinW e h r- h e i m hatte die Begleitung des Gesangs übernommen und führte sie mit Verständnis und Geschick aus. In einer Ansprache hob Pfarrer Mahr die Bedeutung des deutschen Familienlebens hervor, sprach von der Gestaltung des Ver- lältnisses zwischen Vater, Mutter und Kindern in christlichem Leiste und betonte, daff ein Aufbau
deutschen Volte- von der Familie aus kommen müße. Rachdem sich der Himmel aufgehellt hatte, wurde im Walde mii den Kindern eine Schnitzel- jagd mit Preisverteilung veranstaltet. Rach den Spielen wurde jedes Kind mit einer Brezel beschenkt die zu großem Teil von Bäckermeistern der Matthänsgemeiade in hochherziger Weise gestiftet waren Auch beträchtliche Geldspenden waren zum Ankauf von Brezeln eingegangen. 3m 2. Teil erfreute Pianist Hahn die Zuhörer durch einige Klavier »träge, die von einer feinen Auffassung und großer Technik zeugten. Richt unerwähnt sollen zwei Kinder bleiben, die zwüstim- ' miq sehr hübsch einige Lieder vvrtrugen. Gegen 7 Uhr schloff Herr Riebel mit Dank an alle Mitwirtenden die wohlgelungene Veranstaltung.
I oh a n n i s f e i e r. Der Ortsverein „T y p o g r a p h i a" . Gießen, im Ver- i band der Deutschen Buchdrucker, beging am > Samstag abend, dem RamenStag feines Altmeisters Gutenberg, auf der Karlsruhe sein -alljährliches Z o h a n n i S f c st. 3m Vorder- . I gründ der Veranstaltung stand die Ehrung
Vermischtes.
* Ein transportables Haus aus der Tudor-Zeit. Ein Haus, das im Jahre 1485 erbaut wurde, als Richard 111. bei Bos- aoorth besiegt unb erschlagen wurde und als Heinrich VII. auf den Thron gelangte, wird in einem englischen Blatt zum Verlaus ausgeboten und zwar wird cs als „transportabel und überall wieder aufzubauen" bezeichnet Das altehrwürdige IBautoert ist im Tudor-Stil errichtet und besitzt eine Banketthalle mit schönem Schnihwerk sowie verschiedene Wvhn- und Schlafzimmer, eine Bibliothek und ein Frauengemach. Ein groffer Teil der inneren Einrichtung stammt noch aus der Zeit vor 1500. Der Verkäufer versichert, daff sich alle Einzelheiten des Hauses. Ziegel, Fensterrahmen, Dackschiefer usw. auseinandernehmen und an einer beliebigen Stelle wieder aufbauen lasten. Vielleicht findet sich ein begüterter Amerikaner, der den Ehrgeiz besitzt, in einem Haus im echten Tudor-Stil Ji wohnen tnb das Bauwerk über den Ozean verfrachten läfft, um es in der neuen -WÄt wieder aufzurichten.
jWrttein
W
miftröge
2.-
3.-
4.-
5.—
6.-
7.-
0.75
1.50
3.-
4.-
5.-
6.-
von dret Zubilaren (50jährige bzw. 25jährige. Verbandszugehörigkeit) durch Aeberreichung von Gedenkblättern und Geschenken. Ein Prolog leitete die Feier ein und darauf kam ein ausgewähltes, reichhaltiges Programm zur Abwicklung. Die Veranstaltung nahm in allen Teilen einen wohlgelungenen Verlauf und dürfte alle Teilnehmer befriedigt haben.
** Das deutsche Volkslied". Zu der Festaustührung im hiesigen Stadktheater am 1. und 4. Juli wird uns geschrieben: 3n Dessau entstand der Gedanke, unser schönes deutsches Volkslied in eine äußere feste Form zu bringen in Form eines Festspieles eines Singspieles. Dort ging es zum ersten Male in einer schlichten aber begeisterten Form über dtte Bühne, als Wohltätigkeitssestvorstellung des Vaterländischen Frauenvereins vom dortigen Roten Kreuz. Bei dem Llufbau des Werkes führte Kapellmeister Fr. Seelmann in 6 lebensvollen Bildern der, Einfluff des Volksliedes auf das deutsche Gemüt vor Qlugen, Gustav Partheil durchwebte das Ganze mit einer tief empfundenen Dichtung und Musikdirektor Gerhard Dreih legte ihm eine klangvolle Musik zugrunde, aus der uns die Innigkeit unseres deutschen Volksgesanges entgegentönt. In allen Städten wurde es begeistert und dankbar aus- genommen und immer stand die Veranstaltung im Zeichen vaterländischer Wohltätigkeit. Auch, für unsere Stadt Gieffen ist die Ausführung des Liederspiels für Samstag, den 1. und Dienstag, den 4. Juli im hiesigen Stadttheater durch den Goethe-Bund, verstärlt durch den Ehvr des Cängerkranzes und durch weitere hiesige Mu- sikkräste. im Radmen einer Werbeveranstaltung zu Gunsten der StudontenhUfe beabsichtigt. Da von Seiten unserer hiesigen Studentenschaft ber Aus- fübiung ein grostes Interesse entgegengebracht wurde, ist eine nochmalige Ausführung auf den 4. Juli angeseht worden, zu der alle Freunde deutschen Volksgesanges eingeladen sind. Die musikalische Leitung bat Herr MusiftehrerK a ft en übernommen, während die Spielleitung in Händen des Herrn Spielleiters K. Dolck vom Kur- tHeater Bad-Rauhcim liegt. Die Aufführung selbst sowie jedes Bild wird eingeleitet durch einen Vor sprach, in dem uns das Volkslied als menschliches Wesen vor uns treten Unrd, um uns zu mahnen am schönen deutschen Lied, an deutschen Sitten und Gebrauchen festzuhalten.
5.40 4.60
Hierbei ist zu bemerken, daff die Pumpen in den Wasserwerken Eassel und Marburg mittels Wasserturbinen angettieben werden.
vergleichende Tabelle über die Gas- und Wasserpreise der hessischen und Rachbarstädte bringen wir nachstehend:
Mit den einzelnen Staaten Sondcr- Aeretnbanmgen für Briefe 1.25
Gas je cbm Wasser je cbm Juni 1922 Juli 1922 Juni 1922 'JuTU_922
Lloyd George über Deutschland und den Völkerbund.
London, 26. Juni. (Wvlff.) In einer Ansprache in der Waliser Baptistenkapelle in London kam Lloyd George auch auf die Zulassung Deutschlands zum Völkerbünde zu sprechen und sagte, daS wichtigste sei, Friedensstimmung unter den Nationen zu weckem Die Völker aller Länder mühten dazu gebracht werden, zu verlangen, daß ihre Regierungen Friedenswege einschlügen. Lloyd George betonte, daß er alle Völker, einschließlich Deutschlands und Rußlands, und die Vereinigten Staaten im Völkerbunde sehen möchte. Wenn der Antrag auf Zulassung Deutschlands vor dem Dölkerbundsrat in Genf gestellt werde, würde die britische Regierung für die Annahme des Antrags stimmen. Lloyd George schloh seine Ansprache mit der Erklärung, dah der Frieden hergestellt würde, wennn sich der Sinn der Menschen wieder zu gegenseitigem Wohlwollen gewandt habe.
Paris, 26. Juni. (WTB.) Der ^Temps" bemängelt die gestrigen Erllärungen Lloyd Georges über den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund und stellt die Frage, warum der englische Ministerpräsident sich gerade am Tage nach der Ermordung Rathenaus in diesem Sinne ausgesprochen habe. Er habe offenbar geglaubt, daff die demokratischen Parteien in Deutschland stärker werden, wenn er ihnen eine Perspektive auf Genf eröffne. Vielleicht habe er sich auch daran erinnert, da ff Rathenau den Völkerbund nicht geliebt habe, und daff ein neuer Außenminister mehr als er geneigt sein könne, die Zulassung Deutschlands zir verlangen. Der Kanzlei- habe"' gestern ebenfalls ivom Völkerbund gesprochen, und zwar so, daß man sagen könne, bte (Rede sei nicht für den Völkerbund, ober so, daß man ihm Vorschlägen würde, die Zulassung Deutschlands zu verlangen. Dann würde er polnische Gebiete reklamieren. Rachdem sich die Er- Härungcn Lloyd Georges und Wirths gekreuzt haben.' erwartet der „Temps" Aufklärungen von der deutschen Regierung. Aus alledem siebt aber der „Temps", daß der Gegenstand noch nicht reis sei. Rach dem ^Temps" ruft man in Berlin rächt »Völkerbund", sondern »Oberschlesien".
** Zahlung der Militärrenten für Juli durch das Postamt (Bahnhof st r a h e). Alle Militärrenten (H. P. u. R.) für Juli werden am Donnerstag, den 29. Juni, von 7Vs Ahr vorm. bis 1 Ahr nachm., und von 2—7 Uhr nachm. an den besonders für die Rentenzahlung eingerichteten Zahlstellen — Eingang zur Paketannahme — gezahlt. Es wird nochmals daraus hingewiesen, daß auf Anttaa der Zahlungsempfänger die Beträge durch die Besteller kostenfrei ins Haus gebracht werden. Vordrucke zu den Anträgen können bei der Rentenzahlstelle während den Schalterdienststunden in Empfang genommen werden.
** Die nÜch ste Brotmarkenaus gäbe und eine Aufforderung zur Abgabe der Steuererklärung für die Körperschastssteuer und Kapitalertragssteuer werden im heutigen Anzeigenteil befannt gegeben.
*• Die ReufestsehungBes Wertes der Rat oral- und sonstigen Sachbezüge bei dem Steuerabzug wird im heutigen Anzeigenteile brfanirtgcgebeir Zar Ec- läuterang der Bestimnvlngen diene folgendes Beispiel: Für ein Dienstmädchen, eine Magd öder einen Knecht mit 250 Mi. Moncttslohn . unb voller Verpflegung cinschl. Wohaung, Heizung und Bleuchtang berechnet sich der Steieiabzug Dom 1. Juli 1922 ob wie folgt: Barlohn im Monat 250 Mk., Geldwert der vollen Verpflegung einschl. Wohnung, H-iz^ng und Beleuchtung 600 RN., zusammen 8o0 Mk. Hiervon 10 Prozent Steuer -- 85 Mk. Dieser Betrag er- mäffigl sich um die aus dem Steuerbuch ersichtlichen Abzüge, die für ledige Personen für den Monat bet tagen für den Steuerpflichtigen selbst 20 Mk.. für Wetbiingstoften 45 Ml., zusammen 65 Wk. Der vei bleibende Steuerbetrug von 85 Mk.
65 Mk. 20 RN. ist in Swuermarken in die
für alle Sendungen 1.50
1.50
Gebühr rote Einschreibebrief und 1.50
Briefe: Gebühr wie bei Einschreibesendung. u. Der- sicherungsgebühr:
Tür je M00 Mb.. . 1.50
Pakete: Gebühr wie bei Ein- ' schrcibesendung. u. Der- stcherunqsqebühr: für je 100Ö Mb. . 2.- mindcstens . . . . 9.—
4.25
1.50
2.25
—
2.50
—
—
—
4.55
-
—'
——
—
3.50
—
—
2.50
—
——
2.—
5.30
1.80
2.60
5.50
2 —
—
5.50
4.—
—
6.-
1.10
—
6.50
2-
2.85
5.-
2.70
3.10
Gattung
Gewicht
Inland
Ausland
Tschechoslowakei und
Ungarn
Ort;- verkehr
Fernverkehr
Briefe
bis 20 gr L 20-100 „ lS 100-250 „
! 1 r t4 n co :
I 1 1
6.-
fiir je
20 e
4.50 weitere
3.-
Werfen
- .75 Ansicht mit l)ö 5 Worten
1.50 .harten dlfteni' (MrShe) 50
3.50 | 2.75 Weihnacht, und Neujahr-jkarten mit 5 Worten (Wünschen! 1.29
grntffaflien
bis 20 gr ( 20-50 „ J 50-100 100-250 „ 250-500 „ | 500-1000 „
-.50 -.75
1.50 3-
4.- 5.-
je 50 gr 1.25
GesSüsts- onpiere u. »- fenöungea
bis 250 gt 8 250-500 „ Z 500-1000 „
3-
4.-
5.-
je 50 gr 1.25 mindestens 6.-
waren- proöen
bis 250 gr üb. 250-500 „
3.-
4.-
je 50 gr 1.25 mindestens 3 -
Würsten
bis 1 kg
6.-
unzulässig
Watete*
*) Dringende Pakete 9-fache
Pakctgebichr
bis 5 kg über 5-7' , „ „ 7'/J-10 „ „ 10-15 „ „ 15-20 „
7.-
10.-
15.-
20.-
25.-
1 I I I l# 'tdood —< 03 CO Tf i.O
Mit den einzelnen Staaten Sonder-Vereinbarungen
Glnfdirelö.
für jede Sendung mehr
2.—
2-
Eilbestell- geölihr
für jede Brief- scndung mehr
vrt-.bestellbcz. 3.-
Land- „ 9.-
12.-
für jede Poket- sendung mehr
l OrtsbesteNbez. 6.- jLond- „ 12.
SW
festplah ->ui ^ntc etiv- ?gÄten <
■:dS
wurde ai ihtQ«!)01" unh ii qaltungcn «n0 ^wiesen
ed ö4® Jlf
rciM
- Laubac ünsÄerzte m ^rrn A D-chtelnSler ,tir D Dchcll. «M». Da cm TOC-rrt und ein - aus Ulrichstein) Mündiger, in sanitärer W iuf das Auss ^ativnalfesl sanzledrcr) kkigc cchudem nrm Trafen ges > ÄchMrigen 1540 slaMiende? Auch 'mtereliiert
au her dem
Keßeiltli ßk Abgabe d töiperschastsst«
A. 1. Zur Q ffllärung incrbei ü Jlmstische bürgerlichen schaffen: beicht recht
Inhalten, ( Ggen. mH schäften, Kl schaftm, h< llniernehmei Ausiändischi
einem die Gesellschaft eine Betriebsstc Die Steue
1- Das Cm schastsjal tom 1. ' fällt:
2. in ®rm< Wstsjab kommen! big für r
®ttt, m d liegt.
Sie Steuer J. 3u(i bis 31. Manzamt einz g .^nanjämi W wr Ab, ^dann, wer ist.
Die Steuert NMM schris^;, 58
Sen ©teuer M mit Tew Mberichte
? Bild flU erläutern.
Men undd tz, Der die 3
I lö h
1» fri,it Si iKtbti 1
I toil hs?
I H ®
I
I^TUo 1
I
ÄTi
W


